Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Der Rest...

Wie stimmst du ab

Umfrage endete am 06.03.2026, 16:28

Initiative «Bargeld ist Freiheit» Ja
15
11%
Initiative «Bargeld ist Freiheit» Nein
13
9%
Initiative «Bargeld ist Freiheit» Gegenentwurf
5
4%
SRG-Initiative Ja
10
7%
SRG-Initiative Nein
28
20%
Klimafonds-Initiative Ja
15
11%
Klimafonds-Initiative Nein
20
14%
Individualbesteuerung Ja
19
14%
Individualbesteuerung Nein
14
10%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 139

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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von fcbblog.ch »

Stobologyth hat geschrieben: 02.03.2026, 13:03 Das doofe an der Vorlage ist, dass wir von einer Einführung frühestens 2032 reden weil zuerst noch jedes kantonale Steuerrecht geändert werden muss. Da sind so viele noch unklare Variabeln drin, wie denn dies kantonal geändert wird, ob in der Zwischenzeit der AHV-Plafonds abgeschafft wird etc., dass alle Rechenbeispiele zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich sinnlos sind. Weil diese stets mit der Situation "jetzt" rechnen und nicht mit der Situation "2032". 

Ich tendiere zum Ja, weil das Prinzip der Individualbesteuerung als Prinzip das einzig sinnvolle und zeitgemässe ist in einer Gesellschaft, wo eine Ehe weder notwendig noch beständig ist. Und weil solche Prinzipienentscheide eigentlich immer unabhängig von der Frage beantwortet werden soll "was gewinne ich/was verliere ich?". Aber ich verstehe, dass die Ausgestaltung dieses Prinzipienentscheides vielen Bauchweh macht. Mir geht das nicht anders: Wenn ich dem Tamedia-Rechner vertrauen könnte, würde ein JA bedeuten, dass ich persönlich draufzahlen werde. Andersrum muss ich aber auch sagen, dass sich damals nach meiner Hochzeit die Steuerrechnung massiv vergünstigt hat. Das Problem an der ganzen Geschichte ist halt auch, dass man von den "Verlierern" dieser Systemumstellung irgendwie nicht verlangen kann, dass sie sich halt scheiden lassen sollen, um steuerlich wieder besser dazustehen.

Es wäre eleganter gewesen, eine Art "Besitzstandwahrung" einzuführen: Bestehende Ehepaare werden nach altem System besteuert, neue Ehepaare individuell.

Nein - wenn man Ehepaare individuell besteuern will, dann sollte man es richtig machen und ehrlich: Sprich die Möglichkeit der Ehe und den Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung abschaffen. Es macht keinen Sinn, zwei Personen die eine wirtschaftliche Einheit sein wollen individuell zu besteuern.

Das wäre aber schlicht ein unnötiger und nicht den Lebensrealitäten der meisten Paare und Familien entsprechender Vorschlag.

Es gibt schliesslich ein Gebot der Besteuerung nach Leistungsfähigkeit - wenn ich die Hälfte von allem innerfamiliär aufteilen muss (rechtlich), weil ich verheiratet bin, darf mich der Staat doch nicht gleich besteuern wie jemanden der alles für sich als Einzelperson hat (rechtlich).

Wohlgemerkt - bei Gütertrennung wäre ich dafür individuell zu besteuern. Nur das ist auch heute die Ausnahme.

Wenn dein Ehepartner weniger verdient als du, ist es ja nichts als korrekt, dass sich deine Steuerrechnung im Verhältnis verbilligt hat. Du subventionierst ja schliesslich dann mit deiner PK und deinen Einnahmen eine weitere Person - bist also schlicht nicht mehr gleich leistungsfähig wirtschaftlich, wie vorher.


Bei Rentnern werden die Auswirkungen noch viel krasser - meistens hat der Mann der heutigen Rentnergeneration die PK verdient und oft nicht auszahlen lassen. Praktisch der grösste Teil des Einkommens wird also an ihn ausgezahlt, obwohl es rechtlich im Falle einer Scheidung gesplittet würde.

In welcher Welt es fair wäre und eine Beseitigung der Ehestrafe wenn dieses paar nun höher besteuert wird als wenn es geschieden wäre... Diesen Schwachsinn kann man sich eigentlich nicht ausdenken.

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Somnium
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Somnium »

„Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."

Tief im Herzen wartet jeder auf das Ende der Welt. (Haruki Murakami)

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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von fcbblog.ch »

Top Gleichstellung im 2026... grade im Srf, die Cüpli-trinkende, fast pensionierte Doppelverdienerin, die sich noch politisch in der FDP betätigen kann und ihre Erwachsene Tochter als persönliche Assistentin anstellt, wird entlastet. Die Mutter von 3 Kleinkindern wird zur Kasse gebeten oder in den Arbeitsmarkt gedrängt.

Bravo Schweiz... braucht ja keine Kinder, kann man alles durch Zuwanderung lösen. Einmal mehr gegen junge Familien und Kinder, dafür fürs Portemonnaie der Gutverdiener, was für ein egoistisches Scheissvolk.

Und wohlgemerkt, meine Frau und ich verdienen tupf gleich viel und nicht zu wenig - werden also vorderhand monetär profitieren.

Warum aber all die Familien in meinem Umfeld mit mehr als 2 Kindern, die eh jeden Rappen umdrehen nun im Schnitt ein paar Tausen Franken mehr (nur Bundessteuer) zahlen sollen, während die bestverdienenden Paare entlastet werden... E reini Sauerei us minere Sicht.

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Luigi1893
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Luigi1893 »

Ich als Familienvater bin glücklich über den Ausgang der Abstimmungen.

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Käppelijoch
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Käppelijoch »

Luigi1893 hat geschrieben: 08.03.2026, 15:45 Ich als Familienvater bin glücklich über den Ausgang der Abstimmungen.

Ebenfalls.

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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von fcbblog.ch »

Weil ihr denkt, dass ihr persönlich weniger zahlen werdet, oder weil ihr es gerecht findet, dass Familien bei denen nicht beide hochprozentig arbeiten (können), nun stärker belastet werden?

Am Ende des Tages ist es die absolute steuerliche Abwertung von Kindererziehung und Hausarbeit.

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Nii
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Nii »

Natürlich ist es eine Gleichstellung und im Prinzip "gerechter". Aber diese Umsetzung der Individualbesteuerung ist eher eine Umverteilung von unten nach oben. Hätt's nicht gebraucht. Die Geburtenrate ist schon auf einem Rekordtief, das wird's nicht einfacher machen, da es Modelle der Kinderbetreuung, in welchen ein Elternteil weniger arbeitet, finanziell erschwert. 
Die Ungerechtigkeit der Heiratsstrafe hätte man anders beseitigen können.

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Somnium
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Somnium »

Aargauer sind gegen fixe Blitzer – nun soll der einzige im Kanton weg (Abo-frei!)
https://www.bazonline.ch/aargau-nimmt-b ... 6111878716
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Lorenzo von Matterhon
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Lorenzo von Matterhon »

Nichts neues aus der Schweiz. Man belastet die Ärmsten mehr und entlastet die Reichen im Namen der Gleichstellung. 

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Luigi1893
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Luigi1893 »

fcbblog.ch hat geschrieben: 08.03.2026, 16:08 Weil ihr denkt, dass ihr persönlich weniger zahlen werdet, oder weil ihr es gerecht findet, dass Familien bei denen nicht beide hochprozentig arbeiten (können), nun stärker belastet werden?

Am Ende des Tages ist es die absolute steuerliche Abwertung von Kindererziehung und Hausarbeit.

Weil im Vorfeld der Abstimmung der Individualbesteuerung bei der Gegenseite einmal mehr das veraltete Familienbild (Mann arbeitet und die Frau kümmert sich ausschliesslich um die Kinder) als Paradebeispiel präsentiert wurde. Und das ist für mich in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäss.
Ich und meine Frau haben immer eine passende Lösung bei den Steuern gefunden. Sei dies als ledige oder seit bald 3 Jahren verheiratete Personen. :)

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Käppelijoch
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Käppelijoch »

fcbblog.ch hat geschrieben: 08.03.2026, 16:08 Weil ihr denkt, dass ihr persönlich weniger zahlen werdet, oder weil ihr es gerecht findet, dass Familien bei denen nicht beide hochprozentig arbeiten (können), nun stärker belastet werden?

Am Ende des Tages ist es die absolute steuerliche Abwertung von Kindererziehung und Hausarbeit.

Wir denken es nicht nur, wir wissen es.

Genug Geschenke für die Boomer...13. AHV-Rente, Eigenmietwert weg.
Jetzt sind die Familien dran und ich freue mich sehr über dieses Ergebnis. Wir werden einiges weniger bezahlen.

Seit 40 Jahren ist klar, dass das Steuersystem mit der Heiratsstrage widerrechtlich ist. Man hatte 40 Jahre Zeit, einen Vorschlag zu machen, immer obsiegten die Konservativen mit der Frau am Herd. Es ist überfällig.

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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von fcbblog.ch »

Eigenes Porte-monnaie und Revanche... ja das sind natürlich die Motive die es rechtfertigen, dass die statistisch am meisten armutsgefährdeten Familien mit Kleinkindern/ vielen Kindern die Rechnung zahlen.

Ausserdem befürchte ich viele werden noch auf die Welt kommen, wenn kantonal angepasst wird/werden muss.

Gut ist die Heiratsstrafe weg. Dennoch ist nur ein Splitting System fair besteuert bei Errungenschaftsbeteiligung... Wieso ein Paar das sich zum Beistand verpflichtet und dazu alles was erwirtschaftet wird zu teilen, individuell besteuert werden soll konnte mir noch niemand schlüssig darlegen.

Ego Gesellschaft allez... ich sehe es als grosses Privilieg, dass meine Frau und ich beide Teilzeit arbeiten können, trotz Kindern. Darum muss ich es aber nicht anderen Familiem, bei denen das nicht gut geht das Leben noch schwieriger machen.

Ein erster Faktor, der das Armutsrisiko von Familien beeinflusst, ist die Familienkonstellation. Besonders gefährdet sind Einelternhaushalte, die 4,7 Prozent aller schweizerischen Haushalte ausmachen: Im Jahr 2022 befanden sich 26,2 Prozent aller Einelternhaushalte in prekären finanziellen Verhältnissen (BFS 2023b). Auch kinderreiche Familien (mit drei oder mehr Kindern) weisen mit einem Prekaritätsanteil von 20,6 Prozent ein höheres Armutsrisiko auf.

Ein zweiter Risikofaktor ist das Alter der Kinder. Armutsgefährdet sind vor allem Familien mit Kleinkindern im Alter von 0 bis 3 Jahren (19,9%). Im Gegensatz dazu ist das Armutsrisiko in Familien mit volljährigen Kindern deutlich geringer. Dem höchsten Armutsrisiko (34,5%) ausgesetzt sind Einelternhaushalte mit minderjährigen Kindern.

Auch das Alter der Eltern spielt eine wichtige Rolle beim Armutsrisiko: Jüngere Eltern leben tendenziell in prekären Verhältnissen und bei ihnen ist die Wahrscheinlichkeit eines Sozialhilfebezugs höher (EKFF 2020).

https://sozialesicherheit.ch/de/armut-i ... betroffen/

Toll als Familie in der prekärsten Lebensphase mit mehr Steuern belastet werden...

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Luigi1893
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Luigi1893 »

fcbblog.ch hat geschrieben: 08.03.2026, 19:18 Eigenes Porte-monnaie und Revanche... ja das sind natürlich die Motive die es rechtfertigen, dass die statistisch am meisten armutsgefährdeten Familien mit Kleinkindern/ vielen Kindern die Rechnung zahlen.

Ausserdem befürchte ich viele werden noch auf die Welt kommen, wenn kantonal angepasst wird/werden muss.

Gut ist die Heiratsstrafe weg. Dennoch ist nur ein Splitting System fair besteuert bei Errungenschaftsbeteiligung... Wieso ein Paar das sich zum Beistand verpflichtet und dazu alles was erwirtschaftet wird zu teilen, individuell besteuert werden soll konnte mir noch niemand schlüssig darlegen.

Ego Gesellschaft allez... ich sehe es als grosses Privilieg, dass meine Frau und ich beide Teilzeit arbeiten können, trotz Kindern. Darum muss ich es aber nicht anderen Familiem, bei denen das nicht gut geht das Leben noch schwieriger machen.

Ein erster Faktor, der das Armutsrisiko von Familien beeinflusst, ist die Familienkonstellation. Besonders gefährdet sind Einelternhaushalte, die 4,7 Prozent aller schweizerischen Haushalte ausmachen: Im Jahr 2022 befanden sich 26,2 Prozent aller Einelternhaushalte in prekären finanziellen Verhältnissen (BFS 2023b). Auch kinderreiche Familien (mit drei oder mehr Kindern) weisen mit einem Prekaritätsanteil von 20,6 Prozent ein höheres Armutsrisiko auf.

Ein zweiter Risikofaktor ist das Alter der Kinder. Armutsgefährdet sind vor allem Familien mit Kleinkindern im Alter von 0 bis 3 Jahren (19,9%). Im Gegensatz dazu ist das Armutsrisiko in Familien mit volljährigen Kindern deutlich geringer. Dem höchsten Armutsrisiko (34,5%) ausgesetzt sind Einelternhaushalte mit minderjährigen Kindern.

Auch das Alter der Eltern spielt eine wichtige Rolle beim Armutsrisiko: Jüngere Eltern leben tendenziell in prekären Verhältnissen und bei ihnen ist die Wahrscheinlichkeit eines Sozialhilfebezugs höher (EKFF 2020).

https://sozialesicherheit.ch/de/armut-i ... betroffen/

Toll als Familie in der prekärsten Lebensphase mit mehr Steuern belastet werden...

Ich (derzeit in der Privatwirtschaft tätig) persönlich hatte nie einen riesigen Lohn, meine Frau (welche in einer Kita tätig ist) noch weniger.
Und wir arbeiten beide seit Jahren Teilzeit… Dass ich irgendwann mal wieder Vollzeit arbeiten möchte, ist nun mal ein Fakt der von meiner Frau akzeptiert wird.
Und wir haben nun mal ein Kind der bald 15 Monate wird.

Das Gesetz wird erstmals im Jahr 2032 angewendet, also ich mache mir wegen der Umsetzung (bei den Kantonen) gar keine Sorgen diesbezüglich.

Wenn ich sehe unter welchen erschwerten finanziellen Bedingungen (meiner Eltern) aufgewachsen bin, hatte ich trotz allem eine wunderschöne Kindheit und Jugend. Klar haben sich meine Eltern mehrmals für mich und meine Geschwister bedingungslos geopfert, aber ich schaue sehr gerne zurück.

Mariastein
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Mariastein »

Ist da eigentlich nur die direkte Bundessteuer gemeint, oder auch die Kantons und Gemeindesteuer?

Basler Beobachter
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Basler Beobachter »

Dem Staatshaushalt geht es an den Kragen. Nachdem vor 2 Jahren die 13. AHV-Rente angenommen wurde (u.a. dank vielen FDP und SVP wählendenden Pensionierten), kam heute die Individualbesteuerung durch, was den Staatshaushalt nochmals zusätzlich belastet. In Kombination mit der immer penetranter im Parlament geforderten Erhöhung der Militärausgaben kann man für die Staatsfinanzen schwarz sehen. Hätte man noch den Klima-Fonds angenommen, wäre der Staatsbankrott in nicht mehr all zu weite Nähe gerückt. 

badandugly
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von badandugly »

Lorenzo von Matterhon hat geschrieben: 08.03.2026, 17:08 Nichts neues aus der Schweiz. Man belastet die Ärmsten mehr und entlastet die Reichen im Namen der Gleichstellung. 

Ich bin sicher das die Annahme dieser Abstimmung ein Riesenkuckucksei ist, resp. DAS Eigentor des Jahres. Aber Hauptsache jeder fühlt sich als eigenständiges Individuum ernst genommen… :rolleyes:

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Sean Lionn
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Sean Lionn »

Basler Beobachter hat geschrieben: 08.03.2026, 21:28 Dem Staatshaushalt geht es an den Kragen. Nachdem vor 2 Jahren die 13. AHV-Rente angenommen wurde (u.a. dank vielen FDP und SVP wählendenden Pensionierten), kam heute die Individualbesteuerung durch, was den Staatshaushalt nochmals zusätzlich belastet. In Kombination mit der immer penetranter im Parlament geforderten Erhöhung der Militärausgaben kann man für die Staatsfinanzen schwarz sehen. Hätte man noch den Klima-Fonds angenommen, wäre der Staatsbankrott in nicht mehr all zu weite Nähe gerückt. 

in einem land, indem der interkantonale steuerwettbewerb mit seinem fortlaufenden unterbietungswettbewerb staatsräson ist, sollte man die schuld für klamme kassen nicht in der bevölkerung suchen. und dass die vermeintlich alternativlose sparpolitik in erster linie ideologische scheuklappenpolitik ist, muss ich dir hoffentlich nicht auch noch erklären.

ch-maggot
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von ch-maggot »

Sean Lionn hat geschrieben: 08.03.2026, 23:53
Basler Beobachter hat geschrieben: 08.03.2026, 21:28 Dem Staatshaushalt geht es an den Kragen. Nachdem vor 2 Jahren die 13. AHV-Rente angenommen wurde (u.a. dank vielen FDP und SVP wählendenden Pensionierten), kam heute die Individualbesteuerung durch, was den Staatshaushalt nochmals zusätzlich belastet. In Kombination mit der immer penetranter im Parlament geforderten Erhöhung der Militärausgaben kann man für die Staatsfinanzen schwarz sehen. Hätte man noch den Klima-Fonds angenommen, wäre der Staatsbankrott in nicht mehr all zu weite Nähe gerückt. 

in einem land, indem der interkantonale steuerwettbewerb mit seinem fortlaufenden unterbietungswettbewerb staatsräson ist, sollte man die schuld für klamme kassen nicht in der bevölkerung suchen. und dass die vermeintlich alternativlose sparpolitik in erster linie ideologische scheuklappenpolitik ist, muss ich dir hoffentlich nicht auch noch erklären.

Und bis man sich nach dem 42 Sparpaket zum 41 mal verrechnet und dann doch wieder Milliarden-Steuergewinne macht.
Die Schweiz, das Armenhaus der Welt!

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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Basler Beobachter »

Sean Lionn hat geschrieben: 08.03.2026, 23:53 in einem land, indem der interkantonale steuerwettbewerb mit seinem fortlaufenden unterbietungswettbewerb staatsräson ist, sollte man die schuld für klamme kassen nicht in der bevölkerung suchen. und dass die vermeintlich alternativlose sparpolitik in erster linie ideologische scheuklappenpolitik ist, muss ich dir hoffentlich nicht auch noch erklären.
Mein Beitrag war keine Sachpolitik, sondern nur eine nüchterne Feststellung, dass die Gefahr besteht, der Schweizer Haushalt, der bis anhin nicht derart überverschuldet ist wie teilweise in anderen Staaten, bald einmal ausser Kontrolle geraten wird, das heisst, dass zukünftige Generationen sehr viel arbeiten müssen, um nur die staatlichen Zinsen zu stemmen. Bei Staatsgeldern ist es irgendwie wie mit der Medizin: Alle wollen so viel wie möglich profitieren, die anderen sollen dafür gerade stehen, und am Ende kollabiert das System. Unsere Krankenkassenprämien marschieren ins Uferlose. Den Staatsschulden droht das gleiche. 

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BaslerBasilisk
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von BaslerBasilisk »

Luigi1893 hat geschrieben: 08.03.2026, 17:30
fcbblog.ch hat geschrieben: 08.03.2026, 16:08 Weil ihr denkt, dass ihr persönlich weniger zahlen werdet, oder weil ihr es gerecht findet, dass Familien bei denen nicht beide hochprozentig arbeiten (können), nun stärker belastet werden?

Am Ende des Tages ist es die absolute steuerliche Abwertung von Kindererziehung und Hausarbeit.
Weil im Vorfeld der Abstimmung der Individualbesteuerung bei der Gegenseite einmal mehr das veraltete Familienbild (Mann arbeitet und die Frau kümmert sich ausschliesslich um die Kinder) als Paradebeispiel präsentiert wurde. Und das ist für mich in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäss.
Ich und meine Frau haben immer eine passende Lösung bei den Steuern gefunden. Sei dies als ledige oder seit bald 3 Jahren verheiratete Personen. :)
Nicht mehr Zeitgemäss.. ich kanns nicht hören. Auch in der heutigen Zeit gibt es noch Eltern, die nicht 100 oder 80% arbeiten wollen um mehr für die Kinder da zu sein.

Ich würde liebend gern Hausmann werden, wird aber nie passieren aufgrund der Wirtschaft und mit dem Ja nun noch weniger.

Ich erwarte das dritte Kind und mache nun jetzt schon fast jeden Monat minus, trotz gutem Einkommen.
Hättem ir jemand vor 10 Jahren gesagt, ich verdiene mit Mitte 30 so viel, ich wäre hoch erfreut gewesen. heute weiss ich, dieses Geld reicht gerade zum Leben. Kein Urlaub, kein Haus, gerade so ein Gebrauchtwagen und zum Glück sind nun wieder Kinderkleiderbörsen. Cool darf ich jetzt noch höhere Steuern mit ins Budget nhemen.
#Erfolg isch nit alles im Läbe
#bi Sunneshiin und Räge

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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von fcbblog.ch »

BaslerBasilisk hat geschrieben: 09.03.2026, 07:38
Luigi1893 hat geschrieben: 08.03.2026, 17:30
fcbblog.ch hat geschrieben: 08.03.2026, 16:08 Weil ihr denkt, dass ihr persönlich weniger zahlen werdet, oder weil ihr es gerecht findet, dass Familien bei denen nicht beide hochprozentig arbeiten (können), nun stärker belastet werden?

Am Ende des Tages ist es die absolute steuerliche Abwertung von Kindererziehung und Hausarbeit.
Weil im Vorfeld der Abstimmung der Individualbesteuerung bei der Gegenseite einmal mehr das veraltete Familienbild (Mann arbeitet und die Frau kümmert sich ausschliesslich um die Kinder) als Paradebeispiel präsentiert wurde. Und das ist für mich in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäss.
Ich und meine Frau haben immer eine passende Lösung bei den Steuern gefunden. Sei dies als ledige oder seit bald 3 Jahren verheiratete Personen. :)
Nicht mehr Zeitgemäss.. ich kanns nicht hören. Auch in der heutigen Zeit gibt es noch Eltern, die nicht 100 oder 80% arbeiten wollen um mehr für die Kinder da zu sein.

Ich würde liebend gern Hausmann werden, wird aber nie passieren aufgrund der Wirtschaft und mit dem Ja nun noch weniger.

Ich erwarte das dritte Kind und mache nun jetzt schon fast jeden Monat minus, trotz gutem Einkommen.
Hättem ir jemand vor 10 Jahren gesagt, ich verdiene mit Mitte 30 so viel, ich wäre hoch erfreut gewesen. heute weiss ich, dieses Geld reicht gerade zum Leben. Kein Urlaub, kein Haus, gerade so ein Gebrauchtwagen und zum Glück sind nun wieder Kinderkleiderbörsen. Cool darf ich jetzt noch höhere Steuern mit ins Budget nhemen.


Mal abwarten - es ist natürlich ein völlig idiotischer Entscheid und unlogisch Ehepaare mit Errungenschaftsbeteiligung beim gemeinsamen Vermögen und Einkommen getrennt zu besteuern. Aber: Es kommt hoffentlich noch die CVP Splitting Initiative um das zu korrigieren.

Und ich hoffe wirklich schwer, dass sich die Schweizer Bevölkerung und die Kantone für nochmals deutlich massivere Kinderabzüge auch auf Kantonsebene aussprechen, wenn das ganze auf individueller Ebene anzuschauen wirklich bestand haben sollte.

Lasst euch die Freude auf den Nachwuchs nicht nehmen - da wird noch einiges passieren, bis die Steuerrechnung auf dem Tisch liegt. 
 

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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von badandugly »

fcbblog.ch hat geschrieben: 09.03.2026, 08:14
BaslerBasilisk hat geschrieben: 09.03.2026, 07:38
Luigi1893 hat geschrieben: 08.03.2026, 17:30
Weil im Vorfeld der Abstimmung der Individualbesteuerung bei der Gegenseite einmal mehr das veraltete Familienbild (Mann arbeitet und die Frau kümmert sich ausschliesslich um die Kinder) als Paradebeispiel präsentiert wurde. Und das ist für mich in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäss.
Ich und meine Frau haben immer eine passende Lösung bei den Steuern gefunden. Sei dies als ledige oder seit bald 3 Jahren verheiratete Personen. :)
Nicht mehr Zeitgemäss.. ich kanns nicht hören. Auch in der heutigen Zeit gibt es noch Eltern, die nicht 100 oder 80% arbeiten wollen um mehr für die Kinder da zu sein.

Ich würde liebend gern Hausmann werden, wird aber nie passieren aufgrund der Wirtschaft und mit dem Ja nun noch weniger.

Ich erwarte das dritte Kind und mache nun jetzt schon fast jeden Monat minus, trotz gutem Einkommen.
Hättem ir jemand vor 10 Jahren gesagt, ich verdiene mit Mitte 30 so viel, ich wäre hoch erfreut gewesen. heute weiss ich, dieses Geld reicht gerade zum Leben. Kein Urlaub, kein Haus, gerade so ein Gebrauchtwagen und zum Glück sind nun wieder Kinderkleiderbörsen. Cool darf ich jetzt noch höhere Steuern mit ins Budget nhemen.


Mal abwarten - es ist natürlich ein völlig idiotischer Entscheid und unlogisch Ehepaare mit Errungenschaftsbeteiligung beim gemeinsamen Vermögen und Einkommen getrennt zu besteuern. Aber: Es kommt hoffentlich noch die CVP Splitting Initiative um das zu korrigieren.

Und ich hoffe wirklich schwer, dass sich die Schweizer Bevölkerung und die Kantone für nochmals deutlich massivere Kinderabzüge auch auf Kantonsebene aussprechen, wenn das ganze auf individueller Ebene anzuschauen wirklich bestand haben sollte.

Lasst euch die Freude auf den Nachwuchs nicht nehmen - da wird noch einiges passieren, bis die Steuerrechnung auf dem Tisch liegt. 
Mir graut vor den Konsequenzen nach diesem Entscheid. Nicht finanziell für uns sondern weil nun ein Mass an Bürokratie produziert wird und am Ende wird die Erkenntnis stehen, dass massive Fehleinschätzungen zu diesem Abstimmungsergebnis geführt haben. Ich bin mal gespannt, wie die neue Wegleitung zur Steuererklärung aussehen wird! Die wird man gar nicht mehr an einem Tag lesen können, geschweige den verstehen bei der Abhandlung von Sonderfällen.
Mein Lesen und Verstehen ist nicht schlecht, aber ich sehe da zehntausende, die überfordert sein werden, die nichts sparen und im schlimmsten Fall noch stärker belastet sein werden. Die Überforderung wird auch bei den Sachbearbeitern "lustige" Blüten treiben, gefolgt von Einsprachen...
Das System war nicht mehr ganz zeitgemäss, die "Heiratsstrafe" war nicht richtig, aber diese Vorlage ist ein trojanisches Pferd. Es wird etwas überholtes durch etwas nicht zu Ende gedachtes ersetzt, darum hätte die Vorlage abgelehnt gehört. Es hätte bessere und einfachere Lösungen gegeben. Nun gut, Alea jacta est,  lasst die Spiele beginnen.
 

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Luigi1893
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Luigi1893 »

BaslerBasilisk hat geschrieben: 09.03.2026, 07:38
Luigi1893 hat geschrieben: 08.03.2026, 17:30
fcbblog.ch hat geschrieben: 08.03.2026, 16:08 Weil ihr denkt, dass ihr persönlich weniger zahlen werdet, oder weil ihr es gerecht findet, dass Familien bei denen nicht beide hochprozentig arbeiten (können), nun stärker belastet werden?

Am Ende des Tages ist es die absolute steuerliche Abwertung von Kindererziehung und Hausarbeit.
Weil im Vorfeld der Abstimmung der Individualbesteuerung bei der Gegenseite einmal mehr das veraltete Familienbild (Mann arbeitet und die Frau kümmert sich ausschliesslich um die Kinder) als Paradebeispiel präsentiert wurde. Und das ist für mich in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäss.
Ich und meine Frau haben immer eine passende Lösung bei den Steuern gefunden. Sei dies als ledige oder seit bald 3 Jahren verheiratete Personen. :)
Nicht mehr Zeitgemäss.. ich kanns nicht hören. Auch in der heutigen Zeit gibt es noch Eltern, die nicht 100 oder 80% arbeiten wollen um mehr für die Kinder da zu sein.

Ich würde liebend gern Hausmann werden, wird aber nie passieren aufgrund der Wirtschaft und mit dem Ja nun noch weniger.

Ich erwarte das dritte Kind und mache nun jetzt schon fast jeden Monat minus, trotz gutem Einkommen.
Hättem ir jemand vor 10 Jahren gesagt, ich verdiene mit Mitte 30 so viel, ich wäre hoch erfreut gewesen. heute weiss ich, dieses Geld reicht gerade zum Leben. Kein Urlaub, kein Haus, gerade so ein Gebrauchtwagen und zum Glück sind nun wieder Kinderkleiderbörsen. Cool darf ich jetzt noch höhere Steuern mit ins Budget nhemen.
Schlussendlich ist der Entscheid ob man mit Kindern arbeiten möchte etwas individuelles.

Wir lieben unseren Sohn über alles und er uns. Gleichzeitig ist es uns halt wichtig dass auch andere wichtige Bezugspersonen (in diesem Fall meine als auch die Eltern meiner Frau) in seinem Leben hat. Und mit denen versteht sich unser Sohn genau so blendend.

Wir leben in einer Mietwohnung, wobei wir diese evtl. in wenigen Jahren von meinen Schwiegereltern übernehmen werden da es eine Eigentumswohnung ist. Und meine Schwägerin möchte die Wohnung nicht. Die Mehrheit der Kleider von unserem Sohn haben wir uns auch ausschliesslich Second Hand besorgt sprich an Kinderkleiderbörsen welche es an vielen Ecken gibt. Ein Auto haben wir nicht und wir setzen ausschliesslich auf Carsharing. Und ohnehin kann meine Frau kein Auto fahren, also bin ich jeweils der Fahrer. Deshalb sind wir aber auch sehr häufig mit dem öV unterwegs. Wir leben grundsätzlich sehr sparsam indem wir beispielsweise pro Woche 1x einkaufen gehen anstatt jeden Tag. Und Ferien gönnen wir uns 1x im Jahr. Wir haben uns bereits jetzt mit der zukünftigen Schule befasst. Aber das werde ich jetzt nicht weiter ausführen.

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Aficionado
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Aficionado »

fcbblog.ch hat geschrieben: 09.03.2026, 08:14
BaslerBasilisk hat geschrieben: 09.03.2026, 07:38
Luigi1893 hat geschrieben: 08.03.2026, 17:30
Weil im Vorfeld der Abstimmung der Individualbesteuerung bei der Gegenseite einmal mehr das veraltete Familienbild (Mann arbeitet und die Frau kümmert sich ausschliesslich um die Kinder) als Paradebeispiel präsentiert wurde. Und das ist für mich in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäss.
Ich und meine Frau haben immer eine passende Lösung bei den Steuern gefunden. Sei dies als ledige oder seit bald 3 Jahren verheiratete Personen. :)
Nicht mehr Zeitgemäss.. ich kanns nicht hören. Auch in der heutigen Zeit gibt es noch Eltern, die nicht 100 oder 80% arbeiten wollen um mehr für die Kinder da zu sein.

Ich würde liebend gern Hausmann werden, wird aber nie passieren aufgrund der Wirtschaft und mit dem Ja nun noch weniger.

Ich erwarte das dritte Kind und mache nun jetzt schon fast jeden Monat minus, trotz gutem Einkommen.
Hättem ir jemand vor 10 Jahren gesagt, ich verdiene mit Mitte 30 so viel, ich wäre hoch erfreut gewesen. heute weiss ich, dieses Geld reicht gerade zum Leben. Kein Urlaub, kein Haus, gerade so ein Gebrauchtwagen und zum Glück sind nun wieder Kinderkleiderbörsen. Cool darf ich jetzt noch höhere Steuern mit ins Budget nhemen.


Mal abwarten - es ist natürlich ein völlig idiotischer Entscheid und unlogisch Ehepaare mit Errungenschaftsbeteiligung beim gemeinsamen Vermögen und Einkommen getrennt zu besteuern. Aber: Es kommt hoffentlich noch die CVP Splitting Initiative um das zu korrigieren.

Und ich hoffe wirklich schwer, dass sich die Schweizer Bevölkerung und die Kantone für nochmals deutlich massivere Kinderabzüge auch auf Kantonsebene aussprechen, wenn das ganze auf individueller Ebene anzuschauen wirklich bestand haben sollte.

Lasst euch die Freude auf den Nachwuchs nicht nehmen - da wird noch einiges passieren, bis die Steuerrechnung auf dem Tisch liegt. 
 

Eine FDP Initiative kann nur auf die Ärmsten im Land abzielen, um sich selber zu bereichern.

Ja, mal achauen was die Mitte noch macht.

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BaslerBasilisk
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von BaslerBasilisk »

Luigi1893 hat geschrieben: 09.03.2026, 09:10
BaslerBasilisk hat geschrieben: 09.03.2026, 07:38
Luigi1893 hat geschrieben: 08.03.2026, 17:30
Weil im Vorfeld der Abstimmung der Individualbesteuerung bei der Gegenseite einmal mehr das veraltete Familienbild (Mann arbeitet und die Frau kümmert sich ausschliesslich um die Kinder) als Paradebeispiel präsentiert wurde. Und das ist für mich in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäss.
Ich und meine Frau haben immer eine passende Lösung bei den Steuern gefunden. Sei dies als ledige oder seit bald 3 Jahren verheiratete Personen. :)
Nicht mehr Zeitgemäss.. ich kanns nicht hören. Auch in der heutigen Zeit gibt es noch Eltern, die nicht 100 oder 80% arbeiten wollen um mehr für die Kinder da zu sein.

Ich würde liebend gern Hausmann werden, wird aber nie passieren aufgrund der Wirtschaft und mit dem Ja nun noch weniger.

Ich erwarte das dritte Kind und mache nun jetzt schon fast jeden Monat minus, trotz gutem Einkommen.
Hättem ir jemand vor 10 Jahren gesagt, ich verdiene mit Mitte 30 so viel, ich wäre hoch erfreut gewesen. heute weiss ich, dieses Geld reicht gerade zum Leben. Kein Urlaub, kein Haus, gerade so ein Gebrauchtwagen und zum Glück sind nun wieder Kinderkleiderbörsen. Cool darf ich jetzt noch höhere Steuern mit ins Budget nhemen.
Schlussendlich ist der Entscheid ob man mit Kindern arbeiten möchte etwas individuelles.
...
Sollte man meinen. Es liegt eigentlich gar nicht mehr drin, nicht zu arbeiten. Also ohne gleich an der Armutsgrenze zu leben.
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Somnium
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Somnium »

Und gleichzeitig verschwinden immer mehr Arbeitsplätze. Zum Beispiel 700+ bei der SRG…
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Taratonga
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Taratonga »

Schaut Euch mal die Graphiken an: wieder einmal sieht man den Röstigraben in Extremis. Welschschweiz, Jura: Ja zur Individualbeteuerungs-Initiative, Deutschschweiz nein.

Als Romand würde ich mich zu Tode nerven.

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Luigi1893
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Luigi1893 »

BaslerBasilisk hat geschrieben: 09.03.2026, 09:44
Luigi1893 hat geschrieben: 09.03.2026, 09:10
BaslerBasilisk hat geschrieben: 09.03.2026, 07:38
Nicht mehr Zeitgemäss.. ich kanns nicht hören. Auch in der heutigen Zeit gibt es noch Eltern, die nicht 100 oder 80% arbeiten wollen um mehr für die Kinder da zu sein.

Ich würde liebend gern Hausmann werden, wird aber nie passieren aufgrund der Wirtschaft und mit dem Ja nun noch weniger.

Ich erwarte das dritte Kind und mache nun jetzt schon fast jeden Monat minus, trotz gutem Einkommen.
Hättem ir jemand vor 10 Jahren gesagt, ich verdiene mit Mitte 30 so viel, ich wäre hoch erfreut gewesen. heute weiss ich, dieses Geld reicht gerade zum Leben. Kein Urlaub, kein Haus, gerade so ein Gebrauchtwagen und zum Glück sind nun wieder Kinderkleiderbörsen. Cool darf ich jetzt noch höhere Steuern mit ins Budget nhemen.
Schlussendlich ist der Entscheid ob man mit Kindern arbeiten möchte etwas individuelles.
...
Sollte man meinen. Es liegt eigentlich gar nicht mehr drin, nicht zu arbeiten. Also ohne gleich an der Armutsgrenze zu leben.


Wie bereits gesagt. Ich verdiene deutlich unter dem branchenüblichen Durchschnitt (gemäss Lohnbuch), meine Frau verdient in der Kita einen Hungerlohn. Zum Leben reicht es trotzdem aus indem wir beispielsweise bei unserer Krankenkasse die höchste Franchise gewählt haben. Und wir kommen finanziell über die Runden... Obschon ich für die Arbeit derzeit über 3 Stunden jeweils unterwegs bin.
 

badandugly
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von badandugly »

Taratonga hat geschrieben: 09.03.2026, 09:51 Schaut Euch mal die Graphiken an: wieder einmal sieht man den Röstigraben in Extremis. Welschschweiz, Jura: Ja zur Individualbeteuerungs-Initiative, Deutschschweiz nein.

Als Romand würde ich mich zu Tode nerven.

Hä? hast du da nicht etwas verwechselt? So wie Du schreibst müssten die Romands ja frohlocken.

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Taratonga
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Re: Volksabstimmung vom 8. Februar 2026

Beitrag von Taratonga »

badandugly hat geschrieben: 09.03.2026, 10:30
Taratonga hat geschrieben: 09.03.2026, 09:51 Schaut Euch mal die Graphiken an: wieder einmal sieht man den Röstigraben in Extremis. Welschschweiz, Jura: Ja zur Individualbeteuerungs-Initiative, Deutschschweiz nein.

Als Romand würde ich mich zu Tode nerven.

Hä? hast du da nicht etwas verwechselt? So wie Du schreibst müssten die Romands ja frohlocken.

Sorry, natürlich, ja🤦‍♂️ Ändert aber nichts bzgl. Röstigraben. Schon krasses Phänomen in einem so winzigen Land. Die Romands werden regelmässig aus der Deutschschweiz überstimmt. Ob ja oder nein ist sekundär.

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