Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Diskussionen rund um den FCB.
joha95
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von joha95 »

maradoo hat geschrieben: 25.03.2026, 09:00 S Grücht goht ume das dr Hitz goht...  :eek: :D
:D ​​​​​​​ :D ​​​​​​​ :D ​​​​​​​
 

Flachzange1981
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Flachzange1981 »

Waldfest hat geschrieben: 21.03.2026, 11:24 Dave erwähnt gefühlt 50 mal das Wort Mentalität im Podcast. Die sei so wichtig.

Das stimmt, aber halt nur auf den eigenen Erfolg bezogen. Was interessiert den Spieler, wie es dem Verein nächste Saison geht, wenn er da eh schon längst weg ist.

Folglich spielt jeder für sich, für seine Stats, Hauptsache die Werte aus dem Sport BH stimmen. Identifikation zur Region oder zum Verein absolut nicht nötig und gewünscht.
Also deine Fussballromantik in Eheren. Aber Fussball ist schon seit vielen Jahren zum Einzelsport verkommen. Schau dir doch einmal die ganzen Nachwuchsteams an. Da geht ohne Ellenbogen rein gar nichts mehr. Ich finde es auch nicht gut, aber kann es nicht ändern.

Und diese Entwicklung spiegelt sich dann auch in der ersten Mannschaft wieder. Ist doch auch verständlich, dass jeder immernoch am meisten auf sich schaut und schaut wie er die meisten Einsatzminuten bekommt und wie er den nächsten super Vertrag erhalten kann. Das ist dann wohl die normale Karrierenplanung. Wenn ich mein Arbeitgeber wechsle, interessiere ich mich auch nur noch am Rande für den ehemaligen. Und die Ceccas, Freis, Stockers und Huggels gibt es hald nicht sehr viele... und wie schon oft erwähnt, die jungen Toptalente sind gezwungen um früh in eine Topliga zu wechseln wenn sie wirklich eine Karriere machen wollen.

und wusstet ihr, dass mehr als 60% vom aktuellen Kader bereits seit Sommer 24 im Kader ist. Also im Sommer ganze 2 Saisons.

 

Usswärtsfahrer
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Usswärtsfahrer »

"Bei der Neustrukturierung des technischen Staffs und der Talentsichtung sollen dem FC Basel zwei langjährige Mitarbeiter von Manchester United unter die Arme greifen."

https://www.bzbasel.ch/sport/fc-basel/d ... ld.4141821

(Abopflichtig)

Demnach handelt es sich um Marko Filipovic und Andreas Herrmann. Der 47-jährige Filipovic, ein früherer Profi, der in der Schweiz unter anderem für den damaligen Challenge-Ligisten FC Baulmes spielte, ist seit 2016 als Scout für United tätig und arbeitete zuvor für den Ligue-1-Klub OSC Lille.

Der 34-jährige Herrmann trägt seit 2023 den Titel Youth Chief Scout bei Manchester United und stieg bereits 2013 als 21-Jähriger als Talentspäher bei den Red Devils ein. Der gebürtige Frankfurter war 2023 vorübergehend auch beim VfB Stuttgart tätig. Das Portal «Sky» begrüsste ihn seinerzeit als «Experte im Aufspüren junger Talente».

W_Shakespeare
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von W_Shakespeare »

Waldfest hat geschrieben: 21.03.2026, 11:24 Dave erwähnt gefühlt 50 mal das Wort Mentalität im Podcast. Die sei so wichtig.

Das stimmt, aber halt nur auf den eigenen Erfolg bezogen. Was interessiert den Spieler, wie es dem Verein nächste Saison geht, wenn er da eh schon längst weg ist.

Folglich spielt jeder für sich, für seine Stats, Hauptsache die Werte aus dem Sport BH stimmen. Identifikation zur Region oder zum Verein absolut nicht nötig und gewünscht.


Richtig, aber genau da hat der Verein eben auch eine Verantwortung bzgl. Identifikation. Will der FCB nicht ein x-beliebiger Verein sein, muss er die Worte "Mentalität" oder "Werte" mit Inhalten füllen, sonst ist es einfach Phrasendrescherei (wie so oft bei DD). 

Florian Raz hat es im Forza Podcast am Montag m.M.n. super erklärt: 
Früher hatte es Spieler wie Delgado, die neue Spieler auch mal zu sich nach Hause für ein Argentinisches Asado eingeladen haben oder den Barfi zeigten (hat Shaq m.W. z.T. auch gemacht). Daneben gab es einen "Clubraum", wo sich die Spieler ausserhalb der Öffentlichkeit treffen konnten, wenn es mal etwas zu besprechen gab. 
Solche Dinge bringen Zusammenhalt, und dass man sich im Club wohl fühlt und das Trikot gerne trägt. Auch wenn es nur für 1 Saison ist. Nicht ein Sportchef oder Präsident, der dich anschreit und irgendwas von Mentalität labert. 

DD sprach neben Mentalität auch mehrmals von "unseren Werten". Was sind diese Werte denn nun konkret? Wenn diese wirklich vorhanden wären, hätte er sie ja aufzählen können.
Und nicht nur das: Diese Werte, falls vorhanden, müssen von JEDEM EINZELNEN MITARBEITER im Verein gekannt und gelebt werden. Vom Fanshop-Mitarbeiter bis zum Platzwart und Trainerstaff. 

Vielleicht hat der eine oder andere hier schon in einem grösseren Unternehmen gearbeitet, wo solche Werte vorhanden sind und auch von den Mitarbeitern aktiv gelebt werden. Ich kann euch sagen: Die meisten arbeiten dann besser, weil ihnen die Arbeit und das Miteinander mehr Spass macht. 
 

Lalo86
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Lalo86 »

Ja war jetzt jemand am Event gestern?

Wurde was interessantes erwähnt?

tomaso
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von tomaso »

W_Shakespeare hat geschrieben: 25.03.2026, 10:20
Waldfest hat geschrieben: 21.03.2026, 11:24 Dave erwähnt gefühlt 50 mal das Wort Mentalität im Podcast. Die sei so wichtig.

Das stimmt, aber halt nur auf den eigenen Erfolg bezogen. Was interessiert den Spieler, wie es dem Verein nächste Saison geht, wenn er da eh schon längst weg ist.

Folglich spielt jeder für sich, für seine Stats, Hauptsache die Werte aus dem Sport BH stimmen. Identifikation zur Region oder zum Verein absolut nicht nötig und gewünscht.


Richtig, aber genau da hat der Verein eben auch eine Verantwortung bzgl. Identifikation. Will der FCB nicht ein x-beliebiger Verein sein, muss er die Worte "Mentalität" oder "Werte" mit Inhalten füllen, sonst ist es einfach Phrasendrescherei (wie so oft bei DD). 

Florian Raz hat es im Forza Podcast am Montag m.M.n. super erklärt: 
Früher hatte es Spieler wie Delgado, die neue Spieler auch mal zu sich nach Hause für ein Argentinisches Asado eingeladen haben oder den Barfi zeigten (hat Shaq m.W. z.T. auch gemacht). Daneben gab es einen "Clubraum", wo sich die Spieler ausserhalb der Öffentlichkeit treffen konnten, wenn es mal etwas zu besprechen gab. 
Solche Dinge bringen Zusammenhalt, und dass man sich im Club wohl fühlt und das Trikot gerne trägt. Auch wenn es nur für 1 Saison ist. Nicht ein Sportchef oder Präsident, der dich anschreit und irgendwas von Mentalität labert. 

DD sprach neben Mentalität auch mehrmals von "unseren Werten". Was sind diese Werte denn nun konkret? Wenn diese wirklich vorhanden wären, hätte er sie ja aufzählen können.
Und nicht nur das: Diese Werte, falls vorhanden, müssen von JEDEM EINZELNEN MITARBEITER im Verein gekannt und gelebt werden. Vom Fanshop-Mitarbeiter bis zum Platzwart und Trainerstaff. 

Vielleicht hat der eine oder andere hier schon in einem grösseren Unternehmen gearbeitet, wo solche Werte vorhanden sind und auch von den Mitarbeitern aktiv gelebt werden. Ich kann euch sagen: Die meisten arbeiten dann besser, weil ihnen die Arbeit und das Miteinander mehr Spass macht. 
 

Bin gleicher Meinung.
Motivierte Mitarbeiter sind die besseren Angestellten als die weniger Motivierten.
So verhällt es sich genau gleich auch auf dem Fussballplatz.
Was nützt es wenn der Talentiertere die Motivation sucht und sie nicht
findet, das Sprungbrett nicht so funktioniert wie er es sich vorgestellt hat...(?).
Wenn der sportliche Aspekt vor dem finanziellen an erster Stelle steht, stehen soll, müssen sie das Konzept der Transferpolitik neu überdenken. Der Verwaltungsrat und die Spoko sind mehr als nur ein bischen gefordert um dies umzusetzen ...!!

Waldfest
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Waldfest »

https://www.tagesanzeiger.ch/yb-streit- ... 1774678326

Gemäss einer Auflistung Wechslers kommt es zwischen 2017 und 2020 zu Gesprächen mit rund einem halben Dutzend weiterer Interessenten. Eingeschaltet wird auch der Schweizer Ex-Botschafter Thomas Borer «als Kontaktmann zum Königshaus Abu Dhabi». Doch die Scheichs wollen nicht im Wankdorf einsteigen: «Unsere Bewertung hatte sie abgeschreckt», schreibt Wechsler dazu. Eine interne YB-Präsentation aus dem Jahr 2019 beziffert den Wert der Young Boys auf über 140 Millionen Franken.

Ein weiterer bekannter Name ist David Degen. Degen spielte einige Saisons für YB, aber früher und danach für den grossen Konkurrenten FC Basel. Zu ihm und einem potenziellen Partner resümiert Wechsler: «Sie realisierten offenbar, dass YB eine Nummer zu gross für sie war.» Degen ist heute FC-Basel-Präsident und -Mitbesitzer. Beim erwähnten Partner handelt es sich um den Geschäftsmann und Pensionskassengründer Serge Aerne.

Usswärtsfahrer
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Usswärtsfahrer »

Waldfest hat geschrieben: 28.03.2026, 09:18 https://www.tagesanzeiger.ch/yb-streit- ... 1774678326

Gemäss einer Auflistung Wechslers kommt es zwischen 2017 und 2020 zu Gesprächen mit rund einem halben Dutzend weiterer Interessenten. Eingeschaltet wird auch der Schweizer Ex-Botschafter Thomas Borer «als Kontaktmann zum Königshaus Abu Dhabi». Doch die Scheichs wollen nicht im Wankdorf einsteigen: «Unsere Bewertung hatte sie abgeschreckt», schreibt Wechsler dazu. Eine interne YB-Präsentation aus dem Jahr 2019 beziffert den Wert der Young Boys auf über 140 Millionen Franken.

Ein weiterer bekannter Name ist David Degen. Degen spielte einige Saisons für YB, aber früher und danach für den grossen Konkurrenten FC Basel. Zu ihm und einem potenziellen Partner resümiert Wechsler: «Sie realisierten offenbar, dass YB eine Nummer zu gross für sie war.» Degen ist heute FC-Basel-Präsident und -Mitbesitzer. Beim erwähnten Partner handelt es sich um den Geschäftsmann und Pensionskassengründer Serge Aerne.

Was Erbe Oliver Rihs nicht weiss: Noch während er die E-Mail verfasst, ist sein Onkel daran, Fakten zu schaffen. Als Willensvollstrecker ist er befugt, Güter aus der Hinterlassenschaft seines Bruders Andy Rihs zu verkaufen. Das tut er nun mit der 53-Prozent-Beteiligung seiner Neffen an YB: Er verkauft sie – an sich selber. Den Kaufvertrag unterschreibt er zweimal, sowohl für die Verkäufer- als auch für die Käuferseite. Die amtliche Beurkundung erfolgt noch am selben Tag.

Wie bitte :o :o

Hätte mich noch interessiert, wie es weitergehen wird. Rihs ist 82, er wird kaum noch jahrzehntelang Besitzer bleiben.

Waldfest
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Waldfest »

Beim Thema Geld hört jegliche Familienliebe auf :o

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PEZZO
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von PEZZO »

YB-Famillien-Probleme sind zwar amüsant, sollten jedoch nicht in diesem Faden breitgeschlagen werden, wobei nichts gegen das. Breitschlagen spricht ;-).

St.Jakobs Park
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von St.Jakobs Park »

Kann jemand den ganzen Artikel reinkopieren?

Lalo86
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Lalo86 »

Die Zukunft von YB hing am seidenen Faden. Diesen Eindruck vermittelt YB-Präsident Marcel Brülhart seit Januar in mehreren Interviews. «Es hätte wirklich nicht viel gefehlt, und die Mehrheit an YB wäre ins Ausland verkauft worden», sagte Brülhart in der NZZ. Denn: Die beiden Söhne des 2018 verstorbenen Mäzens Andy Rihs hätten ihre Mehrheitsbeteiligung «an eine ausländische Fussballgruppe» verkaufen wollen. «Es ging um ein paar Wochen, und dann wäre YB weg gewesen», doppelte er in einem YB-Podcast nach. Und dann auch noch im «SonntagsBlick»: «Es war knapp. Hätte es geklappt mit dem Verkauf, wären wir im Fussball-Grosskapitalismus gelandet.»
Das Aufatmen der Berner Fussballfans war gross – selbst wenn sie zuvor nicht mitbekommen hatten, dass ihr Verein angeblich fast in fremde Hände gekommen wäre.
Die Rollen sind in Brülharts Darstellung klar verteilt: hier die umsichtige Vereinsführung, die eine unfreundliche Übernahme gerade noch abwenden konnte, da die Erben von Andy Rihs, die ihre Aktienmehrheit an YB zu Geld machen wollten.
Bloss: Was Marcel Brülhart erzählte, ist nicht die Wahrheit – jedenfalls nicht die volle. Dies zeigen Recherchen sowie Dokumente, welche diese Redaktion einsehen konnte. Damit konfrontiert schreibt der YB-Präsident, die ihm von der Redaktion vorgelegten Erkenntnisse seien «in erheblichem Mass unvollständig». Den Vorwurf, er habe nicht korrekt informiert, bezeichnet er als unberechtigt.
Unbestritten ist, dass es im Kampf um YB zwei Lager gibt: auf der einen Seite Brülhart und Hans-Ueli «Jöggi» Rihs, der Bruder des verstorbenen Andy. Auf der anderen Seite die Erben: Andys Söhne.

Doch anders als von Brülhart dargestellt, stand ein Verkauf von YB nicht unmittelbar bevor. Vielmehr zeigen die Unterlagen, dass Jöggi Rihs die Aktienmehrheit im März 2022 kurzerhand übernommen hat – ganz ohne Zutun der rechtmässigen Eigentümer, seiner Neffen. Es war ein im Geheimen durchgeführtes Manöver, das neben einem familieninternen Zerwürfnis auch einen langwierigen Rechtsstreit auslöste, in dem es vor Gericht weiterhin um Millionen geht.
Jöggi Rihs wollte keine Stellung nehmen. YB beurteilt sein Vorgehen als «korrekt».
Verschwiegen wird in Brülharts Narrativ auch, dass Jöggi Rihs selber bis 2021 die Idee hegte, YB ins Ausland zu verkaufen. Selbst ein Verkauf von YB in die Golfregion oder nach China war ein Thema.
Wie die ebenso geheime wie intensive Auseinandersetzung um den erfolgreichsten Schweizer Fussballverein der vergangenen Jahre tatsächlich lief und immer noch läuft, lässt sich hier – in sieben Etappen – erstmals nachlesen.

Der Letzte Wille eines YB-Meistermachers
1

Am 18. April 2018 stirbt der bekannte Sportförderer und Unternehmer Andy Rihs nach einer schweren Krankheit. Zehn Tage später wird YB erstmals nach 32 Jahren Schweizer Meister. Es ist der Anfang einer langen Erfolgsserie der Berner. Der Verstorbene hat zusammen mit seinem Bruder Jöggi den Grundstein dafür gelegt. Wirtschaftlich gesehen sind die beiden Brüder die Meistermacher, denn sie haben Dutzende Millionen in den Verein eingeschossen. Andy – die treibende Kraft – hielt mit 53 Prozent die Mehrheit der Aktien, Jöggi besass die restlichen 47 Prozent.
Schon ein Jahr vor Andys Tod hatten er und Jöggi vertraglich abgemacht, YB ganz oder mehrheitlich veräussern zu wollen. Im Testament legte Andy Rihs dann grundsätzlich fest, seine Aktienmehrheit sei innerhalb von drei Jahren zu verkaufen. Die Variante eines Kaufs seiner YB-Aktien durch Jöggi liess er ausdrücklich offen.
Das Problem: Im Testament hat Andy seinen Bruder Jöggi auch als Willensvollstrecker eingesetzt. Damit schuf er einen Interessenkonflikt. Sein Bruder kann über den Verkauf der Aktien entscheiden – und gleichzeitig ist er womöglich selber der Käufer. Wohl um diesen Interessenkonflikt zu entschärfen, legte Andy im Testament weiter fest, dass Jöggi die Aktien erst im Anschluss an eine «Fair Value Bewertung» übernehmen kann. Das heisst: Will Jöggi YB ganz kaufen, muss er Andys Söhne fair auszahlen, zu einem «Preis nach Zeitwert», also dem objektiven Marktwert.

YB kontaktiert Scheichs – und David Degen
2

Zunächst sieht es nicht danach aus, dass Jöggi Rihs, heute 82-jährig, zum alleinigen Eigentümer von YB werden will. Im Gegenteil: Er schickt seinen engen Vertrauten, den YB-Verwaltungsrat Georg Wechsler, auf die Suche nach möglichen Investoren in aller Welt. Dafür wird auch die Credit Suisse mandatiert. Aber die Ergebnisse der schlingernden Grossbank fallen gemäss einer E-Mail Wechslers «eher bescheiden» aus. Verhandlungen mit einem amerikanischen Private-Equity-Fonds verlaufen zuerst erfolgversprechend, dann herrscht «plötzlich Funkstille».
Gemäss einer Auflistung Wechslers kommt es zwischen 2017 und 2020 zu Gesprächen mit rund einem halben Dutzend weiterer Interessenten. Eingeschaltet wird auch der Schweizer Ex-Botschafter Thomas Borer «als Kontaktmann zum Königshaus Abu Dhabi». Doch die Scheichs wollen nicht im Wankdorf einsteigen: «Unsere Bewertung hatte sie abgeschreckt», schreibt Wechsler dazu. Eine interne YB-Präsentation aus dem Jahr 2019 beziffert den Wert der Young Boys auf über 140 Millionen Franken.
Ein weiterer bekannter Name ist David Degen. Degen spielte einige Saisons für YB, aber früher und danach für den grossen Konkurrenten FC Basel. Zu ihm und einem potenziellen Partner resümiert Wechsler: «Sie realisierten offenbar, dass YB eine Nummer zu gross für sie war.» Degen ist heute FC-Basel-Präsident und -Mitbesitzer. Beim erwähnten Partner handelt es sich um den Geschäftsmann und Pensionskassengründer Serge Aerne.
Die Fühler werden sogar nach China ausgestreckt, über den Asian Desk der UBS und über YB-Verwaltungsrat Stefan Rihs, Jöggis in Hongkong lebenden Sohn. Doch auch hier ergibt sich nichts Konkretes.

Der Sieg über Ronaldo bringt ein Umdenken
3

Dann kommt Corona und bringt das Fussballbusiness praktisch zum Erliegen. Der angestrebte Verkauf von YB an Dritte wird noch schwieriger. Als Alternative bleibt die Übernahme sämtlicher Aktien durch Jöggi Rihs. Aber dieser liebäugelt weiterhin damit, auch seine 47-Prozent-Beteiligung abzustossen. Im November 2020 gibt es ein Gespräch mit einer Investorengruppe aus den USA, das 2021 fortgesetzt werden soll.
Für die beiden Söhne von Andy Rihs ist das alles zu wenig konkret. Mehr als zwei der im Testament für den Verkauf vorgesehenen drei Jahre sind bereits verstrichen. Nun wollen die zwei Erben selbst mithelfen bei der Suche nach YB-Käufern. Oder wenigstens den im Testament ihres Vaters erwähnten fairen Preis für die Aktien bestimmen.
Im Dezember 2020 findet ein «Kick-off-Meeting» statt. Daran nehmen jene teil, die bislang nach Käufern gesucht haben, und jene, die dies neu tun wollen. YB-Verwaltungsrat Georg Wechsler verschickt eine Sitzungsagenda, auf der drei mögliche Kategorien von Investoren umrissen sind: «1. Fuss­ball­clubs (YB wird zum Farmteam), 2. High Net Worth Individuals, 3. Private Equity Funds». Ein deutscher Berater der beiden Söhne von Andy notiert: «Hauptziel: Aufsetzung eines strukturierten Prozesses zur Ermittlung potenzieller Erwerber und eines marktgerechten Preises für YB».
Im folgenden Jahr verändern sich die Dinge grundlegend. Die YB-Verantwortlichen erleben am 14. Sep­tem­ber 2021 eine magische Fussballnacht. Die Young Boys gewinnen in der Champions League gegen das grosse Manchester United mit Cristiano Ronaldo. Der Schweizer Traditionsverein bezwingt den Weltclub im Wankdorf 2:1.
Tags darauf kommt es zu einer weiteren Sitzung. Der deutsche Berater der Erben von Andy Rihs stellt erste Resultate seiner Marktsondierung vor. Danach notiert Georg Wechsler im Beschlussprotokoll: Der Berater «führt seine Gespräche mit seinen Kontakten weiter, um dabei Kenntnisse über den Fair Value der BSC Young Boys zu erhalten».
Noch ist Verkaufen also eine Option. Aber nach dem Triumph über Manchester in der Königsklasse neigt Jöggi immer weniger dazu, sich von YB zu lösen.
In der nächsten Sitzung am 8. De­zem­ber 2021 präsentiert der Berater der Erben drei seriöse Kaufinteressenten. Nun lässt Jöggi seine Neffen wissen, dass er seine 47 Prozent nicht mehr abgeben wolle. Und auch eine externe Lösung mit ihm als Minderheitsaktionär komme nicht infrage. «Jöggi Rihs hält fest, dass er kein Interesse hat, mit dritten Investoren ein Gespräch zu führen», steht im Sitzungsprotokoll. Stattdessen will Jöggi Rihs nun auch die Aktien seines verstorbenen Bruders übernehmen.

Onkel Jöggi macht ein Angebot
4

Nun geht es um Geld – und um die Fragen: Was ist ein fairer Preis für 53 Prozent der Young Boys? Und kann Jöggi Rihs als Willensvollstrecker überhaupt unabhängig über einen fairen Verkaufspreis urteilen, wenn er selber der Käufer wäre?
Das Verhältnis zwischen den Erben, den Brüdern Oliver und Tobias Rihs, und ihrem Onkel Jöggi wird frostig. Oliver ist Filmemacher und wohnt in Berlin, Tobias lebt in Portugal und hat ebenfalls kaum Bezug zur Finanzwelt. In einem Brief wendet sich Oliver am 2. Januar 2022 an Jöggi. «Ich mache mir echte Sorgen, dass dieses rein geschäftliche Thema zu einem Familienstreit führen könnte, was ich wirklich jammerschade und schlicht dumm fände», schreibt er.
Die Antwort trifft gut zwei Wochen später ein. In einer E-Mail unterstreicht Jöggi Rihs seine Verdienste für YB. Zusammen «mit meiner YB-Family» habe er in den letzten vier Jahren den Verein enorm vorwärtsgebracht, auch finanziell. Die Wertsteigerung in dieser Zeit beziffert er auf 50 Millionen Franken. «Ohne diese Leistung wäre Eure Beteiligung heute nichts oder nur sehr wenig wert.»
Aufbauend auf dieser Einschätzung unterbreitet Jöggi Rihs seinen Neffen ein Angebot für ihre 53 Prozent. Zu diesem Zeitpunkt schuldet YB den Neffen aus alten Darlehen des Vaters noch rund 22,2 Millionen Franken. Jöggi bietet die Rückzahlung dieser Schuld plus 2,8 Millionen Franken an. Zusätzlich 10 Millionen, sollte sich YB in den nächsten zwei Jahren wieder für die Champions League qualifizieren, und weitere Gelder, falls der Club in den nächsten fünf Jahren grössere Gewinne schreibt.
Dieses Angebot liegt weit unter den Marktsondierungen der Erben und noch weiter unter dem YB-Wert von 140 Millionen Franken aus der internen Präsentation von 2019. Die Söhne von Andy Rihs wollen es nicht annehmen. Einen «fairen» Marktpreis, wie im Testament ihres Vaters festgelegt, stellen sie sich anders vor.

Jöggi Rihs eignet sich die Aktien in einer Nacht-und-Nebel-Aktion an
5

Die Erben wollen nun mehr denn je wissen: Wie viel ist YB wirklich wert? Ihr Berater sondiert weiter. Zwei Investoren reichen schriftlich ihr Kaufinteresse ein: ein belgischer Fussballclub mit einem Investmentfonds im Rücken und eine US-Investorengruppe. Beide bewerten, unabhängig voneinander und unverbindlich, YB mit rund 100 Millionen Franken.
Der Berater der Erben stellt die Interessenbekundungen an einer Sitzung vom 1. März 2022 vor. Noch am selben Tag schickt Oliver Rihs seinem Onkel Jöggi eine E-Mail, in der er die Resultate zusammenfasst. «Wir haben heute aus der Besprechung mitgenommen, dass ihr zwar gegen einen Verkauf an Dritte, aber dennoch bereit seid, beide Investoren kennen zu lernen. Wir werden in einem nächsten Schritt dies mit den beiden Investoren besprechen und das gemeinsame Meeting mit uns allen organisieren.» Die E-Mail endet mit: «Herzliche Grüsse».
Was Erbe Oliver Rihs nicht weiss: Noch während er die E-Mail verfasst, ist sein Onkel daran, Fakten zu schaffen. Als Willensvollstrecker ist er befugt, Güter aus der Hinterlassenschaft seines Bruders Andy Rihs zu verkaufen. Das tut er nun mit der 53-Prozent-Beteiligung seiner Neffen an YB: Er verkauft sie – an sich selber. Den Kaufvertrag unterschreibt er zweimal, sowohl für die Verkäufer- als auch für die Käuferseite. Die amtliche Beurkundung erfolgt noch am selben Tag.
Als Kaufpreis legt Jöggi Rihs auf Grundlage von zwei Gutachten 40 Millionen Franken fest – allerdings inklusive Rückzahlung des Darlehens von 22,2 Millionen. Netto zahlt der Onkel also knapp 18 Millionen Franken für 53 Prozent der Aktien. Hochgerechnet auf 100 Prozent bewertet er YB folglich mit knapp 34 Millionen Franken – rund ein Drittel des Wertes, den seine Neffen auf ihrer Marktsondierung gerade festgestellt haben.
Gemäss YB-Präsident Brülhart handelt es sich bei der bezahlten Summe «soweit bekannt um den mit Abstand höchsten Preis, der in der Schweiz jemals für einen Fussballclub bezahlt wurde». Es existierten mittlerweile «vier Gutachten, die allesamt mehr oder weniger auf denselben Wert kommen».
Auf Nachfrage hält Brülhart an seiner Darstellung aus den Interviews fest, wonach die Nacht-und-Nebel-Aktion von Jöggi Rihs so etwas wie eine Notmassnahme war, ohne die YB «in ein paar Wochen weg gewesen» wäre. «Das Verhalten der Berater der Erben von Andy Rihs deutete seit September 2021 immer stärker darauf hin, dass versucht wird, das testamentarische Kaufsrecht von Jöggi Rihs an den Aktien seines Bruders zu umgehen», schreibt er, ohne in die Details zu gehen. «Die Diskussion über den korrekten Sachverhalt wurde in den rechtlichen Verfahren in epischem Umfang geführt. Wir sind nicht bereit, diese Diskussion nun auch noch über die Medien zu führen.»
Für die Erben von Andy Rihs ist die Darstellung von Brülhart «absurd». Denn: «Wir beabsichtigten nie, unsere Aktien ohne Rücksprache mit YB zu verkaufen. Das wäre faktisch auch gar nicht möglich gewesen», schreiben sie in einem gemeinsamen Statement. Tatsächlich sehen die YB-Statuten vor, dass der YB-Verwaltungsrat einem Verkauf zustimmen muss. Das unterstrichen die Anwälte von Jöggi Rihs in einem Schreiben an die Erben vom 18. März 2022 sogar explizit. Darin hielten sie unmissverständlich fest: Hätten die Erben ihre Aktien an Dritte verkaufen wollen, hätte der YB-Verwaltungsrat das verhindert. «Damit wäre auch auf diesem Weg exakt die heutige Situation eingetreten: Unser Klient (Anm.: Jöggi Rihs) hätte im Ergebnis die YB-Aktien zum wirklichen Wert übernommen.» Mitunterzeichner im Namen von YB ist: Marcel Brülhart.
Heute relativiert Brülhart diese Aussage. «Der Abschluss eines Kaufvertrags mit einem Dritten (…) wäre nicht zu verhindern gewesen», schreibt er. Nur der Eigentumsübergang hätte bekämpft werden können. «Dabei wäre man zwei Gegenparteien gegenübergestanden, in mindestens zwei unterschiedlichen Verfahren, die wohl viele Jahre gedauert hätten. Die durch ein solches Vorgehen geschaffenen Fakten hätten den Club und das gesamte Umfeld mit grosser Wahrscheinlichkeit nachhaltig destabilisiert.» Die Aktienübernahme sei «alternativlos» gewesen: «YB ist Jöggi Rihs sehr dankbar dafür.»

Jöggi Rihs wird abgesetzt – und wieder eingesetzt
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Die Söhne von Andy Rihs erfahren erst nach einigen Tagen, dass sie nicht mehr YB-Mehrheitseigner sind. Heute sprechen sie von einer «kalten Enteignung». Sie gehen nun juristisch gegen ihren Onkel vor. Es folgt ein langer Rechtsstreit bis vor Bundesgericht, in dem die Erben zuerst gewinnen und Jöggi Rihs als Willensvollstrecker abgesetzt wird, in dem sie in zweiter und dritter Instanz aber aus formellen Gründen unterliegen. Das Bundesgericht urteilt, dass die erste Instanz für die Beurteilung dieser Frage nicht zuständig war.
Nun sind bereits sechseinhalb Jahre seit dem Tod ihres Vaters verstrichen. Es gäbe weitere juristische Möglichkeiten, die Übernahme der Young Boys durch ihren Onkel zu bekämpfen. Doch Oliver und Tobias Rihs verzichten darauf. Sie schliessen im Februar 2025 einen Vergleich. Darin akzeptieren sie nachträglich die Aktienübernahme durch Jöggi. Offen bleibt nur der Preis dafür.
Darüber soll ein Bezirksgericht im Kanton entscheiden. Es setzt einen Schiedsgutachter ein. Dieser liefert im September 2025 seine Bewertung ab. Gemäss seiner Berechnung waren die 53 Prozent der Aktien Ende 2021 21,1 Millionen Franken wert. Das wären zwar mehr als die netto knapp 18 Millionen, die Jöggi gezahlt hat. Aber immer noch deutlich weniger als die Hälfte der unverbindlichen Gebote der beiden ausländischen Interessenten.
Die Neffen lassen das Schiedsgutachten überprüfen und kommen zum Schluss, dass es «methodisch mangelhaft» und «im Ergebnis erheblich unrichtig» sei. Wie das Gericht die Sache nun einschätzt, ist offen.
Der Streit in der YB-Besitzerfamilie Rihs über den Preis der Aktien geht weiter. Und er hätte sich, wie all die Jahre zuvor, im Verborgenen abgespielt – wenn nicht Vereinspräsident Brülhart in den vergangenen Wochen seine Interview-Offensive lanciert hätte

Die Familie Rihs ist entzweit
7

Es waren die Behauptungen Brülharts, welche die Erben von Andy Rihs dazu bewogen haben, nun ebenfalls an die Öffentlichkeit zu treten. «Wir wollten den Streit nie medial führen», schreiben Tobias und Oliver Rihs in ihrer Stellungnahme. «Denn wir wollten keinen öffentlichen Streit, und vor allem wollten wir YB und seine Fans schützen.» Doch nun habe Marcel Brülhart «mit faktisch falschen Informationen sowie ungenauen und manipulierenden Äusserungen» ein schlechtes Licht auf sie geworfen.
Schwer zu verdauen ist für Tobias und Oliver Rihs auch das Vorgehen ihres Onkels. «Nebst dem, dass wir der Überzeugung sind, dass unser Onkel als Willensvollstrecker das Testament unseres Vaters eigennützig missbraucht hat, zeugt die Form, wie er hinter unserem Rücken uns die Mehrheitsanteile enteignet hat, von einer verletzenden Respektlosigkeit», schreiben sie. Es sei «schmerzhaft, dass der Familienzusammenhalt nun durch diese unschönen Ereignisse so stark in Mitleidenschaft gezogen wurde».

St.Jakobs Park
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von St.Jakobs Park »

Danke Lalo86 😊

Chrisixx
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Chrisixx »

Man würde meinen, dass solche Insichgeschäfte illegal sein müssten?  :confused:

Leowin
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Leowin »

Drei Milliardäre streiten sich um ein paar Milionen. Auf dem Rücken eines Fussballclubs. Spannend.

badcop
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von badcop »

Ein fader Beigeschmack dass DD bei YB nicht eingestiegen sein sollte weil es ihm eine Nummer zu gross war. Ja sind wir ein Provinzklub oder was? Und hat er vor uns nicht auch schon bei GC das gleiche Versucht ?

scharteflue
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von scharteflue »

Spannend.
Wir hatten ja unsere eigene Soap Opera damals mit Burgi und dem Übergang zu Degen.

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Basilou
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Basilou »

badcop hat geschrieben: 29.03.2026, 15:11 Ein fader Beigeschmack dass DD bei YB nicht eingestiegen sein sollte weil es ihm eine Nummer zu gross war. Ja sind wir ein Provinzklub oder was?
Na ja, damals war YB schon noch erfolgreicher als jetzt, und wir waren "dank" Burgener & Co. vor allem eines, nämlich am Arsch. Oder DD's finanzielle Verhältnisse hatten sich in der Zwischenzeit geändert. Jedenfalls, man kann von ihm halten was man will, aber dass er uns von dem Seuchenvogel Burgener erlöst hat, dafür werde ich ihm immer dankbar sein.

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Seedorf
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Seedorf »

badcop hat geschrieben: 29.03.2026, 15:11 Ein fader Beigeschmack dass DD bei YB nicht eingestiegen sein sollte weil es ihm eine Nummer zu gross war. Ja sind wir ein Provinzklub oder was? Und hat er vor uns nicht auch schon bei GC das gleiche Versucht ?

Schlauberger hat nicht bemerkt das dass Wankdorfstadion auch noch zum AG Paket dazu gehört,
 

Usswärtsfahrer
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Usswärtsfahrer »

Basilou hat geschrieben: 29.03.2026, 16:34
badcop hat geschrieben: 29.03.2026, 15:11 Ein fader Beigeschmack dass DD bei YB nicht eingestiegen sein sollte weil es ihm eine Nummer zu gross war. Ja sind wir ein Provinzklub oder was?
Na ja, damals war YB schon noch erfolgreicher als jetzt, und wir waren "dank" Burgener & Co. vor allem eines, nämlich am Arsch. Oder DD's finanzielle Verhältnisse hatten sich in der Zwischenzeit geändert. Jedenfalls, man kann von ihm halten was man will, aber dass er uns von dem Seuchenvogel Burgener erlöst hat, dafür werde ich ihm immer dankbar sein.

Ja, ich auch.

Für mehr als eine Minderheitsbeteiligung hätte Daves Kohle bei YB wohl kaum gereicht zu dem Zeitpunkt, wenn er beim FCB schon "all in" gegangen ist, das war ja wesentlich weniger (weisses nicht mehr, 16 Mio.?). Und: das Risiko war beim FCB ungleich grösser, im zweiten Coronajahr einen finanziell schwer angeschlagenen Verein zu übernehmen ist eine ganz andere Nummer.

Mittenza
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Mittenza »

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 29.03.2026, 18:50
Basilou hat geschrieben: 29.03.2026, 16:34
badcop hat geschrieben: 29.03.2026, 15:11 Ein fader Beigeschmack dass DD bei YB nicht eingestiegen sein sollte weil es ihm eine Nummer zu gross war. Ja sind wir ein Provinzklub oder was?
Na ja, damals war YB schon noch erfolgreicher als jetzt, und wir waren "dank" Burgener & Co. vor allem eines, nämlich am Arsch. Oder DD's finanzielle Verhältnisse hatten sich in der Zwischenzeit geändert. Jedenfalls, man kann von ihm halten was man will, aber dass er uns von dem Seuchenvogel Burgener erlöst hat, dafür werde ich ihm immer dankbar sein.

Ja, ich auch.

Für mehr als eine Minderheitsbeteiligung hätte Daves Kohle bei YB wohl kaum gereicht zu dem Zeitpunkt, wenn er beim FCB schon "all in" gegangen ist, das war ja wesentlich weniger (weisses nicht mehr, 16 Mio.?). Und: das Risiko war beim FCB ungleich grösser, im zweiten Coronajahr einen finanziell schwer angeschlagenen Verein zu übernehmen ist eine ganz andere Nummer.

Allen voran ist es doch eine reine Annahme von Thomas Borer, dass der Deal zu gross gewesen sei für Degen?

Hier von Fadenbeigeschmack zu sprechen weil irgend ein Hübi irgendwas über Degen behauptet ist doch auch lächerlich.

Ich behaupte mal Degen hat den Deal abgelehnt, weil ihm die Farben der Stühle im Stadion nicht gepasst hatten.

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Domingo
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Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Domingo »

Mittenza hat geschrieben:
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 29.03.2026, 18:50
Basilou hat geschrieben: 29.03.2026, 16:34

Ich behaupte mal Degen hat den Deal abgelehnt, weil ihm die Farben der Stühle im Stadion nicht gepasst hatten.
tja, wenn ich sehe, wie das A grau und grauer wird, wage ich das zu bezweifeln - Dave (&Co) dürften Farben offenbar ziemlich egal sein, Hauptsache der Preis stimmt
Wenn Du redest, muss Deine Rede besser sein, als es Dein Schweigen gewesen wäre

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Stobologyth
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Stobologyth »

Mittenza hat geschrieben: 30.03.2026, 08:10
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 29.03.2026, 18:50
Basilou hat geschrieben: 29.03.2026, 16:34
Na ja, damals war YB schon noch erfolgreicher als jetzt, und wir waren "dank" Burgener & Co. vor allem eines, nämlich am Arsch. Oder DD's finanzielle Verhältnisse hatten sich in der Zwischenzeit geändert. Jedenfalls, man kann von ihm halten was man will, aber dass er uns von dem Seuchenvogel Burgener erlöst hat, dafür werde ich ihm immer dankbar sein.

Ja, ich auch.

Für mehr als eine Minderheitsbeteiligung hätte Daves Kohle bei YB wohl kaum gereicht zu dem Zeitpunkt, wenn er beim FCB schon "all in" gegangen ist, das war ja wesentlich weniger (weisses nicht mehr, 16 Mio.?). Und: das Risiko war beim FCB ungleich grösser, im zweiten Coronajahr einen finanziell schwer angeschlagenen Verein zu übernehmen ist eine ganz andere Nummer.

Allen voran ist es doch eine reine Annahme von Thomas Borer, dass der Deal zu gross gewesen sei für Degen?

Hier von Fadenbeigeschmack zu sprechen weil irgend ein Hübi irgendwas über Degen behauptet ist doch auch lächerlich.

Ich behaupte mal Degen hat den Deal abgelehnt, weil ihm die Farben der Stühle im Stadion nicht gepasst hatten.
Du hast dich verlesen. Borer hatte nichts mit Degen zu tun, Borer wollte Ölscheichs nach Bern bringen.

Mir scheint dass DD schon länger mit dem Gedanken spielte einen Fussballclub zu führen. Was jetzt auch nicht so schlecht ist. Lieber einer, der sich seit Jahren etwas überlegt hat statt einer, dem der Klub zufällt wie die das Kinde zur Jungfrau.
 

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maradoo
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von maradoo »

badcop hat geschrieben: 29.03.2026, 15:11 Ein fader Beigeschmack dass DD bei YB nicht eingestiegen sein sollte weil es ihm eine Nummer zu gross war. Ja sind wir ein Provinzklub oder was? Und hat er vor uns nicht auch schon bei GC das gleiche Versucht ?

Naja, gemäss Artikel wollten die ja gegen die 140mio...

Mittenza
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Mittenza »

Stobologyth hat geschrieben: 30.03.2026, 09:23
Mittenza hat geschrieben: 30.03.2026, 08:10
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 29.03.2026, 18:50

Ja, ich auch.

Für mehr als eine Minderheitsbeteiligung hätte Daves Kohle bei YB wohl kaum gereicht zu dem Zeitpunkt, wenn er beim FCB schon "all in" gegangen ist, das war ja wesentlich weniger (weisses nicht mehr, 16 Mio.?). Und: das Risiko war beim FCB ungleich grösser, im zweiten Coronajahr einen finanziell schwer angeschlagenen Verein zu übernehmen ist eine ganz andere Nummer.

Allen voran ist es doch eine reine Annahme von Thomas Borer, dass der Deal zu gross gewesen sei für Degen?

Hier von Fadenbeigeschmack zu sprechen weil irgend ein Hübi irgendwas über Degen behauptet ist doch auch lächerlich.

Ich behaupte mal Degen hat den Deal abgelehnt, weil ihm die Farben der Stühle im Stadion nicht gepasst hatten.
Du hast dich verlesen. Borer hatte nichts mit Degen zu tun, Borer wollte Ölscheichs nach Bern bringen.

Mir scheint dass DD schon länger mit dem Gedanken spielte einen Fussballclub zu führen. Was jetzt auch nicht so schlecht ist. Lieber einer, der sich seit Jahren etwas überlegt hat statt einer, dem der Klub zufällt wie die das Kinde zur Jungfrau.
 
Stimmt es war der Wechsler, die die Aussage über Degen tätigte.

Basler Beobachter
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Besitzerwechsel beim FC Basel

Beitrag von Basler Beobachter »

„The Trump Organization“, geleitet von Donald Trump Junior und Eric Trump, beides Söhne des amtierenden US-Präsidenten, übernimmt ab morgen den FC Basel. Dazu David Degen: "Ich freue mich, den FC Basel in solvente und potente Hände zu übergeben". 
Weil mit einem grossen Publikumsinteresse zu rechnen ist, wird morgen Mittwoch um 10.00 Uhr eine Pressekonferenz im St. Jakob-Park abgehalten werden. Die Fans sind alle eingeladen. Der Eintritt ist frei. Wegen den Schulferien wird mit vielen jugendlichen FCB-Fans gerechnet, die die historische Übergabe live miterleben wollen. 
Auf die Frage, warum er denn so plötzlich den FCB in andere Hände übergibt, meinte David Degen, der Verkauf sei seit Mitte 2025 geplant gewesen. Um öffentliche Unruhen gar nicht erst aufkommen zu lassen, hielt man alle Informationen der Öffentlichkeit fern. Da gestern alle neuen Verträge unterschrieben wurden, wird nun die Öffentlichkeit morgen Mittwoch ausführlich informiert. Es handelt sich zudem um ein Datum, welches von Natur aus ideal ist, solche nicht erwartete Tatsachen bekannt zu geben. Um es vorwegzunehmen, David Degen hat zuerst versucht, den FCB in regionale Hände zu geben. Aber sowohl in der Region Basel als auch in der restlichen Schweiz war niemand bereit, so viel Geld in den FCB zu investieren. Durch einen Mittelsmann konnte man den Kontakt mit „The Trump Organization“ herstellen. Diese Institution war von Beginn an sehr interessiert. Insider befürchten jedoch, dass der FCB für zahlreiche finanzielle Eskapaden seitens des Trump-Clans missbraucht werden könnte. Donald Junior und Eric Trump haben hingegen versichert, dass dies nicht der Fall sein wird und dass sie planen, mit jährlich 200 Millionen US Dollars à fonds perdu den FC Basel "great again" machen werden. 

Ich persönlich habe Zweifel daran, dass „The Trump Organization“ der richtige Besitzer für den FC Basel ist. Dummerweise habe ich keine Zeit, morgen Mittwoch um 10.00 Uhr der Pressekonferenz im St.Jakob-Park beizuwohnen, weil ich gleichzeitig mit einem Kollegen schon vor Tagen zum Minigolf abgemacht habe. Ich kann mich aber morgen Nachmittag über die Geschehnisse an der Pressekonferenz informieren.

imoht_1893
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Re: Besitzerwechsel beim FC Basel

Beitrag von imoht_1893 »

Basler Beobachter hat geschrieben: 31.03.2026, 09:34  
Du bist ja ein ganz lustiger. Auch wen morgen der 1. April ist, ist es doch eher peinlich einen solchen "Witz" zu verfassen. Der ist so schlecht, dass ihn nicht mal ein Kind glaubt. 
 

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Goldust
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Goldust »

Basilou hat geschrieben: 29.03.2026, 16:34
badcop hat geschrieben: 29.03.2026, 15:11 Ein fader Beigeschmack dass DD bei YB nicht eingestiegen sein sollte weil es ihm eine Nummer zu gross war. Ja sind wir ein Provinzklub oder was?
Na ja, damals war YB schon noch erfolgreicher als jetzt, und wir waren "dank" Burgener & Co. vor allem eines, nämlich am Arsch. Oder DD's finanzielle Verhältnisse hatten sich in der Zwischenzeit geändert. Jedenfalls, man kann von ihm halten was man will, aber dass er uns von dem Seuchenvogel Burgener erlöst hat, dafür werde ich ihm immer dankbar sein.


burgeners fehler war es, dass er sich in diesem metier nicht auskannte und sich auf die falschen, völlig inkompetenten leute verlassen hat. natürlich hat er nicht immer richtig gehandelt. aber man darf nicht vergessen, dass es primär (nicht ausschliesslich, aber vor allem) streller war, der in zwei jahren rund 80 millionen verpulvert hatte und uns in die lage gebracht hat, in der der verein war. klar, heri hats danach auch brutal vergeigt. aber am ursprung der probleme stand vor allem die finanzielle misere und an dieser trägt pippi die hauptschuld. sowohl finanziell als auch sportstrategisch war er halt in keinster weise kompetent für diesen job. aber er ist halt der heilige könig von basel und darum wird weiterhin ausschliesslich auf burgener rumgehackt. 

Stobologyth
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Re: Besitzerwechsel beim FC Basel

Beitrag von Stobologyth »

imoht_1893 hat geschrieben: 31.03.2026, 10:07
Basler Beobachter hat geschrieben: 31.03.2026, 09:34  
Du bist ja ein ganz lustiger. Auch wen morgen der 1. April ist, ist es doch eher peinlich einen solchen "Witz" zu verfassen. Der ist so schlecht, dass ihn nicht mal ein Kind glaubt. 


Lass diesem Trumpversteher seinen Fetisch.

Basler Beobachter
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Re: Besitzerwechsel beim FC Basel

Beitrag von Basler Beobachter »

Stobologyth hat geschrieben: 31.03.2026, 10:20
imoht_1893 hat geschrieben: 31.03.2026, 10:07
Basler Beobachter hat geschrieben: 31.03.2026, 09:34  
Du bist ja ein ganz lustiger. Auch wen morgen der 1. April ist, ist es doch eher peinlich einen solchen "Witz" zu verfassen. Der ist so schlecht, dass ihn nicht mal ein Kind glaubt. 

Lass diesem Trumpversteher seinen Fetisch.
Trumps widersprüchliches, wetterfahnenhaftes und wendehalsiges Benehmen eignet sich gut für Ironie. 
 

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