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Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 20.03.2026, 23:49
von Somnium
Habe Anfangs Woche beim Altersheim Weiherweg einen ü85 gesehen, der mit zwei Krücken zu seinem Auto „gelaufen“ ist. Brauchte vom Öffnen der Fahrertüre bis eingestiegen rund zwei Minuten. Und Fahrerseite zur Strassenmitte!

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 21.03.2026, 08:56
von Somnium
87-Jähriger fährt in Schülerlagergruppe aus Allschwil – Leiterin stirbt
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Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 21.03.2026, 09:03
von Taratonga
Somnium hat geschrieben: 21.03.2026, 08:56 87-Jähriger fährt in Schülerlagergruppe aus Allschwil – Leiterin stirbt
https://www.bazonline.ch/sedrun-gr-toed ... 2490616522 (Abo-frei!)

Erkenntnissen zufolge hatte er versehentlich auf das Gas- statt das Bremspedal gedrückt. Das ist Gott-sei-Dank sehr selten der Grund für diese Unfälle mit tödlichem Ausgang.....

Ausserdem war andernorts zu lesen, dass er das nicht wollte. Somit alles halb so wild. Ich hoffe er nimmt sich das nicht allzu sehr zu Herzen und macht sich keine Selbstvorwürfe.

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 23.03.2026, 09:13
von whizzkid

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 23.03.2026, 12:09
von Sean Lionn
Taratonga hat geschrieben: 21.03.2026, 09:03
Somnium hat geschrieben: 21.03.2026, 08:56 87-Jähriger fährt in Schülerlagergruppe aus Allschwil – Leiterin stirbt
https://www.bazonline.ch/sedrun-gr-toed ... 2490616522 (Abo-frei!)

Erkenntnissen zufolge hatte er versehentlich auf das Gas- statt das Bremspedal gedrückt. Das ist Gott-sei-Dank sehr selten der Grund für diese Unfälle mit tödlichem Ausgang.....

Ausserdem war andernorts zu lesen, dass er das nicht wollte. Somit alles halb so wild. Ich hoffe er nimmt sich das nicht allzu sehr zu Herzen und macht sich keine Selbstvorwürfe.

man stelle sich nur mal vor was los wäre, wenn eine Gruppe Fussballfans eine Lehrerin vor den Augen ihrer Klasse überfahren würde...  :o 

aber ja beim Thema Auto fahren gelten offenbar andere Standards.

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 23.03.2026, 12:13
von Pro Sportchef bim FCB
Meine Meinung ist eindeutig: Es braucht regelmässige Praxistests! Autofahren ist kein Menschenrecht!

Am besten mal eine erste obligatorische Wiederholungsprüfung mit 40! Da sind bei vielen schon 20 Jahre seit der Prüfung vergangen und viel hat sich verändert auf den Strassen, jedes Jahr gibt es neue Regeln und viele schlechte Gewohnheiten haben sich eingeschlichen.

Dies würden dann vielleicht einige zum Anlass nehmen, ihre Blinkerflüssigkeit nachzufüllen, auf der Autobahn genügend Abstand zu halten, Velos mit genügend Abstand zu überholen, bis zum Ende einer Spur zu fahren die sich abbaut, usw. Und wenn man das alles nicht kann, hat man auf der Strasse nichts verloren und soll nochmal Fahrstunden nehmen.

Mit zunehmendem Alter sollten solche Praxistests dann wieder fällig werden, regelmässig, mit höherem Alter häufiger.

Und ja, ich sehe auch absolut das Mobilitätsbedürfnis im Alter. Aber es gibt nunmal kein Recht auf das Auto, umso mehr wenn man damit eine Gefahr darstellt. Es gibt einen guten Öv in der Schweiz. Es gibt Taxis. Von mir aus kann man das staatlich auch unterstützen, mit Taxigutscheinen oder Steuerabzügen. Mehrkosten entstehen dadurch wohl kaum, wenn dafür keine jungen Menschen mehr von nicht mehr fahrtauglichen alten Menschen getötet werden.

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 23.03.2026, 13:57
von Basilou
@Sportchef: Prinzipiell gute und sinnvolle Vorschläge, sehe ich in vielen Punkten sehr ähnlich.

Nur:
Pro Sportchef bim FCB hat geschrieben: 23.03.2026, 12:13Am besten mal eine erste obligatorische Wiederholungsprüfung mit 40! Da sind bei vielen schon 20 Jahre seit der Prüfung vergangen und viel hat sich verändert auf den Strassen, jedes Jahr gibt es neue Regeln und viele schlechte Gewohnheiten haben sich eingeschlichen.
Bei vielen, aber nicht bei allen (ich hab die Prüfung mit 35 gemacht). ;)
Ich würde die Wiederholungsprüfung nicht am Lebensalter festmachen, sondern einfach z.B. 20, 15, 10 und dann alle 5 Jahre nach der Erstprüfung.

Und ja, sowohl Wiederholungsprüfungen, "Auffrischungs-Fahrstunden" als auch ÖV- und Taxigutscheine/-verbilligungen sollten staatlich subventioniert sein. Und zwar sowohl wenn jemand altersbedingt als nicht mehr fahrtauglich eingestuft wird, als auch wenn jemand den Führerschein im Alter freiwillig abgibt. Zwar würde das Volch wahrscheinlich im ersten Moment aufschreien, weil angeblich Mehrkosten für den Steuerzahler, aber eben, wenn die Massnahmen wirkungsvoll sind und man den volkswirtschaftlichen Schaden eines Unfalls (egal ob das Opfer alt oder jung, tot oder nur verletzt ist) berücksichtigt, dann gehe ich davon aus dass die effektiven Mehrkosten überschaubar wären.

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 23.03.2026, 19:06
von Somnium
Fussgängerin (89) wird von Autofahrer (67) erfasst und stirbt
https://www.bazonline.ch/basel-fussgaen ... 9364755706 (Abo-frei!)

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 23.03.2026, 19:20
von Taratonga
Somnium hat geschrieben: 23.03.2026, 19:06 Fussgängerin (89) wird von Autofahrer (67) erfasst und stirbt
https://www.bazonline.ch/basel-fussgaen ... 9364755706 (Abo-frei!)

Nun ja.... 67-jährige zähle ich jetzt noch nicht zu der hier diskutierten Gruppe "alte Autofahrer". Mit 67 hat man erst vor Kurzem das Berufsleben beendet.
Ich persönlich würde die Grenze irgendwo bei 75 Jahren ziehen, auch wenn die Vitalität (psychisch wie physisch) in diesem Alter natürlich von Mensch zu Mensch extrem variiert.

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 23.03.2026, 19:56
von MrDomez
bus dörfsch bis 70ig fahre, aber dört hesch au CZV kürs wome regelmässig absolvierie muess

sowas ähnligs ab däm alter regelmässig wär sicher abrocht

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 23.03.2026, 20:17
von Pro Sportchef bim FCB
Taratonga hat geschrieben: 23.03.2026, 19:20
Somnium hat geschrieben: 23.03.2026, 19:06 Fussgängerin (89) wird von Autofahrer (67) erfasst und stirbt
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Nun ja.... 67-jährige zähle ich jetzt noch nicht zu der hier diskutierten Gruppe "alte Autofahrer". Mit 67 hat man erst vor Kurzem das Berufsleben beendet.
Ich persönlich würde die Grenze irgendwo bei 75 Jahren ziehen, auch wenn die Vitalität (psychisch wie physisch) in diesem Alter natürlich von Mensch zu Mensch extrem variiert.

Da wären wir aber bei meiner vorgeschlagenen Praxisprüfung mit um die 40 (bzw wie von Basilou erwähnt xy Jahre nach Erstprüfung) Jahre.
Weil sich einfach zu viele Regeln ändern. Erst seit 32 Jahren haben Fussgänger Vortritt auf Fussgängerstreifen. Der 67 Jährige hat vermutlich vereits vorher fahren gelernt.

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 23.03.2026, 20:36
von Taratonga
Pro Sportchef bim FCB hat geschrieben: 23.03.2026, 20:17
Taratonga hat geschrieben: 23.03.2026, 19:20
Somnium hat geschrieben: 23.03.2026, 19:06 Fussgängerin (89) wird von Autofahrer (67) erfasst und stirbt
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Nun ja.... 67-jährige zähle ich jetzt noch nicht zu der hier diskutierten Gruppe "alte Autofahrer". Mit 67 hat man erst vor Kurzem das Berufsleben beendet.
Ich persönlich würde die Grenze irgendwo bei 75 Jahren ziehen, auch wenn die Vitalität (psychisch wie physisch) in diesem Alter natürlich von Mensch zu Mensch extrem variiert.

Da wären wir aber bei meiner vorgeschlagenen Praxisprüfung mit um die 40 (bzw wie von Basilou erwähnt xy Jahre nach Erstprüfung) Jahre.
Weil sich einfach zu viele Regeln ändern. Erst seit 32 Jahren haben Fussgänger Vortritt auf Fussgängerstreifen. Der 67 Jährige hat vermutlich vereits vorher fahren gelernt.

Da hast Du 100% Recht und so eine Prüfung (Praxis und gleichzeitig mentale Fitness) müsste in nicht allzu langer Zeit einführbar sein. Zumal das Thema nicht neu ist, das Verkehrs-aufkommen auch immer stetig steigt, die Menschen immer älter werden und die Verkehrsregeln (inkl. Schilder, Tafeln, Linien etc) nicht mit jenen der 70er/80er/90er-Jahre vergleichbar sind.

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 24.03.2026, 06:18
von MrDomez
kompliziert wärs jo nid, das ganze system mit wiederholigs- und wieterbilidigskürs existiert jo im rahme vo der CZV (chauffeurzulassungsverordnung) scho längscht, me könnt das eifach au uf nid bruefsmässigi erwietere.

dört muesch innerhalb fünf joor, fünf ganzdäägigi kürs zu frei wählbare theme absolviere, also eine pro joor.

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 24.03.2026, 11:24
von Sean Lionn
MrDomez hat geschrieben: 24.03.2026, 06:18 kompliziert wärs jo nid, das ganze system mit wiederholigs- und wieterbilidigskürs existiert jo im rahme vo der CZV (chauffeurzulassungsverordnung) scho längscht, me könnt das eifach au uf nid bruefsmässigi erwietere.

dört muesch innerhalb fünf joor, fünf ganzdäägigi kürs zu frei wählbare theme absolviere, also eine pro joor.

ich glaube an lösungskonzepten mangelt es nicht, nur befürchte ich, dass schon in ein paar wenigen tagen die mediale aufmerksamkeit woanders hinfliegen wird und das thema vergessen geht. und sollte es in den parlamenten irgendwann zu einer abstimmung kommen, wird die geriatrische auto-lobby dann schon zusammenhalten.

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 24.03.2026, 12:22
von Stobologyth
Pro Sportchef bim FCB hat geschrieben: 23.03.2026, 20:17
Taratonga hat geschrieben: 23.03.2026, 19:20
Somnium hat geschrieben: 23.03.2026, 19:06 Fussgängerin (89) wird von Autofahrer (67) erfasst und stirbt
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Nun ja.... 67-jährige zähle ich jetzt noch nicht zu der hier diskutierten Gruppe "alte Autofahrer". Mit 67 hat man erst vor Kurzem das Berufsleben beendet.
Ich persönlich würde die Grenze irgendwo bei 75 Jahren ziehen, auch wenn die Vitalität (psychisch wie physisch) in diesem Alter natürlich von Mensch zu Mensch extrem variiert.

Da wären wir aber bei meiner vorgeschlagenen Praxisprüfung mit um die 40 (bzw wie von Basilou erwähnt xy Jahre nach Erstprüfung) Jahre.
Weil sich einfach zu viele Regeln ändern. Erst seit 32 Jahren haben Fussgänger Vortritt auf Fussgängerstreifen. Der 67 Jährige hat vermutlich vereits vorher fahren gelernt.

Das wusste ich gar nicht, dass es bis 1994 ein Handzeichenobligatorium gab auf dem Fussgängerstreifen. :eek: Das erklärt einiges.

Ich bin auch eher für eine periodische Praxisprüfung alle 5-10 Jahre. Zusammen mit dem Medizinischen Check ab 70. Mit etwas technischer Innovation könnte man den Aufwand an Administration und Personal bei der Praxisprüfung relativ gering halten. Man schafft zentral gelegene "Prüf-Autos" an, die aufgebotenen Fahrer buchen selbst ihren Zeitslot, eine KI plant eine Prüfungsfahrt mit entsprechenden Herausforderungen und analysiert mittels der Sensoren, die jedes moderne Auto hat, die Fahrweise auf Regelkonformität und gibt ein quantifiziertes Resultat, einen "Score" raus. Je nach Score gibts ein Feedback von der KI mit Empfehlungen und wenn der Score unterschritten wird, wird eine Prüffahrt mit einem menschlichen Prüfer oder weitere Massnahmen empfohlen.

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 09.04.2026, 02:10
von Somnium
Gestern hat mir eine 83jährige Frau beim Ausparken einen Schaden verursacht. Sie hat fröhlich mein handbremsblockiertes Auto ein bisschen vorgeschoben. Und dann gemeint, sie habe dies so gar nicht bemerkt…

An ihrem Schweden-Kombi auf allen Seiten Beulen, Dellen, Kratzer.

Re: Was tun mit den alten Autofahrern

Verfasst: 09.04.2026, 06:15
von Taratonga
Habe gestern zum 1. Mal in meinem Leben den Bullen eine email geschrieben und das mit einem wirklich schlechtem Gewissen.

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich habe noch nie in meinem Leben einen anderen Menschen bei der Polizei angeschwärzt, angezeigt oder sonst irgendwie verpfiffen.

Aber nach Rücksprache mit meinem Familien,- bzw Freundeskreis bin ich zum Entschluss gekommen um Ihnen einen Fahrzeughalter zu melden, der ganz offensichtlich und ohne jeden Zweifel erhaben, kaum die Bedingungen erfüllt um ein motorisiertes Fahrzeug auf öffentlichen Strassen zu lenken.

Ich habe diesen betagten Herrn gestern per Zufall vor der Post gesehen und war Zeuge mit welch grosser Mühe und Anstrengung der Senior aus dem Fahrersitz gestiegen ist. Nachdem er sich seiner beiden Gehstöcke behändigt und installiert hatte, schleppte er sich in extrem gebücktem, wackligen, unsicheren Gang zur Post. Wegstrecke zur Post: 15m, Dauer 5min.

Ich habe ihn gefilmt. Gesicht unkenntlich gemacht und seine Auto-Nr über die Nr 939 mittels sms ausfindet gemacht. Die Fotos habe ich den Cops beigefügt, damit sie sehen von was ich spreche. Das war nicht bloss ein älterer Mann, der stand mit einem Bein im Grab.

Ich möchte nicht, dass man Menschen mit hohem Alter einfach das Autofahren verbietet, aber dieser hochbetagte Mitbürger wird ganz bestimmt nicht in der Lage sein um eine plötzliche Bremsung (warum auch immer) einzuleiten und sein Fahrzeug rechtzeitig zum Stoppen zu bringen.
In Schwarzenburg kreuzen so viele junge SchülerInnen mehrmals täglich die Strassen und wer schützt unsere kleinsten Bürger vor nicht-mehr-fitten Autofahrern?

Auch habe ich herausgefunden, dass sein Domizil 50m neben einer Postauto-Haltestelle ist und er folglich problemlos den ÖV nutzen könnte.
Könnten Sie Herrn B** nicht einmal einen Besuch abstatten und ihn zu einem Gesundheitscheck/Reaktions/Sehtest einladen? Wenn er diesen erfolgreich absolvieren sollte, dann soll er auch fortan sein Auto fahren dürfen.

Merci viumau und ä schöni Wuche.
Freundliche Grüsse

Anschwärtzer und Denunziant
C. Judas




Antwort Bullen:

Guten Tag Herr Judas

Danke für Ihre Nachricht.
Ihre Meldung hat nichts mit Denunziantentum zu tun und wir sind froh wenn wir Hinweise diesbezüglich erhalten, weil die Angehörigen dieser in die Jahre gekommenen Eltern ihnen nicht noch das letzte bisschen Autonomie wegnehmen wollen, gerade in ländlichen Gebieten.

Ihre Nachricht wird an die entsprechenden Stellen weitergeleitet und mögliche weitere Schritte geprüft.


Freundliche Grüsse

Stefan Briggen

Wachtchef-Stv., Stationierte Polizei Schwarzenburg

Telefon: +41 31 638 62 99 (direkt)

pggf@police.be.ch