footbâle hat geschrieben: 08.09.2026, 21:15
Basler Beobachter hat geschrieben: 08.09.2026, 20:42
SubComandante hat geschrieben: 08.09.2026, 13:42
Meloni ist immer noch eine Faschistin.
Faschismus lässt keine Oppositionsparteien zu. Faschisten regieren bis zum Tod (z.B. Franco in Spanien).
Italien hat die Opposition nicht verboten. Das Parlament ist weder aufgelöst noch besteht es aus nicht gewählten aber von Meloni eingesetzten Leuten. Nächstes Jahr finden in Italien Parlamentswahlen statt.
Das ist alles andere als Faschismus.
Deine Aussage ist eine absolute Verharmlosung von Faschismus. Die Angehörigen von Leuten, die vom Mussolini-Faschismus getötet wurden, haben keine Freude an deiner Behauptung.
Vernünftiger Beitrag m.E. Nicht alles rechts von der Mitte ist Faschismus. Als Totschlag-Argument gegen alle Rechtspopulisten (mit denen ich nichts am Hut habe) ist das eine verantwortungslose Verharmlosung der Gräuel des NS-Regimes vor 80 Jahren. Wer wagt hier die Prognose, dass die AfD einen Genozid und Weltkrieg anrichten wird? Kann man machen, aber mit sauberer Herleitung unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Weimar und der heutigen BRD, sowie der heutigen geopolitischen Realitäten. Die Welt mag auch heute nicht 'gut / sicher' sein, aber den einen oder anderen Unterschied zwischen damals und heute gibt es schon.
Es ist einerseits natürlich richtig und wichtig zu betonen, dass man den Holocaust nicht verharmlosen darf. Und nicht alles Rechtspopulistische ist gleich NS. Einverstanden.
Aber Genozid und Weltkrieg sind doch jetzt bitte auch nicht absolut notwendige Teile der Faschismus-Definition.
Anti-Kommunismus, Anti linke Politik, Anti Liberalismus, Misstrauen bis Ablehnung demokratischer Strukturen (wer darf alles teilnehmen, wer nicht, welche Form von "Demokratie"), Bekämpfung der freien Medienlandschaft, Bekämpfung der politischen Gegnerschaft, Ablehnung/Verbot/Verteufelung von queeren Lebensentwürfen, Isolationismus, Militarismus, Männerbild, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus - all das sind zentrale Elemente faschistischer Bewegungen.
Also ein klares Nein! zu deiner und "Beobachters" vereinfachenden (und damit durchaus verharmlosenden) Definition: erst wenn es "Gräuel" gibt, ist es Faschismus.
Wenn eine Partei "Remigration" fordert, ist das fernab von jeglicher rechtspopulistischer Forderung einer begrenzten Einwanderung a la SVP. Wenn eine Partei aus aktiven Politikern sowie Anhängern besteht, die den Holocaust leugnen/verharmlosen etc., dann ist das etwas anderes, als wenn die SVP den Rütlischwur für sich vereinnamt und von der alten Eidgenossenschaft träumt.