fcbblog.ch hat geschrieben: 29.08.2026, 10:12
Wer denkt, dass es ohne Uefa besser wäre für kleinere Ligen macht sich was vor. Am Ende hat auch nicht die Uefa zu den heutigen Auswüchsen und Super Teams geführt, sondern v.a. der europäische Gerichtshof, mit der Aufhebung der Ausländerbeschränkung europaweit.
Die Uefa setzt sich sehr stark auch für die kleineren Ligen und finanziellen Ausgleich ein. Sind eher die gierigen und zu teuren Megaclubs die immer mehr vom Kuchen wollen.
Ja sicher, wer kennt sie nicht, die Philanthropen und Fussballromantiker in der UEFA.
Ja, die Megaclubs sind natürlich ein grosser Teil des Problems, aber um auch hier nochmals den Vergleich in die Privatwirtschaft zu machen: Die grossen Multis bewegen sich im Rahmen der Gesetzgebung. Und wenn die gesetzgebende Instanz nicht gewillt ist, sich gegen extreme Auswüchse zu wehren oder noch schlimmer sich in bester korrupter Manier von den Multis kaufen lässt, dann kannst du noch lange über die Multis jammern, aber das System hat dann einfach versagt.
Und so läuft es auch bei der UEFA, welche sich in Geiselhaft der grossen Ligen und Clubs hat nehmen lassen. Fast 60% der Einnahmen aus den europäischen Wettbewerben geht an die Top 5 Ligen. Und das ist nicht nur wegen der Performance-Prämien so, sondern als Ausgleich, wegen des Werts, den die Top 5 Ligen in die europäischen Wettbewerbe bringen.
Die restlichen gut 40% dürfen sich dann die anderen 50 Verbände unter sich aufteilen.
Im Schnitt erhalten somit also die Top 5 Ligen je ca. 10% und die anderen 50 Verbände je knapp 1% inklusive Solidaritätszahlungen. Abgesehen davon, dass schon über die jeweiligen nationalen Ligen das Ungleichgewicht immer grösser wird, trägt auch die UEFA mit ihren Wettbewerben dazu bei, dass die Lücke in der Tendenz grösser wird. Wenn das für dich "sehr starker Einsatz für finanziellen Ausgleich" ist, dann gute Nacht. Und ja, dass es noch schlimmer als die UEFA geht, beweist der Walliser Glatzkopf, aber das kann ja nicht der Massstab sein.