Bär hat geschrieben: 06.03.2026, 09:39 Ich verstehe den Hate gegen die Persönlichkeit von Lichtsteiner nicht. Ob sympathisch oder nicht, sei dahingestellt. Aber wie er in den Medien kritisiert wird ist mittlerweile echt peinlich.
Seit wann ist es im Fussball etwas schlechtes, wenn jemand ehrgeizig, verbissen und emotional ist? Genau das sind doch Eigenschaften, die man im Stadion und in der eigenen Mannschaft sehen will? Ich finde es ehrlich gesagt gut, wenn ein Trainer an der Seitenlinie auch mal Emotionen zeigt und Druck macht. Gerade bei einer Mannschaft, der man vorwirft, zu wenig Biss zu haben. Da ist es doch das letzte was man braucht, dass diese Schlafmentalität auch noch von der Seitenlinie vorgelebt wird?
Wir reden hier von Spitzensport und nicht von einer Primarschulklasse. Dieses ganze Gerede von Vorbildfunktion im Fussball finde ich sowieso sinnlos. Seit wann suchen wir unsere pädagogischen Vorbilder im Fussball?![]()
Und wenn man sich den internationalen Fussball anschaut, ist diese Emotionalität doch völlig normal. Trainer wie Conte, Simeone, Mourinho, Gattuso oder Klopp stehen auch nicht einfach ruhig an der Linie. Die haben alle diverse Auseinandersetzungen mit Gegnern, Journalisten und Fans. Die leben das Spiel, pushen ihre Mannschaft und drehen halt mal am Rad. So what? Und das machen die seit Beginn ihrer Karriere. Die mussten sich ihre Emotionalität nicht "verdienen", wie das so gerne behauptet wird.
Nur hier in der Schweiz wird sofort ein Drama daraus gemacht. Bloss nicht anecken, bloss nicht zu laut werden. Bünzli-Mentalität halt.
Ehrgeizige, überdurchschnittlich erfolgreiche Schweizer werden reflexartig kritisiert und als unsympathisch empfunden. Sogar bei Federer war das so und mittlerweile auch bei Odi zu beobachten. Und das sind ja grundsätzlich beides eher Unschuldslämmer.
Noch krasser bei SL oder auch einem Alex Frei. Und im Fussball dann noch beim FCB sein, dann braucht es nicht mehr viel und die Artikel und Kommentare kommen.