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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 11.03.2026, 22:48
von Pro Sportchef bim FCB
Tsunami hat geschrieben: 11.03.2026, 22:26 Bullshit! Auch wenn man dies 100 Mal erwähnt wird es nicht wahrer. Natürlich braucht es Solar-, Wind und Wasserenergie. Aber es wird nicht reichen!

Quelle? Begründung? Fakten?

Warum haben es dann andere Länder hinbekommen? Lügen die? Betrügen die?

Dank deinem Irrglauben haben wir weiterhin: Energie aus Lobbyismus und Ideologie! Teuer, abhängig vom Ausland! Anfällig gegenüber internationaler Krisen.

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 00:46
von Basilou
Tsunami hat geschrieben: 11.03.2026, 22:26 Bullshit! Auch wenn man dies 100 Mal erwähnt wird es nicht wahrer. Natürlich braucht es Solar-, Wind und Wasserenergie. Aber es wird nicht reichen!
Da würde es mich nun ebenfalls sehr interessieren, wie Du diese Aussage belegst.

Klar würde es nicht reichen, wenn der Bundesrat morgen früh alle AKW-Betreiber anruft und sagt, "so, jetzt drückt Ihr alle mal den Stop-Knopf!". :rolleyes:

Aber wieso sollte es in dem Zeithorizont, bis ein neues AKW geplant, gebaut und am Netz wäre, nicht reichen, entsprechende Kapazitäten an erneuerbaren Energien aufzubauen?

Mir ist AKW-Strom lieber als aus Kohlekraftwerken. 
Ich dachte wir reden von der Situation in der Schweiz, wo Kohlekraftwerke eh kein Thema sind. Aber okay, kann man so sehen. Mit dem Kohlekraftwerk holt man sich ein CO2- und damit ein Klimaproblem. Mit dem AKW holt man sich ein potenzielles Sicherheits- sowie ein Abfall-Problem. Das Risiko eines Nuklearunfalls kann man auf technischer Ebene zumindest deutlich minimieren. Aber beim Problem der Endlagerung hoch radioaktiver Abfälle behaupte ich weiterhin, das ist nicht "ungelöst", sondern unlösbar.

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 01:12
von Somnium
Und Uran ist endlich! Nicht irgendwann, sondern bald. Und dann wird es richtig teuer: Schon in den 30ern könnte es pessimistischen Prognosen gemäss zur Verknappung kommen wenn die Nachfrage steigt. Dann müssten heute unrentable Lagerstätten mit höheren Preisen auf dem Markt subventioniert werden.

Und wenn es hart auf hart kommt, wird die Schweiz einfach nicht mehr berücksichtigt. Man stelle sich vor, das passiert mitten in der Neubau-Realisierung…

Und wenn man schon auf einen AKW-Neubau setzen will: Ein EU-Beitritt wäre da mal die erste Voraussetzung für. Weil:

Allein die EU hatte 2021 einen Bedarf von 11.975 tU, was ca. 18 % des Weltmarktbedarfs entsprach.

https://de.wikipedia.org/wiki/Uranwirtschaft


Man stelle sich das vor: Die SVP macht sich für einen EU-Beitritt stark, damit sie ein neues AKW gebaut bekommt.

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 06:24
von Basler Beobachter
Somnium hat geschrieben: 11.03.2026, 12:32 Die (rechts)bürgerlichen Rosstäuscher hassen nichts mehr, als Energiegewinnung durch Sonne und Wind.
In stockkonservativen Regionen der Schweiz sieht mit viele Solaranlagen auf den Dächern.

Entlang der Autobahnen, wo Solaranlagen eine Landschaft nicht noch hässlicher machen, sieht man keine Solaranlagen. 

Vorausgesetzt, dass man den elektrischen Strom überhaupt so lange speichern kann, bis er gebraucht wird, könnte man ganz allgemein die Solaranlagen dort ausbauen, wo es Sinn macht, statt Landschaften zu verschandeln. 

Sinn macht es entlang der Autobahnen, auf Industriedächern, über Parkings (z.B. auf dem obersten Stock des Joggeli-Parkings).

Es sollte doch möglich sein, Sonnenkollektoren in Naturfarbe herzustellen. Das würde Dorf- und Stadtbilder nicht verschandeln. 

AKWs von mir aus nicht verbieten, aber auch nicht subventionieren. Sollte Atomstrom teurer sein, werden eh keine AKWs gebaut. Sollte er aber billiger sein, dann werden sie gebaut. 

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 08:12
von Tsunami
Basilou hat geschrieben: 12.03.2026, 00:46
Tsunami hat geschrieben: 11.03.2026, 22:26 Bullshit! Auch wenn man dies 100 Mal erwähnt wird es nicht wahrer. Natürlich braucht es Solar-, Wind und Wasserenergie. Aber es wird nicht reichen!
Da würde es mich nun ebenfalls sehr interessieren, wie Du diese Aussage belegst.

Klar würde es nicht reichen, wenn der Bundesrat morgen früh alle AKW-Betreiber anruft und sagt, "so, jetzt drückt Ihr alle mal den Stop-Knopf!". :rolleyes:

Aber wieso sollte es in dem Zeithorizont, bis ein neues AKW geplant, gebaut und am Netz wäre, nicht reichen, entsprechende Kapazitäten an erneuerbaren Energien aufzubauen?
Mir ist AKW-Strom lieber als aus Kohlekraftwerken. 
Ich dachte wir reden von der Situation in der Schweiz, wo Kohlekraftwerke eh kein Thema sind. Aber okay, kann man so sehen. Mit dem Kohlekraftwerk holt man sich ein CO2- und damit ein Klimaproblem. Mit dem AKW holt man sich ein potenzielles Sicherheits- sowie ein Abfall-Problem. Das Risiko eines Nuklearunfalls kann man auf technischer Ebene zumindest deutlich minimieren. Aber beim Problem der Endlagerung hoch radioaktiver Abfälle behaupte ich weiterhin, das ist nicht "ungelöst", sondern unlösbar.
1. Die Studien gingen durch den Blätterwald als das Thema von der Strommangellage die Rede war. Und die Studie kamen nicht aus SVP Kreisen. Ich habe sie jetzt nicht zur Hand und habe auch keine Zeit diese zu suchen. Aber diese Studien und in Zukunft auch Aktuellere werden folgen.

2. Die aktuellen AKWs dürften bis ca. 2035 - 2040 weiter betrieben.

3. Warum wurde die Initiative vor 3 Tagen mit über 70% verworfen? Es gibt das wünschbare und das machbare Szenario.

4. Nochmals: Woher willst du den Strom beziehen, wenn wir ab 2045 - 2050 nicht genügend Strom haben? Den Atomstrom aus dem Ausland? Und wenn diese ihn selber benötigen? Oder wählst du die Hoffnungsstrategie, dass es schon gut kommen mag?

Glaube mir: Mir wäre es mit Abstand auch am smpathischsten, wenn die Solar- und Wasserenergie ausreichen würde und wir auf Öl-, Kohle- und Atomstrom verzichten könnten. Und am liebsten ab sofort. Aber so weit sind wir eben noch lange nicht.

@ Somnium: Ja, Uran ist endlich. Und hässlich zugleich. Gleich wie Öl.  Die Atomkraftwerke sollen ja auch nicht auf Ewigkeiten betrieben werden. Sobald wir in der Lage sind, selber genügend (grünen) Strom zu produzieren, und zwar gesichert, muss selbstverständlich schnellstmöglich auf den Atomstrom verzichtet werden. 


 

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 08:18
von Tsunami
Basler Beobachter hat geschrieben: 12.03.2026, 06:24
Somnium hat geschrieben: 11.03.2026, 12:32 Die (rechts)bürgerlichen Rosstäuscher hassen nichts mehr, als Energiegewinnung durch Sonne und Wind.
Es sollte doch möglich sein, Sonnenkollektoren in Naturfarbe herzustellen. Das würde Dorf- und Stadtbilder nicht verschandeln. 

Es sollte nicht nur möglich sein, es IST möglich. Und wer hat's erfunden?
https://www.solaxess.ch/en/produit-avantages/

Das Problem ist eben, dass die eingefärbten Panels nicht so effektiv sind, z.B die Ziegelsteinfarbenen.
 

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 09:45
von Somnium
@Tsunami

Wusste nicht, dass man für Öl Endlager für eine Million Jahre braucht?!?

Würde der Staat, die EU, nicht subventionieren, wäre Atomstrom heute schon unbezahlbar. Und wenn man jetzt sieht, was mit den jahrelangen Gewinnen passiert ist und wer die Kosten für den Rückbau bezahlt…

Und nochmals: Solange die Schweiz nicht wenigstens vollwertiger Teil der EU ist, müssen wir nicht über einen Neubau diskutieren. Wir sind am Ende der Nahrungskette was das Uran betrifft. Finnland, die tatsächlich neubauen, ist in der Zwischenzeit Mitglied geworden…

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 12:43
von Basilou
Basler Beobachter hat geschrieben: 12.03.2026, 06:24 In stockkonservativen Regionen der Schweiz sieht mit viele Solaranlagen auf den Dächern.

Entlang der Autobahnen, wo Solaranlagen eine Landschaft nicht noch hässlicher machen, sieht man keine Solaranlagen. 
OK, aber Du vergleichst jetzt private mit öffentlichen Anlagen. Wenn man Steuergelder ausgeben soll für "diese linksgrüne Ideologie", dann ist der SVP-Wähler natürlich dagegen. Wenn der SVP-Einfamilienhausbesitzer die eigene Rechnung macht und sieht dass er mit einer Solaranlage auf dem Dach Stromkosten sparen kann, dann ist das Portemonnaie doch wieder wichtiger als die Ideologie.

AKWs von mir aus nicht verbieten, aber auch nicht subventionieren. Sollte Atomstrom teurer sein, werden eh keine AKWs gebaut. Sollte er aber billiger sein, dann werden sie gebaut.
Kann man von mir aus so machen. Wenn man beim Atomstrom auch die Kosten für den Rückbau, sowie die Kosten für die Endlagerung der radioaktiven Abfälle berücksichtigt, dann ist die Frage, ob Atomstrom rentiert, sowieso eine rhetorische.


Tsunami hat geschrieben: 12.03.2026, 08:12 1. Die Studien gingen durch den Blätterwald als das Thema von der Strommangellage die Rede war. Und die Studie kamen nicht aus SVP Kreisen. Ich habe sie jetzt nicht zur Hand und habe auch keine Zeit diese zu suchen. Aber diese Studien und in Zukunft auch Aktuellere werden folgen.
Schade. Ich leider auch nicht. Vor allem hätte mich interessiert, aus welchem Jahr diese Studien sind. Gerade im Photovoltaik-Bereich (inkl. Speicher) sind ja sowohl die technischen als auch die preislichen Entwicklungen allein in den letzten 5-10 Jahren enorm.

2. Die aktuellen AKWs dürften bis ca. 2035 - 2040 weiter betrieben.
Eben. Also haben wir schon mal 10 Jahre Zeit, um für die Zeit danach "aufzurüsten".

3. Warum wurde die Initiative vor 3 Tagen mit über 70% verworfen?
Siehe oben: Weil es den Staat (und damit letztlich den Steuerzahler) viel Geld kostet. Sicher nicht aus technischen Gründen.

4. Nochmals: Woher willst du den Strom beziehen, wenn wir ab 2045 - 2050 nicht genügend Strom haben? Den Atomstrom aus dem Ausland? Und wenn diese ihn selber benötigen? Oder wählst du die Hoffnungsstrategie, dass es schon gut kommen mag?
Nochmals: Erneuerbare Energien, insbesondere Photovoltaik inkl. Batteriespeicher, ausbauen.

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 13:26
von Tsunami
Basilou hat geschrieben: 12.03.2026, 12:43
Basler Beobachter hat geschrieben: 12.03.2026, 06:24  
 
 
 
Tsunami hat geschrieben: 12.03.2026, 08:12 1. Die Studien gingen durch den Blätterwald als das Thema von der Strommangellage die Rede war. Und die Studie kamen nicht aus SVP Kreisen. Ich habe sie jetzt nicht zur Hand und habe auch keine Zeit diese zu suchen. Aber diese Studien und in Zukunft auch Aktuellere werden folgen.
Schade. Ich leider auch nicht. Vor allem hätte mich interessiert, aus welchem Jahr diese Studien sind. Gerade im Photovoltaik-Bereich (inkl. Speicher) sind ja sowohl die technischen als auch die preislichen Entwicklungen allein in den letzten 5-10 Jahren enorm.
2. Die aktuellen AKWs dürften bis ca. 2035 - 2040 weiter betrieben.
Eben. Also haben wir schon mal 10 Jahre Zeit, um für die Zeit danach "aufzurüsten".
3. Warum wurde die Initiative vor 3 Tagen mit über 70% verworfen?
Siehe oben: Weil es den Staat (und damit letztlich den Steuerzahler) viel Geld kostet. Sicher nicht aus technischen Gründen.
4. Nochmals: Woher willst du den Strom beziehen, wenn wir ab 2045 - 2050 nicht genügend Strom haben? Den Atomstrom aus dem Ausland? Und wenn diese ihn selber benötigen? Oder wählst du die Hoffnungsstrategie, dass es schon gut kommen mag?
Nochmals: Erneuerbare Energien, insbesondere Photovoltaik inkl. Batteriespeicher, ausbauen.
1: Wann war die Strommangellage? Vor 2 Jahren? Dann wäre die Studie 2 Jahre alt.
2: Ja, ca. 10 Jahre. Natürlcih wird es mit der erneuerbare Energie vorwärts gehen. Hoffentlich auch.
3. Genau. Ich will nicht ausschliessen, dass wir bis im 2050 im Sommer genügend Strom produzieren könnten, wenn alles ideal läuft. Das Problem sind aber die Wintermonate mit dem Flatterstrom.
4. Batteriespeicher wären der Game Changer, falls diese kostentechnisch einigermassen betrieben werden können. Aber wenn die Energie im Winter doch nicht ausreicht? Oder schliesst du dies kategorisch aus?

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 14:13
von Tsunami
Somnium hat geschrieben: 12.03.2026, 09:45 @Tsunami

Und nochmals: Solange die Schweiz nicht wenigstens vollwertiger Teil der EU ist, müssen wir nicht über einen Neubau diskutieren. Wir sind am Ende der Nahrungskette was das Uran betrifft. Finnland, die tatsächlich neubauen, ist in der Zwischenzeit Mitglied geworden…
Kannst du den fett markierten Teil bitte erläutern? Ich verstehe den Zusammenhang nicht.

Uran: Wie meinst du das? Dass Uran bis in 40 Jahren knapp sein wird und nurdann nur noch EU-Mitglieder Uran kaufen dürfen?

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 14:48
von Somnium
@Tsunami

Ist eine Frage der Abbaukosten. Irgendwann (2040 oder später) werden die heute unrentablen Lagerstätten ausgebeutet werden müssen, um noch Uran zu fördern. Und das kostet.

Und wenn du als Schweiz dann etwas abhaben willst und nicht in einem Verbund bist…

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 17:44
von Basilou
Tsunami hat geschrieben: 12.03.2026, 13:26 1: Wann war die Strommangellage? Vor 2 Jahren? Dann wäre die Studie 2 Jahre alt.
Hatten wir eine? ;)
Die Befürchtung, es könnte eine eintreten, war im Herbst 2022, also vor 3½ Jahren. Aber ich muss zugeben, meine Erinnerung meinte fälschlicherweise, das wäre noch länger her (weiss nicht wieso, aber irgendwie habe ich das mit Corona anstatt dem Ukrainekrieg in Verbindung gebracht).

3. Genau. Ich will nicht ausschliessen, dass wir bis im 2050 im Sommer genügend Strom produzieren könnten, wenn alles ideal läuft. Das Problem sind aber die Wintermonate mit dem Flatterstrom.
Die Frage ist halt was "genügend" heisst. Wir beziehen ja jetzt zeitenweise auch Strom aus dem Ausland. Ich meinte prinzipiell nur, dass erneuerbare Energien die AKWs ablösen könnten, aber nicht zwingend dass sie die Schweiz vollkommen autark machen könnten.

4. Batteriespeicher wären der Game Changer, falls diese kostentechnisch einigermassen betrieben werden können. Aber wenn die Energie im Winter doch nicht ausreicht? Oder schliesst du dies kategorisch aus?
Ich schliesse nichts kategorisch aus, aber die Tatsache dass die grossen Batteriespeicher in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schiessen (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... er_Schweiz), lässt mich annehmen dass diese kostentechnisch sinnvoll machbar sind, und lässt mich optimistisch sein dass wir da in 10 oder 20 Jahren nochmals ein grosses Stück weiter sein werden.

Und dazu kommen dann noch die Speicher der ebenfalls zunehmenden privaten PV-Anlagen. Meine Idealvorstellung ist, dass immer mehr Privathaushalte dank Photovoltaik einen Teil ihres Bedarfs selber decken können und von der Strommenge, die wir aktuell verbrauchen, dann ein grösserer Teil für Öffentlichkeit und Industrie zur Verfügung steht.

Und last but not least: Wieso reden wir eigentlich immer nur darüber wieviel Strom wie produzieren können und müssen, und nicht darüber wieviel Strom wir verbrauchen? Da liegt auch noch ziemlich viel Potential brach. Wobei, was ich zugegebenermassen relativ schlecht einschätzen kann, ist die Geschwindigkeit beim Ausbau der E-Mobilität und der damit zusammenhängende Anstieg des Strombedarfs.

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 18:50
von NewTornado
Basilou hat geschrieben: 12.03.2026, 17:44 Wobei, was ich zugegebenermassen relativ schlecht einschätzen kann, ist die Geschwindigkeit beim Ausbau der E-Mobilität und der damit zusammenhängende Anstieg des Strombedarfs.

Der Strombedarf für die aktuell gefahrenen Autokilometer(rund 54Mia Kilometer, gemäss Statistik) würden rund 10 Terawatt Strom benötigen, was rund 15% der letztjährigen Stromproduktion entspricht. Nicht abgezogen davon, der ganze Strom welcher für die ganze Treibstofflogistik gebraucht wird und das ist nicht wenig. 

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 18:56
von NewTornado
Basilou hat geschrieben: 12.03.2026, 17:44
. Batteriespeicher wären der Game Changer, falls diese kostentechnisch einigermassen betrieben werden können. Aber wenn die Energie im Winter doch nicht ausreicht? Oder schliesst du dies kategorisch aus?
Ich schliesse nichts kategorisch aus, aber die Tatsache dass die grossen Batteriespeicher in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schiessen (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... er_Schweiz), lässt mich annehmen dass diese kostentechnisch sinnvoll machbar sind, und lässt mich optimistisch sein dass wir da in 10 oder 20 Jahren nochmals ein grosses Stück weiter sein werden.

Die Batteriekapazitäten tönen nach viel, machen aber aktuell (wenn ich die Kapazitäten gemäss Wikipedia addiere) nicht mal 0.5% des täglichen Strombedarfs aus. Für den Winterstrom braucht es definitiv nochmals ein paar grosse Pumpspeicherkraftwerke mit entsprechenden Volumen oder halt Technologien wie Power to Gas etc. 


Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 20:35
von Pro Sportchef bim FCB
Basilou hat geschrieben: 12.03.2026, 17:44 Die Frage ist halt was "genügend" heisst. Wir beziehen ja jetzt zeitenweise auch Strom aus dem Ausland.
Ist das nicht in erster Linie der Fall, um die Gewinne der Stromproduzenten zu maximieren?
Strom dann aus dem Ausland holen, wenn er billig ist? Strom dann ins Ausland verkaufen, wenn er teuer ist?
Meines Wissens wird dies sehr umfangreich gemacht.
Netto importieren wir glaube ich gar nicht so viel. Nichts unlösbares zumindest. Kenne aber die genauen Zahlen nicht.

Ich meinte prinzipiell nur, dass erneuerbare Energien die AKWs ablösen könnten, aber nicht zwingend dass sie die Schweiz vollkommen autark machen könnten.
Aber warum denn nicht? Wenn andere Länder das schon längstens können? Vergleichbare Länder? Wobei, das stimmt ja nicht einmal.
Das eine Land nutzt nicht mal Solarenergie (ist im Winter auch stockdunkel dort) und hat die höchste Verbreitung von E-Autos (weltweit?)
Das andere ist deutlich weniger vermögend als wir und hats trotzdem geschafft.

Leider hat User Tsunami zwar mit seinem "Bullshit" laut auf den Tisch gehauen, eine Antwort mit Fakten konnte er/sie dann aber nicht liefern. Schade.
Es fehlt also weiterhin eine plausible Begründung, warum er/sie teuren Strom, Abhängigkeit vom Ausland und endliche Rohstoffe möchte. Man kann dann halt wirklich nur von Ideologie oder Lobbyismus sprechen...

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 21:27
von Tsunami
Pro Sportchef bim FCB hat geschrieben: 12.03.2026, 20:35
Basilou hat geschrieben: 12.03.2026, 17:44 Die Frage ist halt was "genügend" heisst. Wir beziehen ja jetzt zeitenweise auch Strom aus dem Ausland.
 
Ich meinte prinzipiell nur, dass erneuerbare Energien die AKWs ablösen könnten, aber nicht zwingend dass sie die Schweiz vollkommen autark machen könnten.


Leider hat User Tsunami zwar mit seinem "Bullshit" laut auf den Tisch gehauen, eine Antwort mit Fakten konnte er/sie dann aber nicht liefern. Schade.

Du hast vermutlich nicht verstanden, zu welcher Aussage dieses "Bullshit" galt:

"Die (rechts)bürgerlichen Rosstäuscher hassen nichts mehr, als Energiegewinnung durch Sonne und Wind." was User Basilisk als "Exakt" befand.

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 12.03.2026, 22:08
von Somnium
Es gab in der Schweiz bisher keine Strommangellage.

Wenn es jemanden Interessiert das Thema: Hier ein Beitrag aus dem Jahr 2022 mit noch etwas integriertem Geschichtsunterricht:

https://www.swissinfo.ch/ger/wirtschaft ... 20Cameroni. (Abo-frei!)

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 13.03.2026, 11:46
von Somnium
Und wem das Känguru und Marc-Uwe zu humorig sind, das hier ist nicht lustig:

https://www.instagram.com/reel/DVyF3F3CNjJ/?igsh=

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 14.03.2026, 13:21
von Somnium
Für was nochmals steht die CVP? Wendehalsigkeit?

https://ibb.co/bgtz1P2b


(Und dann werden deren dermassen rückständige und korrupten und bigotten Leute auch noch immer wieder gewählt. Man sollte wirklich wieder mal die Guillotinen fetten…)

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 16.03.2026, 08:56
von ch-maggot
Schon traurig, wie viele Leute hierzulande diese Trottelparteien wählen. Wermuth hatte wieder mal 100% recht mit der Aussage zur Geldsack-Neutralität.

Seit Freitag stuft der Bundesrat die Auseinandersetzung zwischen den USA und Israel sowie Iran als Krieg ein. Das passt der Wirtschaft nicht – sie fürchtet um das Exportgeschäft.

Link: Bundesrat spricht von «Krieg» – die Schweizer Wirtschaft hat gar keine Freude daran https://www.watson.ch/!970659524

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 16.03.2026, 11:45
von OutLander
Spannend - oder erschreckend - dass die 10-Millionen-Initiative offenbar nicht nur in der SVP-Bubble Anklang findet, sondern auch bei "anständigen" Menschen... :rolleyes:

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 16.03.2026, 12:53
von badandugly
OutLander hat geschrieben: 16.03.2026, 11:45 Spannend - oder erschreckend - dass die 10-Millionen-Initiative offenbar nicht nur in der SVP-Bubble Anklang findet, sondern auch bei "anständigen" Menschen... :rolleyes:
ohne zu werten, ganz sachlich: sobald in den Nachrichten etwas über Einbruch, Diebstahl, Drogenhandelringen und anderen leicht erkennbaren Delikten die Rede ist sind die Nationalitäten sehr häufig „nichtschweizer“. Daher wundert mich die Denkweise nicht, dem irgendwie entgegenhalten zu wollen,
und bevor mich hier Somnium in der Luft zerreisst: wenn Du ehrlich mit dir bist müsstest auch Du das nachvollziehen können. 
wie gesagt, keine Wertung. Und die Zeit drängt, wenn die Zustimmung steigen sollte, denn dann müssen schleunigst Vorschläge her wie das Gefühl dieses Bevölkerungsteils auch ohne Annahme dieser Scheinlösung verbessert wird.
 

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 16.03.2026, 12:58
von OutLander
badandugly hat geschrieben: 16.03.2026, 12:53
OutLander hat geschrieben: 16.03.2026, 11:45 Spannend - oder erschreckend - dass die 10-Millionen-Initiative offenbar nicht nur in der SVP-Bubble Anklang findet, sondern auch bei "anständigen" Menschen... :rolleyes:
ohne zu werten, ganz sachlich: sobald in den Nachrichten etwas über Einbruch, Diebstahl, Drogenhandelringen und anderen leicht erkennbaren Delikten die Rede ist sind die Nationalitäten sehr häufig „nichtschweizer“. Daher wundert mich die Denkweise nicht, dem irgendwie entgegenhalten zu wollen,
und bevor mich hier Somnium in der Luft zerreisst: wenn Du ehrlich mit dir bist müsstest auch Du das nachvollziehen können. 
wie gesagt, keine Wertung. Und die Zeit drängt, wenn die Zustimmung steigen sollte, denn dann müssen schleunigst Vorschläge her wie das Gefühl dieses Bevölkerungsteils auch ohne Annahme dieser Scheinlösung verbessert wird.


Das ist das Schlüsselwort. Was interessieren mich irgendwelche Gefühle? Ich halte mich an Fakten. Und dass der aktuelle Mangel z.B. an Wohnraum NICHT an der Migration liegt, ist ein Fakt. Genauso es es in Fakt ist, dass nicht die Migration "schuld" an den ständigen KK-Prämienerhöhungen ist...

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 16.03.2026, 13:43
von ch-maggot
OutLander hat geschrieben: 16.03.2026, 11:45 Spannend - oder erschreckend - dass die 10-Millionen-Initiative offenbar nicht nur in der SVP-Bubble Anklang findet, sondern auch bei "anständigen" Menschen... :rolleyes:
Es ist wohl eben auch ein Logistikproblem. Wenn man jedes Jahr um eine Stadt wie St. Gallen netto wächst, reicht es halt einfach nicht, Zürich-Bern mit dem Zug als Halbstunden-Takt und die Autobahnen grösstenteils 2-spurig zu haben. Von dem äusserst ausgedünnten Wohnungsmarkt sogar mal abgesehen. Man könnte 100% der Wohnungen subventioniert oder zur Kostendeckung vermieten und jeden Tag 5 Wolkenkratzer bauen, aber auf gefühlt jede Besenkammer bewerben sich 100te von EU-Studenten/Auswanderer, indische Google Expats und bulgarische Farmhelfer. Nebst all den Leuten aus der Schweiz, egal ob Studenten, die in die Stadt ziehen oder Rentnerpaare, deren Wohnung komplett saniert wird.

Zürich alleine könnte ohne Probleme, rein von der Nachfrage her, bis morgen oder nächste Woche locker auf 1.5-2 Millionen Leute wachsen.

Man soll sich als Land einfach mal einig werden. Entweder stehen die EU-Verträge und das Wirtschaftswachstum an oberster Stelle, dann soll man aber aus der Schweiz im Mittelland ein zweites Singapur machen mit Wolkenkratzern/massiv mehr Wohnungen, flächedeckend öV im Minutentakt, mehr Flughäfen, mehr Autobahnen etc. Und halt für 10 Jahre gefühlt 10% des BIP dafür aufwenden.

Oder man nimmt die Initiative an inkl. allen den bisher genannten Nebenwirkungen. Dann hat man halt keinen Job mehr wenn es dumm kommt, dafür etwas mehr Platz im öV oder auf der Strasse.

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 16.03.2026, 14:05
von Basilou
badandugly hat geschrieben: 16.03.2026, 12:53
OutLander hat geschrieben: 16.03.2026, 11:45 Spannend - oder erschreckend - dass die 10-Millionen-Initiative offenbar nicht nur in der SVP-Bubble Anklang findet, sondern auch bei "anständigen" Menschen... :rolleyes:
ohne zu werten, ganz sachlich: sobald in den Nachrichten etwas über Einbruch, Diebstahl, Drogenhandelringen und anderen leicht erkennbaren Delikten die Rede ist sind die Nationalitäten sehr häufig „nichtschweizer“. Daher wundert mich die Denkweise nicht, dem irgendwie entgegenhalten zu wollen,
Ja, Ausländerkriminalität ist ein Fakt und ein Problem. Aber ob es da eine zielführende Lösung ist, die Wohnbevölkerung in der Schweiz auf eine Zahl x zu beschränken, halte ich für sehr fragwürdig. Ich habe sonst nicht viel mit der SVP am Hut, aber da war die Ausschaffungsinitiative fast noch sinnvoller.

Aber (gerade bei uns in der Grenzregion) sind es ja sehr oft organisierte kriminelle Banden, die aus dem Ausland kommen und nach der Tat auch wieder dorthin verschwinden. Da würden höchstens verstärkte Grenzkontrollen helfen. Aber ist dann halt wieder sehr teuer, und mühsam für die Grenzgänger.

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 16.03.2026, 14:07
von Basilou
OutLander hat geschrieben: 16.03.2026, 12:58 Was interessieren mich irgendwelche Gefühle? Ich halte mich an Fakten.
Da gehörst Du aber zu einer Minderheit in der stimmberechtigten Bevölkerung. :o

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 16.03.2026, 15:15
von Basler Beobachter
OutLander hat geschrieben: 16.03.2026, 11:45 Spannend - oder erschreckend - dass die 10-Millionen-Initiative offenbar nicht nur in der SVP-Bubble Anklang findet, sondern auch bei "anständigen" Menschen... :rolleyes:
Die 10-Millionen-Initiative wird der Schweiz wirtschaftlich schaden. Um Renten zu sichern und um Leute zu finden, die diejenige Arbeit verrichten, die wenig bezahlt ist, braucht die Schweiz eine jährliche Zuwanderungsrate. Wenn man will, kann man Platz machen für den Einwanderungsüberschuss von etwas 60000 bis 80000 Menschen. 

Die Frage ist nur, ob man nun in den nächsten Jahren schon dafür sorgen soll, dass die Bevölkerungszahl in der Schweiz stabil bleibt. Oder erst in 50 Jahren? Oder in 100, 200, 500, 1000 oder 2000 Jahren? Oder gar nie, denn man braucht ja immer Wachstum, auch in 2000 Jahren. 
Dann wird die Schweiz 150 Millionen Einwohner haben (2000 Jahre lang jedes Jahr Zuwanderungsüberschuss von 70000). 

Ab dem Tag, an dem es keinen Einwanderungsüberschuss mehr geben wird, werden Arbeitskräfte fehlen und die Renten unbezahlbar werden. Ob nun heute oder in 100 oder in 500 oder in 2000 Jahren. Dann wird niemand mehr die Büros und WCs putzen, Bauarbeiten erledigen oder in der Beiz servieren, weil alle Jungen, deren Familien seit einiger Zeit in der Schweiz leben, eine höhere Ausbildung absolvieren. Dann wird händeringend nach Arbeitskräften gesucht, die die niedrigen Arbeiten erledigen. Leute, die dann diese Arbeiten erledigen werden, könnte man nur dann erhalten, wenn man ihnen bessere Löhne zahlt als Islamwissenschaftlern, Gleichstellungsbeauftragen oder sonstigen Amtspersonen. Mit anderen Worten: eine absolute Katastrophe.

Irgendwie ist das heutige System mit dem grossen Einwanderungsüberschuss eine Art Schneeballsystem. Es funktioniert, bis der Kollaps da ist. Kollaps heisst hier in der Schweiz der Moment, in dem die Schweiz für die Menschen zu eng wird. Die Frage ist, ist es zu eng bei 10 Millionen Einwohnern? Oder erst bei 20 Millionen, bei 50 Millionen, bei 100 Millionen, bei 150 Millionen oder gar nie?



 

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 17.03.2026, 09:05
von Somnium
Die sogenannten Ewigkeitschemikalien (PFAS) kommen in Schweizer Böden fast flächendeckend vor, wie eine neue Auswertung von über 1000 Messungen zeigt. Die Ergebnisse seien zwar nicht überraschend, aber bedenklich, schreibt die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in einer Mitteilung. (…)

(…)99 Prozent der Böden sind mit PFAS belastet. Was heisst das für unseren Alltag?

Im Alltag sind wir mit dem Boden nur über die Füsse in Kontakt, wir sind der PFAS-Belastung also nicht direkt ausgesetzt. Der Boden ist aber wichtig für uns als Filter fürs Trinkwasser und auch für die Lebensmittelproduktion. Wir müssen dem Boden also Sorge tragen. Aber im Alltag ist die PFAS-Belastung für uns keine direkte Gefährdung.

https://www.srf.ch/news/schweiz/experte ... lastet-ist (Abo-frei!)

Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 17.03.2026, 14:20
von Somnium
Weil Armee aufrüsten und Boomer-„Geschenk“ finanzieren…

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Re: Politik, Wirtschaft & Wissenschaft

Verfasst: 17.03.2026, 14:33
von OutLander
Somnium hat geschrieben: 17.03.2026, 14:20 Weil Armee aufrüsten und Boomer-„Geschenk“ finanzieren…

So viel würde Sie die Erhöhung der Mehrwertsteuer kosten
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