Leute auf Koks

Der Rest...
Costanzo Girl
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 2408
Registriert: 13.07.2006, 08:01

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Costanzo Girl »

Stobologyth hat geschrieben: 06.06.2026, 21:00
Taratonga hat geschrieben: 06.06.2026, 20:44
Stobologyth hat geschrieben: 06.06.2026, 20:35

Uiuiuiui…Nein. Quelle: Trust me bro.
Arbeitsbedingungen in den Spitälern sind beschissen ,

Es will ja KEINER!!! mehr Hausarzt auf dem Land machen. Jeder will nur noch im Spital arbeiten. Keine Anrufe vom Grosi Müller um 2h morgens und zack, raus aus dem Bett, Hausbesuch um 2h Nachts

Das hat kulturelle Gründe*, keine finanziellen. Und es fehlt grad unter den Frauen, die jetzt eine klare Mehrheit im Arztberuf ausmachen, der Mut, sich mit einer Praxis selbständig zu machen. Lieber in Teilzeit sich bei einer Gruppenpraxis anstellen lassen. Verstehe ich irgendwie auch, wenn da noch Kinderbetreuung gemacht werden muss. Dabei ist eine Hausarztpraxis ein idiotensicheres Geschäft: Du musst noch nicht mal Kundenaquise machen, nach drei Monaten hast du die Sprechstunden voll und machst als Inhaber 150k jährlich. Im Minimum.

(* ein anderer Aspekt ist, dass wir dem Bedarf an ausgebildeten Ärzten massiv hinterherhinken und die aktuelle Pensionierungswelle das noch verschärft)

Und für 150 sölli go studiere?

Online
Benutzeravatar
Taratonga
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 7211
Registriert: 08.12.2004, 10:01
Wohnort: BE

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Taratonga »

Ein enger Freund von mir (ich darf nicht einmal seinen Beruf erwähnen, weil man ihn durch Recherche outen könnte) arbeitet als hohes Tier im Strafrecht und kokste wie blöd (heute nur sehr selten) und nahm vor Vorträgen/Referaten oftmals Heroin (heute nicht mehr) gegen das Lampenfieber. Täglich entschied er wie lange ein Delinquent in den Knast geht, z.B wegen Kokain/Heroin-Handel.

Abgefuckter gehts nicht.
Ich habe ihn tausend mal gefragt: wie kannst Du mit gepuderter Nase jemanden der vor dir sitzt wegen Kokainhandel einbuchten?
Ja, Handel und Vertrieb wird viel härter bestraft als Konsum und das ist auch gut so. Aber ohne den Böueli-Neger (sorry, so heissen die in Bern) könnte er sich keine Lines ziehen.

badandugly
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 1192
Registriert: 13.05.2014, 16:16

Re: Leute auf Koks

Beitrag von badandugly »

Costanzo Girl hat geschrieben: 06.06.2026, 21:05
Stobologyth hat geschrieben: 06.06.2026, 21:00
Taratonga hat geschrieben: 06.06.2026, 20:44

Es will ja KEINER!!! mehr Hausarzt auf dem Land machen. Jeder will nur noch im Spital arbeiten. Keine Anrufe vom Grosi Müller um 2h morgens und zack, raus aus dem Bett, Hausbesuch um 2h Nachts

Das hat kulturelle Gründe*, keine finanziellen. Und es fehlt grad unter den Frauen, die jetzt eine klare Mehrheit im Arztberuf ausmachen, der Mut, sich mit einer Praxis selbständig zu machen. Lieber in Teilzeit sich bei einer Gruppenpraxis anstellen lassen. Verstehe ich irgendwie auch, wenn da noch Kinderbetreuung gemacht werden muss. Dabei ist eine Hausarztpraxis ein idiotensicheres Geschäft: Du musst noch nicht mal Kundenaquise machen, nach drei Monaten hast du die Sprechstunden voll und machst als Inhaber 150k jährlich. Im Minimum.

(* ein anderer Aspekt ist, dass wir dem Bedarf an ausgebildeten Ärzten massiv hinterherhinken und die aktuelle Pensionierungswelle das noch verschärft)

Und für 150 sölli go studiere?
Meinst Du diese Bemerkung ernst ????
 

Costanzo Girl
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 2408
Registriert: 13.07.2006, 08:01

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Costanzo Girl »

badandugly hat geschrieben: 06.06.2026, 22:29
Costanzo Girl hat geschrieben: 06.06.2026, 21:05
Stobologyth hat geschrieben: 06.06.2026, 21:00

Das hat kulturelle Gründe*, keine finanziellen. Und es fehlt grad unter den Frauen, die jetzt eine klare Mehrheit im Arztberuf ausmachen, der Mut, sich mit einer Praxis selbständig zu machen. Lieber in Teilzeit sich bei einer Gruppenpraxis anstellen lassen. Verstehe ich irgendwie auch, wenn da noch Kinderbetreuung gemacht werden muss. Dabei ist eine Hausarztpraxis ein idiotensicheres Geschäft: Du musst noch nicht mal Kundenaquise machen, nach drei Monaten hast du die Sprechstunden voll und machst als Inhaber 150k jährlich. Im Minimum.

(* ein anderer Aspekt ist, dass wir dem Bedarf an ausgebildeten Ärzten massiv hinterherhinken und die aktuelle Pensionierungswelle das noch verschärft)

Und für 150 sölli go studiere?
Meinst Du diese Bemerkung ernst ????
 

Schon

Dachte ein Hausarzt mit eigener Praxis zieht mehr

Benutzeravatar
Basilou
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 2498
Registriert: 08.12.2004, 16:35
Wohnort: in dr Region

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Basilou »

Costanzo Girl hat geschrieben: 06.06.2026, 22:49
badandugly hat geschrieben: 06.06.2026, 22:29
Costanzo Girl hat geschrieben: 06.06.2026, 21:05

Und für 150 sölli go studiere?
Meinst Du diese Bemerkung ernst ????
 

Schon

Dachte ein Hausarzt mit eigener Praxis zieht mehr

Würde mich mal interessieren wie viele der Studierten tatsächlich 150k verdienen. 20% vielleicht?

Stobologyth
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 997
Registriert: 31.07.2024, 12:08

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Stobologyth »

Basilou hat geschrieben: 07.06.2026, 12:07
Costanzo Girl hat geschrieben: 06.06.2026, 22:49
badandugly hat geschrieben: 06.06.2026, 22:29
Meinst Du diese Bemerkung ernst ????
 

Schon

Dachte ein Hausarzt mit eigener Praxis zieht mehr

Würde mich mal interessieren wie viele der Studierten tatsächlich 150k verdienen. 20% vielleicht?

Bezieht sich die Frage auf Universitätssbgänger generell oder Medizinstudierte?

Benutzeravatar
Aficionado
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 13768
Registriert: 12.06.2005, 13:15

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Aficionado »

Auf > 150'000 kommst du schon mit dem tech. Kaufmann. Mit MBA wohl ebenfalls locker. Und als Jurist stehst du am Morgen nicht mehr auf unter 150'000 Bohnen.

Vor ca. 20 Jahren haben Assistenzärzte um die CHF 4500 - 5000 monatlich verdient.

In einer Landpraxis kannst du keine Karriere machen.

Benutzeravatar
Basilou
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 2498
Registriert: 08.12.2004, 16:35
Wohnort: in dr Region

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Basilou »

Stobologyth hat geschrieben: 07.06.2026, 12:55
Basilou hat geschrieben: 07.06.2026, 12:07
Costanzo Girl hat geschrieben: 06.06.2026, 22:49

Schon

Dachte ein Hausarzt mit eigener Praxis zieht mehr

Würde mich mal interessieren wie viele der Studierten tatsächlich 150k verdienen. 20% vielleicht?

Bezieht sich die Frage auf Universitätssbgänger generell oder Medizinstudierte?
Ich hatte die Bemerkung von Costanzo Girl so verstanden, dass er generell fragt ob es sich "lohnt" zu studieren, wenn man danach "nur" 150k verdient. Daher meinte ich Universitätsabgänger generell. Wobei, um nicht zu sehr Äpfel mit Birnen zu vergleichen und den Bezug zu den Medizinern beizubehalten, müsste man vielleicht sagen "Doktorierte" statt "Universitätsabgänger".

Benutzeravatar
Käppelijoch
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 12225
Registriert: 08.10.2007, 20:38
Wohnort: Dorpat

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Käppelijoch »

Taratonga hat geschrieben: 06.06.2026, 20:44
Stobologyth hat geschrieben: 06.06.2026, 20:35
Aficionado hat geschrieben: 05.06.2026, 23:12
Assistenzärzte sind auch noch schlecht bezahlt. Die Schweiz ist finanziell nicht in der Lage, genügend Ärzte auszubilden.
Ist auch nicht so wichtig, in Europa gibt es noch genügend. :rolleyes:
Wobei ja auch die nicht reichen bei 65 h/w.

Uiuiuiui…Nein. Quelle: Trust me bro.
Arbeitsbedingungen in den Spitälern sind beschissen ,

Es will ja KEINER!!! mehr Hausarzt auf dem Land machen. Jeder will nur noch im Spital arbeiten. Keine Anrufe vom Grosi Müller um 2h morgens und zack, raus aus dem Bett, Hausbesuch um 2h Nachts
Ist so. Politik (ALLE) und Krankenkassen tun alles dafür, dass Jobs in der Grundversorgung richtig scheisse vergütet werden. Auch werden sie überproportional mit Bürokratie zugeschissen, um die sie sich auch kümmern dürfen.

Eine Bekannte arbeitet als Fachärztin Neurologie mit Sprechstunde in einem mittelgrossen Krankenhaus. 50%. Sie verdient mehr als das Doppelte als der Kollege, welcher 100% als Hausarzt arbeitet. 
 

Benutzeravatar
Aficionado
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 13768
Registriert: 12.06.2005, 13:15

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Aficionado »

Käppelijoch hat geschrieben: 08.06.2026, 12:13
Taratonga hat geschrieben: 06.06.2026, 20:44
Stobologyth hat geschrieben: 06.06.2026, 20:35

Uiuiuiui…Nein. Quelle: Trust me bro.
Arbeitsbedingungen in den Spitälern sind beschissen ,

Es will ja KEINER!!! mehr Hausarzt auf dem Land machen. Jeder will nur noch im Spital arbeiten. Keine Anrufe vom Grosi Müller um 2h morgens und zack, raus aus dem Bett, Hausbesuch um 2h Nachts
Ist so. Politik (ALLE) und Krankenkassen tun alles dafür, dass Jobs in der Grundversorgung richtig scheisse vergütet werden. Auch werden sie überproportional mit Bürokratie zugeschissen, um die sie sich auch kümmern dürfen.

Eine Bekannte arbeitet als Fachärztin Neurologie mit Sprechstunde in einem mittelgrossen Krankenhaus. 50%. Sie verdient mehr als das Doppelte als der Kollege, welcher 100% als Hausarzt arbeitet. 
 

Du bist doch vom Fach?
Wieviel verdienen Assistenzärzte im Schnitt und ohne Extrastunden? Nimmt mich jetzt wunder.

Benutzeravatar
Käppelijoch
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 12225
Registriert: 08.10.2007, 20:38
Wohnort: Dorpat

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Käppelijoch »

Aficionado hat geschrieben: 08.06.2026, 13:38
Käppelijoch hat geschrieben: 08.06.2026, 12:13
Taratonga hat geschrieben: 06.06.2026, 20:44

Es will ja KEINER!!! mehr Hausarzt auf dem Land machen. Jeder will nur noch im Spital arbeiten. Keine Anrufe vom Grosi Müller um 2h morgens und zack, raus aus dem Bett, Hausbesuch um 2h Nachts
Ist so. Politik (ALLE) und Krankenkassen tun alles dafür, dass Jobs in der Grundversorgung richtig scheisse vergütet werden. Auch werden sie überproportional mit Bürokratie zugeschissen, um die sie sich auch kümmern dürfen.

Eine Bekannte arbeitet als Fachärztin Neurologie mit Sprechstunde in einem mittelgrossen Krankenhaus. 50%. Sie verdient mehr als das Doppelte als der Kollege, welcher 100% als Hausarzt arbeitet. 

Du bist doch vom Fach?
Wieviel verdienen Assistenzärzte im Schnitt und ohne Extrastunden? Nimmt mich jetzt wunder.
Ist eine Zeit her....aber der Grundlohn ist je nach Spital und Gegend etwas zwsichen 6500 - 8100.- Und es sind die Assistenzärzte (und Oberärzte), welche rund um die Uhr den Betrieb am Laufen halten, nicht die Leitenden und Chefärzte.
 

Benutzeravatar
Aficionado
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 13768
Registriert: 12.06.2005, 13:15

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Aficionado »

Käppelijoch hat geschrieben: 08.06.2026, 13:49
Aficionado hat geschrieben: 08.06.2026, 13:38
Käppelijoch hat geschrieben: 08.06.2026, 12:13
Ist so. Politik (ALLE) und Krankenkassen tun alles dafür, dass Jobs in der Grundversorgung richtig scheisse vergütet werden. Auch werden sie überproportional mit Bürokratie zugeschissen, um die sie sich auch kümmern dürfen.

Eine Bekannte arbeitet als Fachärztin Neurologie mit Sprechstunde in einem mittelgrossen Krankenhaus. 50%. Sie verdient mehr als das Doppelte als der Kollege, welcher 100% als Hausarzt arbeitet. 

Du bist doch vom Fach?
Wieviel verdienen Assistenzärzte im Schnitt und ohne Extrastunden? Nimmt mich jetzt wunder.
Ist eine Zeit her....aber der Grundlohn ist je nach Spital und Gegend etwas zwsichen 6500 - 8100.- Und es sind die Assistenzärzte (und Oberärzte), welche rund um die Uhr den Betrieb am Laufen halten, nicht die Leitenden und Chefärzte.
 

War aber einst ein Thema in den Medien, wie schlecht die verdienen würden. Möglich, dass die geleisteten Überstunden miteinberechnet wurden. Die kamen vor ca. 20 Jahren auf ca. CHF 4500. Aber gut möglich, dass zwischenzeitlich eine Korrektur nach oben stattfand. Ich meine, eine 65h/w mit 6500 CHF monatlich ist auch sehr wenig.

Benutzeravatar
Käppelijoch
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 12225
Registriert: 08.10.2007, 20:38
Wohnort: Dorpat

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Käppelijoch »

Aficionado hat geschrieben: 08.06.2026, 14:35
Käppelijoch hat geschrieben: 08.06.2026, 13:49
Aficionado hat geschrieben: 08.06.2026, 13:38

Du bist doch vom Fach?
Wieviel verdienen Assistenzärzte im Schnitt und ohne Extrastunden? Nimmt mich jetzt wunder.
Ist eine Zeit her....aber der Grundlohn ist je nach Spital und Gegend etwas zwsichen 6500 - 8100.- Und es sind die Assistenzärzte (und Oberärzte), welche rund um die Uhr den Betrieb am Laufen halten, nicht die Leitenden und Chefärzte.


War aber einst ein Thema in den Medien, wie schlecht die verdienen würden. Möglich, dass die geleisteten Überstunden miteinberechnet wurden. Die kamen vor ca. 20 Jahren auf ca. CHF 4500. Aber gut möglich, dass zwischenzeitlich eine Korrektur nach oben stattfand. Ich meine, eine 65h/w mit 6500 CHF monatlich ist auch sehr wenig.
8100.- erhältst Du wohl auch nur am USZoder Balgrist...das ist dann für ZH auch eher bescheiden.
 

Stobologyth
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 997
Registriert: 31.07.2024, 12:08

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Stobologyth »

GAV Spitäler Kanton Bern :
Assistenzärzt:innen (Lohnband 21)
gültig ab 1. April 2026Einstiegslohn
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 7'321.10 / Inselgruppe AG: CHF 7'273.60
2. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 7'539.95 / Inselgruppe AG: CHF 7'490.30
3. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 7'758.80 / Inselgruppe AG: CHF 7'707.00
4. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 7'977.70 / Inselgruppe AG: CHF 7'923.70
5. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 8'196.55 / Inselgruppe AG: CHF 8'140.40
6. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 8'415.45 / Inselgruppe AG: CHF 8'357.15
ab 7. Jahr
gemäss GAV-Kriterien
Oberärzt:innen (Lohnband 24)Einstiegslohn
CHF 9'584.25

7'273.60 / Monat für jemanden ohne Berufserfahrung direkt ab Studium. Sollarbeitszeit 50 Stunden. Bern ist schweizweit eher mittel. Ich weiss dass ZH, BS und GE wesentlich mehr zahlen. Aber Bern ist meines Wissens der einzige Kanton mit GAV, der die Löhne offenlegt.
Käppelijoch hat geschrieben: 08.06.2026, 12:13
Eine Bekannte arbeitet als Fachärztin Neurologie mit Sprechstunde in einem mittelgrossen Krankenhaus. 50%. Sie verdient mehr als das Doppelte als der Kollege, welcher 100% als Hausarzt arbeitet.
Das ist das Problem an dem ganzen Drama um den neuen Tarif. Die Hausärzte fühlen sich als arme Schlucker, weil bei den Kollegen in den Spezialpraxen das Existenzminimum erst bei einer halben Million anfängt, während die Hausärzte bei eigener Praxis mit 150-250k haushalten müssen. Aber wehe man will am Tarif etwas runterschrauben, dann kommen die Kardiologen und Gastroenterologen und drohen mit Arbeitsverweigerung. Verstehe ich ja, wenn du dich an den Porsche gewöhnt hast, willst du den nicht mehr hergeben. Das macht dann natürlich dem Ottonormalbürger Angst, der irgendwann mal auf eine Herz-OP angewiesen ist. So war es in den letzten 20 Jahren grad bei den Spezialisten, wo die Technologie massive Fortschritte machte, ein race to the top. Und die Politik schaute nur zu. Der neue Tarif sei zwar auch eher Murks, wie man hört, aber immerhin geht mal was. Berset hatte nie den Mumm dazu, das anzufassen.

Benutzeravatar
Käppelijoch
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 12225
Registriert: 08.10.2007, 20:38
Wohnort: Dorpat

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Käppelijoch »

Stobologyth hat geschrieben: 08.06.2026, 19:04 GAV Spitäler Kanton Bern :
Assistenzärzt:innen (Lohnband 21)
gültig ab 1. April 2026Einstiegslohn
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 7'321.10 / Inselgruppe AG: CHF 7'273.60
2. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 7'539.95 / Inselgruppe AG: CHF 7'490.30
3. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 7'758.80 / Inselgruppe AG: CHF 7'707.00
4. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 7'977.70 / Inselgruppe AG: CHF 7'923.70
5. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 8'196.55 / Inselgruppe AG: CHF 8'140.40
6. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 8'415.45 / Inselgruppe AG: CHF 8'357.15
ab 7. Jahr
gemäss GAV-Kriterien
Oberärzt:innen (Lohnband 24)Einstiegslohn
CHF 9'584.25

7'273.60 / Monat für jemanden ohne Berufserfahrung direkt ab Studium. Sollarbeitszeit 50 Stunden. Bern ist schweizweit eher mittel. Ich weiss dass ZH, BS und GE wesentlich mehr zahlen. Aber Bern ist meines Wissens der einzige Kanton mit GAV, der die Löhne offenlegt.
Käppelijoch hat geschrieben: 08.06.2026, 12:13
Eine Bekannte arbeitet als Fachärztin Neurologie mit Sprechstunde in einem mittelgrossen Krankenhaus. 50%. Sie verdient mehr als das Doppelte als der Kollege, welcher 100% als Hausarzt arbeitet.
Das ist das Problem an dem ganzen Drama um den neuen Tarif. Die Hausärzte fühlen sich als arme Schlucker, weil bei den Kollegen in den Spezialpraxen das Existenzminimum erst bei einer halben Million anfängt, während die Hausärzte bei eigener Praxis mit 150-250k haushalten müssen. Aber wehe man will am Tarif etwas runterschrauben, dann kommen die Kardiologen und Gastroenterologen und drohen mit Arbeitsverweigerung. Verstehe ich ja, wenn du dich an den Porsche gewöhnt hast, willst du den nicht mehr hergeben. Das macht dann natürlich dem Ottonormalbürger Angst, der irgendwann mal auf eine Herz-OP angewiesen ist. So war es in den letzten 20 Jahren grad bei den Spezialisten, wo die Technologie massive Fortschritte machte, ein race to the top. Und die Politik schaute nur zu. Der neue Tarif sei zwar auch eher Murks, wie man hört, aber immerhin geht mal was. Berset hatte nie den Mumm dazu, das anzufassen.
Du steigst nicht bei Null ein, Du hast im Studium die Zeit als Unterassistenzarzt.

In Kantonen wie Graubünden etc. ist der Lohn eher bei der unteren Grenze wie von mir geschrieben.

Und eben...für das, dass es gerade die Assistenz- und Oberärzte sind, welche den Laden 24 Stunden 7 Tage die Woche am Laufen halten, sind sie eigentlich mässig bezahlt.

Ja will man bei den Hausärzten, Kinderärzten und Kinderspitälern den Tarif hochschrauben, wird schnell das Bild des golfenden Arztes im Porsche bemüht. Willst etwas am Tarif bei den Spezialisten schrauben, wird das Bild der zusammekrachenden Versorgung bemüht. Und es ändert sich am Schluss: nichts.

Physios erhalten seit 20 Jahren keinen Teuerungsausgleich - stattdessen sollen ihre Tarife gesenkt werden. Dabeiu verhindert jede richtig rehabilitierte Person die Gesundheitskosten, da weniger Folgekosten entstehen.

Man will die Kompetenzen der Apotheken erweitern und diese auch krankenkassenfähig machen (Impfen z.B.) wird das Bild der geldgierigen Pharma bemüht. (Welche ausser, dass sie Apotheken mit Medikamenten beliefert mit dem heutigen Apothekenalltag nicht viel am Hut hat). Dafür werden gerne Medikamentenpreise kontinuierlich gesenkt, was am Schluss das Ende der Nahrungsskette am Meisten trifft: Die Apotheken, welche als einziger Player im Gesundheitsbereich ihre Kosten nicht erhöht haben. Sollen die schauen, wie sie mit den vom Staat verordneten Preise und immer kleineren Margen bei diesen vom Staat kontrollierten Medikamenten umgehen.

Kurzum: Die Grundversorgung: Hausärzte, Kinderärzte, Physios und Apotheken werden ausgehungert, abkassiert wird oben: Chefärzte (Stichwort Privat-Honorare, teilweise im Millionenbereich zum Chefarzt Lohn dazu), Krankenkassen-VRs, Krankenkassen benennen Stadien nach sich und und und...und bezahlen tun wir das und die Grundversorgung.
 

Stobologyth
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 997
Registriert: 31.07.2024, 12:08

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Stobologyth »

Käppelijoch hat geschrieben: 08.06.2026, 20:36
Stobologyth hat geschrieben: 08.06.2026, 19:04 GAV Spitäler Kanton Bern :
Assistenzärzt:innen (Lohnband 21)
gültig ab 1. April 2026Einstiegslohn
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 7'321.10 / Inselgruppe AG: CHF 7'273.60
2. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 7'539.95 / Inselgruppe AG: CHF 7'490.30
3. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 7'758.80 / Inselgruppe AG: CHF 7'707.00
4. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 7'977.70 / Inselgruppe AG: CHF 7'923.70
5. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 8'196.55 / Inselgruppe AG: CHF 8'140.40
6. Weiterbildungsjahr
Regionale Spitalzentren und Psychiatrien: CHF 8'415.45 / Inselgruppe AG: CHF 8'357.15
ab 7. Jahr
gemäss GAV-Kriterien
Oberärzt:innen (Lohnband 24)Einstiegslohn
CHF 9'584.25

7'273.60 / Monat für jemanden ohne Berufserfahrung direkt ab Studium. Sollarbeitszeit 50 Stunden. Bern ist schweizweit eher mittel. Ich weiss dass ZH, BS und GE wesentlich mehr zahlen. Aber Bern ist meines Wissens der einzige Kanton mit GAV, der die Löhne offenlegt.
Käppelijoch hat geschrieben: 08.06.2026, 12:13
Eine Bekannte arbeitet als Fachärztin Neurologie mit Sprechstunde in einem mittelgrossen Krankenhaus. 50%. Sie verdient mehr als das Doppelte als der Kollege, welcher 100% als Hausarzt arbeitet.
Das ist das Problem an dem ganzen Drama um den neuen Tarif. Die Hausärzte fühlen sich als arme Schlucker, weil bei den Kollegen in den Spezialpraxen das Existenzminimum erst bei einer halben Million anfängt, während die Hausärzte bei eigener Praxis mit 150-250k haushalten müssen. Aber wehe man will am Tarif etwas runterschrauben, dann kommen die Kardiologen und Gastroenterologen und drohen mit Arbeitsverweigerung. Verstehe ich ja, wenn du dich an den Porsche gewöhnt hast, willst du den nicht mehr hergeben. Das macht dann natürlich dem Ottonormalbürger Angst, der irgendwann mal auf eine Herz-OP angewiesen ist. So war es in den letzten 20 Jahren grad bei den Spezialisten, wo die Technologie massive Fortschritte machte, ein race to the top. Und die Politik schaute nur zu. Der neue Tarif sei zwar auch eher Murks, wie man hört, aber immerhin geht mal was. Berset hatte nie den Mumm dazu, das anzufassen.
Du steigst nicht bei Null ein, Du hast im Studium die Zeit als Unterassistenzarzt.

In Kantonen wie Graubünden etc. ist der Lohn eher bei der unteren Grenze wie von mir geschrieben.

Und eben...für das, dass es gerade die Assistenz- und Oberärzte sind, welche den Laden 24 Stunden 7 Tage die Woche am Laufen halten, sind sie eigentlich mässig bezahlt.

Ja will man bei den Hausärzten, Kinderärzten und Kinderspitälern den Tarif hochschrauben, wird schnell das Bild des golfenden Arztes im Porsche bemüht. Willst etwas am Tarif bei den Spezialisten schrauben, wird das Bild der zusammekrachenden Versorgung bemüht. Und es ändert sich am Schluss: nichts.

Physios erhalten seit 20 Jahren keinen Teuerungsausgleich - stattdessen sollen ihre Tarife gesenkt werden. Dabeiu verhindert jede richtig rehabilitierte Person die Gesundheitskosten, da weniger Folgekosten entstehen.

Man will die Kompetenzen der Apotheken erweitern und diese auch krankenkassenfähig machen (Impfen z.B.) wird das Bild der geldgierigen Pharma bemüht. (Welche ausser, dass sie Apotheken mit Medikamenten beliefert mit dem heutigen Apothekenalltag nicht viel am Hut hat). Dafür werden gerne Medikamentenpreise kontinuierlich gesenkt, was am Schluss das Ende der Nahrungsskette am Meisten trifft: Die Apotheken, welche als einziger Player im Gesundheitsbereich ihre Kosten nicht erhöht haben. Sollen die schauen, wie sie mit den vom Staat verordneten Preise und immer kleineren Margen bei diesen vom Staat kontrollierten Medikamenten umgehen.

Kurzum: Die Grundversorgung: Hausärzte, Kinderärzte, Physios und Apotheken werden ausgehungert, abkassiert wird oben: Chefärzte (Stichwort Privat-Honorare, teilweise im Millionenbereich zum Chefarzt Lohn dazu), Krankenkassen-VRs, Krankenkassen benennen Stadien nach sich und und und...und bezahlen tun wir das und die Grundversorgung.
 

Hast schon recht ausser beim Letzten: Was aus der OKP gemacht wird, ist ja recht streng reguliert. Das Visana-Stadion wird nicht aus den Grundversicherungsprämien finanziert, sondern aus den Zusatzversicherungen.

Benutzeravatar
Käppelijoch
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 12225
Registriert: 08.10.2007, 20:38
Wohnort: Dorpat

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Käppelijoch »

Stobologyth hat geschrieben: 08.06.2026, 21:11
Käppelijoch hat geschrieben: 08.06.2026, 20:36
Stobologyth hat geschrieben: 08.06.2026, 19:04 GAV Spitäler Kanton Bern :


7'273.60 / Monat für jemanden ohne Berufserfahrung direkt ab Studium. Sollarbeitszeit 50 Stunden. Bern ist schweizweit eher mittel. Ich weiss dass ZH, BS und GE wesentlich mehr zahlen. Aber Bern ist meines Wissens der einzige Kanton mit GAV, der die Löhne offenlegt.

Das ist das Problem an dem ganzen Drama um den neuen Tarif. Die Hausärzte fühlen sich als arme Schlucker, weil bei den Kollegen in den Spezialpraxen das Existenzminimum erst bei einer halben Million anfängt, während die Hausärzte bei eigener Praxis mit 150-250k haushalten müssen. Aber wehe man will am Tarif etwas runterschrauben, dann kommen die Kardiologen und Gastroenterologen und drohen mit Arbeitsverweigerung. Verstehe ich ja, wenn du dich an den Porsche gewöhnt hast, willst du den nicht mehr hergeben. Das macht dann natürlich dem Ottonormalbürger Angst, der irgendwann mal auf eine Herz-OP angewiesen ist. So war es in den letzten 20 Jahren grad bei den Spezialisten, wo die Technologie massive Fortschritte machte, ein race to the top. Und die Politik schaute nur zu. Der neue Tarif sei zwar auch eher Murks, wie man hört, aber immerhin geht mal was. Berset hatte nie den Mumm dazu, das anzufassen.
Du steigst nicht bei Null ein, Du hast im Studium die Zeit als Unterassistenzarzt.

In Kantonen wie Graubünden etc. ist der Lohn eher bei der unteren Grenze wie von mir geschrieben.

Und eben...für das, dass es gerade die Assistenz- und Oberärzte sind, welche den Laden 24 Stunden 7 Tage die Woche am Laufen halten, sind sie eigentlich mässig bezahlt.

Ja will man bei den Hausärzten, Kinderärzten und Kinderspitälern den Tarif hochschrauben, wird schnell das Bild des golfenden Arztes im Porsche bemüht. Willst etwas am Tarif bei den Spezialisten schrauben, wird das Bild der zusammekrachenden Versorgung bemüht. Und es ändert sich am Schluss: nichts.

Physios erhalten seit 20 Jahren keinen Teuerungsausgleich - stattdessen sollen ihre Tarife gesenkt werden. Dabeiu verhindert jede richtig rehabilitierte Person die Gesundheitskosten, da weniger Folgekosten entstehen.

Man will die Kompetenzen der Apotheken erweitern und diese auch krankenkassenfähig machen (Impfen z.B.) wird das Bild der geldgierigen Pharma bemüht. (Welche ausser, dass sie Apotheken mit Medikamenten beliefert mit dem heutigen Apothekenalltag nicht viel am Hut hat). Dafür werden gerne Medikamentenpreise kontinuierlich gesenkt, was am Schluss das Ende der Nahrungsskette am Meisten trifft: Die Apotheken, welche als einziger Player im Gesundheitsbereich ihre Kosten nicht erhöht haben. Sollen die schauen, wie sie mit den vom Staat verordneten Preise und immer kleineren Margen bei diesen vom Staat kontrollierten Medikamenten umgehen.

Kurzum: Die Grundversorgung: Hausärzte, Kinderärzte, Physios und Apotheken werden ausgehungert, abkassiert wird oben: Chefärzte (Stichwort Privat-Honorare, teilweise im Millionenbereich zum Chefarzt Lohn dazu), Krankenkassen-VRs, Krankenkassen benennen Stadien nach sich und und und...und bezahlen tun wir das und die Grundversorgung.


Hast schon recht ausser beim Letzten: Was aus der OKP gemacht wird, ist ja recht streng reguliert. Das Visana-Stadion wird nicht aus den Grundversicherungsprämien finanziert, sondern aus den Zusatzversicherungen.
Wird diese Abgrenzung auch wirklich kontrolliert? Und es geht auch um ein Zeichen nach Aussen...wenn es um Leistungen streichen geht, sind sie zuvorderst. Aber was sehen die Leute? Krankenkassenmanager bei den grossen KKs, welche mehr verdienen als ein Bundesrat und Werbung über Werbung sowie teilweise nervige Anwerbung von Versicherten.

Gleichzeitig dürfen Pharmaunternehmungen für ihre Werbeleistungen bei Arztpraxen, Physiotherapeuten und Apotheken (Plakate, Zahlteler, Wasserspender und und und) keine marktgerechte Vergütung für die Platzierung ihres Logos mehr bezahlen, wenn sie Medikamente im OKP-Bereich im Portfolio haben. Auch wenn sie nur ihren Firmennamen oder Medikamente, welche nicht via OKP vergütet werden bewerben. Eine Einnahmequelle für Grundversorger, welche über Nacht wegfiel. Und teilweise ein nicht kleiner, willkommener zusätzlicher Verdienstfaktor war.
Gleichzeitig darf eine Visana oder KPT im Fussball mit der grossen Werbekeule anrühren, so lange sie das aus dem Zusatzversicherten-Kässeli bezahlen.

Das geht nicht auf.
 

Benutzeravatar
Aficionado
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 13768
Registriert: 12.06.2005, 13:15

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Aficionado »

Käppelijoch hat geschrieben: 09.06.2026, 08:30
Stobologyth hat geschrieben: 08.06.2026, 21:11
Käppelijoch hat geschrieben: 08.06.2026, 20:36
Du steigst nicht bei Null ein, Du hast im Studium die Zeit als Unterassistenzarzt.

In Kantonen wie Graubünden etc. ist der Lohn eher bei der unteren Grenze wie von mir geschrieben.

Und eben...für das, dass es gerade die Assistenz- und Oberärzte sind, welche den Laden 24 Stunden 7 Tage die Woche am Laufen halten, sind sie eigentlich mässig bezahlt.

Ja will man bei den Hausärzten, Kinderärzten und Kinderspitälern den Tarif hochschrauben, wird schnell das Bild des golfenden Arztes im Porsche bemüht. Willst etwas am Tarif bei den Spezialisten schrauben, wird das Bild der zusammekrachenden Versorgung bemüht. Und es ändert sich am Schluss: nichts.

Physios erhalten seit 20 Jahren keinen Teuerungsausgleich - stattdessen sollen ihre Tarife gesenkt werden. Dabeiu verhindert jede richtig rehabilitierte Person die Gesundheitskosten, da weniger Folgekosten entstehen.

Man will die Kompetenzen der Apotheken erweitern und diese auch krankenkassenfähig machen (Impfen z.B.) wird das Bild der geldgierigen Pharma bemüht. (Welche ausser, dass sie Apotheken mit Medikamenten beliefert mit dem heutigen Apothekenalltag nicht viel am Hut hat). Dafür werden gerne Medikamentenpreise kontinuierlich gesenkt, was am Schluss das Ende der Nahrungsskette am Meisten trifft: Die Apotheken, welche als einziger Player im Gesundheitsbereich ihre Kosten nicht erhöht haben. Sollen die schauen, wie sie mit den vom Staat verordneten Preise und immer kleineren Margen bei diesen vom Staat kontrollierten Medikamenten umgehen.

Kurzum: Die Grundversorgung: Hausärzte, Kinderärzte, Physios und Apotheken werden ausgehungert, abkassiert wird oben: Chefärzte (Stichwort Privat-Honorare, teilweise im Millionenbereich zum Chefarzt Lohn dazu), Krankenkassen-VRs, Krankenkassen benennen Stadien nach sich und und und...und bezahlen tun wir das und die Grundversorgung.


Hast schon recht ausser beim Letzten: Was aus der OKP gemacht wird, ist ja recht streng reguliert. Das Visana-Stadion wird nicht aus den Grundversicherungsprämien finanziert, sondern aus den Zusatzversicherungen.
Wird diese Abgrenzung auch wirklich kontrolliert? Und es geht auch um ein Zeichen nach Aussen...wenn es um Leistungen streichen geht, sind sie zuvorderst. Aber was sehen die Leute? Krankenkassenmanager bei den grossen KKs, welche mehr verdienen als ein Bundesrat und Werbung über Werbung sowie teilweise nervige Anwerbung von Versicherten.

Gleichzeitig dürfen Pharmaunternehmungen für ihre Werbeleistungen bei Arztpraxen, Physiotherapeuten und Apotheken (Plakate, Zahlteler, Wasserspender und und und) keine marktgerechte Vergütung für die Platzierung ihres Logos mehr bezahlen, wenn sie Medikamente im OKP-Bereich im Portfolio haben. Auch wenn sie nur ihren Firmennamen oder Medikamente, welche nicht via OKP vergütet werden bewerben. Eine Einnahmequelle für Grundversorger, welche über Nacht wegfiel. Und teilweise ein nicht kleiner, willkommener zusätzlicher Verdienstfaktor war.
Gleichzeitig darf eine Visana oder KPT im Fussball mit der grossen Werbekeule anrühren, so lange sie das aus dem Zusatzversicherten-Kässeli bezahlen.

Das geht nicht auf.
 

Können das Geld jetzt für Lobbyismus ausgeben statt für Wasserspender mit Firmenlogo.

Strelizie
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 934
Registriert: 16.07.2023, 15:09

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Strelizie »

Und ich dachte hier gehts um Koks :p

Online
Benutzeravatar
Taratonga
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 7211
Registriert: 08.12.2004, 10:01
Wohnort: BE

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Taratonga »

Strelizie hat geschrieben: 09.06.2026, 09:27 Und ich dachte hier gehts um Koks :p

Suchst Du eine neue Quelle?

Online
Benutzeravatar
Taratonga
Erfahrener Benutzer
Beiträge: 7211
Registriert: 08.12.2004, 10:01
Wohnort: BE

Re: Leute auf Koks

Beitrag von Taratonga »

Taratonga hat geschrieben: 06.06.2026, 21:41 Lnast geht, z.B wegen Kokain/Heroin-Handel.

Ja, Handel und Vertrieb wird viel härter bestraft als Konsum und das ist auch gut so. Aber ohne den Böueli-Neger (sorry, so heissen die in Bern) könnte er sich keine Lines ziehen.

Grade gefunden:

Die Weißen im Viertel sagen: »Koks-Neger«. Sie sind die Letzten beim Milliardengeschäft mit illegalen Drogen: Sie verteilen kleinste Mengen an die Süchtigen.


Wird wahrscheinlich in AUT/ITA/ESP/BEL etc ähnliche, wenn nicht sogar exakt die selben Bezeichnungen für die drogendealenden Afrikaner in Europa geben. Weiter runter gehts in der Dealer-Hierarchie gar nicht.


https://www.spiegel.de/panorama/uns-has ... 0015045773

Antworten