Neues aus Zirü...

Alles über Fussball, ausser FCB.
schlauer_meier
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von schlauer_meier »

Am vergangenen Mittwoch spielten sich an der Kantonsschule Wettingen im Aargau erschreckende Szenen ab: Vermummte Jugendliche bewarfen Menschen mit Mehl, Essig und Eiern. Feuerwerkskörper und Böller wurden gezündet, eine Schülerin wurde dadurch am Gehör verletzt, wie CH Media berichtet.

An der «Uselütete» an der Kantonsschule Wettingen – den letzten Schultagen von Maturanden – gehört es dazu, etwas über die Stränge zu schlagen. Diesmal waren es jedoch nicht die Maturanden der eigenen Schule: Während des Abschlussfestes auf dem Wettinger Schulgelände sorgten 40 bis 50 vermummte Schülerinnen und Schüler der Kanti Baden für Ausschreitungen.

(...)

Beteiligte sollen Teil der Südkurve sein
Der Rektor der Badener Schule ist auch wenige Tage nach den Vorfällen fassungslos. Franz erinnern die Szenen «an Hooligans oder den sogenannten schwarzen Block». Das gezielte Vorgehen deute laut Franz darauf hin, dass die Aktion nicht spontan erfolgt sei.

«Der Grossteil der Gruppe stammt ganz klar von unserer Schule», weiss Franz. Einige Beteiligte seien bereits durch grenzüberschreitendes Verhalten an ihrer Schule aufgefallen. Hinweise deuteten darauf hin, dass einzelne Personen in der Fanszene des FC Zürich, der Südkurve, aktiv sind.

https://www.20min.ch/story/wettingen-ag ... -103566202

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RL88
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von RL88 »

„Kein Wunder, wenn du in Schulen in der Oberstufe Werbung für die Südkurve machen gehst.“ :D

Und NEIN das ist kein Witz!


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 73337.html
1893  :cool:

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Aficionado
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Aficionado »

RL88 hat geschrieben: 19.05.2026, 14:02 „Kein Wunder, wenn du in Schulen in der Oberstufe Werbung für die Südkurve machen gehst.“ :D

Und NEIN das ist kein Witz!


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 73337.html

Alte Seich

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Schambbediss
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Schambbediss »


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Somnium
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Somnium »

Schambbediss hat geschrieben: 19.05.2026, 21:52 GC Fans wollen den Verein kaufen:

https://www.watson.ch/sport/gc/14209731 ... ein-kaufen

https://ibb.co/TDRmZjL5
„Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."

An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern. (Erich Kästner)

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Schambbediss
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Schambbediss »

dass lindner neu beim saupack ist, scheint nicht allen fans zu gefallen:

https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 63796.html

Basler Beobachter
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Basler Beobachter »

Schambbediss hat geschrieben: 20.05.2026, 23:11 dass lindner neu beim saupack ist, scheint nicht allen fans zu gefallen:

https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 63796.html
Die Vorboten zur Fusion vom FC Zürich und vom GC Zürich. 
Wie heisst denn der neue Name? Zürich United und Zürich City können es nicht sein, diese beiden Vereine existieren schon.
 

Elros
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Elros »

Schambbediss hat geschrieben: 20.05.2026, 23:11 dass lindner neu beim saupack ist, scheint nicht allen fans zu gefallen:

https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 63796.html

Naja 2-3 Big Saves im Cup und er wird von den Fans zum Spieler des Jahres gewählt. :D

Costanzo Girl
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Costanzo Girl »

Tauli soll nach koller da trainer werden

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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Basler Beobachter »

Wollen wir doch mal hoffen, dass es mit GC Zürich auch mit dem neuen chinesischen Besitzer bergab geht. 

GC soll noch diese Woche verkauft werden – die Besitzer werden wieder chinesisch | blue News

ash
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von ash »

Das ist eine Tragödie was mit GC passiert.
Nicht auszumalen wenn das meinen Verein betreffen würde.
Mur tut da echt jeder Hopper leid.
Das Schönste am Älterwerden ist, dass man noch nicht tot ist
- Uschi Glas

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Schambbediss
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Schambbediss »

Mäse Koller sagte an der Pressekonferenz er sei keine GC Legende sondern Zürcher...
So ganz nebenbei ist er Rekordspieler bei den Hoppers. :rolleyes:

Usswärtsfahrer
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Usswärtsfahrer »

ash hat geschrieben: 16.06.2026, 17:50 Das ist eine Tragödie was mit GC passiert.
Nicht auszumalen wenn das meinen Verein betreffen würde.
Mur tut da echt jeder Hopper leid.

Ja, ich sehs auch so, ist wirklich ganz übel.

Usswärtsfahrer
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Usswärtsfahrer »

Elduderinho86 hat geschrieben: 09.02.2026, 11:37
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 08.02.2026, 10:28 Canepa: "Ich bin kein Influencer..."

https://www.fcz.ch/pages/news/ich-bin-kein-influencer

Das kann er doch unmöglich ernst meinen und sowas auch noch durch die Clubkanäle veröffentlichen - Comedy pur! :D

1 mal 1 Influencerhandbuch perfekt durchgespielt - aber er ist kein Influencer, wirklich Comedy Gold. 😂

Canepa hat mal für einen Safthersteller geinfluenct (waren kurz sogar mal Trikotsponsor :D), die Firma hat jetzt einen "Preis" bekommen:

Das Nahrungsergänzungsmittel LaVita bekommt von Foodwatch den "Goldenen Windbeutel" für die "dreisteste Werbelüge" des Jahres. Ein Liter koste umgerechnet 100 Euro - und enthalte hauptsächlich Fruchtsaft.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ve ... t-100.html

Wie ging Cillos eigene Interpretation von "KI", Kompetenz und Integrität :p

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OutLander
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von OutLander »

Also ich gehe schon davon aus, dass auch hier jedem klar war, dass "LaVita" einfach ein weiteres Schlangenöl für Dumme ist  :D

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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Aficionado »

OutLander hat geschrieben: 16.07.2026, 11:46 Also ich gehe schon davon aus, dass auch hier jedem klar war, dass "LaVita" einfach ein weiteres Schlangenöl für Dumme ist  :D

Hast du dir das werbefreie FCZ Trikot schon gekauft?

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OutLander
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von OutLander »

Aficionado hat geschrieben: 07.08.2026, 10:11
OutLander hat geschrieben: 16.07.2026, 11:46 Also ich gehe schon davon aus, dass auch hier jedem klar war, dass "LaVita" einfach ein weiteres Schlangenöl für Dumme ist  :D

Hast du dir das werbefreie FCZ Trikot schon gekauft?

Ich habe mir das neue FCW-Trikot gekauft  ;)
 

Usswärtsfahrer
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Usswärtsfahrer »

Köbi Kuhn muss einem Neubau weichen

Ausgerechnet im FCZ-Jubiläumsjahr muss das Bild weichen. Es bleibt: ein QR-Code.

https://www.srf.ch/news/dialog/ikonisch ... au-weichen

Cone om Zirü

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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Usswärtsfahrer »

https://www.nau.ch/news/schweiz/fcz-fan ... t-67165625

FCZ-Fans stehen nach Überfall in Rickenbach vor Bezirksgericht


Vor dem Bezirksgericht Winterthur müssen sich heute Mittwoch zwei FCZ-Fans wegen Raubes verantworten. Sie sollen beim Überfall auf GC-Fans in Rickenbach dabei gewesen sein. Dabei stahlen die Angreifer ein Banner, das bei der GC-Choreo am Derby hätte eingesetzt werden sollen.

Das gestohlene Banner verbrannten FCZ-Fans dann am Spiel gegen GC am 19. Oktober 2024, sechs Tage nach dem Überfall in der Turnhalle in Rickenbach.

In der Anklageschrift schreibt die Staatsanwaltschaft von 50 bis 60 Personen, welche die Halle stürmten. Gegen vier wurden Verfahren eingeleitet, eines davon wurde eingestellt. Ein weiteres liegt bei der Jugendanwaltschaft. Nun stehen ein 28-Jähriger und ein 37-Jähriger in Winterthur vor Gericht. Beide sind Schweizer und wohnen in der Stadt Zürich.

Weil die Angreifer unter Androhung und Ausübung körperlicher Gewalt das Banner stahlen, taxiert die Staatsanwaltschaft den Überfall als Raub. Um in die Halle zu gelangen, schlugen sie mit einem Hammer die Scheibe der Eingangstür ein.

Laut Anklage verfolgte ein Teil der Angreifer fliehende GC-Fans, während die anderen das Banner stahlen. Bei der Verfolgung wurden ein Fan und ein unbeteiligter Anwohner verletzt.

Verräterische Ricola-Verpackung
In der Anklageschrift wird angedeutet, wie die Polizei darauf kam, dass die beiden Beschuldigten Teil der Gruppierung gewesen sein sollen. Der Ältere soll im Eingangsbereich die Türe offen gehalten haben – direkt unter einer Überwachungskamera. Der Jüngere soll der Mann gewesen sein, der die Tür mit einem Hammer einschlug. Die Polizei fand vor dem Eingang eine Ricola-Verpackung, die ihm gehört haben soll.

Die Staatsanwaltschaft verlangt für den 37-Jährigen eine bedingte Freiheitsstrafe von 20 Monaten Dafür soll eine Probezeit von 4 Jahren gelten. Der 28-Jährige soll gar ins Gefängnis, die beantragte Freiheitsstrafe von 22 Monaten ist unbedingt. Was die beiden Beschuldigten und ihre Verteidiger zu den Vorwürfen sagen, zeigt sich an der Verhandlung.

El Pibe - Valderrama
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von El Pibe - Valderrama »

Hier noch der ausführlichere Artikel aus der NZZ mit Details…..60 mit Schlagstöcken, Messern und Pfefferspray bewaffnete FCZler gegen 9 GCler, wow mutig, Züri isch ois….


An einem Mittwochabend im Herbst 2024, kurz vor 22 Uhr, fahren über zwei Dutzend Autos gleichzeitig vor der Turnhalle der Sekundarschule Rickenbach vor, einem Örtchen ausserhalb von Winterthur mit nicht einmal 3000 Einwohnern. In den Fahrzeugen sitzen rund sechzig Männer. Sie tragen Turnschuhe und schwarze Kleidung, vermummen sich, als sie aussteigen. Sie haben Schlagstöcke, Messer und Pfeffersprays bei sich.

In der Turnhalle befinden sich neun GC-Ultras. Sie basteln nichtsahnend an einem Transparent, das sie beim Derby mit dem Rivalen FCZ in drei Tagen zeigen wollen. Vor der Halle verlassen die Angreifer den Parkplatz. Einer von ihnen trägt einen Hammer in der Hand. Er geht voran und schlägt die Glasscheibe der Eingangstür zu Bruch. Dann stürmen die Männer in das Gebäude. «Wie Raubtiere, die sich aus dem Nichts und mit aller Kraft auf ihre Beute stürzen», sagt der Staatsanwalt später.

Ein von langer Hand geplanter Überfall

Bilanz des Angriffs: eine zerbrochene Glastür, mehrere Leichtverletzte, FCZ-Schmierereien auf dem Schulgelände und am Bahnhof. Und ein gestohlenes GC-Transparent, das die FCZ-Ultras einige Tage später während des Derbys verbrennen. Es ist eine Aktion, die die GC-Fans demütigen soll.
Der überfallartige Angriff dürfte von langer Hand geplant worden sein. Es ist eine Abrechnung im Fussballfan-Milieu, wie man sie in der Schweiz noch selten gesehen hat.

Nun, rund zwei Jahre später, wird der Fall vor dem Bezirksgericht Winterthur verhandelt. Es geht um schwere Straftatbestände wie Raub, und den Beschuldigten drohen harte Strafen – für die Attacke und für ein gestohlenes Stück Stoff, das objektiv keinerlei Wert hat.

Der Überfall in der Rickenbacher Turnhalle ist durch Aufnahmen der dort fix installierten Videokameras belegt. Aber die Strafverfolgungsbehörden stehen vor dem altbekannten Problem: Wie individuelle Schuld nachweisen, wenn eine Gruppe vermummt auftritt? In diesem Fall haben sie eine Spur. Denn einer aus der schwarzgekleideten Masse lässt einen kleinen gelben Gegenstand fallen: eine Packung Ricola-Bonbons.

Auf der Bonbonpackung findet die Polizei DNA-Spuren. Sie führen zu einem in der Fanszene bestens bekannten Mann. Videobilder zeigen, dass es mutmasslich derjenige Ultra ist, der die Eingangstüre eingeschlagen hat. Einen zweiten Beschuldigten können die Behörden aufgrund seiner Kleidung identifizieren. Er stand gemäss Staatsanwalt Schmiere und hat die Aktion als «Respektsperson» unter den Fans überwacht.
Ein Indiz, das beide Beschuldigten belastet: Sie haben in der Tatnacht praktisch zeitgleich und am gleichen Ort in der Stadt Zürich ihr Handy ausgeschaltet – und es etwa eineinhalb Stunden später wieder in Betrieb genommen, als sie sich von Norden her der Stadt näherten. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft passt diese Lücke beim Handyempfang bestens zur Tat.

Beschuldigter spricht von politisch motiviertem Verfahren

Am Prozess wirft der Staatsanwalt den beiden Männern massive kriminelle Energie vor. Der Mob sei getrieben gewesen von einer «rein anti-GC-orientierten Gemütsbewegung» und dem «Verlangen nach Gewalt». Nur dank Glück sei es zu keinen schlimmen Verletzungen gekommen. Und dank dem Eingreifen eines Anwohners. Dieser sei dann aber ebenfalls angegangen worden: Er habe sich mit einem Faustschlag gegen einen Angreifer gewehrt, worauf ein anderer ihn mit Pfefferspray attackiert habe.

Auffällig ist, dass die beiden Beschuldigten keineswegs Jugendliche sind, die im Übermut gehandelt haben. Der Mann, dessen DNA-Spur auf der Ricola-Packung entdeckt wurde, ist 28 Jahre alt, ausgebildeter Gärtner und heute als Strassenbauer tätig. Die Behörden haben ihn vermutlich aufgrund seiner Vorstrafen identifizieren können: 2020 wurde er zu 24 Monaten Freiheitsstrafe wegen versuchter schwerer Körperverletzung im Rahmen einer Fan-Auseinandersetzung verurteilt.

Der zweite Beschuldigte ist Hochschulmitarbeiter und acht Jahre älter. Auch er hat Vorstrafen wegen Land- und Hausfriedensbruchs. Der Staatsanwalt sagt am Prozess, der berufliche Hintergrund mache das Vorgehen der beiden noch unverständlicher: Es seien doch «gebildete Schweizer Bürger».
Die beiden Männer schweigen am Prozess vor Bezirksgericht zu den Vorwürfen. Der Hochschulmitarbeiter beantwortet sogar die Frage nach Geschwistern oder seiner Ehefrau mit dem immer gleichen Satz: «Ich verweigere die Aussage.» Der Strassenbauer sagt nichts zur Sache, erzählt aber bereitwillig von seinen Karriereplänen und dem kürzlichen Heiratsantrag an seine Verlobte – offensichtlich mit dem Motiv, eine drohende Gefängnisstrafe abzuwenden.

Die Verteidigerin des Strassenbauers versucht, den DNA-Beweis zu entkräften. Ihr Mandant sei damals in Fan-Kreisen verkehrt, die DNA könne auch auf andere Weise auf die Ricola-Packung gekommen und von einem Dritten am Tatort verloren worden sein. Und für ein Ausschalten des Handys gebe es viele Gründe, zum Beispiel, dass man seine Ruhe haben wolle.

Man müsse «die Kirche im Dorf lassen», findet die Anwältin: Der Sachschaden durch den Überfall halte sich in Grenzen, Verletzte habe es keine gegeben – im Gegensatz dazu, was die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage festhält. Es sei nicht einmal sicher, dass es sich um einen Raub handle: Auf den Videobildern sei nicht ersichtlich, ob wirklich ein GC-Transparent abtransportiert werde.
Der Verteidiger des Hochschulmitarbeiters sagt, die Vorwürfe seien konstruiert. Die Behörden stützten sich auf «angebliche Szenekenner», die seinen Mandanten «angeblich identifiziert» hätten. Und die Kleider, die die Polizei bei einer Hausdurchsuchung ein halbes Jahr nach der Tat bei seinem Mandanten gefunden habe, liessen sich ebenfalls nicht klar den Videobildern zuordnen. Bei den Schuhen – schwarze Reebok Classic Leather – handle es sich überdies um ein in Fussballkreisen gerne getragenes Massenprodukt.

Zum Schluss der Verhandlung spricht der Hochschulmitarbeiter dann doch noch. Er trägt seine eigene Deutung der Dinge vor. Der Prozess sei politisch motiviert durch die Sicherheitsdirektion von Regierungsrat Mario Fehr (parteilos). Fehr habe nach dem Turnhallenüberfall ein hartes Durchgreifen angekündigt – da müssten nun offensichtlich Taten folgen. Und die Fankurven seien der «bürgerlichen Gesellschaft» ein Dorn im Auge, weil hier «Solidarität statt Konkurrenzkampf» gelebt werde. Fehr wolle deshalb ein «repressives Zeichen» setzen.

Gericht hat keine Zweifel

Das Bezirksgericht in Winterthur hat dafür allerdings wenig Gehör. Es verurteilt die beiden Männer wegen Raubes, Landfriedensbruchs, Hausfriedensbruchs sowie Sachbeschädigung zu bedingten Freiheitsstrafen von 22 sowie 20 Monaten. Hinzu kommen Geldstrafen in der Höhe von 180 Tagessätzen à 50 Franken. Im Fall des Strassenbauers wird sie unbedingt ausgesprochen, im Fall des Hochschulmitarbeiters bedingt.
Bei der Urteilseröffnung sagt der Richter: «Es bestehen nicht die geringsten Zweifel, dass FCZ-Fans am Werk waren, um das Banner aus der Turnhalle zu stehlen.» Dabei seien die Täter mit ziemlich hoher krimineller Energie vorgegangen.
Der Richter sagt, man habe auch keine Zweifel daran gehabt, dass die beiden Männer beim Sturm auf die Turnhalle dabei gewesen seien. Die Staatsanwaltschaft habe die Indizienkette schlüssig dargelegt. Da sei zum einen die Ricola-Packung gewesen. Darauf sei einzig die DNA des Strassenbauers zu finden gewesen. «Sie haben keine alternative Erklärung dafür geliefert, weshalb einzig Ihre Spur auf dem Päckchen zu finden war.» Das Gleiche gelte für die ausgeschalteten Handys, die Kleider und Schuhe. Zugutehält das Gericht dem Strassenbauer, dass er sich bemühe, ein Leben zu führen, das in eine andere Richtung gehe.
Zahlen müssen die Männer zudem für den entstandenen Schaden in der Schule in Rickenbach sowie für die Kosten des Verfahrens. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Die beiden FCZ-Fans können dagegen noch in Berufung gehen.

 

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Schambbediss
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Schambbediss »

El Pibe - Valderrama hat geschrieben: 27.08.2026, 18:12 Hier noch der ausführlichere Artikel aus der NZZ mit Details…..60 mit Schlagstöcken, Messern und Pfefferspray bewaffnete FCZler gegen 9 GCler, wow mutig, Züri isch ois….


An einem Mittwochabend im Herbst 2024, kurz vor 22 Uhr, fahren über zwei Dutzend Autos gleichzeitig vor der Turnhalle der Sekundarschule Rickenbach vor, einem Örtchen ausserhalb von Winterthur mit nicht einmal 3000 Einwohnern. In den Fahrzeugen sitzen rund sechzig Männer. Sie tragen Turnschuhe und schwarze Kleidung, vermummen sich, als sie aussteigen. Sie haben Schlagstöcke, Messer und Pfeffersprays bei sich.

In der Turnhalle befinden sich neun GC-Ultras. Sie basteln nichtsahnend an einem Transparent, das sie beim Derby mit dem Rivalen FCZ in drei Tagen zeigen wollen. Vor der Halle verlassen die Angreifer den Parkplatz. Einer von ihnen trägt einen Hammer in der Hand. Er geht voran und schlägt die Glasscheibe der Eingangstür zu Bruch. Dann stürmen die Männer in das Gebäude. «Wie Raubtiere, die sich aus dem Nichts und mit aller Kraft auf ihre Beute stürzen», sagt der Staatsanwalt später.

Ein von langer Hand geplanter Überfall

Bilanz des Angriffs: eine zerbrochene Glastür, mehrere Leichtverletzte, FCZ-Schmierereien auf dem Schulgelände und am Bahnhof. Und ein gestohlenes GC-Transparent, das die FCZ-Ultras einige Tage später während des Derbys verbrennen. Es ist eine Aktion, die die GC-Fans demütigen soll.
Der überfallartige Angriff dürfte von langer Hand geplant worden sein. Es ist eine Abrechnung im Fussballfan-Milieu, wie man sie in der Schweiz noch selten gesehen hat.

Nun, rund zwei Jahre später, wird der Fall vor dem Bezirksgericht Winterthur verhandelt. Es geht um schwere Straftatbestände wie Raub, und den Beschuldigten drohen harte Strafen – für die Attacke und für ein gestohlenes Stück Stoff, das objektiv keinerlei Wert hat.

Der Überfall in der Rickenbacher Turnhalle ist durch Aufnahmen der dort fix installierten Videokameras belegt. Aber die Strafverfolgungsbehörden stehen vor dem altbekannten Problem: Wie individuelle Schuld nachweisen, wenn eine Gruppe vermummt auftritt? In diesem Fall haben sie eine Spur. Denn einer aus der schwarzgekleideten Masse lässt einen kleinen gelben Gegenstand fallen: eine Packung Ricola-Bonbons.

Auf der Bonbonpackung findet die Polizei DNA-Spuren. Sie führen zu einem in der Fanszene bestens bekannten Mann. Videobilder zeigen, dass es mutmasslich derjenige Ultra ist, der die Eingangstüre eingeschlagen hat. Einen zweiten Beschuldigten können die Behörden aufgrund seiner Kleidung identifizieren. Er stand gemäss Staatsanwalt Schmiere und hat die Aktion als «Respektsperson» unter den Fans überwacht.
Ein Indiz, das beide Beschuldigten belastet: Sie haben in der Tatnacht praktisch zeitgleich und am gleichen Ort in der Stadt Zürich ihr Handy ausgeschaltet – und es etwa eineinhalb Stunden später wieder in Betrieb genommen, als sie sich von Norden her der Stadt näherten. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft passt diese Lücke beim Handyempfang bestens zur Tat.

Beschuldigter spricht von politisch motiviertem Verfahren

Am Prozess wirft der Staatsanwalt den beiden Männern massive kriminelle Energie vor. Der Mob sei getrieben gewesen von einer «rein anti-GC-orientierten Gemütsbewegung» und dem «Verlangen nach Gewalt». Nur dank Glück sei es zu keinen schlimmen Verletzungen gekommen. Und dank dem Eingreifen eines Anwohners. Dieser sei dann aber ebenfalls angegangen worden: Er habe sich mit einem Faustschlag gegen einen Angreifer gewehrt, worauf ein anderer ihn mit Pfefferspray attackiert habe.

Auffällig ist, dass die beiden Beschuldigten keineswegs Jugendliche sind, die im Übermut gehandelt haben. Der Mann, dessen DNA-Spur auf der Ricola-Packung entdeckt wurde, ist 28 Jahre alt, ausgebildeter Gärtner und heute als Strassenbauer tätig. Die Behörden haben ihn vermutlich aufgrund seiner Vorstrafen identifizieren können: 2020 wurde er zu 24 Monaten Freiheitsstrafe wegen versuchter schwerer Körperverletzung im Rahmen einer Fan-Auseinandersetzung verurteilt.

Der zweite Beschuldigte ist Hochschulmitarbeiter und acht Jahre älter. Auch er hat Vorstrafen wegen Land- und Hausfriedensbruchs. Der Staatsanwalt sagt am Prozess, der berufliche Hintergrund mache das Vorgehen der beiden noch unverständlicher: Es seien doch «gebildete Schweizer Bürger».
Die beiden Männer schweigen am Prozess vor Bezirksgericht zu den Vorwürfen. Der Hochschulmitarbeiter beantwortet sogar die Frage nach Geschwistern oder seiner Ehefrau mit dem immer gleichen Satz: «Ich verweigere die Aussage.» Der Strassenbauer sagt nichts zur Sache, erzählt aber bereitwillig von seinen Karriereplänen und dem kürzlichen Heiratsantrag an seine Verlobte – offensichtlich mit dem Motiv, eine drohende Gefängnisstrafe abzuwenden.

Die Verteidigerin des Strassenbauers versucht, den DNA-Beweis zu entkräften. Ihr Mandant sei damals in Fan-Kreisen verkehrt, die DNA könne auch auf andere Weise auf die Ricola-Packung gekommen und von einem Dritten am Tatort verloren worden sein. Und für ein Ausschalten des Handys gebe es viele Gründe, zum Beispiel, dass man seine Ruhe haben wolle.

Man müsse «die Kirche im Dorf lassen», findet die Anwältin: Der Sachschaden durch den Überfall halte sich in Grenzen, Verletzte habe es keine gegeben – im Gegensatz dazu, was die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage festhält. Es sei nicht einmal sicher, dass es sich um einen Raub handle: Auf den Videobildern sei nicht ersichtlich, ob wirklich ein GC-Transparent abtransportiert werde.
Der Verteidiger des Hochschulmitarbeiters sagt, die Vorwürfe seien konstruiert. Die Behörden stützten sich auf «angebliche Szenekenner», die seinen Mandanten «angeblich identifiziert» hätten. Und die Kleider, die die Polizei bei einer Hausdurchsuchung ein halbes Jahr nach der Tat bei seinem Mandanten gefunden habe, liessen sich ebenfalls nicht klar den Videobildern zuordnen. Bei den Schuhen – schwarze Reebok Classic Leather – handle es sich überdies um ein in Fussballkreisen gerne getragenes Massenprodukt.

Zum Schluss der Verhandlung spricht der Hochschulmitarbeiter dann doch noch. Er trägt seine eigene Deutung der Dinge vor. Der Prozess sei politisch motiviert durch die Sicherheitsdirektion von Regierungsrat Mario Fehr (parteilos). Fehr habe nach dem Turnhallenüberfall ein hartes Durchgreifen angekündigt – da müssten nun offensichtlich Taten folgen. Und die Fankurven seien der «bürgerlichen Gesellschaft» ein Dorn im Auge, weil hier «Solidarität statt Konkurrenzkampf» gelebt werde. Fehr wolle deshalb ein «repressives Zeichen» setzen.

Gericht hat keine Zweifel

Das Bezirksgericht in Winterthur hat dafür allerdings wenig Gehör. Es verurteilt die beiden Männer wegen Raubes, Landfriedensbruchs, Hausfriedensbruchs sowie Sachbeschädigung zu bedingten Freiheitsstrafen von 22 sowie 20 Monaten. Hinzu kommen Geldstrafen in der Höhe von 180 Tagessätzen à 50 Franken. Im Fall des Strassenbauers wird sie unbedingt ausgesprochen, im Fall des Hochschulmitarbeiters bedingt.
Bei der Urteilseröffnung sagt der Richter: «Es bestehen nicht die geringsten Zweifel, dass FCZ-Fans am Werk waren, um das Banner aus der Turnhalle zu stehlen.» Dabei seien die Täter mit ziemlich hoher krimineller Energie vorgegangen.
Der Richter sagt, man habe auch keine Zweifel daran gehabt, dass die beiden Männer beim Sturm auf die Turnhalle dabei gewesen seien. Die Staatsanwaltschaft habe die Indizienkette schlüssig dargelegt. Da sei zum einen die Ricola-Packung gewesen. Darauf sei einzig die DNA des Strassenbauers zu finden gewesen. «Sie haben keine alternative Erklärung dafür geliefert, weshalb einzig Ihre Spur auf dem Päckchen zu finden war.» Das Gleiche gelte für die ausgeschalteten Handys, die Kleider und Schuhe. Zugutehält das Gericht dem Strassenbauer, dass er sich bemühe, ein Leben zu führen, das in eine andere Richtung gehe.
Zahlen müssen die Männer zudem für den entstandenen Schaden in der Schule in Rickenbach sowie für die Kosten des Verfahrens. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Die beiden FCZ-Fans können dagegen noch in Berufung gehen.

 

Das Gesetz soll diese Vollbachels mal richtig hart anpacken. Schweizer Bürger: Ab in d'Kischte + saftigi Gäldstroof.
Usländer: Saftigi Gäldstroof und usschaffe.

Costanzo Girl
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Costanzo Girl »

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Waldfest
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Waldfest »

Der Staatsanwalt sagt am Prozess, der berufliche Hintergrund mache das Vorgehen der beiden noch unverständlicher: Es seien doch «gebildete Schweizer Bürger».

Der Staatsanwalt hat offensichtlich überhaupt keine Ahnung und gar nichts verstanden, wenn er ernsthaft so einen Stuss von sich gibt.

numeläse
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von numeläse »

Schambbediss hat geschrieben: 27.08.2026, 22:28
El Pibe - Valderrama hat geschrieben: 27.08.2026, 18:12 Hier noch der ausführlichere Artikel aus der NZZ mit Details…..60 mit Schlagstöcken, Messern und Pfefferspray bewaffnete FCZler gegen 9 GCler, wow mutig, Züri isch ois….


An einem Mittwochabend im Herbst 2024, kurz vor 22 Uhr, fahren über zwei Dutzend Autos gleichzeitig vor der Turnhalle der Sekundarschule Rickenbach vor, einem Örtchen ausserhalb von Winterthur mit nicht einmal 3000 Einwohnern. In den Fahrzeugen sitzen rund sechzig Männer. Sie tragen Turnschuhe und schwarze Kleidung, vermummen sich, als sie aussteigen. Sie haben Schlagstöcke, Messer und Pfeffersprays bei sich.

In der Turnhalle befinden sich neun GC-Ultras. Sie basteln nichtsahnend an einem Transparent, das sie beim Derby mit dem Rivalen FCZ in drei Tagen zeigen wollen. Vor der Halle verlassen die Angreifer den Parkplatz. Einer von ihnen trägt einen Hammer in der Hand. Er geht voran und schlägt die Glasscheibe der Eingangstür zu Bruch. Dann stürmen die Männer in das Gebäude. «Wie Raubtiere, die sich aus dem Nichts und mit aller Kraft auf ihre Beute stürzen», sagt der Staatsanwalt später.

Ein von langer Hand geplanter Überfall

Bilanz des Angriffs: eine zerbrochene Glastür, mehrere Leichtverletzte, FCZ-Schmierereien auf dem Schulgelände und am Bahnhof. Und ein gestohlenes GC-Transparent, das die FCZ-Ultras einige Tage später während des Derbys verbrennen. Es ist eine Aktion, die die GC-Fans demütigen soll.
Der überfallartige Angriff dürfte von langer Hand geplant worden sein. Es ist eine Abrechnung im Fussballfan-Milieu, wie man sie in der Schweiz noch selten gesehen hat.

Nun, rund zwei Jahre später, wird der Fall vor dem Bezirksgericht Winterthur verhandelt. Es geht um schwere Straftatbestände wie Raub, und den Beschuldigten drohen harte Strafen – für die Attacke und für ein gestohlenes Stück Stoff, das objektiv keinerlei Wert hat.

Der Überfall in der Rickenbacher Turnhalle ist durch Aufnahmen der dort fix installierten Videokameras belegt. Aber die Strafverfolgungsbehörden stehen vor dem altbekannten Problem: Wie individuelle Schuld nachweisen, wenn eine Gruppe vermummt auftritt? In diesem Fall haben sie eine Spur. Denn einer aus der schwarzgekleideten Masse lässt einen kleinen gelben Gegenstand fallen: eine Packung Ricola-Bonbons.

Auf der Bonbonpackung findet die Polizei DNA-Spuren. Sie führen zu einem in der Fanszene bestens bekannten Mann. Videobilder zeigen, dass es mutmasslich derjenige Ultra ist, der die Eingangstüre eingeschlagen hat. Einen zweiten Beschuldigten können die Behörden aufgrund seiner Kleidung identifizieren. Er stand gemäss Staatsanwalt Schmiere und hat die Aktion als «Respektsperson» unter den Fans überwacht.
Ein Indiz, das beide Beschuldigten belastet: Sie haben in der Tatnacht praktisch zeitgleich und am gleichen Ort in der Stadt Zürich ihr Handy ausgeschaltet – und es etwa eineinhalb Stunden später wieder in Betrieb genommen, als sie sich von Norden her der Stadt näherten. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft passt diese Lücke beim Handyempfang bestens zur Tat.

Beschuldigter spricht von politisch motiviertem Verfahren

Am Prozess wirft der Staatsanwalt den beiden Männern massive kriminelle Energie vor. Der Mob sei getrieben gewesen von einer «rein anti-GC-orientierten Gemütsbewegung» und dem «Verlangen nach Gewalt». Nur dank Glück sei es zu keinen schlimmen Verletzungen gekommen. Und dank dem Eingreifen eines Anwohners. Dieser sei dann aber ebenfalls angegangen worden: Er habe sich mit einem Faustschlag gegen einen Angreifer gewehrt, worauf ein anderer ihn mit Pfefferspray attackiert habe.

Auffällig ist, dass die beiden Beschuldigten keineswegs Jugendliche sind, die im Übermut gehandelt haben. Der Mann, dessen DNA-Spur auf der Ricola-Packung entdeckt wurde, ist 28 Jahre alt, ausgebildeter Gärtner und heute als Strassenbauer tätig. Die Behörden haben ihn vermutlich aufgrund seiner Vorstrafen identifizieren können: 2020 wurde er zu 24 Monaten Freiheitsstrafe wegen versuchter schwerer Körperverletzung im Rahmen einer Fan-Auseinandersetzung verurteilt.

Der zweite Beschuldigte ist Hochschulmitarbeiter und acht Jahre älter. Auch er hat Vorstrafen wegen Land- und Hausfriedensbruchs. Der Staatsanwalt sagt am Prozess, der berufliche Hintergrund mache das Vorgehen der beiden noch unverständlicher: Es seien doch «gebildete Schweizer Bürger».
Die beiden Männer schweigen am Prozess vor Bezirksgericht zu den Vorwürfen. Der Hochschulmitarbeiter beantwortet sogar die Frage nach Geschwistern oder seiner Ehefrau mit dem immer gleichen Satz: «Ich verweigere die Aussage.» Der Strassenbauer sagt nichts zur Sache, erzählt aber bereitwillig von seinen Karriereplänen und dem kürzlichen Heiratsantrag an seine Verlobte – offensichtlich mit dem Motiv, eine drohende Gefängnisstrafe abzuwenden.

Die Verteidigerin des Strassenbauers versucht, den DNA-Beweis zu entkräften. Ihr Mandant sei damals in Fan-Kreisen verkehrt, die DNA könne auch auf andere Weise auf die Ricola-Packung gekommen und von einem Dritten am Tatort verloren worden sein. Und für ein Ausschalten des Handys gebe es viele Gründe, zum Beispiel, dass man seine Ruhe haben wolle.

Man müsse «die Kirche im Dorf lassen», findet die Anwältin: Der Sachschaden durch den Überfall halte sich in Grenzen, Verletzte habe es keine gegeben – im Gegensatz dazu, was die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage festhält. Es sei nicht einmal sicher, dass es sich um einen Raub handle: Auf den Videobildern sei nicht ersichtlich, ob wirklich ein GC-Transparent abtransportiert werde.
Der Verteidiger des Hochschulmitarbeiters sagt, die Vorwürfe seien konstruiert. Die Behörden stützten sich auf «angebliche Szenekenner», die seinen Mandanten «angeblich identifiziert» hätten. Und die Kleider, die die Polizei bei einer Hausdurchsuchung ein halbes Jahr nach der Tat bei seinem Mandanten gefunden habe, liessen sich ebenfalls nicht klar den Videobildern zuordnen. Bei den Schuhen – schwarze Reebok Classic Leather – handle es sich überdies um ein in Fussballkreisen gerne getragenes Massenprodukt.

Zum Schluss der Verhandlung spricht der Hochschulmitarbeiter dann doch noch. Er trägt seine eigene Deutung der Dinge vor. Der Prozess sei politisch motiviert durch die Sicherheitsdirektion von Regierungsrat Mario Fehr (parteilos). Fehr habe nach dem Turnhallenüberfall ein hartes Durchgreifen angekündigt – da müssten nun offensichtlich Taten folgen. Und die Fankurven seien der «bürgerlichen Gesellschaft» ein Dorn im Auge, weil hier «Solidarität statt Konkurrenzkampf» gelebt werde. Fehr wolle deshalb ein «repressives Zeichen» setzen.

Gericht hat keine Zweifel

Das Bezirksgericht in Winterthur hat dafür allerdings wenig Gehör. Es verurteilt die beiden Männer wegen Raubes, Landfriedensbruchs, Hausfriedensbruchs sowie Sachbeschädigung zu bedingten Freiheitsstrafen von 22 sowie 20 Monaten. Hinzu kommen Geldstrafen in der Höhe von 180 Tagessätzen à 50 Franken. Im Fall des Strassenbauers wird sie unbedingt ausgesprochen, im Fall des Hochschulmitarbeiters bedingt.
Bei der Urteilseröffnung sagt der Richter: «Es bestehen nicht die geringsten Zweifel, dass FCZ-Fans am Werk waren, um das Banner aus der Turnhalle zu stehlen.» Dabei seien die Täter mit ziemlich hoher krimineller Energie vorgegangen.
Der Richter sagt, man habe auch keine Zweifel daran gehabt, dass die beiden Männer beim Sturm auf die Turnhalle dabei gewesen seien. Die Staatsanwaltschaft habe die Indizienkette schlüssig dargelegt. Da sei zum einen die Ricola-Packung gewesen. Darauf sei einzig die DNA des Strassenbauers zu finden gewesen. «Sie haben keine alternative Erklärung dafür geliefert, weshalb einzig Ihre Spur auf dem Päckchen zu finden war.» Das Gleiche gelte für die ausgeschalteten Handys, die Kleider und Schuhe. Zugutehält das Gericht dem Strassenbauer, dass er sich bemühe, ein Leben zu führen, das in eine andere Richtung gehe.
Zahlen müssen die Männer zudem für den entstandenen Schaden in der Schule in Rickenbach sowie für die Kosten des Verfahrens. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Die beiden FCZ-Fans können dagegen noch in Berufung gehen.



''schwarze Reebok Classic Leather'' also waren es Basler??

littlesnow
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Beitrag von littlesnow »


Usswärtsfahrer
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Usswärtsfahrer »

littlesnow hat geschrieben: 31.08.2026, 17:20 Perea suspendiert... https://www.watson.ch/sport/fc-zuerich/ ... ner-koller

Sehr gut, bitte mehr von diesen internen Lämpen!

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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Aficionado »

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 31.08.2026, 20:03
littlesnow hat geschrieben: 31.08.2026, 17:20 Perea suspendiert... https://www.watson.ch/sport/fc-zuerich/ ... ner-koller

Sehr gut, bitte mehr von diesen internen Lämpen!


Vor einer Stunde wollte ich noch schreiben: Früher gab es noch so etwas wie Schadenfreude. Heute interessiert es keine Sau mehr. Nicht einmal mehr User Usswärtsfahrer.
:D

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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Usswärtsfahrer »

Niemals :D ihr Leid ist mein Bonus!

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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von Aficionado »

Für Outlander wäre es auch von Vorteil wenn die absteigen würden. So könnte er wieder den FCZ hautnah erleben auf der Schützenwiese. :)

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gooner
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Re: Neues aus Zirü...

Beitrag von gooner »

Aficionado hat geschrieben: 01.09.2026, 08:34 Für Outlander wäre es auch von Vorteil wenn die absteigen würden. So könnte er wieder den FCZ hautnah erleben auf der Schützenwiese. :)

Vielleicht hat er auch Glück und der eine Verein steigt direkt ab und der andere verliert in der Barrage. So könnte hätte er sogar zwei Kantonalderbies auf der Schützenwiese  :D

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