Finanzen des FCB - Diskussion

Diskussionen rund um den FCB.
W_Shakespeare

Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von W_Shakespeare »

Master hat geschrieben: 23.04.2026, 22:14
fcbblog.ch hat geschrieben: 23.04.2026, 12:54 Die 8 Mio. Gewinn sind da - die Owner haben nun einfach beschlossen damit eine Teil-"Rückabwicklung" einer 2019 geleisteten Defizitgarantie damit zu zahlen. Das ist höchst kreativ und der Grund dafür würde schon Wunder nehmen (bei ca. 20 Mio tatsächlich ausstehenden Schulden gegenüber Holding und BASPO und einem Eigenkapital von ca. 17 Mio und zahlreichen ausstehenden Einnahmen aus Transfers, die auch noch reinkommen in den nächsten 1-3 Jahren über 30 Mio.).

Grundsätzlich ist der Verein ziemlich profitabel und der AG geht es gut, auch im 2026 hat man ja bereits mit +- 2 Mio aus Europa League und dem Adjetey und Barisic Transfer (Kaufverpflichtung) +- 10-13 Mio bereits wieder Einahmen generiert, die das strukturelle Defizit wohl decken dürften.

Einzig die Verwendung des diesjährigen Gewinns ist etwas gewöhnungsbedürftig - v.a. weil ja imho keine Defizitgarantie mehr besteht von Seiten der Holding. Es geht vielleicht eher um eine Steuergeschichte (Verlustvortrag in der Holding) - aber ja, nach den Geschichten mit Horizon und Co. in den letzten Jahren, bedarf das meiner Meinung nach definitiv einer Eklärung.

Und die Frage ob das Baspo das überhaupt akzeptiert. Im schlimmsten Fall könnten sie wohl das Covid Darlehen zurückfordern und doch noch Zinsen erheben.

Kannst du das für "normalsterbliche" wie mich etwas vereinfacht zusammenfassen resp. mich korrigieren, falls ich das richtig verstanden habe:
Im Jahr 2019 wurden aus der Holding (=Bernhard Burgener/Besitzer resp. "Inhaber" der Aktienmehrheit am FC Basel) insgesamt 18 Mio. an die FC Basel AG (=der Organisation des Profi-Clubs) überwiesen, aus privaten resp. eigenen Kassen. Das wird "Defizitgarantie"-genannt, könnte aber auch einfach als "zinsloses Darlehen" angesehen werden. Zu Gigi Oeri-Zeiten oder bei Clubs wie Sion oder dem FCZ würde das unter "Ausgleich der Verluste durch Einmalzahlung eines Mäzen" laufen.

2021 haben David Degen und co. die Aktien von Bernhard Burgener der Holding übernommen und damit auch die Holding, welche offiziell noch 18 Mio "Guthaben" vom FC Basel AG hatte, die im 2019 bezahlt wurden.

Es wurde geschätzt, dass der Kaufpreis für die Übernahme der Holding(-Aktien) von Burgener an Degen & co. damals irgendwo in der Grössenordnung von 17-18 Mio war, also ziemlich genau das, was Burgener als "Defizit" 2019 dem FC Basel privat bezahlt hat und dementsprechend wieder +/- ausgeglichen wurde.

Und jetzt hat der FC Basel ca. 8mio Gewinn gemacht und dieses Geld wurde dafür benutzt, um diese "Schulden" vom Verein an die Holding von 2019 auszugleichen.
Man könnte also sagen, dass jetzt Degen und co. vom Kaufpreis damals sich einen Teil zurückgeholt haben und es gut möglich ist, dass sie einst die restlichen 9-10 Mio ebenfalls von der AG zurück in die Holding schieben werden um den FC Basel quasi zum Nulltarif übernehmen konnten. Damit wäre es möglich, dass der FC Basel zu einem späteren Zeitpunkt quasi +/- zum Nulltarif an einen allfälligen Nachfolger von Degen und co. übergeben wird - ohne diesen finanziellen Aufwand für den Kauf der Holding-Aktien.


@Master: Firmenkäufe funktionieren überhaupt nicht so. Auch buchhalterisch scheinst du mir einige Fehlüberlegungen zu machen. Man kann den FCB nicht einfach zum "Nulltarif" übernehmen. Ob der FCB die 8 Mio. als Gewinn bei sich in der Bilanz hält, oder damit die Schulden zurück bezahlt, spielt für den Wert des Verein (bzw. des Konstrukts) keinerlei Rolle. Eine Rückzahlung verschlankt für die nächsten Jahre jedoch die Bilanz, was hilfreich sein kann. 
Je nach gewünschter Strategie oder z.B. dem Zinsaufwand macht es somit Sinn, das Darlehen der Holding zurück zu zahlen. 
 

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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von fcbblog.ch »

W_Shakespeare hat geschrieben: 24.04.2026, 10:39
Master hat geschrieben: 23.04.2026, 22:14
fcbblog.ch hat geschrieben: 23.04.2026, 12:54 Die 8 Mio. Gewinn sind da - die Owner haben nun einfach beschlossen damit eine Teil-"Rückabwicklung" einer 2019 geleisteten Defizitgarantie damit zu zahlen. Das ist höchst kreativ und der Grund dafür würde schon Wunder nehmen (bei ca. 20 Mio tatsächlich ausstehenden Schulden gegenüber Holding und BASPO und einem Eigenkapital von ca. 17 Mio und zahlreichen ausstehenden Einnahmen aus Transfers, die auch noch reinkommen in den nächsten 1-3 Jahren über 30 Mio.).

Grundsätzlich ist der Verein ziemlich profitabel und der AG geht es gut, auch im 2026 hat man ja bereits mit +- 2 Mio aus Europa League und dem Adjetey und Barisic Transfer (Kaufverpflichtung) +- 10-13 Mio bereits wieder Einahmen generiert, die das strukturelle Defizit wohl decken dürften.

Einzig die Verwendung des diesjährigen Gewinns ist etwas gewöhnungsbedürftig - v.a. weil ja imho keine Defizitgarantie mehr besteht von Seiten der Holding. Es geht vielleicht eher um eine Steuergeschichte (Verlustvortrag in der Holding) - aber ja, nach den Geschichten mit Horizon und Co. in den letzten Jahren, bedarf das meiner Meinung nach definitiv einer Eklärung.

Und die Frage ob das Baspo das überhaupt akzeptiert. Im schlimmsten Fall könnten sie wohl das Covid Darlehen zurückfordern und doch noch Zinsen erheben.

Kannst du das für "normalsterbliche" wie mich etwas vereinfacht zusammenfassen resp. mich korrigieren, falls ich das richtig verstanden habe:
Im Jahr 2019 wurden aus der Holding (=Bernhard Burgener/Besitzer resp. "Inhaber" der Aktienmehrheit am FC Basel) insgesamt 18 Mio. an die FC Basel AG (=der Organisation des Profi-Clubs) überwiesen, aus privaten resp. eigenen Kassen. Das wird "Defizitgarantie"-genannt, könnte aber auch einfach als "zinsloses Darlehen" angesehen werden. Zu Gigi Oeri-Zeiten oder bei Clubs wie Sion oder dem FCZ würde das unter "Ausgleich der Verluste durch Einmalzahlung eines Mäzen" laufen.

2021 haben David Degen und co. die Aktien von Bernhard Burgener der Holding übernommen und damit auch die Holding, welche offiziell noch 18 Mio "Guthaben" vom FC Basel AG hatte, die im 2019 bezahlt wurden.

Es wurde geschätzt, dass der Kaufpreis für die Übernahme der Holding(-Aktien) von Burgener an Degen & co. damals irgendwo in der Grössenordnung von 17-18 Mio war, also ziemlich genau das, was Burgener als "Defizit" 2019 dem FC Basel privat bezahlt hat und dementsprechend wieder +/- ausgeglichen wurde.

Und jetzt hat der FC Basel ca. 8mio Gewinn gemacht und dieses Geld wurde dafür benutzt, um diese "Schulden" vom Verein an die Holding von 2019 auszugleichen.
Man könnte also sagen, dass jetzt Degen und co. vom Kaufpreis damals sich einen Teil zurückgeholt haben und es gut möglich ist, dass sie einst die restlichen 9-10 Mio ebenfalls von der AG zurück in die Holding schieben werden um den FC Basel quasi zum Nulltarif übernehmen konnten. Damit wäre es möglich, dass der FC Basel zu einem späteren Zeitpunkt quasi +/- zum Nulltarif an einen allfälligen Nachfolger von Degen und co. übergeben wird - ohne diesen finanziellen Aufwand für den Kauf der Holding-Aktien.


@Master: Firmenkäufe funktionieren überhaupt nicht so. Auch buchhalterisch scheinst du mir einige Fehlüberlegungen zu machen. Man kann den FCB nicht einfach zum "Nulltarif" übernehmen. Ob der FCB die 8 Mio. als Gewinn bei sich in der Bilanz hält, oder damit die Schulden zurück bezahlt, spielt für den Wert des Verein (bzw. des Konstrukts) keinerlei Rolle. Eine Rückzahlung verschlankt für die nächsten Jahre jedoch die Bilanz, was hilfreich sein kann. 
Je nach gewünschter Strategie oder z.B. dem Zinsaufwand macht es somit Sinn, das Darlehen der Holding zurück zu zahlen. 
Das Problem ist eben dass es gar keine Rückzahlung von Schulden ist, sondern Aufwand (bzw. eine Gewinnauszahlung an die Holding), den sie einfach als "Rückzahlung" bezeichnen. Eine Defizitgarantie ist eine Garantie und kein Darlehen - klar kann man die Rückabwickeln, aber evtl. sollte man dann doch erst Schulden tilgen. Die echten Schulden bei der Holding von 12.7 Mio bleiben genau gleich und müssen weiterhin bei den Ownern verzinst werden (zu welchem Zinssatz haben sie auch nie gesagt). Das ist ja das Störende daran - vor allem weil noch Stabilisierungsdarlehen des BASPO offen sind, die einer Dividende und Rückzahlung von Kapitaleinlagen der Besitzer vorrangig sein müssten.

Früher wäre das unter Heusler schlicht als Gewinnübertragung FC Basel Holding AG im Geschäftsbericht gestanden. Was damals aber noch verständlich war weil eben eine Defizitgarantie der Holding gegenüber der AG bestand. Diese Defizitgarantie besteht aber laut aktuellem Jahresbericht seit 2022 eben auch nicht mehr.

Aus S. 17 des aktuellen Jahresberichts
Ausserordentlicher Aufwand
Im Berichtsjahr wurden CHF 8.0 Mio. frühere vertraglich vereinbarte Defizitbeiträge der FC Basel Holding AG von der FC Basel 1893 AG zurückbezahlt. CHF 85'000 sind als Zuschuss für den Kinderfussball im FC Basel 1893 (Verein) verbucht [..]
Defizitgarantie zugunsten der FC Basel 1893 AG
Gemäss Aktionärsbindungsvertrag vom 23.05.2022 gibt es keine Defizitgarantie zugunsten der FC Basel 1893 AG mehr.

Warum der Verein als 25% Teilhaber der Ag dem zustimmen sollte, das verstehe ich nicht. Effektiv wird der ganze Jahresgewinn aus dem operativen Betrieb zur Holding verschoben, ohne Garantien. Es kann ja sein, dass sie damit nur Steuern sparen wollen (auch das fände ich aber hinsichtlich bestehender Schulden beim Steuerzahler, zumindest fragwürdig...)

Wäre cool wenn hier ein Wirtschaftsprüfer oder Treuhänder unterwegs ist - der mal eine Einschätzung dazu machen  könnte.

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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von RotBlausBluet »

fcbblog.ch hat geschrieben:
W_Shakespeare hat geschrieben: 24.04.2026, 10:39
Master hat geschrieben: 23.04.2026, 22:14

Kannst du das für "normalsterbliche" wie mich etwas vereinfacht zusammenfassen resp. mich korrigieren, falls ich das richtig verstanden habe:
Im Jahr 2019 wurden aus der Holding (=Bernhard Burgener/Besitzer resp. "Inhaber" der Aktienmehrheit am FC Basel) insgesamt 18 Mio. an die FC Basel AG (=der Organisation des Profi-Clubs) überwiesen, aus privaten resp. eigenen Kassen. Das wird "Defizitgarantie"-genannt, könnte aber auch einfach als "zinsloses Darlehen" angesehen werden. Zu Gigi Oeri-Zeiten oder bei Clubs wie Sion oder dem FCZ würde das unter "Ausgleich der Verluste durch Einmalzahlung eines Mäzen" laufen.

2021 haben David Degen und co. die Aktien von Bernhard Burgener der Holding übernommen und damit auch die Holding, welche offiziell noch 18 Mio "Guthaben" vom FC Basel AG hatte, die im 2019 bezahlt wurden.

Es wurde geschätzt, dass der Kaufpreis für die Übernahme der Holding(-Aktien) von Burgener an Degen & co. damals irgendwo in der Grössenordnung von 17-18 Mio war, also ziemlich genau das, was Burgener als "Defizit" 2019 dem FC Basel privat bezahlt hat und dementsprechend wieder +/- ausgeglichen wurde.

Und jetzt hat der FC Basel ca. 8mio Gewinn gemacht und dieses Geld wurde dafür benutzt, um diese "Schulden" vom Verein an die Holding von 2019 auszugleichen.
Man könnte also sagen, dass jetzt Degen und co. vom Kaufpreis damals sich einen Teil zurückgeholt haben und es gut möglich ist, dass sie einst die restlichen 9-10 Mio ebenfalls von der AG zurück in die Holding schieben werden um den FC Basel quasi zum Nulltarif übernehmen konnten. Damit wäre es möglich, dass der FC Basel zu einem späteren Zeitpunkt quasi +/- zum Nulltarif an einen allfälligen Nachfolger von Degen und co. übergeben wird - ohne diesen finanziellen Aufwand für den Kauf der Holding-Aktien.


@Master: Firmenkäufe funktionieren überhaupt nicht so. Auch buchhalterisch scheinst du mir einige Fehlüberlegungen zu machen. Man kann den FCB nicht einfach zum "Nulltarif" übernehmen. Ob der FCB die 8 Mio. als Gewinn bei sich in der Bilanz hält, oder damit die Schulden zurück bezahlt, spielt für den Wert des Verein (bzw. des Konstrukts) keinerlei Rolle. Eine Rückzahlung verschlankt für die nächsten Jahre jedoch die Bilanz, was hilfreich sein kann. 
Je nach gewünschter Strategie oder z.B. dem Zinsaufwand macht es somit Sinn, das Darlehen der Holding zurück zu zahlen. 
Das Problem ist eben dass es gar keine Rückzahlung von Schulden ist, sondern Aufwand (bzw. eine Gewinnauszahlung an die Holding), den sie einfach als "Rückzahlung" bezeichnen. Eine Defizitgarantie ist eine Garantie und kein Darlehen - klar kann man die Rückabwickeln, aber evtl. sollte man dann doch erst Schulden tilgen. Die echten Schulden bei der Holding von 12.7 Mio bleiben genau gleich und müssen weiterhin bei den Ownern verzinst werden (zu welchem Zinssatz haben sie auch nie gesagt). Das ist ja das Störende daran - vor allem weil noch Stabilisierungsdarlehen des BASPO offen sind, die einer Dividende und Rückzahlung von Kapitaleinlagen der Besitzer vorrangig sein müssten.

Früher wäre das unter Heusler schlicht als Gewinnübertragung FC Basel Holding AG im Geschäftsbericht gestanden. Was damals aber noch verständlich war weil eben eine Defizitgarantie der Holding gegenüber der AG bestand. Diese Defizitgarantie besteht aber laut aktuellem Jahresbericht seit 2022 eben auch nicht mehr.

Aus S. 17 des aktuellen Jahresberichts
Ausserordentlicher Aufwand
Im Berichtsjahr wurden CHF 8.0 Mio. frühere vertraglich vereinbarte Defizitbeiträge der FC Basel Holding AG von der FC Basel 1893 AG zurückbezahlt. CHF 85'000 sind als Zuschuss für den Kinderfussball im FC Basel 1893 (Verein) verbucht [..]
Defizitgarantie zugunsten der FC Basel 1893 AG
Gemäss Aktionärsbindungsvertrag vom 23.05.2022 gibt es keine Defizitgarantie zugunsten der FC Basel 1893 AG mehr.

Warum der Verein als 25% Teilhaber der Ag dem zustimmen sollte, das verstehe ich nicht. Effektiv wird der ganze Jahresgewinn aus dem operativen Betrieb zur Holding verschoben, ohne Garantien. Es kann ja sein, dass sie damit nur Steuern sparen wollen (auch das fände ich aber hinsichtlich bestehender Schulden beim Steuerzahler, zumindest fragwürdig...)

Wäre cool wenn hier ein Wirtschaftsprüfer oder Treuhänder unterwegs ist - der mal eine Einschätzung dazu machen  könnte.
Das Rückbezahlen müsste doch steuerlich trotzdem relvant sein, einfach halt für die Holding. Das müsste doch dann dort als übriger Finanzertrag oder so erscheinen oder nicht?

W_Shakespeare

Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von W_Shakespeare »

fcbblog.ch hat geschrieben: 24.04.2026, 11:33
W_Shakespeare hat geschrieben: 24.04.2026, 10:39
Master hat geschrieben: 23.04.2026, 22:14

Kannst du das für "normalsterbliche" wie mich etwas vereinfacht zusammenfassen resp. mich korrigieren, falls ich das richtig verstanden habe:
Im Jahr 2019 wurden aus der Holding (=Bernhard Burgener/Besitzer resp. "Inhaber" der Aktienmehrheit am FC Basel) insgesamt 18 Mio. an die FC Basel AG (=der Organisation des Profi-Clubs) überwiesen, aus privaten resp. eigenen Kassen. Das wird "Defizitgarantie"-genannt, könnte aber auch einfach als "zinsloses Darlehen" angesehen werden. Zu Gigi Oeri-Zeiten oder bei Clubs wie Sion oder dem FCZ würde das unter "Ausgleich der Verluste durch Einmalzahlung eines Mäzen" laufen.

2021 haben David Degen und co. die Aktien von Bernhard Burgener der Holding übernommen und damit auch die Holding, welche offiziell noch 18 Mio "Guthaben" vom FC Basel AG hatte, die im 2019 bezahlt wurden.

Es wurde geschätzt, dass der Kaufpreis für die Übernahme der Holding(-Aktien) von Burgener an Degen & co. damals irgendwo in der Grössenordnung von 17-18 Mio war, also ziemlich genau das, was Burgener als "Defizit" 2019 dem FC Basel privat bezahlt hat und dementsprechend wieder +/- ausgeglichen wurde.

Und jetzt hat der FC Basel ca. 8mio Gewinn gemacht und dieses Geld wurde dafür benutzt, um diese "Schulden" vom Verein an die Holding von 2019 auszugleichen.
Man könnte also sagen, dass jetzt Degen und co. vom Kaufpreis damals sich einen Teil zurückgeholt haben und es gut möglich ist, dass sie einst die restlichen 9-10 Mio ebenfalls von der AG zurück in die Holding schieben werden um den FC Basel quasi zum Nulltarif übernehmen konnten. Damit wäre es möglich, dass der FC Basel zu einem späteren Zeitpunkt quasi +/- zum Nulltarif an einen allfälligen Nachfolger von Degen und co. übergeben wird - ohne diesen finanziellen Aufwand für den Kauf der Holding-Aktien.


@Master: Firmenkäufe funktionieren überhaupt nicht so. Auch buchhalterisch scheinst du mir einige Fehlüberlegungen zu machen. Man kann den FCB nicht einfach zum "Nulltarif" übernehmen. Ob der FCB die 8 Mio. als Gewinn bei sich in der Bilanz hält, oder damit die Schulden zurück bezahlt, spielt für den Wert des Verein (bzw. des Konstrukts) keinerlei Rolle. Eine Rückzahlung verschlankt für die nächsten Jahre jedoch die Bilanz, was hilfreich sein kann. 
Je nach gewünschter Strategie oder z.B. dem Zinsaufwand macht es somit Sinn, das Darlehen der Holding zurück zu zahlen. 
Das Problem ist eben dass es gar keine Rückzahlung von Schulden ist, sondern Aufwand (bzw. eine Gewinnauszahlung an die Holding), den sie einfach als "Rückzahlung" bezeichnen. Eine Defizitgarantie ist eine Garantie und kein Darlehen - klar kann man die Rückabwickeln, aber evtl. sollte man dann doch erst Schulden tilgen. 
Bei einer Garantie muss aber i.d.R. echtes Geld hinterlegt werden (auf ein Sperrkonto). Oder man versichert den Betrag, was etwa gleich teuer ist wie ein Darlehen/Kredit.

Ohne weitere Details dazu von Vereinsvertreterns, weshalb/wie genau das gemacht wurde lohnt es sich hier aber kaum weiter zu spekulieren. 

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Schambbediss
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Schambbediss »

Juhui. Anscheinend haben wir 9 Mio. für Traoré ins Kässeli bekommen. :)

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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von St.Jakobs Park »

Schambbediss hat geschrieben: 03.07.2026, 17:12 Juhui. Anscheinend haben wir 9 Mio. für Traoré ins Kässeli bekommen. :)

Woher hast du die Info?

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Schambbediss
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Schambbediss »

St.Jakobs Park hat geschrieben: 03.07.2026, 17:17
Schambbediss hat geschrieben: 03.07.2026, 17:12 Juhui. Anscheinend haben wir 9 Mio. für Traoré ins Kässeli bekommen. :)

Woher hast du die Info?

viewtopic.php?p=2078633#p2078633

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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von St.Jakobs Park »

Wir haben damals 3 Mio für Soticek gezahlt. YB hat nun Zesiger für 3.5 Mio gekauft. Wieso können wir das nicht? Immer nur jung und talentiert müssen sie sein.

Redheartblue
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Beitrag von Redheartblue »

St.Jakobs Park hat geschrieben: 03.07.2026, 17:30 Wir haben damals 3 Mio für Soticek gezahlt. YB hat nun Zesiger für 3.5 Mio gekauft. Wieso können wir das nicht? Immer nur jung und talentiert müssen sie sein.

Zesiger wollte ausdrücklich zu YB zurück

D-Balkon
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Beitrag von D-Balkon »

St.Jakobs Park hat geschrieben: 03.07.2026, 17:30 Wir haben damals 3 Mio für Soticek gezahlt. YB hat nun Zesiger für 3.5 Mio gekauft. Wieso können wir das nicht? Immer nur jung und talentiert müssen sie sein.

Do geischtere au anderi Zahle umme.

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Beitrag von El Pibe - Valderrama »

Schambbediss hat geschrieben: 03.07.2026, 17:12 Juhui. Anscheinend haben wir 9 Mio. für Traoré ins Kässeli bekommen. :)
Was heisst wir? Das Geld wird ja nicht in die Mannschaft investiert, Stichwort Strukturelles Defizit. Abzüglich den 4.5 MCHF Einkauf sind das 4.5 MCHF für die Aktionäre, so siehts aus
 

St.Jakobs Park
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von St.Jakobs Park »

Redheartblue hat geschrieben: 03.07.2026, 17:31
St.Jakobs Park hat geschrieben: 03.07.2026, 17:30 Wir haben damals 3 Mio für Soticek gezahlt. YB hat nun Zesiger für 3.5 Mio gekauft. Wieso können wir das nicht? Immer nur jung und talentiert müssen sie sein.

Zesiger wollte ausdrücklich zu YB zurück

Genau, und zu uns möchten die ehemaligen nicht mehr kommen. Die Frage ist warum?

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Waldfest
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Waldfest »

St.Jakobs Park hat geschrieben: 03.07.2026, 17:41
Redheartblue hat geschrieben: 03.07.2026, 17:31
St.Jakobs Park hat geschrieben: 03.07.2026, 17:30 Wir haben damals 3 Mio für Soticek gezahlt. YB hat nun Zesiger für 3.5 Mio gekauft. Wieso können wir das nicht? Immer nur jung und talentiert müssen sie sein.

Zesiger wollte ausdrücklich zu YB zurück

Genau, und zu uns möchten die ehemaligen nicht mehr kommen. Die Frage ist warum?

Ernste Frage?

Aus demselben Grund, weshalb auch keiner ernsthaft von Extern investieren möchte.

Fisch, Kopf und so.

battlefield
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von battlefield »

Die meisten ehemaligen die man sich hier wünscht sind im Unterhalt wohl auch einiges teurer als ein Zesiger..

Zeno
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Zeno »

battlefield hat geschrieben: 03.07.2026, 19:28 Die meisten ehemaligen die man sich hier wünscht sind im Unterhalt wohl auch einiges teurer als ein Zesiger..

Zesiger kostet ansch. 5 mio...bekommt einen 5 Jahresvertrag (wenn ich das korrekt sehe) und wird sicherlich einen ansehnlichen Lohn kassieren. Ist 28 Jahre alt und hat jetzt nicht gerade wie Shaq eine Auslandskarriere bei Top Clubs gemacht.
Wenn ich all diese Punkte in Betracht ziehe, sehe ich nicht, wieso sich unsere Sportkommission mit so einem Spieler beschäftigen sollte.

EffCeeBee
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von EffCeeBee »

Die Rückkehraktionen, die bei uns nicht geklappt haben (Xhaka, Sommer) sind doch in einem ganz anderen Regal unterwegs als ein fucking Zesiger. Merkt ihr aber schon oder?

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Rägeboge
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Rägeboge »

Zeno hat geschrieben: 03.07.2026, 19:54
battlefield hat geschrieben: 03.07.2026, 19:28 Die meisten ehemaligen die man sich hier wünscht sind im Unterhalt wohl auch einiges teurer als ein Zesiger..

Zesiger kostet ansch. 5 mio...bekommt einen 5 Jahresvertrag (wenn ich das korrekt sehe) und wird sicherlich einen ansehnlichen Lohn kassieren. Ist 28 Jahre alt und hat jetzt nicht gerade wie Shaq eine Auslandskarriere bei Top Clubs gemacht.
Wenn ich all diese Punkte in Betracht ziehe, sehe ich nicht, wieso sich unsere Sportkommission mit so einem Spieler beschäftigen sollte.

Du meinst ein IV welcher sich in der Buli durchgesetzt hat? Ja, das wäre wirklich unter unserer würde :rolleyes: Zesiger wollte ja ausdrücklich zurück zu YB aus familiären Gründen. Und hier wird gejammert wieso wir ihn nicht geholt haben.

Zeno
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Zeno »

Rägeboge hat geschrieben: 03.07.2026, 22:01
Zeno hat geschrieben: 03.07.2026, 19:54
battlefield hat geschrieben: 03.07.2026, 19:28 Die meisten ehemaligen die man sich hier wünscht sind im Unterhalt wohl auch einiges teurer als ein Zesiger..

Zesiger kostet ansch. 5 mio...bekommt einen 5 Jahresvertrag (wenn ich das korrekt sehe) und wird sicherlich einen ansehnlichen Lohn kassieren. Ist 28 Jahre alt und hat jetzt nicht gerade wie Shaq eine Auslandskarriere bei Top Clubs gemacht.
Wenn ich all diese Punkte in Betracht ziehe, sehe ich nicht, wieso sich unsere Sportkommission mit so einem Spieler beschäftigen sollte.

Du meinst ein IV welcher sich in der Buli durchgesetzt hat? Ja, das wäre wirklich unter unserer würde :rolleyes: Zesiger wollte ja ausdrücklich zurück zu YB aus familiären Gründen. Und hier wird gejammert wieso wir ihn nicht geholt haben.

Ich sagte nicht, dass er zu schlecht für den FCB wäre. Es geht um das Gesamtbild. Was bekomme ich als Club. Persönlich würde ich zB nie einem 28 jährigen einen 5 Jahr Vertrag geben...dazu noch kolportierte 5 Mio Ablöse, die man dann über Zeit auf 0 abschreiben muss. Wenn man viel Geld übrig hat mag das sportlich Sinn machen...aber da ist der FCB ja nicht, darum gehts.

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Basilou
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Basilou »

St.Jakobs Park hat geschrieben: 03.07.2026, 17:41
Redheartblue hat geschrieben: 03.07.2026, 17:31
St.Jakobs Park hat geschrieben: 03.07.2026, 17:30 Wir haben damals 3 Mio für Soticek gezahlt. YB hat nun Zesiger für 3.5 Mio gekauft. Wieso können wir das nicht? Immer nur jung und talentiert müssen sie sein.

Zesiger wollte ausdrücklich zu YB zurück

Genau, und zu uns möchten die ehemaligen nicht mehr kommen. Die Frage ist warum?

Omlin kennsch? ;)

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Schambbediss
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Schambbediss »

Basilou hat geschrieben: 03.07.2026, 23:33
St.Jakobs Park hat geschrieben: 03.07.2026, 17:41
Redheartblue hat geschrieben: 03.07.2026, 17:31

Zesiger wollte ausdrücklich zu YB zurück

Genau, und zu uns möchten die ehemaligen nicht mehr kommen. Die Frage ist warum?

Omlin kennsch? ;)

Er meint wohl Granit, Embolo, Schär, Sommer, Salah, Cömert, Pickel, Rakitic, Steffen, Itten, etc.

Usswärtsfahrer
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Usswärtsfahrer »

St.Jakobs Park hat geschrieben: 03.07.2026, 17:41
Redheartblue hat geschrieben: 03.07.2026, 17:31
St.Jakobs Park hat geschrieben: 03.07.2026, 17:30 Wir haben damals 3 Mio für Soticek gezahlt. YB hat nun Zesiger für 3.5 Mio gekauft. Wieso können wir das nicht? Immer nur jung und talentiert müssen sie sein.

Zesiger wollte ausdrücklich zu YB zurück

Genau, und zu uns möchten die ehemaligen nicht mehr kommen. Die Frage ist warum?

Jesses, das Gejammer ist kaum auszuhalten hier drin. V.a. stimmts einfach null, was du sagst: Otele 3 Mio. Carlos 3.4 Mio. usw. usf. Hier der Link: https://www.transfermarkt.ch/fc-basel-1 ... /verein/26

Omlin kommt zurück: keiner will mehr zurückkommen!

Ich bin auch nicht zufrieden, wie es sportlich aktuell läuft, aber versuch doch wenigstens, dich an die Fakten zu halten.

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Schambbediss
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Schambbediss »

Ohne Geldgeber werden wir vorerst ein Mittelfeldclub bleiben.
Qualität kostet halt. Nicht nur auf dem Feld sondern auch an der Seitenlinie und nur so könnte man mal Konstanz aufbauen und muss nicht immer nach einer guten Saison die Perlen verkaufen um zu "überleben".
Aber sind wir denn wirklich so klamm? :confused:

Elduderinho86
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Elduderinho86 »

Schambbediss hat geschrieben: 07.09.2026, 09:46 Ohne Geldgeber werden wir vorerst ein Mittelfeldclub bleiben.
Qualität kostet halt. Nicht nur auf dem Feld sondern auch an der Seitenlinie und nur so könnte man mal Konstanz aufbauen und muss nicht immer nach einer guten Saison die Perlen verkaufen um zu "überleben".
Aber sind wir denn wirklich so klamm? :confused:

Ich kann es einfach nicht wirklich glauben das wir finanziell so schlecht da stehen.
Dann gibt es nur die Möglichkeiten:
A) da bereichert sich jemand aus dem Topf
B) da macht jemand richtig schlechte Arbeit.

Aber bei allem Respekt ich ksnn es mir nicht vorstellen das wir noch so ein grosses Defizit haben, es geht nicht auf. Da stimmt einfach was nicht.
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maradoo
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von maradoo »

Keschteholz isch wohrschinlig nit grad ganz billig gsi...

Usswärtsfahrer
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Usswärtsfahrer »

Schambbediss hat geschrieben: 07.09.2026, 09:46 Ohne Geldgeber werden wir vorerst ein Mittelfeldclub bleiben.
Qualität kostet halt. Nicht nur auf dem Feld sondern auch an der Seitenlinie und nur so könnte man mal Konstanz aufbauen und muss nicht immer nach einer guten Saison die Perlen verkaufen um zu "überleben".
Aber sind wir denn wirklich so klamm? :confused:

Gute Frage.

Wie hoch ist das strukturelle Defizit aktuell noch, 10 Mio.? Die müssen ja auch jedes Jahr eingespielt werden.

Die hohe Fluktuation in Staff und Kader ist ja mittlerweile normal geworden, zumindest in der Schweiz. Solche Projekte wie in Thun sind doch die Ausnahme und man hat jetzt in dieser Transferphase gesehen, wie sie enden können. Trotzdem versteh ich, was du meinst, Qualität kostet, man siehts in Bern, Lugano, SG und Sion. Wir brauchen entweder einen Teamkern, der langfristig zusammenbleibt odet einen starken Trainer, der länger bleibt, im Idealfall beides.

Mein Eindruck bleibt dabei derselbe: man kauft für Millionen Talente zusammen und richtet sich danach aus, den Verein mit Ablösesummen finanzieren zu wollen - aber spart dann ausgerechnet an den wichtigsten Posten Trainer und Sportchef, die diese Spieler entwickeln sollen. Und die Leitung heult dann rum, wenns nicht funktioniert. Sollen einen Malouda oder Malachowski weniger holen und dafür einem gestandenen Trainer mit Erfahrung diese Millionen auf den Tisch knallen.

imoht_1893
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von imoht_1893 »

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.09.2026, 10:12
Schambbediss hat geschrieben: 07.09.2026, 09:46 Ohne Geldgeber werden wir vorerst ein Mittelfeldclub bleiben.
Qualität kostet halt. Nicht nur auf dem Feld sondern auch an der Seitenlinie und nur so könnte man mal Konstanz aufbauen und muss nicht immer nach einer guten Saison die Perlen verkaufen um zu "überleben".
Aber sind wir denn wirklich so klamm? :confused:

Gute Frage.

Wie hoch ist das strukturelle Defizit aktuell noch, 10 Mio.? Die müssen ja auch jedes Jahr eingespielt werden.

Die hohe Fluktuation in Staff und Kader ist ja mittlerweile normal geworden, zumindest in der Schweiz. Solche Projekte wie in Thun sind doch die Ausnahme und man hat jetzt in dieser Transferphase gesehen, wie sie enden können. Trotzdem versteh ich, was du meinst, Qualität kostet, man siehts in Bern, Lugano, SG und Sion. Wir brauchen entweder einen Teamkern, der langfristig zusammenbleibt odet einen starken Trainer, der länger bleibt, im Idealfall beides.

Mein Eindruck bleibt dabei derselbe: man kauft für Millionen Talente zusammen und richtet sich danach aus, den Verein mit Ablösesummen finanzieren zu wollen - aber spart dann ausgerechnet an den wichtigsten Posten Trainer und Sportchef, die diese Spieler entwickeln sollen. Und die Leitung heult dann rum, wenns nicht funktioniert. Sollen einen Malouda oder Malachowski weniger holen und dafür einem gestandenen Trainer mit Erfahrung diese Millionen auf den Tisch knallen.
Wir haben im Winter Adjetey für 10 Mio verkauft. Diesen Sommer sind sicherlich wieder 20 Mio+ reingekommen und ich behaupte mal wir haben weniger ausgegeben als eingenommen (laut Transfermarkt +7.3 Mio). In den letzten 5 Jahren eigentlich immer mit klaren Transferüberschuss. 

Und die sportliche Führung will uns wirklich sagen, es sei schlicht kein Geld für einen anderen Trainer verfügbar? Come on, wer schaufelt sich dann heimlich Geld in die eigene Tasche? 
 

Schall&Rauch
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Schall&Rauch »

maradoo hat geschrieben: 07.09.2026, 09:52 Keschteholz isch wohrschinlig nit grad ganz billig gsi...
Wohl zu 80% über Hypotheken finanziert, dazu sind die Mieteinnahmen bis zum Auszug von Kestenholz sichergestellt.

quasimodo
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von quasimodo »

Ich habe die Aussage von Vale nicht so verstanden, dass kein Geld für einen neuen Trainer vorhanden wäre. Vielmehr meinte er wohl die Transferstrategie, die darauf ausgerichtet sein müsse, einen gewissen Überschuss zu erzielen.

Lichtsteiner hat halt einen langjährigen Vertrag, was per se schon ein Fehler war bei seiner Unerfahrenheit. Auf der anderen Seite gibt es wohl besser bezahlte Trainer, auch in der Schweiz. Irgendwie sollte ein Trainerwechsel finanziell schon machbar sein.

Usswärtsfahrer
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von Usswärtsfahrer »

imoht_1893 hat geschrieben: 07.09.2026, 10:15
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.09.2026, 10:12
Schambbediss hat geschrieben: 07.09.2026, 09:46 Ohne Geldgeber werden wir vorerst ein Mittelfeldclub bleiben.
Qualität kostet halt. Nicht nur auf dem Feld sondern auch an der Seitenlinie und nur so könnte man mal Konstanz aufbauen und muss nicht immer nach einer guten Saison die Perlen verkaufen um zu "überleben".
Aber sind wir denn wirklich so klamm? :confused:

Gute Frage.

Wie hoch ist das strukturelle Defizit aktuell noch, 10 Mio.? Die müssen ja auch jedes Jahr eingespielt werden.

Die hohe Fluktuation in Staff und Kader ist ja mittlerweile normal geworden, zumindest in der Schweiz. Solche Projekte wie in Thun sind doch die Ausnahme und man hat jetzt in dieser Transferphase gesehen, wie sie enden können. Trotzdem versteh ich, was du meinst, Qualität kostet, man siehts in Bern, Lugano, SG und Sion. Wir brauchen entweder einen Teamkern, der langfristig zusammenbleibt odet einen starken Trainer, der länger bleibt, im Idealfall beides.

Mein Eindruck bleibt dabei derselbe: man kauft für Millionen Talente zusammen und richtet sich danach aus, den Verein mit Ablösesummen finanzieren zu wollen - aber spart dann ausgerechnet an den wichtigsten Posten Trainer und Sportchef, die diese Spieler entwickeln sollen. Und die Leitung heult dann rum, wenns nicht funktioniert. Sollen einen Malouda oder Malachowski weniger holen und dafür einem gestandenen Trainer mit Erfahrung diese Millionen auf den Tisch knallen.
Wir haben im Winter Adjetey für 10 Mio verkauft. Diesen Sommer sind sicherlich wieder 20 Mio+ reingekommen und ich behaupte mal wir haben weniger ausgegeben als eingenommen (laut Transfermarkt +7.3 Mio). In den letzten 5 Jahren eigentlich immer mit klaren Transferüberschuss. 

Und die sportliche Führung will uns wirklich sagen, es sei schlicht kein Geld für einen anderen Trainer verfügbar? Come on, wer schaufelt sich dann heimlich Geld in die eigene Tasche? 

Finde ich billig und indifferenziert, aber jedem seine Meinung.

Du schreibst ja selbst: laut Transfermarkt +7.3 Mio. Ob das jetzt stimmt oder nicht, viel mehr als das strukturelle Defizit wird das noch nicht sein.

wilson
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Re: Finanzen des FCB - Diskussion

Beitrag von wilson »

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.09.2026, 10:12
Schambbediss hat geschrieben: 07.09.2026, 09:46 Ohne Geldgeber werden wir vorerst ein Mittelfeldclub bleiben.
Qualität kostet halt. Nicht nur auf dem Feld sondern auch an der Seitenlinie und nur so könnte man mal Konstanz aufbauen und muss nicht immer nach einer guten Saison die Perlen verkaufen um zu "überleben".
Aber sind wir denn wirklich so klamm? :confused:

Gute Frage.

Wie hoch ist das strukturelle Defizit aktuell noch, 10 Mio.? Die müssen ja auch jedes Jahr eingespielt werden.

Die hohe Fluktuation in Staff und Kader ist ja mittlerweile normal geworden, zumindest in der Schweiz. Solche Projekte wie in Thun sind doch die Ausnahme und man hat jetzt in dieser Transferphase gesehen, wie sie enden können. Trotzdem versteh ich, was du meinst, Qualität kostet, man siehts in Bern, Lugano, SG und Sion. Wir brauchen entweder einen Teamkern, der langfristig zusammenbleibt odet einen starken Trainer, der länger bleibt, im Idealfall beides.

Mein Eindruck bleibt dabei derselbe: man kauft für Millionen Talente zusammen und richtet sich danach aus, den Verein mit Ablösesummen finanzieren zu wollen - aber spart dann ausgerechnet an den wichtigsten Posten Trainer und Sportchef, die diese Spieler entwickeln sollen. Und die Leitung heult dann rum, wenns nicht funktioniert. Sollen einen Malouda oder Malachowski weniger holen und dafür einem gestandenen Trainer mit Erfahrung diese Millionen auf den Tisch knallen.



Ist halt die Frage ob man diese Masse an Talenten benötigt oder dies auch fokussierter geht. Bsp. bei einem zentralen Mittelfeld (Metinho, Omeragic, Sigua, Bacanin, Harder, Malachowski) gehen doch schlichtweg einige unter. 
Clubs wie St. Gallen und Luzern machen es doch recht gut vor, dass auch mit dem Integrieren von Nachwuchsspielern viel Geld erzielt werden kann.

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