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Thema: Corona Virus

  1. #3811
    Erfahrener Benutzer Avatar von unwichtig
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    Aluhut Akbar
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Zoo Basel führt (ohne Not) Maskenpflicht in Innenräumlichkeiten ein.

    https://www.bazonline.ch/zoo-basel-f...n-285308452025

    warum "ohne Not"? wegen Covid-19 machen sie das. Man könnte auch sagen "präventiv". Ich gehe jetzt mal davon aus, dass diese Pflicht sowieso sehr bald in eben solchen Innenräumen eingeführt wird.
    Abstinenzler sind Leute, die niemals entdecken, was sie versäumen.

  2. #3812
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Der Weg zum Tod ist viel krasser.
    Echt jetzt? Abgesehen davon, dass ich bezweifle, dass Du (oder auch ich) wirklich beurteilen können, ob es krasser ist, durch Covid-19 oder durch eine Grippe zu sterben, wird es sich auch bei jedem ein wenig anders verhalten. Und wenn wir beginnen würden, Krankheiten nach dem Verlauf zu beurteilen, um eine Rangliste für die bedrohlichsten Krankheiten der Menschheit zu erstellen, dann ergäbe das wohl ein ziemlich verzerrtes Bild.

    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Die USA haben eine 4mal höhere Bevölkerungszahl wie Deutschland. Bis jetzt sind über 200'000 Menschen an Covid 19 gestorben. Runtergerechnet sind das also doppelt soviele wie Deine 25'000 in Deutschland.
    Die USA ist aber auch eines der Länder mit den meisten Übergewichtigen weltweit und einer schlechten medizinischen Versorgung für den Normalbürger. Daher kannst Du diese Zahlen nicht wirklich miteinander vergleichen.

    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Aber der eigentliche Punkt für mich ist immer noch: soviel Fälle zu haben, dass das Gesundheitssystem alles verkraften kann.
    Ja, das leuchtet mir ein, aber in der Schweiz oder im benachbarten Deutschland bestand schon im Frühling zu keinem Zeitpunkt die Gefahr, dass das Gesundheitssystem kollabieren würde und zurzeit ist dieses Risiko noch geringer.

    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Und versuchen, besondere Risikogruppen möglichst schützen zu können.
    Da bin ich ganz bei Dir. Das würde ich für die absolut sinnvollste Massnahme halten, angefangen bei den Altersheimen.

    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Nun, es gibt Impfungen gegen den Grippe-Virus. Das ist der Unterschied. Nur machen nicht viele davon gebrauch, mich eingeschlossen.
    Ich hatte ein Arbeitskollege, der hat sich gegen die Grippe geimpft. Von diesem Zeitpunkt an war er den ganzen Winter hindurch erkältet. Nonstop drei oder vier Monate mit Schnupfen und Husten. Die Geschichte wiederholte sich im Jahr danach nochmals. Das war für mich das Argument, mich nicht gegen die Grippe impfen zu lassen.

    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Und es waren, nimmt man die Einreisenden, die in Quarantäne waren mal raus, fast immer Cluster. Ein Event, wo jemand infiziert war. Oder bei uns. Der Event mit der Freikirche im Elsass.
    Ich finde es ja jetzt auch nicht unbedingt besonders clever, zurzeit an ein Event mit vielen Leuten zu gehen, trotzdem finde ich die Aufregung beim aktuellen Verhältnis Fallzahlen/ernsthafte Krankheitsfälle übertrieben. Infiziert heisst noch lange nicht erkrankt und wenn man als einmal Infizierter danach für Wochen, Monate oder gar immer immun ist, dann hat das ja auch seine positive Seite.
    Geändert von Mundharmonika (09.10.2020 um 17:29 Uhr)

  3. #3813
    Erfahrener Benutzer Avatar von Back in town
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    @Sportchef

    Nehme jetzt nur auf das von dir zitierte Statement von mir Bezug: Dann trag eine Maske wenn du dich besser fühlst, aber zwinge sie mir nicht auf. Ich halte die Maske weiterhin für nutzlos. Und nein, niemand im Spital trägt täglich 8-12 Stunden am Stück eine Maske. Und wenn, dann nicht, um sich gegen Viren zu schützen. Und wenn ich im Unispital in der Poliklinik den Bartmann am Empfang sehe, mit der Maske über den Haaren, ist in mir nur noch Resignation ob des Wahnsinns Auswüchse.

    Die Arroganz der Maskenfetischisten ist unerträglich.
    Im weiteren gilt weiterhin Mundharmonikas Sicht der Dinge in dieser Sache. Uneingeschränkt.
    Betreffend "Die Arroganz der Maskenfetischisten ist unerträglich. "
    Im Spital welches ich kenne, tragen die Leute mit Patientenkontakt seit März den ganzen Tag eine Maske (das stimmt nicht, was du hier behauptest), diese wird 2x am Tag gewechselt. In den Pausen ausserhalb des Areals können sie unter Umständen abgezogen werden, nicht aber auf dem Arbeitsweg im ÖV. Weiter entsteht bei der Maske eine Art sozialer Akt, da sie primär andere vor einem selbst (im Falle einer unbewussten Ansteckung) schützen soll, indem sie ausgespuckte Tröpfchen beim Niesen, Sprechen oder Husten abfangen. Das sollte mittlerweile auch dem letzten Abweichler klar sein. Wenn nun alle (auch die ahnungslos Infizierten) eine Maske tragen, dämmt es erheblich eine Verbreitung ein. Maskenverweigerer die sich stoisch weigern andere mit dieser einfachen Methode zu beschützen, sind in meinen Augen im höchsten Grade asozial, da sie die Verbreitung und unter Umständen den Tod, oder das Leid anderer, die sie anstecken könnten, ignorant in Kauf nehmen.

    Was Abweichler wie du auch nicht kapieren wollen ist, dass es keinen 100% Schutz vor dem Virus gibt, egal welche Massnahme man anwendet. So wurde in Studien klar belegt, dass die Corona Ansteckung in Tröpfchenform über die Nase, Mund oder Augen erfolgt (bzw Schleimhäute). Weiter schützt einen die Maske, dass man sich mit den Fingern (meist unbewusst) nicht in den Mund oder die Nase fasst. Das zeigt klar auf, die Maske allein schützt einen selbst nur begrenzt, da immer noch ein bis zwei Einfallstore bestehen. Aber in der Kombination einzelner Massnahmen (Abstand, Hygiene, Masken, Tracing, Fiebermessen usw) entsteht jedoch ein robuster Schutz (das sog. Swiss Cheese Model http://www.wcchd.org/COVID-19/docs/swiss%20cheese.pdf). Daher ist es komplett überflüssig, einzelne Schutz-Massnahmen anhand ihrer eigenen Wirkung zu kritisieren, ohne das grosse Ganze des Schutzkonzepts zu verstehen. Das sollte eigentlich mittlerweile auch ein 5-Jähriger kapiert haben.

    Und was die Wirtschaft angeht, so ist mir die Volksgesundheit bedeutend wichtiger, als die Jobs und Existenzen von einigen, die es momentan betrifft (Unterhaltungsbranche, Gastro etc). Es geht beim Corona Schutz nicht nur um die Toten, sondern um die unbekannten Folgeerkrankungen, die Sars-Cov-2 verursacht. Solange man nicht weiss, ob das Virus nicht eine tickende Zeitbombe ist (wie bei Herpes, Epstein-Barr, Hepatitis, HIV, oder auch Corona Viren bei Katzen), solange gilt es die Ausbreitung mit allen Mitteln einzudämmen bzw. zu verhindern, denn das ist es, was die Weltgemeinschaft aktuell tut. Wieso man auch noch nach Monaten der Aufklärung solche trivialen Zusammenhänge gebetsmühlenartig aufwärmen muss, verstehe ich nicht. Warum verhälst du dich eigentlich so asozial und ignorant ? Hast du deinen Job verloren und suchst nun den Schuldigen im Virus ?
    Geändert von Back in town (09.10.2020 um 18:04 Uhr)

  4. #3814
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Eine Quelle für deine 100k Existenzen pro Corona Todesopfer?

    Bist du auch einverstanden dass man "freien Lauf" lässt wenn deine Grosseltern daran sterben? Oder deine Eltern? Vielleicht sind diese ja gerade um die 65 und freuen sich auf ihre Pension. Müssen sie ja nicht erleben, sie würden ja eh nur noch einige Jahre leben und sterben somit einfach ein paar Jährchen früher. Zumal sie ja 65 Jahre gelebt haben.

    Weshalb ich deine Aussage "Dann sterben vielleicht einige ein paar Jahre früher als geplant" sehr unüberlegt, respektlos und sogar verletzend finde.
    Die Beschimpfungen hier aufgrund meines Votums sprechen Bände. Muss man nicht weiter kommentieren.

    "Freien Lauf" möchte ich primär dem Leben lassen. Der Normalität. Den Grundbedürfnissen gesunder Menschen. Der Zukunft unserer Jugend. Die Lebensfreude wird nämlich seit Beginn der Corona Ära mit Füssen getreten. In Italien herrscht jetzt Maskenpflicht im Freien. Wohin soll das noch führen?

    Ich habe auch schon Angehörige verloren. Mehr als eine/n. Ich weiss, wie sich das anfühlt. Sie sind zwar nicht an Covid gestorben, aber an anderen Krankheiten. Welchen Unterschied macht das letztlich? Man hätte vielleicht diese schmerzlichen Verluste auch vermeiden bzw. verzögern können, wenn man präventiv strikte Verhaltensnormen durchgesetzt hätte. Herz-/Kreislauf Probleme kommen auch nicht von ungefähr. Krebs auch nicht. Etc. pp. Sorry für die Deutlichkeit der nun folgenden Aussage: Der Tod ist kein neues Phänomen. Den gab es schon immer. Es wird ja auch immer wieder die Spanische Grippe zitiert. Trotz dieser Krankheit und zwei Weltkriegen ist die Erde nach 100 Jahren - ein Wimpernschlag in der Menschheitsgeschichte - bereits wieder überbevölkert. Wenn man sich bemüht, solchen Viren im langfristigen Gesamtkontext zu sehen, muss man sich doch fragen, welche Kollateralschäden man in Kauf nehmen will, um einigermassen dagegen zu halten.

    Zum Thema 'respektlos und verletzend'. Nein! Ich fordere Respekt für die Überlebenden von Covid ein! Die befinden sich unbestritten in der überwiegenden Mehrzahl. Was der Westen jetzt tut, um eine (quantitative) Randgruppe der Bevölkerung vor Krankheit und, in sehr seltenen Fällen, Tod zu bewahren, ist angesichts all der anderen Quellen von Leid auf diesem Planeten masslos übertrieben. Wenn eine Nussschale vollbeladen mit Flüchtlingen im Mittelmeer kentert und dabei ein Kind ertrinkt, wiegt das für mich schwerer als wenn ein 80jähriger im Westen an Covid stirbt, der ein langes und erfülltes Leben in Wohlstand und Sicherheit hatte.

    Aber ich lasse hier jedem seine Gesinnung und Weltanschauung. Das ist leider umgekehrt nicht der Fall.

  5. #3815
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Und was die Wirtschaft angeht, so ist mir die Volksgesundheit bedeutend wichtiger, als die Jobs und Existenzen von einigen, die es momentan betrifft (Unterhaltungsbranche, Gastro etc).
    Existenz von einigen... Mit einer solchen Arroganz kann eigentlich nur einer sprechen, der nicht direkt betroffen ist und womöglich noch in einer Branche wie Pharma, Bank oder Versicherung arbeitet, welche direkt oder indirekt von Corona profitiert.

    1000 Personen verlieren derzeit in der Schweiz pro Tag ihren Job

    Die Corona-Krise trifft den Arbeitsmarkt mit voller Wucht. Die Arbeitslosenquote ist Anfang Mai auf 3,4% gestiegen. Im Februar hatte sie noch 2,5% betragen. Die Situation am Schweizer Arbeitsmarkt kann am ehesten mit der der Depression der 1930er Jahren verglichen werden. Ohne Kurzarbeit wäre die Arbeitslosigkeit um ein Vielfaches höher.
    (NZZ vom 7. Mai)


    Das Schlimmste betreffend Entlassungen dürfte uns vermutlich in den nächsten Monaten noch bevorstehen, wobei wir hier in der Schweiz ja noch relativ gut da stehen und sozial abgesichert sind. In anderen Ländern sind die Konsequenzen für die einzelnen Bürger noch viel verheerender.

    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Was der Westen jetzt tut, um eine (quantitative) Randgruppe der Bevölkerung vor Krankheit und, in sehr seltenen Fällen, Tod zu bewahren, ist angesichts all der anderen Quellen von Leid auf diesem Planeten masslos übertrieben. Wenn eine Nussschale vollbeladen mit Flüchtlingen im Mittelmeer kentert und dabei ein Kind ertrinkt, wiegt das für mich schwerer als wenn ein 80jähriger im Westen an Covid stirbt, der ein langes und erfülltes Leben in Wohlstand und Sicherheit hatte.
    Da gibt es absolut nichts hinzuzufügen!

  6. #3816
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    Elementar wichtig scheint es in der Diskussionskultur hier momentan zu sein, dass man nur kleine Schnipsel rausnimmt von einer Antwort und darauf antwortet. Ich hätte zu allem wieder Antworten, aber man dreht sich im Kreis. Das bringt irgendwie nichts.

  7. #3817
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Existenz von einigen... Mit einer solchen Arroganz kann eigentlich nur einer sprechen, der nicht direkt betroffen ist und womöglich noch in einer Branche wie Pharma, Bank oder Versicherung arbeitet, welche direkt oder indirekt von Corona profitiert.

    1000 Personen verlieren derzeit in der Schweiz pro Tag ihren Job

    Die Corona-Krise trifft den Arbeitsmarkt mit voller Wucht. Die Arbeitslosenquote ist Anfang Mai auf 3,4% gestiegen. Im Februar hatte sie noch 2,5% betragen. Die Situation am Schweizer Arbeitsmarkt kann am ehesten mit der der Depression der 1930er Jahren verglichen werden. Ohne Kurzarbeit wäre die Arbeitslosigkeit um ein Vielfaches höher.
    (NZZ vom 7. Mai)


    Das Schlimmste betreffend Entlassungen dürfte uns vermutlich in den nächsten Monaten noch bevorstehen, wobei wir hier in der Schweiz ja noch relativ gut da stehen und sozial abgesichert sind. In anderen Ländern sind die Konsequenzen für die einzelnen Bürger noch viel verheerender.
    Wir hatten jetzt einen 10 Jahre anhaltenden, starken Konjunktur-Zyklus, da ist es ganz normal, wenn sich die Wirtschaft wieder abkühlt, einen Auslöser gibt es immer, nun ist es halt der Virus statt irgendwelche Staatspleiten oder Kriege. Weiter haben in der Schweiz auch früher Branchen (Maschinenbau, Uhren, Tourismus, Finanz) stark gelitten und tausende Leute vorloren ihre Jobs. Die Leute sind aber nicht gestorben, weil sie ihre Jobs verloren, sie mussten sich lediglich den neuen Anforderungen anpassen. Das wird auch bei dieser Krise der Fall sein. Wenn 3-4% ihre Jobs verlieren (das sind halt nur einige im Kontext), denn ist das gar nichts. Es wurden vorher auch hunderttausende Jobs geschaffen. Es ist ganz normal, dass in Rezessionen Luft abgelassen wird. Wir haben ein sehr gutes Sozialsystem, es wird keiner verhungern. Ausserdem liegt es auch an uns, ob und wie wir gestärkt aus der Krise kommen, oder ob wir verlottern. Reserven haben wir auf jeden Fall genug um auch diese Krise zu überstehen. Den Optimisten kümmerts nicht gross, wenn er seinen Job verliert, es ist lediglich eine Ansichtssache, wer weiss, eventuell findet man nach Corona ja wieder eine Beschäftigung, die einem mehr Spass macht als die, die man verloren hat.

  8. #3818
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Andreas Brenner, Wirtschaftsethiker an der Universität Basel: «In weiten Teilen Afrikas etwa sterben viele Menschen nicht an Corona, sondern wegen der Corona-Bekämpfungsmassnahmen der reichen Länder. 50 Millionen Menschen sind in die extreme Armut gerutscht, weil sie auf den Export in die reichen Länder angewiesen waren. Hunderttausende Kinder sind dadurch gestorben.»

    aus der heutigen BaZ

  9. #3819
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    @Back in town

    Der Asozial-Vorwurf traf mich bereits in der NoBillag-Zeit. Wenn man keine Argumente hat, wird auf den Mann gespielt.

    Weltweit wird auf Teufel komm raus nach einem Impfstoff gegen Covid19 gesucht, alles dreht sich um dieses Virus. Das kann ich akzeptieren, auch wenn es mich befremdet, angesichts einer Tatsache, die dereinst (bald) richtig übel werden wird.
    Die zunehmende Antibiotika-Resistenz mag noch kein grosses Thema sein, aber es wird letztendlich Covid-19 im Rückblick als Treppenwitz aussehen lassen, wenn wir wieder an Blutvergiftungen und so sterben.
    "Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."

    "Man muss die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann." (Samuel L. Clemens)

  10. #3820
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Elementar wichtig scheint es in der Diskussionskultur hier momentan zu sein, dass man nur kleine Schnipsel rausnimmt von einer Antwort und darauf antwortet. Ich hätte zu allem wieder Antworten, aber man dreht sich im Kreis. Das bringt irgendwie nichts.
    Es ist aber für jene Leute, die noch eine andere Lebensaufgabe haben, als Corona Fetischist (bzw. "Verharmloser") zu sein, ökonomischer, nicht auf absolut alles zu antworten. Eine Beschränkung auf die Kernaussagen macht schon Sinn.

    Ich denke mal, dass die Intoleranz gegenüber anderen Ansichten bzw. der Dogmatismus dort am weitesten verbreitet ist, wo man Covid-19 für die grösste Herausforderung der Geschichte der Menschheit hält.

    Das Ganze ist, bei Lichte betrachtet, eine Massenpsychose. Laser-Fokus auf eine einzige einer Vielzahl von Herausforderungen. Klima, Hunger, Nord-Süd Gefälle, Wertvernichtung historischen Ausmasses, you name it. Interessiert keine Sau mehr. Hauptsache wieder unter 1'000 Neuinfektionen. Das spottet jeder Beschreibung.

  11. #3821
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    @Back in town

    Der Asozial-Vorwurf traf mich bereits in der NoBillag-Zeit. Wenn man keine Argumente hat, wird auf den Mann gespielt.

    Weltweit wird auf Teufel komm raus nach einem Impfstoff gegen Covid19 gesucht, alles dreht sich um dieses Virus. Das kann ich akzeptieren, auch wenn es mich befremdet, angesichts einer Tatsache, die dereinst (bald) richtig übel werden wird.
    Die zunehmende Antibiotika-Resistenz mag noch kein grosses Thema sein, aber es wird letztendlich Covid-19 im Rückblick als Treppenwitz aussehen lassen, wenn wir wieder an Blutvergiftungen und so sterben.
    Dein "Maskenfetischist" war auf den Mann gespielt... bzw auf den bedeutenden Grossteil unserer Bevölkerung, die sich an die Regeln hält. Du bist hier derjenige, der als Geisterfahrer unterwegs ist. Argumente gegen den "Maskenfetischisten" habe ich dir ja zahlreiche geliefert, darfst auch auf diese Tatsachen eingehen, wenn du magst. Zumindest hoffe ich, dass du nun aufhörst Unwahrheiten zu verbreiten und nicht andere mitziehst, die mit ähnlicher Ignoranz grosses Leid an den Schwächsten unserer Gesellschaft verursachen.

    Ich habe kürzlich vernommen, dass man davon ausgeht, dass uns Corona noch weitere 3-4 Jahre in dem Umfang beschäftigen wird. Daher ist gutes Sitzfleisch angesagt (keep calm). Es ist vorallem ein Kampf, den nur das Kollektiv gewinnen kann. Das sich die Natur vom abgekühlten Wirtschaftstreiben regeneriert, ist ein positiver Seiteneffekt. So überleben wir vielleicht 200-300 Jahre länger auf der Erde.

  12. #3822
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Da gibt es absolut nichts hinzuzufügen!
    Danke Mundharmonika, ganz generell dafür, dass du deinen (gut ausgebildeten) Verstand noch bemühst. Leider z.Zt. eher die Ausnahme als die Regel.

  13. #3823
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Danke Mundharmonika, ganz generell dafür, dass du deinen (gut ausgebildeten) Verstand noch bemühst. Leider z.Zt. eher die Ausnahme als die Regel.
    Grazie altrettanto.

  14. #3824
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    Wenn man keine Argumente hat, wird auf den Mann gespielt.
    Weltweit wird auf Teufel komm raus nach einem Impfstoff gegen Covid19 gesucht, alles dreht sich um dieses Virus. Das kann ich akzeptieren, auch wenn es mich befremdet, angesichts einer Tatsache, die dereinst (bald) richtig übel werden wird.
    Die zunehmende Antibiotika-Resistenz mag noch kein grosses Thema sein, aber es wird letztendlich Covid-19 im Rückblick als Treppenwitz aussehen lassen, wenn wir wieder an Blutvergiftungen und so sterben.
    Noch einer, der seine sieben Sinne zusammenhält. Respekt.

  15. #3825
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Den Optimisten kümmerts nicht gross, wenn er seinen Job verliert, es ist lediglich eine Ansichtssache, wer weiss, eventuell findet man nach Corona ja wieder eine Beschäftigung, die einem mehr Spass macht als die, die man verloren hat.
    Das musste ich gleich dreimal lesen, um zu glauben, was ich hier sehe.
    Also alle, die es kümmert, wenn sie ihren Job verlieren, sind einfach keine Optimisten? Denn sie werden in Zukunft ja "mehr Spass" haben. Das kann nicht dein Ernst sein, Amigo.
    Ich muss das jetzt halt nochmal lesen. Und dann nochmal. Und dann.. verstehe ich das schon irgendwann.

    Job verlieren ist reine Ansichtssache. Brilliant. Das sollten sich alle mal hinter die Ohren schreiben.

  16. #3826
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Es ist aber für jene Leute, die noch eine andere Lebensaufgabe haben, als Corona Fetischist (bzw. "Verharmloser") zu sein, ökonomischer, nicht auf absolut alles zu antworten. Eine Beschränkung auf die Kernaussagen macht schon Sinn.

    Ich denke mal, dass die Intoleranz gegenüber anderen Ansichten bzw. der Dogmatismus dort am weitesten verbreitet ist, wo man Covid-19 für die grösste Herausforderung der Geschichte der Menschheit hält.

    Das Ganze ist, bei Lichte betrachtet, eine Massenpsychose. Laser-Fokus auf eine einzige einer Vielzahl von Herausforderungen. Klima, Hunger, Nord-Süd Gefälle, Wertvernichtung historischen Ausmasses, you name it. Interessiert keine Sau mehr. Hauptsache wieder unter 1'000 Neuinfektionen. Das spottet jeder Beschreibung.
    Wenn man zum anderen nichts zu sagen hat, hat es vermutlich weniger mit Ökonomie zu tun. Und die Übertreibungen mit Dogma und "grösste Herausforderungen der Menscheit" muss auch nicht sein und bringt auch nichts für die Diskussion. Die meisten hier denken differenzierter.

    Wir sind uns vermutlich sogar bei Deinem letzten Abschnitt einig. Aber so funktionieren die Medien. Sie agieren manipulativ, indem sie Schwerpunkte ersetzen. Im Vergleich zum Klimawandel ist längerfristig Covid peanuts. Trotzdem darf man das Problem ernst nehmen, man darf auch verschiedener Meinung sein. Dass es Leute gibt, die einen Scheiss auf Maskentragen geben ist halt auch ein Spiegelbild der Gesellschaft. Es tut nicht weh, für ein paar Minuten eine Maske zu tragen. Aber wenn man Covid ohne es selber zu wissen in sich trägt und sich an die Maskenpflicht hält, kann man vielleicht Infektionen verhindern. Nur darum geht es eigentlich. Aber manchen scheint das wirklich scheissegal zu sein.

    Was ich mir wünschte wären klare Richtlinien. Sind wir über 10k Fälle, passiert das. Als Beispiel. Aber halt auch mit gleichen Ellen messen. Bei Ali um die Ecke muss man Maske tragen. In Bars, wo alle eng aufeinander sind, wieder nicht. Das stört mich sehr. Ich wünsche mir mehr "Konsistenz" oder sowas wie klare Richtlinien, die auf alles angewendet werden.

    Und wegen Punkteplan, Richtlinien, etc. - sowas wie in NZ, halt auf CH adaptiert: https://ngapuhi.iwi.nz/wp-content/up...ert-levels.png
    Geändert von SubComandante (09.10.2020 um 19:52 Uhr)

  17. #3827
    Erfahrener Benutzer Avatar von Back in town
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Das Ganze ist, bei Lichte betrachtet, eine Massenpsychose. Laser-Fokus auf eine einzige einer Vielzahl von Herausforderungen. Klima, Hunger, Nord-Süd Gefälle, Wertvernichtung historischen Ausmasses, you name it. Interessiert keine Sau mehr. Hauptsache wieder unter 1'000 Neuinfektionen. Das spottet jeder Beschreibung.
    Was das Ganze "bei Lichte betrachtet" am Ende bewirkt, werden wir in 10 Jahren sehen. Würdest du die Verantwortung über unsere Volksgesundheit tragen, würdest du auch nicht kopflos gamblen und Risiken eingehen wie an der Börse, sondern bedacht vorgehen und im Kollektiv mit der Weltgemeinschaft mitarbeiten. Oder denkst du tatsächlich, all die ganzen Experten und Regierungen der Welt sind komplett verblödet und du und eine Handvoll Corona-Verlierer/Geisterfahrer sind der Weisheit letzter Schluss ?

  18. #3828
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Das musste ich gleich dreimal lesen, um zu glauben, was ich hier sehe.
    Also alle, die es kümmert, wenn sie ihren Job verlieren, sind einfach keine Optimisten? Denn sie werden in Zukunft ja "mehr Spass" haben. Das kann nicht dein Ernst sein, Amigo.
    Ich muss das jetzt halt nochmal lesen. Und dann nochmal. Und dann.. verstehe ich das schon irgendwann.

    Job verlieren ist reine Ansichtssache. Brilliant. Das sollten sich alle mal hinter die Ohren schreiben.
    Ein Optimist definiert sich nicht über den Job, oder klammert sein Dasein daran.
    Es ist Ansichtssache, was man aus einem Jobverlust macht. Ein Optimist sieht es als Chance, durch dieses Ereignis eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu erlangen. Mir ist es komplett egal, wenn ich den Job verliere, ich finde schnell einen neuen. Und wenn nicht, dann mache ich halt etwas komplett anderes. Für viele Menschen wäre es sogar eine Befreiung, wenn sie aus ihren Bullshit-Jobs raus kämen.

  19. #3829
    Erfahrener Benutzer Avatar von Somnium
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    @ SubCommandante

    Wir tragen das Virus schon alle in uns.

    Und „vielleicht Infektionen verhindern“...nicht wirklich wissenschaftlich. Trotz jetzt bald 8 Monaten Feldversuch.

    Das ist ja überhaupt der schrägste Fakt: Wir haben nach 8 Monaten keine Fakten! Nur Vermutungen und Papierservietten/Stoffstücke zum „Schutz“.
    "Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."

    "Man muss die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann." (Samuel L. Clemens)

  20. #3830
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    Zitat Zitat von Somnium Beitrag anzeigen
    @ SubCommandante

    Wir tragen das Virus schon alle in uns.

    Und „vielleicht Infektionen verhindern“...nicht wirklich wissenschaftlich. Trotz jetzt bald 8 Monaten Feldversuch.

    Das ist ja überhaupt der schrägste Fakt: Wir haben nach 8 Monaten keine Fakten! Nur Vermutungen und Papierservietten/Stoffstücke zum „Schutz“.
    Mit "Wissenschaftlich" zu argumentieren und gleichzeitig zu behaupten, dass wir das Virus schon alle in uns tragen ist jetzt auch sehr speziell.

  21. #3831
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Was das Ganze "bei Lichte betrachtet" am Ende bewirkt, werden wir in 10 Jahren sehen. Würdest du die Verantwortung über unsere Volksgesundheit tragen, würdest du auch nicht kopflos gamblen und Risiken eingehen wie an der Börse, sondern bedacht vorgehen und im Kollektiv mit der Weltgemeinschaft mitarbeiten. Oder denkst du tatsächlich, all die ganzen Experten und Regierungen der Welt sind komplett verblödet und du und eine Handvoll Corona-Verlierer/Geisterfahrer sind der Weisheit letzter Schluss ?
    Da gebe ich dir Recht. Für jene Leute, welche die Entscheidungen treffen müssen, bestehen Sachzwänge, denen man sich nicht entziehen kann.
    Genau das meine ich mit "Massenpsychose". Es würde rein gar nichts bringen, wenn die Schweiz jetzt in einem Alleingang das Thema ad acta legen würde. So sieht's aus. Es ist aber nicht alles, was sich tatsächlich abspielt, ipso facto auch "richtig". Sonst wäre jede Diskussion überflüssig.

  22. #3832
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Ein Optimist definiert sich nicht über den Job, oder klammert sein Dasein daran.
    Es ist Ansichtssache, was man aus einem Jobverlust macht. Ein Optimist sieht es als Chance, durch dieses Ereignis eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu erlangen. Mir ist es komplett egal, wenn ich den Job verliere, ich finde schnell einen neuen. Und wenn nicht, dann mache ich halt etwas komplett anderes. Für viele Menschen wäre es sogar eine Befreiung, wenn sie aus ihren Bullshit-Jobs raus kämen.
    Also ich musste in den vergangenen 3 Monaten zwei Dutzend verdiente und langjährige MA entlassen. Per VC-Meeting, nota bene. Wegen Corona. Aber prozessbedingt im virtuellen Beisein meiner HR Verantwortlichen. Da haben erwachsene Männer geweint. Und das ist keine Metapher.
    Ich hätte dich da gerne dabei gehabt. Dann hättest du deinen Pitch von "Optimismus, Spass und Befreiung" platzieren können, und es wäre allen viel besser gegangen.

  23. #3833
    Erfahrener Benutzer Avatar von Back in town
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Also ich musste in den vergangenen 3 Monaten zwei Dutzend verdiente und langjährige MA entlassen. Per VC-Meeting, nota bene. Wegen Corona. Aber prozessbedingt im virtuellen Beisein meiner HR Verantwortlichen. Da haben erwachsene Männer geweint. Und das ist keine Metapher.
    Ich hätte dich da gerne dabei gehabt. Dann hättest du deinen Pitch von "Optimismus, Spass und Befreiung" platzieren können, und es wäre allen viel besser gegangen.
    Du musstest diese Leute wegen der Rezession entlassen und nicht wegen Corona.

    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Da gebe ich dir Recht. Für jene Leute, welche die Entscheidungen treffen müssen, bestehen Sachzwänge, denen man sich nicht entziehen kann.
    Genau das meine ich mit "Massenpsychose". Es würde rein gar nichts bringen, wenn die Schweiz jetzt in einem Alleingang das Thema ad acta legen würde. So sieht's aus. Es ist aber nicht alles, was sich tatsächlich abspielt, ipso facto auch "richtig". Sonst wäre jede Diskussion überflüssig.
    Für mich zählt bei der Eindämmung bzw. dem Zeitgewinn im Kampf gegen Corona eine wesentliche Frage. Welches sind die Folgeerkrankungen von Corona ? Darüber weiss man noch viel zu wenig und solange man hier im Blindflug unterwegs ist, sind aktuelle Massnahmen meiner Meinung nach gerechtfertigt. Es geht mir nicht einmal primär um die Toten (die meist schon sehr alt wurden), oder das Stützen des Gesundheitssystems bzw, die Verhinderung dessen Kollapses. Es mag sein, dass die "Abweichler" diese Bedrohung im Virus sehen, daher ist ihr Aufmucken gegen die Massnahmen auch auf eine Art verständlich für mich.

    Was ich aber befürchte ist, dass das Corona Virus lebenslang in uns verborgen bleibt, oder uns mutiert für immer begleitet und erst Jahre später zerstörerisch auf unsere Organe, oder das Immunsystem wird, so wie es HIV, Hepatitis C (welches nach 20 Jahren in Form einer Leberzirrhose tödlich wird) oder das Epstein-Barr-Virus, welches in Verdacht steht, zahlreiche Krebs und andere schwere Erkrankungen hervorzurufen. Was wenn wir in 10 Jahren alle Sars-Cov-2 durchgeseucht sind und sich dann herausstellt, dass die Nieren, die Lunge oder das Hirn langsam einen irreparablen Schaden davonträgt ?

    Corona ist ein extrem fieses Virus, weil es dem Organismus im späteren Stadium der Erkrankung eine Infektion vorgauckelt und dadurch erst die zerstörerische Wirkung entfaltet. Der Körper bekämpft sich quasi selbst. Gewebe wird nicht mehr richtig durchblutet, weil die Entzündung des gesamten Endothel verursacht wird und Teile der Organe davon absterben. Die Lungen Röntgenbilder vieler Erkrankten mit hoher Viruslast sehen sehr bedrohlich aus. Ich weiss von anderen Fällen, die auch nach 6 Monaten eines milden Verlaufs in einer Welt totaler Erschöpfung und Müdigkeit leben. Dieses Szenario beschäftigt mich, wenn ich eine Maske anziehe und nicht, ob der Barkeeper in der Steinen seinen Job verliert, weil das Saufgelage vorübergehend eingestellt wurde.
    Geändert von Back in town (10.10.2020 um 01:34 Uhr)

  24. #3834
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Ich habe gestern mal Zattoo angeworfen und eine langweilige Deutsche Talksendung gekuckt. Da hatte es jemanden, der im März Corona hatte und immer noch nicht genesen ist wegen den Spätfolgen. Bei ihm gabs auch einen Nierenkollaps wegen Covid-19. Und wenn man seinen Schilderungen gefolgt ist, dann muss man halt zugestehen, dass es wirklich Scheisse ablaufen kann. Deshalb kann ich Sentenzas Einwänden folgen. Die Viruslast, die man anfangs abbekommt hat einen Einfluss. Und Covid-19 kann manigfaltige Schäden hervorrufen. Das beschränkt sich nicht nur auf einen total fuckup der Lunge.

    Ah ja, die neue South Park Folge über Covid (extralang, 45 Minuten) ist cool: https://www.southpark.de/en/episodes...season-24-ep-1 - Randy Hoch in Ehren
    Geändert von SubComandante (09.10.2020 um 20:42 Uhr)

  25. #3835
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Ein Optimist definiert sich nicht über den Job, oder klammert sein Dasein daran.
    Es ist Ansichtssache, was man aus einem Jobverlust macht. Ein Optimist sieht es als Chance, durch dieses Ereignis eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu erlangen. Mir ist es komplett egal, wenn ich den Job verliere, ich finde schnell einen neuen. Und wenn nicht, dann mache ich halt etwas komplett anderes. Für viele Menschen wäre es sogar eine Befreiung, wenn sie aus ihren Bullshit-Jobs raus kämen.
    Nochmals; so etwas kann nur einer rauslassen, der einen Job hat, der von den Auswirkungen von Corona nicht betroffen ist bzw. sogar daran profitiert. Ein Banker, ein Pharma-Mitarbeiter, Versicherer oder Rückversicherer... Oder jemand, der aus welchen Gründen auch immer für den Rest des Lebens bereits finanziell abgesichert ist. Dein Beitrag ist ein Hohn gegenüber Leuten wie im Post von footbâle beschrieben.

    Der Hotelportier, der mit 55 wegen Corona seinen Job verliert und wenig Aussichten auf einen neuen Job hat. Die Putzfrau, die ein Viertel ihres kargen Einkommens ihrer Mutter in den Kosovo schickte, damit sie dort ihre Blutdruckmedikamente kaufen konnte und nun nicht mehr im Restaurant putzen gehen kann, weil dieses coronabedingt nur noch Home Delivery macht. Das 18-jährige Mädchen, die in einer Event-Agentur eine Lehre absolvierte und nun keinen Lehrbetrieb mehr hat, weil dieser wegen coronabedingten Ausfällen keine Aufträge mehr hat. Aber auch der Taxifahrer auf der thailändischen Insel, der mit dem Herumfahren von Touristen seinen Lebensunterhalt verdiente und damit seine 6-köpfige Familie ernährte. Oder die alte Frau, die im peruanischen Hochland den Rucksacktouristen selbstgemachte Sandwichs verkaufte und damit sich und ihren Mann über die Runden brachte. Alles gottverdammte Pessimisten...

  26. #3836
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Nochmals; so etwas kann nur einer rauslassen, der einen Job hat, der von den Auswirkungen von Corona nicht betroffen ist bzw. sogar daran profitiert. Ein Banker, ein Pharma-Mitarbeiter, Versicherer oder Rückversicherer...
    Du hast die grosse Gruppe jener Leute vergessen, die ausschliesslich von unseren Steuergeldern leben. Die Beamten.
    Die von dir genannten Berufsgruppen sind wenigstens noch auf die Wertschöpfung ihrer Arbeitgeber angewiesen.

  27. #3837
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Was ich aber befürchte ist, dass das Corona Virus lebenslang in uns verborgen bleibt, oder uns mutiert für immer begleitet und erst Jahre später zerstörerisch auf unsere Organe, oder Immunsystem wird, so wie es HIV, Hepatitis C (welches nach 20 Jahren in Form einer Leberzirrhose tödlich wird) oder das Epstein-Barr-Virus, welches in Verdacht steht, zahlreiche Krebs und andere schwere Erkrankungen hervorzurufen. Was wenn wir in 10 Jahren alle Sars-Cov-2 durchgeseucht sind und sich dann heraustellt, dass die Nieren, die Lunge oder das Hirn langsam einen irreparablen Schaden davonträgt ?
    OK BIT. Deine Antwort macht 100% Sinn für mich. Wenigstens Argumente statt reiner Diffamierung. Aber ich bin gottlob kein Mediziner.
    Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass die eventuelle Möglichkeit, dass COVID-19 vielleicht irgendwann als Spätfolge ein Epstein-Barr-Virus nach sich ziehen könnte, mich in meiner grenzenlosen Ignoranz momentan ziemlich kalt lässt.
    Was mich gerade umtreibt sind die Chancen meines ältesten Enkelsohns, nach der Lehre eine Festanstellung zu finden. Sehr profan, ja. Aber ich bin ein einfach gestrickter Mensch.

  28. #3838
    Erfahrener Benutzer Avatar von Back in town
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Nochmals; so etwas kann nur einer rauslassen, der einen Job hat, der von den Auswirkungen von Corona nicht betroffen ist bzw. sogar daran profitiert. Ein Banker, ein Pharma-Mitarbeiter, Versicherer oder Rückversicherer... Oder jemand, der aus welchen Gründen auch immer für den Rest des Lebens bereits finanziell abgesichert ist. Dein Beitrag ist ein Hohn gegenüber Leuten wie im Post von footbâle beschrieben.
    Oder einer, der das Glück hat, nach Maslow in der Selbstverwirklichung zu leben. Aber wie sagt man so schön, jeder ist seines Glückes Schmied. Ich habe bis 30 Weiterbildungen nach der Lehre gemacht und viel Scheisse gefressen und mich mit 2 Jobs über Wasser gehalten, damit ich die Weiterbildung bezahlen konnte. Ohne das wäre ich heute vermutlich auch unter Druck, weil sich meine ursprüngliche Branche komplett nach Asien verabschiedet hat.

    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Der Hotelportier, der mit 55 wegen Corona seinen Job verliert und wenig Aussichten auf einen neuen Job hat. Die Putzfrau, die ein Viertel ihres kargen Einkommens ihrer Mutter in den Kosovo schickte, damit sie dort ihre Blutdruckmedikamente kaufen konnte und nun nicht mehr im Restaurant putzen gehen kann, weil dieses coronabedingt nur noch Home Delivery macht. Das 18-jährige Mädchen, die in einer Event-Agentur eine Lehre absolvierte und nun keinen Lehrbetrieb mehr hat, weil dieser wegen coronabedingten Ausfällen keine Aufträge mehr hat. Aber auch der Taxifahrer auf der thailändischen Insel, der mit dem Herumfahren von Touristen seinen Lebensunterhalt verdiente und damit seine 6-köpfige Familie ernährte. Oder die alte Frau, die im peruanischen Hochland den Rucksacktouristen selbstgemachte Sandwichs verkaufte und damit sich und ihren Mann über die Runden brachte. Alles gottverdammte Pessimisten...
    Es sind viele tragische Einzelschicksale, die jede Rezession mit sich bringt. Ich habe versucht zu erklären, dass diese Rezession ein ganz natürlicher Pendel-Prozess nach einer wirtschaftlichen Boomphase (der längsten die es seit der industriellen Revolution gab) ist. Diese Boomphase wurde zudem künstlich mit Helikoptergeld und dem Aushebeln von fundamentalen ökonomischen Gesetzen des FED am Leben gehalten, umso heftiger ist nun der globale Einschlag. Man lebte immer über dem Limit, bildete zu wenig Reserven und lebte auf Pump. Firmen wurden steuerliche Anreize geschaffen, Gewinne auszuschütten statt sich für Krisen resistenter zu machen. Man dachte in Quartalen statt Dekaden. Wachstum stand über allem und dieser ist nicht unendlich.
    Diese Rezession wäre irgendwann bald so oder so eingetreten, sei es durch Kriege, Staatspleiten oder dem Kollaps des globalen Währungsystems (was uns auch noch bevorsteht). Wäre ich der betroffene Hotelier (55), dann würde ich frühzeitig in Rente gehen (mit der mickrigen Rente bleibt nur die Auswanderung, oder der Gang ins Sozialsystem), oder eine Chance in einem anderen Hotel oder Airbnb suchen. Ich weiss von einem ähnlichem Fall (gekündigter ü55), der Busfahrer für behinderte Kinder wurde, was ihn extrem erfüllte. Es wird immer Lösungen geben, wenn man offen für Neues ist und das Leben positiv betrachtet. Wenn man ständig an seinem Status Quo festhalten will, geht man zu Grunde und wird vermutlich psychisch krank. Wer bereit ist, auch mal unten durch zu gehen, dem steht die Welt immer offen, solange die Gesundheit mitspielt.. und um Gesundheit geht es ja schlussendlich in diesem Thread, Gesundheit ist das Wichtigste von allem. Wer aber im Hamsterrad gefangen ist, weil er seine Schulden abstottern muss und nun wirtschaftlich im roten Bereich dreht, der hat sich sein eigenes Umfeld erschaffen und da muss er nun auch selber rausfinden. Manchmal muss man im Leben auch mal einen Schritt retour gehen, um zwei Schritt nach vorne machen zu können.

    Für Schicksale wie den Taxifahrer, die Putzfrau oder den Lehrling im Event-Betrieb wird es garantiert auch eine Lösung geben, sie werden daran nicht sterben. Sie werden vermutlich nur ärmer, zumindest für eine Zeit. Nach einer Weile findet jeder wieder irgendwo sein Plätzchen und es wird immer weiter gehen, hautptsache immer weiter.

    Corona ist eine Naturkatastrophe. Die Natur lehnt sich gegen uns auf. Wäre es ein Erdbeben, eine Sinnflut, oder ein Vulkanausbruch, der den Planeten verdunkelt, sähe es gleich schlecht aus. Die Menschheit wird sich auch davon erholen. Mir scheint, als seist du das erste mal mit einer wirtschaftlichen Krise konfrontiert, das würde zumindest deine spürbaren Ängste vor der kommenden Rezession erklären. Alles was man mit Geld reparieren kann, ist im Grunde nicht so tragisch. Was zählt ist das Leben.
    Geändert von Back in town (09.10.2020 um 22:28 Uhr)

  29. #3839
    Erfahrener Benutzer Avatar von Patzer
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Was ich aber befürchte ist, dass das Corona Virus lebenslang in uns verborgen bleibt, oder uns mutiert für immer begleitet und erst Jahre später zerstörerisch auf unsere Organe, oder das Immunsystem wird, so wie es HIV, Hepatitis C (welches nach 20 Jahren in Form einer Leberzirrhose tödlich wird) oder das Epstein-Barr-Virus, welches in Verdacht steht, zahlreiche Krebs und andere schwere Erkrankungen hervorzurufen. Was wenn wir in 10 Jahren alle Sars-Cov-2 durchgeseucht sind und sich dann herausstellt, dass die Nieren, die Lunge oder das Hirn langsam einen irreparablen Schaden davonträgt ?
    das ist doch eher unwahrscheinlich. schliesslich ist das virus nach einiger zeit, im gegensatz zu hiv und hebatitis, nicht mehr im körper nachweisbar. bleibende langzeitfolgen sind aber sicher nicht auszuschliessen

  30. #3840
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Corona ist eine Naturkatastrophe. Die Natur lehnt sich gegen uns auf. Wäre es ein Erdbeben, eine Sinnflut, oder ein Vulkanausbruch, der den Planeten verdunkelt, sähe es gleich schlecht aus. Die Menschheit wird sich auch davon erholen. Mir scheint, als seist du das erste mal mit einer wirtschaftlichen Krise konfrontiert, das würde zumindest deine spürbaren Ängste vor der kommenden Rezession erklären. Alles was man mit Geld reparieren kann, ist im Grunde nicht so tragisch. Was zählt ist das Leben.
    Ich habe einen grossen Teil meines Lebens im Ausland verbracht, auch in sogenannten Entwicklungsländern und das immer als Lokal-Angestellter und nicht als gutbezahlter Expat. Glaub mir, mit Naturkatastrophen und wirtschaftlichen Krisen bin ich vertrauter als wohl die meisten hier in diesem Forum. Und genau wegen diesen im Ausland gesammelten Erfahrungen halte ich die Corona-Massnahmen und die allgemeine Hysterie im Verhältnis zu den wahren Problemen dieser Welt für masslos übertrieben und unverhältnismässig.

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