Master hat geschrieben: 23.04.2026, 22:14fcbblog.ch hat geschrieben: 23.04.2026, 12:54 Die 8 Mio. Gewinn sind da - die Owner haben nun einfach beschlossen damit eine Teil-"Rückabwicklung" einer 2019 geleisteten Defizitgarantie damit zu zahlen. Das ist höchst kreativ und der Grund dafür würde schon Wunder nehmen (bei ca. 20 Mio tatsächlich ausstehenden Schulden gegenüber Holding und BASPO und einem Eigenkapital von ca. 17 Mio und zahlreichen ausstehenden Einnahmen aus Transfers, die auch noch reinkommen in den nächsten 1-3 Jahren über 30 Mio.).
Grundsätzlich ist der Verein ziemlich profitabel und der AG geht es gut, auch im 2026 hat man ja bereits mit +- 2 Mio aus Europa League und dem Adjetey und Barisic Transfer (Kaufverpflichtung) +- 10-13 Mio bereits wieder Einahmen generiert, die das strukturelle Defizit wohl decken dürften.
Einzig die Verwendung des diesjährigen Gewinns ist etwas gewöhnungsbedürftig - v.a. weil ja imho keine Defizitgarantie mehr besteht von Seiten der Holding. Es geht vielleicht eher um eine Steuergeschichte (Verlustvortrag in der Holding) - aber ja, nach den Geschichten mit Horizon und Co. in den letzten Jahren, bedarf das meiner Meinung nach definitiv einer Eklärung.
Und die Frage ob das Baspo das überhaupt akzeptiert. Im schlimmsten Fall könnten sie wohl das Covid Darlehen zurückfordern und doch noch Zinsen erheben.
Kannst du das für "normalsterbliche" wie mich etwas vereinfacht zusammenfassen resp. mich korrigieren, falls ich das richtig verstanden habe:
Im Jahr 2019 wurden aus der Holding (=Bernhard Burgener/Besitzer resp. "Inhaber" der Aktienmehrheit am FC Basel) insgesamt 18 Mio. an die FC Basel AG (=der Organisation des Profi-Clubs) überwiesen, aus privaten resp. eigenen Kassen. Das wird "Defizitgarantie"-genannt, könnte aber auch einfach als "zinsloses Darlehen" angesehen werden. Zu Gigi Oeri-Zeiten oder bei Clubs wie Sion oder dem FCZ würde das unter "Ausgleich der Verluste durch Einmalzahlung eines Mäzen" laufen.
2021 haben David Degen und co. die Aktien von Bernhard Burgener der Holding übernommen und damit auch die Holding, welche offiziell noch 18 Mio "Guthaben" vom FC Basel AG hatte, die im 2019 bezahlt wurden.
Es wurde geschätzt, dass der Kaufpreis für die Übernahme der Holding(-Aktien) von Burgener an Degen & co. damals irgendwo in der Grössenordnung von 17-18 Mio war, also ziemlich genau das, was Burgener als "Defizit" 2019 dem FC Basel privat bezahlt hat und dementsprechend wieder +/- ausgeglichen wurde.
Und jetzt hat der FC Basel ca. 8mio Gewinn gemacht und dieses Geld wurde dafür benutzt, um diese "Schulden" vom Verein an die Holding von 2019 auszugleichen.
Man könnte also sagen, dass jetzt Degen und co. vom Kaufpreis damals sich einen Teil zurückgeholt haben und es gut möglich ist, dass sie einst die restlichen 9-10 Mio ebenfalls von der AG zurück in die Holding schieben werden um den FC Basel quasi zum Nulltarif übernehmen konnten. Damit wäre es möglich, dass der FC Basel zu einem späteren Zeitpunkt quasi +/- zum Nulltarif an einen allfälligen Nachfolger von Degen und co. übergeben wird - ohne diesen finanziellen Aufwand für den Kauf der Holding-Aktien.
@Master: Firmenkäufe funktionieren überhaupt nicht so. Auch buchhalterisch scheinst du mir einige Fehlüberlegungen zu machen. Man kann den FCB nicht einfach zum "Nulltarif" übernehmen. Ob der FCB die 8 Mio. als Gewinn bei sich in der Bilanz hält, oder damit die Schulden zurück bezahlt, spielt für den Wert des Verein (bzw. des Konstrukts) keinerlei Rolle. Eine Rückzahlung verschlankt für die nächsten Jahre jedoch die Bilanz, was hilfreich sein kann.
Je nach gewünschter Strategie oder z.B. dem Zinsaufwand macht es somit Sinn, das Darlehen der Holding zurück zu zahlen.