Umfrageergebnis anzeigen: Abstimmung

Teilnehmer
50. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Volksinitiative «Für verantwortungsvolle Unternehmen – zum Schutz von Mensch und Umwelt»: JA

    28 56,00%
  • Volksinitiative «Für verantwortungsvolle Unternehmen – zum Schutz von Mensch und Umwelt»: NEIN

    22 44,00%
  • Volksinitiative «Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten»: JA

    27 54,00%
  • Volksinitiative «Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten»: NEIN

    23 46,00%
Multiple-Choice-Umfrage.
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Ergebnis 31 bis 60 von 217

Thema: Volksabstimmung vom 29. November 2020

  1. #31
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    KVI, ein aufwändiger und nutzloser Papiertiger, für das gute Gewissen der Schweizer Konsumenten die sich weiterhin ihrer Verantwortung entziehen, nutzlos für die Menschen vor Ort.

    Resultat wird sein dass NGO's Schweizer Firmen vor Schweizer Gerichte zerren und darüber diskutieren ob in Burkina Faso die Menschenrechte respektiert werden bei Menschen die vermutlich leider nicht einmal wissen was ihre Rechte sind.

    Briefkasten-Konzerne werden vermutlich aus der Schweiz abziehen was wiederum toll für unser gutes Gewissen ist, den Menschen vor Ort aber nichts nützt.

    Naja, wir werden sehen ob die Schweizer einfach nur auf die "wer nein stimmt hat die Menschen nie geliebt" Meinungsmache reinfällt oder tatsächlich bereit ist etwas zu tun und zu investieren.
    Mir ist schon öfters aufgefallen, dass du Eigenverantwortung vs. politische Verantwortung ausspielst und sie mehr oder weniger, als entweder oder betrachtest (ich unterstelle dir nicht, dass du so denkst, ich sage einfach, dass auf Grund deiner bisherigen Äusserungen zu entsprechenden Themen, dies so bei mir ankommt).

    Ich sage klar, es braucht beides und behaupte noch weiter, dass sie einander bedingen. Natürlich ist es super, wenn Menschen auf individueller Basis möglichst Produkte kaufen, welche sozial und ökologisch verträglich sind. Aber die BürgerInnen in diesem Land werden nie und nimmer in relevanter Zahl ihr eigenes Konsumverhalten überdenken und dafür auch noch tiefer in die Tasche greifen, solange es hier Grosskonzerne gibt, welche schlimme Verbrechen an Mensch und Umwelt verüben und sich dabei noch gleichzeitig dumm und dämlich verdienen.

    Zuerst müssen die Grossunternehmen ihre Verantwortung wahrnehmen und wenn sie dies nicht machen, müssen sie halt dazu gezwungen werden, dann werden die gewöhnlichen Menschen auch folgen, davon bin ich überzeugt.
    Geändert von Konter (10.11.2020 um 14:17 Uhr)
    Nid füre Lohn, für d'Region

    Zitat Zitat von LordTamtam Beitrag anzeigen
    Ich freu mich auf morgen früh. Dann geht das gejammer um Trump nochmals 4 Jahre weiter.

  2. #32
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Mir ist schon öfters aufgefallen, dass du Eigenverantwortung vs. politische Verantwortung ausspielst und sie mehr oder weniger, als entweder oder betrachtest (ich unterstelle dir nicht, dass du so denkst, ich sage einfach, dass auf Grund deiner bisherigen Äusserungen zu entsprechenden Themen, dies so bei mir ankommt).
    Du meinst vermutlich vor allem meine unterschiedliche Meinung bezüglich Corona, wo ich der Meinung bin dass die Eigenverantwortung nicht funktioniert. Da gebe ich dir Recht, diese Meinung ist ziemlich widersprüchlich zu meiner Meinung hier wo ich die Selbstverantwortung predige. Der Widerspruch kommt daher, dass ich die Themen ein wenig unterschiedlich sehe. Aber ich gebe dir absolut Recht dass es grundsätzlich komisch erscheint beim einen Thema auf Selbstverantwortung zu pochen und beim anderen zu sagen, es funktioniert nicht

    Das eine ist ein Markt, wo Unternehmen unterschiedliche Produkte anbieten, die einen fairer, die anderen weniger, die einen nachhaltiger, die anderen weniger. Konsumenten haben also die Auswahl und können mit ihren Entscheidungen bereits jetzt bewusst Einfluss nehmen. Es gibt heute bereits genügend Alternativen, ohne staatlichen Einfluss. Es gibt genügend Fleischersatz, genügend fair produzierte Kleidung (die auch sogar optisch tragbar ist )
    Ich habe nicht den Eindruck dass Menschen nach London jetten und im Primark 1 Franken T-Shirts kaufen, weil sie sich nichts anderes leisten können. Die Leute machen das ganz bewusst weil Konsum geil ist. Man kanns. Auch beim Fleisch. Wer heute noch viel Fleisch isst, macht dies als bewusste Entscheidung und nimmt damit alles negative in Kauf. Es gibt bereits günstigere pflanzliche Alternativen die die Nährstoffe genauso liefern.

    Bei Corona gibt es keinen Markt oder eine Auswahl. Das Thema ist für die breite Bevölkerung unklar und unbekannt, die persönliche Freiheit ist betroffen (nicht die Konsumfreiheit) und deshalb erwarte ich da dass der Staat eingreift und die Gesundheit aller schützt.

    Aber die BürgerInnen in diesem Land werden nie und nimmer in relevanter Zahl ihr eigenes Konsumverhalten überdenken
    Die Frage ist hier, warum ist das so? Ich behaupte: Den Menschen ist scheissegal was sie mit ihrem Konsumverhalten auslösen. Deshalb auch meine provokative Aussage dass die KVI für das gute Gewissen ist.

    Ich sage klar, es braucht beides und behaupte noch weiter, dass sie einander bedingen. Natürlich ist es super, wenn Menschen auf individueller Basis möglichst Produkte kaufen, welche sozial und ökologisch verträglich sind. Aber die BürgerInnen in diesem Land werden nie und nimmer in relevanter Zahl ihr eigenes Konsumverhalten überdenken und dafür auch noch tiefer in die Tasche greifen, solange es hier Grosskonzerne gibt, welche schlimme Verbrechen an Mensch und Umwelt verüben und sich dabei noch gleichzeitig dumm und dämlich verdienen.

    Zuerst müssen die Grossunternehmen ihre Verantwortung wahrnehmen und wenn sie dies nicht machen, müssen sie halt dazu gezwungen werden, dann werden die gewöhnlichen Menschen auch folgen, davon bin ich überzeugt.
    Hier haben wir dann halt einfach eine andere Meinung. Das ist gut so, beides ist legitim und es gibt kein richtig/falsch. Ich möchte eher den Markt spielen lassen (der offenbar aber bis anhin nicht richtig funktioniert weil - meine Vermutung - den Menschen das Thema am Arsch vorbei geht), du möchtest eher dass der Staat eingreift.

    Ich sehe aber bei "deiner Meinung" nicht ganz, wie die KVI da genau hilft. Das ist jetzt ein verschwommener Blick in die Glaskugel, klar, aber ich vermute dass mit der KVI folgendes passieren würde:
    - Konzerne ziehen aus der Schweiz weg, den Menschen vor Ort bringt das somit nichts
    - Konzerne entziehen sich der Sorgfaltspflicht (indem man sich irgendwie von den Tochterfirmen absichert oder die Beziehung verschleiert)
    - Menschen vor Ort wissen gar nicht was ihre Menschenrechte sind (zum Vergleich, selbst in Deutschland kennen nur 4% die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, 2.8 von 30 Menschenrechten konnten genannt werden), daran wird die KVI nichts ändern. Wie sollen Menschen für ein Recht einstehen, dass sie gar nicht kennen?
    - NGO's bemühen sich zwar Menschenrechtsverletzungen aufzudecken. Sie müssen dies dann aber bei einem Schweizer Gericht zur Anklage bringen und als Kläger funktionieren. Dies ist ein erheblicher Aufwand. Die Konzerne haben hingegen die Ressourcen für Rechtsstreitigkeiten.

    Womit den Menschen leider nicht geholfen wird und alles beim Alten bleibt. Deshalb würde ich lieber andere Ansätze verfolgen.
    Geändert von Pro Sportchef bim FCB (10.11.2020 um 14:48 Uhr)
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  3. #33
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    Zitat Zitat von Malinalco Beitrag anzeigen
    ... Es scheint mir nämlich, dass ich am meisten "Das stimmt nicht, das ist eine reine Behauptung" höre. Und ja, dann weiss ich auch nicht mehr. Hab aber ja gestimmt, denn das ist das Signal deutlicher.
    Es wird generell auf Emotionalerebene ausdiskutiert und argumentiert. Da hat man mit Fakten keine Chance. Auch Betreibt das Ja-Lager eine Imense Kampagne und verbreitet noch Halbwahrheiten oder schlimmer, unwahrheiten.
    Wenn man sich die Berichte ALLE durchliest (das braucht imense Zeit) oder auch nur überfliegt, merkt man, dass der Gegenvorschlag die viel bessere Lösung ist.
    Der ganze Gewerbeverband steht klar hinter dem Nein.
    Zitat Zitat von Malinalco Beitrag anzeigen
    Ich finds schade, dass die kantonalen Vorlagen aus BL und BS nicht in der Abstimmung dabei sind. Gerade das Hafenbecken 3 ist eine sehr spannende Vorlage, weil sie quer durch die politische Parteienlandschaft geht und irgendwie niemand beantworten kann, ob es besser oder schlechter für die Umwelt sein wird.
    natürlich können wir auch über dies diskutieren, aber wohl besser nicht hier drinnen um die Themen nicht allzusehr zu vermischen. Es gibt auch Leute die nicht in Basel wohnen und nur bedingt ahnung haben, was da genau los ist.
    EMBOLO <3

    Zitat Zitat von LeTinou Beitrag anzeigen
    ... Wenn du 100% vor allem geschützt werden willst kannst du dich gleich nach der Geburt in den Sarg legen und auf dem Tod warten.
    After BlackFriday Deal. Schwarze Farbe. Kaufe 2 erhalte den dritten und vierten Kessel gratis.
    auf jeden Kessel Pure-Black Farbe 90% Rabatt und 25% Cumulus- und 20% Supercardpunkte.

  4. #34
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Sportchef, vielen Dank für die ausführliche Erklärung.
    Nid füre Lohn, für d'Region

    Zitat Zitat von LordTamtam Beitrag anzeigen
    Ich freu mich auf morgen früh. Dann geht das gejammer um Trump nochmals 4 Jahre weiter.

  5. #35
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    "bei der Regelung der Sorgfaltsprüfungspflicht nimmt der Gesetzgeber Rücksicht auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen, die geringe derartige Risiken aufweisen"

    Das ist der absolut einzige Teil des Initiativtextes der regelt, dass angeblich nur die grossen Konzerne wie Glencore betroffen sind und nicht alle KMU's und Unternehmen. Alle anderen Teile des Textes zielen ganz klar auf alle Unternehmen in der Schweiz ab.

    Es ist also völlig unklar wo dann bei der Umsetzung die Grenze gezogen wird. 100 Mitarbeiter? 1'000 Mitarbeiter? Umsatz? Gewinn?
    Das wird das Parlament festsetzen. Und da dieses bürgerlich ist, wird es entsprechend moderat enden.

  6. #36
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Zitat Zitat von LordTamtam Beitrag anzeigen
    ich glaub du hast Nein mit Ja Lager verwechselt
    https://www.publiceye.ch/de/medienco...islang-bekannt
    https://www.syngenta.ch/fr/news/syng...ichterstattung

    Es ist wiedereinmal ein Thema, welches auf der Emotionalenebene ausdiskutiert wird, anstatt auf der Faktenbasiertenebene
    Natürlich wird Syngenta Publiceye zustimmen. Sicher doch. Nebenbei ist Public Eye nicht das Initiativkomitee.

    Zitat Zitat von LordTamtam Beitrag anzeigen
    c. ...sie haften dann nicht nach dieser Bestimmung, wenn sie beweisen, dass sie alle gebotene Sorgfalt gemäss Buchstabe b angewendet haben, um den Schaden zu verhüten, oder dass der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt eingetreten wäre;
    d. Die gestützt auf die Grundsätze nach den Buchstaben a–c erlassenen Bestimmungen gelten unabhängig vom durch das internationale Privatrecht bezeichneten Recht.

    Wo wiederspreche ich mich? oder versteh ich da was falsch?
    Ja, erstmal braucht es mal einen Kläger, der in der Schweiz Anklage erhebt. Er muss beweisen, dass die entsprechende Firma schuldig ist. Erst dann muss die angeklagte Firma beweisen, dass sie alle Sorgfalt angewendet hat. Die Beweislast liegt erstmal beim Kläger.

  7. #37
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Ja, erstmal braucht es mal einen Kläger, der in der Schweiz Anklage erhebt. Er muss beweisen, dass die entsprechende Firma schuldig ist. Erst dann muss die angeklagte Firma beweisen, dass sie alle Sorgfalt angewendet hat. Die Beweislast liegt erstmal beim Kläger.
    Entschuldige, aber ich versteht das komplett anders.

    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Natürlich wird Syngenta Publiceye zustimmen. Sicher doch...
    ...
    Natürlich nicht sonst müssten wir ja nicht abstimmen. Wollte nur die beiden Sichtweisen auflegen.
    Man beachtet, dass die einen Anschuldigungen sprechen, die auf der anderen Seite klar wiederlegt werden. Was übrig bleibt ist meiner Meinung nach reine hetze gegen die Bösen grossen Unternehmen
    EMBOLO <3

    Zitat Zitat von LeTinou Beitrag anzeigen
    ... Wenn du 100% vor allem geschützt werden willst kannst du dich gleich nach der Geburt in den Sarg legen und auf dem Tod warten.
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    auf jeden Kessel Pure-Black Farbe 90% Rabatt und 25% Cumulus- und 20% Supercardpunkte.

  8. #38
    Erfahrener Benutzer Avatar von kogokg
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Mich würde mal interessieren, wie viele der KVI Befürworter haben...
    ...kein Smartphone
    ...ein Smartphone der Marke Fairphone
    ...ein Smartphone einer anderen Marke (Samsung, Apple, etc.)
    Ist das ein ernst zu nehmendes Gegenargument? Ich trinke am Morgen einen Fairtrade-Kaffee, danach ist das Gutmensch-Budget des Tages aufgebraucht.




    Der Gegenvorschlag ist faktisch dasselbe wie ein Nein. Man achtet etwas auf Kinderarbeit. Aber sonst ist der Gegenvorschlag ein Hohn. Welche Halbwahrheiten werden denn durch das Initiativkomitee verbreitet?
    Nur Kinderarbeit zu bekämpfen bringt m.E sowieso nichts. Die Alternativen für Kinder, Geld nach hause zu bringen, sind oft furchtbarer als einen schlecht bezahlten Job.

  9. #39
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    Zitat Zitat von kogokg Beitrag anzeigen
    Ist das ein ernst zu nehmendes Gegenargument? Ich trinke am Morgen einen Fairtrade-Kaffee, danach ist das Gutmensch-Budget des Tages aufgebraucht.
    Ich geh nur noch in Beizen wie den Werkhof Liebefeld, wo es nur Schweizer Zutaten gibt und deshalb kein böser ausländischer Kaffee auf der Menükarte steht.

  10. #40
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    Zitat Zitat von LordTamtam Beitrag anzeigen
    Entschuldige, aber ich versteht das komplett anders.
    Es ist aber wirklich so. Ohne Kläger mit klaren Beweisen passiert erstmal gar nichts. Die Beweislast liegt beim Kläger.

    Zitat Zitat von LordTamtam Beitrag anzeigen
    Natürlich nicht sonst müssten wir ja nicht abstimmen. Wollte nur die beiden Sichtweisen auflegen.
    Man beachtet, dass die einen Anschuldigungen sprechen, die auf der anderen Seite klar wiederlegt werden. Was übrig bleibt ist meiner Meinung nach reine hetze gegen die Bösen grossen Unternehmen
    Ich denke, es gibt genügend Beispiele, die nicht einfach Hetze sind. Es gibt mehrere Anklagen gegen Glencore. Dort aber vorerst wegen Bestechung. Der Hintergrund der Initiative hat nichts mit Hetze zu tun. Sondern weil es genügend Berichte darüber gibt, dass ein paar wenige Unternehmen Dreck am Stecken haben. Aber ist dem nicht so, hat ja auch niemand was zu befürchten.

  11. #41
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen

    Ich sehe aber bei "deiner Meinung" nicht ganz, wie die KVI da genau hilft. Das ist jetzt ein verschwommener Blick in die Glaskugel, klar, aber ich vermute dass mit der KVI folgendes passieren würde:
    - Konzerne ziehen aus der Schweiz weg, den Menschen vor Ort bringt das somit nichts
    - Konzerne entziehen sich der Sorgfaltspflicht (indem man sich irgendwie von den Tochterfirmen absichert oder die Beziehung verschleiert)
    - Menschen vor Ort wissen gar nicht was ihre Menschenrechte sind (zum Vergleich, selbst in Deutschland kennen nur 4% die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, 2.8 von 30 Menschenrechten konnten genannt werden), daran wird die KVI nichts ändern. Wie sollen Menschen für ein Recht einstehen, dass sie gar nicht kennen?
    - NGO's bemühen sich zwar Menschenrechtsverletzungen aufzudecken. Sie müssen dies dann aber bei einem Schweizer Gericht zur Anklage bringen und als Kläger funktionieren. Dies ist ein erheblicher Aufwand. Die Konzerne haben hingegen die Ressourcen für Rechtsstreitigkeiten.

    Womit den Menschen leider nicht geholfen wird und alles beim Alten bleibt. Deshalb würde ich lieber andere Ansätze verfolgen.
    Das erste Argument überzeugt mich schon lange nicht mehr. Das ist einfach das Standardargument der Bürgerlichen bei jeder Initiative, die die unternehmerische Freiheit neu regeln will. Sei es mehr Ferien, mehr Steuern, Mindestlohn oder sonstiges. Ich rate dir mal dringend ein paar historische Quellen diesbezüglich zu konsultieren. Entsprechende Argumente gab es bei der unternehmerischen Seite schon, als man ihnen androhte, ihre "Freiheit" wegzunehmen, Kinder anzustellen.

    Das zweite Argument ebenso wenig. Gerade Tochtergesellschaften sind ein Ziel dieser Initiative. Man könnte dies auch die "Glencore"-Klausel nennen.

    Und das dritte Argument ist schlichtweg nichtig. Es spielt doch keine Rolle, ob die gewöhnlichen Menschen die Menschenrechte kennen, wobei es natürlich zu begrüssen wäre und es sicherlich das Ziel sein muss, möglichst viele Menschen dazu aufzuklären, sprich entsprechende Bildung fördern. Es geht aber darum, dass diejenigen welche Macht über Menschenleben besitzen (politisch, juristisch, wirtschaftlich, sozial, kulturell usw.) die Menschenrechte kennen und sich daran halten.

    Und das letzte Argument ist weiter ein Ausdruck dafür wie stark die Macht des Grosskapitals gegenüber dem juristischen und politischen Korrektiv geworden ist und das es nun endlich an der Zeit ist, diese Macht mit allen Mitteln zu brechen. Die Initiative ist zumindest ein Schritt dafür.

    Und andere Ansätze sollen auch verfolgt werden, mitnichten ist man irgendwo am Ziel, auch wenn diese Initiative angenommen wird. 1. weil es vom Parlament so oder so verwässert wird und zweitens weil die Schweiz das auch nie und nimmer im Alleingang stemmen wird.
    Geändert von Konter (10.11.2020 um 16:27 Uhr)
    Nid füre Lohn, für d'Region

    Zitat Zitat von LordTamtam Beitrag anzeigen
    Ich freu mich auf morgen früh. Dann geht das gejammer um Trump nochmals 4 Jahre weiter.

  12. #42
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Es ist also völlig unklar wo dann bei der Umsetzung die Grenze gezogen wird. 100 Mitarbeiter? 1'000 Mitarbeiter? Umsatz? Gewinn?
    Es ist im Gesetz ziemlich klar geregelt, ab wann eine Gesellschaft als KMU gilt... Auch bei Konzernen

  13. #43
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Und das dritte Argument ist schlichtweg nichtig. Es spielt doch keine Rolle, ob die gewöhnlichen Menschen die Menschenrechte kennen, wobei es natürlich zu begrüssen wäre und es sicherlich das Ziel sein muss, möglichst viele Menschen dazu aufzuklären, sprich entsprechende Bildung fördern.
    Dorum machts au kei Sinn in Saudi Arabie Frauerächt izfühere, wenn dört unde keini Weiss dass si rächt het ka me se locker no bitz stei uf se wärfe...

  14. #44
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Es ist aber wirklich so. Ohne Kläger mit klaren Beweisen passiert erstmal gar nichts. Die Beweislast liegt beim Kläger.
    Der Kläger muss die Ursache, den Schaden, den Kausalzusammenhang sowie den Schuldigen beweisen. Es handelt sich nicht um ein Offizialdelikt.


    Die beklagte Partei muss beweisen, dass der Schaden trotzt Einhaltung der Sorgfaltspflichten durch die Mutter entstanden ist.

  15. #45
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Denkst du die Schweiz kann mit einer Initiative die ausschliesslich die Schweiz betrifft internationalen Einfluss erlangen? Wäre es da nicht wirkungsvoller bei der EU Regelung mitzuwirken? Oder auf UN Level damit vorzustossen?
    Ja klar, ich bin sowieso für einen EU-Beitritt. Will man das aber nicht, dann sollte die Schweiz einfach nicht wie die alte Fasnacht hinterherkommen. Dass man dafür eine Initiative vor - wie lange nun? Sieben Jahre oder so gefühlt? - einrichen muss, zeigt einfach, wie selten das wäre. Von der Sache her erreicht man daselbe mit dem Gegenvorschlag, aber Politik ist zu einem grossen Teil auch Kommunikation.

    Was ich nicht glauben kann, ist, dass es hier um Leben oder Sterben geht. Es ist wohl mehrheitlich eine moralische Frage.

  16. #46
    Erfahrener Benutzer Avatar von fcbblog.ch
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    Zitat Zitat von LordTamtam Beitrag anzeigen
    ich glaub du hast Nein mit Ja Lager verwechselt
    https://www.publiceye.ch/de/medienco...islang-bekannt
    https://www.syngenta.ch/fr/news/syng...ichterstattung

    Es ist wiedereinmal ein Thema, welches auf der Emotionalenebene ausdiskutiert wird, anstatt auf der Faktenbasiertenebene




    c. ...sie haften dann nicht nach dieser Bestimmung, wenn sie beweisen, dass sie alle gebotene Sorgfalt gemäss Buchstabe b angewendet haben, um den Schaden zu verhüten, oder dass der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt eingetreten wäre;
    d. Die gestützt auf die Grundsätze nach den Buchstaben a–c erlassenen Bestimmungen gelten unabhängig vom durch das internationale Privatrecht bezeichneten Recht.




    Wo wiederspreche ich mich? oder versteh ich da was falsch?
    Klar verstehst du das falsch, denn zuerst muss überhaupt (wie in jedem sonstigen Rechtsstreit auch) die Rechtsverletzung des Unternehmens (Menschrechtsverletzung durch das Unternehmen selbst oder seine kontrollierten Tochterfirmen oder Verletzung der Sorgfaltspflicht) vor einem Schweizer Gericht bewiesen werden. Wenn diese Verletzung des Rechts erwiesen ist, haftet das Unternehmen nicht, wenn es beweisen kann, dass es die Sorgfaltspflicht eingehalten hat und das Unternehmen also unschuldig ist.

    Von Beweislastumkehr keine Spur.

    Ist etwas das gleiche wie bei Notwehr. Auch dort muss zuerst mal bewiesen sein, dass der/die Angeklagte das Opfer geschädigt hat. Falls danach Notwehr bewiesen werden kann, ist der/die Angeklagte jedoch unschuldig.

  17. #47
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    Zitat Zitat von Patzer Beitrag anzeigen
    2 x ja. wer nein stimmt hat die menschen nie geliebt!
    Wie kann man eine Spezies, die einen Planeten aus Habgier zerstört, wirklich lieben?
    Geändert von Aficionado (11.11.2020 um 07:33 Uhr)

  18. #48
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    Die Partei, welche ein CH Unternehmen anklagt, muss in die Schweiz anreisen, denn der Prozess findet immer in der Schweiz statt. Dies verunmöglicht Klagen von einzelnen Individuen schon nur aus finanz. Gründen. Und Unternehmen oder reiche Einzelpersonen können sich ja bekanntlich in CH freikaufen.

  19. #49
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Das wird das Parlament festsetzen. Und da dieses bürgerlich ist, wird es entsprechend moderat enden.
    Danke für den Input. Das heisst aber bei der Abstimmung weiss ich nicht über was ich abstimme. Vielleicht wird Glencore die einzige Firma sein, die betroffen ist. Vielleicht (unwahrscheinlich) wird jedes KMU mit 5 Leuten betroffen sein.

    Zitat Zitat von kogokg Beitrag anzeigen
    Ist das ein ernst zu nehmendes Gegenargument? Ich trinke am Morgen einen Fairtrade-Kaffee, danach ist das Gutmensch-Budget des Tages aufgebraucht.
    Schau, man kann das schon ins lächerliche ziehen. Den "Gutmensch" hast du jetzt ins Spiel gebracht.
    Schlussendlich ist es unsere Nachfrage die Leid verursacht. Das ist ein Fakt denn man natürlich leugnen und sich darüber lustig machen kann.

    Es geht nicht um einen Kaffee oder ein Stück Fleisch. Man muss generell seinen Konsum und seine Entscheidungen hinterfragen. Da ist es selbstverständlich am besten wenn dein Kaffee Fairtrade und am besten aus Direkthandel kommt. Schön wäre dann wenn du nicht damit aufhörst sondern auch bei der Kleiderbestellung am Nachmittag ein soziales und nachhaltiges Unternehmen berücksichtigst, welches die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden respektiert.

    Aber ja, solange wir uns darüber nur lustig machen und von irgendwelchen Gutmenschen-Budgets für Kaffee reden, wird sich die Welt nicht dauerhaft ändern. Daran wird auch die KVI nichts ändern.

    Nur Kinderarbeit zu bekämpfen bringt m.E sowieso nichts. Die Alternativen für Kinder, Geld nach hause zu bringen, sind oft furchtbarer als einen schlecht bezahlten Job.
    Traurig aber wahr. Kinderarbeit ist vermutlich in vielen Familien notwendig, damit diese überhaupt überleben. Was selbstverständlich nicht für Kinderarbeit sprechen soll, um Gottes Willen. Zeigt aber wie kaputt das Ganze ist.

    Zitat Zitat von händsche Beitrag anzeigen
    Es ist im Gesetz ziemlich klar geregelt, ab wann eine Gesellschaft als KMU gilt... Auch bei Konzernen
    Kannst du das bitte ein wenig ausführen bzw. die entsprechenden Gesetzesabschnitte posten. Vielen Dank!

    Zitat Zitat von Aficionado Beitrag anzeigen
    Die Partei, welche ein CH Unternehmen anklagt, muss in die Schweiz anreisen, denn der Prozess findet immer in der Schweiz statt. Dies verunmöglicht Klagen von einzelnen Individuen schon nur aus finanz. Gründen. Und Unternehmen oder reiche Einzelpersonen können sich ja bekanntlich in CH freikaufen.
    Danke für den Input. U.A. deswegen halte ich die KVI für den falschen Ansatz. Es werden sich irgendwelche NGO's positionieren und ein paar öffentlich wirksame Klagen in Gang bringen. Schön wenn das bereits etwas bringt. Den meisten wird dies aber nicht helfen.
    Einzelne Individuen werden sowieso nie klagen, weil die meisten ihre Rechte nicht kennen.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  20. #50
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Das erste Argument überzeugt mich schon lange nicht mehr. Das ist einfach das Standardargument der Bürgerlichen bei jeder Initiative, die die unternehmerische Freiheit neu regeln will. Sei es mehr Ferien, mehr Steuern, Mindestlohn oder sonstiges. Ich rate dir mal dringend ein paar historische Quellen diesbezüglich zu konsultieren. Entsprechende Argumente gab es bei der unternehmerischen Seite schon, als man ihnen androhte, ihre "Freiheit" wegzunehmen, Kinder anzustellen.
    Danke auch für deine Antwort.

    Ja das ist oft die Standardantwort der Wirtschaftsverbände. Ich habe aber versucht dieses Argument nicht wirtschaftlich auszulegen, ist mir aber wohl nicht gelungen Ich wollte die Wirtschaft (Arbeitsplätze, Steuern, etc.) eigentlich aussen vor lassen und nur darauf hinweisen, dass den Menschen vor Ort (also dort wo die Menschenrechts-Verletzungen begannen werden) nicht geholfen wird, wenn es eine rein schweizerische Lösung gibt und man sich dieser entziehen kann mit einem Wegzug. Es geht ja bei der KVI nicht nur um eine Woche Ferien (=ein paar Fränkli mehr Ausgaben) sondern um Aufwand, Sorgfaltspflichten und Verantwortung. Deshalb aus meiner Sicht nicht ganz vergleichbar mit den Wirtschaftsinitiativen die du ansprichst, aber selbstverständlich ist auch hier nicht abzusehen, wie die Firmen reagieren. Würden sie wegziehen hat die KVI keinen Effekt mehr auf das Leben der Menschen, weshalb ich eine internationale Lösung bevorzugen würde.

    Das zweite Argument ebenso wenig. Gerade Tochtergesellschaften sind ein Ziel dieser Initiative. Man könnte dies auch die "Glencore"-Klausel nennen.
    Ich meinte damit, dass Unternehmen versuchen könnten, die Beziehungen zu verschleiern. Dann ist es in der Schweiz halt eben keine Tochterfirma mehr, sondern nur noch ein Lieferant. Keine Ahnung wie das geht, ich glaube aber da sind die Firmen und Juristen genug kreativ um Schlupflöcher zu finden. Versteh mich nicht falsch, dies wäre moralisch höchst verwerflich und würde kein gutes Licht auf die Unternehmen werfen. Aber auch hier geht es mir darum: Würde es den Menschen vor Ort noch was bringen?

    Und das dritte Argument ist schlichtweg nichtig. Es spielt doch keine Rolle, ob die gewöhnlichen Menschen die Menschenrechte kennen, wobei es natürlich zu begrüssen wäre und es sicherlich das Ziel sein muss, möglichst viele Menschen dazu aufzuklären, sprich entsprechende Bildung fördern. Es geht aber darum, dass diejenigen welche Macht über Menschenleben besitzen (politisch, juristisch, wirtschaftlich, sozial, kulturell usw.) die Menschenrechte kennen und sich daran halten.
    Interessant, ich glaube wir nehmen hier einfach eine komplett andere Ansicht der KVI ein. Du erhoffst dir von der KVI dass sich die Konzerne zum Besseren bewegen. Bei mir steht die andere Seite im Zentrum, dass Menschen die Möglichkeit haben für ihr Recht zu klagen und sich zu wehren. Ich glaube deshalb liefern wir auch ganz andere Argumente.

    Und das letzte Argument ist weiter ein Ausdruck dafür wie stark die Macht des Grosskapitals gegenüber dem juristischen und politischen Korrektiv geworden ist und das es nun endlich an der Zeit ist, diese Macht mit allen Mitteln zu brechen. Die Initiative ist zumindest ein Schritt dafür.
    Absolut. Ich heisse das auch nicht gut, ganz und gar nicht. Nur wird sich das mit der KVI auch nicht ändern. Ich denke nicht mal im Ansatz.

    Ich denke die Lösung muss auf die Menschen vor Ort abzielen. Sie müssen ihre Rechte kennen und sich wehren können. Lokal in ihrem Land. Dann wird ein Schweizer Konzern gar nie mehr Menschen zu schlechten Bedingungen anstellen können. Falls doch wehren sich die Leute vor Ort und es wird ihnen auch geholfen.

    Ein Beispiel dass ich mal gelesen habe war aus einer Fairtrade Blumenzucht in Kenia. Dies wurde dort als Projekt eingeführt um die bereits vorherrschenden Zustände zu verbessern. Man hat die Menschen aufgeklärt was ihre Rechte sind. Frauen wurde erklärt dass es nicht "normal" ist wenn sie vom Chef geschlagen, misshandelt oder sexuell missbraucht werden. Es wurden Anlaufstellen eingerichtet, bei denen Mitarbeitende klagen können. Gewerkschaften wurden ebenfalls eingeführt. Das Geld floss ausserdem in die Taschen aller und nicht nur in die Koffer ein paar Wenigen.

    Aber ja, ich bin mir bewusst dass dies leider nur einzelne Projekte sind. Dies müsste man nachhaltig fördern. Finanziell fördern, z.B. mit einem Anteil der MwSt, die ja quasi Konsumsteuer ist.

    Kann man dann auch noch eine Transparenz für den Konsumenten schaffen, würde die Welt meiner Meinung nach schon viel besser werden. In meiner Vision stelle ich mir Bilder auf den Produkten vor wie bei Zigarettenpäckli. Der Konsument sieht auf dem einen Produkt Kinderarbeit, vergiftete Flüsse, krebskranke Arbeiterlungen, etc. Und auf dem anderen Produkt glückliche Arbeiter/innen die genügend Geld erhalten, Kinder die zur Schule gehen und am besten eine Produktverarbeitung vor Ort.

    Jaja, Vision halt, sag mir jetzt einfach "you're dreamer"

    Shops wie Gabana sind ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
    https://www.gebana.com/shop/de-ch/
    Dies sollte man fördern.

    PS: Ich arbeite nicht bei Gebana und profitiere nicht von diesem Link. Bin ausschliesslich glücklicher Käufer.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  21. #51
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Kannst du das bitte ein wenig ausführen bzw. die entsprechenden Gesetzesabschnitte posten. Vielen Dank!

    S OR definiert grösseri Unternähme mit 20/40/250 sowohl bi dr Buechfüehrig, bi dr Revision als au bi dr Pflichte zur Konzernrächnig. Au s Initiativkommitee will die definition verwände: https://konzern-initiative.ch/wp-con...gesetz-kvi.pdf


    Was genau isch dini befürchtig? Dass das Parlament wo dr völlig unnötig Gegevorschlag agnoh het, die Initiative härter Umsetzt, als dasses d Initiante fordere? Hets das irgendeinisch in dr Gschicht vo dr Schwiz scho mol geh?


    Kasch mr bitte no sage, was genau dr Zuesatzufwand isch, wo me muess mache, wo nid bereits jetzt jedes vernünftigs Unternähme macht?
    Geändert von händsche (11.11.2020 um 15:17 Uhr)

  22. #52
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Danke für den Input. Das heisst aber bei der Abstimmung weiss ich nicht über was ich abstimme. Vielleicht wird Glencore die einzige Firma sein, die betroffen ist. Vielleicht (unwahrscheinlich) wird jedes KMU mit 5 Leuten betroffen sein.
    Das ist eigentlich die Regel. Die Initiative inkl. Verfassungstext legt den Rahmen fest. Für die Präzisierung ist dann das Parlament da. Ich denke, bei der Abstimmung weisst Du sehr wohl, über was Du abstimmst. Aber für ein Gegenargument ist halt noch vieles recht Gehen wir beide davon aus, dass KMUs weitgehend ausgeschlossen sein werden. Erst recht nicht bei der aktuellen Parlamentszusammensetzung. Und nein, Lieferanten der KMUs sind nicht betroffen.

  23. #53
    Erfahrener Benutzer Avatar von kogokg
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    Zitat Zitat von Fulehung Beitrag anzeigen
    Ich geh nur noch in Beizen wie den Werkhof Liebefeld, wo es nur Schweizer Zutaten gibt und deshalb kein böser ausländischer Kaffee auf der Menükarte steht.
    Lustigerweise kriegt man auch preiswerte Menus mit Zutaten aus der Region. Manche Beizer jammern halt lieber rum, statt sowas anzubieten.

  24. #54
    Erfahrener Benutzer Avatar von kogokg
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Schau, man kann das schon ins lächerliche ziehen. Den "Gutmensch" hast du jetzt ins Spiel gebracht.
    Schlussendlich ist es unsere Nachfrage die Leid verursacht. Das ist ein Fakt denn man natürlich leugnen und sich darüber lustig machen kann.

    Es geht nicht um einen Kaffee oder ein Stück Fleisch. Man muss generell seinen Konsum und seine Entscheidungen hinterfragen. Da ist es selbstverständlich am besten wenn dein Kaffee Fairtrade und am besten aus Direkthandel kommt. Schön wäre dann wenn du nicht damit aufhörst sondern auch bei der Kleiderbestellung am Nachmittag ein soziales und nachhaltiges Unternehmen berücksichtigst, welches die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden respektiert.
    Ich meinte das ausnahmsweise mal Ernst. Ich kaufe tatsächlich Solino aus Ähtiopien. Man kann nicht von einem Monat auf den anderen alles umstellen, aber immerhin ist das ein Anfang. Ein Kollege von mir gibt die Hälfte des Monatslohns für Nahrung aus der Region aus (von ca. 20 Lieferanten). Da ich die Hälfte der Exfrau abdrücke, liegt das halt nicht drin

    Die Frage ist halt; was braucht man wirklich von all dem Schrott, den wir konsumieren und macht es uns auch glücklich?

  25. #55
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    Zitat Zitat von kogokg Beitrag anzeigen
    Die Frage ist halt; was braucht man wirklich von all dem Schrott, den wir konsumieren und macht es uns auch glücklich?
    Pfui! Wachstum gibt es nicht wenn wir weniger konsumieren. Mit dieser Frage stellst du unser ganzes Wirtschaftssystem in Frage!

  26. #56
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    Man muss nicht alles immer überphilosophieren. Die Initiative hat eine klare Stossrichtung. Internationale Grosskonzerne mit Sitz in der Schweiz, die ohne Rücksicht auf Verluste die mangelnde Rechtslage in Failed States und Drittweltländern ausnutzen.

    Die ganze Produktionskettenkontrolle, wie Sportchef es macht, auf den Konsumenten abzuwälzen, wenn man es gleichzeitig für internationale Grosskonzerne als zu schwierig erachtet - der Witz dieses Threads.

    Es ist ziemlich eindeutig eine Lex Glencore. Die KMUs sind laut Initiativtext und Haftungsbestimmungen des Gesetzesvorschlags des Initiativkomitees zu 0,0% betroffen.

    Sollen etwa wir Konsumenten jetzt auch noch die ganze Recherchearbeit machen, ob und wie ein Grosskonzern produziert? Wie realistisch und überhaupt möglich ist das? Ganz zu schweigen von den Auswüchsen, die es dann auch wieder gibt, wenn ein Unternehmen keine gute PR hat oder durch Schmutzkampagnen seiner Konkurrenten der "Cancel Culture" zum Frass vorgeworfen wird... Es gibt gute Gründe weshalb wir für gewisse Dinge Gerichte und das Recht entscheiden lassen und eben nicht den "Pöbel"...

  27. #57
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    Zitat Zitat von kogokg Beitrag anzeigen
    Lustigerweise kriegt man auch preiswerte Menus mit Zutaten aus der Region. Manche Beizer jammern halt lieber rum, statt sowas anzubieten.
    Da sind wir auf dem richtigen Weg. Kaviar aus CH soll es ja schon geben und die Shrimps Fabrik in Rheinfelden, die von der Abwärme der Saline Shrimps züchtet, ist einfach nur genial. Super Idee, Daumen hoch! Es gibt noch viele solche Beispiele!

    Auch die vielen Hofläden sind eine Bereicherung für den Konsumenten.
    Geändert von Aficionado (12.11.2020 um 10:19 Uhr)

  28. #58
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    Zitat Zitat von kogokg Beitrag anzeigen
    Ich meinte das ausnahmsweise mal Ernst. Ich kaufe tatsächlich Solino aus Ähtiopien. Man kann nicht von einem Monat auf den anderen alles umstellen, aber immerhin ist das ein Anfang. Ein Kollege von mir gibt die Hälfte des Monatslohns für Nahrung aus der Region aus (von ca. 20 Lieferanten). Da ich die Hälfte der Exfrau abdrücke, liegt das halt nicht drin

    Die Frage ist halt; was braucht man wirklich von all dem Schrott, den wir konsumieren und macht es uns auch glücklich?
    Alle machen sie dumme Sprüche über Produkte aus China (die qualitativ auch immer besser werden) aber niemand möchte europäische Preise bezahlen oder gar darauf verzichten (logisch, es gibt Leute, die können sich das schlicht nicht leisten. Viele fahren dann aber trotzdem einen BMW M5 o.ä).
    Ich bin soweit, dass ich für Qualität gerne höhere Preise bezahle, wenn ich das Produkt auch nach zehn oder zwanzig Jahren noch benützen kann (auch bei Kleidern, made in Europe, USA oder Japan > Schuhe, Lederjacken...). Elektronische Produkte ausgeschlossen, da fast nicht mehr möglich (hab zwar einen Technisat TV und Receiver).

  29. #59
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    Warum ist eigentlich dieser orange Abstimmungskampf so gehässig? Macht die Facebook-Blase auf beiden Seiten so aggressiv oder liegts am nervigen Corona-Jahr? Inzwischen fliegen selbst in den Kirchen die Fetzen (siehe Erscheinungsverbot für Nidwaldner Kirchenzeitung). Bin kurz davor, gar nicht abstimmen zu gehen, weil ich in diesem Jahr nicht auch noch Nerven für Politikerlügen habe.

  30. #60
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tsunami
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    Zitat Zitat von Fulehung Beitrag anzeigen
    Warum ist eigentlich dieser orange Abstimmungskampf so gehässig? Macht die Facebook-Blase auf beiden Seiten so aggressiv oder liegts am nervigen Corona-Jahr? Inzwischen fliegen selbst in den Kirchen die Fetzen (siehe Erscheinungsverbot für Nidwaldner Kirchenzeitung). Bin kurz davor, gar nicht abstimmen zu gehen, weil ich in diesem Jahr nicht auch noch Nerven für Politikerlügen habe.
    Für mich gibt es nur zwei Gründe nicht abstimmen zu gehen:
    a) wenn die pro- und contra Argumente gleich gut resp. gleich schlecht sind (eine leere Stimmabgabe ist mir da zu blöde).
    b) mich das Thema überhaupt nicht interessiert.

    Aber nur weil der Abstimmungskampf aggressiv sein soll nicht abstimmen gehen? Da müsste man ja bei der Hälte der Abstimmungen zuhause bleiben.

    Mach es doch so wie ich: Zettel ausfüllen und abgeben. Dann kannst du in Ruhe und mit einem Lächeln die Diskussion verfolgen.

    Bei diesen beiden Abstimmungen hatte ich genügend Infos um das Kreuz an der richtigen Stelle zu setzen.

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