Umfrageergebnis anzeigen: Abstimmung

Teilnehmer
73. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Begrenzungsinitiative: Ja

    21 28,77%
  • Begrenzungsinitiative: Nein

    48 65,75%
  • Änderung des Jagdgesetzes: Ja

    13 17,81%
  • Änderung des Jagdgesetzes: Nein

    47 64,38%
  • Änderung des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer: Ja

    18 24,66%
  • Änderung des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer: Nein

    38 52,05%
  • Änderung des Erwerbsersatzgesetzes: Ja

    35 47,95%
  • Änderung des Erwerbsersatzgesetzes: Nein

    20 27,40%
  • Bundesbeschluss über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge: Ja

    24 32,88%
  • Bundesbeschluss über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge: Nein

    49 67,12%
Multiple-Choice-Umfrage.
Seite 10 von 11 ErsteErste ... 891011 LetzteLetzte
Ergebnis 271 bis 300 von 304

Thema: Volksabstimmung vom 27. September 2020

  1. #271
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
    Registriert seit
    08.10.2007
    Ort
    Dorpat
    Beiträge
    7.357

    Standard

    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    . ETH und Master Studenten mit IT Bezug können ihre RS im Zusammenhang mit Cybersecurity absolvieren. Das hat meiner Meinung nach grosses Potential.
    Naja nur haben Masterstudenten meistens die RS längstens hinter sich und befinden sich im WK-Modus. Meistens machen die Damen und Herren ihre RS VOR Studiumsbeginn.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  2. #272
    Erfahrener Benutzer Avatar von fcbblog.ch
    Registriert seit
    04.06.2017
    Beiträge
    694

    Standard

    Lauter historische Argumente, wild zusamengewürfelt...

    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Hitler hat die Schweiz kaum nicht angegriffen, weil die Schweiz wegen dem Reduit zu stark war. Es hat sich schlichtweg nicht gelohnt. Man hätte gegen die Schweiz gewonnen, keine Frage. Aber das hätte Zeit und Ressourcen gebunden, "Abschreckung" eben. Böse Zungen behaupten nun natürlich, die Schweiz hat Hitler in einigen Themen unter die Armee gegriffen und war deshalb fein raus. Das kann ich weniger beurteilen.
    Das behaupten doch nicht nur böse Zungen... Es gab für Hitler schlicht keinen militärischen Grund die Schweiz anzugreifen (man war ja nicht im Krieg miteinander), bis es eh bereits zu spät war. Deutschland konnte ausserdem seine Interessen gegenüber der Schweiz in beiden Weltkriegen aufgrund der schweizerischen Abhängigkeit in der Energieversorgung immer sehr einfach durchsetzen. Wurde nicht gespurt, reduzierte Deutschland die Kohlelieferungen und in der Schweiz durfte man frieren und kalt essen. Von Machtergreifung der Nazis bis zum Ausbruch des Krieges ging es übrigens doch noch sechs Jahre.[/QUOTE]

    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Bei vielen deiner erwähnten Beispiele gibt es nicht nur schwarz oder weiss. Bei meinem Beispiel der Organspende gibt es nur schwarz oder weiss. Entweder man spendet oder nicht. Viele sind aus Prinzip dagegen. Ich bezweifle aber dass sie auch dagegen sind Organe zu empfangen.
    Ähnlich sehe ich es beim Auftrag der Armee. Man möchte nicht in Beschaffungen investieren die dazu dienen dass die Armee ihren Auftrag wahr nehmen kann. Gleichzeitig bezweifle ich dass man bei einem Ernstfall (z.B. bei den 270 Live Missions und 20 Hot Missions pro Jahr) auf den Dienst der Armee verzichten möchte, wenn man "persönlich" bedroht ist. Ein Flugzeug "ausser Kontrolle" kann dabei schon eine Bedrohung darstellen.
    Welches Bedrohungsszenario könnte in den nächsten 20 Jahren eintreten, für das aktuell High-Tech Kampfjets benötigt würden und nicht auch mit ein paar Schrottmühlen, einer billigeren Variante oder per Boden-Luft-Abwehr gelöst werden könnte? Welche Art von Luftangriff könnte es geben, wo die Luftwaffe mit neuen Jets nicht trotzdem so unterlegen wäre, dass innerhalb eines Tages alle vom Himmel geholt würden.

    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Wär hätte vor 50 Jahren gedacht dass Russland über Nacht illegal Teile von Georgien oder der Ukraine annektiert?
    Wär hätte am Ende des zweiten Weltkrieges gedacht, dass die Sowjetunion einige Jahre später den konkreten Plan hatte Westeuropa einzunehmen und dabei konkret als erstes die Schweiz erobern wollte, um einen Korridor in der Mitte zu erhalten?
    Weltpolitik ist schwer planbar.
    1970 also zwei Jahre nach dem Prager Frühling hätte das so ziemlich jeder für ein realistisches Szenario gehalten. Auch dass Russland sich als Militärmacht wieder behauptet und militärische Operationen in ihrem Hinterhof (ehemaliges Gebiet der Sowjetunion) durchführt, ist doch spätestens seit dem Tschetschenienkrieg bekannt.

    Auch dein zweites Beispiel ist eher unpassend - da die Angst vor so einem Szenario so ziemlich sicher jeden Westeuropäischen und oder Amerikanischen Aussenpolitiker bewegte, den ganzen kalten Krieg hindurch, aber insbesondere in den Jahren direkt nach dem Weltkrieg. Denn es gingen nicht nur viele deutsche sondern auch westliche Politiker mehr oder weniger davon aus, dass Hitlers Krieg gegen die Sovjetunion auch einen präventiven Charakter hatte. Dass Stalin, sofern man es ihm ermöglicht, in Westeuropa einfallen würde, war damals sozusagen "common ground".

    Was mir an deinen Beispielen und den Aussagen der Luftwaffenoffiziere fehlt, sind mittelfristig realistische Bedrohungsszenarien, welche den Einsatz von teuren Jets nötig machen. Für mich siehts schwer danach aus, als wolle die Luftwaffe einfach das teuerste Spielzeug, weil man es sich ja leisten kann.

  3. #273
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
    Registriert seit
    08.10.2007
    Ort
    Dorpat
    Beiträge
    7.357

    Standard

    Man wäre ehrlicher, wenn man eine Initiative starten würde, welche die Abschaffung der Luftwaffe und gleichzeitige (offizielle) Anbindung an die NATO fordern würde.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  4. #274
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    19.06.2014
    Ort
    Nordost
    Beiträge
    179

    Standard

    Mit der Konzernverantwortungsinitiative steht schon die nächste Idioten Abstimmungvorlage vor der Türe. Wer hat die Zeit sich so einen sinnlosen Wirtschaftsfeindlichen Müll auszudenken.

  5. #275
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tsunami
    Registriert seit
    09.01.2005
    Beiträge
    5.599

    Standard

    Zitat Zitat von Gauer Beitrag anzeigen
    Mit der Konzernverantwortungsinitiative steht schon die nächste Idioten Abstimmungvorlage vor der Türe. Wer hat die Zeit sich so einen sinnlosen Wirtschaftsfeindlichen Müll auszudenken.
    Du wagst es, ein solches Post gegen eine linke Initiative in einem Forum im linksten Kanton zu platzieren?

  6. #276
    Erfahrener Benutzer Avatar von fcbblog.ch
    Registriert seit
    04.06.2017
    Beiträge
    694

    Standard

    Hmm was spricht gegen die Initiative? Sozialversicherte spionieren wir schliesslich auch per Dedektiv aus. Warum also nicht unmoralisch und nach unseren Standards kriminell handelnde Schweizer Unternehmen an die Kandare nehmen?

  7. #277
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    13.05.2014
    Beiträge
    617

    Standard

    Zitat Zitat von Gauer Beitrag anzeigen
    Mit der Konzernverantwortungsinitiative steht schon die nächste Idioten Abstimmungvorlage vor der Türe. Wer hat die Zeit sich so einen sinnlosen Wirtschaftsfeindlichen Müll auszudenken.
    Um die Katze aus dem Sack zu lassen: ich werde mit Ja stimmen.
    Fussball ist ein Spiel, das uns erfreuen sollte! Es darf nie als Vorwand missbraucht werden, um, Straftaten zu begehen oder Mitmenschen schlecht zu behandeln.

  8. #278
    Erfahrener Benutzer Avatar von Patzer
    Registriert seit
    14.08.2005
    Ort
    Regio Basel
    Beiträge
    7.472

    Standard

    unbedingt ja stimmen!

  9. #279
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
    Registriert seit
    28.01.2006
    Ort
    Im Exil (Bern)
    Beiträge
    5.111

    Standard

    Zitat Zitat von fcbblog.ch Beitrag anzeigen
    Welches Bedrohungsszenario könnte in den nächsten 20 Jahren eintreten, für das aktuell High-Tech Kampfjets benötigt würden und nicht auch mit ein paar Schrottmühlen, einer billigeren Variante oder per Boden-Luft-Abwehr gelöst werden könnte? Welche Art von Luftangriff könnte es geben, wo die Luftwaffe mit neuen Jets nicht trotzdem so unterlegen wäre, dass innerhalb eines Tages alle vom Himmel geholt würden.
    Z.B. die bereits x-fach erwähnten Live- und Hot-Missions die jedes Jahr geflogen werden. Die sind nicht nur ein Bedrohungsszenario, sondern Realität.

    Ich habe noch keine einzige Alternative dazu gehört, die nicht einfach von einem Berufspolitiker oder GsoA Mitglied stammt, sondern auch von einem Experten bestätigt wurde. Einzige Reaktion eines Experten auf eine Alternative war vom Hersteller dieses Trainingsflugzeugs der gesagt hat, so wie sich das die Gegner vorstellen, geht es nicht mit ihren Flugzeugen.

    Was mir an deinen Beispielen und den Aussagen der Luftwaffenoffiziere fehlt, sind mittelfristig realistische Bedrohungsszenarien, welche den Einsatz von teuren Jets nötig machen. Für mich siehts schwer danach aus, als wolle die Luftwaffe einfach das teuerste Spielzeug, weil man es sich ja leisten kann.
    Realistisch ist immer schwierig zu beurteilen. Realistisch ist vieles. Wahrscheinlich? Wer kann das schon beurteilen?
    Hier wird vieles gut erklärt, was die Aufgaben der Luftwaffe sind, in welchen Szenarien, in welchen Lagen:
    https://www.vbs.admin.ch/content/vbs...mtsystem-d.pdf

    Selbstverständlich findest du dort keine Prozentzahlen, wie wahrscheinlich welche Lage ist.

    Hier gibt es ausserdem eine Einschätzung und Zusammenfassung der Bedrohungslage.
    https://www.vbs.admin.ch/content/vbs..._Air2030_d.pdf
    Vorallem Kapitel 3.2 und 4 sind relevant, am Schluss gibt es eine Zusammenfassung in Form einer Grafik.

    Oder hier, 6.2-6.5
    https://www.vbs.admin.ch/content/vbs...-Zukunft-d.pdf

    Konkrete Prozentzahlen gibt es nirgends. Ich weiss auch nicht wie man dies abschätzen könnte. Fakt ist: Kommt etwas, kann man nicht mehr reagieren wenn man nicht bereits früher investiert hat.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  10. #280
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
    Registriert seit
    28.01.2006
    Ort
    Im Exil (Bern)
    Beiträge
    5.111

    Standard

    Zitat Zitat von Malinalco Beitrag anzeigen
    Das Gegenargument ist ja eben, dass die Pandemie zeigt, dass man gar nicht auf alles vorbereitet sein kann. Und dass es deswegen viel billiger ist, keine Vorhalteleistungen zu haben, aber dann im Eintretensfall alles sehr schnell hochzufahren. Klar, die Expertise geht verloren und es dauert 3 bis 24 Monate, bis das alles dann wieder da ist. Aber wenn wir halt eben gar nie mehr eine Festungsartillerie brauchen, dann hätten wir sie auch nicht vorhalten müssen.
    Deine Argumentation verstehe ich nicht.

    Du sagst also, weil die Pflichten des Plans nicht eingehalten wurden ist der Plan an sich zu 100% wirkungslos und man soll in Zukunft lieber gleich auf den ganzen Plan verzichten?

    Das macht für mich keinen Sinn. Warum nicht einfach mal den Plan einhalten und umsetzen, an dem viele schlaue Experten und Köpfe involviert waren?! Du willst lieber noch unvorbereiteter in eine Pandemie starten?
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  11. #281
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    07.12.2004
    Beiträge
    2.358

    Standard

    Zitat Zitat von fcbblog.ch Beitrag anzeigen
    1970 also zwei Jahre nach dem Prager Frühling hätte das so ziemlich jeder für ein realistisches Szenario gehalten. Auch dass Russland sich als Militärmacht wieder behauptet und militärische Operationen in ihrem Hinterhof (ehemaliges Gebiet der Sowjetunion) durchführt, ist doch spätestens seit dem Tschetschenienkrieg bekannt.
    Diese Gefahr wurde damals übertrieben. Die damalige UdSSR beschränkte sich auf die Kontrolle ihres Reiches und ihrer damaligen Vasallen-Staaten. Sie hatte gar nicht das Potential, Westeuropa einzunehmen. Im Gegenteil, sie profitierte wirtschaftlich vom Westen.

  12. #282
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    19.06.2014
    Ort
    Nordost
    Beiträge
    179

    Standard

    Zitat Zitat von fcbblog.ch Beitrag anzeigen
    Hmm was spricht gegen die Initiative? Sozialversicherte spionieren wir schliesslich auch per Dedektiv aus. Warum also nicht unmoralisch und nach unseren Standards kriminell handelnde Schweizer Unternehmen an die Kandare nehmen?
    Es wird aber nicht verlangt das alle Sozialversicherte beweisen müssen, dass sie unschuldig sind.
    Die paar Konzerne welche wirklich scheisse bauen sind schnell in UK oder Liechtenstein. Die restlichen Schweizer Unternehmen werden dafür mit noch mehr Bürokratie und Kosten belastet und dann hauen auch die bald ab oder verlegen mindestens denn Steuerlichen Sitz.
    Geändert von Gauer (30.09.2020 um 15:42 Uhr)

  13. #283
    Erfahrener Benutzer Avatar von dasrotehaus
    Registriert seit
    22.02.2015
    Beiträge
    1.107

    Standard

    Zitat Zitat von badandugly Beitrag anzeigen
    Um die Katze aus dem Sack zu lassen: ich werde mit Ja stimmen.
    Stimmbeteiligung ist wichtig, deswegen: göhnt jo go abstimme!

  14. #284
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    29.12.2004
    Beiträge
    749

    Standard

    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Deine Argumentation verstehe ich nicht.

    Du sagst also, weil die Pflichten des Plans nicht eingehalten wurden ist der Plan an sich zu 100% wirkungslos und man soll in Zukunft lieber gleich auf den ganzen Plan verzichten?

    Das macht für mich keinen Sinn. Warum nicht einfach mal den Plan einhalten und umsetzen, an dem viele schlaue Experten und Köpfe involviert waren?! Du willst lieber noch unvorbereiteter in eine Pandemie starten?
    Ja. Wobei hier ein Unterschied zwischen Pandemie und Krieg zu ziehen ist. Während Pandemien ständig auftreten, wir also Einsätze haben und ständig davon lernen und das Gesundheitssystem auch täglich sonst brauchen, stimmt das bei der Landesverteidigung nicht.

    Man kann jede Kapazität innerhalb von 10 Jahren aufbauen, wenn man sie dann braucht, und wenns dann wirklich nötig ist, gehts auch schneller. Sieh dir die amerikanische Armee 1932 und dann 1942 an. Dadurch, dass wir uns wahnsinnig viele Vorhaltekapazitäten leisten - verglichen mit Österreich, Tschechien oder Dänemark - verpuffen wir viele Ressourcen. Ohne Ernsteinsatz sind diese auch nicht getestet, und entsprechend - Behauptung meinerseits - auch nicht einsetzbar im Ernstfall. Diese Ressourcen wären besser investiert in einer Kernkernkern-Armee, die Pläne hat, sich aufzublasen - eben innert 10 Jahren oder so. Denn wir können gar nicht alles abdecken, dafür müsste das Budget der Armee wohl fünf Mal so gross sein, um mit den Innovationen weltweit mithalten zu können.

    Also: Basierend auf dem jetzigen Verfassungsauftrag braucht die Armee die Flieger, aber ich halte einfach den Armeeauftrag für falsch, denn gerade in der Luftverteidigung (und auch Cyberabwehr) müsste man in grösseren Räumen denken können dürfen.

  15. #285
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
    Registriert seit
    28.01.2006
    Ort
    Im Exil (Bern)
    Beiträge
    5.111

    Standard

    Zitat Zitat von Rotblau Beitrag anzeigen
    Diese Gefahr wurde damals übertrieben. Die damalige UdSSR beschränkte sich auf die Kontrolle ihres Reiches und ihrer damaligen Vasallen-Staaten. Sie hatte gar nicht das Potential, Westeuropa einzunehmen. Im Gegenteil, sie profitierte wirtschaftlich vom Westen.
    Das ist schlichtweg falsch. Die Karten für die Einnahme der Schweiz existierten detailgenau. Warum wohl hat die Schweiz an allen wichtigen Brücken Sprengstoff angebracht? Wohl kaum weil die Gefahr übertrieben war.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  16. #286
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
    Registriert seit
    13.08.2008
    Beiträge
    789

    Standard

    Zitat Zitat von Gauer Beitrag anzeigen
    Mit der Konzernverantwortungsinitiative steht schon die nächste Idioten Abstimmungvorlage vor der Türe. Wer hat die Zeit sich so einen sinnlosen Wirtschaftsfeindlichen Müll auszudenken.
    Stimmt was füre Idiotie, wenn me will, dass sich Konzern an Menscherächt halte.

  17. #287
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    28.03.2014
    Beiträge
    171

    Standard

    Zitat Zitat von händsche Beitrag anzeigen
    Stimmt was füre Idiotie, wenn me will, dass sich Konzern an Menscherächt halte.
    Menschenrechte sind Wirtschaftsfeindlich! Und Umweltschutz auch! Es reicht völlig das wir das bei uns haben, das brauchen der Neger nicht, der wüsste gar nicht wie er damit umgehen soll.

  18. #288
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
    Registriert seit
    28.01.2006
    Ort
    Im Exil (Bern)
    Beiträge
    5.111

    Standard

    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Menschenrechte sind Wirtschaftsfeindlich! Und Umweltschutz auch! Es reicht völlig das wir das bei uns haben, das brauchen der Neger nicht, der wüsste gar nicht wie er damit umgehen soll.
    Da kannst du jetzt noch so polemisch und sarkastisch ein Thema ins Lächerliche ziehen. Das ist in der Tat ein grosses Problem. Viele Menschen wissen gar nicht, was ihre Menschenrechte sind. Dazu bräuchte es noch viel Aufklärung auf der ganzen Welt. Beispiel: Frauen in Kenya wurde im Rahmen eines Fairtrade Projekts beigebracht, dass es nicht ok oder Standard ist, wenn sie von ihren Chefs missbraucht werden. Das wussten sie schlichtweg nicht, für sie war es ganz normal am Arbeitsplatz (sexuell) missbraucht zu werden. Da nützt es dann auch nichts wenn man kontrolliert, wenn die Menschen gar nicht wissen dass sie falsch behandelt werden und dass sie Rechte hätten.
    Ähnliches kenne ich aus Südostasien wo verschiedene Organisation in ganz kleinen Schritten damit vorwärtskommen.

    Die Initiative ist für mich aus verschiedener Hinsicht nicht sinnvoll und gaukelt einfach ein "gutes Gewissen" vor, womit man denkt die Sache sei damit erledigt.
    - Einerseits scheint sie gemäss Initiativtext trotz Dementierung des Initiativkomitees für alle Unternehmen mit Sitz in der Schweiz zu gelten. Auch KMU's. (Initiativtext: der Unternehmen mit satzungsmässigem Sitz, Hauptverwaltung oder Hauptniederlassung in
    der Schweiz)
    - Allen Unternehmen die sauber arbeiten (vermutlich die grosse Mehrheit) wird ein massiver Aufwand auferlegt
    - "diese Pflichten gelten in Bezug auf kontrollierte Unternehmen sowie auf sämtliche Geschäftsbeziehungen" -> Wie soll das umsetzbar sein? Jedes Unternehmen muss also zwingend jedes andere Unternehmen prüfen, mit dem es Geschäftsbeziehungen aufrecht erhält, also z.B. für Importe. Das Unternehmen haftet ja für diese Geschäftsbeziehung, auch wenn es sich dabei um einen Kauf in einem Webshop handelt.
    - " sie haften dann nicht nach dieser Bestimmung, wenn sie beweisen, dass sie alle gebotene Sorgfalt gemäss Buchstabe b angewendet haben" -> das dürfte dann Juristenfutter werden, klingt nach einem simplen Schlupfloch für die Unternehmen
    - Unternehmen wandern einfach ab wenn ihnen die Hürden zu gross werden. Der Schweizer Konsument kann dann noch genauso das "Sklaven-Handy" oder blutiger Schmuck kaufen.
    - "gelten unabhängig vom durch das internationale Privatrecht bezeichneten Recht" -> Dieser Punkt ist heikel, der Schweizer masst sich also zu, die Rechte in anderen Ländern zu beurteilen, im Sinne von "die afrikanischen Länder können ja nicht für sich selbst sorgen"

    Mein Fazit:
    Würden uns die Menschenrechte, Arbeitsbedingungen und die Umwelt derart am Herzen liegen wie man mit dieser Initiative vorgaukelt, müssten wir alle mit dem FairPhone herumlaufen. Auch die Velos mit denen wir herumfahren dürften nur noch aus Europa stammen. Weiss jemand hier wo sein Velorahmen hergestellt wurde? Die Initiative geht nur ums "gute Gewissen", der tatsächliche Effekt den es unbedingt braucht, wird ausbleiben.

    Anstatt der Initiative bin ich dafür dass die Schweiz in drei Bereichen vorprescht und sogar eine Vorreiterrolle einnimmt:
    - Massive Unterstützung dieser Aufklärungsprojekte, damit weltweit jeder Mensch weiss was seine Rechte sind.
    - Förderung entsprechender Verantwortung und Strafen auf weltweiter Ebene, in der UN z.B. Ziel ist dass alle Firmen weltweit verpflichtet sind dafür zu sorgen, dass Menschenrechte und Umweltstandards eingehalten werden. Ist dies nicht möglich weil sich Länder weigern teilzunehmen, muss für grösstmögliche Transparenz gesorgt werden. Man muss wissen wer sich nicht daran hält und man muss wissen welche Unternehmen damit geschäften.
    - Sensibilisierungskampagne für Konsumenten. Konsumenten sollen wissen was sie kaufen und wissen was sie damit verursachen. Bei jedem Kauf muss sich der Konsument im Klaren sein, was dieser Kauf verursacht. Nimmt er Schaden in Kauf muss er das mit seinem Gewissen vereinbaren. Passt er sein Konsumverhalten an, müssen sich die Unternehmen sowieso radikal ändern.

    Vorreiterrolle übernehmen heisst auch zu investieren. Für diese Massnahmen braucht es Ressourcen und Geld. Gerne darf man entsprechendes beim Bund aufbauen, finanziert über z.B. eine kleine Erhöhung der Mehrwertsteuer und Unternehmenssteuer. Wir können und müssen uns dies leisten, sind wir doch mit unserem Konsum verantwortlich für das Leid.

    Schlussendlich sollte man ja den Menschen helfen. Nicht die Unternehmen bestrafen.
    Geändert von Pro Sportchef bim FCB (01.10.2020 um 11:40 Uhr)
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  19. #289
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
    Registriert seit
    13.08.2008
    Beiträge
    789

    Standard

    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    - Einerseits scheint sie gemäss Initiativtext trotz Dementierung des Initiativkomitees für alle Unternehmen mit Sitz in der Schweiz zu gelten. Auch KMU's. (Initiativtext: der Unternehmen mit satzungsmässigem Sitz, Hauptverwaltung oder Hauptniederlassung in der Schweiz)
    Art. 101a Abs. 2 lit. b « […]bei der Regelung der Sorgfaltsprüfungspflicht nimmt der Gesetzgeber Rücksicht auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen, die geringe derartige Risiken aufweisen»



    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    - Allen Unternehmen die sauber arbeiten (vermutlich die grosse Mehrheit) wird ein massiver Aufwand auferlegt
    Bei Unternehmen die «sauber» sind: Was für ein Mehraufwand fällt denn an, den sie nicht bereits jetzt machen müssen um «sauber» zu sein?


    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    - "diese Pflichten gelten in Bezug auf kontrollierte Unternehmen sowie auf sämtliche Geschäftsbeziehungen" -> Wie soll das umsetzbar sein? Jedes Unternehmen muss also zwingend jedes andere Unternehmen prüfen, mit dem es Geschäftsbeziehungen aufrecht erhält, also z.B. für Importe. Das Unternehmen haftet ja für diese Geschäftsbeziehung, auch wenn es sich dabei um einen Kauf in einem Webshop handelt.

    - " sie haften dann nicht nach dieser Bestimmung, wenn sie beweisen, dass sie alle gebotene Sorgfalt gemäss Buchstabe b angewendet haben" -> das dürfte dann Juristenfutter werden, klingt nach einem simplen Schlupfloch für die Unternehmen
    Nur damit ich das richtig verstehe: Als erstes beklagst du dich, dass gerade bei Geschäftsbeziehungen eine Prüfung unmöglich ist und danach, dass es eben gewisse Haftungsausschlüsse gibt?


    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    - Unternehmen wandern einfach ab wenn ihnen die Hürden zu gross werden. Der Schweizer Konsument kann dann noch genauso das "Sklaven-Handy" oder blutiger Schmuck kaufen.
    Was ist hier jetzt genau das Schlimme? Das sie abwandern oder dass nicht alles verhindert wird? Also wärst du in diesem Fall für eine Initiative, dass einen Verkauf von solchen Produkten verbietet?


    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    - "gelten unabhängig vom durch das internationale Privatrecht bezeichneten Recht" -> Dieser Punkt ist heikel, der Schweizer masst sich also zu, die Rechte in anderen Ländern zu beurteilen, im Sinne von "die afrikanischen Länder können ja nicht für sich selbst sorgen"
    Also ich habe ja gehört, dass in Kenia kennen die Frauen ihre Rechte gar nicht kennen…
    Ansonsten verstehe ich diese Argumentation null. Es geht um Menschenrechte.


    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Mein Fazit:
    Würden uns die Menschenrechte, Arbeitsbedingungen und die Umwelt derart am Herzen liegen wie man mit dieser Initiative vorgaukelt, müssten wir alle mit dem FairPhone herumlaufen. Auch die Velos mit denen wir herumfahren dürften nur noch aus Europa stammen. Weiss jemand hier wo sein Velorahmen hergestellt wurde? Die Initiative geht nur ums "gute Gewissen", der tatsächliche Effekt den es unbedingt braucht, wird ausbleiben.

    […]
    - Sensibilisierungskampagne für Konsumenten. Konsumenten sollen wissen was sie kaufen und wissen was sie damit verursachen. Bei jedem Kauf muss sich der Konsument im Klaren sein, was dieser Kauf verursacht. Nimmt er Schaden in Kauf muss er das mit seinem Gewissen vereinbaren. Passt er sein Konsumverhalten an, müssen sich die Unternehmen sowieso radikal ändern.
    […]
    Nochmals: Es gibt genügend Forschungsarbeit, die dir aufzeigt weshalb dies mit dem "verantwortungsbewussten Konsument" nicht funktioniert. Aber das wäre gar nicht nötig. Das kann man ja auch so sehen, dasses nicht funktinoniert...

  20. #290
    Erfahrener Benutzer Avatar von Baslerbueb
    Registriert seit
    17.12.2004
    Beiträge
    841

    Standard

    Zitat Zitat von Malinalco Beitrag anzeigen

    Man kann jede Kapazität innerhalb von 10 Jahren aufbauen, wenn man sie dann braucht, und wenns dann wirklich nötig ist, gehts auch schneller. Sieh dir die amerikanische Armee 1932 und dann 1942 an.
    1. Kann man doch diese Zeit nicht mit der heutigen hochtechnisierten Zeit vergleichen
    2. Und die USA schon gar nicht mit der CH

    Die USA konnte dazumal mit ihrer Industrie alle Kriegsgüter selbst produzieren, was in die Schweiz in Sachen Flieger und nicht nur bei den Flieger sicher nicht kann.

  21. #291
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    19.06.2014
    Ort
    Nordost
    Beiträge
    179

    Standard

    Zitat Zitat von händsche Beitrag anzeigen
    Stimmt was füre Idiotie, wenn me will, dass sich Konzern an Menscherächt halte.
    Kollektivstrafen sind Idiotisch egal wo. Es wird die Falschen treffen weil auch ein anständiges Unternehmen das weltweit Materialien und Dienstleistungen bezieht nicht dafür garantieren kann, das alles sauber ist. Daraus resultiert Rechtsunsicherheit und somit werden sich auch Unternehmen verpissen die sich nichts zu schulden lassen haben und Neuansiedlungen kannst du auch komplett vergessen.

  22. #292
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
    Registriert seit
    18.12.2004
    Beiträge
    6.077

    Standard

    Kann man so stehen lassen.
    Und um diesen Link ergänzen: https://unternehmensethik.ch/

  23. #293
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    12.06.2005
    Beiträge
    3.175

    Standard

    Und wer haftet genau für den ehemals verseuchten Boden in Kölliken und die noch immer verseuchten Gruben in Teuftal, Bonfol, Lippsgrube, Feldrebengrube, Rhein, Graviėre (Alsace),...? Vetmutlich wieder einmal der Steuerzahler.

  24. #294
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    12.06.2005
    Beiträge
    3.175

    Standard

    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Fast hätte ich einen perfekten Abstimmungssonntag gehabt, aber leider eben diese 8k Stimmen.

    Aber hauptsache die SVP kriegt weiter auf die Fresse. Seit der MEI 2014 habe sie keine Initiative mehr gewonnen und auch Wähleanteile eingebüsst.

    Ich hoffe es geht weiter so, und sie verlieren weiter Wähleranteile.
    Es kriegt nicht die SVP in die Fresse, sondern der in der Schweiz wohnhafte Angestellte, welcher im Wettbewerb mit ganz Europa steht. Bis 40 macht sich diese Tatsache noch nicht allzu stark bemerkbar (ab 45J gehörst dann langsam aber sicher zum alten Eisen). Aber als Staats- oder Kantonsangestellter (bist du doch als Historiker, nicht wahr?) kann dir das natürlich egal sein.

  25. #295
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
    Registriert seit
    16.05.2014
    Beiträge
    4.304

    Standard

    Zitat Zitat von Aficionado Beitrag anzeigen
    Es kriegt nicht die SVP in die Fresse, sondern der in der Schweiz wohnhafte Angestellte, welcher im Wettbewerb mit ganz Europa steht. Bis 40 macht sich diese Tatsache noch nicht allzu stark bemerkbar (ab 45J gehörst dann langsam aber sicher zum alten Eisen). Aber als Staats- oder Kantonsangestellter (bist du doch als Historiker, nicht wahr?) kann dir das natürlich egal sein.
    Ich arbeite übrigens in der Privatwirtschaft, aber vielen Dank für die Unterstellung!

    Fakt ist, dass unsere Wirtschaft komplett globalisiert ist. Dies betrifft vor allem den Finanzsektor. Kein Sektor wurde in den letzen Jahrzehnten so dereguliert wie jener. Und das sicherlich nicht von linker Seite, sondern von solch Koryphäen wie Thatcher, Kohl und Reagan, welche in ihrer Wirtschaftspolitik sehr SVP nahe sind. Allerdings muss man auch einräumen, dass die "Sozialdemokraten" Deutschlands, Frankreichs und Englands, keine wirkliche Opposition waren, sondern teils sogar selbst gewisse Deregulierungen vornahmen, damit sie Regierungsmacht erhalten.

    Man kann nun diesen Fakt, dass der Kapitalismus völlig globalisiert und dereguliert wurde, ignorieren und "SVP-like" in der Illusion leben, dass wenn man einzig die Zuwanderung reguliert, es in irgendeiner Art und Weise besser wird.

    Oder man kann das machen, was von linker Seite gefordert wird, nämlich dass die Arbeiterrechte, welche im Zuge der neoliberalen Deregulierung in den letzten 30 Jahren massiv ausgehöhlt wurden, wieder ein stärkeres Gewicht erhalten. Das wird aber nie und nimmer nur national gelingen, sondern im europäischen Kontext nur über die EU. Und das beginnt mit der stärken Regulierung des Bankenwesens, sprich des Finanzkapitalismus

    Leider ist dieses Konstrukt genauso von der Finanzlobby unterwandert, wie unsere Bundespolitik, sprich als allererstens muss die Korruption und der Lobbyismus bekämpft werden. Aber auch an dieser Front ist die SVP vergeblich zu suchen.
    Nid füre Lohn, für d'Region

    Zitat Zitat von LordTamtam Beitrag anzeigen
    Ich freu mich auf morgen früh. Dann geht das gejammer um Trump nochmals 4 Jahre weiter.

  26. #296
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    12.06.2005
    Beiträge
    3.175

    Standard

    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Ich arbeite übrigens in der Privatwirtschaft, aber vielen Dank für die Unterstellung!

    Fakt ist, dass unsere Wirtschaft komplett globalisiert ist. Dies betrifft vor allem den Finanzsektor. Kein Sektor wurde in den letzen Jahrzehnten so dereguliert wie jener. Und das sicherlich nicht von linker Seite, sondern von solch Koryphäen wie Thatcher, Kohl und Reagan, welche in ihrer Wirtschaftspolitik sehr SVP nahe sind. Allerdings muss man auch einräumen, dass die "Sozialdemokraten" Deutschlands, Frankreichs und Englands, keine wirkliche Opposition waren, sondern teils sogar selbst gewisse Deregulierungen vornahmen, damit sie Regierungsmacht erhalten.

    Man kann nun diesen Fakt, dass der Kapitalismus völlig globalisiert und dereguliert wurde, ignorieren und "SVP-like" in der Illusion leben, dass wenn man einzig die Zuwanderung reguliert, es in irgendeiner Art und Weise besser wird.

    Oder man kann das machen, was von linker Seite gefordert wird, nämlich dass die Arbeiterrechte, welche im Zuge der neoliberalen Deregulierung in den letzten 30 Jahren massiv ausgehöhlt wurden, wieder ein stärkeres Gewicht erhalten. Das wird aber nie und nimmer nur national gelingen, sondern im europäischen Kontext nur über die EU. Und das beginnt mit der stärken Regulierung des Bankenwesens, sprich des Finanzkapitalismus

    Leider ist dieses Konstrukt genauso von der Finanzlobby unterwandert, wie unsere Bundespolitik, sprich als allererstens muss die Korruption und der Lobbyismus bekämpft werden. Aber auch an dieser Front ist die SVP vergeblich zu suchen.
    Ich habe dir nur zu 3/4 etwas unterstellt. Ich gab dir ja die Chance, darauf zu antworten.

    Aus oekologischer und oekonomischer Sicht bringt Zuwanderung nichts (meine Fragen diesbezüglich sind noch immer unbeantwortet). Finnland und Schweden brauchen für Wohlstand auch keine Masseneinwanderung.

    Zum aktuellen Beitrag habe ich nichts einzuwenden. Da ticken wir in etwa gleich. In der Schweiz hat mittlerweile die Pharmabranche den Bankensektor abgelöst (deren Lobbyismus fängt bei der Preiabsprache für Medis an und endet bei der gezielten Rekrutierung von billig Fachkräften aus dem Ausland für Temporärjobs. Dazu braucht es natúrlich die entsprechenden und leider noch immer unbekannten Marionetten aus der Politik.
    Aber auch da spielt die Finanzwelt natürlich die entscheidende Rolle, da schlussendlich die Stakeholder (insb. Shareholder) den Ton angeben.
    Geändert von Aficionado (05.10.2020 um 19:17 Uhr)

  27. #297
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    13.05.2014
    Beiträge
    617

    Standard

    Zitat Zitat von Aficionado Beitrag anzeigen
    Ich habe dir nur zu 3/4 etwas unterstellt. Ich gab dir ja die Chance, darauf zu antworten.

    Aus oekologischer und oekonomischer Sicht bringt Zuwanderung nichts (meine Fragen diesbezüglich sind noch immer unbeantwortet). Finnland und Schweden brauchen für Wohlstand auch keine Masseneinwanderung.

    Zum aktuellen Beitrag habe ich nichts einzuwenden. Da ticken wir in etwa gleich. In der Schweiz hat mittlerweile die Pharmabranche den Bankensektor abgelöst (deren Lobbyismus fängt bei der Preiabsprache für Medis an und endet bei der gezielten Rekrutierung von billig Fachkräften aus dem Ausland für Temporärjobs. Dazu braucht es natúrlich die entsprechenden und leider noch immer unbekannten Marionetten aus der Politik.
    Aber auch da spielt die Finanzwelt natürlich die entscheidende Rolle, da schlussendlich die Stakeholder (insb. Shareholder) den Ton angeben.
    Der Ansatz stimmt in der Langfristigkeit nicht. Eigentlich ist es nur Physik, es geht ja um Ausgleich von Gefällen, von Konzentrationen, von verschiedenen Ladungen. Umgelegt auf den Globus und die Migration bedeutet ein sich stemmen gegen den Ausgleich einen immer grösseren Aufwand an Ressourcen. Wo ist jedoch der Nutzen dieser Ressourcen sinnvoller? Hier sicher für den Moment, auf die Dauer jedoch hält man dem Druck nicht stand. Frage ist nun, welcher Generation will man den "Dammbruch" aufhalsen? Ich behaupte mal, die Verlustängste bei uns sind aktuell grösser als die möglichen Folgen einer Zuwanderung. Klar ist es nicht lustig für die, die etwas zu verlieren haben. Aber vermutlich 50% der Menschen hat in ein paar Jahrzehnten nichts mehr zu verlieren, und diese Migration hält dann keine Politik mehr auf. Es ist ja nur ein Spiel auf Zeit.
    Geändert von badandugly (06.10.2020 um 16:03 Uhr)
    Fussball ist ein Spiel, das uns erfreuen sollte! Es darf nie als Vorwand missbraucht werden, um, Straftaten zu begehen oder Mitmenschen schlecht zu behandeln.

  28. #298
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    12.06.2005
    Beiträge
    3.175

    Standard

    Zitat Zitat von badandugly Beitrag anzeigen
    Der Ansatz stimmt in der Langfristigkeit nichts. Eigentlich ist es nur Physik, es geht ja um Ausgleich von Gefällen, von Konzentrationen, von verschiedenen Ladungen. Umgelegt auf den Globus und die Migration bedeutet ein sich stemmen gegen den Ausgleich einen immer grösseren Aufwand an Ressourcen. Wo ist jedoch der Nutzen dieser Ressourcen sinnvoller? Hier sicher für den Moment, auf die Dauer jedoch hält man dem Druck nicht stand. Frage ist nun, welcher Generation will man den "Dammbruch" aufhalsen? Ich behaupte mal, die Verlustängste bei uns sind aktuell grösser als die möglichen Folgen einer Zuwanderung. Klar ist es nicht lustig für die, die etwas zu verlieren haben. Aber vermutlich 50% der Menschen hat in ein paar Jahrzehnten nichts mehr zu verlieren, und diese Migration hält dann keine Politik mehr auf. Es ist ja nur ein Spiel auf Zeit.
    Wie du Naturgesetze mit dem unnötigen herumschieben von Menschen vergleichen kannst, ist mir ehrlich gesagt nicht ganz klar. Die Frage ist doch eigentlich relativ simple. Länder wie Österreich, Finnland, Schweden..., alles wohlhabende Länder und sogar in der bösen EU, sind auf eine derartige und überzogene Einwanderung von Fachkräften nicht angewiesen. Ósterreich hat meines Wissens nicht solch grosse multiglobale Konzerne wie die Schweiz (Glencore, Nestle, Roche, Novartis, Syngenta, ABB äh GE,...) aber hey, den Ósis geht es nicht schlechter als uns! Im Gegenteil, sie geniessen eine höhere Lebensqualität. Aber ja, das Modell Schweiz ist ja sooo erfolgreich (für die Abzocker).
    Geändert von Aficionado (06.10.2020 um 13:12 Uhr)

  29. #299
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
    Registriert seit
    08.10.2007
    Ort
    Dorpat
    Beiträge
    7.357

    Standard

    Zitat Zitat von Aficionado Beitrag anzeigen
    Wie du Naturgesetze mit dem unnötigen herumschieben von Menschen vergleichen kannst, ist mir ehrlich gesagt nicht ganz klar. Die Frage ist doch eigentlich relativ simple. Länder wie Österreich, Finnland, Schweden..., alles wohlhabende Länder und sogar in der bösen EU, sind auf eine derartige und überzogene Einwanderung von Fachkräften nicht angewiesen. Ósterreich hat meines Wissens nicht solch grosse multiglobale Konzerne wie die Schweiz (Glencore, Nestle, Roche, Novartis, Syngenta, ABB äh GE,...) aber hey, den Ósis geht es nicht schlechter als uns! Im Gegenteil, sie geniessen eine höhere Lebensqualität. Aber ja, das Modell Schweiz ist ja sooo erfolgreich (für die Abzocker).
    Österreich hat Wien und den Tourismus. That's it. Wir haben Zürich....noch Fragen?
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  30. #300
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    12.06.2005
    Beiträge
    3.175

    Standard

    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Österreich hat Wien und den Tourismus. That's it. Wir haben Zürich....noch Fragen?
    Ja klar, weil Austria seine Kohle nur mit Tourismus generiert, sind sie in einem Jahr trotzdem nicht schlechter dran als wir. Eigenartig, ist doch die Tourismusbranche besonders betroffen von den Corona Restriktionen. Aber ich gehe einmal davon aus, dass du einfach keine bessere Antwort auf Lager hast (ist auch schwierig) und deshalb alles ins lächerliche ziehst. Aber die Mehrheit in diesem Land sehen die Schweiz tatsächlich als einzigartiges Wirtschaftswunder und glauben diesen Erfolgsmodell Schweiz Käse noch, ohne auch nur das geringste zu hinterfragen (obwohl es eigentlich ganz einfach wäre).

Seite 10 von 11 ErsteErste ... 891011 LetzteLetzte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •