Latteknaller hat geschrieben: 26.01.2026, 23:28
ich habe SL bei GC gehasst. aber nun ist er da und ich wünsche mir den grösstmöglichen erfolg mit ihm. zumindest bekommt er - wie jeder andere - eine chance.
Genau. Die hat er ja jetzt. Ungeachtet dessen, was hier geschrieben wird. Er muss sie einfach nutzen, die Chance. Und zwar leider ziemlich schnell. Was auch klar ist: Wenn man dem FCB Siege wünscht, dann wünscht man die jetzt halt auch Lichtsteiner. Da bin ich bei dir.
Trotzdem kann man hier kontrovers darüber diskutieren, ob das ein guter Entscheid ist oder eher nicht.
bcffcb hat geschrieben: 26.01.2026, 23:19
Ganz guter Move! Kennt man aus der Jugendarbeit, starker Typ mit langjähriger Verantwortung als Captain und auf allerhöchstem Niveau. Intelligent genug, grosses Erfolge, die ihm bei den Jugend Credits geben, nicht zu alt.
Wir werden uns über den langen Vertrag noch freuen.
Und einen Xabi Alonso hat Leverkusen auch ziemlich aus dem Nichts verpflichtet - die Leistungen als Spieler sind nicht irrelevant.
Bei all dem Mimimi bin ich froh, auch mal was positives zu lesen. Danke.
bcffcb hat geschrieben: 26.01.2026, 23:19
Ganz guter Move! Kennt man aus der Jugendarbeit, starker Typ mit langjähriger Verantwortung als Captain und auf allerhöchstem Niveau. Intelligent genug, grosses Erfolge, die ihm bei den Jugend Credits geben, nicht zu alt.
Wir werden uns über den langen Vertrag noch freuen.
Und einen Xabi Alonso hat Leverkusen auch ziemlich aus dem Nichts verpflichtet - die Leistungen als Spieler sind nicht irrelevant.
Bei all dem Mimimi bin ich froh, auch mal was positives zu lesen. Danke.
Überrascht dich 'mimimi', wenn der FCB den Trainer eines Amateur Vereins verpflichtet? Dachtest du, dass alle schreien: "Endlich einer der's kann?" Nein, oder? Dass dieser Entscheid kontrovers diskutiert wird, muss man aushalten.
Alonso hätte ich auch gerne gehabt, aber Geld und Zeit reichten dafür wahrscheinlich nicht. Lasst LS nun mal machen, unter LM fand jedenfalls keine Verbesserung statt. Und der Sieg am Sonntag war eher Zufall, also kein wirkliches Argument für LM.
bcffcb hat geschrieben: 26.01.2026, 23:19
Ganz guter Move! Kennt man aus der Jugendarbeit, starker Typ mit langjähriger Verantwortung als Captain und auf allerhöchstem Niveau. Intelligent genug, grosses Erfolge, die ihm bei den Jugend Credits geben, nicht zu alt.
Wir werden uns über den langen Vertrag noch freuen.
Und einen Xabi Alonso hat Leverkusen auch ziemlich aus dem Nichts verpflichtet - die Leistungen als Spieler sind nicht irrelevant.
Bei all dem Mimimi bin ich froh, auch mal was positives zu lesen. Danke.
Latteknaller hat geschrieben: 26.01.2026, 23:28
ich habe SL bei GC gehasst. aber nun ist er da und ich wünsche mir den grösstmöglichen erfolg mit ihm. zumindest bekommt er - wie jeder andere - eine chance.
Genau. Die hat er ja jetzt. Ungeachtet dessen, was hier geschrieben wird. Er muss sie einfach nutzen, die Chance. Und zwar leider ziemlich schnell. Was auch klar ist: Wenn man dem FCB Siege wünscht, dann wünscht man die jetzt halt auch Lichtsteiner. Da bin ich bei dir. Trotzdem kann man hier kontrovers darüber diskutieren, ob das ein guter Entscheid ist oder eher nicht.
natürlich, darf man...soll man sogar. ob das ein guter entscheid war, ist für mich auch sehr fraglich.
Schall&Rauch hat geschrieben: 26.01.2026, 23:52
SubComandante, der ewige Positivist....
Ein Positivist ein jemand, der seine Erkenntnisse auf empirisch belegten Fakten und Wissenschaft fasst. Das stimmt soweit.
Die Ungewissheit gibt es bei jedem Trainerwechsel, da es bei Trainer immer viele Einflüsse gibt, die sein Werken beeinflussen können.
Da der Begriff Positivist wohl nicht ganz verstanden wurde .... ich war auch der Meinung, dass Magnin ersetzt werden sollte.
Das ist doch Platitüde... es ist vielmehr ein offenes Geheimnis, dass gerade in den schwierigen Situationen als Trainer die Erfahrung zum Tragen kommt.
Lichtsteiner traue ich zu, dass er sich nicht verunsichern lässt, auch wenn nicht alöes so klappt wie geplant und dass er schnell lernt.
Nur... wieso sollte die Mannschaft mit Stuckis Zauberlehrling mitziehen, bzw. auf ihn vertrauen, falls es nicht funktioniert.
Hinzu kommt der ganze und wohl wichtigste Aspekt als Trainer. Menschenführung in Drucksituationen... Als Trainer hatte Lichtsteiner damit schlicht 0 Kontakt bisher.
Naja... es ist alles zum Scheitern bereits aufgelegt, die Ausreden für alle Beteiligten liegen bereit.
Das komische... obwohl der Entscheid logisch für mich total unfassbar ist, ist das Bauchgefühl besser als bei Magnin.
Sehr mutige Enscheidung und für SL von 0 auf 100% extremer Druck... Donnerstag Endspiel in der EL, am Sonntag vielleicht Vorentscheidung in der Meisterschaft und danach Cupspiel... Also in einer Woche kannst du alle drei Saisonziele verpasseb... Das ist maximaler Druck und das in der ersten Profitrainerstation... Mutig auch von SL das einzugehen...
Irgendwie bleibt nach der Entlassung von Ludo Magnin ein schaler Nachgeschmack. Nicht weil alles gut war – im Gegenteil. Sondern weil man das Gefühl hat, dass da etwas potenziell Gutes nie richtig zu Ende gedacht wurde. Ich mochte Magnin als Typ: authentisch, emotional, (fast) einer von uns. Und ich habe schon den Eindruck, dass er in der Mannschaft akzeptiert war. Aber Fussball ist halt kein Sympathiewettbewerb, und der Trend war leider eindeutig: spielerisch ging es eher rückwärts als vorwärts. Besonders bitter finde ich, dass es ihm nie gelungen ist, ein System zu etablieren, in dem Shaqiri konstant aufblühen kann. Wenn du so ein Juwel hast und es funkelt nur gelegentlich, dann ist das halt auch ein Trainerproblem.
Dass man da irgendwann die Reissleine zieht, kann ich nachvollziehen. Was mir allerdings Kopfschmerzen bereitet, ist das, was danach kommt. Stephan Lichtsteiner als Person? Eigentlich okay. Trotz Hopper-Vergangenheit (ja, ich weiss, er kann nichts dafür – aber es tut trotzdem kurz weh). Er wirkt intelligent, reflektiert, kennt den Spitzenfussball von innen. Alles gut. Aber: Trainererfahrung? Quasi null. Und dann gleich diese Aufgabe? FCB nach einer Double-Saison, hoher Erwartungsdruck, unruhiges Umfeld, ein Kader im Umbruch – das ist kein Praktikum, das ist ein Schleudersitz.
Es fühlt sich ein bisschen an wie: „Magnin war zu wenig stabil, also versuchen wir etwas völlig anderes"– Hoffnung, Mut und ein bisschen Bauchgefühl. Kann gut gehen. Kann aber auch grandios schiefgehen. Und wenn es schiefgeht, wird man wieder sagen: Ja, hinterher ist man immer schlauer. Stimmt. Aber gewisse Risiken sieht man halt auch vorher.
Ich hoffe ehrlich, dass Lichtsteiner uns alle überrascht. Der FCB könnte es gebrauchen. Aber das mulmige Gefühl bleibt: Wir ersetzen einen Trainer, dem das passende System fehlte, durch einen Trainer, dem noch das ganze Handwerk fehlt. Mutig ist das. Oder eben ziemlich waghalsig.
Yowzer hat geschrieben: 27.01.2026, 02:06
Irgendwie bleibt nach der Entlassung von Ludo Magnin ein schaler Nachgeschmack. Nicht weil alles gut war – im Gegenteil. Sondern weil man das Gefühl hat, dass da etwas potenziell Gutes nie richtig zu Ende gedacht wurde. Ich mochte Magnin als Typ: authentisch, emotional, (fast) einer von uns. Und ich habe schon den Eindruck, dass er in der Mannschaft akzeptiert war. Aber Fussball ist halt kein Sympathiewettbewerb, und der Trend war leider eindeutig: spielerisch ging es eher rückwärts als vorwärts. Besonders bitter finde ich, dass es ihm nie gelungen ist, ein System zu etablieren, in dem Shaqiri konstant aufblühen kann. Wenn du so ein Juwel hast und es funkelt nur gelegentlich, dann ist das halt auch ein Trainerproblem.
Dass man da irgendwann die Reissleine zieht, kann ich nachvollziehen. Was mir allerdings Kopfschmerzen bereitet, ist das, was danach kommt. Stephan Lichtsteiner als Person? Eigentlich okay. Trotz Hopper-Vergangenheit (ja, ich weiss, er kann nichts dafür – aber es tut trotzdem kurz weh). Er wirkt intelligent, reflektiert, kennt den Spitzenfussball von innen. Alles gut. Aber: Trainererfahrung? Quasi null. Und dann gleich diese Aufgabe? FCB nach einer Double-Saison, hoher Erwartungsdruck, unruhiges Umfeld, ein Kader im Umbruch – das ist kein Praktikum, das ist ein Schleudersitz.
Es fühlt sich ein bisschen an wie: „Magnin war zu wenig stabil, also versuchen wir etwas völlig anderes"– Hoffnung, Mut und ein bisschen Bauchgefühl. Kann gut gehen. Kann aber auch grandios schiefgehen. Und wenn es schiefgeht, wird man wieder sagen: Ja, hinterher ist man immer schlauer. Stimmt. Aber gewisse Risiken sieht man halt auch vorher.
Ich hoffe ehrlich, dass Lichtsteiner uns alle überrascht. Der FCB könnte es gebrauchen. Aber das mulmige Gefühl bleibt: Wir ersetzen einen Trainer, dem das passende System fehlte, durch einen Trainer, dem noch das ganze Handwerk fehlt. Mutig ist das. Oder eben ziemlich waghalsig.
Glaub nicht dass man zwingenweise Profi Erfahrung als Trainer braucht um das Handwerk zu erkennen. SL hat bestimmt mit vielen guten Trainern als Spieler zusammengearbeitet (analog zu Alonso), und viel von ihnen gelernt, nur das neu dir Positionen vertauscht sind.
Glaube auch dass LM einiges mehr an Handwerk fehlt als nur System
Zuletzt geändert von Thinker am 27.01.2026, 06:42, insgesamt 1-mal geändert.
Und nach dem Shaq Transfer meinte man es geht wieder bergauf, was es auch zunächst ging und nun? Magnin für den Trainer von Bonstetten?
Folgt Cabanas noch als Assistenztrainer?
Ich gebe ihm die Chance. Grosse Spieler machen allerdings noch keine grossen Trainer...
Was mich jedoch ebenfalls befremdet: 3.5 Jahresvertrag? Was rauchen die? Der Durchschnittliche FCB-Trainer hatte in den letzten Jahren eine leicht bessere Halbwertszeit als ein Joghurt.
Jo guer, är wird jo vermuetlig au nit viel Tüürer si wie e Joghurt .
Är wird vermuetlig hochi Erfolgsprämie ha, aber sie Fixlohn wird am untere Ändi vo dr Skala si.
Es isch wiä bi Fuessballspieler sälber. Es git keine Junge und Alte. Nur Gueti und Schlächti. Und so ähnlig wirds au mit Trainer sy.
Er het villicht no keini Profis trainiert, aber är het scho trainiert. Und dr FcB het sich drby sogar sälber chönne e Idrugg mache. Wenn d'Chemie zwüsche ihm und dr Mannschaft stimmt, är e guete Umgang mit sine Mitmensche pflegt, e guets taktisches Verständnis mitbringt und är sini Chance bechunnt, denn ka das Experiment durchus Frücht traage.
So Wundertüte simmr uf alli Fäll lieber als Geiger, Contini oder Häberli Vorschläg. I glaub sälbscht e Fink würd bi uns derzyt nid wiä anno 2009 abhebe. Dört het eifach s Umfäld gstumme und e Grossteil vo de Spieler het eifach Grinta gha. Aber e überragende Trainer isch är nid. Het är bi all sini andere Statione jo scho bewiese. Genau so wenig wiä dr Heiko Vogel (oder aktuell dr Seoane bi YB).
Peruana hat geschrieben: 27.01.2026, 00:41
Wie habens eigentlich Lichtsteiner und Shaq? Kennen sich ja von der Natizeit.
Vorhang auf für: Der mit dem Adler fliegt
In der Nati stand Lichtsteiner ja, wie man damals hörte, Shaq und Xhaka ziemlich nah. Könnte schon sein, dass das einen Einfluss hatte.
Ich schätze ihn als ehrgeizig und intelligent ein. Bei den Gegnern habe ich ihn gehasst. Aber let's face it: Im eigenen Team hättest Du ihn geliebt.
Und: Es gibt keinen Trainer, der innert zwei Tagen aus einem Team, das so in die Saison gestartet ist, plötzlich ein Topteam basteln kann. Wirklich nicht. On verra.
Peruana hat geschrieben: 27.01.2026, 00:41
Wie habens eigentlich Lichtsteiner und Shaq? Kennen sich ja von der Natizeit.
Vorhang auf für: Der mit dem Adler fliegt
In der Nati stand Lichtsteiner ja, wie man damals hörte, Shaq und Xhaka ziemlich nah. Könnte schon sein, dass das einen Einfluss hatte.
Ich schätze ihn als ehrgeizig und intelligent ein. Bei den Gegnern habe ich ihn gehasst. Aber let's face it: Im eigenen Team hättest Du ihn geliebt.
Und: Es gibt keinen Trainer, der innert zwei Tagen aus einem Team, das so in die Saison gestartet ist, plötzlich ein Topteam basteln kann. Wirklich nicht. On verra.
Das wäre Positiv, wenn Shaq den Entscheid mitträgt und vorallem auch in die Mannschaft trägt.
Trotzdem habe ich das Gefühl, dass wir spätestens Mitte März wieder jemand anderes an der Seitenlinie sehen werden. Würde mich nicht überraschen, wenn wir diese/nächste Woche mit 3 Niederlagen zurechtkommen müssen.
Nach einer Nacht darüber schlafen, sehe ich das Ganze eher positiv.
Man muss wahrscheinlich 'the big picture' sehen. So lange Shaqiri hier ist und so performt, muss man den Spielstil sowieso auf ihn ausrichten (da lag wohl trotz allen Beteuerungen auch das Problem mit Magnin). Also wird Shaqiri sagen wie der Hase auf dem Spielfeld läuft. SL kann sich so im Windschatten an die Aufgabe herantasten. Das Rüstzeug bringt SL mit seinem Werdegang und der Einstellung definitiv mit.
Zudem hat unsere Mannschaft sehr viel Potential.
Aber ja das Risiko des Scheiterns ist hoch und ein Vertrag über 1 1/2 Jahre mit Option hätte es auch getan.
BasHell hat geschrieben: 27.01.2026, 06:17
I bi total Optimischt in dere Sach.
Es isch wiä bi Fuessballspieler sälber. Es git keine Junge und Alte. Nur Gueti und Schlächti. Und so ähnlig wirds au mit Trainer sy.
Er het villicht no keini Profis trainiert, aber är het scho trainiert. Und dr FcB het sich drby sogar sälber chönne e Idrugg mache. Wenn d'Chemie zwüsche ihm und dr Mannschaft stimmt, är e guete Umgang mit sine Mitmensche pflegt, e guets taktisches Verständnis mitbringt und är sini Chance bechunnt, denn ka das Experiment durchus Frücht traage.
So Wundertüte simmr uf alli Fäll lieber als Geiger, Contini oder Häberli Vorschläg. I glaub sälbscht e Fink würd bi uns derzyt nid wiä anno 2009 abhebe. Dört het eifach s Umfäld gstumme und e Grossteil vo de Spieler het eifach Grinta gha. Aber e überragende Trainer isch är nid. Het är bi all sini andere Statione jo scho bewiese. Genau so wenig wiä dr Heiko Vogel (oder aktuell dr Seoane bi YB).
Danke! Sehe ich ebenfalls so.
Die Erfahrung spielt, wie bereits aufgezeigt, nicht immer eine primäre Rolle. Es gab in den letzten Jahren diverse Trainertalente, welche nach U-Mannschaften direkt eine Spitzenmannschaft als ersten Verein übernommen haben und durchgestartet sind.
Nochmals ein paar Beispiele: Alonso, Arteta, Motta, Fabregas, Nagelsmann, Zidane etc.
Ich kann die Skepsis durchaus verstehen, natürlich hatte man andere Namen im Kopf. Womit ich mich hier aber schwer tue ist, dass er übel kritisiert wird, ohne überhaupt ein Spiel absolviert zu haben, geschweige denn eine Trainingseinheit.
Wenn es nach einer gewissen Zeit nicht funktioniert und man keine Fortschritte erkennen kann, dann bin ich der erste, der kritisch beurteilt. Bis dahin muss man ihm trotzdem einfach die Chance geben und das Beste hoffen. Ihm im Vorhinein die Fähigkeit abzusprechen ist meiner Meinung nach einfach unqualifiziert.
Tja... mal schauen was daraus wird mit Herrn Lichtsteiner.
Aber jetzt erstmal: Herzlich Willkommen beim FC Basel !!
Mal schauen, ob er eine Lösung findet, wie man das Spiel gestalten kann mit oder ohne Shaqiri.
Ich denke, dass war ein grosses Problem unter Magnin. Er fand irgendwie keine Lösung, wenn Shaq gut gedenkt wurde oder nicht so einen guten Tag hatte. Vor allem haben die anderen Teams erkannt, schalte ihn aus und der FCB ist nur halb so gut (ausser die Zürcher am Sonntag ).
Es gab, in meinen Augen, keinen Plan B oder C.
Da sind aber auch die Spieler gefragt, dies besser umzusetzen. Schon gegen Thun können sie es ja beweisen, dass sie auch ohne ihn können.
Ich wünsche auf jeden fall ihm einen guten Start mit dem FCB.
Zuletzt geändert von tutti am 27.01.2026, 08:02, insgesamt 1-mal geändert.
BasHell hat geschrieben: 27.01.2026, 06:17
I bi total Optimischt in dere Sach.
Es isch wiä bi Fuessballspieler sälber. Es git keine Junge und Alte. Nur Gueti und Schlächti. Und so ähnlig wirds au mit Trainer sy.
Naja....
Das kannst du jetzt nicht 1:1 vergleichen. Als Spieler bist du mehr oder weniger nur für deine eigene Leistung verantwortlich. Als Trainer bist du für die Leistung eines ganzen Kaders verantwortlich, Ein wenig Erfahrung diesbezüglich auf Profiniveau könnte nicht schaden. Ebenso musst du erstmals deine Spieler kennen lernen, wie sie ticken, was sind ihre Stärken und Schwächen. Dazu hat Lichtsteiner praktisch keine Zeit.
Der einzige Bonus von Lichtsteiner ist, dass er zumindest unseren wichtigsten Spieler sehr gut kennt, 72 Spiele zusammen absoliviert und einige Endrunden-Kampagnen. Wenn Lichtsteiner klug ist, weiss er dass es nur über Shaq funkionieren kann.
Das Pilsen-Spiel kann man ihm mal als Testspiel geben. Ich denke die wenigsten sind masslos enttäuscht, wenn es mit dem Weiterkommen nicht reicht. Aber ab Sonntag muss er dann liefern.
Yowzer hat geschrieben: 27.01.2026, 02:06
Irgendwie bleibt nach der Entlassung von Ludo Magnin ein schaler Nachgeschmack. Nicht weil alles gut war – im Gegenteil. Sondern weil man das Gefühl hat, dass da etwas potenziell Gutes nie richtig zu Ende gedacht wurde. Ich mochte Magnin als Typ: authentisch, emotional, (fast) einer von uns. Und ich habe schon den Eindruck, dass er in der Mannschaft akzeptiert war. Aber Fussball ist halt kein Sympathiewettbewerb, und der Trend war leider eindeutig: spielerisch ging es eher rückwärts als vorwärts. Besonders bitter finde ich, dass es ihm nie gelungen ist, ein System zu etablieren, in dem Shaqiri konstant aufblühen kann. Wenn du so ein Juwel hast und es funkelt nur gelegentlich, dann ist das halt auch ein Trainerproblem.
Dass man da irgendwann die Reissleine zieht, kann ich nachvollziehen. Was mir allerdings Kopfschmerzen bereitet, ist das, was danach kommt. Stephan Lichtsteiner als Person? Eigentlich okay. Trotz Hopper-Vergangenheit (ja, ich weiss, er kann nichts dafür – aber es tut trotzdem kurz weh). Er wirkt intelligent, reflektiert, kennt den Spitzenfussball von innen. Alles gut. Aber: Trainererfahrung? Quasi null. Und dann gleich diese Aufgabe? FCB nach einer Double-Saison, hoher Erwartungsdruck, unruhiges Umfeld, ein Kader im Umbruch – das ist kein Praktikum, das ist ein Schleudersitz.
Es fühlt sich ein bisschen an wie: „Magnin war zu wenig stabil, also versuchen wir etwas völlig anderes"– Hoffnung, Mut und ein bisschen Bauchgefühl. Kann gut gehen. Kann aber auch grandios schiefgehen. Und wenn es schiefgeht, wird man wieder sagen: Ja, hinterher ist man immer schlauer. Stimmt. Aber gewisse Risiken sieht man halt auch vorher.
Ich hoffe ehrlich, dass Lichtsteiner uns alle überrascht. Der FCB könnte es gebrauchen. Aber das mulmige Gefühl bleibt: Wir ersetzen einen Trainer, dem das passende System fehlte, durch einen Trainer, dem noch das ganze Handwerk fehlt. Mutig ist das. Oder eben ziemlich waghalsig.
Nicht aufblühen?? Häää? Was wird sonst noch erwartet?