Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Martina Moser.
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Onlineimoht_1893
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
ChatGPT nennt Remo Meyer (Sportchef FC Luzern) als realistischen Kandidaten. Zumindest vorübergehend wird eine interne Lösung mit David Degen in einer wichtigen Rolle als wahrscheinlich angesehen 
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Tauli, dann kann er nächsten Sommer auf dem Barfi nochmals "FTP" anstimmen 
"I was born ready motherfucker!"
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Ist nicht so weit her geholt, hat auch seinen Wohnsitz nahe am Stadion.imoht_1893 hat geschrieben: 29.04.2026, 07:06Weisst du wer sonst noch auf der Liste steht oder wer Favorit ist?
Für ihn spricht sicher auch die sehr gute Connection mit Caipi Ruedi!
Allerdings betrachte ich ihn als etwas zu unerfahren und zu wenig harter Verhandlungspartner.
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Usswärtsfahrer
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
VanGygo hat geschrieben: 29.04.2026, 11:34 Allerdings betrachte ich ihn als etwas zu unerfahren und zu wenig harter Verhandlungspartner.
Ja, aber immerhin kennt er sich schon mal grundsätzlich aus in Verein und Business. Wäre mir immer noch lieber als schon wieder ein Quereinsteiger wie z.B. Vali Stocker. Mit Kaufmann mit Zbinden als graue Eminenz dahinter könnte ich wenigstens ansatzweise leben.
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
632 hat geschrieben: 28.04.2026, 20:32 Stocker wird es werden, die Tinte ist bereits trocken. Mutiger aber sehr guter entscheid!
Das wäre eine der schlechtesten Alternativen die es gibt. Im Moment braucht es jemanden mit Erfahrung, der sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt, über ein sehr gutes Netzwerk verfügt und der auch seinen Standpunkt gegenüber Dave vertreten kann. Ausserdem sollte er ein guter Kommunikator sein nach innen und aussen.
Das sehe ich bei Stocker nicht unbedingt.
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Stobologyth
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Gibt es eigentlich irgendeinen Bereich, bei dem Dave bei Neubesetzungen noch auf Erfahrung vertraut? Die Wäscherei?
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
ootb hat geschrieben: 29.04.2026, 12:20632 hat geschrieben: 28.04.2026, 20:32 Stocker wird es werden, die Tinte ist bereits trocken. Mutiger aber sehr guter entscheid!
Das wäre eine der schlechtesten Alternativen die es gibt. Im Moment braucht es jemanden mit Erfahrung, der sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt, über ein sehr gutes Netzwerk verfügt und der auch seinen Standpunkt gegenüber Dave vertreten kann. Ausserdem sollte er ein guter Kommunikator sein nach innen und aussen.
Das sehe ich bei Stocker nicht unbedingt.
Philippe Degen...
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Offensichtlich: https://fcb.ch/pages/news/35-jahre-jubi ... ioni-konigStobologyth hat geschrieben: 29.04.2026, 12:23 Gibt es eigentlich irgendeinen Bereich, bei dem Dave bei Neubesetzungen noch auf Erfahrung vertraut? Die Wäscherei?
Würde mich aber nicht wundern, wenn Christine Castioni-König auf nächste Saison hin durch eine 19-jährige Ukrainerin ersetzt wird, die als grosses Wäscherei-Talent gilt und einen entsprechenden Wiederverkaufswert hat. Das Business muss laufen!
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Bevor wir einen neuen Sportchef aufrufen, würde mich mehr interessieren, wofür diese Rolle explizit vorhanden ist, welche Kompetenzen und wie sportliche Entscheidungen getroffen werden sollen.
Einfach nur ein neues Gesicht alleine brauche ich nicht, wenn der Eindruck entsteht, dass am Ende David Degen & das Eigentümer-Team nur die Entscheidungen goutieren, die sie selbst direkt wollen und sich sonst einmischen.
Einfach nur ein neues Gesicht alleine brauche ich nicht, wenn der Eindruck entsteht, dass am Ende David Degen & das Eigentümer-Team nur die Entscheidungen goutieren, die sie selbst direkt wollen und sich sonst einmischen.
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Elduderinho86
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Master hat geschrieben: 29.04.2026, 12:42 Bevor wir einen neuen Sportchef aufrufen, würde mich mehr interessieren, wofür diese Rolle explizit vorhanden ist, welche Kompetenzen und wie sportliche Entscheidungen getroffen werden sollen.
Einfach nur ein neues Gesicht alleine brauche ich nicht, wenn der Eindruck entsteht, dass am Ende David Degen & das Eigentümer-Team nur die Entscheidungen goutieren, die sie selbst direkt wollen und sich sonst einmischen.
++++
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Master hat geschrieben: 29.04.2026, 12:42 Bevor wir einen neuen Sportchef aufrufen, würde mich mehr interessieren, wofür diese Rolle explizit vorhanden ist, welche Kompetenzen und wie sportliche Entscheidungen getroffen werden sollen.
Einfach nur ein neues Gesicht alleine brauche ich nicht, wenn der Eindruck entsteht, dass am Ende David Degen & das Eigentümer-Team nur die Entscheidungen goutieren, die sie selbst direkt wollen und sich sonst einmischen.
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blauetomate
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Es gäbe noch eine andere Martina, die ich sogar vorziehen würde.
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Basilou hat geschrieben: 29.04.2026, 12:32Offensichtlich: https://fcb.ch/pages/news/35-jahre-jubi ... ioni-konigStobologyth hat geschrieben: 29.04.2026, 12:23 Gibt es eigentlich irgendeinen Bereich, bei dem Dave bei Neubesetzungen noch auf Erfahrung vertraut? Die Wäscherei?
Würde mich aber nicht wundern, wenn Christine Castioni-König auf nächste Saison hin durch eine 19-jährige Ukrainerin ersetzt wird, die als grosses Wäscherei-Talent gilt und einen entsprechenden Wiederverkaufswert hat. Das Business muss laufen!
Hoffe aber, Erfahrung setzt sich durch und die Frau König kann ihren Job behalten.
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
blauetomate hat geschrieben: 29.04.2026, 12:48Es gäbe noch eine andere Martina, die ich sogar vorziehen würde.
Und eine andere Frau Moser. Aber die hat leider schon das Zeitliche gesegnet...
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Roger Stilz
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Alain Sutter?
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
blauetomate hat geschrieben: 29.04.2026, 12:48Es gäbe noch eine andere Martina, die ich sogar vorziehen würde.
Martina Hingis?
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Hingis?blauetomate hat geschrieben: 29.04.2026, 12:48Es gäbe noch eine andere Martina, die ich sogar vorziehen würde.
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Milos Malenovic 
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Ich als Leichtathletikfreund hätte spontan an die Stabhochspringerin Angelica Moser gedacht, aber die ist ja zum Glück quicklebendig. Woran Du wieder denkst, will hier niemand wissen!Waldfest hat geschrieben: 29.04.2026, 12:57blauetomate hat geschrieben: 29.04.2026, 12:48Es gäbe noch eine andere Martina, die ich sogar vorziehen würde.
Und eine andere Frau Moser. Aber die hat leider schon das Zeitliche gesegnet...
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Erni Maissen
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Den georgischen Medwedew: Michail Kawelaschwili
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Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 28.04.2026, 18:52Yazid hat geschrieben: 28.04.2026, 17:18 Ideen/Vorschläge habe ich keine... Aber bitte, bitte kein weiterer Newbie!
Deshalb der Blick nach Deutschland:
Horst Heldt: hat sich auch schon mal gemeldet, aktuell aber mit Vertrag.
Jörg Schmadtke: wäre vereinslos.
[b
Die beiden wären absolute Traumkandidaten.
Und von wegen sauteuer, warum sollte man für den zweitwichtigsten Posten nicht mal in die Tasche greifen, wenn man das bei wertlosen Stürmern (
Und wurde Schwegler schon genannt? Will sich evt 2. Liga nicht antun
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Weiss auch nicht in welchen Fade, hier werde aber 3-4 Nachfolger wie Da Silva, Lang, Stocker und Rakitic genannt.
https://www.bzbasel.ch/sport/fc-basel/f ... ld.4160723
Erste Nachfolger wurden schon gesucht und die Folgen für die Kaderplanung: Die Antworten nach dem Stucki-Rücktritt
Am Dienstag verkündeten der FC Basel und Sportdirektor Daniel Stucki die «einvernehmliche» Trennung auf Ende Juni. Was bedeutet das für den Klub, die Personalplanung in der Führung und die Kaderzusammenstellung für die kommende Saison? Antworten auf die drängendsten Fragen.
Wollte oder musste Daniel Stucki gehen?
Am 18. März sagt Daniel Stucki in einem FCB-Krisengespräch mit SRF: «Ich habe noch ein Jahr Vertrag und der Job gefällt mir.» Am 28. April und damit nur 41 Tage später verkündet er: «Der Moment ist gekommen, eine neue Herausforderung zu suchen.» Dazwischen hat der FCB vier Punkte aus den vier Spielen gegen Winterthur, YB, Thun und Sion geholt, ist aus den europäischen Rängen gerutscht und hat seine Kabine an Feuer und Russ verloren.
Und es hat offensichtlich auch ein Umdenken beim Sportchef des FC Basel stattgefunden. Stucki ist normalerweise ein Mann des Wortes. Ein in der Vorwoche in Aussicht gestelltes Interview mit dieser Zeitung sagte er kurzfristig ab. Wohl, weil er bereits wusste, dass er nicht mehr derjenige ist, der Fragen zur Kaderplanung für die kommende Saison und zu seiner persönlichen Zukunft beantworten sollte.
Offen bleibt bisher die Frage, welche Rolle Marko Filipovic und Andreas Herrmann spielen. Die beiden Angestellten von Manchester United sollen die sportliche Führung des FC Basel ab der kommenden Saison als technischer Direktor und Chefscout bereichern. David Degen sagte Ende März, dass Filipovic direkt an Sportdirektor Stucki rapportieren sollte. Seither hat sich das Geschehen allerdings in eine andere Richtung entwickelt.
Rund um den Transfer von Jonas Adjetey wurden erstmals die Meinungsverschiedenheiten , die es zwischen Stucki und Degen immer wieder gab, in die Öffentlichkeit getragen. Diskrepanzen soll es dem Vernehmen nach auch in der Causa Lichtsteiner geben. So ist zu hören, dass Stucki Lichtsteiner zwar schätze, aber kein grosser Befürworter davon gewesen sein soll, ihn direkt zum Cheftrainer zu ernennen. Dass der FCB langfristig mit dem Trainernovizen plant, könnte ebenfalls ein Grund für Stuckis Rücktritt gewesen sein.
Feststeht, dass durch seinen Abgang – ob freiwillig oder nicht – eine damals noch nicht antizipierte Lücke entstanden ist. Eine Lücke, die mit einer neuen Person geschlossen werden soll. Gemäss Recherchen dieser Zeitung hat der FC Basel potenziellen Nachfolge-Kandidaten für den Sportchefposten bereits vor der Verkündigung von Stuckis Rücktritt Angebote gemacht und auch mindestens eine Absage kassiert.
Die These, dass Stucki allein aus eigenen Stücken aufhört, bestärken Aussagen aus der Vergangenheit. Bereits im März 2025 bezweifelte der zweifache Familienvater, dass er den Job beim FC Basel langfristig ausüben kann. Auf den Rücktritt von Kollege Steve von Bergen angesprochen, sagte er damals: «Was ist für das Leben wichtiger? Die Grosswerden zu sehen oder der Job? Es muss möglich sein, beides zu machen, aber es ist tatsächlich sehr schwer. Wenn man das Unternehmen durchleuchtet und schaut, wen ich alles unter mir habe und für was ich verantwortlich bin. Den Staff der 1. Mannschaft führen, Kaderplanung, Verhandlungen führen. Das ist über lange Zeit fast nicht möglich als Einzelperson.»
Im erwähnten Gespräch mit SRF sagt Stucki: «Es war ein schwieriges Jahr, auch für mich. Weil vieles nicht wie geplant aufgegangen ist. Ich bin sehr ambitioniert und nicht zufrieden mit meiner Leistung.» Sollte Stucki festgestellt haben, dass er seinen eigenen – stets hohen – Ansprüchen nicht mehr gerecht werden kann, ist der Rücktritt konsequent. Und konsequent ist ein Adjektiv, mit dem viele Mitarbeiter des FC Basel die Arbeit von Daniel Stucki in den vergangenen Jahren bewertet haben.
Welche Kandidaten für die Nachfolge stehen im Raum?
Am Tag nach der Bekanntgabe der Trennung werden in den Gesprächen mit Personen aus dem Umfeld des FC Basel diverse Namen herumgereicht. Valentin Stocker würde als Klub-Legende ins gesuchte Profil passen, da Präsident David Degen dem Vernehmen nach gerne wieder einen prominenten Namen einstellen würde, der für die Sportkommission intern und extern als Kommunikator auftritt.
Doch Stocker hat seine Aussage, eines Tages gerne Sportchef des FC Basel zu werden, Ende 2025 revidiert und wirkte bei einem Gespräch am Rande des FCB-Trainings vor einer Woche sehr zufrieden mit seiner aktuellen Tätigkeit als Teilzeit-Mitglied der FCB-Sportkommission. Inwiefern sich die Freude durch den Abgang von Stucki, den Stocker stets sehr lobte, verändert hat, bleibt offen.
Der Sissacher Carlos da Silva hat bis zu seiner Entlassung vor gut einem Jahr in Lugano als Sportdirektor gute Arbeit geleistet und brächte neben Super-League-Erfahrung auch Lokalkolorit mit. Mit Michael Lang (Wil) und Ivan Rakitic (Hajduk Split) gibt es zudem zwei prominente Ex-Spieler, die seit dieser Saison dabei sind, erste Erfahrungen im Management zu sammeln.
Auch eine Konstellation mit einer Sportkommission, die bereits in der Vergangenheit – zuletzt von Herbst 2023 bis Sommer 2024 – Anwendung fand, ist denkbar, da David Degen sicherlich auch in Zukunft seine Expertise in Transferfragen einbringen wird. Die Sportkommission mit dem Schattensportchef Degen ist allerdings eher ein Notfallplan für den Fall, dass sich kein geeigneter Stucki-Nachfolger finden lässt.
Was bleibt von Daniel Stucki?
Als Daniel Stucki im Mai 2024 vom Nachwuchschef zum Sportdirektor des FC Basel befördert wurde, war der FC Basel als Tabellenachter in der Abstiegsrunde, und es herrschte intern wie extern ein Kommunikationsvakuum. Als Bindeglied zwischen Führung und Spielern und als Kommunikator nach aussen sorgte Stucki in seiner neuen Rolle für mehr Transparenz und Akzeptanz.
Mit dem Transfercoup von Xherdan Shaqiri und weiteren starken Verpflichtungen (Metinho, Otele, Traoré) darf sich Stucki auch mit dem Titel «Baumeister des Double-Gewinns» schmücken. Dass auch David Degen und der Rest der Sportkommission bei Transfers mitreden, ist Fakt. Dennoch kehrte mit Stucki wieder etwas mehr Ruhe in den latent aufgeregten Klub ein.
Ebenfalls nicht zu vernachlässigen sind Transfereinnahmen von 56,9 und 35 Millionen Franken, welche in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 auch auf der guten Arbeit von Stucki fussten und welche den Klub finanziell stabilisierten.
Wollte oder musste Daniel Stucki gehen?
Am 18. März sagt Daniel Stucki in einem FCB-Krisengespräch mit SRF: «Ich habe noch ein Jahr Vertrag und der Job gefällt mir.» Am 28. April und damit nur 41 Tage später verkündet er: «Der Moment ist gekommen, eine neue Herausforderung zu suchen.» Dazwischen hat der FCB vier Punkte aus den vier Spielen gegen Winterthur, YB, Thun und Sion geholt, ist aus den europäischen Rängen gerutscht und hat seine Kabine an Feuer und Russ verloren.
Und es hat offensichtlich auch ein Umdenken beim Sportchef des FC Basel stattgefunden. Stucki ist normalerweise ein Mann des Wortes. Ein in der Vorwoche in Aussicht gestelltes Interview mit dieser Zeitung sagte er kurzfristig ab. Wohl, weil er bereits wusste, dass er nicht mehr derjenige ist, der Fragen zur Kaderplanung für die kommende Saison und zu seiner persönlichen Zukunft beantworten sollte.
Offen bleibt bisher die Frage, welche Rolle Marko Filipovic und Andreas Herrmann spielen. Die beiden Angestellten von Manchester United sollen die sportliche Führung des FC Basel ab der kommenden Saison als technischer Direktor und Chefscout bereichern. David Degen sagte Ende März, dass Filipovic direkt an Sportdirektor Stucki rapportieren sollte. Seither hat sich das Geschehen allerdings in eine andere Richtung entwickelt.
Rund um den Transfer von Jonas Adjetey wurden erstmals die Meinungsverschiedenheiten , die es zwischen Stucki und Degen immer wieder gab, in die Öffentlichkeit getragen. Diskrepanzen soll es dem Vernehmen nach auch in der Causa Lichtsteiner geben. So ist zu hören, dass Stucki Lichtsteiner zwar schätze, aber kein grosser Befürworter davon gewesen sein soll, ihn direkt zum Cheftrainer zu ernennen. Dass der FCB langfristig mit dem Trainernovizen plant, könnte ebenfalls ein Grund für Stuckis Rücktritt gewesen sein.
Feststeht, dass durch seinen Abgang – ob freiwillig oder nicht – eine damals noch nicht antizipierte Lücke entstanden ist. Eine Lücke, die mit einer neuen Person geschlossen werden soll. Gemäss Recherchen dieser Zeitung hat der FC Basel potenziellen Nachfolge-Kandidaten für den Sportchefposten bereits vor der Verkündigung von Stuckis Rücktritt Angebote gemacht und auch mindestens eine Absage kassiert.
Die These, dass Stucki allein aus eigenen Stücken aufhört, bestärken Aussagen aus der Vergangenheit. Bereits im März 2025 bezweifelte der zweifache Familienvater, dass er den Job beim FC Basel langfristig ausüben kann. Auf den Rücktritt von Kollege Steve von Bergen angesprochen, sagte er damals: «Was ist für das Leben wichtiger? Die Grosswerden zu sehen oder der Job? Es muss möglich sein, beides zu machen, aber es ist tatsächlich sehr schwer. Wenn man das Unternehmen durchleuchtet und schaut, wen ich alles unter mir habe und für was ich verantwortlich bin. Den Staff der 1. Mannschaft führen, Kaderplanung, Verhandlungen führen. Das ist über lange Zeit fast nicht möglich als Einzelperson.»Im erwähnten Gespräch mit SRF sagt Stucki: «Es war ein schwieriges Jahr, auch für mich. Weil vieles nicht wie geplant aufgegangen ist. Ich bin sehr ambitioniert und nicht zufrieden mit meiner Leistung.» Sollte Stucki festgestellt haben, dass er seinen eigenen – stets hohen –Ansprüchen nicht mehr gerecht werden kann, ist der Rücktritt konsequent. Und konsequent ist ein Adjektiv, mit dem viele Mitarbeiter des FC Basel die Arbeit von Daniel Stucki in den vergangenen Jahren bewertet haben.
Welche Kandidaten für die Nachfolge stehen im Raum?
Am Tag nach der Bekanntgabe der Trennung werden in den Gesprächen mit Personen aus dem Umfeld des FC Basel diverse Namen herumgereicht. Valentin Stocker würde als Klub-Legende ins gesuchte Profil passen, da Präsident David Degen dem Vernehmen nach gerne wieder einen prominenten Namen einstellen würde, der für die Sportkommission intern und extern als Kommunikator auftritt.
Doch Stocker hat seine Aussage, eines Tages gerne Sportchef des FC Basel zu werden, Ende 2025 revidiert und wirkte bei einem Gespräch am Rande des FCB-Trainings vor einer Woche sehr zufrieden mit seiner aktuellen Tätigkeit als Teilzeit-Mitglied der FCB-Sportkommission. Inwiefern sich die Freude durch den Abgang von Stucki, den Stocker stets sehr lobte, verändert hat, bleibt offen.Der Sissacher Carlos da Silva hat bis zu seiner Entlassung vor gut einem Jahr in Lugano als Sportdirektor gute Arbeit geleistet und brächte neben Super-League-Erfahrung auch Lokalkolorit mit. Mit Michael Lang (Wil) und Ivan Rakitic (Hajduk Split) gibt es zudem zwei prominente Ex-Spieler, die seit dieser Saison dabei sind, erste Erfahrungen im Management zu sammeln.
Auch eine Konstellation mit einer Sportkommission, die bereits in der Vergangenheit – zuletzt von Herbst 2023 bis Sommer 2024 – Anwendung fand, ist denkbar, da David Degen sicherlich auch in Zukunft seine Expertise in Transferfragen einbringen wird. Die Sportkommission mit dem Schattensportchef Degen ist allerdings eher ein Notfallplan für den Fall, dass sich kein geeigneter Stucki-Nachfolger finden lässt.
Was bleibt von Daniel Stucki?
Als Daniel Stucki im Mai 2024 vom Nachwuchschef zum Sportdirektor des FC Basel befördert wurde, war der FC Basel als Tabellenachter in der Abstiegsrunde, und es herrschte intern wie extern ein Kommunikationsvakuum. Als Bindeglied zwischen Führung und Spielern und als Kommunikator nach aussen sorgte Stucki in seiner neuen Rolle für mehr Transparenz und Akzeptanz.
Mit dem Transfercoup von Xherdan Shaqiri und weiteren starken Verpflichtungen (Metinho, Otele, Traoré) darf sich Stucki auch mit dem Titel «Baumeister des Double-Gewinns» schmücken. Dass auch David Degen und der Rest der Sportkommission bei Transfers mitreden, ist Fakt. Dennoch kehrte mit Stucki wieder etwas mehr Ruhe in den latent aufgeregten Klub ein.Ebenfalls nicht zu vernachlässigen sind Transfereinnahmen von 56,9 und 35 Millionen Franken, welche in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 auch auf der guten Arbeit von Stucki fussten und welche den Klub finanziell stabilisierten.
Daniel Stucki feiert im Mai 2025 auf dem Barfi die Meisterschaft und wird dabei auch von den Fans gefeiert. Durch den Erfolg weckte der Sportdirektor auch Begehrlichkeiten bei anderen Klubs.Bild: Doch dem 44-jährigen Ex-Profi und -Polizist weht in seiner zweiten Saison als FCB-Sportdirektor ein immer stärkerer Gegenwind entgegen. Das liegt zum einen an Transfers wie Moritz Broschinski, Ibrahim Salah, Koba Koindredi, Julien Duranville oder Jeremy Agbonifo, die nicht die gewünschte Verstärkung sind oder deren Leihe (Agbonifo) bereits frühzeitig wieder abgebrochen wurde. Dass der seit Sommer vermisste Knipser auch im Winter nicht geholt wurde, sorgte ebenfalls für Unverständnis.
Auch durch den Trainerwechsel zur Unzeit von Ludovic Magnin zu Stephan Lichtsteiner, den auch im Anschluss ausbleibenden sportlichen Erfolg und das Verpassen sämtlicher Saisonziele hat Stucki zusätzlich Kredit verloren. Dazu kommt, dass Stuckis Krisenkommunikation nicht ganz so stark ist, wie in guten Zeiten. Im Dezember sagte er: «Magnin bleibt definitiv unser Trainer.» Nach dem 1:3 in Salzburg wurde Magnin zwar noch nicht entlassen, aber bereits abgesägt: «Gegen den FCZ zählt nicht nur der Sieg, sondern auch die Art und Weise.» Und nach dem Cup-Out in St. Gallen redete Stucki das Kader stark, das auch in der Liga 13 Punkte hinter Thun lag.
Welche Auswirkungen hat der Abgang auf die Kaderplanung?
Auf die Planung keine. Intern hat der FCB bereits festgehalten, auf welchen Positionen man sich verstärken will. Als sogenannte «Performance-Spieler», die direkt eine Verstärkung sein sollen, sucht der FC Basel nach einem Goalie, einem Stürmer und einem zentralen Mittelfeldspieler.
Ausserdem will sich der FCB mit weiteren «Top-Talenten» verstärken, die höchstens 21 Jahre alt sind und die eines Tages gewinnbringend weiterverkauft werden können. Gesucht werden ein zentraler Mittelfeldspieler, ein Rechts- und ein Linksverteidiger. Und je nachdem, welche Spieler den Klub im Sommer verlassen, wird auch ein adäquater Ersatz gesucht.
Neben Metinho gehören Flavius Daniliuc, Léo Leroy und Bénie Traoré zu den Kandidaten, für die man am ehesten eine hohe Ablöse erzielen könnte. Auch die FCB-Zukunft von Dominik Schmid (hat jüngst den Berater gewechselt) und Albian Ajeti (Saudi-Gerüchte) ist nicht in Stein gemeisselt.
Die auslaufenden Leihen von Koba Koindredi (mit Kaufoption) und Julien Duranville (ohne) gehören nicht mehr in den Verantwortungsbereich von Stucki. Auch die anstehenden Vertragsgespräche mit Xherdan Shaqiri, Mirko Salvi, Kevin Rüegg, Dominik Schmid, Tim Pfeiffer und Finn van Breemen wird nicht mehr Stucki führen.
Alle sind sie nur noch bis 2027 an den FCB gebunden. Idealerweise wird bis vor dem Beginn der neuen Saison eine Lösung gefunden, ob und in welcher Form es für sie eine Zukunft beim FCB gibt. Auch die Gespräche mit potenziellen Verstärkungen, die Verhandlungen im Sommer und die Realisierung der Transfers fallen nicht mehr in den Verantwortungsbereich von Stucki.
https://www.bzbasel.ch/sport/fc-basel/f ... ld.4160723
Erste Nachfolger wurden schon gesucht und die Folgen für die Kaderplanung: Die Antworten nach dem Stucki-Rücktritt
Am Dienstag verkündeten der FC Basel und Sportdirektor Daniel Stucki die «einvernehmliche» Trennung auf Ende Juni. Was bedeutet das für den Klub, die Personalplanung in der Führung und die Kaderzusammenstellung für die kommende Saison? Antworten auf die drängendsten Fragen.
Wollte oder musste Daniel Stucki gehen?
Am 18. März sagt Daniel Stucki in einem FCB-Krisengespräch mit SRF: «Ich habe noch ein Jahr Vertrag und der Job gefällt mir.» Am 28. April und damit nur 41 Tage später verkündet er: «Der Moment ist gekommen, eine neue Herausforderung zu suchen.» Dazwischen hat der FCB vier Punkte aus den vier Spielen gegen Winterthur, YB, Thun und Sion geholt, ist aus den europäischen Rängen gerutscht und hat seine Kabine an Feuer und Russ verloren.
Und es hat offensichtlich auch ein Umdenken beim Sportchef des FC Basel stattgefunden. Stucki ist normalerweise ein Mann des Wortes. Ein in der Vorwoche in Aussicht gestelltes Interview mit dieser Zeitung sagte er kurzfristig ab. Wohl, weil er bereits wusste, dass er nicht mehr derjenige ist, der Fragen zur Kaderplanung für die kommende Saison und zu seiner persönlichen Zukunft beantworten sollte.
Offen bleibt bisher die Frage, welche Rolle Marko Filipovic und Andreas Herrmann spielen. Die beiden Angestellten von Manchester United sollen die sportliche Führung des FC Basel ab der kommenden Saison als technischer Direktor und Chefscout bereichern. David Degen sagte Ende März, dass Filipovic direkt an Sportdirektor Stucki rapportieren sollte. Seither hat sich das Geschehen allerdings in eine andere Richtung entwickelt.
Rund um den Transfer von Jonas Adjetey wurden erstmals die Meinungsverschiedenheiten , die es zwischen Stucki und Degen immer wieder gab, in die Öffentlichkeit getragen. Diskrepanzen soll es dem Vernehmen nach auch in der Causa Lichtsteiner geben. So ist zu hören, dass Stucki Lichtsteiner zwar schätze, aber kein grosser Befürworter davon gewesen sein soll, ihn direkt zum Cheftrainer zu ernennen. Dass der FCB langfristig mit dem Trainernovizen plant, könnte ebenfalls ein Grund für Stuckis Rücktritt gewesen sein.
Feststeht, dass durch seinen Abgang – ob freiwillig oder nicht – eine damals noch nicht antizipierte Lücke entstanden ist. Eine Lücke, die mit einer neuen Person geschlossen werden soll. Gemäss Recherchen dieser Zeitung hat der FC Basel potenziellen Nachfolge-Kandidaten für den Sportchefposten bereits vor der Verkündigung von Stuckis Rücktritt Angebote gemacht und auch mindestens eine Absage kassiert.
Die These, dass Stucki allein aus eigenen Stücken aufhört, bestärken Aussagen aus der Vergangenheit. Bereits im März 2025 bezweifelte der zweifache Familienvater, dass er den Job beim FC Basel langfristig ausüben kann. Auf den Rücktritt von Kollege Steve von Bergen angesprochen, sagte er damals: «Was ist für das Leben wichtiger? Die Grosswerden zu sehen oder der Job? Es muss möglich sein, beides zu machen, aber es ist tatsächlich sehr schwer. Wenn man das Unternehmen durchleuchtet und schaut, wen ich alles unter mir habe und für was ich verantwortlich bin. Den Staff der 1. Mannschaft führen, Kaderplanung, Verhandlungen führen. Das ist über lange Zeit fast nicht möglich als Einzelperson.»
Im erwähnten Gespräch mit SRF sagt Stucki: «Es war ein schwieriges Jahr, auch für mich. Weil vieles nicht wie geplant aufgegangen ist. Ich bin sehr ambitioniert und nicht zufrieden mit meiner Leistung.» Sollte Stucki festgestellt haben, dass er seinen eigenen – stets hohen – Ansprüchen nicht mehr gerecht werden kann, ist der Rücktritt konsequent. Und konsequent ist ein Adjektiv, mit dem viele Mitarbeiter des FC Basel die Arbeit von Daniel Stucki in den vergangenen Jahren bewertet haben.
Welche Kandidaten für die Nachfolge stehen im Raum?
Am Tag nach der Bekanntgabe der Trennung werden in den Gesprächen mit Personen aus dem Umfeld des FC Basel diverse Namen herumgereicht. Valentin Stocker würde als Klub-Legende ins gesuchte Profil passen, da Präsident David Degen dem Vernehmen nach gerne wieder einen prominenten Namen einstellen würde, der für die Sportkommission intern und extern als Kommunikator auftritt.
Doch Stocker hat seine Aussage, eines Tages gerne Sportchef des FC Basel zu werden, Ende 2025 revidiert und wirkte bei einem Gespräch am Rande des FCB-Trainings vor einer Woche sehr zufrieden mit seiner aktuellen Tätigkeit als Teilzeit-Mitglied der FCB-Sportkommission. Inwiefern sich die Freude durch den Abgang von Stucki, den Stocker stets sehr lobte, verändert hat, bleibt offen.
Der Sissacher Carlos da Silva hat bis zu seiner Entlassung vor gut einem Jahr in Lugano als Sportdirektor gute Arbeit geleistet und brächte neben Super-League-Erfahrung auch Lokalkolorit mit. Mit Michael Lang (Wil) und Ivan Rakitic (Hajduk Split) gibt es zudem zwei prominente Ex-Spieler, die seit dieser Saison dabei sind, erste Erfahrungen im Management zu sammeln.
Auch eine Konstellation mit einer Sportkommission, die bereits in der Vergangenheit – zuletzt von Herbst 2023 bis Sommer 2024 – Anwendung fand, ist denkbar, da David Degen sicherlich auch in Zukunft seine Expertise in Transferfragen einbringen wird. Die Sportkommission mit dem Schattensportchef Degen ist allerdings eher ein Notfallplan für den Fall, dass sich kein geeigneter Stucki-Nachfolger finden lässt.
Was bleibt von Daniel Stucki?
Als Daniel Stucki im Mai 2024 vom Nachwuchschef zum Sportdirektor des FC Basel befördert wurde, war der FC Basel als Tabellenachter in der Abstiegsrunde, und es herrschte intern wie extern ein Kommunikationsvakuum. Als Bindeglied zwischen Führung und Spielern und als Kommunikator nach aussen sorgte Stucki in seiner neuen Rolle für mehr Transparenz und Akzeptanz.
Mit dem Transfercoup von Xherdan Shaqiri und weiteren starken Verpflichtungen (Metinho, Otele, Traoré) darf sich Stucki auch mit dem Titel «Baumeister des Double-Gewinns» schmücken. Dass auch David Degen und der Rest der Sportkommission bei Transfers mitreden, ist Fakt. Dennoch kehrte mit Stucki wieder etwas mehr Ruhe in den latent aufgeregten Klub ein.
Ebenfalls nicht zu vernachlässigen sind Transfereinnahmen von 56,9 und 35 Millionen Franken, welche in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 auch auf der guten Arbeit von Stucki fussten und welche den Klub finanziell stabilisierten.
Wollte oder musste Daniel Stucki gehen?
Am 18. März sagt Daniel Stucki in einem FCB-Krisengespräch mit SRF: «Ich habe noch ein Jahr Vertrag und der Job gefällt mir.» Am 28. April und damit nur 41 Tage später verkündet er: «Der Moment ist gekommen, eine neue Herausforderung zu suchen.» Dazwischen hat der FCB vier Punkte aus den vier Spielen gegen Winterthur, YB, Thun und Sion geholt, ist aus den europäischen Rängen gerutscht und hat seine Kabine an Feuer und Russ verloren.
Und es hat offensichtlich auch ein Umdenken beim Sportchef des FC Basel stattgefunden. Stucki ist normalerweise ein Mann des Wortes. Ein in der Vorwoche in Aussicht gestelltes Interview mit dieser Zeitung sagte er kurzfristig ab. Wohl, weil er bereits wusste, dass er nicht mehr derjenige ist, der Fragen zur Kaderplanung für die kommende Saison und zu seiner persönlichen Zukunft beantworten sollte.
Offen bleibt bisher die Frage, welche Rolle Marko Filipovic und Andreas Herrmann spielen. Die beiden Angestellten von Manchester United sollen die sportliche Führung des FC Basel ab der kommenden Saison als technischer Direktor und Chefscout bereichern. David Degen sagte Ende März, dass Filipovic direkt an Sportdirektor Stucki rapportieren sollte. Seither hat sich das Geschehen allerdings in eine andere Richtung entwickelt.
Rund um den Transfer von Jonas Adjetey wurden erstmals die Meinungsverschiedenheiten , die es zwischen Stucki und Degen immer wieder gab, in die Öffentlichkeit getragen. Diskrepanzen soll es dem Vernehmen nach auch in der Causa Lichtsteiner geben. So ist zu hören, dass Stucki Lichtsteiner zwar schätze, aber kein grosser Befürworter davon gewesen sein soll, ihn direkt zum Cheftrainer zu ernennen. Dass der FCB langfristig mit dem Trainernovizen plant, könnte ebenfalls ein Grund für Stuckis Rücktritt gewesen sein.
Feststeht, dass durch seinen Abgang – ob freiwillig oder nicht – eine damals noch nicht antizipierte Lücke entstanden ist. Eine Lücke, die mit einer neuen Person geschlossen werden soll. Gemäss Recherchen dieser Zeitung hat der FC Basel potenziellen Nachfolge-Kandidaten für den Sportchefposten bereits vor der Verkündigung von Stuckis Rücktritt Angebote gemacht und auch mindestens eine Absage kassiert.
Die These, dass Stucki allein aus eigenen Stücken aufhört, bestärken Aussagen aus der Vergangenheit. Bereits im März 2025 bezweifelte der zweifache Familienvater, dass er den Job beim FC Basel langfristig ausüben kann. Auf den Rücktritt von Kollege Steve von Bergen angesprochen, sagte er damals: «Was ist für das Leben wichtiger? Die Grosswerden zu sehen oder der Job? Es muss möglich sein, beides zu machen, aber es ist tatsächlich sehr schwer. Wenn man das Unternehmen durchleuchtet und schaut, wen ich alles unter mir habe und für was ich verantwortlich bin. Den Staff der 1. Mannschaft führen, Kaderplanung, Verhandlungen führen. Das ist über lange Zeit fast nicht möglich als Einzelperson.»Im erwähnten Gespräch mit SRF sagt Stucki: «Es war ein schwieriges Jahr, auch für mich. Weil vieles nicht wie geplant aufgegangen ist. Ich bin sehr ambitioniert und nicht zufrieden mit meiner Leistung.» Sollte Stucki festgestellt haben, dass er seinen eigenen – stets hohen –Ansprüchen nicht mehr gerecht werden kann, ist der Rücktritt konsequent. Und konsequent ist ein Adjektiv, mit dem viele Mitarbeiter des FC Basel die Arbeit von Daniel Stucki in den vergangenen Jahren bewertet haben.
Welche Kandidaten für die Nachfolge stehen im Raum?
Am Tag nach der Bekanntgabe der Trennung werden in den Gesprächen mit Personen aus dem Umfeld des FC Basel diverse Namen herumgereicht. Valentin Stocker würde als Klub-Legende ins gesuchte Profil passen, da Präsident David Degen dem Vernehmen nach gerne wieder einen prominenten Namen einstellen würde, der für die Sportkommission intern und extern als Kommunikator auftritt.
Doch Stocker hat seine Aussage, eines Tages gerne Sportchef des FC Basel zu werden, Ende 2025 revidiert und wirkte bei einem Gespräch am Rande des FCB-Trainings vor einer Woche sehr zufrieden mit seiner aktuellen Tätigkeit als Teilzeit-Mitglied der FCB-Sportkommission. Inwiefern sich die Freude durch den Abgang von Stucki, den Stocker stets sehr lobte, verändert hat, bleibt offen.Der Sissacher Carlos da Silva hat bis zu seiner Entlassung vor gut einem Jahr in Lugano als Sportdirektor gute Arbeit geleistet und brächte neben Super-League-Erfahrung auch Lokalkolorit mit. Mit Michael Lang (Wil) und Ivan Rakitic (Hajduk Split) gibt es zudem zwei prominente Ex-Spieler, die seit dieser Saison dabei sind, erste Erfahrungen im Management zu sammeln.
Auch eine Konstellation mit einer Sportkommission, die bereits in der Vergangenheit – zuletzt von Herbst 2023 bis Sommer 2024 – Anwendung fand, ist denkbar, da David Degen sicherlich auch in Zukunft seine Expertise in Transferfragen einbringen wird. Die Sportkommission mit dem Schattensportchef Degen ist allerdings eher ein Notfallplan für den Fall, dass sich kein geeigneter Stucki-Nachfolger finden lässt.
Was bleibt von Daniel Stucki?
Als Daniel Stucki im Mai 2024 vom Nachwuchschef zum Sportdirektor des FC Basel befördert wurde, war der FC Basel als Tabellenachter in der Abstiegsrunde, und es herrschte intern wie extern ein Kommunikationsvakuum. Als Bindeglied zwischen Führung und Spielern und als Kommunikator nach aussen sorgte Stucki in seiner neuen Rolle für mehr Transparenz und Akzeptanz.
Mit dem Transfercoup von Xherdan Shaqiri und weiteren starken Verpflichtungen (Metinho, Otele, Traoré) darf sich Stucki auch mit dem Titel «Baumeister des Double-Gewinns» schmücken. Dass auch David Degen und der Rest der Sportkommission bei Transfers mitreden, ist Fakt. Dennoch kehrte mit Stucki wieder etwas mehr Ruhe in den latent aufgeregten Klub ein.Ebenfalls nicht zu vernachlässigen sind Transfereinnahmen von 56,9 und 35 Millionen Franken, welche in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 auch auf der guten Arbeit von Stucki fussten und welche den Klub finanziell stabilisierten.
Daniel Stucki feiert im Mai 2025 auf dem Barfi die Meisterschaft und wird dabei auch von den Fans gefeiert. Durch den Erfolg weckte der Sportdirektor auch Begehrlichkeiten bei anderen Klubs.Bild: Doch dem 44-jährigen Ex-Profi und -Polizist weht in seiner zweiten Saison als FCB-Sportdirektor ein immer stärkerer Gegenwind entgegen. Das liegt zum einen an Transfers wie Moritz Broschinski, Ibrahim Salah, Koba Koindredi, Julien Duranville oder Jeremy Agbonifo, die nicht die gewünschte Verstärkung sind oder deren Leihe (Agbonifo) bereits frühzeitig wieder abgebrochen wurde. Dass der seit Sommer vermisste Knipser auch im Winter nicht geholt wurde, sorgte ebenfalls für Unverständnis.
Auch durch den Trainerwechsel zur Unzeit von Ludovic Magnin zu Stephan Lichtsteiner, den auch im Anschluss ausbleibenden sportlichen Erfolg und das Verpassen sämtlicher Saisonziele hat Stucki zusätzlich Kredit verloren. Dazu kommt, dass Stuckis Krisenkommunikation nicht ganz so stark ist, wie in guten Zeiten. Im Dezember sagte er: «Magnin bleibt definitiv unser Trainer.» Nach dem 1:3 in Salzburg wurde Magnin zwar noch nicht entlassen, aber bereits abgesägt: «Gegen den FCZ zählt nicht nur der Sieg, sondern auch die Art und Weise.» Und nach dem Cup-Out in St. Gallen redete Stucki das Kader stark, das auch in der Liga 13 Punkte hinter Thun lag.
Welche Auswirkungen hat der Abgang auf die Kaderplanung?
Auf die Planung keine. Intern hat der FCB bereits festgehalten, auf welchen Positionen man sich verstärken will. Als sogenannte «Performance-Spieler», die direkt eine Verstärkung sein sollen, sucht der FC Basel nach einem Goalie, einem Stürmer und einem zentralen Mittelfeldspieler.
Ausserdem will sich der FCB mit weiteren «Top-Talenten» verstärken, die höchstens 21 Jahre alt sind und die eines Tages gewinnbringend weiterverkauft werden können. Gesucht werden ein zentraler Mittelfeldspieler, ein Rechts- und ein Linksverteidiger. Und je nachdem, welche Spieler den Klub im Sommer verlassen, wird auch ein adäquater Ersatz gesucht.
Neben Metinho gehören Flavius Daniliuc, Léo Leroy und Bénie Traoré zu den Kandidaten, für die man am ehesten eine hohe Ablöse erzielen könnte. Auch die FCB-Zukunft von Dominik Schmid (hat jüngst den Berater gewechselt) und Albian Ajeti (Saudi-Gerüchte) ist nicht in Stein gemeisselt.
Die auslaufenden Leihen von Koba Koindredi (mit Kaufoption) und Julien Duranville (ohne) gehören nicht mehr in den Verantwortungsbereich von Stucki. Auch die anstehenden Vertragsgespräche mit Xherdan Shaqiri, Mirko Salvi, Kevin Rüegg, Dominik Schmid, Tim Pfeiffer und Finn van Breemen wird nicht mehr Stucki führen.
Alle sind sie nur noch bis 2027 an den FCB gebunden. Idealerweise wird bis vor dem Beginn der neuen Saison eine Lösung gefunden, ob und in welcher Form es für sie eine Zukunft beim FCB gibt. Auch die Gespräche mit potenziellen Verstärkungen, die Verhandlungen im Sommer und die Realisierung der Transfers fallen nicht mehr in den Verantwortungsbereich von Stucki.
Re: Wen wollt ihr als neuen Sportchef?
Sorry, wenn Stucki Lichtsteiner nicht als Cheftrainer gesehn hat, dann ist dies schon ein Grund nun zu gehen.