Alitive hat geschrieben: 10.01.2026, 08:27
Yazid hat geschrieben: 10.01.2026, 08:09
Alitive hat geschrieben: 10.01.2026, 07:59
Kann uns jemand mit baz-abo bitte mitteilen, bei welchen Spielern die Zeichen auf Abschied stehen?
- Otele, für den vermutlich eine Offerte vorliegt.
- Hitz, bei dem in den nächsten Wochen entschieden wird, ob er Ende Saison aufhört oder noch eine anhängt.
- Spieler mit wenig Spielpraxis, die diese anderswo sammeln könnten (Leihe). Hier wird nur van Breemen explizit erwähnt.
Vielen Dank
Die Situation im Sturm ist schon sehr delikat. Kaio ist von den bisherigen der formstärkste. Der Druck einen neuen zu holen ist sehr gross. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man mit 4 Stürmern, die sich um einen Platz streiten, in die Rückrunde geht. Bro oder Ajeti wird man auf die Schnelle kaum loswerden; schwierig, eine gute Lösung zu finden.
Sorry, mir war nicht Bewusst wegen dem Abo, hier der ganze Beitrag:
Eine Woche vor dem Start: Der neue Stürmer des FC Basel ist noch nicht da
Einen Zuzug vermeldete der FCB im Trainingslager in Marbella nicht, bei einigen stehen hingegen die Zeichen auf Abschied.
Eine Woche lang trainierte der FC Basel erst im Regen, dann in der Sonne Spaniens. Bereits am 18. Januar steht für den FCB das erste Pflichtspiel gegen den FC Sion an (16.30 Uhr, St.-Jakob-Park). Diese Zeitung beantwortet eine Woche vor der Wiederaufnahme der Meisterschaft die fünf drängendsten Fragen rund um den Schweizer Meister.
Was sind die Erkenntnisse aus dem Trainingslager?
Nach zuletzt Winterpausen-Trainings in der Brüglinger Ebene beschloss die sportliche Leitung des FC Basel, im Januar 2026 sich wieder mal in der Fremde auf die zweite Saisonhälfte vorzubereiten. Neun Tage trainierte der FCB im Marbella Football Center unter zumeist besten Bedingungen – während in Basel gleichzeitig tiefster Winter war.
Der Trainerstaff bat die Mannschaft in der Regel zweimal pro Tag zum Training. Zudem hielt Rotblau seine beiden einzigen Testspiele vor der Wiederaufnahme der Meisterschaft in Marbella ab: Auf ein 4:3 gegen Slavia Prag folgte am Freitag zum Abschluss des Trainingslagers ein 5:6 gegen Elversberg. Doch das Ergebnis dieser Partie war nach dem Spiel bei FCB-Trainer Ludovic Magnin Nebensache – am Tag, an dem weit über die Schweiz hinaus an die Brandopfer von Crans-Montana gedacht wurde. «Viele von uns haben Kinder, an diesem Tag gibt es Wichtigeres als Fussball.»
Ist Ludovic Magnin mit der Marbella-Woche zufrieden?
Ja. Vor allem, weil die Mannschaft mit hoher Intensität trainieren konnte – was sich allerdings im Testspiel am Freitag gegen Elversberg negativ auswirkte. Der Gegner aus der 2. Bundesliga wirkte frischer als Rotblau. Deshalb war es für Magnin auch schwierig, das Gesehene einzuordnen. Auf alle Fälle habe er im Hinblick auf das Sion-Spiel mehr Klarheit. Heisst: Wer gegen den Zweiten der 2. Bundesliga bei der Hauptprobe performt hat, darf sich Hoffnungen machen, gegen die Walliser in der Startaufstellung zu sein.
Seinen Wert für das Team hat auch Xherdan Shaqiri in dieser Woche unterstrichen. Der 34-Jährige absolvierte jedes Training in Spanien – obwohl seine Beine zuletzt im Dezember teils schwer waren. Der Captain hat seine Leaderfunktion auch im Trainingslager gelebt. Überhaupt: Die Stimmung im Team ist gut. «Wir haben und hatten schon immer einen guten Zusammenhalt», bestätigt Magnin.
Wann kommt der neue Stürmer?
Lange Zeit deutete vieles darauf hin, dass Michael Gregoritsch den FCB verstärken soll. Der Angreifer aus Österreich war bei Bröndby Kopenhagen in Ungnade gefallen und suchte für die zweite Saisonhälfte und im Hinblick auf die WM einen Arbeitgeber, um Spielpraxis zu sammeln. Der 31-Jährige entschied sich letztlich für eine Rückkehr nach Augsburg, wo er einiges mehr verdient als in Basel. FCB-Sportdirektor Daniel Stucki sagt: «Er ist ein Stürmer, der uns in den nächsten sechs Monaten hätte helfen können.»
So ist eine Woche vor der Wiederaufnahme der Meisterschaft der angekündigte Stürmer, der dem FCB in der Offensive helfen sollte, noch nicht da. Nervös oder unter Druck fühlt sich Stucki deswegen nicht. «Wir wissen, dass wir finanziell nicht die Nummer 1 auf dem Markt sind. Deshalb ist es möglich, dass wir das Transferfenster ausreizen müssen.»
Das bedeutet, dass Basel erst Mitte Februar sein neues Gesicht im Angriff präsentieren könnte. Dabei gibt es wohl zwei Optionen: entweder einen gestandenen Stürmer wie Gregoritsch, der von Anfang an performt; oder ein langfristiges Projekt mit einem jungen Angreifer, mit dem über die Saison hinaus geplant wird. Stucki sagt: «Wir sind dran, den geeigneten Spieler zu finden.»
Denn Handlungsbedarf in der Offensive ist nicht nur notwendig, weil Moritz Broschinski verletzt ist, sondern weil die Zeichen bei Philip Otele auf Abschied stehen. Der Nigerianer weilte zwar im Trainingslager, doch bei den beiden Testspielen war der 26-Jährige nicht im Aufgebot. Es ist davon auszugehen, dass unter den konkreten Angeboten, die dem FCB vorliegen, auch mindestens eines für Otele ist.
Das Trainingslager wurde von der Sportkommission um Daniel Stucki auch genutzt, um Gespräche mit Marwin Hitz zu führen. Der Vertrag der Nummer 1 des FC Basel läuft im Sommer aus. Stucki sagt, dass eine Entscheidung noch nicht gefallen sei und er den 38-jährigen Torhüter in diesen Tagen sehr motiviert wahrgenommen habe. Ob Hitz aufhört – was angesichts seines Alters denkbar ist – oder eine weitere Saison anhängt, dürfte sich noch im Januar klären.
Ebenso in den nächsten Tagen könnte Bewegung in die Transferbemühungen bei jenen Spielern eintreten, die anderswo Spielpraxis sammeln sollten. Innenverteidiger Finn van Breemen ist einer dieser Kandidaten, die wie Juan Gauto ausgeliehen werden sollen.
Sind alle Spieler fit?
Metinho sass am Freitag mit einbandagiertem Knie beim Testspiel gegen Elversberg. Tags zuvor zog sich der Brasilianer eine Bandverletzung zu, die schwerer ist als zunächst angenommen. Der wichtigste defensive Mittelfeldspieler des FCB wird seiner Mannschaft in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen. Damit streiten sich nun Koba Koindredi, Léo Leroy, Dion Kacuri und Andrej Bacanin um die zwei Plätze im Zentrum. Es wird interessant zu beobachten sein, wie der FCB den Ausfall Metinhos wegstecken kann.
Noch nicht zur Verfügung steht Moritz Broschinski, der nach einer Knieverletzung in Marbella nur Einzeltrainings absolvierte. Beim Angreifer aus Deutschland wird es auch noch ein paar Wochen dauern, bis er wieder voll belastbar ist.
Weniger klar ist die Sachlage hingegen bei Keigo Tsunemoto, der sich im Dezember gegen Luzern am Oberschenkel verletzte. Der Japaner trainiert zwar mit der Mannschaft, doch musste er wegen der zuletzt intensiven Tage das Testspiel gegen Elversberg auslassen. Ob er für das Sion-Spiel wieder einsatzfähig ist, bleibt offen.
Wie sieht das Programm bis zum Sion-Spiel aus?
Am Samstagnachmittag fliegt die Delegation des FC Basel von der Sonne Spaniens zurück in die Kälte der Schweiz. Am Dienstag bittet Magnin seine Spieler nach zwei freien Tagen wieder zum Training. Der Plan bis zum Sion-Spiel vom Sonntag? «Wir müssen die Spritzigkeit reinbekommen», fordert Magnin. Im Wissen, dass er und sein Team in Marbella alles unternommen haben, um in der zweiten Saisonhälfte zu reüssieren.