Politik Deutschland

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Aficionado
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Aficionado »

Ja, falscher Thread, sorry

Pro Sportchef bim FCB hat geschrieben: 18.05.2026, 16:54
Aficionado hat geschrieben: 18.05.2026, 09:11 Vorweg, auch ich finde die SVP Initiative als nicht zielführend.
Erstmal danke für die Antwort. Finde den Austausch spannend.
Ich verstehe ja gerade diesen Punkt nicht. Betr. Rahmenabkommen gibt es Bedingungen für ausländische Dienstleister. Wenn ich also einen Wintergarten in D bestelle, dann muss diese Firma den Auftrag anmelden und Mindestlöhne bezahlen. Spesen sind diejenigen vom Auftragsland zu verrechnen, um den Wettbewerb nicht zu verzerren. Profiteure dabei sind Kleinere Handwerksbetriebe in der Schweiz. Wenn nun aber Novartis einen "neuen" Bereich eröffnen möchte und dazu 50 Grenzgänger einstellt, muss die gar nichts belegen, dass die Fachkräfte nicht in der Schweiz erhältlich sind. Löhne kann sie frei gestalten, denn es gibt keine klar geregelten Mindestlöhne für die einzelnen Berufe. Sie kann auch einen Bereich outsourcen und zwei Jahre später mit jungem günstigen Personal wieder aufbauen. Dieses Vorgehen gehört zur gängigen Praxis. Inwiefern kann ich davon profitieren und wie kann dagegen vorgegangen werden? Deshalb würde eine Steuer für ausl. Arbeitnehmer, welche selbstverständlich der Arbeitgeber zu tragen hätte, unerlässlich. Warum also gibt es einen Lohnschutz für Handwerksbetriebe im Rahmen des Rahmenabkommens, nicht aber für den Schweizer Arbeitnehmer? Erkläre es mir!

1)
Das ist dann wohl die wirtschaftliche Freiheit der Novartis. Sie können anstellen, wen sie möchten. Die Bedingungen des Inländervorrangs müssen sie erfüllen, mehr aber auch nicht.
Aber halt auch hier wieder, was willst du tun und was erwartest du von Links? Und warum nicht mehr von Mitte-Rechts, die die gesamte Politik in der Schweiz beherrschen (Parlament, Bundesrat)?
Beispiel Mindestlöhne: Ein Thema, das praktisch nur von Links gefördert wird. Gar viel schlimmer: Unser bürgerliches Parlament bekämpft demokratiefeindlich (vielleicht sogar gesetzeswidrig) die kantonalen Mindestlöhne!
Warum gibt es keine Bemühungen Seitens der Linken/Gewerkschaften, einen Kündigunssschutz für 50+ wenigstens nur mal anzuvisieren? Oder die Unternehmen allgemein mehr in die Pflicht zu nehmen?Warum gibt es keine Umschulungsangebote seitens der Unternehmen. Die ziehen sich permanent aus der Verantwortung und Links schaut zu. Situation heute: Jobverlust mit 55, zwei Jahre RAV, dann folgt die Sozialhilfe und vorher lebst du noch von all deinen Ersparnissen und musst ggf. dein Haus verkaufen, obwohl du eigentlich arbeiten MÖCHTEST!!! Nur findest du halt mit 55 in einzelnen Branchen keinen Job mehr. Du hast dein Leben lang gekrüppelt und siehst, wie alles sich in Luft auflöst.
Solltest du denn noch einen Job finden, darfst du deine Schulden aus der Sozialhilfe zurückbezahlen. Die Motivation, wieder was zu finden, muss riesig sein.
2)
Ich verstehe deinen Frust absolut. Aber ich verstehe wieder nicht, warum du hier auf den Linken herumhackst!
Die Linken setzten sich für finanzielle Absicherung der älteren Arbeitnehmer ein. Stichwort Überbrückungsleistungen! Diese wollten die Linken auch schon ab 58. Man musste mit den Bürgerlichen den Kompromis auf auf 60 festlegen. Die Linken möchten auch die Taggelder bei der ALV verlängern. Ja, beides eine Symptombekämpfung, aber wichtig für die finanzielle Absicherung und damit Betroffene nicht ihr Haus, Säule 3a, etc. auflösen müssen
Auch Massnahmen für Wiedereinstieg werden von Linken gefordert. Staatliche Weiterbildungsfonds und Umschulungen. Ein Kündigungsschutz. Quoten in Staatsunternehmen.
Bürgerliche sagen, mit tieferen Mindestlöhnen und flexibleren Arbeitsverträgen werden die älteren Arbeitnehmer attraktiver für den Arbeitsmarkt, das ist deren Lösung.
Systemwechsel klar, aber nicht realistisch. Das wissen auch die SP/Grünen. Dann kommen die Gegner mit dem steigenden BiP obwohl die genau wissen, dass die Kohle nur auf wenige Köpfe verteilt wird - das BiP aber ein Durchschnittswert ist.
Was wird gegen quantitatives Wachstum unternommen? Ich höre nur immer, dass wir Wachstum brauchen, um den Wohlstand aufrecht zu erhalten (stimmt nicht einmal, wenn sich Wohlstand nur über Geld definieren lässt). Das ist natürlich Blödsinn. Wir brauchrn es, damit die Reichen und Kantone/Gemeinden noch reicher werden (wobei die Infrastruktur hauptsächlich von der Allgemeinheit bezahlt wird. Beispiel Stein/Sisseln im Aargau).
Tja, was soll ich dazu sagen? Wenn das Volk keinen Systemwechsel will und die Parteien weiterhin am meisten wählt, die genau das System des unbegrenzten quantitativen Wachstums fordern und fördern, warum soll sich dann was ändern?
Den 5er und das Weggli gibt es nunmal nicht.
Ich persönlich wäre auch für weniger quantitatives Wachstum. Ich bin auch dafür, dass wir die Wirtschaft nicht nur am BIP und Wachstum messen, sondern auch soziale Kriterien, Umweltverträglichkeit, Lebensqualität der Bevölkerung, etc. Mit dieser Meinung gelte ich wohl bei mindestens 2 Parteien (und damit bei 45% der Bevölkerung die dadurch vertreten ist) in der Schweiz als "woke".

1) von Mitte-Rechts erwarte ich naturgemäss gar nichts. Die werden ja bezahlt von der Wirtschaft. Von Links erwarte ich viel mehr Druck gegen Lohndumping und Altersdiskriminierung, denn das ist es. Und nicht Hand in Hand mit der FDP in wirtschaftlichen Fragen.
Es geht um die höheren Sozialbeiträge, welche gewisse Firmen nicht mehr bezahlen wollen. Um nichts anderes. Um die Alten loszuwerden, macht man dann halt eine Restrukturierung. Aber wenn meine Vertreter selber in einer Bubble leben, in der ältere weisse Männer verpönt sind, kann man auch nichts erwarten von dieser Bubble diesbezüglich.

2)
Zudem erhält nur ÜL, wer über ein Vermögen von weniger als 50'000 Franken (Alleinstehende) bzw. 100'000 Franken (Ehepaare) verfügt. Selbstbewohnte Liegenschaften werden dabei nicht berücksichtigt, hingegen Vor0sorgeguthaben der beruflichen Vorsorge, welche einen bestimmten Betrag übersteigen.

https://www.bsv.admin.ch/de/uel-im-deta ... ssetzungen

Ein schlechter Scherz aus meiner Sicht. Derjenige der spart (fürs Alter) ist wie immer der Dumme.

Ist halt ein Teufelskreis. Wenn du mit 40 aus wirtschaftlichen Gründen entlassen wirst, findest du auch wieder einen Job. Du brauchst i.d.R. keine Unschulung oder Weiterbildung. Und mit 55 bringt dir auch eine Umschulung nichts mehr, da sie dich bei der Bewerbung automatisiert aussortieren werden. Und nach einem Studium gehst du nicht im Fust Staubsauger verkaufen.
Leute entlassen und im gleichen Atemzug wieder neue einstellen, dürfte es gar nicht erst geben in Zeiten von“ Fachkräftemangel“. Ist ja schon total widersprüchlich. Unternehmen sollen mehr in die Pflicht genommen werden betreffend Weiterbildungen, sicher nicht die Allgemeinheit/Steuerzahler. Mehr Verantwortung ggü. von Angestellten.
Aber klar, das kostet die Unternehmen was und dafür möchten sie kein Geld mehr ausgeben. Die haben auch gemerkt, dass sie die Fachkräfte exakt mit den Skills die sie sich vorstellen, aus dem europ. Fachkräftepool bekommen werden.
Man könnte Initiativen lancieren. Für einmal vielleicht nicht von der Juso oder SVP. Es ist ihr Job, sich damit auseinderzusetzen und sich Gedanken über mögliche Lösungen zu machen. Dafür weden die (noch) von mir gewählt. Und so mancher SVP Wähler würde den Weg zur SP wieder finden. Siehe 13.AHV. Die stehen ja nicht unbedingt auf der Seite der Unternehmen. So schlau sind die schon auch.

Ich persönlich erkenne keinen Benefit betreffend Zuwanderung, sondern nur Nachteile, auch wenn ich meine ausländischen Kollegen sehr schätze. Der Wettbewerb auf dem Stellenmarkt ist aber riesengross. Ganz Europa bietet sich an.

Die Linken sehen in allen Argumenten, die gegen die Zuwanderung sprechen, Fremdenfeindlichkeit. Da liegt der Hund begraben.

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Somnium
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Somnium »

Ist irgendwie doch der korrekte Thread für das Thema, denn wenn die Initiative angenommen wird…

Ich persönlich erkenne keinen Benefit betreffend Zuwanderung, sondern nur Nachteile, auch wenn ich meine ausländischen Kollegen sehr schätze. Der Wettbewerb auf dem Stellenmarkt ist aber riesengross. Ganz Europa bietet sich an.

Die Linken sehen in allen Argumenten, die gegen die Zuwanderung sprechen, Fremdenfeindlichkeit. Da liegt der Hund begraben.


https://www.instagram.com/reel/DYbuzqgtgOS/?igsh=


Nüchtern, faktisch und ohne Polemik die Initiative und ihre Hintermänner und -frauen von der SVP zerlegt…

Was spricht eigentlich FÜR die Initiative, wenn man diesen Beitrag gesehen hat?
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Aficionado
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Aficionado »

Die Initiative ist ja auch nicht zielführend. Die SVPler haben es primär auf Drittstaatler und Asylsuchende abgesehen. Die machen aber glaube ich nur um die 10% aus.

Aber die unbegrenzte Zuwanderung von Fachkräften wird mittlerweile auch von immer mehr Ökonomen kritisch hinterfragt.

Mich nervt es zudem, dass die Linken nicht einsehen wollen, dass die Hauptprofiteure die Unternehmer sind. Die sprechen schon die gleiche Sprache wie die neoliberalen FDPler. Warum wohl ist ein Peterli Spuhler gegen die Initiative?
Soll besser 'mal anständige Löhne bezahlen oder älteres Personal einstellen, dann findet er auch Schweizer.

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Somnium
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Somnium »

Die „Linken“ sehen das schon ein.

Und „Vollbeschäftigung“ wird es nie mehr geben. KI ersetzt heute schon tausende / Millionen? Arbeiter. Und KI keine Erfindung der „Linken“.

Was passiert mit denen, die immer schneller und in grösserer Zahl „wegrationalisiert werden? Wie sollen die in Zukunft leben?

Und gäll, die SVP fordert zum Beispiel sogar, dass die SRG hunderte Stellen abbauen soll! Das sind keine „Jobs“, das sind Arbeitsplätze für fachlich ausgebildete Leute.

Wo gehen diese meist eher ü30-Menschen hin wenn sie Miete und Essen nicht mehr bezahlen können? Was sind da die Konzepte der SVP oder auch der AfD?

Zurück zum Thema: Was spricht FÜR die Initiative?
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Aficionado
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Aficionado »

KI wird kommen und trotzdem kommen die üblichen Verdächtigen immer wieder mit der Demografie und dem angeblich daraus resultierenden Fachkräftemangel (ohne aber andere Faktoren wie KI, Automatisierung mitzuberücksichtigen).
KI wird aber auch hochqualifizierte Jobs wegrazionalisieren. Nur, ob die Mächtigen es zulassen werden? Ein Ermotti könnte schon heute durch AI abgelöst werden, da bin ich mir ziemlich sicher. AI rechnet genauer, schneller und besser als er und sein Personal in der Chefetage. AI ist für strategische Aufgaben dem Eiweisscomputer weit überlegen.
Zuletzt geändert von Aficionado am 19.05.2026, 15:51, insgesamt 2-mal geändert.

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Faniella Diwani
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Faniella Diwani »

Klar, ohne Arbeitskräfte bzw. mit Billigstlohnsklaven produziert es sich billiger. Damit hat man mehr Rendite, weil den billigeren Preis gibt man nur so weit weiter, wie es der eigenen Konkuzenzfähigkeit dient.

Was die Wirtschaftspolitiker nicht sehen: Ohne Konsumenten werden sie ihre Ware nicht los. Bzw. nur so lange wie die Konsumenten in die Konsumschulden getrieben werden können. Billig produzierten Schrott teuer auf Raten bzw, im teuren Abo oder auf teure Konsumschulden verkaufen, das ist dann auch noch ein Moment lang toll. Aber hey... der Verlierer ist der welcher die Schulden am Schluss hat. (Subprime Olé!)

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Somnium
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Somnium »

Das mit KI war zum Zeitpunkt Unterschriftensammlung zur Initiative noch kein Thema oder Argument. Und KI wird nicht Ermottis ersetzen. Sie wird die ersetzen, die ersetzbar sind.

Was mit den Millionen passiert, die auf der Strecke bleiben werden? Nun, da liegen bereits Konzepte in den „Schubladen“.

KI ist und war nie Argument der Initiative. Zu komplexes und vor allem aktuelles Thema für die SVP.


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Pro Sportchef bim FCB
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Pro Sportchef bim FCB »

Aficionado hat geschrieben: 19.05.2026, 15:18 Die SVPler haben es primär auf Drittstaatler und Asylsuchende abgesehen. Die machen aber glaube ich nur um die 10% aus.

Mag sein, dass sie das so verkaufen.

Ein Blick nach England würde aber schon das Gegenteil beweisen.

Vor dem Brexit: Wie in der Schweiz kommt der Grossteil der Zuwanderung aus der EU
Nach dem Brexit: Die Zuwanderung aus der EU ist erschwert, da die Wirtschaft aber den gleichen Bedarf an Arbeitnehmern hat erfolgt der Grossteil der Zuwanderung neu aus Drittstaaten, von weit weit weg von England und anderer Kultur

Man kann also eigentlich festhalten, solange man das System des unbegrenzten Wachstums nicht ändert:
Die SVP möchte die EU Zuwanderung durch Zuwanderung von Drittstaaten ersetzen, mit Menschen die unserer Kultur absolut fremd sind!

Und dann, wenn diese Menschen dann (wegen der SVP Initiative!!!) gekommen sind, kann die Menschen ja wieder gegen die neuen kulturfremden Ausländer hetzen! So wie das jetzt Reform UK macht! Auch wenn Reform UK mit dem Brexit 100% dafür verantwortlich ist!

Rechtspopulist müsste man sein. Scheisse verursachen, abzocken, Hetze streuen, Anhänger dazugewinnen! Was für ein Win-Win System, sofern man keine Moral und Ethik besitzt natürlich.

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Aficionado
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Aficionado »

Und warum lässt sich ein Ökonom nicht durch KI ersetzen? Biite eine Erklärung.

Meine Argumentation.
KI rechnet u.a. mit Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und ist fähig, gleichzeitig alle Faktoten, darunter auch Risiken, mathematisch mitzuberücksichtigen. Keine andere Aufgabe ist doch für AI prädestinierter.
Mit einfacher Automatisierung rationalisierst du die unteren, hanwerklichen Jobs weg.

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Faniella Diwani
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Faniella Diwani »

Somnium hat geschrieben: 19.05.2026, 16:01 Das mit KI war zum Zeitpunkt Unterschriftensammlung zur Initiative noch kein Thema oder Argument. Und KI wird nicht Ermottis ersetzen. Sie wird die ersetzen, die ersetzbar sind.
KI könnte die Ermottis locker ersetzen. Das wird aber nicht passieren weil KI nicht die ersetzen wird, welche ihre eigene Ersetzung selbst beschliessen müssten. 
Stattdessen wird man (wie immer) unten abbauen und von den Verbleibenden verlangen mit KI "effizienter" zu werden. 

Und in eon paar Jahren wird man staunen weil der Umsatz wegbricht oder die Provatkonkurse explodieren. Wie gesagt: Wer kaum mehr Einkommen hat, der spart wo er kann. 

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Somnium
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Somnium »

An dem Tag, an dem die KI tatsächlich die 1% ersetzen wird, die die Umverteilung von unten nach oben zu verantworten haben, ist der Mensch obsolet geworden. Faniella Diwani hat das sauber und sec argumentiert. Mehr gibt es dazu im Zusammenhang mit der Initiative hier nicht zu diskutieren. KI war nicht das Thema zum Zeitpunkt als die Initiative formuliert und von der Bundeskanzlei akzeptiert wurde.

Was spricht FÜR die Initiative? (Welche Argumente der Initiative widerlegen auch nur einen Punkt von Goussets Faktencheck?)
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Aficionado »

Es gibt schon auch Fakten der Initianten.
Ich bin gegen die Initiative weil sie nichts bringen wird resp.nicht umgesetzt werden würde/könnte aber für eine begrenzte Zuwanderung. Aber am besten nicht durch Kontingente sondern durch die Anpassung der Wirtschaft an die verfügbaren Ressourcen. Die Gemeinde Würenlos macht es ja vor. Nachhaltigkeit und Lebensqualität > kurzfristiger Profitgier.
Aber eben, das würde einen Systemwechsel voraussetzen und das möchte die Mehrheit nicht und ist daher unrealistisch.

Ich bin für ein offenes Europa ohne Grenzen. Unbegrenzte Jobrotation wäre dann ok, falls es innerhalb Europas keine Disparitäten bei den Löhnen und dem Preisniveau geben würde. Wenn es also keinen Grund für Abwanderung geben würde. Wenn die Leute auch in Portugal die selben Bedingungen vorfinden würden wie hier. Davon sind wir aber weit entfernt. Deshalb braucht es Regulierungen resp. Schutzmassnahmen für inländische Arbeitnehmer. Nicht nur auf dem Bau. Die gibt es ja auch bei der Einfuhr von Gütern. Ich darf gerade einmal für lächerliche 150.- zollfrei einkaufen gehen. Das erfolgte auch wieder auf Druck der Wirtschaft. Arbeitsplätze seien in Gefahr, gnä gnä gnä.

Wenn ich Linke schreibe, so kann ich eigentlich nur die SP meinen.
Warum geht die SP nie auf Nachteile die durch die Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte entstehen, ein?
Ist es ihnen egal, dass die Denk- und Drecksarbeit auschliesslich von Ausländern ausgeführt wird? Bei der Drecksarbeit eher nicht aber bei den Positionen ganz oben ist es ihnen egal. Hauptache ihre Karriere geht auf. Unser Erfolg basiert doch nicht aufgrund des dualen Bildungssystems. Wir sind deshalb erfolgreich, weil unsere Wirtschaft durch das Preisgefälle günstig und nahezu unbegrenzt die top Fachkräfte importieren kann, also praktisch das komplette Wissen ganz ohne Aufwand und Kosten.* Das gibt mir zu denken, dass wir in MINT Berufen wenig bis keine eigenen Kräfte in den Top-Positionen mehr haben. Das hat ja nun auch der Biswanger realisiert.
Ist wie beim Fussball. Wenn nur ausländische Talente berückdichtigt werden für die erste Mannschaft , so geht der eigene Nachwuchs vor die Hunde. Wer hat dann noch Bock aufs weitermachen? Übrig bleiben die schlecht bezahlten Jobs ausserhalb von Roche, Novartis, UBS etc.
Wer investiert dann noch viel Energie und Aufwand in einen schlecht bezahlten MINT-Job in einem KMU irgendwo in der Pampa?

Ich "durfte" schon sehr viele Erfahrungen in untersch. Betrieben mit untersch. Grösse sammeln aufgrund von Eigeninitiative oder auch durch Restrukturierungen, Übernahmen, Fusionen, Outsourcing, Verkauf, Insolvenz, McKinsey und ich weiss wovon ich schreibe. Aber okay, vielleicht geht das nur in meiner Brancheb so turbulent zu und her.

Ein weiterer Punkt ist die Altersdikriminierung. Dieses Wort existiert bei der SP nicht. Es ist aber erwiesen, dass sich unter den Arbeitslosen ziemlich viele 50+ befinden. Das ist nur Dank der Zuwanderung möglich dieser unwürdige Umgang mit dieser Altersgruppe, da sie auf die alten Säcke nicht mehr angewiesen sind. Was wird dafür unternommen, dass Leute, die ihr Leben lang schuldenfrei gelebt und gearbeitet haben, würdevoll in Pension gehen können? Das wäre Stoff, der auch SVP Wähler gegen ihre Partei aufbringen würde.

Lohndumping bekämpfen durch Massnahmen. Wie die aussehen könnten, das herauszufinden ist ihr Job. Initiativen aufgleisen. Abstimmungen gewinnen. Falls wir dadurch Unternehmen verlieren sollten, wäre das nicht weiter schlimm und würde zugleich die Zuwanderung eindämmen.

* Nachtrag: und natürlich tiefe Unternehmenssteuern.
Zuletzt geändert von Aficionado am 19.05.2026, 21:18, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von footbâle »

Aficionado hat geschrieben: 19.05.2026, 20:52
Ein weiterer Punkt ist die Altersdikriminierung. Dieses Wort existiert bei der SP nicht. Es ist aber erwiesen, dass sich unter den Arbeitslosen ziemlich viele 50+ befinden. Das ist nur Dank der Zuwanderung möglich dieser unwürdige Umgang mit dieser Altersgruppe, da sie auf die alten Säcke nicht mehr angewiesen sind. Was wird dafür unternommen, dass Leute, die ihr Leben lang schuldenfrei gelebt und gearbeitet haben, würdevoll in Pension gehen können? Das wäre Stoff, der auch SVP Wähler gegen ihre Partei aufbringen würde.
Für mich in der Summe ein guter Beitrag, über den man sich endlos austauschen könnte. Bzgl. Haltung der SPS zur Altersdiskriminierung besteht aber Korrekturbedarf. Die haben das schon lange erkannt und thematisiert:
Notwendiger Schritt für ältere Arbeitnehmende - SP Schweiz
 

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Somnium »

Meines Wissens hatte die SP auch zusammen mit der GPS noch nie eine Mehrheit im Bundesparlament oder Bundesrat.

Und doch immer als Argument:
- Die Linken
- Die SP
- Die Grünen
- Eine Kombo davon
- Gegen das Establishment
- Gegen die da oben

Und die SVP so, seit gefühlt fast 70 Jahren…

- Die Ausländer

Die Nein!-Sager-Partei sagt Ja:

- Kopftuch/Burka(!)-Verbot
- Minarettverbot
- Masseneinwanderungsinitiative
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Somnium »

Ab Minute 5 wird das Reel von Gousset dann so richtig relevant.

Wer danach weiterhin bereit ist ein Ja abzugeben…dem ist nicht mehr zu helfen.
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Aficionado »

footbâle hat geschrieben: 19.05.2026, 21:08
Aficionado hat geschrieben: 19.05.2026, 20:52
Ein weiterer Punkt ist die Altersdikriminierung. Dieses Wort existiert bei der SP nicht. Es ist aber erwiesen, dass sich unter den Arbeitslosen ziemlich viele 50+ befinden. Das ist nur Dank der Zuwanderung möglich dieser unwürdige Umgang mit dieser Altersgruppe, da sie auf die alten Säcke nicht mehr angewiesen sind. Was wird dafür unternommen, dass Leute, die ihr Leben lang schuldenfrei gelebt und gearbeitet haben, würdevoll in Pension gehen können? Das wäre Stoff, der auch SVP Wähler gegen ihre Partei aufbringen würde.
Für mich in der Summe ein guter Beitrag, über den man sich endlos austauschen könnte. Bzgl. Haltung der SPS zur Altersdiskriminierung besteht aber Korrekturbedarf. Die haben das schon lange erkannt und thematisiert:
Notwendiger Schritt für ältere Arbeitnehmende - SP Schweiz
 

Danke dir.
Aber im Kontext der Zuwanderung habe ich dieses “Eingeständnis“ noch nie gehört. Immer die gleiche wahre Gschicht: Fachkräftemangel in der Pflege, wir brauchen Wachstum für unseren Wohlstand. Warum brauchen wir Wachstum, das nur mit personellem Wachstum erzielt werden kann?
Es brauche mehr AHV Einzahler. Hahaha und die Einzahler altern nicht? :D

Herr Wermuth könnte mir das sicher erklären aber er macht es nicht.

Ich konnte die Arena nicht zu Ende schauen. Wurde mir nach den üblichen Floskeln zu anstrengend für mein Gemüt.

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Aficionado »

@ Somnium
Warum kommst du dauernd mit der SVP und dieser Initiative? Das könnte die SP in unserem System doch auch tun? Abstimmungen betr. Arbeitnehmerschaft des Mitteldtandes haben gute Chancen. Aber sie befürchten wohl ebenfalls einen Wirtschaftseinbruch.
Oder aber sind Zuwander-Skeptiker aus ihrer Sicht Rassisten oder zumindest Fremdenfeindlich. Ich bin aber nicht auf meinen Chef oder Kollegen wütend. Mir geht es auch nicht um die Asylsuchenden. Wir haben Gesetze und halten uns an Konventionen.
An wen richtet sich also deine Parolen? Doch nicht etwa an mich? :D
Ich werde mich allerhöchstens enthalten.

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von footbâle »

Somnium hat geschrieben: 19.05.2026, 21:29 Meines Wissens hatte die SP auch zusammen mit der GPS noch nie eine Mehrheit im Bundesparlament oder Bundesrat.

Und doch immer als Argument:
- Die Linken
- Die SP
- Die Grünen
- Eine Kombo davon
- Gegen das Establishment
- Gegen die da oben
Das ist etwas, was mich unglaublich irritiert, wenn ich die Leserkommentare in den gängigen Online Medien lese. Watson ist OK, aber auf 20' und Blick schreiben 90% SVP Wähler, die keinen fehlerfreien Satz verfassen können und gleichzeitig über sehr viel freie Zeit zu verfügen scheinen, um ihren Unsinn abzusondern. Da kann sich jeder selber seinen Reim drauf machen, ob die wirklich zu den Stützen der Gesellschaft gehören. Wenig Bildung und viel Freizeit? Das muss man nicht weiter ausführen.
Aber der Punkt ist: In jedem Beitrag wird alles, was aus deren Sicht schief läuft in der CH, pauschal 'Linken und Grünen' untergejubelt. Wir haben und hatten aber nie - wie du schreibst - eine linksgrüne Regierung und auch keine linksgrün dominierten Kammern im Parlament. Der Grundtenor ist: Der Bevölkerung geht es schlecht, weil Parlament und Regierung unser ganzes Geld immer ins Ausland schicken. Immer, alles. Entwicklungshilfe, EU Kohäsion,.. alles unnötig. Ausländer in der Schweiz sind Parasiten, die unsere Sozialwerke plündern und sich dabei einen Ast ab lachen. Die arbeiten nix, leisten sich aber 5 Kinder und dicke Autos. Demographie gibt es genau so wenig wie Klimawandel. Alles von A-Z von den Linksgrünen erfunden, die bekanntlich das Land regieren. Da kommt mir die Galle hoch.
Wachstum begrenzen ist als Idee gerade en vogue. Man muss nur verstehen, dass damit auch Wohlstand gefährdet wird. Dazu sagen auch noch viele ja, bis es um den eigenen Wohlstand geht. Dort wird dann das Eis dünner. Wenn der Müllmann nicht mehr kommt, die Pflegekraft fehlt, der Maurer, Gipser, Maler sowieso, und wenn die Kneipe dicht macht, weil sie kein Personal mehr kriegen.
Ich kann mir trotz aller Umfragen nicht vorstellen, dass sowas gewollt ist und angenommen wird. 
 

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Somnium »

Ich komme nicht dauernd mit dieser Initiative. Aber ich bin der Meinung, dass sie dumm, schädlich, brandgefährlich und einfach dumm ist. Dass sie dann auch noch den u30 die Zukunft komplett kaputtet, dumm in diesem Kontext nur Hilfsausdruck.

Gousset (Jhg. 1997) hat das in knapp 10 Minuten argumentativ dermassen präzise und sauber zerpflückt, man müsste dem Mann einen Job im SF geben. Weil was die Arena seit dreissig Jahren macht, ist nicht politische Meinungsbildung, sondern: Sie gibt der Politik einen Verstärker für Populismus. Brot und Spiele quasi. Das ist immer ein Heimspiel für die Pol-Parteien. Wer am lautesten schreit und draufhaut, der gewinnt.

Da geht es nicht um Fakten, da geht es um Eitelkeit, Sensationen, Phrasen. Dinge, die sich nicht faktenchecken lassen. Die Arena ist im Prinzip ohne jede Relevanz. Eine Show. Polit-Zirkus Leutschenbach.

Realpolitik aber ist dann doch etwas komplexer. Mehr Skalpell, weniger Hellebarde. Fleissarbeit. Details. John Grisham hat das mal in einem knapp fünfhundertseitigen Buch in einem einzigen Abschnitt erklärt, wie Politik in einer Demokratie funktioniert. Spoiler: Mit Netzwerken.

(FCK) Grisham war von 1983-1990 für Demokraten Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Mississippi. Er sieht in der starken Polarisierung der Gesellschaft eine existenzielle Bedrohung für demokratische Normen und kritisiert, dass Wahlen und demokratische Prozesse zunehmend als "Krieg" statt als politischer Wettstreit betrachtet werden.

(SVP) Grisham sieht im Lobbyismus und den Budgets, die diesen Interessensgruppen / Politikern zur Verfügung stehen, eine Kapitalisierung der Meinungsbildung! Das Vertrauen der Bürger in die Rechtsstaatlichkeit, die für ihn das Fundament der Demokratie bildet, werde so untergraben und ausgehöhlt. Weiter kritisiert er eine gesellschaftliche Entwicklung, in der politische Eliten und Großkonzerne die Interessen der einfachen Bevölkerung unterlaufen. Grisham appelliert an die individuelle Verantwortung der Bürger und fordert, dass Wähler sich aktiv engagieren, um demokratische Werte zu verteidigen.

Passt aus Gründen alles 1:1 auch auf die Schweiz!

(Transparenzhinweis: Die Abschnitte (FCK) (SVP) habe ich mit Unterstützung von KI (Google) geschrieben!)

Zum Schluss noch dies:




🦘
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Aficionado »

In der Arena gab es mal einen Faktencheck. Natürlich könnte man jede Aussage prüfen lasssen. Aber Prognosen sind halt heikel und können nicht als Fakten gewertet werden.
Aber diese ewigen Phrasen müsste man schon einmal auseinandernehmen. Brotz ist zwar bemüht, stellt aber leider zu selten die richtigen Fragen. Er hackt auch nicht nach und vesucht auch nie, die Teilnehmer so richtig aufs Glatteis zu führen. Dabei wäre das so einfach. Dieser hardcore-neoliberale Wasserfallen ist auch so ein Phrasendrescher. Hat der von Wirtschaft überhaupt Ahnung oder plappert er einfach die Vorgaben seiner zahlenden Klienten aus der Wirtschaft nach?

Jeder der abstimmen und wählen geht und sich etwas mit den Themen auseinandersetzt beteiligt sich doch sogar aktiv an der Demokratie? In der Schweiz besonders intensiv im int. Vergleich. Wir haben bald soviele Abstimmungen, dass die Zeit für langes recherchieren schlicht fehlt.
Aus SP strategischer Sicht wäre eine Annahme der Initiative gar nicht 'mal so schlecht. Sie prognostizieren ja das totale Chaos bei Annahme. Davon würden sie bestimmt am meisten profitieren.

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SubComandante
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von SubComandante »

footbâle hat geschrieben: 19.05.2026, 23:22 Wachstum begrenzen ist als Idee gerade en vogue. Man muss nur verstehen, dass damit auch Wohlstand gefährdet wird. Dazu sagen auch noch viele ja, bis es um den eigenen Wohlstand geht. Dort wird dann das Eis dünner. Wenn der Müllmann nicht mehr kommt, die Pflegekraft fehlt, der Maurer, Gipser, Maler sowieso, und wenn die Kneipe dicht macht, weil sie kein Personal mehr kriegen.
Ich kann mir trotz aller Umfragen nicht vorstellen, dass sowas gewollt ist und angenommen wird. 
Die andere Seite der Medaille: jeder neue Mitarbeiter aus dem Ausland braucht wieder Coiffeur, Arzt, Koksn..., Supermarkt.

Wenn wir Wachstum wollen, dann muss die Politik auch so handeln, dass am Schluss nicht gentrifizierungsbedingt keine zahlbare Miete ausserhalb eines Kellerverliesses in Zürich mehr möglich ist. Es muss gebaut werden. Es hätte schon längst getan werden müssen.

Man wird mit der 10 Mio. Initiative kein einziges Problem lösen können. Ausser man sieht Schengen als Problem. Und darum geht es doch am Ende des Tages.

Ewiges Wachstum wird es in einigen Branchen bald nicht mehr geben. Pharma geht immer. Ausser in Indien wird es so heiss, dass die ganzen Fabriken stillgelegt werden müssen. Dann haben wir immer noch gute, neue Medikamente. Aber niemand mehr, der sie produzieren wird.

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Aficionado »

SubComandante hat geschrieben: 20.05.2026, 17:00
footbâle hat geschrieben: 19.05.2026, 23:22 Wachstum begrenzen ist als Idee gerade en vogue. Man muss nur verstehen, dass damit auch Wohlstand gefährdet wird. Dazu sagen auch noch viele ja, bis es um den eigenen Wohlstand geht. Dort wird dann das Eis dünner. Wenn der Müllmann nicht mehr kommt, die Pflegekraft fehlt, der Maurer, Gipser, Maler sowieso, und wenn die Kneipe dicht macht, weil sie kein Personal mehr kriegen.
Ich kann mir trotz aller Umfragen nicht vorstellen, dass sowas gewollt ist und angenommen wird. 
Die andere Seite der Medaille: jeder neue Mitarbeiter aus dem Ausland braucht wieder Coiffeur, Arzt, Koksn..., Supermarkt.

Wenn wir Wachstum wollen, dann muss die Politik auch so handeln, dass am Schluss nicht gentrifizierungsbedingt keine zahlbare Miete ausserhalb eines Kellerverliesses in Zürich mehr möglich ist. Es muss gebaut werden. Es hätte schon längst getan werden müssen.

Man wird mit der 10 Mio. Initiative kein einziges Problem lösen können. Ausser man sieht Schengen als Problem. Und darum geht es doch am Ende des Tages.

Ewiges Wachstum wird es in einigen Branchen bald nicht mehr geben. Pharma geht immer. Ausser in Indien wird es so heiss, dass die ganzen Fabriken stillgelegt werden müssen. Dann haben wir immer noch gute, neue Medikamente. Aber niemand mehr, der sie produzieren wird.

studie-zeigt-zuercher-hochhaeuser-werden-fuer-gutverdienende-gebaut

https://tsri.ch/a/zkb-studie-zeigt-zuer ... nde-gebaut

Auf die Gentrifizierung bin ich noch gar nicht eingegangen. Danke!

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Aficionado »

Aber hey, ALLE profitieren sie von der Zuwanderung.

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Somnium
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Somnium »

CDU. Eine Partei wie ein extrem bildschirmdominierender und permanenter Glitch…tja:

https://www.instagram.com/reel/DYpX0HRIMiA/?igsh=
„Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."

Tief im Herzen wartet jeder auf das Ende der Welt. (Haruki Murakami)

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Somnium »

„Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."

Tief im Herzen wartet jeder auf das Ende der Welt. (Haruki Murakami)

Basler Beobachter
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Basler Beobachter »

footbâle hat geschrieben: 19.05.2026, 23:22 Wenn der Müllmann nicht mehr kommt, die Pflegekraft fehlt, der Maurer, Gipser, Maler sowieso, und wenn die Kneipe dicht macht, weil sie kein Personal mehr kriegen.
Ich kann mir trotz aller Umfragen nicht vorstellen, dass sowas gewollt ist und angenommen wird. 
Es ist unbestritten so wie du es schreibst. Dann müssten die Einheimischen eben diese Jobs selber machen. 
Wäre noch interessant zu wissen, wie die Japaner dieses Problem lösen (oder gelöst haben). Und nun auch die Chinesen, denn auch bei ihnen nimmt die Bevölkerungsanzahl jährlich ab. 

Andererseits gilt es zu bedenken, dass die Wirtschaft und damit das durchschnittliche Wohlergehen der Menschen in einem Land nur damit aufrecht erhalten bleibt, indem die Bevölkerungszahl Jahr für Jahr um etwa 1 % ansteigt. Brauchen dies Migros, Coop und Konsorten für immer und ewig?

Paradox an dieser 10-Mio-Abstimmung ist, dass die SVP mit Argumenten kommt, die üblicherweise von den Linken gebracht werden. Und die Linken machen es umgekehrt und sorgen sich um das Florieren der Wirtschaft. Grundsätzlich stimmt beides. Die Deckelung bei 10 Millionen macht es viel schwieriger, Fachleute zu bekommen. Und ein ewiger Bevölkerungsüberschuss strapaziert ewig die natürlichen Ressourcen, denn der Wasser- und Energieverbrauch wird steigen, und noch mehr Natur wird zubetoniert. 
 

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von OutLander »

Aficionado hat geschrieben: 20.05.2026, 17:36
SubComandante hat geschrieben: 20.05.2026, 17:00
footbâle hat geschrieben: 19.05.2026, 23:22 Wachstum begrenzen ist als Idee gerade en vogue. Man muss nur verstehen, dass damit auch Wohlstand gefährdet wird. Dazu sagen auch noch viele ja, bis es um den eigenen Wohlstand geht. Dort wird dann das Eis dünner. Wenn der Müllmann nicht mehr kommt, die Pflegekraft fehlt, der Maurer, Gipser, Maler sowieso, und wenn die Kneipe dicht macht, weil sie kein Personal mehr kriegen.
Ich kann mir trotz aller Umfragen nicht vorstellen, dass sowas gewollt ist und angenommen wird. 
Die andere Seite der Medaille: jeder neue Mitarbeiter aus dem Ausland braucht wieder Coiffeur, Arzt, Koksn..., Supermarkt.

Wenn wir Wachstum wollen, dann muss die Politik auch so handeln, dass am Schluss nicht gentrifizierungsbedingt keine zahlbare Miete ausserhalb eines Kellerverliesses in Zürich mehr möglich ist. Es muss gebaut werden. Es hätte schon längst getan werden müssen.

Man wird mit der 10 Mio. Initiative kein einziges Problem lösen können. Ausser man sieht Schengen als Problem. Und darum geht es doch am Ende des Tages.

Ewiges Wachstum wird es in einigen Branchen bald nicht mehr geben. Pharma geht immer. Ausser in Indien wird es so heiss, dass die ganzen Fabriken stillgelegt werden müssen. Dann haben wir immer noch gute, neue Medikamente. Aber niemand mehr, der sie produzieren wird.

studie-zeigt-zuercher-hochhaeuser-werden-fuer-gutverdienende-gebaut

https://tsri.ch/a/zkb-studie-zeigt-zuer ... nde-gebaut

Auf die Gentrifizierung bin ich noch gar nicht eingegangen. Danke!

Die wollen mir doch nicht etwa erzählen, dass z.B. die Wohnungen in den Dübendorfer Türmen (Dübai) mit einem Kaufpreis zwischen 2.0 und 12.0 Mio. nicht für den Schweizer Durchschnittsverdiener gebaut wurden?!

 

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Taratonga
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Taratonga »

Der CSU-Ehrenvorsitzende und langjährige Parteichef Horst Seehofer sieht die Bundesregierung in der Verantwortung für hohe AfD-Werte in Sachsen-Anhalt.

„Die 41 Prozent für die AfD dort in einer Umfrage hat die Bundesregierung zu verantworten“, sagte er in einem Doppel-Interview des „SZ-Magazins“ mit dem Linken-Politiker Gregor Gysi. „Das, was die Sachsen-Anhaltiner jetzt erleben, hat seine Quelle in Berlin. Ich war Heimatminister in der Bundesregierung. Der Sinn einer wirksamen Heimatpolitik ist, vor Ort die Strukturen so zu verändern, von Schulen über die Arbeitsplätze bis hin zu den Krankenhäusern, dass die Menschen in ihrer Heimat bleiben. Da geschieht derzeit zu wenig“, so Seehofer.

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Somnium »

„Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."

Tief im Herzen wartet jeder auf das Ende der Welt. (Haruki Murakami)

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SubComandante
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von SubComandante »

Taratonga hat geschrieben: 28.05.2026, 18:51 Der CSU-Ehrenvorsitzende und langjährige Parteichef Horst Seehofer sieht die Bundesregierung in der Verantwortung für hohe AfD-Werte in Sachsen-Anhalt.

„Die 41 Prozent für die AfD dort in einer Umfrage hat die Bundesregierung zu verantworten“, sagte er in einem Doppel-Interview des „SZ-Magazins“ mit dem Linken-Politiker Gregor Gysi. „Das, was die Sachsen-Anhaltiner jetzt erleben, hat seine Quelle in Berlin. Ich war Heimatminister in der Bundesregierung. Der Sinn einer wirksamen Heimatpolitik ist, vor Ort die Strukturen so zu verändern, von Schulen über die Arbeitsplätze bis hin zu den Krankenhäusern, dass die Menschen in ihrer Heimat bleiben. Da geschieht derzeit zu wenig“, so Seehofer.
Wenn ein Horst Seehofer sowas sagt merkt man erst, wie weit im "sollen sie halt Kuchen essen" Modus die aktuelle Bundesregierung sich befindet. Horst Seehofer.

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