Aficionado hat geschrieben: 14.07.2026, 19:23
Konter hat geschrieben: 14.07.2026, 17:05
Aficionado hat geschrieben: 14.07.2026, 16:45
Zu seiner Verteidigung. Er meinte wohl er sei kein Klischee-Schweizer. Ein Rassist wird er schon nicht sein. Aber ja, er ist ein Fettnäpchentreter.
War ja nicht sein einziges Fettnäpfchen. Auch der berüchtigte Doppeladler wurde vor allem wegen seines Live-Kommentars zu einer so grossen Story. Hätte er dort nicht wie ein Bünzli am Stamtisch rumgeheult, sondern einfach das Goal gefeiert, hätte es vielleicht keine Staatsaffäre gegeben.
Ich kann mir gut vorstellen, dass im Hause Rufer die Sünnelipartei gewählt wird.
Sorry, das was du hier schreibst ist unter deinem Niveau.
Es geht hier doch um den Kommentator Ruefer.“ "Internetpranger" für jemanden der im grossen und ganzen unbedeutend ist und bei dem man nicht wirklich weiss wie der wirklich tickt und wo er politisch steht, finde ich schon ziemlich heikel. Und nein ich mag ihn nicht.
Ruefer übertreibt immer und überall.
An seiner Geste hatte ich auch keine Freude.
Dieser Nationalistendreck hat auf einem Fussballplatz nichts zu suchen.
Was genau hat dieser Konflikt mit der Nati zu tun?
Welcher Nationalistendreck? Doppeladler ist schlicht ein witziger Secondo-Gruss unter albanischstämmigen Menschen und symbolisiert die Flagge des Herkunftslands.
Nationalistischen Dreck konnte man vor und an diesem Spieltag aber sehr wohl beobachten:
- Dauergesänge im Stadion von Serben und Russen "Tötet und schlachtet den Albaner ab, damit sie nicht mehr existieren", "Tötet, tötet, tötet den Albaner".
- Verbot von kosovarischen Flaggen im Stadion (Polemik um Shaqiris Schuhe mit beiden Fahnen)
- Einige Schlagzeilen vor dem Spiel: «Wir spielen nicht gegen die Schweiz, wir spielen gegen Albanien.» «Wenn sie den Kosovo so sehr lieben und mit der Flagge prahlen, warum haben sie dann die Chance abgelehnt, für diese Nationalmannschaft zu spielen?»
Dann noch folgende Episode mit Beteiligung des serbischen Staates:
Serbische Zeitungen hatten vor der brisanten WM-Partie Schweiz-Serbien die Geburtsurkunden von Xherdan Shaqiri und Valon Behrami veröffentlicht. Damit wollten sie beweisen, dass die beiden in Kosovo geborenen Schweizer Nationalspieler serbische Bürger seien. Ein Boulevardblatt zeigte die zwei in einer Bildmontage sogar in serbischen Trachten und behauptete, Behrami habe sich aktiv um das serbische Bürgerrecht beworben. Bei all dem ging es nur um eines: die Stimmung anzuheizen.
Dass Behrami und Shaqiri serbische Geburtsurkunden besitzen, ist wenig überraschend. Die Papiere vieler Menschen, die vor dem Krieg in Kosovo geboren wurden, liegen in Serbien. Nach dem von der Nato erzwungenen Abzug aus Kosovo wurden die Dokumente von den serbischen Behörden mitgenommen. Die Frage ist vielmehr, wie diese Papiere in den serbischen Boulevardmedien gelandet sind.
Der seltsame Weg der PapiereDas hat sich auch Rodoljub Sabic gefragt. Serbiens Datenschutzbeauftragter verlangte deswegen vom Innenministerium eine Erklärung. Laut Gesetz haben nur Direktbetroffene und ihre Familienmitglieder das Recht, diese Urkunden anzufordern. Zwei Anfragen und eine Ermahnung Sabics brauchte es, bis das Ministerium schliesslich reagierte. Und die Antwort brachte nicht viel Licht in die Affäre. Offenbar waren die Papiere kurz vor ihrer Veröffentlichung von Serbiens Ministerium für Kosovo angefordert worden und hatten von dort den Weg in die Boulevardzeitungen gefunden. Was das Ministerium für Kosovo mit den Geburtsurkunden zweier Schweizer Nationalspieler anfangen wollte, ist bis heute unbekannt.
Inzwischen hat der Datenschutzbeauftragte Sabic Anzeige erstattet. Und die Staatsanwaltschaft bestätigt gegenüber dem Recherche-Netzwerk «Insajder», dass sie eine offizielle Untersuchung eingeleitet hat. Ähnliche Fälle, in denen Zeitungen von Behörden widerrechtlich persönliche Dokumente zugespielt bekommen, gibt es in Serbien immer wieder. Verurteilt wurde deswegen bislang noch niemand.
Granit und Xherdan haben den nationalistischen Provokateuren, die sie vor und während dem Spiel aufgrund ihrer Herkunft ständig provozierten dann mit der Trotzreaktion das Maul gestopft, auch Lichti hat ja den Adler genau deshalb gemacht. Im Sinne von "Schaut her, die Albaner die ihr verachtet und provozieren wolltet, haben euch grade nach Hause geschikht" - mehr war das am Ende nicht und als das hätte es Ruefer auch bezeichnen müssen, statt ein Fass aufzumachen wo keines ist.
Was hat der Konfilkt mit der Nati zu tun - ohne den Konflikt und die damit einhergehende Vertreibung/Flucht/Auswanderung vieler Albaner aus dem Kosovo hätten diese auch nicht in der Schweizer Nati spielen können. Sollen diese Spieler ihre Familiengeschichte ignorieren? Granits Vater war in Jugoslawien drei Jahre lang im Gefängnis als 23-jähriger und kam mit Amnesty International in die Schweiz.
Die serbische Seite war es, die vor dem Spiel diese Polemik um die Spieler mit albanischen Wurzeln aus dem ehemaligen Jugoslawien hochgekocht hat. Danach wegen einem Doppeladler rumzuheulen war total verlogen. Gerade von Ruefer, der von seiner Mutter her auch den slowenischen Pass besitzt, hätte man durchaus erwarten können, dass er das mitkriegt und versteht - seine Bewertung dieser Aktionen war ohne jegliche Empathie für die Situation der Spieler.
Kristajic fand ja nach dem Spiel der Schiri müsse in Den Haag vor Gericht gestellt werden...
Deshalb Lichtsteiner ein Ehrenmann mit der richtigen Einstellung - ob das als Trainer beim FCB reicht, ist dann nochmals eine andere Frage leider.