Tschüss wyssi Parkplätz
Verfasst: 25.01.2005, 13:09
Gratis-Dauerparkplätze sollen auch in Basel verschwinden
Parkraumbewirtschaftungskonzept geht in die Vernehmlassung
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Basel (sda) Die weissen Allmend-Gratisdauerparkplätze sollen
auch in Basel verschwinden: Ein Parkraumbewirtschaftungskonzept,
das nun in die Vernehmlassung geht, sieht eine «flächendeckende
Bewirtschaftung» vor. Preise stehen noch nicht.
Der regierungsrätliche Lenkungsausschuss Aktionsprogramm
Stadtentwicklung hat beschlossen, der verwaltungsinternen
Bereinigung nun die öffentliche Vernehmlassung folgen zu lassen,
wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Dem Lenkungsausschuss
gehören die Chefs von Bau-, Finanz- und Sicherheitsdepartement an.
Bis am 11. März werden Stellungnahmen gesammelt, anhand derer
dann ein Detailkonzept samt Zahlen ausgearbeitet wird. Dieses soll
in einen Ratschlag münden. Diesen soll die Regierung im Herbst
erhalten. Angesichts der Vorgeschichte wird mit einer
Volksabstimmung gerechnet.
Rücksicht auf Cityläden
Ein Drittel der insgesamt rund 100 000 Parkplätze in Basel-Stadt
liegt auf Allmend sowie in staatlich verwalteten Parkhäusern und
damit im Einflussbereich staatlicher Bewirtschaftung. Ziel des
neuen Konzeptes ist laut Communiqué die optimale Nutzung des
knappen Parkraums in Interesse von Einwohnerschaft und Wirtschaft.
Speziell auf den innerstädtischen Detailhandel soll Rücksicht
genommen werden, hiess es weiter. Keine Frage sei dabei, ob und wo
zusätzlicher Parkraum zu schaffen wäre. Ebenfalls noch nicht
festgelegt seien die künftigen Tarife fürs Parkieren, sagte die
kantonale Parkraum-Beauftragte Andrea Attenhofer auf Anfrage.
Das Konzept soll dereinst die Parkiermöglichkeiten für die
Anwohnerschaft verbessern und den Suchverkehr reduzieren, vor allem
in der Innerstadt. Angekündigt wird im Communiqué eine «Vielzahl
von aufeinander abgestimmten Massnahmen», welche die Nachfrage so
steuern sollen, dass ein möglichst hoher Nutzen resultiert.
Parkkarten wohl bald teurer
Konkret heisst das laut Attenhofer nicht, dass jedes Parkieren
extra bezahlt werden soll: Weisse Parkplätze sollen nicht nur durch
gebührenpflichtige, sondern auch durch solche in Blauer Zone
ersetzt werden. Allerdings deckten Quartier-Parkkarten mit ihren
heute 120 Fr. im Jahr in Basel die Kosten nicht; Bern und Zürich
seien dem mit 240 Fr. wohl näher.
Zur Diskussion steht unter anderem eine Differenzierung der
Parkgebühren. Dies erfordert indes den Ersatz der veralteten
Einzel-Parkingmeter durch moderne zentrale Parkuhren, sagte
Attenhofer weiter. Die Idee sei, die Tarife auf Allgemend jenen in
Parkhäusern anzunähren, um die Autos in diese zu leiten.
Diskutiert werde auch die Öffnung der privaten Parkhäuser abends
und an Wochenenden. Die Betreiber wären dazu laut Attenhofer
bereit, wenn es sich lohnt.
Das umstrittene Dossier kommt nun just zu einem Zeitpunkt wieder
auf den Tisch, wenn im Kanton Basel-Stadt Regierung und Parlament
in neuer Zusammensetzung mit links-grüner Dominanz die Arbeit
aufnehmen. Angekündigt worden war es bereits Mitte 2001, schon
damals mit den Zielen Kostenwahrheit und Lenkungswirkung.
Parkraumbewirtschaftungskonzept geht in die Vernehmlassung
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Basel (sda) Die weissen Allmend-Gratisdauerparkplätze sollen
auch in Basel verschwinden: Ein Parkraumbewirtschaftungskonzept,
das nun in die Vernehmlassung geht, sieht eine «flächendeckende
Bewirtschaftung» vor. Preise stehen noch nicht.
Der regierungsrätliche Lenkungsausschuss Aktionsprogramm
Stadtentwicklung hat beschlossen, der verwaltungsinternen
Bereinigung nun die öffentliche Vernehmlassung folgen zu lassen,
wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Dem Lenkungsausschuss
gehören die Chefs von Bau-, Finanz- und Sicherheitsdepartement an.
Bis am 11. März werden Stellungnahmen gesammelt, anhand derer
dann ein Detailkonzept samt Zahlen ausgearbeitet wird. Dieses soll
in einen Ratschlag münden. Diesen soll die Regierung im Herbst
erhalten. Angesichts der Vorgeschichte wird mit einer
Volksabstimmung gerechnet.
Rücksicht auf Cityläden
Ein Drittel der insgesamt rund 100 000 Parkplätze in Basel-Stadt
liegt auf Allmend sowie in staatlich verwalteten Parkhäusern und
damit im Einflussbereich staatlicher Bewirtschaftung. Ziel des
neuen Konzeptes ist laut Communiqué die optimale Nutzung des
knappen Parkraums in Interesse von Einwohnerschaft und Wirtschaft.
Speziell auf den innerstädtischen Detailhandel soll Rücksicht
genommen werden, hiess es weiter. Keine Frage sei dabei, ob und wo
zusätzlicher Parkraum zu schaffen wäre. Ebenfalls noch nicht
festgelegt seien die künftigen Tarife fürs Parkieren, sagte die
kantonale Parkraum-Beauftragte Andrea Attenhofer auf Anfrage.
Das Konzept soll dereinst die Parkiermöglichkeiten für die
Anwohnerschaft verbessern und den Suchverkehr reduzieren, vor allem
in der Innerstadt. Angekündigt wird im Communiqué eine «Vielzahl
von aufeinander abgestimmten Massnahmen», welche die Nachfrage so
steuern sollen, dass ein möglichst hoher Nutzen resultiert.
Parkkarten wohl bald teurer
Konkret heisst das laut Attenhofer nicht, dass jedes Parkieren
extra bezahlt werden soll: Weisse Parkplätze sollen nicht nur durch
gebührenpflichtige, sondern auch durch solche in Blauer Zone
ersetzt werden. Allerdings deckten Quartier-Parkkarten mit ihren
heute 120 Fr. im Jahr in Basel die Kosten nicht; Bern und Zürich
seien dem mit 240 Fr. wohl näher.
Zur Diskussion steht unter anderem eine Differenzierung der
Parkgebühren. Dies erfordert indes den Ersatz der veralteten
Einzel-Parkingmeter durch moderne zentrale Parkuhren, sagte
Attenhofer weiter. Die Idee sei, die Tarife auf Allgemend jenen in
Parkhäusern anzunähren, um die Autos in diese zu leiten.
Diskutiert werde auch die Öffnung der privaten Parkhäuser abends
und an Wochenenden. Die Betreiber wären dazu laut Attenhofer
bereit, wenn es sich lohnt.
Das umstrittene Dossier kommt nun just zu einem Zeitpunkt wieder
auf den Tisch, wenn im Kanton Basel-Stadt Regierung und Parlament
in neuer Zusammensetzung mit links-grüner Dominanz die Arbeit
aufnehmen. Angekündigt worden war es bereits Mitte 2001, schon
damals mit den Zielen Kostenwahrheit und Lenkungswirkung.