Vertrag läuft aus.
Kommt aus der Region.
Familie hier.
Eltern als Gratis-Kita.
Romantischer wird’s höchstens noch mit Sonnenuntergang am Rheinknie.
Und sind wir mal ehrlich: In all den Jahren bei Borussia Mönchengladbach, bei FC Bayern München und jetzt bei Inter Mailand hat er wohl genug Batzen auf die Seite gelegt. Der muss jetzt sicher nicht für ein „unmoralisches Angebot“ vom FC Lugano oder aus der Wüste den Söldner geben.
Wenn er zurückkommt, dann nicht wegen dem Lohn. Dann wegen Herz. Wegen Heimat. Wegen FCB.
Und ja, sie werden es laufen lassen wie damals mit Xherdan Shaqiri. Wochenlang Pokerface, „keine Gespräche“, „keine Kommentare“, „volle Konzentration auf die Saison“ – und zack, plötzlich steht er im Trikot da. Klassiker.
Ich sag’s frech: Ich bin ziemlich sicher, dass Yann kommt. Das riecht nach Drehbuch.
ABER, und jetzt kommt der wichtige Punkt, nur Sommer holen reicht nicht. Wir brauchen daneben einen jungen Schweizer mit Potenzial. Einen, der neben ihm wachsen kann. Der jeden Tag im Training sieht, was Professionalität auf Weltklasse-Niveau bedeutet. So lernst du mehr als in drei Leihstationen in der Provinz.
Und genau deshalb: Warum haben wir vor sechs Monaten nicht schon Huber geholt und langsam aufgebaut? Das ist doch die Strategie!
Sommer als Leader. Dahinter ein hungriges Talent. Saubere Schweizer Torhüter-Achse für die nächsten Jahre.
Das nächste Top-Talent müssen wir uns einfach angeln und zwar bevor es wieder irgendein Bundesligist merkt und uns davonzieht.
Wenn wir auf der Goalie-Position schon Prinzipien predigen, dann bitte richtig. Heimkehrer plus Zukunft. Romantik UND Strategie.