quasimodo hat geschrieben: 07.08.2026, 10:51Adebayor's Ball hat geschrieben: 07.08.2026, 10:28 Mir geht es ähnlich. Meiner Ansicht nach war die Situation in den letzten neun Jahren nie so kritisch wie heute.
Der entscheidende Bruch war für mich die Phase im Januar/Februar dieses Jahres mit den aus meiner Sicht gravierenden Fehlentscheidungen.
Allerdings stellt sich die Frage, ob es aus Sicht der Führung überhaupt Fehlentscheidungen waren.
Ein Klub, der zweistellige Millionengewinne erwirtschaftet, argumentiert, dass er sich keinen etablierten Trainer leisten könne. Gleichzeitig ist er nicht bereit, das Risiko einzugehen, einen Stürmer zu verpflichten, der zumindest die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb wahrscheinlicher machen könnte – und damit die Chance auf zusätzliche Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe erhöht hätte.
Spätestens da entstand bei mir der Eindruck, dass DD konsequent die Strategie verfolgt, die er bereits bei GC angestrebt hat: Der Verein soll in erster Linie als Transferklub funktionieren. Spieler werden möglichst günstig verpflichtet, weiterentwickelt und gewinnbringend verkauft. Der sportliche und emotionale Aspekt tritt dabei in den Hintergrund. Das Logo auf der Brust wirkt dadurch zunehmend austauschbar. Entscheidend scheint vor allem zu sein, dass das Modell möglichst kosteneffizient ist und der finanzielle Ertrag stimmt.
Und das Problem ist, es wird sich nichts ändern. Es wird keinen nächsten Schritt geben. Keine Hoffnung auf die nächste Phase.
Ich habe nirgends gehört oder gelesen, dass sich der FCB keinen besseren Trainer als Lichtsteiner leisten könne. Es wurde vielmehr behauptet, dass er ein super Trainer sei und genau zum FCB passe.
Ich bin auch sicher, dass DD weiss, dass Talente nur in einer funktionierenden Mannschaft weiter entwickelt werden können und dass der FCB europäisch spielen muss, um einen besseren Wiederverkaufswert der Spieler zu generieren (jedes Jahr Conference League wurde ja von ihm erst kürzlich als Minimalziel ausgerufen). Ausserdem braucht es einen gewissen sportlichen Erfolg, um die "Marke" FCB für Sponsoren attraktiv zu machen. Daher glaube ich nicht, dass DD das Geschäftsmodell, wie du es beschreibst, konsequent durchziehen möchte. Die aktuelle Situation ist für mich eher die Folge einer Reihe von Fehlentscheidungen, wovon diejenigen auf der Trainerpositition für mich die gravierendsten waren (Entlassung Magnin, vor allem vom Zeitpunkt her, sowie Verpflichtung Lichtsteiner).
Zumindest habe ich das so hineininterpretiert bei der Aussage: «Egal, ob ein junger Trainer ohne Erfahrung oder ein Trainer mit Erfahrung gekommen wäre, die Situation wäre für alle enorm schwierig gewesen. Die einzigen Trainer, die das lösen könnten, kann sich der FCB aktuell nicht leisten.»
Lichtsteiner-Aussagen lassen aufhorchen: «Die Trainer, die das können, kann sich der FCB nicht leisten»
https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 55429.html