Politik Deutschland

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Faniella Diwani
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Faniella Diwani »

Käppelijoch hat geschrieben: 08.09.2026, 15:35
Faniella Diwani hat geschrieben: 08.09.2026, 15:29
Ich muss aber zugeben das mir die modernistische Architektur des italienischen Faschismus deutlich besser gefällt das der Betonheimatstil der Nazis. 

Ja, bei den Nazis wären diese bauten wohl als entarten abgetan worden, da sie nahe am Bauhausstil sind.

Mussolini war nun mal Maurer im Erstberuf... nicht verhinderter Künstler. 

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OutLander
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von OutLander »

Dabei wäre die "Welthauptstadt Germania" sicher eine Reise wert gewesen... 

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Käppelijoch
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Käppelijoch »

OutLander hat geschrieben: 08.09.2026, 15:49 Dabei wäre die "Welthauptstadt Germania" sicher eine Reise wert gewesen... 

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Das Lustige bei diesen Bauten war, dass sie für den Berliner Sumpfboden zu schwer gewesen wären...
 

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OutLander
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von OutLander »

Käppelijoch hat geschrieben: 08.09.2026, 16:38
Das Lustige bei diesen Bauten war, dass sie für den Berliner Sumpfboden zu schwer gewesen wären...

Die verfickte Kuppel hätte 320 (!) Meter hoch sein sollen. Da wollte doch jemand etwas Klitzekleines kompensieren... gut, mit nur einem Ei ginge es mir wohl gleich  :p 

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Waldfest
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Waldfest »

Kommt mal zu mir und schaut euch an, wo das Deutsche Stadion hätte gebaut werden sollen. Für 400.000 Zuschauer 😆

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Stadion_

Als Andenken gibt's jetzt den giftigen Silbersee - baden nicht empfohlen.

Und auch sonst noch interessante Bauwerke wie die Kongresshalle oder den goldenen Saal.

Das Buch über Speer ist auch interessant, aber ein echter Schinken (fast 1.000 Jahre Seiten):

https://www.ifz-muenchen.de/publikation ... rt-speer-1

Basler Beobachter
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Basler Beobachter »

SubComandante hat geschrieben: 08.09.2026, 13:42 Meloni ist immer noch eine Faschistin. 
Faschismus lässt keine Oppositionsparteien zu. Faschisten regieren bis zum Tod (z.B. Franco in Spanien). 
Italien hat die Opposition nicht verboten. Das Parlament ist weder aufgelöst noch besteht es aus nicht gewählten aber von Meloni eingesetzten Leuten. Nächstes Jahr finden in Italien Parlamentswahlen statt. 
Das ist alles andere als Faschismus. 
Deine Aussage ist eine absolute Verharmlosung von Faschismus. Die Angehörigen von Leuten, die vom Mussolini-Faschismus getötet wurden, haben keine Freude an deiner Behauptung. 
 

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footbâle
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von footbâle »

Basler Beobachter hat geschrieben: 08.09.2026, 20:42
SubComandante hat geschrieben: 08.09.2026, 13:42 Meloni ist immer noch eine Faschistin. 
Faschismus lässt keine Oppositionsparteien zu. Faschisten regieren bis zum Tod (z.B. Franco in Spanien). 
Italien hat die Opposition nicht verboten. Das Parlament ist weder aufgelöst noch besteht es aus nicht gewählten aber von Meloni eingesetzten Leuten. Nächstes Jahr finden in Italien Parlamentswahlen statt. 
Das ist alles andere als Faschismus. 
Deine Aussage ist eine absolute Verharmlosung von Faschismus. Die Angehörigen von Leuten, die vom Mussolini-Faschismus getötet wurden, haben keine Freude an deiner Behauptung. 
 
Vernünftiger Beitrag m.E. Nicht alles rechts von der Mitte ist Faschismus. Als Totschlag-Argument gegen alle Rechtspopulisten (mit denen ich nichts am Hut habe) ist das eine verantwortungslose Verharmlosung der Gräuel des NS-Regimes vor 80 Jahren. Wer wagt hier die Prognose, dass die AfD einen Genozid und Weltkrieg anrichten wird? Kann man machen, aber mit sauberer Herleitung unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Weimar und der heutigen BRD, sowie der heutigen geopolitischen Realitäten. Die Welt mag auch heute nicht 'gut / sicher' sein, aber den einen oder anderen Unterschied zwischen damals und heute gibt es schon.

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von SubComandante »

Basler Beobachter hat geschrieben: 08.09.2026, 20:42 Faschismus lässt keine Oppositionsparteien zu. Faschisten regieren bis zum Tod (z.B. Franco in Spanien). 
Italien hat die Opposition nicht verboten. Das Parlament ist weder aufgelöst noch besteht es aus nicht gewählten aber von Meloni eingesetzten Leuten. Nächstes Jahr finden in Italien Parlamentswahlen statt. 
Das ist alles andere als Faschismus. 
Deine Aussage ist eine absolute Verharmlosung von Faschismus. Die Angehörigen von Leuten, die vom Mussolini-Faschismus getötet wurden, haben keine Freude an deiner Behauptung. 
Meloni war in jungen Jahren eine glühende Mussolini-Anhängerin. Das Parteilogo von Fratelli d'Italia hat immer noch die altbekannte Flamme drin.

Trotzdem kann man ihr zusprechen, dass sie sich von den ursprünglichen Ideen etwas entfernt hat. Und richtig zusprechen muss man ihr, dass sie weder von Putin noch von der AfD angetan ist. Und dass sie Trump nach anfänglicher Bewunderung ein klares Vaffanculo gab. Verarsch keine Italieniern.

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Basler Beobachter »

SubComandante hat geschrieben: 09.09.2026, 00:16
Basler Beobachter hat geschrieben: 08.09.2026, 20:42 Faschismus lässt keine Oppositionsparteien zu. Faschisten regieren bis zum Tod (z.B. Franco in Spanien). 
Italien hat die Opposition nicht verboten. Das Parlament ist weder aufgelöst noch besteht es aus nicht gewählten aber von Meloni eingesetzten Leuten. Nächstes Jahr finden in Italien Parlamentswahlen statt. 
Das ist alles andere als Faschismus. 
Deine Aussage ist eine absolute Verharmlosung von Faschismus. Die Angehörigen von Leuten, die vom Mussolini-Faschismus getötet wurden, haben keine Freude an deiner Behauptung. 
Meloni war in jungen Jahren eine glühende Mussolini-Anhängerin. Das Parteilogo von Fratelli d'Italia hat immer noch die altbekannte Flamme drin.

Trotzdem kann man ihr zusprechen, dass sie sich von den ursprünglichen Ideen etwas entfernt hat. Und richtig zusprechen muss man ihr, dass sie weder von Putin noch von der AfD angetan ist. Und dass sie Trump nach anfänglicher Bewunderung ein klares Vaffanculo gab. Verarsch keine Italieniern.
Sagen wir es so. Meloni war Faschistin. Mit der Übernahme von Regierungsverantwortung hat sie aufgehört, Faschistin zu sein. Es deutet alles darauf hin, dass sie in ihrem Land die Demokratie aufrecht halten wird.
 

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Faniella Diwani
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Faniella Diwani »

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von OutLander »

Ein Blick in die heutige Debatte im Bundestag und man sieht, was diesem verlorenen Deutschland in Sachen Debattenkultur, Antsand etc. blüht, wenn die elenden Drecksnazis von der AfD erst einmal an der Macht sind. 

Faschistischer Scheisshaufen. 

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Feanor »

footbâle hat geschrieben: 08.09.2026, 21:15
Basler Beobachter hat geschrieben: 08.09.2026, 20:42
SubComandante hat geschrieben: 08.09.2026, 13:42 Meloni ist immer noch eine Faschistin. 
Faschismus lässt keine Oppositionsparteien zu. Faschisten regieren bis zum Tod (z.B. Franco in Spanien). 
Italien hat die Opposition nicht verboten. Das Parlament ist weder aufgelöst noch besteht es aus nicht gewählten aber von Meloni eingesetzten Leuten. Nächstes Jahr finden in Italien Parlamentswahlen statt. 
Das ist alles andere als Faschismus. 
Deine Aussage ist eine absolute Verharmlosung von Faschismus. Die Angehörigen von Leuten, die vom Mussolini-Faschismus getötet wurden, haben keine Freude an deiner Behauptung. 

Vernünftiger Beitrag m.E. Nicht alles rechts von der Mitte ist Faschismus. Als Totschlag-Argument gegen alle Rechtspopulisten (mit denen ich nichts am Hut habe) ist das eine verantwortungslose Verharmlosung der Gräuel des NS-Regimes vor 80 Jahren. Wer wagt hier die Prognose, dass die AfD einen Genozid und Weltkrieg anrichten wird? Kann man machen, aber mit sauberer Herleitung unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Weimar und der heutigen BRD, sowie der heutigen geopolitischen Realitäten. Die Welt mag auch heute nicht 'gut / sicher' sein, aber den einen oder anderen Unterschied zwischen damals und heute gibt es schon.

Es ist einerseits natürlich richtig und wichtig zu betonen, dass man den Holocaust nicht verharmlosen darf. Und nicht alles Rechtspopulistische ist gleich NS. Einverstanden.

Aber Genozid und Weltkrieg sind doch jetzt bitte auch nicht absolut notwendige Teile der Faschismus-Definition.  :rolleyes:

Anti-Kommunismus, Anti linke Politik, Anti Liberalismus, Misstrauen bis Ablehnung demokratischer Strukturen (wer darf alles teilnehmen, wer nicht, welche Form von "Demokratie"), Bekämpfung der freien Medienlandschaft, Bekämpfung der politischen Gegnerschaft, Ablehnung/Verbot/Verteufelung von queeren Lebensentwürfen, Isolationismus, Militarismus, Männerbild, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus - all das sind zentrale Elemente faschistischer Bewegungen. 

Also ein klares Nein! zu deiner und "Beobachters" vereinfachenden (und damit durchaus verharmlosenden) Definition: erst wenn es "Gräuel" gibt, ist es Faschismus. 

Wenn eine Partei "Remigration" fordert, ist das fernab von jeglicher rechtspopulistischer Forderung einer begrenzten Einwanderung a la SVP. Wenn eine Partei aus aktiven Politikern sowie Anhängern besteht, die den Holocaust leugnen/verharmlosen etc., dann ist das etwas anderes, als wenn die SVP den Rütlischwur für sich vereinnamt und von der alten Eidgenossenschaft träumt. 
 

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von footbâle »

Feanor hat geschrieben: 09.09.2026, 14:43
footbâle hat geschrieben: 08.09.2026, 21:15
Basler Beobachter hat geschrieben: 08.09.2026, 20:42  
Es ist einerseits natürlich richtig und wichtig zu betonen, dass man den Holocaust nicht verharmlosen darf. Und nicht alles Rechtspopulistische ist gleich NS. Einverstanden.

Aber Genozid und Weltkrieg sind doch jetzt bitte auch nicht absolut notwendige Teile der Faschismus-Definition.  :rolleyes:
Für mich und wohl viele andere sind der Genozid an den Juden, die Annexion des Saarlandes, des Rheinlandes, Österreichs, des Sudetenlandes / der Tschechei, des Memellandes (Litauen), und dann der Überfall auf Polen als Auslöser des WKII schon wesentliche Merkmale des Nazi Regimes. Weder territoriale Expansion Deutschlands noch die "Vernichtung einer Rasse" sind m.W. Ziele der AfD. Diese Abgrenzung entspricht einfach der Faktenlage und soll in keiner Weise dazu dienen, die Partei salonfähig zu machen. 
Im übrigen kann man die Begriffe "Faschismus" und "Nationalsozialismus" nicht synonym verwenden. D.h. man kann schon, aber es ist schlicht falsch. Aus Wikipedia: "Der Nationalsozialismus ist eine extrem radikale Spielart des Faschismus, unterscheidet sich von diesem aber in entscheidenden weltanschaulichen und strukturellen Punkten. Man kann vereinfacht sagen: Jeder Nationalsozialist ist ein Faschist, aber nicht jeder Faschist ist ein Nationalsozialist". Das ist keine Privatmeinung von mir.
Die ganze AfD Debatte sollte mal etwas versachlicht und nicht nur im Nebel der Wut und Empörung geführt werden. 

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Faniella Diwani
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Faniella Diwani »

Wo im Begriff "gesichert Rechtsextrem" kommt der Begriff "Nazi" vor? 

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footbâle
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von footbâle »

Faniella Diwani hat geschrieben: 09.09.2026, 17:56 Wo im Begriff "gesichert Rechtsextrem" kommt der Begriff "Nazi" vor? 
Falls die Frage an mich gerichtet ist: Nirgends. Und das ist es genau, was ich meine. Hast du perfekt erkannt. 
Es gibt aber ziemlich viele hier Schreibende, die sowohl die AfD als auch ihre Wähler/Innen einfach als 'Nazis' eintüten.
Such einfach mal diesen Faden nach 'Nazi' ab. 
 

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Feanor »

footbâle hat geschrieben: 09.09.2026, 17:11
Feanor hat geschrieben: 09.09.2026, 14:43
footbâle hat geschrieben: 08.09.2026, 21:15  
Es ist einerseits natürlich richtig und wichtig zu betonen, dass man den Holocaust nicht verharmlosen darf. Und nicht alles Rechtspopulistische ist gleich NS. Einverstanden.

Aber Genozid und Weltkrieg sind doch jetzt bitte auch nicht absolut notwendige Teile der Faschismus-Definition.  :rolleyes:
Für mich und wohl viele andere sind der Genozid an den Juden, die Annexion des Saarlandes, des Rheinlandes, Österreichs, des Sudetenlandes / der Tschechei, des Memellandes (Litauen), und dann der Überfall auf Polen als Auslöser des WKII schon wesentliche Merkmale des Nazi Regimes. Weder territoriale Expansion Deutschlands noch die "Vernichtung einer Rasse" sind m.W. Ziele der AfD. Diese Abgrenzung entspricht einfach der Faktenlage und soll in keiner Weise dazu dienen, die Partei salonfähig zu machen. 
Im übrigen kann man die Begriffe "Faschismus" und "Nationalsozialismus" nicht synonym verwenden. D.h. man kann schon, aber es ist schlicht falsch. Aus Wikipedia: "Der Nationalsozialismus ist eine extrem radikale Spielart des Faschismus, unterscheidet sich von diesem aber in entscheidenden weltanschaulichen und strukturellen Punkten. Man kann vereinfacht sagen: Jeder Nationalsozialist ist ein Faschist, aber nicht jeder Faschist ist ein Nationalsozialist". Das ist keine Privatmeinung von mir.
Die ganze AfD Debatte sollte mal etwas versachlicht und nicht nur im Nebel der Wut und Empörung geführt werden. 

Das ist ja alles schön und richtig und widerspricht auch keinem Wort, das ich geschrieben habe.

Du hast damit aber noch nicht wirklich beantwortet, ob ein Faschismus oder ein Nationalsozialismus zwingend mit einem Genozid und/oder einem Weltkrieg einhergehen muss.

Ist das wirklich deine Meinung?

Und unabhängig davon, wie/was stellst du dir denn unter "Remigration" vor, wie sie die AfD wirklich meint? 

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Feanor »

footbâle hat geschrieben: 09.09.2026, 18:38
Faniella Diwani hat geschrieben: 09.09.2026, 17:56 Wo im Begriff "gesichert Rechtsextrem" kommt der Begriff "Nazi" vor? 
Falls die Frage an mich gerichtet ist: Nirgends. Und das ist es genau, was ich meine. Hast du perfekt erkannt. 
Es gibt aber ziemlich viele hier Schreibende, die sowohl die AfD als auch ihre Wähler/Innen einfach als 'Nazis' eintüten.
Such einfach mal diesen Faden nach 'Nazi' ab. 


Also nochmals, man ist erst ein Nazi, wenn es einen Genozid gab oder davon gesprochen/fantasiert wird?

Warum wohl ist eine Partei von sonst doch so vorsichtigen Gerichten als "gesichert Rechtsextrem" eingestuft worden?

Wie nennst du eine Partei, deren Exponenten und Teile der Wählerschaft Taten des NS verharmlosen oder gar loben? 

Dass nicht immer alles Nazi ist, was rechts ist, hat glaub jeder verstanden. Nazikeule und so. Sehr schön. Wissen wir ja alle auch, von wem dieser diffamierende Begriff kommt. Aber bon, zum Teil durchaus auch zurecht. Aber du scheinst hier den Begriff so weit nach rechts zu verschieben wollen, was ich nun auch wieder nicht verstehe. 

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footbâle
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von footbâle »

Danke Feanor für den Austausch. Ich habe deine Meinung verstanden und meine abschliessend geäussert. Wir könnten unsere Ansichten jetzt in einer Endlosschleife noch unendlich wiederholen. Dafür habe ich leider keine Zeit. Wir können das sonst einfach so stehen lassen, wie es ist.

Feanor
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Feanor »

footbâle hat geschrieben: 10.09.2026, 02:32 Danke Feanor für den Austausch. Ich habe deine Meinung verstanden und meine abschliessend geäussert. Wir könnten unsere Ansichten jetzt in einer Endlosschleife noch unendlich wiederholen. Dafür habe ich leider keine Zeit. Wir können das sonst einfach so stehen lassen, wie es ist.

Naja, Austausch bedeutet für mich, dass beide Seiten auf die Aussagen des anderen eingehen. Ich bin inhaltlich auf dein Argument eingegangen, du hast meine Fragen (nämlich a) gehört ein (angekündigter) Genozid zwingend dazu) und b) wie du denn die konkrete Ausführung einer Remigration einschätzen würdest) nicht berücksichtigt.

Bleibts also bei der offensichtlichen Aussage, dass nicht alles rechtsbürgerliche gleich Faschismus sei, wofür du meine Zustimmung hast.

Inwiefern man bei der AfD aber doch von einer (mMn offensichtlich) klar rechtsextremen und somit faschistischen/faschistoiden oder von mir aus teil-faschistischen Partei sprechen kann/muss bzw. nicht, da möchtest du offenbar keine inhaltliche Meinung äussern, ausser dem Fakt, dass sie nicht mit dem NS der 20er/30er zu vergleichen sei (wo ich auch wieder zustimmen würde).

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LeTinou
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von LeTinou »

footbâle hat geschrieben: 09.09.2026, 17:11
Feanor hat geschrieben: 09.09.2026, 14:43
footbâle hat geschrieben: 08.09.2026, 21:15
Es ist einerseits natürlich richtig und wichtig zu betonen, dass man den Holocaust nicht verharmlosen darf. Und nicht alles Rechtspopulistische ist gleich NS. Einverstanden.

Aber Genozid und Weltkrieg sind doch jetzt bitte auch nicht absolut notwendige Teile der Faschismus-Definition.  :rolleyes:
Für mich und wohl viele andere sind der Genozid an den Juden, die Annexion des Saarlandes, des Rheinlandes, Österreichs, des Sudetenlandes / der Tschechei, des Memellandes (Litauen), und dann der Überfall auf Polen als Auslöser des WKII schon wesentliche Merkmale des Nazi Regimes. Weder territoriale Expansion Deutschlands noch die "Vernichtung einer Rasse" sind m.W. Ziele der AfD. Diese Abgrenzung entspricht einfach der Faktenlage und soll in keiner Weise dazu dienen, die Partei salonfähig zu machen. 
Im übrigen kann man die Begriffe "Faschismus" und "Nationalsozialismus" nicht synonym verwenden. D.h. man kann schon, aber es ist schlicht falsch. Aus Wikipedia: "Der Nationalsozialismus ist eine extrem radikale Spielart des Faschismus, unterscheidet sich von diesem aber in entscheidenden weltanschaulichen und strukturellen Punkten. Man kann vereinfacht sagen: Jeder Nationalsozialist ist ein Faschist, aber nicht jeder Faschist ist ein Nationalsozialist". Das ist keine Privatmeinung von mir.
Die ganze AfD Debatte sollte mal etwas versachlicht und nicht nur im Nebel der Wut und Empörung geführt werden. 

Ich habe mir die Franzen-Doku über Ostdeutschland angeschaut, und da standen mir die Nackenhaare zu Berge. Dieser Fremdenhass und Rassismus gepaart mit völlig absurder Opferdenke ist eine sehr gefährliche Kombination. Sie kriegen selbst nichts gebacken im Leben und erwarten alles vom Staat, leben in der Lüge, der "Aüslendo" oder der "Ükraino" kriege alles hinterhergeworfen. Dann sieht man die Syrer, die 2015 ins Land gekommen sind, schon gut Deutsch sprechen und mit ihren zwei Läden, die sie seither aufgebaut haben, gut über die Runden kommen. Der russenfaschistische Imperialismus wird unterstützt, man hört Voten wie "Do Püddin is o besönnono Stootsmänn, isch hett d'Ükraino schön längst weggebömbt". Widerlich. Für mich gibt es da im Mindset keine Unterschiede zu den früheren Nazis. Sie haben zum Glück keine Mehrheit, und das setzt Leitplanken. Sonst könnte ich mir durchaus Pogrome und weitere Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorstellen. Ja, es gibt keine imperialistischen Bestrebungen, aber grosse Sympathien zum imperialistischen Faschistenstaat Russland. Konzentrationslager wird es auch nicht mehr geben, aber nicht, weil die Ideologie dahinter nicht geteilt wird, sondern weil man sowas in der Grössenordnung nicht mehr "heimlich" aufziehen kann.

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Elduderinho86 »



Einfach mal schauen und wirken lassen.
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Re: Politik Deutschland

Beitrag von footbâle »

@Tinou & @Feanor
Ich habe ein Grundvertrauen in die demokratischen Institutionen und Organe Deutschlands. Deutschland ist kein 'failed state' und schaut bei der AfD genau hin. Man kann sich mal die Äusserungen von Frauke Brosius-Gersdorf bei Markus Lanz anhören. Sendung von gestern. Mehr Kompetenz geht nicht. 

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von schlauer_meier »

LeTinou hat geschrieben: 10.09.2026, 09:52
footbâle hat geschrieben: 09.09.2026, 17:11
Feanor hat geschrieben: 09.09.2026, 14:43
Es ist einerseits natürlich richtig und wichtig zu betonen, dass man den Holocaust nicht verharmlosen darf. Und nicht alles Rechtspopulistische ist gleich NS. Einverstanden.

Aber Genozid und Weltkrieg sind doch jetzt bitte auch nicht absolut notwendige Teile der Faschismus-Definition.  :rolleyes:
Für mich und wohl viele andere sind der Genozid an den Juden, die Annexion des Saarlandes, des Rheinlandes, Österreichs, des Sudetenlandes / der Tschechei, des Memellandes (Litauen), und dann der Überfall auf Polen als Auslöser des WKII schon wesentliche Merkmale des Nazi Regimes. Weder territoriale Expansion Deutschlands noch die "Vernichtung einer Rasse" sind m.W. Ziele der AfD. Diese Abgrenzung entspricht einfach der Faktenlage und soll in keiner Weise dazu dienen, die Partei salonfähig zu machen. 
Im übrigen kann man die Begriffe "Faschismus" und "Nationalsozialismus" nicht synonym verwenden. D.h. man kann schon, aber es ist schlicht falsch. Aus Wikipedia: "Der Nationalsozialismus ist eine extrem radikale Spielart des Faschismus, unterscheidet sich von diesem aber in entscheidenden weltanschaulichen und strukturellen Punkten. Man kann vereinfacht sagen: Jeder Nationalsozialist ist ein Faschist, aber nicht jeder Faschist ist ein Nationalsozialist". Das ist keine Privatmeinung von mir.
Die ganze AfD Debatte sollte mal etwas versachlicht und nicht nur im Nebel der Wut und Empörung geführt werden. 

Ich habe mir die Franzen-Doku über Ostdeutschland angeschaut, und da standen mir die Nackenhaare zu Berge. Dieser Fremdenhass und Rassismus gepaart mit völlig absurder Opferdenke ist eine sehr gefährliche Kombination. Sie kriegen selbst nichts gebacken im Leben und erwarten alles vom Staat, leben in der Lüge, der "Aüslendo" oder der "Ükraino" kriege alles hinterhergeworfen. Dann sieht man die Syrer, die 2015 ins Land gekommen sind, schon gut Deutsch sprechen und mit ihren zwei Läden, die sie seither aufgebaut haben, gut über die Runden kommen. Der russenfaschistische Imperialismus wird unterstützt, man hört Voten wie "Do Püddin is o besönnono Stootsmänn, isch hett d'Ükraino schön längst weggebömbt". Widerlich. Für mich gibt es da im Mindset keine Unterschiede zu den früheren Nazis. Sie haben zum Glück keine Mehrheit, und das setzt Leitplanken. Sonst könnte ich mir durchaus Pogrome und weitere Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorstellen. Ja, es gibt keine imperialistischen Bestrebungen, aber grosse Sympathien zum imperialistischen Faschistenstaat Russland. Konzentrationslager wird es auch nicht mehr geben, aber nicht, weil die Ideologie dahinter nicht geteilt wird, sondern weil man sowas in der Grössenordnung nicht mehr "heimlich" aufziehen kann.
Das Problem ist, dass man durch die gut gemeinte intergrative Weltansicht und einem verkrampften und zwanghaftem Demokratieverständnis solchen Leute immer noch passiv eine Bühne bietet. Mit solchen Vollidioten und geistig armseligen Gestalten kann man nicht mehr auf demokratischer Ebene reden. 
Freie Meinungsäusserung; eine Meinung haben. Eine Meinung ist zum Beispiel mehr Steuern für Reiche, weniger Sozialleistungen, mehr Staatsbudget für die Schiene oder die Autobahn. Oder über Staatsverträge und Verschärfung vom Strafrecht. Die Liste geht lange weiter.

Diese Beispiele oben und viele weitere andere haben keine Bühne verdient. Das sind keine Demokraten. Und wenn ich im Familienumfeld sage, dass man beim Zeigen eines Hitlergrusses eins auf die Fresse verdient hat und dann auf Unverständis stosse, dann bin wohl ich der "Radikale", für den freie Meinungsäusserung irgendwo gesetzliche Grenzen haben soll. Viele Rechtsoffene aber als "Bagatelle" oder "Missverständnis" abtun.

Leider haben farbige Luftballons und Kreidezeichnungen in Ostdeutschland als hardfact genau nix gegen den Rechtsextremrutsch gebracht. Aus meiner Sicht helfen da nur noch konsequentes Verteidigen der demokratischen Werte, Widerstand im privaten Umfeld gegen Fascho-Aussagen und Verhalten und auf der Strasse als letztes Mittel der Einsatz von Gewalt, wenn Rechtsradikale den Platz einnehmen und "Jagd" auf Ausländer machen und die Polizei/Politik wieder auf dem rechten Auge blind ist.

Oder simpel gesagt, vor Trump, Putin, AFD und der ganzen Scheisse hat man die Faschos einfach vermöbelt, heute lässt man sie unter dem Deckmantel von MeiNunGsfrEiheiT die Gesellschaft vergiften.
 

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von Faniella Diwani »

Man sieht es live... 

Wenn von "ausschwitzen" gesprochen wird dann ist das "Satire" oder "höhö" und freie Meinungsäusserung. 
Wenn man "Remigration" als ethnische Säuberung bezeichnet, dann wird man verklagt. 

Verdammtes Mimimi-Pack! 

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von footbâle »

schlauer_meier hat geschrieben: 12.09.2026, 00:18
Oder simpel gesagt, vor Trump, Putin, AFD und der ganzen Scheisse hat man die Faschos einfach vermöbelt, heute lässt man sie unter dem Deckmantel von MeiNunGsfrEiheiT die Gesellschaft vergiften.
Du scheinst ein Problem mit "MeiNunGsfrEiheiT" zu haben. Ist aber einer der Grundpfeiler von freiheitlichen Demokratien. Und auch für die Meinungsfreiheit gibt es straf- und verfassungsrechtliche Grenzen. Mit denen muss sich ggfs. Fritze Merz demnächst auseinandersetzen. Was viele nicht verstehen wollen oder können: Die AfD kann, selbst wenn sie in Sachsen-Anhalt die Regierung bilden und den MP stellen wird, nicht einfach Faxen à discretion machen. Sollten sie die Verfassung quasi ausser Kraft setzen wollen, gibt es als Ultima Ratio immer noch GG Art. 37. Bundeszwang. 'Einfach vermöbeln' klingt cool, bedeutet aber letztlich Selbstjustiz statt Rechtsstaat. Kann man wollen, muss man nicht.
Den politischen Gegner zu 'vermöbeln' war haargenau das Rezept der SA. Damals. Wir sollten heute etwas weiter sein. 

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Re: Politik Deutschland

Beitrag von schlauer_meier »

footbâle hat geschrieben: 12.09.2026, 21:37
schlauer_meier hat geschrieben: 12.09.2026, 00:18
Oder simpel gesagt, vor Trump, Putin, AFD und der ganzen Scheisse hat man die Faschos einfach vermöbelt, heute lässt man sie unter dem Deckmantel von MeiNunGsfrEiheiT die Gesellschaft vergiften.
Du scheinst ein Problem mit "MeiNunGsfrEiheiT" zu haben. Ist aber einer der Grundpfeiler von freiheitlichen Demokratien. Und auch für die Meinungsfreiheit gibt es straf- und verfassungsrechtliche Grenzen. Mit denen muss sich ggfs. Fritze Merz demnächst auseinandersetzen. Was viele nicht verstehen wollen oder können: Die AfD kann, selbst wenn sie in Sachsen-Anhalt die Regierung bilden und den MP stellen wird, nicht einfach Faxen à discretion machen. Sollten sie die Verfassung quasi ausser Kraft setzen wollen, gibt es als Ultima Ratio immer noch GG Art. 37. Bundeszwang. 'Einfach vermöbeln' klingt cool, bedeutet aber letztlich Selbstjustiz statt Rechtsstaat. Kann man wollen, muss man nicht.
Den politischen Gegner zu 'vermöbeln' war haargenau das Rezept der SA. Damals. Wir sollten heute etwas weiter sein. 
Ich wäre froh, hätte ich die positivere Weltsicht von dir. Was leider seit der zweiten Trump-Ära in den USA abgeht, festigt leider eher meine Meinung. Sobald die Faschos an der Macht sind, nützen sie alle möglichen Tools und Trickereien, um ironischerweise "demokratisch" legitimiert zu werden.

Den organgen Trottel hat man ja tatsächlich schon mehrfach impeachen wollen, klappte nicht. Da kannst du schon mit dem Finger ins Gesetzbuch auf Art. 37 zeigen. Das Gesetz ist irrelevant, wenn es von den Umsetzenden nicht mehr umgesetzt wird.
 

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