Pro Sportchef bim FCB hat geschrieben: 11.09.2025, 23:49BSL>ZRH hat geschrieben: 11.09.2025, 20:43 Konflikt-Bewältigung ist nicht mehr eine Stärke der Gesellschaft. Sowohl Links wie Rechts dulden keine andere Meinung mehr. Das sieht man sowohl bei der Cancel-Culture, bei den Massnahmen der Trump Administration, an den Universitäten, im privaten, in den Medien usw.
Darf ich dir mal ein paar ernstgemeinte Fragen stellen?
Müssen wir jede erdenkliche Meinung akzeptieren? Uneingeschränkt und ohne jegliche Reaktion?
Wenn jemand ernstgemeint sagt "Frauen gehören an den Herd, sollen nicht arbeiten und eigentlich auch nicht abstimmen" oder "Transgender/Schwule sind keine Menschen" oder "Basler sind eh alle kriminell und wollen nicht arbeiten, wir sollten alle mit Bürgerort Basel ausschaffen", dann müssen wir dies akzeptieren und dürfen nicht darauf reagieren?
Gibt es für dich einen Unterschied zwischen Reaktion und Cancel-Culture, bzw wo ziehst du die Grenze? Warum gilt es nicht genauso als Meinungsfreiheit wenn jemand seine Meinung zu einer anderen Meinung ausdrückt? Oder Konsequenzen daraus zieht und eine Firma oder Person ganz einfach meidet?
Einfache Faustregel, konnte man Mitte 1970 bis Ende 1980 eine entsprechende Aussage / Meinung äussern ohne dafür strafrechtlich belangt zu werden, oder ohne dass man zu jener Zeit als sehr extrem galt, so ist es eine unproblematische Aussage. Frauen gehören an den Herd und Basler Ausschaffen sind völlig unproblematische Meinungen, auch wenn es extreme Minderheitsmeinungen sind. Genau gleich wie Meinungen von extremen Feministinnen, dass es keine Männer braucht. Das irgendwelche Menschen keine Menschen sind, dass war auch schon 1970 im Mainstream problematisch.
Private können machen was sie wollen. Jedoch sollten Personen nicht aufgrund von politischen Meinungen entlassen oder benachteiligt werden, ausser es beeinflusst die Arbeit direkt z.B. sich als Weisser weigern Afroamerikaner zu bedienen, keine LGBTQ Kunden bedienen oder diese Abschätzig behandeln, Demokraten und Linke schlecht behandeln oder man hat keine Beherrschung.
In den öffentlich-rechtlichen Medien müssen alle Meinungen einen Platz haben das zu gleichen Teilen, Inkl. AFD. Die Bürger sollen sich ihre eigene Meinung bilden aufgrund der getätigten Aussagen. Man sollte vertrauen in die Menschen haben und sie nicht bevormunden. Auf Social Media müssen ebenfalls alle nicht strafrechtlich relevanten Meinungen zugelassen werden inkl. Ausländer Raus. Ein gutes Beispiel für mediale Überreaktion und Cancel Culture war die Reaktionen nach dem bekannten Sylt Video. Ausser der Typ mit dem Hitlerbart hat keiner diese Reaktion verdient. Man kann die Sylt-Typen gerne als Idioten oder Wixxer bezeichnen und sagen, dass sie falsch liegen, aber Entlassungen, Uni-Rauswurf usw sind ein absolutes No-Go. Politik muss wieder zur Nebensache werden.