Taratonga hat geschrieben: 20.05.2026, 10:16
Elduderinho86 hat geschrieben: 20.05.2026, 10:10
Orlando Cruz aus Puerto Rico ist der erste aktive Profi Boxer der sich öffentlich dazu bekannt hat, schwul zu sein.
Thx for the info! Zudem ein Lateinamerikaner, umso mutiger von ihm: im der grössten Macho-Sportart, in einen machoiden Land, auch wenn PR den USA angesiedelt ist.
Woher kommt eigentlich der Mythos, dass Lateinamerika immer so furchtbar machoider sei als Europa/Nordamerika? Viele Lateinamerikanische Staaten sind einiges Progressiver als unsere ach so Frauenfreundliche Eidgenossenschaft, nur mal die Einführungsdaten des Frauenwahlrechts anschauen.

Das negative Image des lateinamerikanischen Machos wurde von den US-Amerikanern grösstenteils konstruiert, damit sie schön neokolonial auf ihre Nachbarn herabschauen können. Schon mal Werbematerial für Haushaltsgeräte in den USA der 50er angeschaut? Und die wollten den Lateinamerikanern erklären, sie würden ihre Frauen schlecht behandeln.

In Argentinien, Uruguay, Brasilien und Mexiko haben Frauen- und LGBT-Bewegungen eine Mobilisierung, von denen können viele europäische Länder nur träumen. In Zentralamerika sieht es teilweise anders aus, auch wenn die offizielle Politik (z.B. Abtreibungsgesetzgebung in El Salvador) nicht immer was mit den Einstellungen der Leute vor Ort zu tun hat. Von dem her: ein Profiboxer in Drag aus Mexiko würde mich absolut nicht überraschen.
Das Problem, das Lateinamerika hat, ist, dass die Hemmschwelle zur Gewalt extrem tief ist. Also der Anteil an Frauen- und LGBT-Hasser, den es in jeder Gesellschaft auf dem Planten gibt, greift dort einfach viel schneller zu den Waffen, die dank der NRA auch so extrem verbreitet sind.