Aficionado hat geschrieben: 07.08.2025, 20:19
Ich weiss auch nicht, warum die SVP und ihre Wähler mit der EU ein Problem haben.
Österreich ist ein souveränes Land. Vergleichbar mit der Schweiz.
Den Österreichern geht es wirtschaftlich gut. Ungarn macht eh was es will. Das wäre also auch möglich in extremis.
Ohne Staaten-Bündnis funktioniert moderne Weltpolitik nicht mehr. Neutralität ist völlig nicht mehr zeitgemäss. Wer das nicht einsieht ist ein Holzkopf.
Verglichen mit der Schweiz ist Österreich wirtschaftlich weit abgeschlagen, was sich auch deutlich auf die Lebensqualität der Einwohner vom Schluchtenscheisserland auswirkt. Wenn also das Ziel der Politik die Senkung des Lebensstandard auf ein Österreichisches oder Deutsches Niveau ist, dann kommen auch hierzulande sehr extreme Parteien sehr schnell an die Macht.
Österreich findet nicht aus der Krise. Die beiden führenden Wirtschaftsforschungsinstitute Wifo und IHS korrigierten am Donnerstag ihre Schätzungen zum wiederholten Mal deutlich unten und rechnen nun auch für das laufende Jahr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 (Wifo) beziehungsweise 0,2 (IHS) Prozent. Das bedeutet für das Land bereits das dritte Rezessionsjahr – es ist die längste Schrumpfungsperiode der Nachkriegszeit. Sie soll zwar Mitte Jahr endlich überwunden werden können. Die Konjunkturaufhellung wird aber laut den Prognosen nicht ausreichen, um für das Gesamtjahr ein BIP-Wachstum zu erzielen.
Die Gründe dafür sind teilweise importiert, aber zu einem grossen Teil auch hausgemacht, wie beide Institute betonen. Die Industrie leidet in der gesamten Euro-Zone, was sich in einem Land stark auswirkt, in dem dieser Wirtschaftszweig über einen Viertel zur Wertschöpfung beiträgt. Dazu kommt, dass der ebenfalls wichtige Export im vergangenen Jahr um fast 5 Prozent eingebrochen ist. Das hat allerdings mit einem der heimischen Probleme zu tun: Die praktisch automatische Anpassung der Saläre an die Inflation hat die Lohnquote explodieren lassen, sie wird laut dem Wifo 2026 fast 70 Prozent betragen. Das schadete der preislichen Wettbewerbsfähigkeit und führte zur Verlagerung von Investitionen ins Ausland.
Felbermayr und auch der IHS-Chef Holger Bonin zeichneten insgesamt ein durchaus dramatisches Bild. «Wir werden ärmer», sagte Felbermayr – eine Tatsache, die wegen der gestiegenen privaten Einkommen pro Kopf vielen noch nicht bewusst zu sein scheint. Das liege indes an hohen Transferzahlungen sowie den Lohnsteigerungen und sei nicht durch reale Wirtschaftsleistung abgesichert, so der Wifo-Chef. Die Folge ist neben dem Verlust an internationaler Wettbewerbsfähigkeit ein hohes Budgetdefizit.
Quelle:
https://www.nzz.ch/wirtschaft/oesterrei ... ld.1877405
Entgegen den linken Forum wird sich die Schweiz zum Glück für bürgerliche Rezepte zur Wirtschaftsförderung entscheiden. Die Mehrheit der Leute hat verstanden, dass das Geld und damit auch die Steuereinnahmen und der Lohn von privaten Unternehmen und Konzernen kommt. Also muss man diese so gut wie möglich stärken. Geeignete Massnahmen wären folgende:
- Abschaffen OECD Mindeststeuer
- Steuersenkungen für alle Unternehmen
- Abbau Bürokratie und Finanzmarktregulierung
- Abbau Sozialleistungen (hoffentlich lässt sich die 13. AHV-Rente anderswo einsparen)
- Förderung neuer Exportmärkte duch staatliche Exportrisikoversicherungen und Exportkredite
- Streichung Entwicklungshilfe und 1:1 Investitionen im Inland (Vorgehen analog Großbritannien unter Sir Keir Stärker)
- Verstärkte Konsolidierung Staatsfinanzen (Speziell Abbau Subventionen in Bereich Landwirtschaft, Kulturförderung, Verteidigung (umringt von der Nato), Sozialleistungen, Asyl, Ausbau ÖV usw.)
- Senkung Steuern auch für normale Personen (insbesondere Geringverdiener)
- Staatliche Investitionen in Zukunftsbranchen (Chips, KI, Erneuerbare Energien, Medtech, Life Sciences)
- Abschliessen von möglichst vielen Freihandelsabkommen mit anderen Ländern
- Konsequente Bekämpfung der Konzernverantwortungsinitiative und anderer schädlicher Initiativen (Dieser Scheiss darf auf keinen Fall durchkommen)
- Verlängerung der Kurzarbeitsmöglichkeit
Und nein, leider werden nicht nur die Ammis die 39% Zölle bezahlen. Tausend Mal wiederholen macht diese Falschaussage auch nicht richtiger. Wie das Beispiel Toyota gezeigt hat, muss ein Teil davon auch die Firma übernehemen um nicht Marktanteile zu verlieren oder um überhaupt irgend einen Abnehmer für die Produktion zu finden. Dies wird sich sehr schnell negativ auf die Schweizer Staatsfinanzen auswirken. Es werden vermutlich 3-5 harte Jahre auf die Schweiz zukommen sollte sich an der Trumpschen Handelspolitik nichts grundlegend ändern. Aber mit den richtigen Massnahmen, welche die bürgerlichen zum Glück anbieten, wird die Schweiz auch diese Situation meistern, da bin ich mir sicher.
Japan’s Toyota Motor said Thursday that it expected a profit hit of nearly $10 billion from President Donald Trump’s tariffs on cars imported into the United States, the highest such estimate yet by any company.
The world’s top-selling car maker also cut by 16% its forecast for full-year operating profit, reflecting challenges for global manufacturers grappling with rising costs from US levies on cars, parts, steel and aluminum.
Quelle:
https://www.cnn.com/cnn/2025/08/07/busi ... riffs-intl