Ich schiebe die Disskusion mal hier in diesen Thread:
Basilou hat geschrieben: 13.03.2026, 14:11
Mittenza hat geschrieben: 13.03.2026, 13:44
Das ganze ist doch soviel komplexer
Will man sich den Verein und das drumherum antun will?
Was will die Familie?
Welche andere Vereine fragen dich an?
Risiko wenn man nicht performt, dann leidet das Standing.
Wie gesagt, ich rede von der letzten (Profi-)Station in der Karriere. Und von der Frage, ob Du da nochmals, ggf. auch für wenig Geld, bei Deinem Herzensclub spielen willst (ob das bei YS tatsächlich der FCB ist, weiss ich natürlich nicht). Die letzten beiden Punkte aus Deiner Liste kann man daher streichen. Aber klar, für die Familie sollte es natürlich schon auch passen.
Da bin ich bei dir. Ich sehe hier im Forum oft das Problem, dass viele annehmen, nur weil gewisse Spieler beim FCB waren oder in Basel aufgewachsen sind, sei der FCB automatisch ihr Herzensklub. Aber wenn man nicht mit dem Vater oder den Jugendfreunden zu den Spielen gegangen ist, hat man sicher eine Verbindung zum Verein aber Herzensklub? Sicher, der FCB ist das Beste, was die Schweiz zu bieten hat, aber es gibt genug Leute, die für einen Verein brennen, ohne auch nur annähernd in der Nähe zu leben. Ich verstehe das persönlich nicht, aber die Personen gibt es zu Genüge.
Basilou hat geschrieben: 13.03.2026, 14:11
Mittenza hat geschrieben: 13.03.2026, 13:44
Und wer das Gefühl hat Geld sei nicht mitentscheiden lebt einfach in einer Traumwelt. Wir reden hier nicht von Spieler, welche 100 Mio gemacht haben. Wenn du jetzt in 2-3 Jahren nochmals 4-5 Mio verdienen kannst bevor du defacto arbeitslos bis, wirst du nicht einfach unüberlegt für eine Joggeluwurst spielen nur weil du den Verein cool findest.
Auch wenn du 40 Mio auf der Seite hast.
Da ich in einer Traumwelt lebe, aber gerne die Realität kennenlernen würde: Wieso sollte man das nicht tun?
Es spricht absolut nichts dagegen! Im Gegenteil, vieles spricht dafür wenn man es nüchtern betrachtet.
Aber das gilt auch bei all den Personen die sagen, sie möchten eine Auszeit nehmen und mal für 6 Monate oder 1 Jahr verreisen.
Oder was ist mit den ganzen Berater und Banker die 180k+ verdienen und keinen Bock auf ihren Job haben, weil sie keine Work-life Balance haben. Bleiben trotzdem dort, statt irgendwo hinzu wechseln und halt "nur" noch 100 oder 120k zu verdienen dafür anständige Arbeitszeiten zu haben.
Für die Person die 80k verdient ist das unverständlich. Aber Menschen agieren oft irrational und wollen soviel Sicherheit wie nur möglich. Das ist meine persönliche Meinung, aber ich habe viele Freunde genau in dieser Situation und es ist spannend zu sehen, dass meine Freunde aus der Kindheit mit weniger Geld & Lohn, freier sind und weniger Geldsorgen haben, als die Freunde mit denen ich studiert habe und das meine ich mit der Realität.
Basilou hat geschrieben: 13.03.2026, 14:11Selbst wenn ich "nur" (

) 10 Mio. auf der Seite hätte, würde ich nur noch machen/arbeiten was mir Spass macht, selbst wenn es ohne Lohn wäre.
Rechnung 1: Du legst die 10 Mio. zu 2% Zins an (was ja nun wirklich sehr konservativ gerechnet ist) = 200k/Jahr.
Rechnung 2: Du legst die 10 Mio. symbolisch "unters Kopfkissen" (=ohne Zins) und gehst von einer Rest-Lebenserwartung von 50 Jahren aus = 200k/Jahr.
Und von 200k/Jahr lebst Du nun wirklich gut, das werden die wenigsten von uns haben. Da muss dann auch die Frau nicht mehr arbeiten.
Ist natürlich eine Frage der Perspektive was nun "wirklich gut leben" bedeutet. Das wir Beide mit den 200k im Jahr super happy wären und nur das machen würden was wir wollen ist mir auch klar

Aber wenn man sich für 15 - 20 Jahren ein opulentes Leben gewohnt war und die Mehrheit des Umfeldes dies auch so vorlebt, passt man sich irgendwann ein bisschen an. Und Downsizing ist immer schwierig. Zielt jetzt nicht spezifisch auf YS ab, da ich denke, dass er deutlich Bodenständiger und smarter ist, aber auch er kann sich nicht komplett dem Fussball Zirkus entziehen.