«Mir ging einiges durch den Kopf – aber nichts Gutes»
Nach der 1:3-Pleite in Salzburg stellt sich auch der Sportdirektor des FC Basel den Medien. Er spricht von Fehlern auf allen Ebenen.
Daniel Stucki, was ging Ihnen während der Partie in Salzburg durch den Kopf, die der FCB mit 1:3 verlor?
Es ging mir einiges durch den Kopf – aber auf jeden Fall nichts Gutes.
Wie kann man sich als Sportdirektor die schwache erste Halbzeit erklären, nach welcher der FCB 0:3 zurücklag?
Das ist schwierig zu erklären. Wir machten unendlich viele Fehlpässe. Wir hatten keine Struktur im Spiel. Wir kamen nicht in die Zweikämpfe. Wir waren langsamer als der Gegner. Kurz: Ich weiss nicht, wie ich
aus dieser Halbzeit in Salzburg etwas Positives herausnehmen könnte.
Wie wird dieser Auftritt aufgearbeitet?
Wie wir das immer machen: Wir analysieren das in der Sportkommission und besprechen das auch mit dem Trainerstab. Dann ziehen wir unsere Schlüsse daraus.
1:1 daheim gegen Sion, nun dieser Auftritt samt 1:3-Niederlage in Salzburg – das ist ein Fehlstart ins 2026 …
Ein Fehlstart ist es aufgrund dessen, wie wir spielen. Das entspricht nicht unseren Ansprüchen.
Beim Auftritt in Salzburg gibt es nichts schönzureden: Der Auftritt in der ersten Halbzeit war absolut desolat. Danach war es etwas besser – aber auch nicht so, wie wir uns das vorgenommen haben.
Die Spieler wirkten so, als ob sie nicht bereit gewesen wären. Hat Trainer Ludovic Magnin folglich etwas falsch gemacht?
Wir arbeiten alle zusammen – also haben wir auch alle Fehler gemacht. Jeder trägt eine Teilschuld.
Wird der Klassiker am Sonntag beim FC Zürich nun zum Spiel der Wahrheit, wenn es um die Tendenz und die Saisonziele geht?
Wir liegen zehn Punkte hinter Leader Thun, das ist klar. Aber im Moment geht es vor allem darum, wieder in die Spur zu finden und unseren Fussball zu spielen. Dominant. Mit Selbstvertrauen, das bis hierhin fehlt.
Was kann der Sportdirektor dazu beitragen?
Im Hintergrund bei vielem mithelfen.
Die Transferperiode läuft. Wir sind noch an Transfers dran.
Aber es könnte ja sein, dass die Transfers bereits zu spät kommen …
Die Transferperiode ist, wie sie ist – und dauert bis Mitte Februar. Wenn die Transfers für das eine oder andere zu spät kommen, dann ist es halt so.
Was heisst: Dann ist es halt so?
Wir können den Transfermarkt nicht beschleunigen, indem wir sagen, wir brauchen noch einen Stürmer. Wir sitzen da im Markt an einem kürzeren Hebel, als uns lieb ist. Das bedeutet: Wir müssen wahrscheinlich bis gegen Ende der Transferperiode warten.
Bedeutet das, dass Sie am Ende auf einen Transfer verzichten, wenn nun die nächsten Resultate so sind, dass die Ziele verpasst werden?
Nein, das ist sekundär. Primär geht es darum, wie wir Fussball spielen wollen – und ob wir dazu die geeigneten Spieler haben.