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Thema: Psychologie-Frage (Dating)

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Maverick
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    Standard Psychologie-Frage (Dating)

    Ich hatte heute Abend eine Diskussion übers Dating und wollte die "Experten" (Psychologen, Psychologiestudenten etc.) unter euch fragen, ob es empirisch bewiesen ist, dass die Wahrscheinlichkeit grösser ist, dass man sich verliebt, wenn beide das Gleiche wollen (und es nicht nur verbal kommunizieren), was in meinen Augen Sinn machen würde.

    Ein Beispiel:

    Fall 1: A und B sind einander sympathisch, haben ein Date und sagen beide, dass sie auf der Suche nach einer festen Beziehung sind. Während sich A diesbezüglich sicher ist, ist B entweder noch unsicher (oder nur auf einen ONS aus).

    Fall 2: A und B sind einander sympathisch, haben ein Date und sagen beide, dass sie auf der Suche nach einer festen Beziehung sind. Beide sind sich diesbezüglich sicher.

    Ist die Chance, dass es "funkt" in Fall 2 grösser? Sendet B in Fall 1 unbewusst Signale (Gesten, Mikroausdrücke etc.) aus, die von A unterbewusst wahrgenommen werden und somit dem "Funken" hinderlich sind? Ich würde auf ein Ja tippen, habe aber im Netz nicht wirklich was Brauchbares in dieser Richtung gefunden. Weiss jemand von euch zufällig mehr? Vermutungen sind natürlich erlaubt, aber ein Link oder der Name einer vergleichbaren Studie wären besser!
    "You don't need a licence to drive a sandwich!" (SpongeBob Sqarepants)

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Ich behaupte: es verliebt sich der, der sich wirklich verlieben will - nur dem gelingt es, Hinderliches auszublenden (weil er die entsprechenden Hormone und Botenstoffe im Gehirn produziert). Das wird nicht vom Gegenüber gesteuert, sondern liegt an einem selbst.
    Sich verlieben wollen und eine Beziehung eingehen wollen, aus welchen Gründen auch immer, bedeuten nicht dasselbe.
    (Einen Link zu einem entsprechendem Artikel kann ich Dir irgendwann zeigen, im Moment fehlt mir die Zeit.)

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von basler
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    i ka nür für mini erfahrige rede, aber gfühlt verliebe sich alli die wo sage sie wän kei festi beziehig und nur öbis unzwungenes
    Carlos Varela: "Heb di Schlitte du huere Schissdrägg"

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Schambbediss
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    jä maverick was willsch denn du?
    MSNK - Die Bewegung des löblichen Mannes!

    MSNK Member Präsi

  5. #5
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    Auf der Suche nach einer festen Beziehung sein ist für unsereiner generell irgendwie krank.

    Sich ganz locker und per Zufall finden lassen - das ist die Devise für die Frau und den Mann von Welt.

    Think about it!
    Geändert von tango (03.07.2020 um 12:28 Uhr)
    Manche Leute spüren den Regen. Andere werden einfach nur nass. (Bob Marley)

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von jay
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    dä thread het kult-potenzial

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Wäre es, um sich zu verlieben, nicht viel wichtiger, sich neugierig in so eine Situation zu begeben und dabei vom Moment leiten zu lassen, als schon im Vorfeld eine Vorstellung davon zu haben, was man sucht (feste Beziehung oder ONS) und abgleicht, ob das Gegenüber diese Bedingungen erfüllt?

    Liebe dünkt mich ein schwieriges Thema, um sich dem empirisch zu nähern, da gut funktionierende Beziehungen nicht zwingend auf Liebe angewiesen sind.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  8. #8
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    Den suchenden Ladies ein gut gemeinter Rat.

    Zieht euch Lederklamotten an, wenn ihr auf die Pirsch geht.

    Dann riecht ihr so, wie ein neues Auto
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  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tee
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    Zitat Zitat von tango Beitrag anzeigen
    Dann riecht ihr so, wie ein neues Auto
    ...und seht aus wie eine Presswurst.
    Sali zämme.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Tee Beitrag anzeigen
    ...und seht aus wie eine Presswurst.
    Naja - wer in Leder gekleidet aussieht wie eine Presswurst, der sieht in Leggins auch nicht besser aus.
    Manche Leute spüren den Regen. Andere werden einfach nur nass. (Bob Marley)

  11. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von Maverick
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    Zitat Zitat von nobilissa Beitrag anzeigen
    Ich behaupte: es verliebt sich der, der sich wirklich verlieben will - nur dem gelingt es, Hinderliches auszublenden (weil er die entsprechenden Hormone und Botenstoffe im Gehirn produziert). Das wird nicht vom Gegenüber gesteuert, sondern liegt an einem selbst.
    Sich verlieben wollen und eine Beziehung eingehen wollen, aus welchen Gründen auch immer, bedeuten nicht dasselbe.
    (Einen Link zu einem entsprechendem Artikel kann ich Dir irgendwann zeigen, im Moment fehlt mir die Zeit.)
    Interessant... Meine Fragestellung ändert sich somit folgendermassen: Ist es wahrscheinlicher, dass A sich in B verliebt, wenn B sich auch in A verlieben will? Oder spielt das keine Rolle?
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  12. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von Maverick
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    Zitat Zitat von Schambbediss Beitrag anzeigen
    jä maverick was willsch denn du?
    "Munition" hole, um Rächt z ha!
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  13. #13
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Maverick Beitrag anzeigen
    Interessant... Meine Fragestellung ändert sich somit folgendermassen: Ist es wahrscheinlicher, dass A sich in B verliebt, wenn B sich auch in A verlieben will? Oder spielt das keine Rolle?
    Inwiefern kommt deine neue Fragestellung nobilissas Antwort entgegen? Sie sagt ja noch nichts über die Absicht von A aus?

    Erhöht sich die Wahrscheinlich, dass es «funkt», wenn sich nicht nur A in B verlieben will, sondern auch umgekehrt? Wäre meiner Ansicht nach die treffendere Frage. Und diese würde ich wegen der von dir genannten bewusst und unterbewusst gesendeten Signale bejahen. Munition hierzu findest du beispielsweise hier.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  14. #14
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    Zitat Zitat von Maverick Beitrag anzeigen
    Interessant... Meine Fragestellung ändert sich somit folgendermassen: Ist es wahrscheinlicher, dass A sich in B verliebt, wenn B sich auch in A verlieben will? Oder spielt das keine Rolle?
    Nein. Das sich Verlieben wollen ist vom Wunsch des Gegenüber unabhängig. Wenn aber beide sich gleichzeitig verlieben wollen, ist die Wahrscheinlichkeit vielleicht höher, dass sie es ineinander tun, weil so ein "Projektionsobjekt" grad greifbar ist. Muss aber nicht sein. Und: man mag jemanden vor allem darum, weil er einen mag. Das hilft. (Vermögen und Status auch, aber das ist jetzt unromantisch )

    Verliebtsein ist sowieso vorübergehend. Irgendwann sind die ganzen Neurotransmitter aufgebraucht. So ab 6 Monaten. Eigentlich ein blöder Zustand, weil er einem den Verstand raubt.
    Geändert von nobilissa (03.07.2020 um 20:40 Uhr)

  15. #15
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Zitat Zitat von nobilissa Beitrag anzeigen

    Verliebtsein ist sowieso vorübergehend. Irgendwann sind die ganzen Neurotransmitter aufgebraucht. So ab 6 Monaten.
    Drogen & Alkohol
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  16. #16
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    @Maverick

    Ich kann dir keine explizite Antwort darauf geben, aber erläutern was ich in den letzten Wochen und Monaten durchgemacht habe.

    Wir haben uns letzten November auf Tinder kennengelernt und haben erst einmal etwa zwei Monate nur geschrieben. Es war aber sehr angenehm sich mit ihr auf WhatsApp zu unterhalten und wir hatten auch jeden Tag Kontakt und trafen uns zum ersten mal Anfang Januar bei ihr zu Hause in Winterthur. Wir haben zusammen gekocht, super lange und tiefe Gespräche und haben uns geküsst und eigentlich wäre es auch zum Sex gekommen, den ich aber in der erste Nacht ablehnte, da ich kein Verhütungsmittel mitnahm und sie die Spirale hatte. Aber am nächsten Morgen haben wir es gleichwohl mehrmals gemacht

    Die Chemie stimmte von Anfang an und am folgenden Tag (habe jedes Mal bei ihre übernachtet, wenn ich zu ihr ging) hatten wir Sex und das Schema zog sich alle 2-3 Wochen bis es Ende Februar zum Lockdown kam. Ursprünglich wollte ich keine Beziehung eingehen und wir haben auch nicht gross darüber geredet, wer was will. Während des Lockdowns hatten wir jeden Tag Kontakt und schrieben uns stets. Ich habe relativ früh realisiert, dass ich mich eigentlich mit ihr mehr vorstellen könnte, obwohl ich auf keine Beziehung aus war. Dachte, irgendwann haben wir "das Gespräch" um zu definieren, in welche Richtung es gehen sollte.

    Es kam anders. Ende April schrieb sie mir, dass sie sich weniger melden wird aufgrund des Stress am Arbeitsplatz und den längeren Arbeitszeiten, sie werde sich aber wieder melden, soweit es die Situation erlaubt. Von da an wusste ich sofort, dass ich sie verlieren könnte und dass sie mir wichtiger ist, als es mir bewusst war. Sprich: Ich habe Gefühle entwickelt und zwar ziemlich stark.
    Leider konnte Sie mir nicht kommunizieren, dass Sie kein Interesse mehr hat und schob das auf die lange Bank und lies mich im Ungewissen bis Anfang/Mitte Juni als ich intervenierte. Das kränkte mich zutiefst und ich hatte wirklich Mühe loszulassen. Erst heute habe ich den letzten Schritt vollzogen durch einen "Abschiedsbrief". Ein persönliches Gespräch wollte sie nicht mehr.

    Lange Rede kurzer Sinn: Das entspricht weder Fall 1 noch 2, zeigt aber eventuell eine neue Konstellation auf. Person A und B wollen grundsätzlich nur Spass, einer verliebt sich irgendwann und es geht in die Brüche. Es kann aber auch funktionieren.

    Edit: Vielleicht gehört das in den MSNK Thread
    Geändert von fixi (03.07.2020 um 23:12 Uhr)

  17. #17
    Erfahrener Benutzer Avatar von Maverick
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    Danke für eure Inputs und Geschichten, Leute!
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  18. #18
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    Zitat Zitat von nobilissa Beitrag anzeigen
    Nein. Das sich Verlieben wollen ist vom Wunsch des Gegenüber unabhängig. Wenn aber beide sich gleichzeitig verlieben wollen, ist die Wahrscheinlichkeit vielleicht höher, dass sie es ineinander tun, weil so ein "Projektionsobjekt" grad greifbar ist. Muss aber nicht sein. Und: man mag jemanden vor allem darum, weil er einen mag. Das hilft. (Vermögen und Status auch, aber das ist jetzt unromantisch )

    Verliebtsein ist sowieso vorübergehend. Irgendwann sind die ganzen Neurotransmitter aufgebraucht. So ab 6 Monaten. Eigentlich ein blöder Zustand, weil er einem den Verstand raubt.
    Sich verlieben wollen? Wie soll denn das funktionieren? Passiert das nicht einfach, ob wir wollen oder nicht? Und überhaupt - wie definieren wir Liebe?

    Zumal ja die Liebe tausend und eine diverse Facetten hat. Darunter gibt es eben auch die Liebe, die zwar nicht für immer und ewig gegeben ist, aber mindestens ein Leben lang.

    Bert Hellinger bringt es für unsereiner diesbezüglich auf den Punkt: Liebe ist, wenn es gut ist, so wie es ist.
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  19. #19
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    Zitat Zitat von tango Beitrag anzeigen
    Sich verlieben wollen? Wie soll denn das funktionieren? Passiert das nicht einfach, ob wir wollen oder nicht? Und überhaupt - wie definieren wir Liebe?
    Zumal ja die Liebe tausend und eine diverse Facetten hat. Darunter gibt es eben auch die Liebe, die zwar nicht für immer und ewig gegeben ist, aber mindestens ein Leben lang.
    Bert Hellinger bringt es für unsereiner diesbezüglich auf den Punkt: Liebe ist, wenn es gut ist, so wie es ist.
    - Sich verlieben ohne innere Bereitschaft dazu funktioniert nicht. Vorgaukeln kann man sich und anderen allerdings viel.
    - Liebe und Verliebtsein sind zwei unterschiedliche Dinge.

  20. #20
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    Zitat Zitat von Maverick Beitrag anzeigen
    Interessant... Meine Fragestellung ändert sich somit folgendermassen: Ist es wahrscheinlicher, dass A sich in B verliebt, wenn B sich auch in A verlieben will? Oder spielt das keine Rolle?
    Die Frage ist insofern heikel, als dass sie voraussetzt, dass Menschen wissen würden, was sie wollen.

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