Ich, auch Secondo, finde Stolz im Zusammenhang mit Herkunft/ Wurzeln zum Kotzen!!!Aficionado hat geschrieben: 29.09.2026, 15:27Lalo86 hat geschrieben: 28.09.2026, 11:50Kurtinator hat geschrieben: 28.09.2026, 11:38
Habe auch Migrationshintergrund, bin Papierlischweizer und Doppelbürger aber mir geht dieses "Stolz sein auf sein Geburtsland" so dermassen auf den Sack. Man schenkt dem einfach zu viel Gewicht. Gefühlt in jedem zweiten Interview müssen sich einige unserer Nationalspieler zu diesem Thema äussern. Was macht einen dann genau Stolz auf seine Geburtsnation?![]()
Stolz ist das falsche Wort aber Schweizer tragen ja auch gerne ON Schuhe und sind stolz auf ihre eigenen Erfindungen, Sportler usw.
Schlussendlich möchte man ja auch irgendwo dazugehören. Als Secondo ist man dadurch noch etwas gespalten, weil man oft von beiden Seiten nicht so richtig akzeptiert wird
Autsch. Das machen nur die Hypster in meiner Bude. Aber die fahren auch Tesla. Das ist noch viel schlimmer.
Sonst kenne ich niemanden der on trägt.
Ein Zusammengehörigkeitsgefühls ist doch nicht Stolz. Stolz in meinen Augen ist, wenn jemand mich herabwürdigen will und ich trotzdem mein Selbstwertgefühl bewahre im Sinn von "ich weiss wer ich bin und was ich kann" (und nicht im Sinn von "was guckst Du- und draufhauen".)
Das Dazugehören ist absolut nachvollziehbar, jeder will Teil sein von etwas Grösserem, sprich bedeutenden. Sei es Hells Angels, Fussballverein, Schwingerklub, Forumsschreiber oder so. Aber Nationalität ist so was von weit weg für mich. Ich schätze mich glücklich, haben meine Eltern in der Schweiz für mich ein neues Zuhause gefunden. Wieso soll ich als Secondo der alten Heimat nachtrauern? Diese Verklärung der 2. Heimat ist doch nur ein Produkt des Umfeldes. Meistens hat die 1. Generation ein gespaltenes Verhältnis zur neuen Heimat, aber wieso soll man den eigenen Kindern bis zum Erbrechen eintrichtern, die Herkunft nicht zu vergessen. ICH VERSTEHE DAS NICHT!
Aber eh falscher Faden....