Wätter Thread

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Basilou
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Basilou »

team17 hat geschrieben: 30.06.2026, 00:59Die Fleischproduktion und Nutztierhaltung verursacht ca 15 % des weltweiten CO2 Ausstosses, davon wird man auch bei Fleischverzicht nicht alles los.
"Echtes" CO2, oder CO2-Äquivalente? Das Problem Eines der vielen Probleme ist ja, dass v.a. die Rinder viel Methan produzieren, und dieses ist kurzfristig über 100x klimaschädlicher als CO2 (baut sich allerdings in der Atmosphäre schneller ab, daher über 100 Jahre gesehen noch 28x klimaschädlicher (Quelle)).

Ich bin da jedenfalls bei Somnium, dass das Thema Nutztierhaltung in der ganzen Klimadiskusssion noch massiv unterbewertet ist. Auch wenn Du natürlich Recht hast, dass Fleischverzicht alleine das Problem nicht löst. Ich bin selber auch eher Team "Mischverzicht", anstatt das eine radikal und das andere weiter wie bisher.

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Baslerbueb
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Baslerbueb »

Basilou hat geschrieben: 29.06.2026, 16:59
Baslerbueb hat geschrieben: 29.06.2026, 16:34 Ich hatte vor 3 Jahren ein längeres Gespräch mit einem Klimatologen und der meint. Keine Chance die Erderwärmung aufzuhalten.
Aufhalten im Sinne von Stoppen halte ich ebenfalls für eine Illusion (rückgängig machen sowieso). Erst recht wenn nicht alle (grossen) Länder mitziehen. Aber was wir auf jeden Fall können, ist die Erderwärmung zu verlangsamen. Da bin ich der Meinung, jedes Jahr, um das wir die potentielle Katastrophe (unabhängig davon ob sie schleichend oder mit einem Knall kommt) noch hinauszögern können, sind wir den nachfolgenden Generationen schuldig. Jede Tonne Erdöl oder Erdgas, die heute nicht gefördert und verbrannt wird, und jedes Rind, das nicht rülpst und furzt, trägt ein kleines bisschen dazu bei.
Für eine Illusion schon deswegen und nun Zitat des Klimatologen: Solange die Pole mit Eis bedeckt sind, sind wir noch in der Eiszeit. Es wird also per se immer wärmer!
Die ganze Klimadebatte nennt er Geldmacherei.
Auf meine Frage was den mit den Einwohner von wirklich heissen bald nicht mehr Lebenswerten Regionen passieren soll, kam die Aussage.
Grönland heisst Grünland.... Vielleicht wird das dann wieder stärker besiedelt sein. 
 

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Bierathlet
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Bierathlet »

Hahah was söll das füre """Klimatolog""" gsi si?

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Basilou
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Basilou »

@Baslerbueb: Hat der Klimatologe einen Namen? Das scheint mir ehrlich gesagt arg ideologisch geprägt zu sein, was er da von sich gibt.

Baslerbueb hat geschrieben: 30.06.2026, 11:57 Die ganze Klimadebatte nennt er Geldmacherei.
Eine wissenschaftliche Debatte kann per Definition nicht Geldmacherei sein, auch wenn dieses Argument aus gewissen politischen Ecken sehr gerne verwendet wird.

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Re: Wätter Thread

Beitrag von SubComandante »

team17 hat geschrieben: 30.06.2026, 00:59 Die Fleischproduktion und Nutztierhaltung verursacht ca 15 % des weltweiten CO2 Ausstosses, davon wird man auch bei Fleischverzicht nicht alles los. Es kann doch schon nur darauf basierend nicht der Schlüssel sein, sondern nur einen Anteil am Ganzen haben. Das Thema Energie und fossile Brennstoffen haben doch ein massiv grösseres Potential und ist Prio 1 dass man angehen muss. Wenn man die 30% der Bevölkerung irgenwie überzeugen will, müssen wir bei den Dingen ansetzen die wirklich nur eine Klimafrage sind, und nicht noch andere Beweggründe in der Prioritisierung einfliessen lassen.
Das Problem ist, dass bei der Massentierhaltung die Tiere ja nicht von Luft und Liebe (die nicht vorhanden ist) leben können. Da wird massiv Soja importiert. Und das ist nur möglich, wenn Brasilien weiter den Amazonas abfackelt für neue Plantagen. Furzende Kühe, so lustig es auch tönt, emittieren Methan, das als Klimagas einiges problematischer ist als CO2. Die Massentierhaltung benötigt massiv viel Wasser, was wir in der Zukunft immer weniger haben werden. Besonders wenn die Gletscher weg sind und dann unsere Flüsse im Sommer trockengelegt sind.

Man sollte nicht immer die Emissionen isoliert betrachten. Dasselbe gilt für die AKWs. Schon letzte Wochen mussten ein paar abgestellt werden, weil sonst Temperaturgrenzwerte in den Flüssen überschritten worden wären. Wasser wird irgendwann so kostbar sein, dass man auf AKWs und auf Massentierhaltung verzichten muss

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Re: Wätter Thread

Beitrag von SubComandante »

Baslerbueb hat geschrieben: 30.06.2026, 11:57 Für eine Illusion schon deswegen und nun Zitat des Klimatologen: Solange die Pole mit Eis bedeckt sind, sind wir noch in der Eiszeit. Es wird also per se immer wärmer!
Die ganze Klimadebatte nennt er Geldmacherei.
Auf meine Frage was den mit den Einwohner von wirklich heissen bald nicht mehr Lebenswerten Regionen passieren soll, kam die Aussage.
Grönland heisst Grünland.... Vielleicht wird das dann wieder stärker besiedelt sein. 
Okay, einfach eine "Best of Twitter Schwurbel" runtergeschrieben.

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Somnium
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Somnium »

24.1.2019 veröffentlicht und immer noch so relevant wie am ersten Tag:

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Baslerbueb
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Baslerbueb »

Basilou hat geschrieben: 30.06.2026, 12:17 @Baslerbueb: Hat der Klimatologe einen Namen? Das scheint mir ehrlich gesagt arg ideologisch geprägt zu sein, was er da von sich gibt.
Baslerbueb hat geschrieben: 30.06.2026, 11:57 Die ganze Klimadebatte nennt er Geldmacherei.
Eine wissenschaftliche Debatte kann per Definition nicht Geldmacherei sein, auch wenn dieses Argument aus gewissen politischen Ecken sehr gerne verwendet wird.
Klar hat er einen Namen, ist aber nicht relevant.....
Ist ja sowieso nur geschwurbel... 
 

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Basilou
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Basilou »

Baslerbueb hat geschrieben: 30.06.2026, 13:42 Klar hat er einen Namen, ist aber nicht relevant.....
Ist ja sowieso nur geschwurbel... 
Ja, ist es. Man kann es leider nicht anders nennen.

Baslerbueb hat geschrieben: 30.06.2026, 11:57 Für eine Illusion schon deswegen und nun Zitat des Klimatologen: Solange die Pole mit Eis bedeckt sind, sind wir noch in der Eiszeit. Es wird also per se immer wärmer!
Das ist streng wissenschaftlich gesehen sogar korrekt, aber die natürlichen Schwankungen zwischen Warm- und Kaltzeiten haben halt KOMPLETT andere zeitliche Dimensionen. Da reden wir von Zyklen, die einige zehntausend Jahre dauern. Auf einer solchen Zeitachse ist der Temperaturanstieg (und parallel dazu der CO2-Anstieg) in den letzten 150 Jahren, seit der Mensch Erdöl fördert und verbrennt, quasi senkrecht nach oben.

Dies nur so am Rande, weil es von "es wird natürlicherweise wärmer" (was per se korrekt ist) zu "die Klimaerwärmung wird gar nicht (oder nur wenig) durch den Menschen verursacht" (was kompletter Bullshit ist) ein sehr kleiner Schritt ist.

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Re: Wätter Thread

Beitrag von SubComandante »

Baslerbueb hat geschrieben: 30.06.2026, 13:42 Klar hat er einen Namen, ist aber nicht relevant.....
Ist ja sowieso nur geschwurbel... 
Wir sind noch in einer Eiszeit, ok. Weil per Definition es Eiszeit ist, solange die Polkappen mit Eis bedeckt sind. Das ist die geologische Definition. Trotzdem sind wir in einer Warmzeit. Und es wird nicht per se immer wärmer. Weil wir seit längerem in einer stabilen Phase leben. Und die Sonne ist grad auch nicht in einer Phase, bei der sie mehr Photonen rausschiesst wie vor ein paar Jahren.

Die Klimadebatte ist insofern Geldmacherei, weil es um viel Geld bezüglich Verkauf von fossilen Energielieferanten geht. Oder die Frage: warum vollzieht China eine Transition, die sogar noch schneller als geplant abläuft? Das hat einerseits mit der nicht endlos vorhandenen Verfügbarkeit von fossilen Rohstoffen zu tun. Aber auch - wenn wir schon von Geld reden - mit viel tieferen Kosten bei Solar- und Windstrom. Und vermutlich hat Chi auch erkannt, dass es langsam brenzlig wird.

Grönland hat den Namen Grünland bei den Vikinger erhalten wegen der grünlichen Verfärbung des Wassers.

Ein Punkt, den man auch korrigieren muss. Sollte das Eis in Grönland weg sein, kann man das nicht einfach so besiedeln und nutzen. Du hast Monate ohne Sonnenlicht. Da kannst Du nicht einfach so Plantagen hinlegen. In Finnland betreibt man im Süden des Landes Landwirtschaft. Nur so als Vergleich.

Nicht lebenswert heisst: man hat Tage oder sogar Wochen, bei der die Feuchtkugeltemperatur erreicht ist. Das hält ein Mensch ein paar Stunden aus, danach ist er Tot. Und pro Grad Celsius mehr kann die Luft (exponentiell) 7% mehr Wasserdampf aufnehmen. Das führt weltweit zu mehr Dürren (da mehr Wasser ohne bestimmte Wetterlagen in der Luft bleibt) und gleichzeitig zu mehr extremen Regenereignissen, da bei einer veränderten Wetterlage mehr Wasser runtergeregnet werden kann.

Gebiete mit generell schon höheren Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen werden nicht mehr bewohnbar sein. Da finde ich es schon zynisch, wenn man "dann kann man ja nach Grönland wechseln" sagt.

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Re: Wätter Thread

Beitrag von team17 »

Somnium hat geschrieben: 30.06.2026, 01:41 Benecke ist in erster Linie Gerichtsmediziner. Und überzeugter Klima-Aktivist. Mit allermeistens sehr guten und sehr fundierten Argumenten.

Natürlich kannst du Auto und Fliegen als Hebel priorisieren. Verursacht halt Kosten, die schwer wiegen. Und längst nicht alle haben ein Auto. Mein sparsamer Ka kostete mich 3500 Franken und ist 20 Jahre alt.

Und Fleischkonsum, Milchproduktion, IST ein relevanter Faktor in der Klimakatastrophe! Das hat nichts mit Ideologie zu tun. Gar nichts. Jährlich 80 Milliarden Landtiere und 2 Billionen Meerestiere zu töten, das ist alles andere als vernünftig. Das ist sogar richtig dumm. Denn im Ökosystem Natur hat alles seine Funktion. Und Urwald roden für Futtersoja, nun ja, kann man machen. Man darf sich beim Chlöpfer vom Grill geniessen dann einfach nicht beklagen, dass es seit Ende Mai nicht mehr richtig geregnet hat. Und quasi der Hochsommer begonnen hat.

(Bezüglich Glyphosat vs DDT: Benecke warnt da vor allem weil Neonikotinoide. Stichwort Insektensterben. Und Glyphosat für Insekten auch deshalb scheisse, weil es die pflanzliche Artenvielfalt killt. Und Bestäuber brauchen nun mal vom ersten Frühlingsblümchen im Spätmörz bis zum Efeu im Oktober eine „Pflanzenuhr“, die sie am Leben hält!)

(In der Schweiz haben die Stimmbürger die Trinkwasser-Initiative und die Pestizid-Initiative abgelehnt. Und die Massentierhaltungs-Initiative. Lobbyisten, getarnt als rechtsbürgerliche Politiker sei für gedankt, damit der Hanspi auch morgen seinen qua Geburtsrecht garantierten Prix Garantie-Chlöpfer geniessen kann. Dazu ein Glas vom besten mit dem Helikopter gespritzten Weissen aus dem Lavaux.)


Alle die mich zitiert haben: Ich sage ja auch dass die Tierhaltung seinen Anteil hat, und daran kann und muss man schrauben. Und CO2 Statistiken von seriösen Quellen (meine habe ich faulheitshalber nicht zitiert) sind hoffentlich immer in CO2 Equivalenten gerechnet.

Mich hat bei dir gestörrt, wie bei Benecke auch, dass eine gewisse differnzierte Betrachtung fehlte. Es geht doch beides: Aussage machen das für einem persönlich die Kombi aus Klimaschutz und Tierwohl die höchste Prio hat, rational betrachtet aber andere Faktoren ein noch grösseres Potential haben. Ist eigentlich ein Detail, grundsätzlich wollen wir ja das Gleiche im Grossen und Ganzen.

Bei Benecke störrt mich es mich dann noch mehr, weil er ein riesiges Publikum hat. Da haben für mich bei einem Wissenschaftler polemische und undifferenzierte Aussagen nichts zu suchen, auch wenn er auf "meiner Seite" steht. Die Glyphosat Diskussion ist diesbezüglich sehr spannend, weil diese auch immer sehr emotional diskutiert wird. Aber das wäre ein Diskussion die nicht in den Wätter Thread gehört.




 

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Somnium
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Somnium »

@team17


($) Verzicht. Es geht nur darum, dass das keiner will und immer Auswege gesucht werden, warum man jetzt doch nicht kann will.

Die Uhr ist abgelaufen, realisiert haben das bis zu einem gewissen Punkt allein die Machthaber in China. Alle anderen: Siehe ($) .

Und solange niemand sein Verhalten ernsthaft ändern will, steuern wir sehenden Auges auf den Abgrund zu. Wer ernsthaft die Tierausbeutungsindustrie marginalisiert oder rechtfertigt, weil er Hanspis Cervelat nicht verbieten will…Sorry, da bin ich dann raus. Und not sorry: Benecke ist nicht einfach einer unter vielen, Benecke ist eine Koryphäe. Und du?

Frank Schätzing hat ein schönes Buch zum Thema geschrieben: „Was, wenn wir einfach die Welt retten“. Ist im April 2021 bei Kiepenheuer und Witsch erschienen.

Auch superempfehlenswert: „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foers.

Aber ja, da müsste man, wenn man sich beide Titel zu Gemüte führt, direkt dafür rechtfertigen, nichts tun zu wollen. Weil es so bequemer ist. Mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen: Die zuerst.
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Somnium
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Somnium »

Völlig anderes Topic, aber passt dann halt doch:

Am Montag hat die Stadtreinigung den Tauschkasten am Wielandplatz entfernt, aus Gründen. So sah es keine 24 Stunden später dort aus:

https://ibb.co/B2McPC70
https://ibb.co/Z1BvS04t
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Re: Wätter Thread

Beitrag von team17 »

Somnium hat geschrieben: 01.07.2026, 00:13 @team17
Wer ernsthaft die Tierausbeutungsindustrie marginalisiert oder rechtfertigt, weil er Hanspis Cervelat nicht verbieten will…Sorry, da bin ich dann raus.

Wenn ich sage dass die Tierhaltung nur für 15% des CO2 Verantwortlich ist, marginalisiere noch rechtfertige ich die Tierindustrie. Ich liste nur den Effekt der Tierindustrie auf das Klima, ohne eine moralische Bewertung der Tierindustrie selber, und zeige auf dass es Themen mit grösserem Einfluss gibt.

Soll man den Fleischkonsum reduzieren aus Klima Sicht: Ja
Soll man den Fleischkonsum aus moralischer Sicht reduzieren: Ja
Ist das die gleiche Diskussion? Für mich nicht und das resultiert in verschiedenen Gewichtungen.

Für dich ist der Schlüssel der Fleischverzicht, das habe ich hinterfragt weil es für die reine Klima Thematik effektivere Schlüssel gibt. Ich verstehe dass du diese zwei Diskussionen nicht so strikt trennen willst wie ich, und das erklärt unsere unterschiedliche Wahrnehmung.


Somnium hat geschrieben: 01.07.2026, 00:13 Und not sorry: Benecke ist nicht einfach einer unter vielen, Benecke ist eine Koryphäe. Und du?

Ich? Ein 0815 Mittelstandbürger ohne YT Kanal mit X Tausend Follower. Darf ich trotzdem seine Art und Weise der Diskussionsführung kritisieren, oder ist das ein Tabu weil er eine Koryphäe ist?

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Re: Wätter Thread

Beitrag von Faniella Diwani »

"Veganismus als Ausweg aus der Klimakrise" ist einmal mehr "blame the consumer". Kann man weiter machen, hat ja mit dem "Öklogischen Fussabdruck" (BP darf mal winken) auch bestens funktioniert.  

Das Problem ist nicht der einzelne Konsument. Das Problem ist eine Wirtschaft die weiter produziert was sie dem Konsumenten möglicht gewinnbringend andrehen kann. Wenn Klimaschäden nicht eingepreist sind, dann ist das nun mal nicht das klimafreundlichste Produkt. Und "kein Konsum" ist definitiv nicht was die Wirtschaft als Lösung will... obwohl genau das sehr viel bringen würde. 

"Eigenverantwortung" ist für den Arsch. Zumindest so lange wie das eine Prozent der Vermögendsten 50% des CO2 verursachen. Die lachen blos wenn wir den Gürtel enger schnallen... 

EAT THE RICH! 
Zuletzt geändert von Faniella Diwani am 01.07.2026, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Somnium
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Somnium »

Nicht allein der Fleischverzicht! Der Verzicht allgemein. Bis andere Schlüssel/Hebel wirken: Tja, dafür bleibt uns schlicht keine Zeit mehr.

Aber es freut mich, dass jetzt endlich Leute mitdenken oder sogar mitmachen, die noch vor fünf Jahren nen Dodge RAM als Zweitwsgen für die Babysitterin gekauft, in BlackRock investiert oder das dritte Kind gezeugt haben.

Die unschöne Nachricht bleibt aber die: Es ist mit ziemlicher Sicherheit zu spät, noch länger mit Lobbyisten, Überreichen, Rechtsbürgerlichen zusammen differenziert nach Auswegen zu suchen.

Die Revolution ist gestern losgegangen. Heute beginnt ihr es zu bemerken, morgen bekommt ihr es zu spüren.

Schaffet mol öppis, faules Pack! (Hanspi54, Berufsboomer und Hobbywutbürger)
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Pro Sportchef bim FCB »

Faniella Diwani hat geschrieben: 01.07.2026, 14:07 Das Problem ist nicht der einzelne Konsument.
Nicht der Einzelne, aber alle zusammen, bzw. der Durchschnitt. Und da gehört der Einzelne halt auch dazu.

Das Problem ist eine Wirtschaft die weiter produziert was sie dem Konsumenten möglicht gewinnbringend andrehen kann.
= dass was die Kunden wollen

Wenn Klimaschäden nicht eingepreist sind, dann ist das nun mal nicht das klimafreundlichste Produkt.
Einverstanden. Direkte und vor allem indirekte Schäden sollten in den Preis einfliessen. Oder zumindest mal nicht mehr subventioniert werden, das wäre mal ein Anfang (Flug-Industrie)

Und "kein Konsum" ist definitiv nicht was die Wirtschaft als Lösung will... obwohl genau das sehr viel bringen würde. 
Umso mehr läge es ja an den Konsumenten, weniger zu konsumieren. Weil die Wirtschaft wird das nie vorschlagen. Du widersprichst dir also selber. Es geht nur mit Eigenverantwortung zu weniger Konsum.

Zumindest so lange wie das eine Prozent der Vermögendsten 50% des CO2 verursachen.
Also in etwa fast schon der Durchschnittsschweizer. Dann haben ja zumindest 50% der Schweizer Hausaufgaben zu tun und CO2 zu reduzieren. Toll finden wir uns hier und erkennen beide, dass es eben doch die grosse Masse braucht, die sich ändert ;)

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Re: Wätter Thread

Beitrag von SubComandante »

team17 hat geschrieben: 30.06.2026, 23:56 Alle die mich zitiert haben: Ich sage ja auch dass die Tierhaltung seinen Anteil hat, und daran kann und muss man schrauben. Und CO2 Statistiken von seriösen Quellen (meine habe ich faulheitshalber nicht zitiert) sind hoffentlich immer in CO2 Equivalenten gerechnet.

Mich hat bei dir gestörrt, wie bei Benecke auch, dass eine gewisse differnzierte Betrachtung fehlte. Es geht doch beides: Aussage machen das für einem persönlich die Kombi aus Klimaschutz und Tierwohl die höchste Prio hat, rational betrachtet aber andere Faktoren ein noch grösseres Potential haben. Ist eigentlich ein Detail, grundsätzlich wollen wir ja das Gleiche im Grossen und Ganzen.

Bei Benecke störrt mich es mich dann noch mehr, weil er ein riesiges Publikum hat. Da haben für mich bei einem Wissenschaftler polemische und undifferenzierte Aussagen nichts zu suchen, auch wenn er auf "meiner Seite" steht. Die Glyphosat Diskussion ist diesbezüglich sehr spannend, weil diese auch immer sehr emotional diskutiert wird. Aber das wäre ein Diskussion die nicht in den Wätter Thread gehört.
Benecke ist vorerst mal ein cooler Typ und ein anerkannter Gerichtsmediziner. Er kann aufgrund der Maden und Insekten bei einer Leiche viel herauslesen. Und darum hat er auch viel Wissen bei unserer heimischen Tierwelt. Sein Punkt ist dann ganz einfach, dass bei einem Verschwinden von Bienen, Wespen und Regenwürmer wir ein bald existentielles Problem haben werden. Und dass man schon Felder für den Anbau haben kann, aber dazwischen braucht es immer genügend Wälder oder ungenutzte Flächen (also ohne Glyphosat+ Co.), damit die Tier- und Pflanzenwelt überleben kann. Und da kommen wir zurück zur Bestäubung und zu den Regenwürmer.

Und Tierhaltung ist ja per se nichts schlechtes. Aber den Einfluss industrieller Massentierhaltung kann man nicht auf Methan und enormen Wasserverbrauch beschränken. Als nächste Stufe kommt man zur Tiernahrung. Woher kommt die? Was wird das Abholzen des Amazonas für uns für eine Wirkung haben (eine grosse). Was geschieht, wenn der Amazonas kippt. Kippen heisst, wenn das Verschwinden keinen Mensch mehr braucht, sondern das Verschwinden des Amazonas zum Selbstläufer wird. Oder ein anderer Gesichtspunkt: wie werden die Unmengen von Tiernahrung transportiert? Wie ist dort die CO2-Emission. Und das kann man immer weiter weiterspinnen.

Wie Du schon richtig interpretiert hast: Klima- und Umweltschutz hat so viele Aspekte und man kann nicht einen herauspicken und sagen "damit werden wir alles aufhalten". Und jetzt schön weiter in China billigen Scheissdreck bestellen, den man kurz darauf wieder wegschmeisst.

Bei der Massentierhaltung ist für mich ein grosser Aspekt der enorme Wasserverbrauch. Einige Flüsse in Europa haben momentan einen Tiefsstand. Wasser wird zur beschränkt verfügbaren Ressource werden. Und dann macht es schon Sinn, wenn man die Massentierhaltung drosselt und das Wasser besser für die Felder verwendet. Und bei Felder meine ich: Nahrung für uns und nicht für Tiernahrung.

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Re: Wätter Thread

Beitrag von Aficionado »

@Sportchef

Klar wird viel zu viel unnötiger Schrott konsumiert. Das Marketing trägt auch dazu bei, sonst würden Betriebe nicht soviel Geld ins Marketing investieren. Es zahlt sich also aus.
Könnten sich die Leute noch Wohneigentum leisten, würden sie u.U das Geld für eine Immobilie + PVA ausgeben und weniger für unnötigen Schrott oder für Flüge.

Grosse Autos sind steuertechnisch viel zu günstig. Diese tiefen Steuern hält doch niemand vom Kauf eines Porsche SUV ab.
Gleiches bei Privatflugzeugen oder Yachten. Der Treibstoff ist viel zu billig und fällt auch nicht ins Gewicht. Kreuzfahrten sind viel zu billig und Fliegen erst recht. Und für Somnium: Ja, auch Fleisch ist viel zu günstig.
Nichts soll verboten werden aber die CO2 Verursacher sollen endlich dafür adäquat bezahlen via Steuern.

Kriege werden auch von den Reichen und Mächtigen angezettelt und die verursachen am meisten CO2.

Dann die Muks und Bezos die in ihrem Grössenwahn tonnenweise H2 vernichten für nichts. Braucht unmengen an Strom. KI wird wohl mehrheitlich für unnötige Spielereien verwendet. Wie sollen wir das beeinflussen können? Höhere Steuern für Tech-Unternehmen kommt ja auch nicht in Frage. Da nehme ich die EU in die Pflicht. Was da in Irland abgeht ist eine Sauerei. Bezahlen nicht einmal angemessen Steuern - machen aber unsere Kinder kaputt.

Und wenn der Schrott auf Temu günstiger ist als in der Migros, bestellen es die Leute. Der Artikel geht dann noch 200 x um die Welt, bis er ankommt. Soviel zu "Verantwortung übernehmen“. Sag das doch einmal einer mies bezahlten Aldiangestellten. Die zeigt dir dann den Vogel. Wenn die Angestellte anständig entlöhnt werden würde, würde sie vielleicht auch regionale Bio-Produkte kaufen.

Eat the rich!
Zuletzt geändert von Aficionado am 01.07.2026, 16:51, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Wätter Thread

Beitrag von SubComandante »

Ja, der Elefant im Raum heisst da geplante Obseleszenz. Historisch fing das bei Netzstrümpfen an. Die hielten einfach ewig. Und plötzlich änderte sich das. Oder bei den oldschool Glühbirnen. Der Drucker ging nicht mehr. Dann löschte man einen Counter im EPROM und plötzlich war der Fehler behoben.

Der Grund, warum vieles zu günstig ist liegt daran, dass man eine geplante Obseleszenz einkalkuliert. Ein Gerät geht mit grosser Wahrscheinlichkeit nach 1-2 Jahren kaputt. Oder man hört auf, beim Mobile nach 2 Jahren Updates auszuliefern. Man kalkuliert einen Neukauf nach 2 Jahren und so kann man die Preise tiefer halten. Das Resultat liegt ansehnlich bei grossen Schrottmulden in Afrika.

Der 50 Jahre alte Plattenspieler läuft immer noch gut - und ist bei einem Problem leicht reparierbar. Das wäre auch bei moderner Elektronik möglich. Die Politik zumindest in der EU scheint das langsam zu begreifen. Grundsätzlich sollte jeder Hersteller verpflichtet werden, 5-10 Jahre lang Updates auszuliefern. Jedes Gerät muss leicht reparierbar sein. Hey Apple, dann könnt ihr aufhören, Akkus mit dicken Leim auszustatten. Die Politik hätte es leicht in der Hand, die richtigen Regeln zu beschliessen.

Und zum Thema Foodwaste liese sich auch noch viel sagen.

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Re: Wätter Thread

Beitrag von Somnium »

@SubComandante


Grad heute hat Buschfunkistan dieses Video rausgehauen:

https://www.instagram.com/reel/DaNaDfBMls1/?igsh=


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Re: Wätter Thread

Beitrag von Somnium »

Ein paar Impressionen von der heutigen Mahnwache bei Bell…vorab dies: Jeden Tag so. Jeden Tag fünf Stunden LKW an LKW und zurück. Und das ist nur Bell. Jetzt stellen wir uns das mal auf die Welt aufgerechnet vor. Soviel zur Lüge vom totgestreichelten Kälbchen vom Biohof in meiner Nachbarschaft. Und den glücklichen Milchkühen, denen Blockflötentrullas was vorspielen. Und das so was möglich ist: Subventionen. Da will der Staat einerseits das Klima retten und subventioniert die Zerstörer ebendieses! Weltweit so, im Fall. (Céline Imart winkt hier aufgebracht aber fröhlich!) Ready?

https://www.instagram.com/p/DaPZRW7ikQQ/

Demnächst auch bei SRF bi de Lüt! 🫶
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Faniella Diwani »

Somnium hat geschrieben: 01.07.2026, 17:05 Ein paar Impressionen von der heutigen Mahnwache bei Bell…vorab dies: Jeden Tag so. Jeden Tag fünf Stunden LKW an LKW und zurück. Und das ist nur Bell. Jetzt stellen wir uns das mal auf die Welt aufgerechnet vor. Soviel zur Lüge vom totgestreichrlten Kälbchen vom Biohof in meiner Nachbarschaft. Und das so was möglich ist: Subventionen. Da will der Staat einerseits das Klima retten und subventioniert die Zerstörer ebendieses! Weltweit so, im Fall. (Céline Imart winkt hier aufgebracht aber fröhlich!) Ready?

https://www.instagram.com/p/DaPZRW7ikQQ/
Eine Entwicklung die auch renditegetrieben ist. Im Grossschlachthof ist es billiger als dezentral in den Dorfmetzgereien. Dementsprechend die längeren Transportstrecken.
Die Zeiten in den ein Metzger die Kuh auch mal im Stall abholte und mit ihr 1km bis zum Schlachthaus ging, die sind definitiv vorbei.  
 

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Re: Wätter Thread

Beitrag von Somnium »

@Faniella Diwani

Nicht für die vom Marketing.

(Hatte da grad schönes Bild im Kopf…ETR und so. Tomate?)
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Faniella Diwani »

Nutztiere und ihre Schlachtung gehören nun mal zusammen. Das eine geht nicht ohne das andere. 

Eine Milchkuh gibt nur Milch wenn sie regelmässig Kälber wirft. Die Hälfte der Kälber sind Stierkälber.

Stiere braucht man ein  paar wenige für die Zucht und (dank "Köfferlimuni") deutlich weniger als früher. Ochsen als Zugtiere braucht nienand mehr und "Ochsenmast" rentiert nicht weil die langsamer wachsen als Maststiere.
Resultat: Kalbfleisch vom Stierkalb und Rindfleisch vom Jungstier. 
Dann hast du das Problem das du Maststiere nicht so leicht auf der Weide halten kannst wie Mastochsen.
Resultat: Mastbetriebe mit Stallhaltung und zugekauftem Futter. 

Bei den Kuhkälbern hast du ein anderes Problem. Auch da braucht man nie die ganzen Kälber um den Bestand an Milchkühen zu halten. Also gibts auch dort Kalber- und Rindermast. Was nicht in die Mast geht wird besamt und darf einmal werfen. Je nach Milchleistung rentiert es nicht, dann geht die Jungkuh in die Schlachtung. Und nach 12-13 Jahren geht die Milchleistung so oder so zurück und dann ist die Wurstkuh fällig. 

Bei den Schweinen geht so gut wie alles in die Schlachtung. Möglichst schnell. Kaum ein Schwein wird älter als 5 Monate. Das ist auch gut so weil die Tiere so überzüchtet sind, dass sie nach wenigen Jahren üble Gelenkschäden haben.

Klar, man kann sich eine andere Nutzung vorstellen. Weideochsen statt Maststiere zum Beispiel. Oder Schweine in der Rolle die sie über Jahrhunderte hatten: Als Abfallverwerter mit einer Schlachtperiode im Frühwinter. Das ist aber nicht was rentiert, deshalb macht man das nicht. 

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Somnium
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Somnium »

@Faniella Diwani

Die Mutterkühe werden künstlich besamt. Immer und immer wieder, bis sie nach etwa drei/vier (!) Jahren fürchterlicher Qual getötet werden. Nutztiere…Es sind in erster Linie fühlende Lebewesen. Denen immer und immer wieder das Baby weggenommen wird.

https://www.landwirtschaft.de/tier-und- ... ich-besamt (Abo-frei!)

https://ibb.co/DgM1FbNT
https://ibb.co/N6X721m8

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dass das Eutersekret einer anderen Spezie trinkt. Und warum noch mal? Ach ja, weil man ihm einredet, es sei gut das zu tun. Und gesund.

Und dann wird die Milch- (und Käse-)Produktion auch noch subventioniert. Nicht mal der freie Markt spielt da, der so oft gepriesene. Fleisch, Milch und Käse quasi der Atomstrom der Lebensmittelindustrie!

Und gäll: Was eine Hochleistungsmilchkuh, so im Monat frisst, damit kannst du ein Bündnerdorf Bergdorf drei Sommer lang ernähren!
„Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."

Tief im Herzen wartet jeder auf das Ende der Welt. (Haruki Murakami)

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Faniella Diwani
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Faniella Diwani »

Somnium hat geschrieben: 01.07.2026, 18:03 @Faniella Diwani

Die Mutterkühe werden künstlich besamt. Immer und immer wieder, bis sie nach etwa drei/vier (!) Jahren fürchterlicher Qual getötet werden. Nutztiere…Es sind in erster Linie fühlende Lebewesen. Denen immer und immer wieder das Baby weggenommen wird.

https://www.landwirtschaft.de/tier-und- ... ich-besamt (Abo-frei!)

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Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dass das Eutersekret einer anderen Spezie trinkt. Und warum noch mal? Ach ja, weil man ihm einredet, es sei gut das zu tun. Und gesund.

Und dann wird die Milch- (und Käse-)Produktion auch noch subventioniert. Nicht mal der freie Markt spielt da, der so oft gepriesene. Fleisch, Milch und Käse quasi der Atomstrom der Lebensmittelindustrie!

Und gäll: Was eine Hochleistungsmilchkuh, so im Monat frisst, damit kannst du ein Bündnerdorf Bergdorf drei Sommer lang ernähren!

Klar... das muss aber ein sehr kleines Bergdorf sein. Und 4 Mägen haben. 

Mit Fundis sinnvoll zu reden ist meist sinnlos. Egal ob es Religion oder Ernährung ist. Es geht Fundis um Schwarz und Weiss. Dazwischen gibt es nix. 

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Somnium
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Re: Wätter Thread

Beitrag von Somnium »

@Faniella Diwani

Du verlässt jetzt die sachliche Diskussion? Das ist schade.

Weisst du, ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema. Und wenn für dich Menschen, die die Welt mit einer einfachen Massnahme vielleicht für die Menschen noch retten wollen, Fundis sind, dann sagt das mehr über dich aus, als dir lieb sein kann.

Die Faktenlage ist eindeutig und die Gegenargumente sind bestenfalls schwammig. Aber nun gut.

Anbetracht dessen, dass es 23:59:52 Uhr ist…wie würdest Du die Welt für den Menschen noch retten wollen? Und nein, ETR und differenzieren und auf Fusionsenergie und Weltfrieden hoffen, das alles wird nicht passieren, nicht kommen. Wie also willst Du die Uhr nur schon fünf Sekunden zurückdrehen?

Noch ganz kurz zum Bergdorf: Tierfütterung ist sowas von ineffizient, das solltest Du eigentlich wissen. Ist irgendwie wie mit dem Verbrenner. Der Wirkungsgrad lässt sich hier wie dort niemals verbessern! Physik.
(Bei Kuh und Motor so 35 Prozent?)

Konkret sieht das dann in der Futtermittel-Realität gemäss Google-KI so aus:

Kühe: Eine Milchkuh benötigt täglich etwa 15 bis 20 kg Trockenmasse an Futter, was in der Praxis oft 50 bis 60 kg Frischmasse entspricht. Auf das Jahr gerechnet sind das über 15.000 kg Futtermittel pro Kuh.

Menschen: Ein Mensch verzehrt im Vergleich dazu jährlich nur etwa 700 bis 800 kg an festen Lebensmitteln. Eine Kuh frisst also flächen- und massenmäßig das 15- bis 20-fache eines Menschen.

https://ibb.co/CszzKqdn

Das Bergdorf, dass tatsächlich in einem Jahr 60‘000 Kilo nicht tierische Lebensmittel verputzt, musst du mir zeigen.

Aber hey, was weiss ich Fundi schon.
😉
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Re: Wätter Thread

Beitrag von team17 »

Somnium hat geschrieben: 01.07.2026, 22:39 @Faniella Diwani

Du verlässt jetzt die sachliche Diskussion? Das ist schade.

Konkret sieht das dann in der Futtermittel-Realität gemäss Google-KI so aus:

Kühe: Eine Milchkuh benötigt täglich etwa 15 bis 20 kg Trockenmasse an Futter, was in der Praxis oft 50 bis 60 kg Frischmasse entspricht. Auf das Jahr gerechnet sind das über 15.000 kg Futtermittel pro Kuh.

Menschen: Ein Mensch verzehrt im Vergleich dazu jährlich nur etwa 700 bis 800 kg an festen Lebensmitteln. Eine Kuh frisst also flächen- und massenmäßig das 15- bis 20-fache eines Menschen.

https://ibb.co/CszzKqdn

Das Bergdorf, dass tatsächlich in einem Jahr 60‘000 Kilo nicht tierische Lebensmittel verputzt, musst du mir zeigen.

Aber hey, was weiss ich Fundi schon.
😉

Sachliche Diskussion verlassen, Glashaus und so, heikel... Aber Belgien spielt noch, also gönn ich mir den Spass.

Da wären wir wieder beim Thema. Auf wissenschaftlichen Fakten basierende Aussagen machen, aber irgendwie halt doch Polemik betreiben müssen. Wieso? Da verliert man Leute in der Diskussion, die eigentlich die gleiche Richtung als Ziel haben.

Kilogramm an Futter haben doch null Aussagekraft. Was zählt sind die Kalorien welche durch das Futter aufgenommen werden.

Laut Greenpeace (https://www.greenpeace.de/biodiversitae ... milchkuehe) benötigt eine Milchkuh 40'000-50'000 kcal pro Tag.

Nehmen wir für einen Menschen eine eher tiefen Wert von 2'000 kcal, da es so schön einfach zum rechnen ist. Eine Kuh frisst also das 20 bis 25-fache eines Menschen pro Tag. In einmal Monat (30 Tage als Annahme), ergibt das Nahrung für 600 bis 750 Tage an menschlicher Ernährung.

Laut deiner Aussage kann man damit ein Bergdorf 3 Sommer lang ernähren. Als Annahme was als Sommer gilt, nehmen wir mal 3 Monate, oder vereinfacht 90 Tage. Jetzt haben wir 3 Jahre davon, also 270 Tage pro Bewohner. Das Bünder Bergdorf darf also 2.2 bis 2.6 Bewohner haben.

Du kannst am Schluss nicht die Menge an kalorienarmen Grass (60'000 kg), mit der Menge an kalorienreicher menschlicher Nahrung gleichstellen.

Das ist ein völlig banales und unwichtiges Beispiel von deiner Polemik, aber davon gibt es mehrere in deinen Texten, meistens halt nicht mit so wenig Aufwand zu Belegen. Trotzdem ist vielen klar, dass es ideologische Aussagen sind, und eben nicht mehr sachliche. Vielleicht hilft dir das zu verstehen, wieso du als Fundi bezeichnet wurdest.

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Re: Wätter Thread

Beitrag von Somnium »

@team17

Und was hast du jetzt tatsächlich widerlegt oder gar beigetragen zum Thema? Gar nichts.

Dir zustimmen muss ich beim Bergdorf. Das war ein Schuss ins Blaue meinerseits, aber immer noch besser gezielt als der Freistoss kurz vor Schluss von Senegal. Kilo hat mir die Google-KI selbsttätig ausgewiesen, weil ist halt irgendwie wie bei den Fussballfeldern als Vergleichseinheit: Besser bildlich vorstellbar. Säcke Kalorien vs Kilos in Mulden…

So, zurück zum Thema: Die Bauern haben ihre Mistgabeln poliert und sind ready für den Abstimmungskampf.

https://ibb.co/d0N4bJCD

Weniger als 1 Prozent der Bevölkerung leben vegan. Veganismus ist aber nicht gleich tierfreie Ernährung.
Was die Bauern hier machen ist eine Verleumdungskampagne fahren gegen eine engagierte, empathische und extrem kritische und konsequente Minderheit, die noch nicht mal das Ding überhaupt ins Rollen gebracht hat! Aus dem Kommentarkino unter dem FB-Post:

https://ibb.co/ccqbM7GY
https://ibb.co/HWCZGCw
https://ibb.co/hJ6vsPYT
https://ibb.co/gLkjmP2Q
https://ibb.co/RG2kzhvt
https://ibb.co/ycqQnGQv

Was mich wirklich trifft ist, wenn man Ernährung und Religion in den gleichen Topf schmeisst. Weil Leute, die an ein fiktives Wesen glauben tatsächliche Fundamentalisten sind. Du weisst, ich bin in einer evangelikalen Sekte aufgewachsen? Und religiöse Menschen, nun, die bezeichnen Tiere schon mal ungeniert als „Gottes Nahrung“. Weil Gott Gefallen daran findet, dass dumme Menschen seine fühlende Schöpfung vom 5. und 6. Tag (ex. den Menschen, hier gilt ein nicht von Gott auferlegtes Tabu! Koran dito…) grausam töten und fressen? Und das dermassen rücksichtslos, dass sie auch Seine Werke vom 3. Tag zerstören. Ich gebe hier gerne das Zitat eines Streetartisten wieder: Die Existenz des Menschen ist der Beweis dafür, dass es keinen Gott gibt. (YGYN)

Und jetzt stellen wir uns mal vor, was passieren würde, wenn man den Verbrenner verbieten würde. Den subventionierten Verbrenner…! Was glaubst du, wie lange es dauern würde, bis sich dieses Verbot spürbar auswirkt?

Aber hey, die Veganer, die Grünen, die Linken, die Antifa sind Fundis, mit denen kann man nicht diskutieren, die wollen einfach rücksichtslos nur mal kurz die Welt retten. Und darum läuft die Uhr einfach mal weiter…

Nochmals: Was wäre deine Idee, wenn du gezwungen wärst, eine gangbare Sofortlösung zur Rettung der Menschheit auf den Tisch legen zu müssen? Und du zu dumm und zu rechts bist, einfach auf Tierausbeutung verzichten zu wollen weil „Polemik“ und „Ideologie“?

Und du kannst mir mit all deinen zahlreichen hieb- und stichfesten Argumenten, die du bisher so fleissig dagegengehalten hast, sicher auch noch darlegen, was in meinen Ausführungen zum Thema sachlich nicht oder nur teilweise mit der Realität übereinstimmt.

https://ibb.co/cSLHQVHk

Tick, Tick, Tick…
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