Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

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Goldust
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von Goldust »

Es wirkt, als würden David Degen und Co. am FC Basel der Zukunft bastelnRotblau installiert eine Clublegende als Ansprechpartner für Staff und Spieler – aber vorerst nur bis September. Ein klarer Plan liest sich anders.
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Oliver Gut
Publiziert: 28.05.2026, 17:57
Wer das Communiqué zu Valentin Stocker studiert, der fragt sich, wann diesem FC Basel die Worte ausgehen, um eine sportliche Führungsaufgabe zu beschreiben. Vormals Mitglied der Sportkommission und gleichzeitig irgendwie in Ausbildung, ist die FCB-Spielerlegende ab sofort weder Sportdirektor noch Kaderplaner oder Teambetreuer. Sondern darf sich Sportlicher Leiter 1. Mannschaft nennen. Und sie darf das weder «ad interim» noch «bis auf weiteres», sondern «kommissarisch» tun, wie es in der Mitteilung heisst.
Es bedeutet nichts anderes als die beiden zuvor genannten Begriffe: Stocker wird diese Aufgabe, die gleichzeitig als Ansprechpartner für Trainer, Staff und Spieler wie auch als Quasi-Co-Chef an der Seite des neuen Technischen Direktors Andreas Herrmann beschrieben wird, vorerst nur bis zum Ende des Transferfensters (Deadline 8. September) ausüben. Dann schaut man gemeinsam, wie es weitergehen soll.
Beim Basler Anhang mag dies gut ankommen, weil Stocker stets die Herzen der Fans zuflogen. Doch ein klarer Plan liest sich anders. Ob es die Clubführung um David Degen oder Valentin Stocker oder beide Seiten sind, die das so wollten: Zumindest einer Partei scheint es an Überzeugung und Commitment zu fehlen. Was in Verbindung mit dem, was vorher gewesen ist, nicht als Ausdruck von Professionalität beschrieben werden kann.
Der Club hat beim Abgang von Sportdirektor Daniel Stucki kommuniziert, dass dieser längere Zeit bekannt gewesen sei – offenbar bereits seit dem intern umstrittenen Adjetey-Transfer Anfang Februar. Nun ist Ende Mai – und der FC Basel kann nicht mehr präsentieren als eine Zwischenlösung, wenn es um die neue sportliche Führung geht. All das, während zwar das halbe Kader und der halbe Staff ausgewechselt werden sollen, aber ausser Marwin Hitz noch kein Ab- oder Zugang kommuniziert wurde.
Wie das wirkt? Statt etwas Solides von Bestand zu bauen, basteln David Degen und Co. vielmehr an der Zukunft des Kerns des Clubs.
Dass der Schein trügt, ist möglich. So, wie es möglich ist, dass sich Stocker trotz eines überschaubar gefüllten Rucksacks – er war Spieler und FCB-Captain, wirkte zweieinhalb Jahre in der Sportkommission mit und absolvierte eine Sportmanagement-Ausbildung – aufgrund seines Charakters und natürlicher Fähigkeiten als Glücksgriff für Rotblau erweist. So, dass er zu einem starken Mann im Club heranwächst.
Der starke Mann im Sportbereich der Gegenwart ist aber nur einer: David Degen. Und um ihn herum wirkt alles weiterhin wie im Schwebezustand. Ein Sportlicher Leiter mit befristeter Tätigkeit passt da perfekt ins Bild.

Schatschiri
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von Schatschiri »

imoht_1893 hat geschrieben: 29.05.2026, 07:11
Schatschiri hat geschrieben: 29.05.2026, 01:04
battlefield hat geschrieben: 28.05.2026, 23:52

Du schreibst es ja selbst.. Er ist für Scouting (also das suchen der Spieler), für Recruiting (also die Rekrutierung, was Sichtung und Gespräche beinhaltet), für die (Vertrags)Verhandlungen, für die Arbeit mit den Agenten der jeweiligen Kandidaten usw. verantworlich. Ich weiss echt nicht wie deutlich man noch sein sollte.

Unter strategischer Kaderplanung verstehe ich hald was anderes als die genannten Punkte. Nämlich auf welche Formation holen wir Spieler, was für Spielertypen, Profile, Alterszusammenstellung, wann schmeissen wir einen Trainer, welche Trainer passen zu uns usw. Die beschriebenen Aktionen sind dann eher Ausführende nachdem man diese Dinge entschieden hat. Und diese Rolle wurde bisher so nicht definiert und das ist für mich eigentlich die zentrale Aufgabe eines Sportchefs.
Wieso so ein Drama? Wir brauchen in dieser Konstellation keinen Sportchef wie dies Stucki war. Dabei ist völlig klar definiert, welche Aufgaben Vale und welche Aufgaben Hermann haben. Beide müssen aber sehr nah miteinander arbeiten.
Die ausführende Instanz was Transfers, Vertragsverhandlungen etc angeht, ist ganz klar Hermann. Vale wird intern das Bindeglied des Vereins sein. Wer dies anhand von den zwei veröffentlichten Texten nicht verstehen will, macht dies doch extra und probiert einfach wieder, alles in den Dreck zu ziehen

So wie etwa als ich letzten Sommer und Winter die Kaderplanung kritisiert habe und dann von Leuten wie dir als zu negativ bezeichnet wurde? Mittlerweile ist das ja hier Konsens. Immer bei jeder Kritik an der Sache von in den Dreck ziehen zu reden ist doch lächerlich wenn am Ende leider viele dieser Dinge eintreffen.

Ich würde ja gerne was Positives schreiben, aber aktuell gibts da wenig Anlass dazu. Degen wird wie es Gut sagt der starke Mann sein. Die Hoffnung ist, dass er aus den Fehlern gelernt hat, das traue ich ihm auch durchaus zu, da ich ihn grundsätzlich schon als reflektiert wahrnehme. Am Ende bleibt es aber auch eine Frage des Porte-Monnaies. Auch von den beiden von ManUnited erhoffe ich mir viel und hoffe und denke, dass sie einen etwas besseren Riecher als die bisherigen Leute haben werden. Gerade im Datenbereich können sie von Man United vielleicht auch einiges mitbringen. In England wird dort in diesem Bereich sehr gut gearbeitet und es gibt da viele Vereine die mit diesem Weg sehr gut fahren (Brighton, Brentford etc.)

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nobilissa
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von nobilissa »

Goldust hat geschrieben: 29.05.2026, 14:17 Es wirkt, als würden David Degen und Co. am FC Basel der Zukunft bastelnRotblau installiert eine Clublegende als Ansprechpartner für Staff und Spieler – aber vorerst nur bis September. Ein klarer Plan liest sich anders.
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Oliver Gut
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Natürlich glaube ich auch eher, dass sich Valentin Stocker Zeit geben will, um zu schauen, ob er der Aufgabe gewachsen ist oder ob das alles so funktioniert, wie er es sich vorstellt. Der macht die Dinge richtig oder gar nicht.
Rein hypothetisch könnte man aber auch jemanden am Haken haben, der sich erst ab Ende dieser Tansferperiode von was auch immer losreissen kann.

Lalo86
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von Lalo86 »

Aus der BZ von Celine Feller

Mit der Ernennung von Valentin Stocker zum «Sportlichen Leiter 1. Mannschaft» , wie ihn der FC Basel nennt, folgt der Klub einem Schema, das mit Besorgnis zur Kenntnis genommen wird: Schon wieder wird eine Führungskraft installiert, welche über wenig Erfahrung verfügt.
Stocker ist trotz abgeschlossener Uefa-Ausbildung als Executive Master for International Players ein Novize in diesem Job. Genauso wie Cheftrainer Stephan Lichtsteiner dies auf Profi-Niveau war, als er im Januar von Wettswil-Bonstetten geholt wurde. Gleiches gilt für Pascal Bader, den Lichtsteiner mitbrachte und der bis dato im Nachwuchs des FC Aarau amtete.
Auch der neue technische Leiter, Andreas Herrmann, der gemeinsam mit Stocker zumindest bis Anfang September das neue Sportchef-Duo bildet, war zwar Chefscout im Nachwuchs von Manchester United, aber noch nie hauptverantwortlich für die Kaderzusammenstellung eines Profiteams. Und auch der neue Co-Trainer Angelo Schirinzi, der Lichtsteiner mit seiner Erfahrung aus dem Beachsoccer helfen soll , ist auf dem Sand zwar eine weltweit anerkannte Koryphäe, auf dem Rasen jedoch reichlich unerprobt. Dazu wird es auch auf der Position des Athletiktrainers einen Wechsel geben.

Der Charakter und das Potenzial sind wichtiger als das CV

Für die gewagten Personalentscheide gibt es Gründe. David Degen und seine Mitstreiter werten das Potenzial der Neuen, das sie aufgrund ihres Charakters haben, höher als den Lebenslauf. Auch die Ernennung Stockers ergibt durchaus Sinn, wenn man dessen zukünftige Rolle genauer kennt.
Stocker wird zwar weiterhin Mitglied der Sportkommission bleiben und entsprechend seine Meinung zu Transfers einbringen. Aber – und dieses Aber ist wichtig – er wird im Tagesgeschäft nichts mit den Deals zu tun haben.
Keine Agentenanrufe, wenn er gerade die Zwillinge ins Bett bringen will. Keine Scoutingaufgaben auf den Rasenplätzen dieser Welt. Keine Verhandlungen. Denn all das, diese Verpflichtungen, sind Dinge, die zum Freigeist Stocker nicht passen. Zu sehr hat er schon immer und wird er auch in Zukunft seiner Unabhängigkeit frönen und seine Freizeit geniessen.
David Degen wird wieder mehr Verantwortung übernehmen

Dazu steht er auch offen. Im vereinseigenen Podcast sagte er im November 2025: «Wenn du FCB-Sportchef werden willst, bleibt megavieles auf der Strecke. Meine Familie und mein Umfeld haben während meiner Karriere lange auf mich als Person verzichtet.» Da diese Aussagen nach wie vor Bestand haben, ist beim FCB in Sachen Sportchef in Zukunft Aufgabenteilung angesagt.
Um die Zusammenstellung der ersten Mannschaft kümmern sich Herrmann und Präsident David Degen, der intern bereits klargemacht hat, dass er in Zukunft wieder stärker ins Tagesgeschäft eingreifen wird. Denn mit den Ergebnissen, als Degen beim FC Basel erst Heiko Vogel und später Daniel Stucki gewisse Freiheiten liess, war der FCB-Boss nicht zufrieden.
Seinen ehemaligen Teamkollegen und heutigen Präsidenten kennt Stocker gut, was ein Vorteil gegenüber dem 34-jährigen Hermann ist: Er kennt Degen und dessen fordernde und mitunter impulsive Art. Stocker weiss, worauf er sich einlässt. So wie er auch weiss, was die Werte des FC Basel sind. Mit seiner Art kann er sich mit Sicherheit in die Köpfe der Spieler denken, ihre Interessen transportieren und ernst nehmen. Das grosse Aber ist noch immer die zeitliche Komponente. Der FCB nennt es kommissarisch. Ein Begriff, der euphemistisch umschreibt, dass Stocker einfach mal schauen darf, ob ihm diese Rolle behagt. Das ist für ihn perfekt, vielleicht auch für den FCB selbst, weil er ihn dann nicht wieder zurückstufen muss, sollte es nicht funktionieren. Da jedoch erkannt wurde, dass es ein Bindeglied zwischen der Arbeit im Büro und der Arbeit am Ball benötigt, bedeutet dies konsequenterweise: Der FCB braucht auch dann jemanden für diese Stelle, wenn Stocker nach drei Monaten wirklich wieder in den Hintergrund tritt. Dann, wenn er gemerkt hat, dass sein Teilpensum doch eher das ist, was ihm behagt, als bei jedem Spiel und in den meisten Trainings vor Ort sein zu müssen.

Wenn Stocker nicht weitermacht, gibt es ein Problem

Dann müssen die Verantwortlichen in einer bereits laufenden Saison einen Ersatz suchen. Wie schwer es ist, für ein solches Stellenprofil eine Zusage zu erhalten, haben die diversen Absagen gezeigt, die der FCB auf der Suche nach einem Stucki-Nachfolger erhalten hat. Wenn tatsächlich wieder eine neue Person Stockers Aufgaben langfristig übernehmen sollte, beginnt ein neues Kennenlernen. Die Findungsphase, in welcher sich der FCB aktuell auf vielen Ebenen unweigerlich befindet, würde weiter andauern.
Das grosse Bild zeigt, dass der FC Basel mit Stockers neuer Rolle einen weiteren Turm auf eine Sandburg gesetzt hat, die bei einer zu grossen Welle weggeschwemmt wird. Weil sie in den Grundfesten nicht stark genug ist, weil vieles auf Hoffnung beruht. Auf Projektionen. Auf Projekten. Das kann gut gehen. Und vielleicht hat der FCB nach dieser vermaledeiten Saison auch nicht mehr viel zu verlieren.
Alles zu hinterfragen, wie Degen es angekündigt hat , ist wichtig und richtig. Denn dass vieles nicht gepasst hat, ist offenkundig. Das haben die Entscheidungsträger am Ende der Saison auch zugegeben. Es ist jedoch ein Wagnis, weiterhin und in grosser Zahl auf Novizen zu setzen, statt beispielsweise Lichtsteiner einen erfahrenen Assistenzcoach hinzustellen, den nichts aus der Ruhe bringen würde.

Lichtsteiners schwache Bilanz sollte sich schnell aufbessern

Lichtsteiner weist bisher einen Punkteschnitt von 1,05 aus 19 Spielen aus. Eine Bilanz, die den FCB direkt in die Abstiegsrunde führen würde, wenn sie sich nicht deutlich aufbessert. Die Ausgangslage ist heikel. Denn, neben den ganzen Umstrukturierungen im Staff und auf Führungsebene wird auch dem Kader ein neuer Anstrich verpasst. Hier ist bisher nur die Goalie-Frage geklärt. Jonas Omlin wird, wenn er den Medizincheck bestanden hat , die Nachfolge von Marwin Hitz antreten. Die Neubesetzungen im Sturmzentrum, auf den offensiven Flügeln, im zentralen Mittelfeld oder bei den Aussenverteidigern stehen noch an. Gut möglich, dass diese erst weit nach Saisonstart am 25. Juli passieren wird.
Lichtsteiner weiss, dass er trotz Jobgarantie von Degen nicht ewig Zeit haben wird. Das hat er selbst wenige Tage vor Ende der Saison zugegeben. Wenn die Resultate auch zu Saisonbeginn ausbleiben, wird es egal sein, wer alles auf seinem Posten gerade seine ersten Schritte macht. Dann wird auch ein Sandturm weggeschwemmt, auf den viele Hoffnungen gesetzt wurden.

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D4YW4LK3R
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von D4YW4LK3R »

nobilissa hat geschrieben: 29.05.2026, 19:32
Goldust hat geschrieben: 29.05.2026, 14:17 Es wirkt, als würden David Degen und Co. am FC Basel der Zukunft bastelnRotblau installiert eine Clublegende als Ansprechpartner für Staff und Spieler – aber vorerst nur bis September. Ein klarer Plan liest sich anders.
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Oliver Gut
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Natürlich glaube ich auch eher, dass sich Valentin Stocker Zeit geben will, um zu schauen, ob er der Aufgabe gewachsen ist oder ob das alles so funktioniert, wie er es sich vorstellt. Der macht die Dinge richtig oder gar nicht.
Rein hypothetisch könnte man aber auch jemanden am Haken haben, der sich erst ab Ende dieser Tansferperiode von was auch immer losreissen kann.

Oder erst nach der WM…. 🤔
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RotBlauStift
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von RotBlauStift »

Goldust hat geschrieben: 29.05.2026, 14:17 Es wirkt, als würden David Degen und Co. am FC Basel der Zukunft bastelnRotblau installiert eine Clublegende als Ansprechpartner für Staff und Spieler – aber vorerst nur bis September. Ein klarer Plan liest sich anders.
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Publiziert: 28.05.2026, 17:57
Wer das Communiqué zu Valentin Stocker studiert, der fragt sich, wann diesem FC Basel die Worte ausgehen, um eine sportliche Führungsaufgabe zu beschreiben. Vormals Mitglied der Sportkommission und gleichzeitig irgendwie in Ausbildung, ist die FCB-Spielerlegende ab sofort weder Sportdirektor noch Kaderplaner oder Teambetreuer. Sondern darf sich Sportlicher Leiter 1. Mannschaft nennen. Und sie darf das weder «ad interim» noch «bis auf weiteres», sondern «kommissarisch» tun, wie es in der Mitteilung heisst.
Es bedeutet nichts anderes als die beiden zuvor genannten Begriffe: Stocker wird diese Aufgabe, die gleichzeitig als Ansprechpartner für Trainer, Staff und Spieler wie auch als Quasi-Co-Chef an der Seite des neuen Technischen Direktors Andreas Herrmann beschrieben wird, vorerst nur bis zum Ende des Transferfensters (Deadline 8. September) ausüben. Dann schaut man gemeinsam, wie es weitergehen soll.
Beim Basler Anhang mag dies gut ankommen, weil Stocker stets die Herzen der Fans zuflogen. Doch ein klarer Plan liest sich anders. Ob es die Clubführung um David Degen oder Valentin Stocker oder beide Seiten sind, die das so wollten: Zumindest einer Partei scheint es an Überzeugung und Commitment zu fehlen. Was in Verbindung mit dem, was vorher gewesen ist, nicht als Ausdruck von Professionalität beschrieben werden kann.
Der Club hat beim Abgang von Sportdirektor Daniel Stucki kommuniziert, dass dieser längere Zeit bekannt gewesen sei – offenbar bereits seit dem intern umstrittenen Adjetey-Transfer Anfang Februar. Nun ist Ende Mai – und der FC Basel kann nicht mehr präsentieren als eine Zwischenlösung, wenn es um die neue sportliche Führung geht. All das, während zwar das halbe Kader und der halbe Staff ausgewechselt werden sollen, aber ausser Marwin Hitz noch kein Ab- oder Zugang kommuniziert wurde.
Wie das wirkt? Statt etwas Solides von Bestand zu bauen, basteln David Degen und Co. vielmehr an der Zukunft des Kerns des Clubs.
Dass der Schein trügt, ist möglich. So, wie es möglich ist, dass sich Stocker trotz eines überschaubar gefüllten Rucksacks – er war Spieler und FCB-Captain, wirkte zweieinhalb Jahre in der Sportkommission mit und absolvierte eine Sportmanagement-Ausbildung – aufgrund seines Charakters und natürlicher Fähigkeiten als Glücksgriff für Rotblau erweist. So, dass er zu einem starken Mann im Club heranwächst.
Der starke Mann im Sportbereich der Gegenwart ist aber nur einer: David Degen. Und um ihn herum wirkt alles weiterhin wie im Schwebezustand. Ein Sportlicher Leiter mit befristeter Tätigkeit passt da perfekt ins Bild.
Ich lese: Der langjährige Musterschüler macht sein Praktikum.

Das ist doch tiptop für alle Parteien. Vale wird seinen Wert unmittelbar einbringen und sich langsam an Grösseres herantasten, behaupte ich.

Sehr gerne kann er für mich auch gleich gleich das Offensivcoaching vom Leichtseicher übernehmen mit zwei einfachen Lektionen: 1) wann, wo und wie findet der letzte Pass statt. 2) Wie und weshalb man einen letzten Pass abschliesst und so zum letzten Pass macht.

Spass aufs Rad - Vale kann nur ein Gewinn sein.

Danke für den Post!
Lucas Giuven, NLB.

Elduderinho86
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von Elduderinho86 »

Goldust hat geschrieben: 29.05.2026, 14:17 Es wirkt, als würden David Degen und Co. am FC Basel der Zukunft bastelnRotblau installiert eine Clublegende als Ansprechpartner für Staff und Spieler – aber vorerst nur bis September. Ein klarer Plan liest sich anders.
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Oliver Gut
Publiziert: 28.05.2026, 17:57
Wer das Communiqué zu Valentin Stocker studiert, der fragt sich, wann diesem FC Basel die Worte ausgehen, um eine sportliche Führungsaufgabe zu beschreiben. Vormals Mitglied der Sportkommission und gleichzeitig irgendwie in Ausbildung, ist die FCB-Spielerlegende ab sofort weder Sportdirektor noch Kaderplaner oder Teambetreuer. Sondern darf sich Sportlicher Leiter 1. Mannschaft nennen. Und sie darf das weder «ad interim» noch «bis auf weiteres», sondern «kommissarisch» tun, wie es in der Mitteilung heisst.
Es bedeutet nichts anderes als die beiden zuvor genannten Begriffe: Stocker wird diese Aufgabe, die gleichzeitig als Ansprechpartner für Trainer, Staff und Spieler wie auch als Quasi-Co-Chef an der Seite des neuen Technischen Direktors Andreas Herrmann beschrieben wird, vorerst nur bis zum Ende des Transferfensters (Deadline 8. September) ausüben. Dann schaut man gemeinsam, wie es weitergehen soll.
Beim Basler Anhang mag dies gut ankommen, weil Stocker stets die Herzen der Fans zuflogen. Doch ein klarer Plan liest sich anders. Ob es die Clubführung um David Degen oder Valentin Stocker oder beide Seiten sind, die das so wollten: Zumindest einer Partei scheint es an Überzeugung und Commitment zu fehlen. Was in Verbindung mit dem, was vorher gewesen ist, nicht als Ausdruck von Professionalität beschrieben werden kann.
Der Club hat beim Abgang von Sportdirektor Daniel Stucki kommuniziert, dass dieser längere Zeit bekannt gewesen sei – offenbar bereits seit dem intern umstrittenen Adjetey-Transfer Anfang Februar. Nun ist Ende Mai – und der FC Basel kann nicht mehr präsentieren als eine Zwischenlösung, wenn es um die neue sportliche Führung geht. All das, während zwar das halbe Kader und der halbe Staff ausgewechselt werden sollen, aber ausser Marwin Hitz noch kein Ab- oder Zugang kommuniziert wurde.
Wie das wirkt? Statt etwas Solides von Bestand zu bauen, basteln David Degen und Co. vielmehr an der Zukunft des Kerns des Clubs.
Dass der Schein trügt, ist möglich. So, wie es möglich ist, dass sich Stocker trotz eines überschaubar gefüllten Rucksacks – er war Spieler und FCB-Captain, wirkte zweieinhalb Jahre in der Sportkommission mit und absolvierte eine Sportmanagement-Ausbildung – aufgrund seines Charakters und natürlicher Fähigkeiten als Glücksgriff für Rotblau erweist. So, dass er zu einem starken Mann im Club heranwächst.
Der starke Mann im Sportbereich der Gegenwart ist aber nur einer: David Degen. Und um ihn herum wirkt alles weiterhin wie im Schwebezustand. Ein Sportlicher Leiter mit befristeter Tätigkeit passt da perfekt ins Bild.

Im Endeffekt halt doch nur als tolle Bezeichnungen um Ja sager besser zu verkaufen. Es bleibt wie gehabt DD regiert.

+ sehen wir jetzt ja wieder wie gut man auf den Abgang von DS vorbereitet war - man wusste ja bereits lange davon und ist proaktiv dran. Aha. Frassendrescherei um Fans zu beruhigen.

Wie schonmal jedem sei es selber überlassen sich für blöd verkaufen zu lassen. Ich muss da nicht mitmachen. :)
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tiimnoah
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von tiimnoah »

Valentin Stocker: «Ich habe das Gefühl, dass ich dem FCB nun helfen und Verantwortung übernehmen kann»

https://www.bazonline.ch/valentin-stock ... 4552179917

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Basilou
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von Basilou »

tiimnoah hat geschrieben: 11.06.2026, 15:25 Valentin Stocker: «Ich habe das Gefühl, dass ich dem FCB nun helfen und Verantwortung übernehmen kann»

https://www.bazonline.ch/valentin-stock ... 4552179917

Stocker und sein befristetes Engagement

Was heisst kommissarisch in der Job-Bezeichnung von Stocker? Der ehemalige Captain erklärt, dass es sein Wunsch sei, mindestens bis Anfang September diesen Job auszuüben. Stocker sagte bereits im Herbst, dass er es sich nicht vorstellen könne, 7 Tage/24 Stunden als Sportchef zu walten. Deshalb sei sein Engagement begrenzt. Stocker sagt: «Alle Power jetzt auf das Transferfenster und dann sitzen wir zusammen und schauen, wie es weitergehen soll.»


Okaaay... d.h. er macht jetzt das Transferfenster mit und ist danach im schlechtesten Fall schon wieder weg? :rolleyes:

tiimnoah
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von tiimnoah »

Basilou hat geschrieben: 11.06.2026, 15:42
tiimnoah hat geschrieben: 11.06.2026, 15:25 Valentin Stocker: «Ich habe das Gefühl, dass ich dem FCB nun helfen und Verantwortung übernehmen kann»

https://www.bazonline.ch/valentin-stock ... 4552179917

Stocker und sein befristetes Engagement

Was heisst kommissarisch in der Job-Bezeichnung von Stocker? Der ehemalige Captain erklärt, dass es sein Wunsch sei, mindestens bis Anfang September diesen Job auszuüben. Stocker sagte bereits im Herbst, dass er es sich nicht vorstellen könne, 7 Tage/24 Stunden als Sportchef zu walten. Deshalb sei sein Engagement begrenzt. Stocker sagt: «Alle Power jetzt auf das Transferfenster und dann sitzen wir zusammen und schauen, wie es weitergehen soll.»


Okaaay... d.h. er macht jetzt das Transferfenster mit und ist danach im schlechtesten Fall schon wieder weg? :rolleyes:

Ist ja bereits seit der Verkündung seitens FCB klar. Sportchef beim FCB ist ein 24/7 Job, kann jede Person verstehen, welche das nicht dauerhaft durchziehen kann.

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Basilou
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von Basilou »

tiimnoah hat geschrieben: 11.06.2026, 16:14 Ist ja bereits seit der Verkündung seitens FCB klar.
Oops, das hatte ich tatsächlich überlesen. :o

Alitive
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von Alitive »

Wir befürchten das Schlimmste und Stocker scheint ganz entspannt zu sein. Das könnte unsereinen ja beruhigen, doch die Aussagen sind sowas von allgemein und belanglos. Wurden wirklich keine konkreteren Fragen gestellt?

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elb_47
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von elb_47 »

Bisschen irritierend finde ich, dass gegen Ende der Saison gesagt wurde, dass die Kaderplanung für die nächste Saison abgeschlossen sei. Jetzt tönt es eher ganz nach dem Gegenteil. Das überrascht zwar nicht, aber verwirrt trotzdem.

battlefield
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von battlefield »

elb_47 hat geschrieben: 11.06.2026, 17:59 Bisschen irritierend finde ich, dass gegen Ende der Saison gesagt wurde, dass die Kaderplanung für die nächste Saison abgeschlossen sei. Jetzt tönt es eher ganz nach dem Gegenteil. Das überrascht zwar nicht, aber verwirrt trotzdem.

fast abgeschlossen. Zudem heisst Planung ja nicht das man genau weis welchen Spieler man will, sondern welchen Spielertypen und wohl auch eine entpsprechende Wunschliste hat.

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elb_47
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von elb_47 »

battlefield hat geschrieben: 11.06.2026, 18:02
elb_47 hat geschrieben: 11.06.2026, 17:59 Bisschen irritierend finde ich, dass gegen Ende der Saison gesagt wurde, dass die Kaderplanung für die nächste Saison abgeschlossen sei. Jetzt tönt es eher ganz nach dem Gegenteil. Das überrascht zwar nicht, aber verwirrt trotzdem.

fast abgeschlossen. Zudem heisst Planung ja nicht das man genau weis welchen Spieler man will, sondern welchen Spielertypen und wohl auch eine entpsprechende Wunschliste hat.
hmmm ok! ja das macht sinn
 

SOLETTA11
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von SOLETTA11 »

Für mich klingt es eher das noch nach erfahreren Spieler gesucht wird, das wäre top...

tiimnoah
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von tiimnoah »

elb_47 hat geschrieben: 11.06.2026, 17:59 Bisschen irritierend finde ich, dass gegen Ende der Saison gesagt wurde, dass die Kaderplanung für die nächste Saison abgeschlossen sei. Jetzt tönt es eher ganz nach dem Gegenteil. Das überrascht zwar nicht, aber verwirrt trotzdem.

Eine Kaderplanung im April/Mai für die neue Saison kann ja sicher nicht abgeschlossen sein, wenn das Transferfenster in der Schweiz bis anfangs September offen hat.

RotBlausBluet
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Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von RotBlausBluet »

Valentin Stocker will keine Marionette sein

Der FC Basel präsentiert seine neue sportliche Co-Leitung den Medien – und bestätigt den Eindruck eines Clubs in der Schwebe.

Oliver Gut
Publiziert heute um 19:30 Uhr

In Kürze:
- Valentin Stocker übernimmt vorerst kommissarisch die sportliche Leitung beim FC Basel.
- Andreas Herrmann (34) kommt von Manchester United und übernimmt das Transferwesen fest.
- Der FCB will laut Herrmann wieder um den Meistertitel sowie europäisch mitspielen.
- Grosse Transferbewegungen sind erst nach dem Super-League-Start am 25. Juli zu erwarten.

Eine Antwort gibt es an diesem Donnerstagnachmittag von Valentin Stocker in die Mikrofone, die glasklar daherkommt. «Ich war derjenige, der das so wollte», erwidert der frühere Captain des FC Basel ohne Umschweife, als er danach gefragt wird, wessen Idee es war, dass er seine neue Funktion vorerst nur «kommissarisch» bis zum Ende der Transferphase ausübe.

Zumindest bis dahin ist Stocker also Sportlicher Leiter der Profimannschaft. Er ist eng an den Spielern und am Trainerstaff, spürt den Puls und ist um die Atmosphäre besorgt. Er wird erster Ansprechpartner für die Medien sein, wenn es um Belange der sportlichen Führung geht. Und der 37-Jährige ist damit Teil einer Doppelspitze, die er mit jenem Mann bildet, der da neben ihm auf dem Podium sitzt: Andreas Herrmann, dem neuen Technischen Direktor des FC Basel. Ein 34-jähriger Frankfurter, der von Manchester United gekommen ist, um sich bei Rotblau auf Kaderbildung sowie Transfer- und Vertragswesen zu konzentrieren. Und der das weder «kommissarisch» noch «ad interim» oder «bis auf weiteres» tut.

Wobei: «Bis auf weiteres» ist ja irgendwie alles. Oder wie es Heiko Vogel einmal formuliert hat, als er beim FCB gerade Sportchef-Trainer war: Die einzige Konstante ist die Veränderung.

Das mag zwar stimmen. Aber es bedeutet keinesfalls, dass derjenige, der sich am rasantesten verändert, auch der Konstanteste wird. Das hat der FC Basel in den vergangenen Jahren eindrücklich bewiesen, als einer hohen Personalfluktuation auf allen Ebenen eine grosse Bandbreite an sportlichen Verdikten gegenüberstand: Vom Fastabstieg und Liga-Schlussrang 8 im Jahr 2024 zum Doublegewinn 2025 und schliesslich wieder runter auf den fünften Platz, samt Verpassen sämtlicher Saisonziele – also sowohl der ursprünglichen als auch der nachträglich nach unten korrigierten.

Nun soll es wieder nach oben gehen. Sagt Herrmann. «Wir wollen überall um den Titel spielen. Und natürlich ist die Teilnahme am europäischen Geschäft das Ziel.» Das ist doch einigermassen konkret.

Wie das passieren soll, wird weniger deutlich formuliert. Zwar sei man schon länger an der Kaderbildung dran, wolle proaktiv sein, habe auch Lösungen bereit, falls wichtige Spieler wie etwa Dominik Schmid (der Transfer zu Red Bull Salzburg steht bevor) den Club verliessen. Gleichzeitig wisse man auch um die Schwierigkeiten eines Spielermarkts, der sich erst richtig bewegt, wenn die Meisterschaft in der Schweiz bereits wieder in Gang ist. Umso mehr, wenn es – wie aktuell – ein WM-Jahr sei.

Valentin Stocker, Andreas Herrmann und die Logik

Die letzte Feststellung dürfte sich als jene von grösserem Gewicht erweisen. So eben, dass der grössere Teil der Basler Transferbewegungen erst nach dem 25. Juli und dem Start der Super League erfolgen wird. Alles andere wäre eine Überraschung und würde der Logik des Geschäfts zuwiderlaufen.

So, wie es der Logik des Geschäfts widerspräche, wären Stocker und Herrmann bei ihrer Präsentation vor den Medien nicht darum bemüht, sich wahlweise überzeugt oder zumindest zuversichtlich zu äussern.

Folglich war es stets Stockers Haltung, dass er nie allein die sportliche Verantwortung bei einem Club tragen, sondern diese teilen wolle. Dass alles andere aufgrund der Aufgabenfülle und Belastung im Fussball der Gegenwart auch gar nicht mehr zeitgemäss sei. «Zu der Einsicht bin ich schon länger gelangt und habe das in meiner Abschlussarbeit geschrieben.»

Valentin Stocker, Andreas Herrmann und die Verteilung

Absolviert hat er den Lehrgang «Uefa Executive Master for Former Players», für ehemalige Spieler also. Anschauungsunterricht, um diese Meinung zu verfestigen, hat er in den zweieinhalb Jahren als Mitglied der FCB-Sportkommission erhalten, während der er das Büro mit dem nun abgetretenen Sportdirektor Daniel Stucki geteilt hat.

Stocker sagt: «Dani hat vieles auf sich vereint, war dazu geeignet. Doch auch da stellt sich die Frage: Ist es heutzutage überhaupt noch möglich, diesen 24/7-Job über mehrere Jahre auszuüben?»

Für Stocker ist klar, dass er das nicht kann. Und ist unklar, ob er über den 8. September hinaus Co-Leiter beim FC Basel sein will.

Warum, das sagt er zwischen den Zeilen. Dass die Struktur mit Doppelspitze die richtige sei, davon ist er überzeugt. Dass er als Sportlicher Leiter noch immer einen Fulltime-Job angetreten hat, weiss er auch. Und er traut sich auch zu, den entsprechenden Aufwand bis weit über den Transfer-Deadline-Day vom 8. September auszuüben, sodass man den Zusatz «kommissarisch» aus seinem Titel streichen kann.

Was er dabei aber nicht sein will, ist einer, der in der Öffentlichkeit den Kopf hinhalten muss für Dinge, die andere zu verantworten haben. Keine Marionette, die fürs Publikum tanzt, während andere an den Fäden ziehen.

Valentin Stocker, Andreas Herrmann und der Präsident

Das lässt er durchblicken, wenn er davon spricht, dass es ihm darum gehe, erst ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es in der Zusammenarbeit mit anderen Entscheidungsträgern funktioniere. Und es ist auch klar, dass er damit weniger den Technischen Direktor Herrmann, sondern den Clubpräsidenten David Degen meint, der über der Doppelspitze steht und sich mit seiner eigenen Fussball- und Transferexpertise einbringt.

Egal, was auf dem Papier steht, wie die Titel lauten und wie das Konstrukt aussieht: Die wahre sportliche Führung des FC Basel liegt beim Club-Mitbesitzer, der zudem weiter in der Sportkommission sitzt. Oder in dem, was von diesem Gremium noch übrig ist.

Stocker zählt dieses erst auf abermalige Nachfrage auf. Nennt Herrmann, Degen und sich selbst. Und erwähnt dann mit Andreas Rey noch einen weiteren Namen eines Mitbesitzers, wobei dieser bisher immer nur assistierende Funktion hatte.

Es wirkt etwas zögerlich. So, wie es etwas seltsam wirkt, wenn Stocker von «Not am Mann» spricht, die geherrscht habe, als es nach erfolglosen Gesprächen wie etwa mit Sandro Burki vom FC Aarau darum ging, die sportliche Leitung neben Herrmann zu komplettieren.

So bleibt noch immer der Eindruck eines Clubs auf der Suche. Und darf man gespannt sein, was der FC Basel findet.

Quelle Baz: https://www.bazonline.ch/fc-basel-stock ... 0034407890

RotBlausBluet
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von RotBlausBluet »

Und do no dr Artikel us dr BZ zur Medienkonferenz, mit komplett andere Pünkt:


Wie Valentin Stocker und ein Neuer beim FC Basel frischen Wind verströmen

Von Christoph Kieslich
Aktualisiert
11.06.2026, 20.28 Uhr

Der frühere Captain des FC Basel verspürt plötzlich unerwartete Freude an einem anspruchsvollen Job, und Andreas Herrmann sieht seinen neuen Arbeitgeber gut gerüstet für die Transferperiode und die in sechs Wochen beginnende Saison.


Einen durchaus bedeutsamen Satz sagt Valentin Stocker bald einmal an diesem Donnerstagnachmittag, an dem er zum ersten Mal in einer neuer Funktion beim FC Basel vor Medienvertretenden sitzt: «Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Spass macht.» Viel war gewerweisst worden über Stockers Zukunft, erst als die rotblaue Kultfigur vor vier Jahren die Karriere beendete, dann, als es hiess, dass er in eine Art Sportchef-Lehre beim FCB geht. Vier Jahr später, mit einem Master in der Tasche, den er in einem Sportmanagement-Programm der Uefa erworben hat, liess der inzwischen 37-jährige Familienvater durchblicken, dass er sich die Arbeit als Sportdirektor für seinen Lebensentwurf eigentlich nicht vorstellen könne.

Sechs Wochen Zeit für eine «klare Top 11»

Jetzt ist es erst einmal fast alles anders, ist Stocker quasi ein Bis-auf-Weiteres-Sportchef. Aus der Not heraus nach dem Rücktritt von Daniel Stucki als Sportdirektor, wie er sagt. Definiert ist seine Position als Sportlicher Leiter mit der täglichen Führung der 1. Mannschaft und als Ansprechpartner für Cheftrainer, Staff und Spieler. «Ich sehe mich wie ein Leading Helper», sagt Stocker, «ich bin bereit, zu helfen in der zeitlichen Kapazität, die ich kann.» Bisher war er in einem 50-Prozent-Pensum beim FCB angestellt, seine neue Aufgabe ist auf Stockers Wunsch hin kommissarisch mit der Transferperiode verknüpft, die in der Schweiz am 8. September endet, und bis dahin will er «mit aller Power» am Umbau mitwirken.
Dass Stocker an diesem ersten Tag im Rampenlicht einen konzentrierten, stocker-like reflektierten und in sich ruhenden Eindruck macht, mag mit an dem Mann liegen, der im St. Jakob-Park neben ihm sitzt: Andreas Herrmann, drei Jahre jünger als Stocker und seit wenigen Tagen offiziell Technischer Direktor. Eine Position, die es bis anhin nicht gab beim FCB. Den in Frankfurt am Main gebürtigen Herrmann hat David Degen bei Manchester United losgeeist. Und so klar, unverkrampft und zum Teil auch unverblümt, wie Herrmann Auskunft erteilt, kann man nachvollziehen, dass Stocker an seinen eigenen ersten Tagen beim FCB in verantwortlicher Rolle möglicherweise unerwartete Freude findet. Herrmann deckt operativ die Bereiche wie Scouting und Recruiting, dazu Agenten-Management und Verhandlungen ab. Beide verantworten also in einem Jobsharing Aufgaben, die bislang Daniel Stucki oblagen. Über den sagt Stocker, der an der Seite Stuckis ins Business schnuppern konnte: «Er war ein Glücksfall für den FCB und hat einen fantastischen Job gemacht.»
Dass Stucki auf eigenen Wunsch demissionierte, ist für Stocker keine Frage davon, dass der Job den Sportdirektor in nur zwei Jahren mit einem Double-Gewinn ausgebrannt hat: «Im Gegenteil. Es ist dem Pensum und allem Drumherum geschuldet. Vielleicht muss ich mir sogar ankreiden, ihn nicht genügend unterstützt zu haben.»

Jetzt ist es an Stocker - und an Herrmann - in einem ersten Schritt Cheftrainer Stephan Lichtsteiner ein Kader zur Verfügung zu stellen, aus dem eine besser funktionierende Mannschaft als in der enttäuschenden Vorsaison wachsen soll. Am Montag beginnt die Vorbereitung, in sechs Wochen die neue Saison.
Im Rückblick sagt Stocker: «In einer speziellen Saison haben wir es nicht geschafft, eine klare Elf auf den Platz zu bringen. Vielleicht hat man von der Kadergrösse und Struktur her dem Trainer zu viel Wahl gelassen. Man braucht eine eingespielte Top 11. Das Learning ist, dass wir klarer sein müssen.»
Auch Herrmann hat sich ein Bild vom FCB gemacht, und lässt durchblicken, dass der Umbruch nicht so gewaltig ausfallen muss wie von Verwaltungsratspräsident Degen angekündigt: «Auch wenn vergangene Saison nicht alles gut lief, war ein Grossteil der Mannschaft dafür verantwortlich, dass man Meister und Cupsieger wurde. Dass dann so viele Spieler auf einmal so stark unterperformen, ist sehr ungewöhnlich. Deshalb muss man aber keine Rundumerneuerung vollführen, sondern sehr gezielt schauen, was Sinn macht.»

Eine neue Nummer 1 im Tor hat der FCB mit Jonas Omlin fixiert, und dass der FCB einen neuen Linksverteidiger benötigt, wenn der Wechsel von Dominik Schmid zu Salzburg zustande kommt, das ist eine der wenigen ganz konkreten Aussagen Herrmanns zur Personalplanung. «Wir müssen noch abwarten, was auf der Abgabenseite passieren wird», sagt Herrmann an einem Tag, an dem Innenverteidiger Finn van Breemen wie erwartet zum portugiesischen Erstligisten FC Famalicão gewechselt ist und Dion Kacuri nach Österreich zu Austria Lustenau ausgeliehen wurde.

«Wir mussten nicht bei Null anfangen»

Weil David Degen schon seit Dezember mit Herrmann über ein Engagement beim FC Basel geredet hat und in den vergangenen Monaten bereits im Hintergrund am Personalblatt getüftelt wurde, sagt Herrmann nun: «Was ich hier vorgefunden habe, sind sehr professionelle Strukturen und klare Ideen, was das Kaderbild anbelangt. Wir mussten nicht bei Null anfangen.»
Bis Herrmann anfangen konnte, musste erst Manchester United überzeugt werden. Dort hat er als Leiter des Scoutings in der Nachwuchsakademie einen Kahlschlag begleitet, bei dem von 35 Scouts noch ein Dutzend und er selbst übrigblieben. Mitgebracht hat er aus England seinen langjährigen Mitarbeiter Marco Filipovic, der beim FCB als Chefscout Ruedi Zbinden ablöst, sowie Dennis Hofmann, der als verantwortlicher Talentspäher für die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt arbeitete.

Herrmann setzt bei Balance und Identifikation an

Sehr optimistisch klingt Herrmann bereits, was die Kaderplanung auf dem Papier anbelangt: «Von 1 bis 11 sind wir komplett vorbereitet, sowohl Starter, die sofort performen können als auch für Backups dahinter. Das ist ein fortlaufender, ganzjähriger Prozess, in dem wir mit unserem kleinen Team sehr proaktiv auf dem Markt unterwegs sind und auf alle Eventualitäten vorbereitet sind. Die Zielspieler stehen schon länger fest, auch Spieler, die für das nächste und übernächste Transferfenster infrage kommen könnten.»Trotzdem sieht Herrmann «ein paar Punkte in der Kaderplanung, die wir kritisch gesehen haben. Wir haben in puncto Balance und Identifikation angesetzt, wollen die richtige Mischung mit jungen, hungrigen Spielern als Herausforderer dahinter.» Dazu, das verriet Herrmann schon einmal, werden neben den beiden Nachwuchstorhütern Bennett Hoch und Renato Widmer D’Autilia auch der erst 15-jährige Verteidiger Noah Kakor sowie Mittelfeldspieler Jean Doucoure (17) gehören.
Das sind alles Faktoren, die bei Stocker Freude an der neuen Aufgabe auslösen. Und er widerspricht auch nicht, als Herrmann über die Saisonziele sagt: «Wir wollen um alle Titel mitspielen.»

Quelle: https://www.bzbasel.ch/sport/fc-basel/w ... ld.4183868

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Basilou
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von Basilou »

RotBlausBluet hat geschrieben: 11.06.2026, 21:53 Wie Valentin Stocker und ein Neuer beim FC Basel frischen Wind verströmen

Heisst dieser Neuer zufällig Manuel? Weil, Transfers auf der Goalie-Position können wir ja. :p

Felipe
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?

Beitrag von Felipe »

Alain Sutter wäre zu haben. Bei St. Gallen gute Arbeit geleistet, bei GC durchwachsen, bei diesem Chaosclub nicht verwunderlich. Da sind wir schon besser geführt (besser ≠ perfekt).

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