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Thema: Corona Virus

  1. #1651
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Zum Thema drastische Massnahmen und Diskriminierung von Gruppen.

    Australien steckt alle Rückreisenden für 2 Wochen in ein Hotel. OHNE Ausnahme.
    Aus dem Flugzeug geht es bewacht von Polizei und Armee im Gänsemarsch durch den Flughafen. Unterwegs gibt es noch Masken. Im Bus nur 10 Personen damit der Abstand eingehalten werden kann. Im Hotellift sogar nur Einzelpersonen.

    Die Polizei oder Armee begleitet die Personen dann bis zum Zimmer wo man 2 Wochen bleiben muss. Man bleibt im Zimmer, keine Lobby, keine Terasse, nichts. 3x im Tag kommt Essen ins Zimmer, raus geht man nicht.

    Dies funktioniert offenbar mit Tag 1, seit Flugzeug 1 wie am Schnürchen.

    Und vermutlich ist dies auch mehr als sinnvoll, auch wenn es eine Diskriminierung einer Gruppe ist.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  2. #1652
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Ich bin vorsichtig geworden.

    Rauchen, Übergewichtig und Bluthochdruck wurden bei anderen Studien nicht als Vorerkrankung gezählt. Das mag medizinisch korrekt sein, ist aber für Covid-19 alles andere als unrelevant.

    Zudem weiss ich wie schlecht die Datenqualität an den Spitälern ist. Beispiel: Da wo ich arbeite gibts im Klinikimformationssystem eine Maske zur Erfassung von Rauchern.
    Dummerweise gibt es da nur eine Checkbox die sich "kein Raucher" nennt.
    Wird sie angehakt ist klar, das ist ein Nichtraucher und hat in Datenbank Wert 1.
    Wert 0 in der Datenbank heisst nun aber der Patient ist entweder Raucher, kann aber auch bedeuten dass das Formular gar nit ausgefüllt wurde... Sprich, wir wissen gar nicht wer tatsächlich Raucher ist...
    einverstanden. deshalb hätte ich gerne genauere statistiken nach altersgruppen über hospitalisation und intensivpflege (mit und ohne vorerkrankungen).
    gibt es aber in dieser form kaum, und wenn, dann unvollständig oder erst über eine kleine sample wie z.b. beim ersten cdc report in den USA.

  3. #1653
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    Zitat Zitat von ayrton_michael_legends Beitrag anzeigen
    einverstanden. deshalb hätte ich gerne genauere statistiken nach altersgruppen über hospitalisation und intensivpflege (mit und ohne vorerkrankungen)....
    Jeder altert anders, das effektive Alter und das biologische Alter sind nicht identisch. Risikofaktoren gehören genauso in eine Statistik.
    Übrigens fände ich die Zeit gerade günstig, sein eigenes Verhalten bezüglich eigener Gesundheit zu überdenken. Nicht alles ist einfach Schicksal. Risikofaktor Übergewicht z.B. ist selbstverschuldet. Was dann auch für die Folgekrankheiten davon gilt.

  4. #1654
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    Zitat Zitat von ayrton_michael_legends Beitrag anzeigen
    noch ein letztes mal: es wurden vollidioten, volldeppen und verdammte scheiss ignoranten angesprochen.
    das soll auf ALLE die draussen sind zutreffen?

    wenn du dich da zugehörig fühlst kann ich leider auch nichts machen. ansonsten kannst du deinen frust gerne anderswo rauslassen.
    Dann haben dich einfach alle die frauf reagiert haben falsch verstanden. Das ist natürlich doof.

  5. #1655
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Und wenn ich schreibe: «All die Verängstigten, die sofort ausflippen und in Panik geraten, wenn etwas ungewiss ist oder sich nicht kontrollieren lässt, sollten gefälligst ruhig durchatmen und auf zehn zählen, bevor sie von ihrem Alarmismus getrieben, ihre Räson und ihren Anstand verlieren. Wer sich angesichts des Verhaltens anderer hilflos fühlt, sollte akzeptieren, dass man nur über sich selbst Kontrolle haben kann. Dann baut sich auch kein innerer Druck auf, wenn es mal nicht nach der eigenen Vorstellung läuft und man bleibt handlungsfähig, statt unüberlegt nach dem erst besten Ventil greifen zu müssen.», habe ich dann auch ganz offensichtlich nicht dich damit gemeint?

    Bestimmt nicht! Du hättest ja die Grösse zuzugeben, dass dein erster Post überstürzt, unüberlegt und undifferenziert war. Du würdest auch bereuen und die versehentlich Angesprochenen um Verzeihung bitten können, statt es so auszulegen, dass es einzig ihr Fehler war, sich angesprochen gefühlt zu haben. Dir würde man solches Ausflippen auch mal verzeihen können, da du zugeben würdest aus einem Moment der Schwäche gehandelt zu haben, statt aus einem klaren Moment.

    Wen also kann ich dann gemeint haben?
    du als gutmensch, ultra-idealist und theoretiker sprichst natürlich immer aus einer position der stärke und überlegenheit.
    und greifst andere leute (mich schon des öfteren) perfide auf persönlicher ebene an. nichts mit allgemeinplätzen.

    wie ich ab selbstdarstellern dieser art mit massiv übersteigertem geltungsbedürfnis kotzen könnte.
    kein wunder bist du auf meiner ignore-list gelandet. habe es schon wieder bereut, überhaupt ein wort mit dir gewechselt zu haben.

    kannst mich gerne beim admin melden, ich habe dich hier mit voller absicht persönlich angegriffen.

    edit: auf jeden fall hast du es geschafft, mir dieses forum gründlich zu verleiden. macht nichts, c'est la vie. auf nimmer wiedersehen.
    Geändert von ayrton_michael_legends (29.03.2020 um 13:30 Uhr)

  6. #1656
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen

    Allerdings würdest du ja das Gesundheitssystem schützen, wenn du die Risikopatienten in Quarantäne behältst. Die stecken sich dann ja nicht an und landen nicht auf der Intensivstation. …
    Man würde das Gesundheitssystem schützen, korrekt. Aber man opferte die Gleichbehandlung.

    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Zum Thema drastische Massnahmen und Diskriminierung von Gruppen.

    Australien steckt alle Rückreisenden für 2 Wochen in ein Hotel. OHNE Ausnahme.
    Aus dem Flugzeug geht es bewacht von Polizei und Armee im Gänsemarsch durch den Flughafen. Unterwegs gibt es noch Masken. Im Bus nur 10 Personen damit der Abstand eingehalten werden kann. Im Hotellift sogar nur Einzelpersonen.

    Die Polizei oder Armee begleitet die Personen dann bis zum Zimmer wo man 2 Wochen bleiben muss. Man bleibt im Zimmer, keine Lobby, keine Terasse, nichts. 3x im Tag kommt Essen ins Zimmer, raus geht man nicht.

    Dies funktioniert offenbar mit Tag 1, seit Flugzeug 1 wie am Schnürchen.

    Und vermutlich ist dies auch mehr als sinnvoll, auch wenn es eine Diskriminierung einer Gruppe ist.
    Dies ist keine Diskriminierung. Weil es unabhängig von Alter oder anderer Risikofaktoren alle betrifft. Schreibst du ja auch.
    Die Massnahme ist drastisch und autoritär, man kann sie für angemessen oder übertrieben halten, aber sie ist nicht diskriminierend.
    Vormals rot|blau

  7. #1657
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    Update 2. April:

    Kanton Basel-Stadt: 19 Tote wegen oder mit Corona£
    (Intensivpflege 17)

    - "der Kanton Basel-Stadt hat am Donnerstag eine traurige Mitteilung zu machen. Eine 67-jährige Patientin ist an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Die Erkrankte war bereits seit dem 04. März 2020 im Universitätsspital in Basel und litt an schweren Vorerkrankungen" (12.03.2020)

    - "bei den am Montag neu vermeldeten Menschen handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann, wie das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt mitteilte. Sie seien alle über 70 Jahre alt und hätten an Vorerkrankungen gelitten" (16.3.2020)

    - "der Kanton Basel-Stadt verzeichnet einen weiteren Todesfall, womit sich die Zahl der Todesfälle auf fünf erhöht" (21.03.2020)

    - "der Kanton Basel-Stadt muss drei weitere Todesfälle wegen des Coronavirus verzeichnen. Insgesamt sind im Stadtkanton damit acht Menschen gestorben. Bei den drei am Mittwoch gemeldeten Verstorbenen handle es sich um Personen aus der Risikogruppe: Alle drei seien über 65 Jahre alt gewesen und hätten an Vorerkrankungen gelitten. Verstorben sind ein 66-jähriger und ein 73-jähriger Patient sowie eine 100-jährige Patientin" (25.03.2020)

    - "Der Kanton Basel-Stadt verzeichnete von Mittwoch auf Donnerstag vier neue Todesfälle als Folge einer Coronavirus-Infektion. Damit ist die Zahl der Verstorbenen im Stadtkanton auf 12 angestiegen.
    Bei allen Verstorbenen handle es sich um Personen aus der Risikogruppe, teilte das Basler Gesundheitsdepartement am Donnerstag mit. Sie waren alle zwischen 71 und 93 Jahre alt und hatten vorbestehende Erkrankungen" (26.03.2020)

    - 13. Opfer: "die verstorbene Patientin habe wie bereits die früheren Fälle zur Risikogruppe gehört, teilte das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt am Freitag mit. Sie war demnach älter als 65 Jahre und hatte Vorerkrankungen" (27.03.2020)

    - "im Kanton Basel-Stadt liegen zwei weitere Todesfälle aufgrund einer Covid-19-Infektion vor. Bei den zwei verstorbenen Frauen handelt es sich jeweils um Personen aus der Risikogruppe (älter als 65 und bestehende Vorerkrankung). Sie waren 87 und 88 Jahre alt" (29.03.2020)

    - "beim Verstorbenen handelt es sich um eine Person aus der bekannten Risikogruppe von betagten Menschen mit Vorerkrankungen, teilte das Basler Gesundheitsdepartement am Dienstag mit. Der Mann war 71 Jahre alt" (31.3.2020)

    - "bei den Verstorbenen handelt es sich um einen 61-jährigen Mann und eine 84-jährige Frau mit bestehenden Vorerkrankungen, teilte das Basler Gesundheitsdepartement am Mittwoch mit" (1.4.2020)

    - "bei der verstorbenen Frau handle es sich wiederum um eine Person aus der Risikogruppe (älter als 65 und bestehende Vorerkrankung). Sie war 92 Jahre alt" (2.4.2020)

    Kanton Baselland: elf Personen verstorben

    - "im Kantonsspital Baselland in Liestal verstarb am Sonntag ein 76-jähriger Mann. Er galt als Risikopatient, litt schon vorher an mehreren chronischen Erkrankungen" (5.3.2020)

    - "ein 54-Jähriger ist am Mittwoch im Baselbieter Bruderholzspital an den Folgen von Covid-19 gestorben. Er litt bereits vor seiner Ansteckung an mehreren chronischen Erkrankungen" (11.03.2020)

    - "der Kanton Basel-Landschaft vermeldet einen weiteren Corona-Todesfall. Es handelt sich um eine 94-jährige Frau" (21.03.2020) [siehe möglicherweise auch unten]

    - "zwei alte Frauen sind im Alterszentrum Ergolz in Ormalingen an den Folgen des Virus gestorben, 86 und 94 Jahre" (Regionaljournal, 25.3.2020)

    - "der Kanton Basel-Landschaft vermeldet von Samstag auf Sonntag einen weiteren Corona-Todesfall" (29.03.2020)

    - "wie der kantonale Krisenstab Basel-Landschaft am Montag Nachmittag mitteilt, kommen aim Montag im Kanton 28 Neuinfektionen und ein Todesfall hinzu" (30.3.2020)

    - "der Kanton Basel-Landschaft meldet für den Dienstag 22 weitere bestätigte Corona-Fälle sowie drei zusätzliche Todesfälle. Damit stieg die Zahl der Ansteckungen auf 561 und jene der Toten auf zehn" (31.3.2020)

    - "im Kanton Basel-Landschaft hat das Coronavirus von Dienstag auf Mittwoch ein weiteres Todesopfer gefordert" (1.4.2020)
    Geändert von plutokennedy (02.04.2020 um 11:45 Uhr)

  8. #1658
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    Währenddem in Basel bis jetzt eigentlich nur schon sehr alte und bereits kranke Menschen gestorben sind (siehe oben), behauptet Frankreich: "Coronavirus : en réanimation, 50 % des gens ont moins de 58 ans"
    Wie kann das sein?
    Ich finde diesen Alarmmodus nicht fair.
    Weil das tönt sehr dramatisch (als Schlagzeile).
    Gleichzeitig kann man dann im Kleingedruckten lesen: "les cas des décès de personnes âgées de moins de 65 ans, sans comorbidité, ne représentent que 2,4 % du total":
    Wie lange wollen unsere Nachbarn die Menschen noch einsperren und zu Verrückten machen?
    Es hat jetzt auch schon französische Politiker gegeben, welche der Schweiz vorwerfen, mit unseren gemässigten Ausgangsbeschränkungen die Massnahmen zu sabotieren.
    Wo geht das noch hin? Ich hoffe, unsere Regierung bleibt mit uns und spielt sich nicht auf zur Diktatur.

  9. #1659
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von ayrton_michael_legends Beitrag anzeigen
    du als gutmensch, ultra-idealist und theoretiker sprichst natürlich immer aus einer position der stärke und überlegenheit.
    und greifst andere leute (mich schon des öfteren) perfide auf persönlicher ebene an. nichts mit allgemeinplätzen.

    wie ich ab selbstdarstellern dieser art mit massiv übersteigertem geltungsbedürfnis kotzen könnte.
    kein wunder bist du auf meiner ignore-list gelandet. habe es schon wieder bereut, überhaupt ein wort mit dir gewechselt zu haben.

    kannst mich gerne beim admin melden, ich habe dich hier mit voller absicht persönlich angegriffen.

    edit: auf jeden fall hast du es geschafft, mir dieses forum gründlich zu verleiden. macht nicht, c'est la vie.
    Ich greife niemanden auf persönlicher Ebene an. Ich setze mich nur sehr konkret und ernsthaft mit dem Geschrieben auseinander. Was ist daran perfide, wenn ich auf einen Widerspruch einer Argumentation aufmerksam mache? Das ist doch das Grundprinzip des Diskurses?

    Ich wünsche mir mehr Aufrichtigkeit. Aber statt diese nur einzufordern, versuche ich auch mit gutem Beispiel voran zu gehen. Vielleicht verleiht mir das eine Position der Stärke und der Überlegenheit, aber nur gegenüber jenen, die nicht aufrichtig sind. Es steht jedem frei, das Gleiche zu tun. Empfindest du das etwa als Selbstdarstellerisch?

    Weder fühle ich mich von den Worten Gutmensch, Ultra-Idealist oder Theoretiker angegriffen, noch nehme ich dir die Unterstellung perfider Angriffe übel, weil ich deine Lage zu verstehen glaube. Ich sehe darum keinen Anlass, dich beim Admin zu melden.
    Vormals rot|blau

  10. #1660
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Isolation im Altersheim möglich
    Allerdings haben die meisten Altersheime im Baselbiet entschieden, dass sie - wenn immer möglich - Corona positiv Getestete in Isolation in ihren Heimen pflegen wollen. Dies erklärt Daniel Bollinger Präsident des Heimverband Curaviva Baselland. Auch wenn dies ein grosser Aufwand sei, Corona-Kranke in den Heimen zu isolieren und diese in Schutzkleidung auch zu pflegen.

    Verbands-Präsident Bollinger ist aber überzeugt, dass dieser Entscheid auch von den allermeisten Bewohnerinnen und Bewohner unterstützt werde. «99 Prozent unserer Bewohnerinnen und Bewohner wünschen sowieso eine palliative Pflege im Heim und möchten nicht mehr ins Spital verlegt werden - unabhängig von Corona.»

    Schliesslich könne man Corona-Kranke auch in Heimen mit Medikamenten so behandeln, dass sie auch bei schwerstem Verlauf nicht quallvoll ersticken würden. Solange man nicht vor einer «gröbsten Überforderung» in einem stehe, also vor zu viel Fällen aufs Mal, werde man versuchen, Heimbewohner in den Heimen zu pflegen und nicht ins Spital zu überweisen.
    Hier ein Beispiel, wie alte Menschen gelassen dem Tod entgegenblicken. Die Konsequenzen von Verlegung und Beatmung gegen die Lebensqualität der vertrauten Umgebung abwägen und bewusst einen Entscheid treffen, welcher für sie stimmt. Und dabei gleichzeitig das Gesundheitssystem nicht überlasten. Freiwillig. Gleich wie der Italienische Priester, der auf ein Beatmungsgerät zu Gunsten eines jüngeren Patienten mit höherer Überlebenschance verzichtete.

    Warum scheint dies so extrem unvorstellbar zu sein, dass man nicht von selbst darauf kommt, das Probleme durch freiwilligen Verzicht gelöst werden können? Warum ist dieses Prinzip so vielen und im Besonderen jenem Teil der Wirtschaft, wo es um viel Geld geht, so fremd? Warum lässt sich Menschlichkeit nicht errechnen?

    Der typische Reflex der Wirtschaft wäre nun, eine Sensibilisierungskampagne zu starten und die Alten für diese Idee zu begeistern. Man würde abwägen, was so eine Kampagne kosten darf und würde die besten Lobbyisten, PR- und Werbefachleute damit beauftragen. Oder man würde spezielle Patientenverfügungen für den COVID-19 Fall propagieren und unter den Risikogruppen verbreiten. Ist das noch menschlich? Ist das nicht krank? Erreicht man die Betroffenen auf diese Weise? Würden sie nicht erahnen, dass es dabei gar nicht um sie ginge? Würde diese Scheinheiligkeit nicht sofort auffliegen, weil sie nicht gut gemeint war?

    Ich glaube nicht, dass man diese Menschen überreden kann. Man muss sie mit Aufrichtigkeit überzeugen. Oder man bringt die Geduld mit, dass sie auf Grund ihrer Weisheit von selbst darauf kommen. Aber Geduld scheint gerade ein rares Gut zu sein.
    Geändert von Lällekönig (29.03.2020 um 14:24 Uhr)
    Vormals rot|blau

  11. #1661
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    so, liebe forums-user, das wird mein letzter post hier und ich möchte ein letztes mal auf das gleiche hinweisen. ob es mir wieder als panikmache oder alarmismus ausgelegt werden könnte, spielt keine rolle. erreicht es nur einen oder ein paar wenige, hat es sich schon gelohnt.

    es gibt deutliche anzeichen und informationen, teilweise auch statistiken, die zeigen dass ein grösserer anteil der hospitalisierten und intensivpatienten, vor allem im späteren verlauf der pandemie, auch jüngeren alters sind. sowohl mit als auch ohne offizielle vorerkrankungen. speziell übergewicht, hoher blutdruck und rauchen spielt in diesem zusammenhang eine rolle. sterben tun davon je jünger je weniger, das ist bekannt. dennoch ist auch eine intensivbehandlung absolut systemrelevant für die belastung des gesundheitswesen.


    schützt euch und bleibt gesund.
    Geändert von ayrton_michael_legends (29.03.2020 um 14:32 Uhr)
    STAYTHEFUCKSAFE!!!

    ... erkennt die gefährlichkeit des virus aber lasst euch nicht von all den unseriösen prognosen der experten verunsichern...

    ... eine kurz- oder mittelfristige lösung dieser pandemie und infodemie ist utopisch...

  12. #1662
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Man würde das Gesundheitssystem schützen, korrekt. Aber man opferte die Gleichbehandlung.
    Was für User ayrton_michael_legends sein Schutzmasken-Wahn ist, ist für Dich der Gleichbehandlungs-Wahn. Wieso um Gottes Willen beharrst Du andauernd darauf, dass die Risikogruppe ums Verrecke gleich behandelt werden muss wie alle anderen? Das ist doch völlig irrational und absurd.

    Nehmen wir einmal folgendes Szenario: X und ich kommen gleichzeitig ins Uni-Spital. Wir sind beide Jahrgang 1970 und beide positiv auf Covid-19 getestet worden. Während ich keine Vorerkrankungen vorzuweisen habe, hat X eine angeborene Herz- und Lungeninsuffizienz. Wir husten beide ein wenig und beiden fällt das Atmen schwerer als sonst. Aufgrund der Krankenakte beschliesst der Arzt, sich sofort um X zu kümmern, während er mich darum bittet, im Wartezimmer Platz zu nehmen, wo bereits sechs weitere Patienten sitzen.

    Nie im Leben würde ich auf die Idee kommen, hier nach Gleichbehandlung zu schreien und zu hinterfragen, weshalb X ohne Warten sofort zum Arzt zur Untersuchung reingelassen wurde, während ich nochmals 30 bis 40 Minuten zu warten habe. Es ist doch - sowohl für mich wie auch für X - völlig klar, dass einer aus der Risikogruppe gefährdeter ist und deshalb möglichst rasch behandelt oder betreut gehört.

    So wie ich also in dieser imaginären Szene Verständnis für eine Person der Risikogruppe aufbringe und so wie es für Risikopatient X selbstverständlich ist, aufgrund einer Herz- und Lungeninsuffizienz prioritär behandelt zu werden, genau so muss dieser X doch umgekehrt verstehen und akzeptieren, dass für ihn als Risikopatient andere Regeln gelten.

    Die drei Personen, die ich kenne und die zur Risikogruppe gezählt werden, hätten übrigens absolut kein Problem damit, wenn für sie die Ausgehmassnahmen weiterhin gelten, während sie für die Restbevölkerung aufgelockert würden. Sie sind es sich ohnehin gewohnt, dass sie mit ihrem Gesundheitszustand gewisse Sachen nicht tun können, die für andere selbstverständlich sind. Sie sind, was eine mögliche Ansteckung betrifft, eben nicht gleich wie ich und andere, die keinerlei Vorerkrankungen aufweisen und sich dessen auch völlig bewusst. Wieso Du diese Risikogruppe also unbedingt gleich stellen willst, wie die Gesunden oder Personen oder medizinische Defizite, leuchtet mir beim besten Willen nicht ein.
    Geändert von Mundharmonika (29.03.2020 um 14:57 Uhr)

  13. #1663
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von ayrton_michael_legends Beitrag anzeigen
    so, liebe forums-user, das wird mein letzter post hier und ich möchte ein letztes mal auf das gleiche hinweisen. ob es mir wieder als panikmache oder alarmismus ausgelegt werden könnte, spielt keine rolle. erreicht es nur einen oder ein paar wenige, hat es sich schon gelohnt.

    es gibt deutliche anzeichen und informationen, teilweise auch statistiken, die zeigen dass ein grösserer anteil der hospitalisierten und intensivpatienten, vor allem im späteren verlauf der pandemie, auch jüngeren alters sind. sowohl mit als auch ohne offizielle vorerkrankungen. speziell übergewicht, hoher blutdruck und rauchen spielt in diesem zusammenhang eine rolle. sterben tun davon je jünger je weniger, das ist bekannt. dennoch ist auch eine intensivbehandlung absolut systemrelevant für die belastung des gesundheitswesen.


    schützt euch und bleibt gesund.
    Ich finde diese Feststellung interessant und wollte auf sachlicher Ebene bereits hier und hier darauf eingehen und mehr darüber erfahren.

    Wie deutlich sind die Anzeichen? Wäre es nicht schlüssig, dass ein jüngeres Immunsystem den Zeitpunkt bis zur Hospitalisierung, resp. Intensivbehandlung länger hinauszögerte und sich somit erst später in der Statistik bemerkbar macht? Pendelt sich dieser verspätete Anstieg ein und bleibt auf dem zu erwartenden Niveau oder wächst der weiter an?
    Vormals rot|blau

  14. #1664
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Dies ist keine Diskriminierung. Weil es unabhängig von Alter oder anderer Risikofaktoren alle betrifft. Schreibst du ja auch.
    Die Massnahme ist drastisch und autoritär, man kann sie für angemessen oder übertrieben halten, aber sie ist nicht diskriminierend.
    Es betrifft aber nur die Gruppe von Personen, die einreist. Ist auch eine Gruppe und nicht die ganze Bevölkerung. Die Gruppe von Risikopatienten ist auch altersunabhängig, wenn man Asthma und alle anderen Vorerkrankungen einbezieht.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  15. #1665
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    Hier noch aus Watson eine Einschätzung von Bundesrat Maurer, die vielleicht etwas zur Einschätzung hilft wie lange wir uns den Lockdown "leisten" können:

    «Die 20 Milliarden sind knapp bemessen. Wir sind am Donnerstag gestartet. Wenn es so weitergeht, sind wir in spätestens zehn Tagen ausgeschossen», erklärte er. «Wenn wir nicht rasch Geld in die Wirtschaft pumpen, haben wir innert Wochen zehntausende Arbeitslose», so Maurer weiter.

    Die gestiegene Schuldenlast abzubauen, werde indes länger dauern. In den vergangenen 14 Jahren habe der Bund rund 30 Milliarden Franken an Schulden abgebaut. "Geht man von 50 Milliarden zusätzlichen Schulden aus, dann dauert es rund 25 Jahre - oder eine Generation - bis wir diesen Betrag wieder abbezahlt haben, warnte der Finanzminister.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  16. #1666
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Was für User ayrton_michael_legends sein Schutzmasken-Wahn ist, ist für Dich der Gleichbehandlungs-Wahn. Wieso um Gottes Willen beharrst Du andauernd darauf, dass die Risikogruppe ums Verrecke gleich behandelt werden muss wie alle anderen? Das ist doch völlig irrational und absurd.
    Ich beharre darauf, weil es in unserer Bundesverfassung steht. Ich finde sie nicht absurd. Wenn du Verfassung absurd findest, müsstest du ihre Veränderung anstreben.

    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Nehmen wir einmal folgendes Szenario: X und ich kommen gleichzeitig ins Uni-Spital. Wir sind beide Jahrgang 1970 und beide positiv auf Covid-19 getestet worden. Während ich keine Vorerkrankungen vorzuweisen habe, hat X eine angeborene Herz- und Lungeninsuffizienz. Wir husten beide ein wenig und beiden fällt das Atmen schwerer als sonst. Aufgrund der Krankenakte beschliesst der Arzt, sich sofort um X zu kümmern, während er mich darum bittet, im Wartezimmer Platz zu nehmen, wo bereits sechs weitere Patienten sitzen.

    Nie im Leben würde ich auf die Idee kommen, hier nach Gleichbehandlung zu schreien und zu hinterfragen, weshalb X ohne Warten sofort zum Arzt zur Untersuchung reingelassen wurde, während ich nochmals 30 bis 40 Minuten zu warten habe. Es ist doch - sowohl für mich wie auch für X - völlig klar, dass einer aus der Risikogruppe gefährdeter ist und deshalb möglichst rasch behandelt oder betreut gehört.
    Normalerweise werden die Patienten schneller behandelt, welche die Behandlung nötiger haben. Das ist korrekt und auch keine Diskriminierung. Es wurde aber im Hinblick auf die zu erwartenden Engpässen auf eine spezielle Triage von intensivmedizinischen Behandlungen bei Ressourcenknappheit umgestellt. Weil uns dieses Szenario mit grösster Wahrscheinlichkeit noch bevorsteht. Die Ärzte würden also auf Grund der zu knappen Ressourcen dir den Vorzug geben, weil die Überlebenschancen von X geringer sind. Dieses Szenario trifft praktisch mit Garantie ein, wenn man gänzlich auf Massnahmen verzichtet. Ob es jetzt um eine Untersuchung oder eine Behandlung geht. Das knappe Gut an medizinischer Versorgung (ob das jetzt Untersuchung oder Behandlung ist) wird so aufgeteilt, dass die Verluste so gering wie möglich ausfallen.


    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    So wie ich also in dieser imaginären Szene Verständnis für eine Person der Risikogruppe aufbringe und so wie es für Risikopatient X selbstverständlich ist, aufgrund einer Herz- und Lungeninsuffizienz prioritär behandelt zu werden, genau so muss dieser X doch umgekehrt verstehen und akzeptieren, dass für ihn als Risikopatient andere Regeln gelten.
    Das Verständnis, das du aufbringst ist nobel, es entspringt aber dem Alltagsszenario, indem du auf deinen Vorrang verzichten kannst, aber immer noch die Gewissheit hast, gleich behandelt zu werden. Im Krisenszenario kannst du nur verzichten, wenn du X den Vorrang lassen willst. Der Umstand wird aber prioritär dir die Behandlung zukommen lassen. Nachzulesen in den Richtlinien. Wie du hieraus andere Regeln ableiten, resp. die Rechtsgleichheit aushebeln kannst, erschliesst sich mir nicht ganz.

    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Die drei Personen, die ich kenne und die zur Risikogruppe gezählt werden, hätten übrigens absolut kein Problem damit, wenn für sie die Ausgehmassnahmen weiterhin gelten, während sie für die Restbevölkerung aufgelockert würden. Sie sind es sich ohnehin gewohnt, dass sie mit ihrem Gesundheitszustand gewisse Sachen nicht tun können, die für andere selbstverständlich sind. Sie sind, was eine mögliche Ansteckung betrifft, eben nicht gleich wie ich und andere, die keinerlei Vorerkrankungen aufweisen und sich dessen auch völlig bewusst. Wieso Du diese Risikogruppe also unbedingt gleich stellen willst, wie die Gesundern oder Personen oder medizinische Defizite, leuchtet mir beim besten Willen nicht ein.
    Ich habe kein Problem damit, zu Hause zu bleiben. Ich hätte ein Problem damit, zu Hause bleiben zu müssen, während andere sich frei draussen bewegen dürfen. Solange deine Freunde das freiwillig machen ist doch alles Bestens.

    Beispiel Wirtschaft: Wäre eine Quotenregelung für Frauen auf Stufe Management und in Verwaltungsräten OK? Wäre es besser für die Wirtschaft, eine Annäherung der Geschlechterquote über Freiwilligkeit oder über Vorschrift zu erreichen? Ist es ein Argument, wenn ich dir drei Firmen nenne, die es OK finden würden, weil sie es eh schon so haben?

    Ich streite nicht ab, dass es sinnvoll ist, wenn die Risikogruppen sich schützen. Ich sage nur, dass dies kein Zwang sein soll.
    Vormals rot|blau

  17. #1667
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Hier noch weitere spannende Lektüre, für alle die sich für die Massnahmen und deren Auswirkungen interessieren. Oder wie man einen totalen Lockdown wieder lösen kann.
    https://www.watson.ch/wissen/schweiz...mie-bekaempfen

    Der Originalartikel von Tomas Pueyo:
    https://medium.com/@tomaspueyo/coron...e-be9337092b56
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  18. #1668
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Es betrifft aber nur die Gruppe von Personen, die einreist. Ist auch eine Gruppe und nicht die ganze Bevölkerung. Die Gruppe von Risikopatienten ist auch altersunabhängig, wenn man Asthma und alle anderen Vorerkrankungen einbezieht.
    Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
    2. Titel: Grundrechte, Bürgerrechte und Sozialziele
    1. Kapitel: Grundrechte
    Art. 8 Rechtsgleichheit


    2 Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung.
    Keine Diskriminierung wegen Alter und körperliche Behinderung (in diesem Fall Vorerkrankung).

    Die Einreise ist ein freiwilliger Akt. Jeder Einzelne der gesamten Bevölkerung von Australien müsste sich dem gleichen Prozedere unterziehen, wenn er einreiste. Diskriminierung betrifft identitätsstiftende Unterscheidungen, nicht von Handlungen ausgehende Unterscheidungen.
    Vormals rot|blau

  19. #1669
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    Zitat Zitat von Allez Basel! Beitrag anzeigen
    Was ich ganz spannend finde, ist, dass diese Krise uns wieder einmal zeigt, wie wichtig unsere Schweizer Landwirtschaft ist...
    Ich möchte ergänzen, auch das Militär wird an Wichtigkeit gewinnen nach dieser Krise. Man sieht, wie jedes Land auf sich selber schaut. Falls sich die Krise ausbreiten würde und es wirklich massive Probleme geben würde, wissen wir alle, in welche Richtung es gehen würde. Aber keine Angst, daran glaube ich nicht.

    Ein weiterer Punkt möchte ich noch hinzufügen: Ohne die kleine Unternehmen angreifen zu wollen, aber es zeigt doch wie krank unser Wirtschaftssystem ist, wenn ein Unternehmen nicht mal einen Lockdown von einem Monat überlebt. Alles lebt auf Pump, tiefer Eigenkapitalanteil und ohne Konsum bekommen schon viele Unternehmen Probleme. Das zeigt sich dann auch bei vielen Privaten, die nicht mal einen Monat ohne Lohn aushalten könnten.

  20. #1670
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    Zitat Zitat von ayrton_michael_legends Beitrag anzeigen
    edit: auf jeden fall hast du es geschafft, mir dieses forum gründlich zu verleiden. macht nichts, c'est la vie. auf nimmer wiedersehen.
    &tschüss

  21. #1671
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    Zitat Zitat von Allez Basel! Beitrag anzeigen
    Ein weiterer Punkt möchte ich noch hinzufügen: Ohne die kleine Unternehmen angreifen zu wollen, aber es zeigt doch wie krank unser Wirtschaftssystem ist, wenn ein Unternehmen nicht mal einen Lockdown von einem Monat überlebt. Alles lebt auf Pump, tiefer Eigenkapitalanteil und ohne Konsum bekommen schon viele Unternehmen Probleme. Das zeigt sich dann auch bei vielen Privaten, die nicht mal einen Monat ohne Lohn aushalten könnten.
    Danke! Wollte auch was ähnliches tippen. Die Grunderkrankungen unserer Wirtschaft bestanden schon vor Corona. Eigentlich warten viele Analysten schon lange auf den Schock der den Schuldenturm kollabieren lässt. Wir leben in disruptiven Zeiten.

  22. #1672
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Hier noch aus Watson eine Einschätzung von Bundesrat Maurer, die vielleicht etwas zur Einschätzung hilft wie lange wir uns den Lockdown "leisten" können:

    «Die 20 Milliarden sind knapp bemessen. Wir sind am Donnerstag gestartet. Wenn es so weitergeht, sind wir in spätestens zehn Tagen ausgeschossen», erklärte er. «Wenn wir nicht rasch Geld in die Wirtschaft pumpen, haben wir innert Wochen zehntausende Arbeitslose», so Maurer weiter.

    Die gestiegene Schuldenlast abzubauen, werde indes länger dauern. In den vergangenen 14 Jahren habe der Bund rund 30 Milliarden Franken an Schulden abgebaut. "Geht man von 50 Milliarden zusätzlichen Schulden aus, dann dauert es rund 25 Jahre - oder eine Generation - bis wir diesen Betrag wieder abbezahlt haben, warnte der Finanzminister.
    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Hier noch weitere spannende Lektüre, für alle die sich für die Massnahmen und deren Auswirkungen interessieren. Oder wie man einen totalen Lockdown wieder lösen kann.
    https://www.watson.ch/wissen/schweiz...mie-bekaempfen

    Der Originalartikel von Tomas Pueyo:
    https://medium.com/@tomaspueyo/coron...e-be9337092b56
    Die Einschätzungen von Maurer finde ich nicht verkehrt. Darum habe ich ja schon relativ früh vorgeschlagen, die Wirtschaft in einen Pausemodus zu versetzen, statt weiter Geld hineinzupumpen. Der hochgetaktete Motor verbraucht zu viel Geld für einen Leerlauf ohne Nachfrage. Ob dies jetzt über ein Grundeinkommen oder über Versorgungsgutscheine gelöst wird, sollen gescheitere Köpfe befinden. Die Wirtschaft sollte sich im Moment darauf begnügen, nur die Wesentlichen, dringend benötigten Waren und Dienstleistungen fliessen zu lassen. Alles andere, vor allem die Börsen, aber auch das ganze fliessende Geld, sollte vorübergehend ausgesetzt werden können und der Bund könnte sich darauf konzentrieren, allen die Lebensgrundlage zu sichern. Nach der Krise kann man wieder hochfahren. Unter dem Strich kommt das die Schweiz wahrscheinlich günstiger, als mit der aktuellen Lösung. Noch idealer wäre, wenn die ganze Welt für einen Moment so handeln würde.

    Denn eine Wirtschaft, welche ohne Nachfrage und mit verringerter Produktion auf Pump Geld verbrät, wird nach der Krise sparen müssen. Weil das so viele Branchen und Sektoren gleichzeitig müssen, werden die Schulden nur sehr schwer abzubauen sein, es wird zu Konkursen oder Entlassungen führen, welche entweder als Arbeitslose oder via Verbürgung für die Kredite, verringerte Steuereinnahmen, etc. wieder dem Staat zur Last fallen. Würden wir nur für die Dauer der Krise, nicht an Geld glauben, sondern an Solidarität, uns ausschliesslich um die Verteilung der Ressourcen bemühen und deren Abrechnung auf die Zeit nach der Krise verschieben verschieben, würde alles intakt bleiben.

    Ein interessanter Beitrag, unabhängig von der Krise geschrieben, ist «Kapital und Ideologie» des Ökonomen Thomas Piketty. Thema der Sternstunde Philosophie von heute. Er beschreibt eine vertretbare Form des Kapitalismus, unter welchem die Wirtschaft sehr gedieh. Darin könnte eine Lösung liegen. Aber die Ideologie der heutigen Form von Kapitalismus scheint sich nur sehr schwer ablegen zu lassen, zu viele Verlustängste. Zu wenig Mut für Neues.

    Pueyo beschreibt es sehr gut. Ist im Grundsatz recht ähnlich dem, was ich hier schon lange schreibe. Zentral ist, sich laufend dem Kenntnisstand anzupassen, Daten zu generieren, um diesen Tanz erfolgreich aufführen zu können. Die Prognosen werden mit der gewonnen Zeit und Erfahrung genauer. Vorerst müssen wir bremsen. Weil uns der Hammerschlag nicht gelang, braucht es längeren Druck um auf das Tanzniveau zu kommen.
    Vormals rot|blau

  23. #1673
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    Zitat Zitat von Allez Basel! Beitrag anzeigen
    Ich möchte ergänzen, auch das Militär wird an Wichtigkeit gewinnen nach dieser Krise.
    Lass mich das bezweifeln. "Die Armee" mit ihren Flugzeugen und Kampfpanzern bringt gar nix. Was etwas bringt sind die Teile der Armee die sich immer als subsidiär zur zivilen Organisation verstanden haben. Sanitätstruppen, Spitaltruppen und Militärpolizei. Und was in der ganzen Diskussion untergeht sind Zivildienst und Zivilschutz. Die sind in ähnlichem Umfang im Einsatz.

    Pandemie ist Gesamtverteidigung. Aber ohne Kanonen und Militärköpfe sonder unter Leitung derer die davon eine Ahnung haben.
    Geändert von Faniella Diwani (29.03.2020 um 16:46 Uhr)

  24. #1674
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    Seid ihr isoliert? Wie sehen eure Alltäge aus? Wie macht ihr Einkäufe? Ich versuche mich zu isolieren, das klappt aber nicht immer.
    Was macht ihr abends in Quarantäne, wie lenkt ihr euch ab? Mit Kindern, wie es empfohlen wurde, oder allein?

  25. #1675
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    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Danke! Wollte auch was ähnliches tippen. Die Grunderkrankungen unserer Wirtschaft bestanden schon vor Corona. Eigentlich warten viele Analysten schon lange auf den Schock der den Schuldenturm kollabieren lässt. Wir leben in disruptiven Zeiten.
    Die Grunderkrankung der Wirtschaft sind die Konsumenten.

  26. #1676
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Die Einschätzungen von Maurer finde ich nicht verkehrt. Darum habe ich ja schon relativ früh vorgeschlagen, die Wirtschaft in einen Pausemodus zu versetzen, statt weiter Geld hineinzupumpen. Der hochgetaktete Motor verbraucht zu viel Geld für einen Leerlauf ohne Nachfrage. Ob dies jetzt über ein Grundeinkommen oder über Versorgungsgutscheine gelöst wird, sollen gescheitere Köpfe befinden. Die Wirtschaft sollte sich im Moment darauf begnügen, nur die Wesentlichen, dringend benötigten Waren und Dienstleistungen fliessen zu lassen. Alles andere, vor allem die Börsen, aber auch das ganze fliessende Geld, sollte vorübergehend ausgesetzt werden können und der Bund könnte sich darauf konzentrieren, allen die Lebensgrundlage zu sichern. Nach der Krise kann man wieder hochfahren. Unter dem Strich kommt das die Schweiz wahrscheinlich günstiger, als mit der aktuellen Lösung. Noch idealer wäre, wenn die ganze Welt für einen Moment so handeln würde.

    Denn eine Wirtschaft, welche ohne Nachfrage und mit verringerter Produktion auf Pump Geld verbrät, wird nach der Krise sparen müssen. Weil das so viele Branchen und Sektoren gleichzeitig müssen, werden die Schulden nur sehr schwer abzubauen sein, es wird zu Konkursen oder Entlassungen führen, welche entweder als Arbeitslose oder via Verbürgung für die Kredite, verringerte Steuereinnahmen, etc. wieder dem Staat zur Last fallen. Würden wir nur für die Dauer der Krise, nicht an Geld glauben, sondern an Solidarität, uns ausschliesslich um die Verteilung der Ressourcen bemühen und deren Abrechnung auf die Zeit nach der Krise verschieben verschieben, würde alles intakt bleiben.

    Ein interessanter Beitrag, unabhängig von der Krise geschrieben, ist «Kapital und Ideologie» des Ökonomen Thomas Piketty. Thema der Sternstunde Philosophie von heute. Er beschreibt eine vertretbare Form des Kapitalismus, unter welchem die Wirtschaft sehr gedieh. Darin könnte eine Lösung liegen. Aber die Ideologie der heutigen Form von Kapitalismus scheint sich nur sehr schwer ablegen zu lassen, zu viele Verlustängste. Zu wenig Mut für Neues.

    Pueyo beschreibt es sehr gut. Ist im Grundsatz recht ähnlich dem, was ich hier schon lange schreibe. Zentral ist, sich laufend dem Kenntnisstand anzupassen, Daten zu generieren, um diesen Tanz erfolgreich aufführen zu können. Die Prognosen werden mit der gewonnen Zeit und Erfahrung genauer. Vorerst müssen wir bremsen. Weil uns der Hammerschlag nicht gelang, braucht es längeren Druck um auf das Tanzniveau zu kommen.

    WAS IST PAUSENMODUS? Bitte erklär das mal konkret. In 10 Sätzen.

  27. #1677
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    Nebenbei: Eine interessante Sichtweise auf Lockdown und "Flatten the Curve" aus Sicht der Spieltheorie.



    Für die welche nicht gucken wollen: Ja, auch aus Sicht der Spieltheorie ist eine "durch Kontaktvermeidung verlangsamte Durchseuchung" sinnvoll.

  28. #1678
    Erfahrener Benutzer Avatar von Asselerade
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    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Danke! Wollte auch was ähnliches tippen. Die Grunderkrankungen unserer Wirtschaft bestanden schon vor Corona. Eigentlich warten viele Analysten schon lange auf den Schock der den Schuldenturm kollabieren lässt. Wir leben in disruptiven Zeiten.
    ich schätze deine beiträge ansonsten sehr und auch hier hast du natürlich recht. aber so wie ich es bei dir hinausspühre findest du keine brücke von der vogelperspektive hin zu persönlichen ebene:

    - in der schweiz gibt es nicht nur leute die 100% arbeiten müssen und trotzdem noch sozialhilfe beziehen müssen. diese gruppe muss auch ausserhalb der krise geschützt und unterstützt werden - keine frage, aber es ist nicht die mehrheit

    - der mehrheit ist der mittelstand und von diesem mittelstand ist ein beträchtlicher teil am ende des monats bei den finanzen quasi auf 0. nur weil sie ende des monats auf 0 sind, heisst das noch lange nicht, dass sie zur ersten gruppe gehören (und das stört mich ehrlich gesagt an deinen beiträgen. sie suggerieren, dass auf 0 sein gleichbedeutend mit der unterschicht ist). man ist auf 0 weil man das geld zwar real usgeben kann, aber es eigentlich gar nicht vermag. alle aus dieser gruppe können sich eine fcb-saisonkarte inklusive 30fr für konsum im joggeli leisten. aber ob es die cleverste geldinvestition ist, darf hinterfragt werden. dies als beispiel. genau gleich verhält es sich mit dem konsum, den ferien und der wohnsituation im allgemeinen.

    das eine ist das kapitalistische system mit schulden, geld als schuld, exponentiellen zinsen/verschuldung, wanderung des vermögens von unten nach oben usw - das andere ist, wie du und ich uns in diesem system bewegen. welche schlüsse wir drausziehen und wie clever wir mit der realität umgehen. und hier zeigt sich meiner meinung nach (und darum gehört das in diesen thread) in dieser krise sehr schön, dass wir schweizer idiotisch mit unserem geld umgegangen sind, wenn sich der normale mittelstand nicht mal einen monat ohne verdienst leisten kann und der schrei nach staat allgegenwärtig ist.

    und hier sollten wir ehrlich zu uns selber sein, weil die nächste krise kommt bestimmt und auch dann werden die wenigsten zur working poor gehören, es sei denn sie geben an 5 arbeitstage 5fr für einen kaffee-to-go (25fr x 47 arbeitswochen = 1175fr) aus - weil sie zu faul sind um eine 20fr esspresso-maschine am morgen zu bedienen aka "weisch, das goht immer sooo lang" (um es provokativ auszudrücken)
    Geändert von Asselerade (29.03.2020 um 17:19 Uhr)
    Einige gingen hinter die Theke und stellten weitere Bratwürste auf den Grill und reichten sie den hungrigen Fans

  29. #1679
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Ich beharre darauf, weil es in unserer Bundesverfassung steht.
    Wir befinden uns in einer speziellen oder noch genauer "ausserordentliche Lage" und da sind neben ausserordentliche Massnahmen Anpassungsfähigkeit und Flexibilität gefragt, um den Problemen entgegen zu wirken. Aber Du bleibst stur wie die Sennen der Appenzeller-Käse-Werbung und reitest lieber auf irgendwelchen Paragraphen rum. Ob damit Menschenleben gerettet werden können oder nicht, scheint zweitrangig zu sein: Hauptsache die Gleichstellung gemäss Bundesverfassung wird eingehalten. Richtig schweizerisch. Erinnert mich irgendwie an die Piloten des Fluges Swissair SR 111, der bei Halifax ins Meer gestürzt ist: Rauch im Cockpit sprich absoluter Notfall. Doch anstatt sofort die Notlandung einzuleiten, beschliessen die Piloten, vorher noch den Treibstoff abzulassen, weil die Swissair-Checkliste dies so vorsieht. The rest is history... Ob SR 111 mit direkten Anflug auf Halifax hätte gerettet werden können, bleibt natürlich Spekulation, aber unter Piloten (vor allem ausserhalb der Schweiz) wurde das Verhalten der SR-Piloten aufs Schärfste kritisiert. (Die Swissair-Checkliste wurde nach diesem Unglück an den internationalen Standard angepasst, der besagt, dass bei Feuer an Bord unverzüglich der nächstmögliche Flughafen angeflogen werden muss.)

    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Ich habe kein Problem damit, zu Hause zu bleiben. Ich hätte ein Problem damit, zu Hause bleiben zu müssen, während andere sich frei draussen bewegen dürfen.
    Sorry, aber ich finde dieses Verhalten in der aktuellen Situation einfach nur kindisches Getrötzele. Lieber alle noch drei Monate zuhause lassen, damit sich die Risikogruppe jaaaaaa nicht diskriminiert fühlt. Als Konsequenz fahren wir die Wirtschaft an die Wand und verschulden unser Land, sodass die nächsten zwei Generationen die Schulden dann abbauen dürfen. Bravo!
    Geändert von Mundharmonika (29.03.2020 um 17:58 Uhr)

  30. #1680
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von rhybrugg Beitrag anzeigen
    WAS IST PAUSENMODUS? Bitte erklär das mal konkret. In 10 Sätzen.
    Der Pausenmodus ist rasch erklärt. Kompliziert ist wird nur die Erklärung, warum es Volkswirtschaftlich gesehen billiger wäre. Über die Festlegung der exakten Zahlen müssten sich Spezialisten Gedanken machen. Vom Prinzip her, scheint es mir aber schlüssig zu sein. Verzeihe mir, dass ich mich nicht an deine Vorgabe von 10 Sätzen halten kann.

    Pausenmodus
    Der Staat stellt als Massnahme die Existenzgrundlage für Arbeitnehmer und Unternehmen, während der Dauer der anderen Massnahme sicher, welche sich während dieser Zeit aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Kein Geld fliesst in Unternehmen rein, keines raus. Aufhebung von Fixkosten für die Dauer der Pause, ohne dass dazu Verträge aufgelöst werden müssen.

    Die Idee ist, dass ein Unternehmen, welches während der Krise keinen Beitrag leisten kann, pausieren darf. Es verzichtet darauf operativ zu sein, muss keine Löhne und keine Miete während dieser Zeit bezahlen. Es darf aber auch keine Kündigung aussprechen. Will man Rückstände aufholen oder Vorarbeit leisten, setzt man die Pause später an oder beendet sie früher. Kann ein Unternehmen einen sinnvollen Beitrag leisten, wird es wahrscheinlich operativ bleiben wollen. Dann bestünde ja auch die Nachfrage am Markt.

    In der Kurzarbeit übernimmt der Staat 40% der Lohnkosten dafür, dass der Arbeitnehmer 50% weniger arbeitet. Keine Ahnung, wie man den Schlüssel für die extremere Form der Pause aushandeln müsste. Vielleicht 0% Arbeitszeit, 0% des Lohnausfalls durch den Arbeitgeber, 60% des Lohnausfalls durch den Staat? Dieser Schlüssel hinge stärker an der ursprünglichen Lohnverteilung. Eine andere Variante wäre ein existenzsicherndes Grundeinkommen, so würde ein in Pause versetzter Topverdiener nicht übermässig fürs Nichtstun bezahlt. Volkswirtschaftlich gesehen verliert der Staat zwar kurzfristig Geld, aber die Umverteilungsmaschiene wird vorübergehend gebremst und die Unternehmen blieben dem Staat in finanziell gesunder Verfassung erhalten.

    Weiter Geld in das System zu pumpen verzögert nur den Kollaps, während die Umverteilungsmaschine weiterhin auf Hochtouren läuft. Am Ende verliert der Staat in der Folge aktuell gesunde Unternehmen und erzeugt Arbeitslosigkeit, während nur die wenigen Profiteure dieser Umverteilung gewinnen, aber die ganze Volkswirtschaft mit den Kosten belastet wird.

    Die Umverteilungsmaschine
    All die Kosten, welche während dieser Krise anfallen, landen ja irgendwo als Gewinne. Das Geld löst sich ja nicht plötzlich in Luft auf.
    Vormals rot|blau

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