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Thema: Bundespolitik

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tsunami
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    Standard Bundespolitik

    Aufgrund fehlender Alternativen habe ich diesen Thread eröffnet. Gund:

    Zitat Zitat von Tsunami Beitrag anzeigen
    Auch die Linke meint, wir Schweizer lebten auf einer Insel der Glückseeligkeit, als gäbe es keine EU und Konkurrenz. Anders ist die massive Flugticketabgabe von CHF 30.- bis CHF 150.- nicht zu erklären. Dass die Gössi-FDP nach links abdriftet ist seit ihrem Schwenker vor den Wahlen deutlich geworden. Reine opportunistische Kehrtwende.

    Aus der BAZ:
    In Europa hat der Kampf um Ticketzuschläge längst begonnen. Jedes EU-Land führt eigene Ökosteuern ein – und sieht sich auch laufend genötigt, die Ticketzuschläge an den Flughäfen jeweils an die veränderten Konkurrenzverhältnisse anzupassen. So haben etwa die Niederlande in Schiphol eine Abgabe eingeführt, um sie wegen der deutschen Konkurrenz gleich wieder abzuschaffen. Österreich musste in Wien die Zuschläge verringern, um die Abwanderung der Passagiere ins nahe Bratislava zu bremsen.

    In F kostet diese zwischen € 1.50. Dadurch wird der Euroairport gegenüber den reinen CH-Flughäfen an Attraktivität gewinnen.
    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    PhalltschR Phadun!
    Hier g.ht eSS UM taSS Pachlament H.i.E., niht UM Punt.sb.rn!

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Uns in Basel kann es egal sein, denn bei unserem Flughafen gilt nach wie vor französisches Steuerrecht und damit eine Flugticketabgabe von € 1.50.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  3. #3
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    Die Beträge scheinen so gewählt, dass sich eine Fahrt an den nächsten "billigeren" Flughafen nicht rechnet.
    Ich selbst finde den Schritt richtig. Fliegen ist zu billig.
    Ich stosse mich mehr dran, dass wir "unsere" Swiss, die ja bereits der Lufthansa gehört, nochmals subventionieren. Kann das nicht der Markt regeln? Der macht doch sonst alles richtig...

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Die Beträge scheinen so gewählt, dass sich eine Fahrt an den nächsten "billigeren" Flughafen nicht rechnet.
    Ich selbst finde den Schritt richtig. Fliegen ist zu billig.
    Ich stosse mich mehr dran, dass wir "unsere" Swiss, die ja bereits der Lufthansa gehört, nochmals subventionieren. Kann das nicht der Markt regeln? Der macht doch sonst alles richtig...
    Punkt 1: Erklär das mal den Einkaufstouristen.
    Punkt 3: Es geht bei diesem Geld weniger um die SWISS als um versteckte Subventionen für den Flughafen Zürich. Der steht anscheinend unter eidgenössischem Denkmalschutz. Ich wäre auch dafür, dass bei der SWISS es der Markt regeln soll. Schliesslich verlangt dies der Bund von Easyjet Switzerland ebenfalls.

    Ich wäre stark dafür, dass man international sich auf eine Besteuerung von fossilen Kersoin einigen würde.
    Wetten, dass dann die synthetischen Kerosinanlagen, welche CO2-neutrales Kersoin herstellen können, wie Pilze aus dem Boden schiessen?
    Geändert von Käppelijoch (12.06.2020 um 19:53 Uhr)
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Wenn man sich vor der Furcht, einen Wettbewerbsnachteil zu erleiden leiten lässt, wird man nicht durchsetzen können, was man für richtig hält.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Vorteil für Basel-Mulhouse
    Der Euro-Airport könnte als Gewinner aus der Einführung einer Schweizer Flugticketabgabe hervorgehen. Sie gälte für Flüge ab dem französischen Sektor nicht

    12.06.20 vonThomas Dähler
    Der binationale Flughafen Basel-Mulhouse könnte nach der Einführung der Schweizer Flugticketabgabe als Gewinner dastehen. Das Bundesamt für Justiz ist zwar der Auffassung, dass die Abgabe am Euro-Airport ebenfalls eingeführt werden kann. Doch für die Fluggesellschaften wäre es ein Leichtes, vom Schweizer in den französischen Sektor des Flughafens zu wechseln. Die eidgenössischen Räte haben die Einführung eines Ticketzuschlags von zwischen 30 und 150 Franken beschlossen. In Frankreich ist eine Ökosteuer bereits in Kraft: Sie beläuft sich auf mindestens 1.50 Euro und maximal 17 Euro.

    Selbst für den Schweizer Sektor gehen die Meinungen auseinander, ob eine Flugticketabgabe rechtens ist. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat zwar im Nationalrat erklärt, das Bundesamt für Justiz erachte die Einführung gemäss geltendem Staatsvertrag für rechtlich möglich. Ob dies auch die französischen Behörden so sehen, ist allerdings fraglich. Flughafensprecher Stefan Wyer bestätigte am Freitag, dass die Frage «umstritten» sei.

    Auf französischem Boden
    Basel-Mulhouse liegt auf französischem Staatsgebiet. Gemäss dem 2017 revidierten Staatsvertrag richtet sich die Besteuerung der Einkünfte «nach dem französischen Gesetzes- und Verordnungsrecht». Offen ist, ob es sich beim Ticketzuschlag um eine Steuer handelt.

    Die Passagiere würden den Sektorwechsel nicht einmal merken.
    Stefan Wyer, Leiter Kommunikation am Euro-Airport

    Auch wenn die Flugticketabgabe ab dem Schweizer Sektor eingeführt wird, steht den Fluggesellschaften ein Ausweg offen. «Sie würden einfach wegziehen können», erklärte Flughafensprecher Wyer. «Die Passagiere würden den Sektorwechsel nicht einmal merken.» Ein Wechsel vom Schweizer in den französischen Sektor wäre eine rein administrative Angelegenheit. Für Easyjet oder Wizz Air läge ein solcher Wechsel auf der Hand, klafft doch eine gar grosse Lücke zwischen den 30 Franken auf Schweizer Tickets und den 1.50 Euro auf französischen Tickets.

    Mehr noch: Easyjet Switzerland hat zurzeit 12 Flugzeuge in Basel-Mulhouse und 15 in Genf stationiert. Lukrativ wäre bei der teuren neuen Abgabe auch eine Verlagerung von Maschinen von Genf nach Basel. Und generell würde im innerschweizerischen Wettbewerb zwischen Zürich, Genf und Basel-Mulhouse der Euro-Airport bei den Kunden als Gewinner hervorgehen.

    Sommaruga hat zwar angekündigt, man werde mit den französischen Behörden verhandeln. Dabei wird sie jedoch mit Sicherheit auf Granit beissen. Basel-Mulhouse wird kaum gewillt sein, im französischen Wettbewerb gegenüber Strassburg oder Lyon Nachteile in Kauf zu nehmen. Entsprechend wird die Schweiz aus Frankreich den eisigen Konkurrenzwind spüren, der in Europa weht. Frankreich wird den zuletzt mühsam angepassten Staatsvertrag kaum erneut ändern wollen – schon gar nicht zum eigenen Nachteil.

    Europäischer Wettbewerb
    Der Wettbewerb wird auch am Euro-Airport spielen. Im Kampf um neue Abgaben wird der binationale Charakter des Flughafens Basel-Mulhouse zum Wettbewerbsvorteil. Die Corona-Krise wird dies noch verstärken: Der Einbruch des Fluggeschäfts gebietet den Flughafenbetreibern, im Kampf um Marktanteile härter aufzutreten.

    In Europa hat der Kampf um Ticketzuschläge längst begonnen. Jedes EU-Land führt eigene Ökosteuern ein – und sieht sich auch laufend genötigt, die Ticketzuschläge an den Flughäfen jeweils an die veränderten Konkurrenzverhältnisse anzupassen. So haben etwa die Niederlande in Schiphol eine Abgabe eingeführt, um sie wegen der deutschen Konkurrenz gleich wieder abzuschaffen. Österreich musste in Wien die Zuschläge verringern, um die Abwanderung der Passagiere ins nahe Bratislava zu bremsen.
    Heusler.

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  7. #7
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    Wenn man wirklich will das weniger geflogen wird, hätte man diese sinnlosen Inlandflüge massiv besteuern müssen damit sie nicht mehr rentabel sind.

    Wegen diesen maximal 150 Franken wird sich nichts ändern ausser das Familien und Süddeutsche nicht mehr ab Zürich fliegen.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Zitat Zitat von Gauer Beitrag anzeigen
    Wenn man wirklich will das weniger geflogen wird, hätte man diese sinnlosen Inlandflüge massiv besteuern müssen damit sie nicht mehr rentabel sind.

    Wegen diesen maximal 150 Franken wird sich nichts ändern ausser das Familien und Süddeutsche nicht mehr ab Zürich fliegen.
    Die spielen in der Schweiz kaum eine Rolle. Die Flüge Genf-Zürich wird es auch nach einem Verbot geben, dann finden sie einfach leer statt, denn dies sind oftmals Platzierungsflüge der SWISS.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

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  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von PadrePio
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    Fliege sowieso meistens ab Mulhouse oder Deutschland ab. Es war vorher schon billiger. Nun wandern halt noch mehr Leute ins Ausland ab. Klassisches Eigentor.

    :hut:

  10. #10
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    Zitat Zitat von PadrePio Beitrag anzeigen
    Fliege sowieso meistens ab Mulhouse oder Deutschland ab. Es war vorher schon billiger.
    Meistens ab Mulhouse. Obwohl ich in Bern wohne. Als die Kinder noch kleiner waren und es mit Gepäck im ÖV nicht machbar war sowieso. Man vergleiche nur die Parkgebühren (französische Seite) mit denen von Zürich. Seit jedes Kind selbst für seinen Koffer gucken kann mit ÖV. Aber auch jetzt noch ab Mulhouse. Weil kürzere Wege und billigerer Flug.
    Aber wir versuchen wenig zu fliegen. Dieses Jahr machte uns aber leider Corona einen Strich durch den Nachtzug nach Wien. Der scheint zwar teurer als der Flug, aber da sind gleich 2 Übernachtungen dabei. Rechnet sich also. Storno und Rückvergütung war übrigens problemlos beim Nachtzug, da könnten die Fluggesellschaften noch lernen.
    Geändert von Faniella Diwani (13.06.2020 um 12:13 Uhr)

  11. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Punkt 1: Erklär das mal den Einkaufstouristen.
    Punkt 3: Es geht bei diesem Geld weniger um die SWISS als um versteckte Subventionen für den Flughafen Zürich. Der steht anscheinend unter eidgenössischem Denkmalschutz. Ich wäre auch dafür, dass bei der SWISS es der Markt regeln soll. Schliesslich verlangt dies der Bund von Easyjet Switzerland ebenfalls.
    Meiner Meinung nach müsste man eine viel klarere Linie fahren. Wenn wir uns als Schweiz einen Flughafen oder eine Fluggesellschaft leisten wollen, dann soll diese in staatlicher Hand sein, keinem Wachstumsdruck unterliegen, einen Service Public Auftrag erfüllen und somit den Zugang zu Subventionen erhalten oder man überlässt es dem Markt, der sich gewinnorientiert ausrichtet, keinen Service Public Auftrag erfüllen muss und dafür keine individuell unterschiedlich ausfallende Subventionen bezieht. Diese beiden Systeme könnten sehr gut nebeneinander existieren und ich würde überhaupt keine Form von Wettbewerbsverzerrung darin sehen, wenn innerhalb der gleichen Branche beide zur Anwendung kommen. Denn die staatlichen Unternehmen hätten einen gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen, die privaten hingegen nicht und können sich ausserhalb der Auftragsparameter entwickeln. Diese ganzen teilprivatisierten Strukturen finde ich erbärmlich. Gilt auch für die aktuellen Bestrebungen der Postfinance.

    Ein staatlicher Flughafen würde sich auch keine Beteiligungen an Flughäfen in Lateinamerika oder Karibik leisten müssen, weil er sich davon Gewinne verspricht, weil dies schlicht nicht Teil seines Auftrages wäre. Am Ende läuft es immer darauf hinaus, dass ein teilprivatisiertes Unternehmen wie der Flughafen ja irgendwie doch noch unterstützt werden muss, obwohl ständig Teile der erwirtschafteten Gewinne ständig abgeflossen sind.




    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Ich wäre stark dafür, dass man international sich auf eine Besteuerung von fossilen Kersoin einigen würde.
    Wetten, dass dann die synthetischen Kerosinanlagen, welche CO2-neutrales Kersoin herstellen können, wie Pilze aus dem Boden schiessen?
    Ein schönes Beispiel. Die aktuell lukrativen Unternehmen skizzieren stets ein Horrorszenario von Wirtschaftseinbruch, weil ihnen aus Verlusten in Folge einer Gesetzesänderungen erwachsen würden. Dabei blendet man schön aus, dass neue Unternehmen aufblühen würden und die Wirtschaftsentwicklung vorantrieben. Die Folge ist aber nur, dass die Wirtschaft stagniert, Kapital kaum mehr sinnvolle Investitionsmöglichkeiten findet (synthetisches Kerosin ist zu teuer und unter den aktuellen Regeln nicht konkurrenzfähig) und darum gehortet wird, statt zu fliessen. Die Angst der alten Firmen vor dem «Sterben» verhindert Entwicklung. Aber der Wirtschaftskreislauf bestand schon seit Ewigkeiten, lange bevor es den Menschen gab aus einem ständigen Austausch und Umwandlung von Ressourcen, einem Geben und Nehmen, aus Tod und Geburt. Das Bestreben einen individuellen Höchststand zu konservieren, blockiert das Ganze nur.
    Geändert von Lällekönig (13.06.2020 um 13:18 Uhr)
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  12. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tsunami
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    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Die Beträge scheinen so gewählt, dass sich eine Fahrt an den nächsten "billigeren" Flughafen nicht rechnet.
    Ich selbst finde den Schritt richtig. Fliegen ist zu billig.
    Ich stosse mich mehr dran, dass wir "unsere" Swiss, die ja bereits der Lufthansa gehört, nochmals subventionieren. Kann das nicht der Markt regeln? Der macht doch sonst alles richtig...
    Punkt 1: Du machst dir die falschen Überlegungen. Wenn z.B. Easjet aufgrund dieser Gebühren Flüge (und Flugzeuge) von Genf nach Basel verlegt, werden die Passagiere mitgehen müssen. Ob sich dies dann rechnet ist nicht mehr der Punkt. Oder sie düsen aus Lyon ab, je nachdem wo sie wohnen.
    Lustig würde es dann werden, wenn auch die Swiss, zusammen mit der Lufthansa / Austrian Air solche Überlegungen anstellen würden . Für die Fluggesellschaften sind diese Gebühren extrem hoch und summieren sich beträchtlich.

    Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

    Punkt 2: Absolut!! Aber dies müsste international ausgehandelt werden. Eine zumindest europäische Lösung zu finden dürfte schon (fast) unmöglich sein, geschweige denn weltweit. Lieber wieder komfortabler, dafür teurer reisen.
    (Off topic: auch Warentransporte sind viel zu billig!)

    Beim Punkt mit der Swiss nicht subventionieren gehe ich mit dir ebenfalls einig.

  13. #13
    Erfahrener Benutzer Avatar von BloodMagic
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    Ich finde es gut, dass Fliegen wieder mehr zu einem Luxus wird das sich nur noch besserverdienende Leisten können! Wieso soll die Immigrantenfamilie mit 3 Kindern auch jedes Jahr in ihre Heimat, sie können ihre Ferien genauso in ihrer 60 m2 Wohnung verbringen! Oder in der teuren Schweiz bleiben und ihre Verwandten per Videochat sehen!

    Lasst das Fliegen wie vor 30-40 Jahren nur noch den Besserverdienenden, so wird das auch wieder was mit dem man sich seinen Status definiert!

    *ironie off*

  14. #14
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tsunami
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    Zitat Zitat von BloodMagic Beitrag anzeigen
    Ich finde es gut, dass Fliegen wieder mehr zu einem Luxus wird das sich nur noch besserverdienende Leisten können! Wieso soll die Immigrantenfamilie mit 3 Kindern auch jedes Jahr in ihre Heimat, sie können ihre Ferien genauso in ihrer 60 m2 Wohnung verbringen! Oder in der teuren Schweiz bleiben und ihre Verwandten per Videochat sehen!

    Lasst das Fliegen wie vor 30-40 Jahren nur noch den Besserverdienenden, so wird das auch wieder was mit dem man sich seinen Status definiert!

    *ironie off*
    Dein Einwand ist
    1. absolut berechtigt
    2. habe ich genau einen solchen erwartet und
    3. verstehe ich dich auch.

    Die Medaille hat eben zwei Seiten. Wichtig ist, ein Gleichgewicht zu finden. Vor 25 Jahren musste ich z.B. geschäftlich nach Lissabon fliegen. Preis: CHF 1'800.-! OK, ich gebe es zu: ich habe damals geschummelt, indem ich zwei Retourflüge mit jeweils einem Wochenende buchte. Dies kam dann günstiger.

    Findest du es für richtig, für CHF 50.- oder gar noch billiger nach Mallorca zu fliegen? Oder für CHF 200.- nach Ägypten?
    Ich finde dies eben zu billig und fördert sinnloses rumfliegen.
    Geändert von Tsunami (13.06.2020 um 20:47 Uhr)

  15. #15
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Ein Aspekt bei dem ganzen immer günstiger werden ist halt auch die des Personals. So 12 Stunden als Flight Attendant im Flugzeug zu sitzen ist doch ein anspruchsvoller Job. Und die werden oft Scheisse entlöhnt. Ich finde es okay, wenn Hans Muster einmal im Jahr mal für 2 Wochen nach Athen fliegt. Nur so als Beispiel. Aber die ganzen "mal 2 Tage nach Barcelona" oder der Business Shit "für ein Meeting mal nach London und zurück" - irgendwann wird grenzenlose Mobilität absurd. Meetings - dafür gibts genügend gute Software. Und nebenbei sind solche Meetings angenehmer, weil man sich technikbedingt ausreden lässt. Inlandflüge gehören zumindest in einem kleinen Land wie die Schweiz gestrichen. Punkt. Ein Flug soll wieder kosten, was er auch wert ist. Und statt CO2 Steuer lieber Mindestlöhne, die anständig sind. Dann haben auch ein paar Leute was davon. Dann wird Fliegen auch teurer.

    Und das ganze betrifft nicht nur Fliegen, sondern generell Mobilität. Der eine oder andere wird vielleicht einen positiven Effekt auf das Arbeiten gemerkt haben, wenn man die Arbeit von zuhause erledigen kann. Nicht mehr zur Arbeit fahren. Gewissen Arschlöcher aus dem Weg gehen können. Effizienter sein. Mit mehr Work from Home, dort wo es möglich ist, kann man auch die Mobilität einschränken, was den Effekt von weniger vollen Zügen und Autobahnen haben wird. In dieser Hinsicht hatte die Covid Geschichte vielleicht einen positiven Effekt gebracht. Und die ganzen Slacker - ob die am Arbeitsplatz nix bringen oder von zuhause aus halt Pornhub statt pr0gramm anschauen....

  16. #16
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    Zitat Zitat von BloodMagic Beitrag anzeigen
    Ich finde es gut, dass Fliegen wieder mehr zu einem Luxus wird das sich nur noch besserverdienende Leisten können! Wieso soll die Immigrantenfamilie mit 3 Kindern auch jedes Jahr in ihre Heimat, sie können ihre Ferien genauso in ihrer 60 m2 Wohnung verbringen! Oder in der teuren Schweiz bleiben und ihre Verwandten per Videochat sehen!

    Lasst das Fliegen wie vor 30-40 Jahren nur noch den Besserverdienenden, so wird das auch wieder was mit dem man sich seinen Status definiert!

    *ironie off*
    Leider geht in dieser Debatte hier (aber auch im Geschrei der SVP...) komplett unter, dass dies eine Lenkungsabgabe sein soll, wo 50% der Einnahmen über die Krankenkasse (?) zurückfliessen werden! D.h. die gennanten Beispiele (Immigrantenfamilie oder Tourist der 1x im Jahr fliegt) werden vermutlich unter dem Strich im Portemonaie nichts merken oder sogar profitieren. Die, die es richtig treffen wird, sind die unnötigen Vielflieger (gibt Leute die „pendeln“ London —> ZRH/BSL) und Geschäftsflieger. Zudem, es ist ein Anfang und im EU Umland werden die Abgaben mit Sicherheit in der nächsten Zeit auch steigen.

  17. #17
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von BloodMagic Beitrag anzeigen
    Ich finde es gut, dass Fliegen wieder mehr zu einem Luxus wird das sich nur noch besserverdienende Leisten können! Wieso soll die Immigrantenfamilie mit 3 Kindern auch jedes Jahr in ihre Heimat, sie können ihre Ferien genauso in ihrer 60 m2 Wohnung verbringen! Oder in der teuren Schweiz bleiben und ihre Verwandten per Videochat sehen!

    Lasst das Fliegen wie vor 30-40 Jahren nur noch den Besserverdienenden, so wird das auch wieder was mit dem man sich seinen Status definiert!

    *ironie off*
    Könnte es sein, dass dich ein anderes Problem mehr stört, als der Umstand, dass Fliegen teurer werden soll? Zum Beispiel das Auseinandergehen der Einkommens- und Vermögensschere?

    Ich bin absolut dafür, dass Fliegen wieder Luxus wird. Fliegen ist kein Grundrecht und wir alle sollten weniger, dafür bewusster fliegen. Aber ich sehe auch keinen Grund, dass sich eine Immigrantenfamilie mit 3 Kindern nicht auch ein wenig Luxus gönnen oder in einer viel zu kleinen Wohnung leben soll. Das ist meiner Ansicht nach aber ein Problem der zu grossen Lohnungleichheit.

    Wenn vorhandener Wohnraum zu immer grösseren und luxuriöseren, auf weniger Personen ausgelegte Wohneinheiten umgebaut oder durch sie ersetzt wird und so zu einer steten Verknappung des verfügbaren günstigen und grossen Wohnraumes führt, dann kann sich die Immigrantenfamilie mit 3 Kindern zwar keine Wohnung mit mehr als 60 m2 leisten. Aber der Preis ist nur Ausdruck des knappen Guts (irgendwann sind alle Flächen überbaut). Das Problem liegt aber darin, dass immer weniger Menschen immer mehr davon beanspruchen. Indem sie es sich leisten können.

    Genauso müsste auch Fliegen betrachtet werden. Die Menge an Flügen, welche unter Einsatz der aktuellen Technik für einen nachhaltigen Umgang mit dem Planeten zumutbar sind, ist ein limitiertes und knappes Gut. Dieses sollte gerechter aufgeteilt werden.

    Die Preise für Flüge müssen ansteigen, damit der Wert dieses knappen Guts erkannt wird. Der Zugang zu diesem knappen Gut sollte aber auch ausgeglichener verteilt werden.
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