Das argentinische Fussball-Idol wartet auf die Erlaubnis der Ärzte, das Spital zu verlassen, «so dass er sich seiner Arbeit widmen könne», sagte der 44-Jährige in einem Fernseh-Interview.
(si) Diego Maradona war am Sonntag in seine Heimat zurückgekehrt, um die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel bei seiner Familie zu verbringen. Seit zwei Monaten hält sich der Captain der argentinischen WM-Equipe von 1986 in Kuba stationär zur Behandlung auf.
Auf Grund exzessiven Kokaingenusses war Maradona mehrfach ins Spital eingeliefert worden; es bestand sogar akute Lebensgefahr. Der frühere Spitzenfussballer musste teilweise künstlich beatmet werden. Am Montagabend wohnte Maradona der Schul-Abschlussfeier seiner ältesten Tochter in einem Vorort von Buenos Aires bei. Die Polizei sperrte Strassen, um ihrem Idol eine reibungslose Wegfahrt zu ermöglichen.
Im Fernseh-Interview machte der ehemalige Spanien- und Italien-Söldner einen gelösten Eindruck. Nur einmal reagierte Diego Maradona unwirsch. Die Frage, wann er denn die Landesauswahl Argentiniens als Trainer zu betreuen gedenke, beantwortete der einstige Supertechniker mit Verbitterung: «Als ich mit dem Tod gerungen habe, waren die Türen des argentinischen Verbandes offen für mich, egal, um was es ging. Jetzt, da ich immer noch lebe, rufen sie mich nicht einmal an.»
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