Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

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Basler Beobachter
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Basler Beobachter »

Somnium hat geschrieben: 29.12.2025, 23:01 Am unteren Ende des Hyper-Kapitalismus…:

https://ibb.co/jPsGPXhP (TXT-Screenshot!)

Deine  Bemerkung ist falsch. Hat nichts mit Kapitalismus zu tun. Sondern damit, dass zu wenige Menschen als LKW-Chauffeur tätig sein wollen. Ist auch ein schwieriger Beruf. Unregelmässig zu Hause sein. Die Angst, jemanden unabsichtlich im Verkehr zu töten. Ewig langes Warten vor Zollübergängen.

Der Vorteil für LKW-Fahrer: Man kann den Mangel dazu benützen, höhere Lohnforderungen zu stellen. 

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Somnium
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Somnium »

Das hat sehr wohl etwas Kapitalismus zu tun. Ganz viel sogar. Temu, Zalando, Amazon und all das Zeugs im stationären Verkauf, das muss angeliefert werden. Guckst dir mal an, was da nur schon im Pendlerstau jeden Abend ab Schweizerhalle die rechte Spur blockiert.

Da kommen für einige am oberen Ende der Nahrungskette Probleme auf sie zu, die sich hätten vermeiden lassen, wenn man nicht einfach nur abgeschöpft hätte, sondern auch mal da investiert hätte, wo man glaubte, das regle dann schon der Markt, die Politik.

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Basler Beobachter
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Basler Beobachter »

Somnium hat geschrieben: 30.12.2025, 02:14 Das hat sehr wohl etwas Kapitalismus zu tun. Ganz viel sogar. Temu, Zalando, Amazon und all das Zeugs im stationären Verkauf, das muss angeliefert werden. Guckst dir mal an, was da nur schon im Pendlerstau jeden Abend ab Schweizerhalle die rechte Spur blockiert.
Kapitalismus = Firmen in Privatbesitz   -   Sozialismus = Firmen in Staatsbesitz

Um die vielen Päckli liefernden LKWs zu reduzieren, bringt die Abschaffung des Kapitalismus nichts, denn sonst würden einfach LKWs in Staatsbesitz die Päckli liefern.

Um die Päcklilieferungen zu reduzieren, müsste es Pflicht sein, dass der Kunde für den Aufwand der Rücksendung selber finanziell aufkommen müsste. Es gibt viele Päckli-Kunden, die im Voraus wissen, dass sie 90 % der Bestellungen zurückschicken werden. Sie wollen aber viel geliefert bekommen, um zu Hause die Ware anzusehen und zu testen, um sich danach zu entscheiden, welche 10 % sie behalten wollen. Zudem müsste eine Gebühr von CHF 20.-- pro Päckli zu Lasten des Käufers erhoben werden. Bedenklich auch, dass viele zurückgelieferte Ware einfach entsorgt wird, weil das billiger ist, als diese wieder verkaufstüchtig zu machen.

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Somnium
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Somnium »

Ich schrub nirgends von der Abschaffung des Kapitalismus.

Und Politik/Lobbyisten (bürgerliche!) sind nicht an Regulation interessiert. Sondern an Maximierung. Daran krankt das System.

Und daran, dass es den Bürgerlichen erfolgreich gelungen ist, ihr Tun und Handeln als unverzichtbar den Wählern zu verkaufen und die zu brandmarken, welche ernsthaft an Lösungen interessiert sind. Den jeder politische Eingriff in das System vermindert den Kapitalfluss.
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slab
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von slab »

Somnium hat geschrieben: 30.12.2025, 11:37 Ich schrub nirgends von der Abschaffung des Kapitalismus.

Und Politik/Lobbyisten (bürgerliche!) sind nicht an Regulation interessiert. Sondern an Maximierung. Daran krankt das System.

Und daran, dass es den Bürgerlichen erfolgreich gelungen ist, ihr Tun und Handeln als unverzichtbar den Wählern zu verkaufen und die zu brandmarken, welche ernsthaft an Lösungen interessiert sind. Den jeder politische Eingriff in das System vermindert den Kapitalfluss.
Aber die SVP fordert strengere Regeln für ausländische Händler wie temu und co.
Welcher Politiker / Lobyist (bürgerlicher!) ist nun genau Schuld, dass so viele Temu Bestellungen in der Schweiz landen? 
 

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Somnium
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Somnium »

Temu war einfach ein Beispiel…

Weniger aus dem Ausland heisst nicht automatisch weniger auf der Strasse.
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slab
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von slab »

Somnium hat geschrieben: 30.12.2025, 02:14 Das hat sehr wohl etwas Kapitalismus zu tun. Ganz viel sogar. Temu, Zalando, Amazon und all das Zeugs im stationären Verkauf, das muss angeliefert werden. Guckst dir mal an, was da nur schon im Pendlerstau jeden Abend ab Schweizerhalle die rechte Spur blockiert.

Da kommen für einige am oberen Ende der Nahrungskette Probleme auf sie zu, die sich hätten vermeiden lassen, wenn man nicht einfach nur abgeschöpft hätte, sondern auch mal da investiert hätte, wo man glaubte, das regle dann schon der Markt, die Politik.

Klassischer „sich in den eigene Fuss geschossen-Move“.

Das hast du genau hier gesagt...

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Somnium
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Somnium »

….und all das Zeugs im stationären Verkauf.

😉
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slab
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von slab »

Zum Glück kaufst du niemals was im Laden ein  :rolleyes:

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Basilou
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Basilou »

Basler Beobachter hat geschrieben: 30.12.2025, 01:28
Somnium hat geschrieben: 29.12.2025, 23:01 Am unteren Ende des Hyper-Kapitalismus…:

https://ibb.co/jPsGPXhP (TXT-Screenshot!)

Deine  Bemerkung ist falsch. Hat nichts mit Kapitalismus zu tun. Sondern damit, dass zu wenige Menschen als LKW-Chauffeur tätig sein wollen. Ist auch ein schwieriger Beruf. Unregelmässig zu Hause sein. Die Angst, jemanden unabsichtlich im Verkehr zu töten. Ewig langes Warten vor Zollübergängen.

Der Vorteil für LKW-Fahrer: Man kann den Mangel dazu benützen, höhere Lohnforderungen zu stellen. 
"Unregelmässig zu Hause sein" (oder eher/auch: mehrere Tage im Stück nicht zu Hause sein) okay, aber denkst Du tatsächlich, dass "die Angst, jemanden unabsichtlich im Verkehr zu töten" und "Ewig langes Warten vor Zollübergängen" zu den Hauptgründen zählen, wieso jemand nicht LKW-Fahrer werden will? Mal ehrlich, ein Hauptgrund wird ja wohl der beschissene Lohn sein. Von dem her hat es sehr wohl mit Kapitalismus zu tun.

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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Basler Beobachter »

Basilou hat geschrieben: 30.12.2025, 13:34 Unregelmässig zu Hause sein" (oder eher/auch: mehrere Tage im Stück nicht zu Hause sein) okay, aber denkst Du tatsächlich, dass "die Angst, jemanden unabsichtlich im Verkehr zu töten" und "Ewig langes Warten vor Zollübergängen" zu den Hauptgründen zählen, wieso jemand nicht LKW-Fahrer werden will? Mal ehrlich, ein Hauptgrund wird ja wohl der beschissene Lohn sein. Von dem her hat es sehr wohl mit Kapitalismus zu tun.

Dass gewisse Löhne im Kapitalismus sehr niedrig sind, ist unbestritten. Aber in den Branchen, in denen verzweifelt Mitarbeiter gesucht werden, kann man am einfachsten höhere Lohnforderungen stellen. 

Ebenfalls bekannt ist, dass die LKW-Fahrer in den früheren osteuropäischen Ländern Löhne hatten, die mit Hochschulabsolventen vergleichbar waren. Also nicht so wie bei uns im Kapitalismus. Dennoch konnten sie in diesen Ländern weniger konsumieren als bei uns. 

Zudem weiss auch ich, dass der Sozialismus per Definition menschlicher und gerechter ist als der Kapitalismus. Nur hat es sich in der Praxis herausgestellt, dass fast alle im Sozialismus lebenden Menschen den Traum hatten, in ein kapitalistisches Land umzuziehen, was jedoch von den Grenzbeamten und Behörden mit Gewalt verhindert wurde. Daran denke ich immer dann, wenn wieder mal jemand dem Kapitalismus die Schuld für Missstände gibt. Dennoch, als demokratisch eingestellter Mensch werde ich es akzeptieren, wenn irgendwann mal die Mehrheit der Schweizer an der Urne entscheiden würde, ab sofort den Sozialismus einzuführen und alle privaten Firmen zu verstaatlichen. Aber es würde mich sehr wundern, wenn ein solcher Entscheid eine Mehrheit findet würde. Eine solche Mehrheit traue ich im Moment nur  den Stimmberechtigten in der Stadt Bern zu. 

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Somnium
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Somnium »

Man muss kein Befürworter des Sozialismus sein, wenn man den (Hyper)-Kapitalismus kritisiert. Und Kritik nicht gleich Forderung nach „Abschaffung“.

Niemand, der bei Sinnen ist, will den „real existierenden Sozialismus“. Tatsache ist aber auch, dass Steuerkonstrukte, willige Politiker und Lobbyisten den Kapitalismus zu etwas machen, das langfristig nicht überleben kann.

Hat mit Gier und „den Hals nicht vollkriegen“ zu tun.

Man kann es auch darstellen:

https://www.instagram.com/reel/DS15-QYiFAc/?igsh=
„Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."

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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Basler Beobachter »

Somnium hat geschrieben: 30.12.2025, 17:54 Man muss kein Befürworter des Sozialismus sein, wenn man den (Hyper)-Kapitalismus kritisiert. Und Kritik nicht gleich Forderung nach „Abschaffung“.

Niemand, der bei Sinnen ist, will den „real existierenden Sozialismus“. Tatsache ist aber auch, dass Steuerkonstrukte, willige Politiker und Lobbyisten den Kapitalismus zu etwas machen, das langfristig nicht überleben kann.

Hat mit Gier und „den Hals nicht vollkriegen“ zu tun.
Dass viele den Hals nicht vollkriegen, ist auch im Sport festzustellen. Und auch damals bei den Machthabern im "real existierenden Sozialismus". Offenbar wurde dies den auf der Erde lebenden Wesen von Natur aus zugeteilt, um zu überleben. Einige sind weniger gierig als andere, weil von der Zivilisation so geformt. Bei anderen hat das nicht so sehr angeschlagen. 

Dass Zustände wie im Frühkapitalismus soziale Not verursachen, ist unbestritten. Das Gegenteil (Sozialismus) funktioniert auch nicht. Daher braucht es eine gute Mischung, die in den westlichen Ländern zumindest halbwegs bis gut funktioniert. Wenn man den Abgehängten alles wegnimmt, riskiert man Unruhen. Wenn man den Machern zu viel wegnimmt, wird das System träge. Wenn man zu vielen Profiteuren ohne Gegenleistung auf Staatskosten ein gutes Leben finanzieren will, kollabiert das System, denn irgendwann wird die Staatsschuldenwirtschaft unbezahlbar. 

Daher ist es absoluter Unsinn, wenn eine SP die "Überwindung des Kapitalismus" propagiert. Das Motto sollte "Verbesserung des Kapitalismus" heissen. 

Es ist nun mal so, dass der Mensch vor allem durch Belohnung motiviert ist. Selbst die Delphin-Therapien für Behinderte funktionieren nach diesem Prinzip. Als in Nordkorea der Bevölkerung eine Hungersnot drohte, erlaubte die Regierung, dass die Bauern einen Teil der Landwirtschaft auf eigene Rechnung bewirtschaften können. Und plötzlich hatten die Menschen wieder genug zu essen. Als nach der russischen Revolution Mängel an Esswaren und anderen Dingen entstanden, erlaubte Lenin gegen den Willen von einigen Parteigenossen privates Wirtschaften in kleinem Rahmen. Danach verbesserte sich das Leben in der damaligen UdSSR, bis Genosse Stalin ans Ruder kam und grossen den Terror einführte. Siehe auch Neue Ökonomische Politik – Wikipedia.

In einer gut funktionierenden Fussballmannschaft kämpft jeder für das Team und für die Kollegen, alle für einen und einer für alle. Wenn die Menschen auch ausserhalb einer guten Fussballmannschaft in allen Lebenslagen so denken und handeln würden, wäre eine sozialistische Welt viel besser als eine kapitalistische. Die von der Natur geschenkten Gene verunmöglichen dies. 

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Basilou
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Basilou »

Basler Beobachter hat geschrieben: 30.12.2025, 17:16
Basilou hat geschrieben: 30.12.2025, 13:34 Unregelmässig zu Hause sein" (oder eher/auch: mehrere Tage im Stück nicht zu Hause sein) okay, aber denkst Du tatsächlich, dass "die Angst, jemanden unabsichtlich im Verkehr zu töten" und "Ewig langes Warten vor Zollübergängen" zu den Hauptgründen zählen, wieso jemand nicht LKW-Fahrer werden will? Mal ehrlich, ein Hauptgrund wird ja wohl der beschissene Lohn sein. Von dem her hat es sehr wohl mit Kapitalismus zu tun.

Dass gewisse Löhne im Kapitalismus sehr niedrig sind, ist unbestritten. Aber in den Branchen, in denen verzweifelt Mitarbeiter gesucht werden, kann man am einfachsten höhere Lohnforderungen stellen. 

Ebenfalls bekannt ist, dass die LKW-Fahrer in den früheren osteuropäischen Ländern Löhne hatten, die mit Hochschulabsolventen vergleichbar waren. Also nicht so wie bei uns im Kapitalismus. Dennoch konnten sie in diesen Ländern weniger konsumieren als bei uns. 

Zudem weiss auch ich, dass der Sozialismus per Definition menschlicher und gerechter ist als der Kapitalismus. Nur hat es sich in der Praxis herausgestellt, dass fast alle im Sozialismus lebenden Menschen den Traum hatten, in ein kapitalistisches Land umzuziehen, was jedoch von den Grenzbeamten und Behörden mit Gewalt verhindert wurde. Daran denke ich immer dann, wenn wieder mal jemand dem Kapitalismus die Schuld für Missstände gibt. Dennoch, als demokratisch eingestellter Mensch werde ich es akzeptieren, wenn irgendwann mal die Mehrheit der Schweizer an der Urne entscheiden würde, ab sofort den Sozialismus einzuführen und alle privaten Firmen zu verstaatlichen. Aber es würde mich sehr wundern, wenn ein solcher Entscheid eine Mehrheit findet würde. Eine solche Mehrheit traue ich im Moment nur  den Stimmberechtigten in der Stadt Bern zu. 
Zum fett markierten Teil: Forderungen stellen kann man immer und überall. ;) Aber das Problem bei Jobs, in denen kaum Deutschkenntnisse notwendig sind (und da zähle ich LKW-Fahrer dazu) ist, dass es im Ausland genügend Menschen gibt, die so arm sind, dass sie jederzeit herkommen, um bei uns unter (für unsere Verhältnisse) beschissenen Bedingungen zu einem beschissenen Lohn zu arbeiten. Diesen Konkurrenzdruck hast Du nicht (in diesem Ausmass), wenn Du z.B. Sachbearbeiter bei einer Versicherung bist. Fachlich qualifizierte Leute gäbe es vielleicht auch dafür in Polen und Rumänien, aber ohne Deutschkenntnisse kommst Du da halt nicht weit.

Basler Beobachter
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Basler Beobachter »

Basilou hat geschrieben: 30.12.2025, 22:50
Basler Beobachter hat geschrieben: 30.12.2025, 17:16 Aber in den Branchen, in denen verzweifelt Mitarbeiter gesucht werden, kann man am einfachsten höhere Lohnforderungen stellen. 
Zum fett markierten Teil: Forderungen stellen kann man immer und überall. ;) Aber das Problem bei Jobs, in denen kaum Deutschkenntnisse notwendig sind (und da zähle ich LKW-Fahrer dazu) ist, dass es im Ausland genügend Menschen gibt, die so arm sind, dass sie jederzeit herkommen, um bei uns unter (für unsere Verhältnisse) beschissenen Bedingungen zu einem beschissenen Lohn zu arbeiten. Diesen Konkurrenzdruck hast Du nicht (in diesem Ausmass), wenn Du z.B. Sachbearbeiter bei einer Versicherung bist. Fachlich qualifizierte Leute gäbe es vielleicht auch dafür in Polen und Rumänien, aber ohne Deutschkenntnisse kommst Du da halt nicht weit.
Ich habe das zwar nicht in Worten ausgedrückt, aber mir ist schon klar, dass meine Behauptung nur dann der Wahrheit entspricht, wenn die Jobs als LKW-Fahrer auf dem heimischen Arbeitsmarkt gesucht werden müssen. 

Logisch, solange es erlaubt ist, Arbeitnehmer aus aller Welt zu holen, kann man zu viel tieferen Preisen Mitarbeiter rekrutieren. 

Ich frage mich immer wieder, wie unsere Gesellschaft weiterhin funktionieren soll, wenn sie keine billigen Mitarbeiter von überall herholen kann, sondern alles selber erledigen muss, wo doch fast alle lieber im Büro sitzen oder höhere Studien absolvieren wollen. Es würde sicher dazu führen, dass die Differenz zwischen hohen und tiefen Löhnen abnehmen würde. 
 

ch-maggot
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von ch-maggot »

Die Trump-Sau kurz vor den endgültigen Nominierung für den Friedensnobelpreis... :rolleyes:
Explosionen in Venezuelas Hauptstadt – Trump soll Angriff angeordnet haben
In Caracas kam es am Samstagmorgen zu mehreren Explosionen. Es soll sich um einen US-Angriff handeln. 

https://www.watson.ch/international/liv ... -haupstadt

Waldfest
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Waldfest »

Jetzt muss Gianni ihm den erfundenen Preis leider wieder aberkennen.

Tja Donnie, das hast du nun davon!

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Bierathlet
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Bierathlet »

Maduro und seine Frau wurden schon festgenommen und ausser Landes geflogen?? Wtf

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OutLander
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von OutLander »

Bierathlet hat geschrieben: 03.01.2026, 10:52 Maduro und seine Frau wurden schon festgenommen und ausser Landes geflogen?? Wtf

Das dürfte kein Zufall sein. 'Deal', würde ich sagen.

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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Appendix_2 »

Analog zu 1989, als die USA in Panama invadierte und Noriega vor ein US-Gericht gestellt gat

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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von stacheldraht »

Ein Drogendealer weniger.
Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen. Johann Wolfgang von Goethe

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Konter
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Konter »

Ist das nun ein illegaler Angriffskrieg?

Können sich mal ein paar Nato-Experten dazu äussern?

Appendix_2
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Appendix_2 »

Und der Verbündete Russland muss tatenlos zusehen. Ein russischer Militärblogger schrieb vorhin: "es scheint offenbar nur noch die Macht des Stärkeren zu gelten"... wie zynisch, ironisch aus dem Mund eines Befürworters der Ukraine-Invasion

Appendix_2
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Appendix_2 »

Konter hat geschrieben: 03.01.2026, 11:48 Ist das nun ein illegaler Angriffskrieg?

Können sich mal ein paar Nato-Experten dazu äussern?

Natürlich, ein weiterer mehr im Kapitel der USA

Feanor
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Feanor »

Nun es gibt keine internationale Berechtigung dafür und meines Wissens selbst innerhalb des US-Rechts nicht (keine Genehmigung durch den Kongress). 

Schön, was uns in den letzten 10 Jahren und noch stärker in der nächsten Zukunft mit dem weltweiten Erstarken der Rechten beschert wird.

Waldfest
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Waldfest »

China reibt sich die Hände, Taiwan wird bald invasiert werden.

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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Feanor »

Wer sich gerade am meisten freut: Putin.

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Bierathlet
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Bierathlet »

Feanor hat geschrieben: 03.01.2026, 12:02 Wer sich gerade am meisten freut: Putin.

Warum?

Appendix_2
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Appendix_2 »

Feanor hat geschrieben: 03.01.2026, 11:56 Nun es gibt keine internationale Berechtigung dafür und meines Wissens selbst innerhalb des US-Rechts nicht (keine Genehmigung durch den Kongress). 

Schön, was uns in den letzten 10 Jahren und noch stärker in der nächsten Zukunft mit dem weltweiten Erstarken der Rechten beschert wird.

Ich schrieb oben bereits, dass die USA 1989 das schon einmal in Panama gemacht haben, ebenfalls unter dem Vorwand der Drogenlieferungen aus Panama.

Appendix_2
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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Beitrag von Appendix_2 »

Feanor hat geschrieben: 03.01.2026, 12:02 Wer sich gerade am meisten freut: Putin.

Warum? Absolut nicht, zu 1000% nicht. Genauso wenig wie es die Chinesen freut

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