Somnium hat geschrieben: 20.08.2026, 16:10
Im Gegensatz zum Raubtier hast
du eine Wahl! Grosser, ja entscheidender Unterschied.
Korrekt. Ich kann mich dafür entscheiden, keine Tiere zu konsumieren, die es dann gar nie gegeben hätte.
Und meines Wissens töten Raubtiere nicht industriell, mit Bolzen, mit Gas (was furchtbare Qualen auslöst!)
Korrekt. Sie reissen sie mit Krallen und Zähnen in Stücke, was vermutlich auch furchtbare Qualen auslöst.
und sie schwängern auch nicht permanent weibliche Tiere, um an ihre Milch zu kommen.
Korrekt, das tun nicht die Raubtiere, sondern der Stier. Und er tut es nicht um an die Milch zu kommen, sondern um seine Gene möglichst breit zu streuen.
Du kannst diese Industrie nicht glaubwürdig rechtfertigen, erst recht nicht 2026.
Tu' ich auch gar nicht. In keinster Weise!
sie ist grausam, ausbeuterisch und absolut lebensverachtend.
Korrekt.
Somnium hat geschrieben: 20.08.2026, 16:13Ohne industrielle Schlachtung geht es heute gar nicht mehr.
Theoretisch ginge es schon, nämlich indem man diese ganzen industriellen, tierquälerischen Methoden verbieten würde. Und ja, dann könnten viel weniger Tiere pro Tag geschlachtet werden, was den Preis in die Höhe schiessen lassen würde. Was ja durchaus in Deinem und meinem Sinne wäre. Aber praktisch ginge das nur in einer Diktatur mit einem tierfreundlichen Diktator, weil in einer direkten Demokratie leider eine Mehrheit den Fleischpreis über das Tierwohl stellt.
Würde man Bewegtbilder mit Ton von im Spot vor der Tagesschau zeigen, würde sofort der Fleischkonsum zusammenbrechen.
Ja. Was ja wie gesagt in unserem Sinne wäre.
Und viele viele Kinder nicht mehr zu beruhigen sein.
Ja. Was aber auch damit zusammenhängt, dass "dank" dieser Industrie das Schlachten aus unserem Bewusstsein verschwindet, und für die Kinder das Fleisch aus dem Kühlregal im Coop stammt. Wenn vor 100 Jahren der Bauer eine Kuh oder ein Schwein geschlachtet oder einem Huhn mit dem Beil den Kopf abgehauen hat, haben die Kinder interessiert zugeschaut und waren nicht traumatisiert.
Niemand wird gefragt, ob er leben will.
Zumindest auf den Menschen bezogen, zitiere ich hier mal Richard Dawkins:
"We are going to die, and that makes us the lucky ones. Most people are never going to die because they are never going to be born."
Natürlich will ich das nicht 1:1 auf die Schlachttiere übertragen. Zu sagen "die sollen froh sein, wenigstens mal gelebt zu haben", wäre tatsächlich schon etwas zynisch.
Und ins Leben gezüchtet zu werden, nur um getötet zu werden…schon eher fragwürdig.
Ich bleibe dabei: Was "besser" ist, ist eine philosophische Frage, auf die es keine eindeutige Antwort gibt. Wählen kann ja sowieso niemand (weder Mensch noch Tier). Sobald man einmal geboren wurde, ist der Tod unausweichlich.