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Thema: «Erfolg isch nid alles im Läbe» – Was zählt sonst noch?

  1. #31
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von El Oso Locote Beitrag anzeigen
    @lällekönig

    Ich versuche das mit den enkel mal etwas umzuformulieren.
    Und zwar wünsche ich meinen nachkommen das gewalt nie eine zentrale rolle in deren leben spielt, sie sich aber im klaren sind das sie existiert und jederzeit auch ein teil ihres leben sein kann, ob sie das möchten oder nicht.
    Es wäre wohl falsch ihnen nur die schönen seiten zu zeigen, schliesslich sollen sie ja auch im fall der fälle in der lage sich selbst zu helfen.

    Was das beste ist, echt schwer zu sagen der zeitgeist ändert sich ja ständig und so wie ich die entwicklung deute frage ich mich ehrlich gesagt schon ein bischen ob es noch sinnvoll ist kinder in die welt zu setzen.
    Aber um das beste pausibel zu definieren, würde ich sagen das sie hoffentlich glücklich sind mit sich selbst und ihrem leben. Was es dafür brauchen wird müssen sie dan für sich selbst herausfinden.
    Ob dabei der fcb, vieleicht auch der rtv oder volleyball eine rolle spielt wäre für mich zweitrangig.
    Sorry, ich wollte dich damit nicht korrigieren, sondern nur zeigen wie ich es sehe. Ich ging davon aus dass du es wahrscheinlich ähnlich sehen würdest, weil es meinem Verständnis nach deiner Position und deinem Wertekanon entspräche. Deine Umformulierung würde mir jedenfalls meinen Eindruck bestätigen. Auch dass es Wichtigeres im Leben gibt, als den FCB. Aber das habe ich ja auch schon dasrotehaus geschrieben.
    Neben dem Wunsch nach einer gewaltfreien Zukunft, sind Glück und die Fähigkeit selbständige Entscheide zu treffen auch ein edler Wunsch.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  2. #32
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Sorry, ich wollte dich damit nicht korrigieren, sondern nur zeigen wie ich es sehe. Ich ging davon aus dass du es wahrscheinlich ähnlich sehen würdest, weil es meinem Verständnis nach deiner Position und deinem Wertekanon entspräche. Deine Umformulierung würde mir jedenfalls meinen Eindruck bestätigen. Auch dass es Wichtigeres im Leben gibt, als den FCB. Aber das habe ich ja auch schon dasrotehaus geschrieben.
    Neben dem Wunsch nach einer gewaltfreien Zukunft, sind Glück und die Fähigkeit selbständige Entscheide zu treffen auch ein edler Wunsch.
    Keine sorge ist alles ok soweit.
    Ich wollte im ersten post der etwas lang ausfiel, schliesslich im letzten teil nich noch weiter den rahmen sprengen, deshalb fiel der auch etwas knapp aus.
    Da ich deinen teil mit: wäre spannend zu definieren" als einen interessanten ansatz empfand, habe ich es doch noch etwas umvormuliert.
    Auch die beste Katze der Welt, wird niemals ein Löwe sein.

  3. #33
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von El Oso Locote Beitrag anzeigen
    Keine sorge ist alles ok soweit.
    Ich wollte im ersten post der etwas lang ausfiel, schliesslich im letzten teil nich noch weiter den rahmen sprengen, deshalb fiel der auch etwas knapp aus.
    Da ich deinen teil mit: wäre spannend zu definieren" als einen interessanten ansatz empfand, habe ich es doch noch etwas umvormuliert.
    Das zu lesen freut mich, danke.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  4. #34
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Ich krame diesen Thread wieder hervor, weil es meiner Ansicht nach sehr wichtig wäre, sich auf eine gemeinsame Vorstellung dessen, was der FCB sein soll, einigen zu können. Einen Strick, an dem alle ziehen können. Eine geteilte Vision, hinter der man sich scharen kann. Ein Banner, unter dem man gemeinsam in den Kampf zieht.

    Mich erstaunte, dass sich kaum einer damit auseinandersetzen wollte, geschweige denn sich bereits ernsthaft damit auseinandergesetzt zu haben schien. Als ich den Thread eröffnet habe, nahm ich eigentlich an, dass jemand mich nach meiner Vorstellung fragen würde. Was ich damals vorbereitet habe, würde ich noch heute unterschreiben können. Ich poste mal meine Vision. Vielleicht inspiriert es ja den einen oder anderen dazu, seine eigenen Vorstellungen und Wünsche zu äussern, meine zu hinterfragen oder zu ergänzen.



    Meine Vision dieser fernen FCB Zukunft ist eine heterogene Einheit.

    Der ganze FCB, vom kleinsten bis zum grössten Fan, von der Regierung, über die Angestellten und Ehemaligen, bis hin zu den Spielern sollen stolz sein auf das, wofür der FCB in der Schweiz, aber auch über die Landesgrenzen hinaus steht.

    Der FCB hat sich immer der Kommerzialisierung erwehren können. Weil ihm seine Seele, nämlich die Menschen die ihn ausmachen, so wichtig ist, dass er sie immer über den Erfolg gestellt hat. Trotzdem oder gerade deshalb konnte er so viele Meistertitel einfahren, wie noch kein anderer Schweizer Verein vor ihm. Man kennt, bewundert und fürchtet den FCB auf der europäischen Bühne. Weil er dort immer wieder auftaucht, weil er mit bescheidenem Budget und in der Region verwurzelten Spielern scheinbar Unmögliches schafft und weil er regelmässig durch Kampfgeist und Willen Grossclubs schlägt. Der FCB hat eine so starke Identität, dass das «Mia san mia» der Bayern daneben wie eine hohle Floskel, ein Marketing Buzz Wort, das an vergangene Bayern Zeiten erinnern soll, wirkt. Der FCB ist dadurch internationales Vorbild, man versucht ihn nachzuahmen, aber es gelingt keinem, diesen Geist zu kopieren.

    Der FCB ist Sprungbrett für Spieler und Trainer, die nach ihrer Zeit in Basel ausziehen, die Fussballwelt zu erkunden und zu erobern. Aber jeder soll sich wehmütig an seine Vergangenheit beim FCB erinnern, weil er Spielern aus der Region die Heimat verkörpert, weil Söldner herzlich aufgenommen wurden und der FCB ihnen zur zweiten Heimat wurde. Das Heimweh überwältigt die Spieler irgendwann einmal, wenn sie erkennen, dass sie genug verdient haben um sich und ihren Angehörigen ein gutes Leben zu ermöglichen, aber das Wesentliche in der Ferne vermissen, nämliches dieses Gefühl aufgehoben zu sein. Regelmässig kehren sie zurück, solange sie noch im Saft sind und geben die Liebe zurück, die ihnen entgegengebracht wurde. Es ist das höchste Ziel eines jeden Spielers, nochmals für den FCB aufzulaufen, um sich zur Legende zu machen, einen grossen Anteil an der Geschichte die den FCB auszeichnet zu verkörpern, bevor er sich in der Region zur Ruhe setzt.

    Aus einer Synthese von Jung und Alt, Ungestüm und Geduld, Unbeschwertheit und Erfahrung bezieht die Mannschaft ihre Stärke und reift stetig weiter, verkörpert alle Tugenden der Region. Die gelebten Legenden sind es, welche die Jungen sich zum Vorbild nehmen, sie kennen zwar bereits die Geborgenheit in der Region, aber sie streben danach, auch die Bewunderung der Region erfahren zu können, die den Legenden entgegengebracht wird. Denn im Gegensatz zur Liebe, verdient man sich diese erst mit Taten und Leistungen.

    Dieses Heimatgefühl entsteht, weil man füreinander da ist, einander verzeiht, füreinander kämpft, zusammen feiert und lacht, aber auch zusammen weint und sich tröstet, sich selbst sein darf. Trotz der Unterschiede akzeptiert wird.

    Die unterschiedlichen Arten, seinem Fan-Leben Ausdruck zu verleihen sollen mindestens so vielfältig bleiben, wie sie es heute sind. Sogar noch vielfältiger werden. Aber jeder sollte das Gefühl haben, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Der FCB Gemeinschaft. Egal, wie peinlich, bewundernswert, behindert, langweilig, laut, radikal, ruhig, hitzköpfig, reich, arm, intellektuell oder primitiv er/sie auch auf die anderen wirken mag. Man ist verschiedener Meinung und streitet sich, aber immer mit gegenseitigem Respekt. Man entschuldigt sich im Nachhinein für böse Worte. Die Fehler werden verziehen. Weil jeder sehen kann, dass die anderen nur anders sind, aber immer dazu gehören werden.

    Kein Aussenstehender sollte ein Mitglied dieser Gemeinschaft angreifen können, ohne dass sich auch der Rest dadurch angegriffen fühlt. Foult ein Gegner einen FCB-Spieler sieht sich dieser nicht nur der Vergeltung durch die Mitspieler ausgesetzt, er zieht gleichzeitig den Zorn des ganzen Stadions auf sich. Zündet ein FCZ-Fan einen der unseren vor dem Joggeli an, stehen sofort andere FCB Fans schützend zur Seite. Greifen Medien ein Ereignis auf und schreiben gegen den FCB, hagelt es Kommentare. Kein Politiker soll die Idee haben, für ein Gesetz zu weibeln, dass dem FCB schaden würde, ohne erst Alternativen zu prüfen, weil er selber Teil dieser Gemeinschaft ist. Sollte er es doch anstreben, müsste er um künftige Stimmen fürchten. Dieser Zusammenhalt soll stärker sein als in allen anderen Clubs der Schweiz. Basel soll wissen, warum es noch immer und ununterbrochen Fussballhauptstadt der Schweiz ist. Weil sich hier alle auf den FCB einigen können. Unabhängig von der Platzierung. Weil uns das von den anderen abhebt.

    Man soll wissen, dass die Stärke des FCB auf der Verankerung in der Region und der Verbundenheit seiner Anhänger und den geteilten Geschichten beruht, die alle zusammenschweissen.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  5. #35
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Wenn der Gegner von aussen kommt, ist es einfach zusammenzurücken. Wenn man am Tiefpunkt ist auch, weil es nicht weiter runter gehen kann. Schwierig wird es aber, zusammenzufinden, wenn kein eindeutiger Gegner von aussen sichtbar ist und man abzustürzen droht. Ich will, dass meine Urenkel eine FCB Gemeinschaft erlebt, die gereift ist und in so einer Situation nicht in Panik gerät, sondern der Stärke der Gemeinschaft vertraut. Nicht den Gegner in den eigenen Reihen sucht, sondern weiterhin an die Gemeinschaft glaubt und diese hochhält. Weil dieser Zusammenhalt auch das Fundament dessen bildet, was die Angestellten und Spieler motiviert, worauf diese stolz sind und wofür sie sich einsetzen und kämpfen.

    Diese Gemeinschaft ist verbunden durch vergangene, bestehende und künftige Geschichten in deren Deutung, man zueinander findet. Weil man erkennt, dass man gleich empfindet, wenn es um den FCB geht. Man ist einander doch ähnlicher, als man wegen der Unterschiede annahm. Diese Bande ist stärker, als wenn man sich nur im Erfolg einig ist. «Erfolg isch nid alles im Läbe» wird gesungen, weil man die Bedeutung erlebt, nicht weil man sich diese nur herbeisehnt. Solange man weiss, dass Niederlagen oder Verluste kollektive Trauer auslösen, aber die Menschen unterschiedlich damit umgehen, kann man sich ihnen noch verbunden fühlen. Meine Urenkel sollen Verständnis für die Wut derjenigen aufbringen, die damit das Aufkommen der Trauer zu verhindern versuchen, aber gleichzeitig den Mut haben einzugreifen, wenn jemand diese Wut gegen Personen innerhalb der FCB Gemeinschaft richtet, statt gegen äussere Feinde. Egal wie sehr sich die Meinungen unterscheiden, keiner soll dem anderen absprechen, zur FCB Gemeinschaft zu gehören. Ihn dadurch zum Ziel einer möglichen Attacke machen. Das Verbindende soll immer stärker sein, als das Trennende. Die Einzelnen sollen nicht nur den Schutz dieser Gemeinschaft geniessen, sie sollen diese auch gleichzeitig aktiv schützen und bewahren. Indem sie jegliche innere Polemik im Keim ersticken. Indem sie einander respektieren, zurechtweisen und verzeihen.

    Die Gefahr zur Panik droht nicht aus einer Niederlage, einem verpassten Meistertitel oder einem Abgang. Diesen Dingen blickt man gelassen entgegen. Panik kann erst aufkommen, wenn man die Hoffnung oder Zuversicht verliert, dass die Geschichte des FCB gut weiter geht oder wenn man befürchtet, dass der FCB sich so stark wandelt, dass man sich nicht mehr mit ihm identifizieren kann. Wenn man ein drohendes Ende vor sich sieht und in Hast und Eile verhindern will, bricht Panik aus und wird gefährlich. Es ist wie der Baum, den man nicht anstarren soll, wenn man ihm ausweichen will. Es ist wichtig, das ferne Ziel im Auge zu behalten und die nahen Hindernisse gelassen zu umfahren. Denn dass Hindernisse da sind, ist nicht wegzuleugnen. Töricht wäre es aber genau so, blindlings in sie hineinzufahren, weil man nur an den guten Ausgang glaubt, ohne etwas dafür unternehmen zu wollen. Am Steuer braucht es Gelassenheit, eine Mischung aus wacher Aufmerksamkeit, besonnener Ruhe. Panik und zu viele Hände am Steuer mit unterschiedlichen Vorstellung der idealen Richtung garantieren den Unfall genauso, wie keine Hand am Steuer. Es braucht viele Hände die mit anpacken, aber in Ruhe und als Einheit.

    Ich wünsche, dass auch das Credo «Zämme stark!» noch in Zukunft gilt, aber mehr als nur leere Worthülse ist. Dass diese Worte mit Bedeutung gefüllt sind, mit Erfahrungen, die jeder erlebt und gespürt hat und darum diese Erfahrung auch anderen zuteil kommen lassen will. Auf dieser Grundlage kann der FCB noch immer gelassen seiner weiteren Zukunft entgegenblicken.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

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