OutLander hat geschrieben: 16.03.2026, 11:45
Spannend - oder erschreckend - dass die 10-Millionen-Initiative offenbar nicht nur in der SVP-Bubble Anklang findet, sondern auch bei "anständigen" Menschen...
Die 10-Millionen-Initiative wird der Schweiz wirtschaftlich schaden. Um Renten zu sichern und um Leute zu finden, die diejenige Arbeit verrichten, die wenig bezahlt ist, braucht die Schweiz eine jährliche Zuwanderungsrate. Wenn man will, kann man Platz machen für den Einwanderungsüberschuss von etwas 60000 bis 80000 Menschen.
Die Frage ist nur, ob man nun in den nächsten Jahren schon dafür sorgen soll, dass die Bevölkerungszahl in der Schweiz stabil bleibt. Oder erst in 50 Jahren? Oder in 100, 200, 500, 1000 oder 2000 Jahren? Oder gar nie, denn man braucht ja immer Wachstum, auch in 2000 Jahren.
Dann wird die Schweiz 150 Millionen Einwohner haben (2000 Jahre lang jedes Jahr Zuwanderungsüberschuss von 70000).
Ab dem Tag, an dem es keinen Einwanderungsüberschuss mehr geben wird, werden Arbeitskräfte fehlen und die Renten unbezahlbar werden. Ob nun heute oder in 100 oder in 500 oder in 2000 Jahren. Dann wird niemand mehr die Büros und WCs putzen, Bauarbeiten erledigen oder in der Beiz servieren, weil alle Jungen, deren Familien seit einiger Zeit in der Schweiz leben, eine höhere Ausbildung absolvieren. Dann wird händeringend nach Arbeitskräften gesucht, die die niedrigen Arbeiten erledigen. Leute, die dann diese Arbeiten erledigen werden, könnte man nur dann erhalten, wenn man ihnen bessere Löhne zahlt als Islamwissenschaftlern, Gleichstellungsbeauftragen oder sonstigen Amtspersonen. Mit anderen Worten: eine absolute Katastrophe.
Irgendwie ist das heutige System mit dem grossen Einwanderungsüberschuss eine Art Schneeballsystem. Es funktioniert, bis der Kollaps da ist. Kollaps heisst hier in der Schweiz der Moment, in dem die Schweiz für die Menschen zu eng wird. Die Frage ist, ist es zu eng bei 10 Millionen Einwohnern? Oder erst bei 20 Millionen, bei 50 Millionen, bei 100 Millionen, bei 150 Millionen oder gar nie?