Bei Führerscheinabgabe droht Seniorinnen und Senioren Einsamkeit
Immer mehr ältere Menschen sehen sich durch die Abgabe ihres Führerscheins in ihrer Mobilität eingeschränkt. Pro Senectute bietet Kurse dagegen an. Doch auch der öffentliche Raum muss sich anpassen.(…)
Taratonga hat geschrieben: 10.01.2025, 12:39
Mir Urner Kennzeichen... wer wenn nicht die Urner und Tessiner sollten wissen, dass man im Gotthard lieber kein U-turn machen sollte...
Alle anderen Autofahrer gleichermassen ;) . Ich kenne keinen Tunnel, in dem ein Wendemanöver zugelassen ist.
Ich wollte heute Nachmittag mit meinem Hund auf dem Zebrastreifen die Strasse überqueren und sah, dass in ca. 150m Entfernung ein Auto kam. Freie Sicht, kein Verkehr, nichts. Als ich in der Mitte der Strasse war dachte ich "der könnte jetzt aber mal langsam anfangen zu bremsen". Das Auto fuhr aber in selbem Tempo auf uns zu und ich checkte, dass das Auto nicht bremsen würde. Ich machte 2 Schritte zurück, zog meinen Hund mit voller Wucht weg von der Strasse. Dann fuhr das Auto an uns vorbei, immer noch ungebremst. Ich sah, dass eine alte Frau hinterm Steuer sass. Sie ist weder erschrocken, noch hat sie mich angeschaut. Sie fuhr weiter als hätte sie uns nicht um ein Haar überfahren. Leider passierte das alles innert Sekunden und ich kam gar nicht auf die Idee das Nr-Schild zu lesen. Wtf!?
Taratonga hat geschrieben: 12.01.2025, 19:35
Sie ist weder erschrocken, noch hat sie mich angeschaut. Sie fuhr weiter als hätte sie uns nicht um ein Haar überfahren.
Man könnte immer und immer wieder meinen Autofahren sei ein Menschenrecht.
Wir hatten das Thema schon. Das wirkliche Problem kommt erst. Da wurden in den letzten 40 Jahren Hüüslighettos draussen im Grünen hochgezogen. Ohne Auto bist du dort verloren und so langsam kommen die Bewohner ins Alter in dem sie den Check abgeben sollten. Es braucht Lösungen für diese Leute und diese Lösung kann nicht "dann fahrt einfach weiter" sein.
Faniella Diwani hat geschrieben: 17.02.2025, 08:09
Man könnte immer und immer wieder meinen Autofahren sei ein Menschenrecht.
Wir hatten das Thema schon. Das wirkliche Problem kommt erst. Da wurden in den letzten 40 Jahren Hüüslighettos draussen im Grünen hochgezogen. Ohne Auto bist du dort verloren und so langsam kommen die Bewohner ins Alter in dem sie den Check abgeben sollten. Es braucht Lösungen für diese Leute und diese Lösung kann nicht "dann fahrt einfach weiter" sein.
Es gibt mittlerweile echt gute Elektrogefährte (von mir aus auch Benziner, wayne), die man ja auch gut auf 30, 40 oder 50 km/h plombieren kann. Die "letzte Meile" zum nächsten Bahnhof mit guten Anschlüssen oder für den Einkauf im Dorf / Besuch bei Freunden ist auch damit in Würde zu bewältigen. Und ja, bei gravierenden Fällen gibt's dann halt nur noch das Dreirad wie bei Mama Yakin selig.
Mein Grossvater fuhr dann halt noch ein paar Jahre mit einem Quad herum. Hat auch funktioniert, auch wenn er zu Beginn rumgetobt hat, weil die Familie seinen alten Peugeot verkauft hat.
Das Beispiel im Blick ist doch genau so ein Fall, auf die die Regelung abzielt. Dass der Betroffene das nicht cool findet ist geschenkt, aber etwas Selbstreflexion wäre schon angebracht.. Jammerlappen.
Faniella Diwani hat geschrieben: 17.02.2025, 08:09
Man könnte immer und immer wieder meinen Autofahren sei ein Menschenrecht.
Wir hatten das Thema schon. Das wirkliche Problem kommt erst. Da wurden in den letzten 40 Jahren Hüüslighettos draussen im Grünen hochgezogen. Ohne Auto bist du dort verloren und so langsam kommen die Bewohner ins Alter in dem sie den Check abgeben sollten. Es braucht Lösungen für diese Leute und diese Lösung kann nicht "dann fahrt einfach weiter" sein.
Es gibt mittlerweile echt gute Elektrogefährte (von mir aus auch Benziner, wayne), die man ja auch gut auf 30, 40 oder 50 km/h plombieren kann. Die "letzte Meile" zum nächsten Bahnhof mit guten Anschlüssen oder für den Einkauf im Dorf / Besuch bei Freunden ist auch damit in Würde zu bewältigen. Und ja, bei gravierenden Fällen gibt's dann halt nur noch das Dreirad wie bei Mama Yakin selig.
Mein Grossvater fuhr dann halt noch ein paar Jahre mit einem Quad herum. Hat auch funktioniert, auch wenn er zu Beginn rumgetobt hat, weil die Familie seinen alten Peugeot verkauft hat.
Das Beispiel im Blick ist doch genau so ein Fall, auf die die Regelung abzielt. Dass der Betroffene das nicht cool findet ist geschenkt, aber etwas Selbstreflexion wäre schon angebracht.. Jammerlappen.
Was muss man sich in diesem Fall unter Quad vorstellen?
Wenn ihr ihn auf ein Quadbike gezwängt habt, habt ihr ihn halt einfach zum coolsten Rentner im Dorf gemacht
Wenn du Nachts zwischen Frick und Augst auf der Autobahn fährst, eine relativ lange und gerade Strecke, ohne Oberbeleuchtung… ich schreibs mal so: Da kann es schon bei Tageslicht und nach einem intensiven Arbeitseinsatz durchaus schwierig sein, wach und konzentriert zu bleiben.
Niemand wird gezwungen, sich diesen Tests zu unterziehen. Die wurden nicht konzipiert und entwickelt, um gutsituierte Rentner zu schikanieren. Und der Fall im Blick hat diesen Test nachweislich nicht bestanden. Und das die Schlafapnoe dann Thema…allein dieses Unverständnis der Sache gegenüber zeigt, dass Geissbühler sich der Verantwortung die es braucht, ein Auto (wohl kein Mini oder Corsa, wohl eher SUV) zu führen, nicht mehr stellen kann.
Mit 77 gehört man nicht mehr ans Steuer eines Kraftfahrzeugs. Heutzutage gibt es verschiedene Alternativen für Senioren, die mobil sein wollen.
„Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."
An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern. (Erich Kästner)
Somnium hat geschrieben: 17.02.2025, 17:25
Wenn du Nachts zwischen Frick und Augst auf der Autobahn fährst, eine relativ lange und gerade Strecke, ohne Oberbeleuchtung… ich schreibs mal so: [i]Da kann es schon bei Tageslicht und nach einem intensiven Arbeitseinsatz durchaus schwierig sein, wach und konzentriert zu bleiben.
[/i]
Bitte??
Bist Du noch nie 5-9 Std in die Ferien gefahren? Wenn Du Mühe hast zwischen Frick und Augst nicht einzuschlafen, solltest Du evtl. ūberlegen ebenfalls den Schein abzugeben
Taratonga hat geschrieben: 17.02.2025, 17:42
Bitte??
Bist Du noch nie 5-9 Std in die Ferien gefahren? Wenn Du Mühe hast zwischen Frick und Augst nicht einzuschlafen, solltest Du evtl. ūberlegen ebenfalls den Schein abzugeben
Ja, 5-9 Stunden sind okay, wenn man spätestens nach 90 Minuten jeweils mal eine Pause einlegt. So funktioniert es bei mir auf jeden Fall.
Somnium hat geschrieben: 17.02.2025, 17:25
Wenn du Nachts zwischen Frick und Augst auf der Autobahn fährst, eine relativ lange und gerade Strecke, ohne Oberbeleuchtung… ich schreibs mal so: [i]Da kann es schon bei Tageslicht und nach einem intensiven Arbeitseinsatz durchaus schwierig sein, wach und konzentriert zu bleiben.
[/i]
Bitte??
Bist Du noch nie 5-9 Std in die Ferien gefahren? Wenn Du Mühe hast zwischen Frick und Augst nicht einzuschlafen, solltest Du evtl. ūberlegen ebenfalls den Schein abzugeben
Bin ich wohl und ich habe (noch) kein Problem mit langen Strecken und Pausen. Gleichwohl ist der von mir bezeichnete Abschnitt beispielhaft monoton. Und Sekundenschlaf ist keine Frage des Alters. Aber je älter man wird, kommen immer mehr Faktoren dazu, die auf monotonen Strecken zu fehlerhaftem Verhalten führen, Stichwort „Geisterfahrer“. Und dann wird es schnell sehr ernst auch für korrekt fahrende und topfitte Verkehrsteilnehmer.
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An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern. (Erich Kästner)
Btw, hatte einen Transport aus dem Tessin für einen ü80er. Der wollte zuerst das Ding alleine stemmen, inklusive Beladung…man hat mich dann gebeten, den Transporter zu fahren, der Rentner war mit dem Mercedes vorausgefahren. Nachdem wir alles verstaut hatten, fuhr ich zurück nach Basel. Der Kunde machte irgendwann auf der Rückfahrt eine Pause, erlitt einen Herzinfarkt und konnte nur mit viel Dusel gerettet werden. Er war dann tagelang auf der IPS im künstlichen Koma.
„Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."
An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern. (Erich Kästner)
(…) Weiter gab es einen starken Zuwachs auch bei den Ausweisentzügen wegen Nichteignung aufgrund von Krankheit und Gebrechen (+23,9 Prozent). Mit 7413 Fällen wurde hier 2024 ein Höchststand erreicht. Vor allem die Altersgruppe der über 75-Jährigen ist betroffen von dieser Zunahme um 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Einer der Gründe dafür ist die Erhöhung der Alterslimite für verkehrsmedizinische Untersuchungen von 70 auf 75 Jahre per 1. Januar 2019. Im Jahr 2024 wurden erstmals Personen mit 75 Jahren untersucht, die nicht bereits gemäss alter Regelung früher untersucht wurden.(…)
Aber eigentlich heisst der Thread ja "Was tun mit den alten Autofahrern" und nicht "Auflistung von Unfällen mit alten Autofahrern".
Seinen Arzt müsste man in Knast stecken
Wer gibt einem Tattergreis ein Fahrtüchtigkeitsattest?? Einen solchen wird er ja irgendwann mal gemacht haben müssen