imoht_1893 hat geschrieben: 05.02.2026, 08:34
Lassen wir die letzten paar Monate mal Revü passieren.
Man holt im Sommer das Double und verkauft nur 2 Stammspieler im Transferfenster. Man hat ein funktionierendes Team und ein gutes Selbstvertrauen. Im Herbst zeigt die Mannschaft Spiel für Spiel schwächere und lustlosere Auftritte. Es gab 2-3 Momente, wo man Ludo bereits entlassen hätte können aber man hat dies nicht gemacht obwohl die Tendenz und die Kurve extrem absteigend war. Dies gipfelt schlussendlich in einem absoluten desaströsen Dezember. Spätestens da war klar, dass Ludo nicht der richtige ist und spätestens ende der Hinrunde hätte er entlassen gehört. Aber nein, unsere SpoKo stärkt ihm den Rücken und geht mit ihm in die Rückrunde (wo btw jeder von uns wusst, das wir nach 3 Spielen einen neuen Trainer haben werden). Ebenso ist allen (ausser unserer SpoKo) klar, dass ein Stürmer und ein ZM fehlt, die Qualität haben.
Dann kommt die Vorbereitung und die ersten Spiele der Saison, bei denen die Mannschaft das gleiche (Sion) oder sogar noch viel schlechtere Gesicht zeigt (Salzburg) als im Dezember. Transfertechnisch gibt man ohne Not einen Stamm-IV mit Barisic an Braga ab, ohne einen Ersatz an der Angel zu haben. Nach einem last-minute 4:3 Sieg gegen unseren Erzrivalen wird Ludo dann endlich gespickt und nun beginnt das Fiebertrauma komplett.
Man ersetzt Ludo mit einem 4. Liga Trainer, der noch keinerlei Erfahrung als Profitrainer gesammelt hat. Es stehen notabene die 3 wichtigsten Spiele der Saison vor der Brust. Die Europa League geht in die Hose, was absolut nicht schlimm ist da Pilsen einfach stärker war als alle in der Super League. Dann LEIHT man am Spieltag gegen den Tabellenersten unseren zweit-wichtigsten Offensivespieler Otele an den HSV aus und verliert dieses Spiel gegen Thun auch. Dann einen Tag vor dem wichtigsten Spiel das noch bleibt gibt man Adjetey an Wolfsburg ab. Zugegebenermassen den Transfer, den ich am meisten verstehe einfach aufgrund der 10 Mio die man gelöst hat. Hier kommt aber nun zum Vorschein wie schlecht man gearbeitet hat, da man für Barisic noch nichtmals Ersatz in Betracht gezogen hat. Man gibt also in der wichtigsten Woche des Jahres unseren zweitbesten Offensivespieler und 2 von unseren 3 Stamminnverteidiger ab, ohne dabei Ersatz zu holen. Ebenso hat man keine Stürmer und keinen ZM geholt, obwohl das schon 6 Monate klar war dass dies nicht reicht mit dem momentanen Kader. Dementsprechend verliert man auch dieses Spiel. Somit startet der neue Trainer ohni Profierfahrung mit 3 Niederlagen aus den ersten 3 Spielen und die Saison ist gelaufen. Zusätzlich zum schlechten Sturm und Mittelfeld, haben wir jetzt auch noch eine schwache defensive.
Das ist ein einziger Fiebertraum und die SpoKo und der VR wollen die Fans doch verarschen. Es werden Ziele ausgegeben von der Doubleverteidigung. Die Taten die aber ausgeführt werden sprechen eher auf ein "Hauptsache kein Abstieg". Uns wird ständig irgendwelches Zeugs versprochen, wobei dann schlussendlich das gegenteilige gemacht wird. Als Jahreskarteninhaber fühle ich mich ein Stück weit hintergangen und nicht wertgeschätzt. Ebenso wird jetzt erwartet das 30'000 Fans gegen Zürich ins Stadion kommen und den Verein unterstützen als wäre das letzte halbe Jahr nicht wie im Kindergarten gearbeitet worden. Absoluter Saftladen und meiner Meinung nach, muss dies für gewisse Leute auch Konsequenzen nach sich ziehen. Das ist nicht eines professionellen Fussballvereins wie der FCB einer ist würdig und ist.
Bin absolut bedient, hässig, traurig und gereizt. Und ich bin mir tatsächlich am überlegen, ob ich den Stadionbesuch am Sonntag auslassen soll. Habe fertig, Saftladen.
Mit dem Sonntag geht es mir aktuell genau gleich. Wobei mich nicht mal der Gedanke an eine mögliche Niederlage quält, sondern dass dies verbunden wäre mit lachenden Zürchern. Muss mal eine Brausetablette nehmen und mein Frustrationstoleranzimmunsystem auf Vordermann bringen....
Ich kann deinen Beitrag nur ergänzen: Was für mich immer ein 'Gschmäckle' hinterlässt wenn ich bei einem Transfer lese, wer der Spielerberater ist und dass der zufälligerweise Degen heisst. Ich sehe den Transfer für 10 Mio. als ein MUSS, meiner Ansicht nach vollkommen überbezahlt. Womit ich Mühe habe: Bei dieser innerfamiliären Informationsquelle kann ich mir kaum vorstellen, dass sich dieser Transfer für den FCB offiziell erst kurzfristig und ganz überraschend ergeben hat. Da war Insiderwissen (straffreies!) vorhanden. Zumindest die klare Absicht, noch einen Transfer in diesem Winter zu vollziehen muss bekannt gewesen sein. Deshalb stört mich die Leihe von Barisic ungemein. Das war dumm, ja sogar fahrlässig. Es sei denn, man ist der Ansicht dass Vouilloz besser sei als Barisic, denn das bin ich nicht.
Die nicht-Verpflichtung eines Stürmers erachte ich mittlerweile als komplette Bankrotterklärung des Sportchefs. Ja, der Markt ist hart. Ja, es werden für 15jährige Millionen bezahlt. Ja, der FC Basel ist nicht mehr so ein Zugpferd wie vor Jahren. Aber sorry, gerade weil man das alles weiss, muss man sich besser darauf vorbereiten. Das der bestehende Sturm nicht mehr trifft, war schon lange ab- und sogar zusehbar. Wer da ab Dezember noch das Prinzip Hoffnung hatte, ist realitätsfremd. Natürlich fällt es dem Ego des Sportchefs schwer, den letzten Stürmertransfer als absolut untauglich zu bewerten, man hat ihn ja schliesslich selbst getätigt. Aber zusehen, nichts machen und womöglich in Mariastein eine Kerze anzünden damit es niemand merkt, ist vereinsschädigend. Irgendein Journi hat mal geschrieben, dass ein Trainer der in Basel unterschreibt davon ausgehen darf/kann/muss, dass ihm ein Stürmer mit mind. 15 Toren pro Saison zur Verfügung gestellt wird. Das sehe ich ebenso. Wäre die Sportleitung so unterwegs, wie das die Stellenbeschreibung in Basel zwingend vorsehen muss, dann hätte dieser Stürmer noch vor Weihnachten unterschreiben sollen. Alles Andere ist 'nicht bereit sein'. Wenn ich da an die letzte Transferperiode denke (notabene mit dem gleichen Sportchef), da wurde jeder Abgang spätestens 2 Tage danach, wenn nicht schon zuvor, kompensiert. Ob das jetzt jeweils qualitativ adäquat gewesen ist, ist ein anderes Thema. Es gab aber Ersatz! Jetzt gibt es nur faule Ausreden.
Das Präsidium kann höchstens von den geldgebenden VR Mitgliedern in Frage gestellt werden. In jedem anderen Unternehmen wären da bereits Fragen gestellt worden, vor allem bei familiären Verknüpfungen. Ich hoffe, dass die neue Mitinhaberschaft etwas Professionalität reinbringt. Aktuell bleibt die Hoffnung, dass eine gewisse Lernkurve besteht. Dies bis zur Trainerbank. Ich traue Lichtsteiner intellektuell zu, dass er Fehler erkennen kann und das er aus seinen Profizeiten weiss, wie man sie korrigiert. Begonnen mit seiner ersten Pressekonferenz, bei welcher er sich selbst in den Fuss geschossen hat und dies mit einer Aussage, welche ihm bei manchem Grossverein den Job bereits wieder gekostet hätte. Für das Debakel der letzten drei Spiele kann er nichts und wenn ein grosser Trainer die Spiele hätte anders enden lassen, dann nicht wegen seiner Fähigkeiten sondern bestenfalls wegen der Ausstrahlung seines Namens und was das in den Köpfen der Spieler gemacht hätte. Seine Arbeit beginnt jetzt. Denn nun haben wir ein super-sexy berauschendes neues Saisonziel: Zweiter werden hinter Thun. Klingt für mich wie Himbeersirup im Kaffee...