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Thema: Corona Virus

  1. #2971
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    Zitat Zitat von LordTamtam Beitrag anzeigen
    Ich weiss, dass dies nicht der Fall ist (oder eher im kleineren Rahmen), die Behörden diese jedoch nicht verwenden wollten. Den Grund dazu äussere ich nicht da es vom hören-sagen kommt.
    Da haben wir eine Pandemie, Masken sind Mangelware und die Behörden wollen das Pflichtlager nicht antasten? Auch bei Mangel im Gesundheitswesen und in der Pflege? OOOOOOOKEEEEEEE....... ist das Halten des Lagerbestands ("Immer 2 an Lager!") Selbstzweck?

  2. #2972
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    Wer nach dem Aufenthalt in einem "Risikoland" 10 Tage in Quarantäne muss, hat für diese Zeit keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung.
    Manche Leute spüren den Regen. Andere werden einfach nur nass. (Bob Marley)

  3. #2973
    Erfahrener Benutzer Avatar von jay
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    Eine positiv auf COVID-19 getestete Person hat vergangenes Wochenende die Isolationsmassnahmen missachtet und zwei Veranstaltungen im Raum Grenchen besucht
    was für e dummi sau

  4. #2974
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Das sehe ich weiterhin so.
    Aber die Frage bezüglich der Theorie willst du nicht beantworten?

    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Du bist und warst der fleissigste Schreiber in diesem Thread. Der Corona-Apostel, der uns in ellenlange Posts die Bedrohung durch den Virus tagtäglich wieder auf den Tisch servierte. Jetzt tust Du plötzlich so, als hättest Du den Virus in all den Wochen lediglich "ernst genommen", aber nicht viel mehr.
    Ja. Ich bin und war wohl einer der fleissigsten Schreiber in diesem Thread. Aber wenn du davon ausgehst, dass ich den Virus stets nur gefährlicher dargestellt habe, als er ist, dann hast du entweder meine Posts nur sehr selektiv gelesen oder stufst die gesellschaftliche Bedrohung durch den Virus weitaus geringer ein, als ein Grossteil der Forscher, Experten und Regierungen dieser Welt.

    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Ich will und wollte den Virus nie unter den Teppich kehren, halte ihn aber für weitaus ungefährlicher als er mehrheitlich dargestellt wird. Dabei hilft auch nicht, dass sich die Experten je länger wie mehr gegenseitig widersprechen.
    Dir ist schon bekannt, wie Wissenschaft funktioniert? Nehmen wir mal die Ökonomie als Wirtschaftswissenschaft. Kann man ihre Prognosen auch für masslos übertrieben halten, nur weil man Experten findet, die sich zunehmend widersprechen? Wäre es dann sinnvoll, gleich sämtliche ökonomischen Vorhersagen zu ignorieren und sich von anderen Wissenschaften beraten zu lassen, weil die Ökonomen keinen Konsens zu Stande bringen? Wenn ich jetzt beispielsweise kein Wirtschaftswachstum in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen gegenüber den Vorquartalen für weitaus ungefährlicher hielte, als es von den Ökonomen dargestellt würde, wäre es dann ein genügend starkes Argument, die Rezession in Kauf zu nehmen, wenn ich mich nur auf die Widersprüche der Ökonomen beriefe?

    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Sollte es in den nächsten Wochen zu einem Anstieg der Fallzahlen kommen, wäre ich dagegen, ein weiteres Mal in den Lockdown zu gehen. Die Risikogruppen und jene, die sich vor dem Virus fürchten, sollen in einem solchen Fall Eigenverantwortung zeigen und die entsprechenden Vorsichtsmassnahmen treffen oder sich isolieren.
    Ich bin auch gegen einen erneuten Lockdown. Aber damit das funktioniert, müsste die Bevölkerung halt verantwortungsvoll mit den gegebenen Freiheiten umgehen. Sprich, nicht einfach so tun, als sei der Spuk vorüber und sich wie vorher verhalten, während man einen anderen Teil der Bevölkerung in die Isolation schickt. Das wäre gesellschaftlich gesehen ein äusserst bedenkliches und egoistisches Szenario, welches die Gesellschaft spaltet. Der tragbarste Weg wäre, wenn sich jeder an die Situation anpasst, zum Beispiel das Contact Tracing unterstützt und sich im angezeigten Fall in Selbstquarantäne begeben würde. Dies würde den geringsten Unterschied für die gesamte Gesellschaft zwischen dem Leben vor und mit Corona bedeuten. Weil man so kein nationalen Lockdown verhängen muss, da die kleinen Mini-Lockdowns der einzelnen betroffenen Cluster einen sehr hohen Wirkungsgrad erzielten. Je mehr Leute aber für sich die Freiheit herausnehmen, selbst überhaupt nichts ändern zu wollen, desto wirkungsloser wird der Ansatz via Contact-Tracing und desto eher wird man die Freiheiten der ganzen Gesellschaft beschneiden müssen. Ein Beispiel dieser Mechanik sieht man ja gerade in der aktuellen Entwicklung.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  5. #2975
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    @The_Dark_Knight
    Wäre es nicht einfacher anzunehmen, dass die Existenz und Anwesenheit des Virus unsere Realität tatsächlich verändert hat?
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  6. #2976
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Wäre es nicht einfacher anzunehmen, dass die Existenz und Anwesenheit des Virus unsere Realität tatsächlich verändert hat?
    Diese Annahme ist falsch. Nicht Corona verändert unsere Realität, sondern die Massnahmen der Regierungen.
    Wenn du dich mit dir selbst anfreundest, wirst du niemals allein sein. - Maxwell Maltz

  7. #2977
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Das sehe ich weiterhin so.

    Du bist und warst der fleissigste Schreiber in diesem Thread. Der Corona-Apostel, der uns in ellenlange Posts die Bedrohung durch den Virus tagtäglich wieder auf den Tisch servierte. Jetzt tust Du plötzlich so, als hättest Du den Virus in all den Wochen lediglich "ernst genommen", aber nicht viel mehr.

    Ich will und wollte den Virus nie unter den Teppich kehren, halte ihn aber für weitaus ungefährlicher als er mehrheitlich dargestellt wird. Dabei hilft auch nicht, dass sich die Experten je länger wie mehr gegenseitig widersprechen. Sollte es in den nächsten Wochen zu einem Anstieg der Fallzahlen kommen, wäre ich dagegen, ein weiteres Mal in den Lockdown zu gehen. Die Risikogruppen und jene, die sich vor dem Virus fürchten, sollen in einem solchen Fall Eigenverantwortung zeigen und die entsprechenden Vorsichtsmassnahmen treffen oder sich isolieren.
    Sprechen denn die gegebenen Massengräber in Brasilien und US nicht für sich?

    Oder alles nur "fake news"?

    Und nein - ich will niemandem Angst machen oder in Panik versetzen. Wollte ich das, würde ich hier schwarz weisse Bilder dieser Gräber posten.

    Angst vor dem Virus haben, ist sicher nicht angebracht.

    Höllischen Respekt hingegen schon.

    Zur Risikogruppe. Da gehören ja nicht nur ü65 jährige dazu. Sollen diese arbeitsfähigen mit Vorerkrankungen jetzt, bis ein Impfstoff gegeben ist, in Isolation? Nicht mehr auf Arbeit gehen?

    Und nein - das sind leider keine Einzelfälle.
    Manche Leute spüren den Regen. Andere werden einfach nur nass. (Bob Marley)

  8. #2978
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    Die ersten zwei Kantone (Waadt, Jura) führen Maskenpflicht beim Einkaufen ein. Gut, Waadt ist für mich eh keine Shoppingdestination mehr seit man dort schon ab 21 Uhr kein Bier mehr kaufen kann am Bahnhof.

  9. #2979
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    Zitat Zitat von Lorenzo von Matterhon Beitrag anzeigen
    Diese Annahme ist falsch.
    Dem würde ich dezidiert widersprechen. Die Realität ändert sich ständig und durch alles. Selbst wenn ich furze, verändere ich die Realität.

    Zitat Zitat von Lorenzo von Matterhon Beitrag anzeigen
    Nicht Corona verändert unsere Realität, sondern die Massnahmen der Regierungen.
    Die Massnahmen der Regierung sind eine Reaktion auf diese Veränderung. Sie können somit Einfluss auf jemanden haben, der die Veränderung ansonsten gar nicht mitbekommen würde und so ihrerseits seine Realität verändern.

    Aber mir ging es vornehmlich um das «sie» und die Motivation dieser ominösen Entität die Realität verändern zu wollen, welche The_Dark_Knight angesprochen hat.

    Ein Furz in Basel hätte Null Einfluss auf die subjektive Realität eines Australiers, dass Anti-Furz-Regierungsmassnahmen in Australien die subjektiven Realitäten der Australier in unverhältnismässigem Masse verändern würden und entsprechend auch auf Null Verständnis stossen würden.

    Wer soll also darüber entscheiden, ob die Massnahmen der Regierungen betreffend der aktuellen Pandemie verhältnismässig sind?

    Derjenige, der COVID-19 bereits glimpflich überstanden hat? Derjenige, der davon kaum betroffen sein wird? Derjenige, der mit grosser Wahrscheinlichkeit sehr darunter zu leiden hat? Oder derjenige, der mit grosser Wahrscheinlichkeit einen frühen Tod finden wird?

    Das ist eine Frage, die Einzelne nicht richtig beantworten können, weil es für die anderen automatisch falsch wäre. Diese Frage müssten wir uns daher kollektiv stellen und auch kollektiv beantworten. Wie stellen wir uns der veränderten Realität? Denn dann wären es nicht mehr die Regierungen, welche die subjektiven Realitäten veränderten, sondern es wäre eine kollektive Reaktion auf die Veränderung der äusseren Umstände. Aber dazu kann man sich nicht ausschliesslich als Individuum betrachten, sondern muss sich auch gleichzeitig als Teil eines Kollektivs, als Teil der Gesellschaft verstehen.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  10. #2980
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Dem würde ich dezidiert widersprechen. Die Realität ändert sich ständig und durch alles. Selbst wenn ich furze, verändere ich die Realität.


    Die Massnahmen der Regierung sind eine Reaktion auf diese Veränderung. Sie können somit Einfluss auf jemanden haben, der die Veränderung ansonsten gar nicht mitbekommen würde und so ihrerseits seine Realität verändern.

    Aber mir ging es vornehmlich um das «sie» und die Motivation dieser ominösen Entität die Realität verändern zu wollen, welche The_Dark_Knight angesprochen hat.

    Ein Furz in Basel hätte Null Einfluss auf die subjektive Realität eines Australiers, dass Anti-Furz-Regierungsmassnahmen in Australien die subjektiven Realitäten der Australier in unverhältnismässigem Masse verändern würden und entsprechend auch auf Null Verständnis stossen würden.

    Wer soll also darüber entscheiden, ob die Massnahmen der Regierungen betreffend der aktuellen Pandemie verhältnismässig sind?

    Derjenige, der COVID-19 bereits glimpflich überstanden hat? Derjenige, der davon kaum betroffen sein wird? Derjenige, der mit grosser Wahrscheinlichkeit sehr darunter zu leiden hat? Oder derjenige, der mit grosser Wahrscheinlichkeit einen frühen Tod finden wird?

    Das ist eine Frage, die Einzelne nicht richtig beantworten können, weil es für die anderen automatisch falsch wäre. Diese Frage müssten wir uns daher kollektiv stellen und auch kollektiv beantworten. Wie stellen wir uns der veränderten Realität? Denn dann wären es nicht mehr die Regierungen, welche die subjektiven Realitäten veränderten, sondern es wäre eine kollektive Reaktion auf die Veränderung der äusseren Umstände. Aber dazu kann man sich nicht ausschliesslich als Individuum betrachten, sondern muss sich auch gleichzeitig als Teil eines Kollektivs, als Teil der Gesellschaft verstehen.
    Für mich ändert sich die Realität nicht wenn du furzt. Es gibt höchstens einen Gestank in deiner Umgebung. Es ändert deine Realität, meine tangiert es nicht.

    Werde dir im tiefsten Innern bewusst, dass der gegenwärtige Augenblick alles ist, was du je haben wirst. Mach das Jetzt zum Brennpunkt deines Lebens.
    Statt wie bisher im zeitlichen Früher oder Später zu verweilen und dem Jetzt nur kurze Besuche abzustatten, verweilst du fortan im Jetzt und stattest der Vergangenheit und Zukunft nur dann einen kurzen Besuch ab, wenn es die praktischen Lebensumstände erfordern. Sag immer „Ja“ zum gegenwärtigen Augenblick.

    Hier ist der Schlüssel dazu: Gib die Illusion „Zeit“ auf. Zeit und Denken sind untrennbar verbunden. Widme dem Denken keine Zeit mehr, und es hält dann an, es sei denn, du willst deinen Verstand gebrauchen. Wenn du dich mit deinem Denken identifizierst, gehst du der Zeit auf den Leim und gibst dem Drang nach, fast ausschließlich in Erinnerungen und Erwartungen zu leben. Dadurch bist du unentwegt mit der Vergangenheit und der Zukunft beschäftigt und nicht bereit, den gegenwärtigen Augenblick geschehen zu lassen, ihn anzunehmen und zu würdigen.

    Warum ist es das Kostbarste? Weil es das Einzige ist. Sonst gibt es nichts. Die ewige Gegenwart ist der Raum, in dem sich dein ganzes Leben entfaltet, der eine Faktor, der konstant bleibt. Das Leben vollzieht sich jetzt. Dein Leben hat sich nie in einem Zeitraum ausserhalb des jetzigen Augenblicks abgespielt und wird es auch nie tun.
    Geändert von Lorenzo von Matterhon (03.07.2020 um 16:35 Uhr)
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  11. #2981
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    Zitat Zitat von Lorenzo von Matterhon Beitrag anzeigen
    Für mich ändert sich die Realität nicht wenn du furzt. Es gibt höchstens einen Gestank in deiner Umgebung. Es ändert deine Realität, meine tangiert es nicht.
    Der Gestank ist doch ein Veränderung der Realität? Dass deine Handlungsfähigkeit oder dein Sein davon kaum tangiert werden, ändert doch nichts daran, ob es eine Veränderung der Realität darstellt oder nicht.

    Dem Ganzen Rest finde ich hingegen sehr schön geschrieben. Wir haben der von dir beschrieben Form des Denken viel zu viel untergeordnet und den gegenwärtigen Augenblick vernachlässigt. Mehr Besinnung auf die Gegenwart würde den meisten in vielen Bereichen sehr zuträglich sein.

    Der Mensch verfügt aber über beide Fähigkeiten, kann den Moment und die Zeit zu verstehen. Sein volles Potenzial entfaltet er, indem er beide Sichtweisen in Einklang bringt, statt sie als Gegensätze zu betrachten und sich für eine der beiden zu entscheiden.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  12. #2982
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Der Gestank ist doch ein Veränderung der Realität? Dass deine Handlungsfähigkeit oder dein Sein davon kaum tangiert werden, ändert doch nichts daran, ob es eine Veränderung der Realität darstellt oder nicht.

    Dem Ganzen Rest finde ich hingegen sehr schön geschrieben. Wir haben der von dir beschrieben Form des Denken viel zu viel untergeordnet und den gegenwärtigen Augenblick vernachlässigt. Mehr Besinnung auf die Gegenwart würde den meisten in vielen Bereichen sehr zuträglich sein.

    Der Mensch verfügt aber über beide Fähigkeiten, kann den Moment und die Zeit zu verstehen. Sein volles Potenzial entfaltet er, indem er beide Sichtweisen in Einklang bringt, statt sie als Gegensätze zu betrachten und sich für eine der beiden zu entscheiden.

    Ja, der Gestank ist dann eine Änderung deiner Realität. Wenn einer in Timbuktu furzt was ändert dies in meiner Realität? Genau, nichts. Oder bist du der Meinung der Furz findet über den Äther zu mir und ändert meine Realität? Solche Phänomene sind mir bisher nicht bekannt. Meine Realität ändert sich aber z.B mit der Massnahme eine Gesichtsmaske tragen zu müssen.
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  13. #2983
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Lorenzo von Matterhon Beitrag anzeigen
    Ja, der Gestank ist dann eine Änderung deiner Realität. Wenn einer in Timbuktu furzt was ändert dies in meiner Realität? Genau, nichts. Oder bist du der Meinung der Furz findet über den Äther zu mir und ändert meine Realität? Solche Phänomene sind mir bisher nicht bekannt. Meine Realität ändert sich aber z.B mit der Massnahme eine Gesichtsmaske tragen zu müssen.
    Um den Unterschied zwischen verändert nicht oder kaum merklich zu verdeutlichen, hilft vielleicht folgendes Beispiel:
    Ein Rindvieh rülpst in Argentinien – keine spürbare Veränderung deiner Realität. Wäre es aber wie du sagst «nichts», dann würden auch die rund 1 Milliarde Rinder auf diesem Planeten keinen Einfluss auf das Klima haben können, weil 1'000'000'000 × 0 = 0 sein müsste.

    Eine Veränderung kann auch dann real sein, wenn sie kaum/nicht wahrnehmbar ist.

    Jetzt kannst du dich als Individuum betrachten, das die eigentliche Veränderung nicht wahrnimmt und nur die Reaktion in Form von Massnahmen als Veränderung zu spüren bekommt. Dann sind es die anderen oder die Regierungen, die deine Realität verändern.

    Oder du kannst dich auch als Teil eines Kollektivs verstehen, dass die eigentliche Veränderung wahrnimmt und darauf reagiert. Dann hast du auch Anteil an der Reaktion auf die veränderte Realität.

    Ob dann die kollektive Reaktion und die verhängten Massnahmen verhältnismässig sind oder nicht, wäre eine Frage die es kollektiv zu klären gilt. Aber um sich diese Frage überhaupt erst kollektiv stellen zu können, müsste die kollektive Wahrnehmung des Ereignis anerkannt werden.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  14. #2984
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    - vernünftig, dass clubs teilweise selbst wieder geschlossen haben.
    - kantone beginnen, selektiv massnahmen einzusetzen. grundsätzlich ein schritt in die richtige richtung.
    - quarantäne liste nach reisen ist so nur teilweise zielführend (türkei, GB, spanien, italien nicht auf liste wtf??).
    - wenigstens wird die hemmschwelle, sich auf reisen zu begeben, insgesamt etwas erhöht.

    wenn die zahlen sich auf dem momentanen niveau einpendeln würden (wohlgemerkt mit mehr tests wie im moment), wäre das sehr gut.
    STAYTHEFUCKSAFE!!!

    ... erkennt die gefährlichkeit des virus aber lasst euch nicht von all den unseriösen prognosen der experten verunsichern...

    ... eine kurz- oder mittelfristige lösung dieser pandemie und infodemie ist utopisch...

  15. #2985
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    Zitat Zitat von ayrton_michael_legends Beitrag anzeigen
    .....wenn die zahlen sich auf dem momentanen niveau einpendeln würden (wohlgemerkt mit mehr tests wie im moment), wäre das sehr gut.
    Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass die Anzahl nötig gewordener Hospitalisationen viel interessanter ist als die der positiv Getesteten.
    Gut am Testen / Contact Tracing ist halt, dass man vielleicht herausfindet, wo man sich hauptsächlich ansteckt. Dort gilt es den Hebel anzusetzen. Maskenpflicht allerorten, so ein Unsinn.

  16. #2986
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Um den Unterschied zwischen verändert nicht oder kaum merklich zu verdeutlichen, hilft vielleicht folgendes Beispiel:
    Ein Rindvieh rülpst in Argentinien – keine spürbare Veränderung deiner Realität. Wäre es aber wie du sagst «nichts», dann würden auch die rund 1 Milliarde Rinder auf diesem Planeten keinen Einfluss auf das Klima haben können, weil 1'000'000'000 × 0 = 0 sein müsste.

    Eine Veränderung kann auch dann real sein, wenn sie kaum/nicht wahrnehmbar ist.

    Jetzt kannst du dich als Individuum betrachten, das die eigentliche Veränderung nicht wahrnimmt und nur die Reaktion in Form von Massnahmen als Veränderung zu spüren bekommt. Dann sind es die anderen oder die Regierungen, die deine Realität verändern.

    Oder du kannst dich auch als Teil eines Kollektivs verstehen, dass die eigentliche Veränderung wahrnimmt und darauf reagiert. Dann hast du auch Anteil an der Reaktion auf die veränderte Realität.

    Ob dann die kollektive Reaktion und die verhängten Massnahmen verhältnismässig sind oder nicht, wäre eine Frage die es kollektiv zu klären gilt. Aber um sich diese Frage überhaupt erst kollektiv stellen zu können, müsste die kollektive Wahrnehmung des Ereignis anerkannt werden.
    Eine Veränderung kann auch durch falsche Prognosen herbeigeführt werden. Der häufigste Prognosefehler entsteht durch die Tendenz zur linearen Modellbildung, mit der wir Entwicklungen von Vergangenheit zur Gegenwart "nach vorn verlängern". Menschen neigen zu linearen Verlängerungen von Trends im Sinne eindeutiger mathematischer Reihen. Wenn der lineare Verlauf von A nach B bekannt ist, neigt man automatisch zu C als wahrscheinlichstem Zukunfts-Zustand.

    Die kollektive Wahrnehmung wird auch durch die dauerpräsente hysterische Berichterstattung beeinflusst. Herbeigeführt durch den hundertsten Affeneffekt. Der Effekt des hundertsten Affen ist ein hypothetisches Phänomen, bei dem sich ein neues Verhalten oder eine neue Idee auf unerklärliche Weise schnell von einer Gruppe auf alle verwandten Gruppen ausbreiten soll, sobald eine kritische Anzahl von Mitgliedern einer Gruppe das neue Verhalten zeigt oder die neue Idee anerkennt.

    Wir sollten uns fragen, ob die Meinung, die wir vertreten, tatsächlich unsere eigene ist, oder ob wir die Meinung anderer bereits unbewusst übernommen haben. Insbesondere dann, wenn wir einen Standpunkt vehement vertreten, sollten wir uns fragen, wie wir zu dieser Meinung gekommen sind.

    Alles wirklich Grosse und Erhabene wird vom Individuum geschaffen, der in Freiheit wirken kann. Einschränkungen sind nur insoweit berechtigt, als sie zur Sicherung seiner Existenz unerlässlich sind.
    Geändert von Lorenzo von Matterhon (04.07.2020 um 06:28 Uhr)
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  17. #2987
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    Zitat Zitat von nobilissa Beitrag anzeigen
    Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass die Anzahl nötig gewordener Hospitalisationen viel interessanter ist als die der positiv Getesteten.
    Gut am Testen / Contact Tracing ist halt, dass man vielleicht herausfindet, wo man sich hauptsächlich ansteckt. Dort gilt es den Hebel anzusetzen. Maskenpflicht allerorten, so ein Unsinn.
    absolut einverstanden. die anzahl an hospitalisationen unf intensivpatienten sind die wirklich relevanten zahlen. war mmn schon immer so.

    die zahlen der neu infizierten können aber als indikator für die beurteilung der entwicklung dienen, sofern sie in relation zu der anzahl tests gesetzt werden.

    betreffend masken: im ÖV und in geschlossenen räumen, in denen der abstand nicht eingehalten werden kann, ist eine pflicht bei wieder steigendem infektionsgeschehen sicher sinnvoll. da es mit empfehlungen nicht funktioniert hat (kein wunder bei dieser katastrophal wirren kommunikation zu diesem thema by WHO&europa&CH) muss diese akzeptanz nun halt über verordnete massnahmen erreicht werden.

    persönlich finde ich es aber gut, dass dies jetzt bereits erfolgt ist. nach der ferienzeit wird die anwendung von masken wohl nötig werden.
    STAYTHEFUCKSAFE!!!

    ... erkennt die gefährlichkeit des virus aber lasst euch nicht von all den unseriösen prognosen der experten verunsichern...

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  18. #2988
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Lorenzo von Matterhon Beitrag anzeigen
    Eine Veränderung kann auch durch falsche Prognosen herbeigeführt werden. Der häufigste Prognosefehler entsteht durch die Tendenz zur linearen Modellbildung, mit der wir Entwicklungen von Vergangenheit zur Gegenwart "nach vorn verlängern". Menschen neigen zu linearen Verlängerungen von Trends im Sinne eindeutiger mathematischer Reihen. Wenn der lineare Verlauf von A nach B bekannt ist, neigt man automatisch zu C als wahrscheinlichstem Zukunfts-Zustand.
    Diese Tendenz besteht. Da bin ich absolut einverstanden. Der Mensch neigt dazu, abstrakte Zahlen im luftleeren Raum ins Unendliche zu extrapolieren, statt sie in einem realen Umfeld mit vorhandenen, sich laufend verändernden Hindernissen zu betrachten. Das exponentielle Wachstum der Verbreitung kann nicht ewig in gleichem Tempo zunehmen, weil die Anzahl möglicher Übertragungen im Verlaufe des Anstiegs abnehmen würde. Exponentielles Wachstum ist also nur möglich, so lange die Bedingungen dafür gegeben sind. Diese Aussage wurde in den Erläuterungen zwar oft verkürzt, floss aber mit der abnehmenden Reproduktionszahl (R) in die seriösen Modellrechnungen mit ein.

    Vergleicht man nun die Ausgangslage in der Schweiz mit den üblen Hotspots, so kann man feststellen, dass die Bedingungen für exponentielles Wachstum wegen der immun-naiven Bevölkerung noch lange nicht ausgeschöpft sind und natürliche hemmende Faktoren erst viel später zum Tragen kommen würden. Es bräuchte also nicht viele Generationen der Infektionskette, um eine kritische Masse zu erreichen und die Bedingungen dazu, sind leider noch gegeben. Es handelt sich also nicht um eine rein mathematisch erstellte Prognose im luftleeren Raum, diese Prognosen beruhen auf den Beobachtungen von diversen Orten, die schon einen weitaus verheerendere Verbreitung durchlebt haben. Somit kann man davon ausgehen, dass die Prognosen zumindest bis in die Grössenordnungen der Situationen in den Hotspots noch sehr zutreffend sind. Weil sie nicht bloss reines Gedankengut sind, sondern im Abgleich mit der Realität entstanden sind.

    Zitat Zitat von Lorenzo von Matterhon Beitrag anzeigen
    Die kollektive Wahrnehmung wird auch durch die dauerpräsente hysterische Berichterstattung beeinflusst. Herbeigeführt durch den hundertsten Affeneffekt. Der Effekt des hundertsten Affen ist ein hypothetisches Phänomen, bei dem sich ein neues Verhalten oder eine neue Idee auf unerklärliche Weise schnell von einer Gruppe auf alle verwandten Gruppen ausbreiten soll, sobald eine kritische Anzahl von Mitgliedern einer Gruppe das neue Verhalten zeigt oder die neue Idee anerkennt.

    Wir sollten uns fragen, ob die Meinung, die wir vertreten, tatsächlich unsere eigene ist, oder ob wir die Meinung anderer bereits unbewusst übernommen haben. Insbesondere dann, wenn wir einen Standpunkt vehement vertreten, sollten wir uns fragen, wie wir zu dieser Meinung gekommen sind.
    Die hysterische Berichterstattung ist ein Problem, da bin ich ganz bei dir. Auch, wie sich die Bevölkerung dazu verleiten lässt, Meinungen zu übernehmen, statt aus Vernunft selber eine zu bilden. Ich verstehe aber nicht, wie die vernünftige Ablehnung der masslosen Überschätzung des Virus, dann oft zum unvernünftigen Schluss gelangt, dass die diametral gegenüberstehende Extremposition dann automatisch richtig sein müsse. Um ihn vernünftig einschätzen zu können, muss man sich die beiden Extrempositionen anhören und die eigene Position finden, welche die stichhaltigsten Argumente vereinen kann. So bilde jedenfalls ich mir meine Meinung. Ansonsten stehen sich bloss zwei Gruppen mit je einem hundertsten Affen gegenüber.

    Zitat Zitat von Lorenzo von Matterhon Beitrag anzeigen
    Alles wirklich Grosse und Erhabene wird vom Individuum geschaffen, der in Freiheit wirken kann. Einschränkungen sind nur insoweit berechtigt, als sie zur Sicherung seiner Existenz unerlässlich sind.
    Ist das deine Meinung oder hast du sie von Einstein übernommen?

    Ich stimme Einstein insofern zu, dass das Erhabene nur im Moment der Überwindung von Zwängen und somit immer frei geschaffen wird. Aber im Umkehrschluss würde ich sogar sagen, dass es ohne Zwang, den es zu überwinden gilt, nichts Erhabenes geschaffenes werden kann. Den Absolutheitsanspruch mit «Alles …» finde ich in Bezug auf das Grosse und vom Individuum hingegen ziemlichen Gugus.

    Im zweiten Satz zeigt sich aber die Schwäche von Einsteins Zitat. Was gilt nun, wenn sich zwei Individuen gegenüberstehen, deren individuelle Freiheit durch die beanspruchte Freiheit des Gegenübers eingeschränkt werden, ohne dessen Existenz zu gefährden? Dies löst Kant meiner Ansicht nach eleganter: «Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt.»

    Ich finde behördliche Einschränkungen der Freiheiten doof. Würde sich jeder Einzelne mit Blick auf die Freiheit der Anderen, freiwillig selbst ein wenig einschränken, bräuchte es die Vorschriften und Verbote gar nicht.
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  19. #2989
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    Zitat Zitat von ayrton_michael_legends Beitrag anzeigen
    absolut einverstanden. die anzahl an hospitalisationen unf intensivpatienten sind die wirklich relevanten zahlen. war mmn schon immer so.

    die zahlen der neu infizierten können aber als indikator für die beurteilung der entwicklung dienen, sofern sie in relation zu der anzahl tests gesetzt werden.
    G.nua!
    Die Zahl der "neu positiv getesteten" gibt die Möglichkeit einer Prognose für die Hospitalisierungen. Diese Kurve hinkt (wie auch die Kurve der Todesfälle) der Kurve der Neuansteckungen nach.

    Korrekt ist aber auch das für die Dauer der Pandemie nur eine Zahl wirklich wichtig ist: Die Durchseuchung. So böse das tönt: Ich kann mir vorstellen, dass Volkswirtschaften die einen Sch**** drauf geben wie viele verrecken, schlussendlich am besten dastehen. Zumindest wenn es noch lange dauert bis eine Impfung da ist.

  20. #2990
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    Zitat Zitat von ayrton_michael_legends Beitrag anzeigen
    - quarantäne liste nach reisen ist so nur teilweise zielführend (türkei, GB, spanien, italien nicht auf liste wtf??).
    Italien hat seit Tagen zwischen 140 und 200 Neuansteckungen pro Tag - bei 60 Millionen Einwohnern. Diese Info findest du in den Schweizer Medien nirgends um zu verschweigen, dass Maskentragen im ÖV und beim Einkaufen, Fiebermessen bei jedem Eingang und bis im Herbst geschlossene Schulen richtig und wichtig gewesen wären.

  21. #2991
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    Zitat Zitat von LordTamtam Beitrag anzeigen
    Man weiss nun mehr als noch vor 3 Monaten.
    The_Dark_Knight bezieht sich auf die Maskenpflicht und was die Masken betrifft, so wusste man bereits vor 3 Monaten und lange vorher, ob und wie eine Maske nützt. In Asien laufen seit Jahren in der Öffentlichkeit Leute in der Öffentlichkeit mit Masken herum. Da wird es ja wohl Studien darüber geben. Da man aber die Hausaufgaben nicht gemacht und keine Masken auf Lager hatte, wurde während Wochen von BAG-Oberguru Mr. Koch himself die These verbreitet, dass Masken nur minim schützen und unter dem Strich eigentlich mehr schaden als nützen.

  22. #2992
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Aber die Frage bezüglich der Theorie willst du nicht beantworten?
    Ich habe doch schon x-Mal geschrieben, dass meine Meinung ist, dass Corona die für diese nächsten Wochen und Monate "Todgeweihten" früher abholt, als dies unter anderen Umständen der Fall wäre, sich das in ein paar Wochen aber wieder so ausgleichen wird, sodass wir ein Jahr mit einer normal durchschnittlichen Sterberate haben werden. Kurzum; ja Corona ist ein Problem, aber es ist - in Ländern mit genügend medizinischer Versorgung - nicht die todbringende Seuche, die Menschenmassen dahinrafft, wie das z.B. früher mit der Pest der Fall war. Auch wenn ich Vorsichtsmassnahmen in einem gewissen Masse für richtig erachte und selber auch befolge, halte ich den Corona-Hype nach wie vor für übertrieben.

    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    ... dann hast du entweder meine Posts nur sehr selektiv gelesen...
    Ja, wie wohl viele andere User auch. Es sind deren einfach zu viele und zu lang sind sie auch noch.

    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Aber damit das funktioniert, müsste die Bevölkerung halt verantwortungsvoll mit den gegebenen Freiheiten umgehen.
    Es müssten in erster Linie einmal die zur Risikogruppe zählenden Menschen und all jene, die sich vor dem Virus fürchten, verantwortungsvoll umgehen und sich schützen, auch wenn dies Selbstisolation bedeutet.

    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    ... während man einen anderen Teil der Bevölkerung in die Isolation schickt. Das wäre gesellschaftlich gesehen ein äusserst bedenkliches und egoistisches Szenario, welches die Gesellschaft spaltet.
    Ich erachte es umgekehrt als bedenklich und egoistisch, wenn eine Minderheit erwartet, dass man wegen ihr nun weitere Monate auf ein mehr oder weniger normales Leben verzichten soll.

    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Der tragbarste Weg wäre, wenn sich jeder an die Situation anpasst, zum Beispiel das Contact Tracing unterstützt und sich im angezeigten Fall in Selbstquarantäne begeben würde.
    Das tun ja bereits eine Mehrheit der Leute und die Contact Tracing App wurde ja bis heute schon x-tausend Mal runter geladen. Ja, sogar ich habe sie auf meinem Smartphone. Nur gibt es Leute, die sich gleich aufregen, wenn ein paar Jugendliche zusammen am Rheinbord oder in der Steine sitzen und das dann bereits als Unverantwortlichkeit abstempeln. Wir können aber in Gottes Namens nicht mit einer überzogenen Glasglocke durch die Gegend laufen bis ein Impfstoff auf dem Markt ist. Es wird wieder Ansteckungen geben und auch Tote. Das Leben ist nun einmal nicht ganz ungefährlich.
    Geändert von Mundharmonika (04.07.2020 um 15:03 Uhr)

  23. #2993
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Ich habe doch schon x-Mal geschrieben, dass meine Meinung ist, dass Corona die für diese nächsten Wochen und Monate "Todgeweihten" früher abholt, als dies unter anderen Umständen der Fall wäre, sich das in ein paar Wochen aber wieder so ausgleichen wird, dass wir ein Jahr mit einer normal durchschnittlichen Sterberate haben werden. Kurzum; ja Corona ist ein Problem, aber es ist - in Ländern mit genügend medizinischer Versorgung - nicht die todbringende Seuche, die Menschenmassen dahinrafft, wie das z.B. früher mit der Pest der Fall war. Auch wenn ich Vorsichtsmassnahmen in einem gewissen Masse für richtig erachte und selber auch befolge, halte ich den Corona-Hype nach wie vor für übertrieben.
    Deiner Einschätzung, dass Corona harmloser ist, als es gewisse Leute vermuten oder darstellen, würde ich zustimmen. Hättest du beispielsweise meine Antworten auf einige von Ayrton_Michael_Legends Posts am Anfang gelesen, dann wäre dir das auch nicht entgangen. Ich kritisiere lediglich deine argumentative Herleitung dieser Einschätzung auf Grund der allgemeinen Sterbestatistik. Nicht weil dein Eindruck falsch wäre, sondern weil deine Herleitung nicht schlüssig ist. Deinen Eindruck könntest du wunderbar mit anderen Statistiken begründen und ich würde dir vermutlich zustimmen, aber aus der Anzahl allgemeiner Todesfälle, lässt sich leider kein haltbares Argument zur Beurteilung des Virus selbst ableiten, sondern nur eines zur Beurteilung des Virus in Kombination mit den Gegenmassnahmen.


    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Ja, wie wohl viele andere auch. Es sind deren einfach zu viele und zu lang sind sie auch noch.
    Dann ist es aber nicht wirklich haltbar, mir zu unterstellen, dass ich seit Beginn der Krise vor allem Angst schüren würde.


    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Es müssten in erster Linie einmal die zur Risikogruppe zählenden Menschen und all jene, die sich vor dem Virus fürchten, verantwortungsvoll umgehen und sich schützen, auch wenn dies Selbstisolation bedeutet.
    Die Frage hatten wir vor langem schon einmal. Wie bringt man die Risikogruppen dazu, sich aus freien Stücken einzuschränken, damit die gesamte Gesellschaft die geringste Last hat? Indem man sich selbst überhaupt nicht freiwillig einschränkt? Oder indem man sich selbst auch ein bisschen (evtl. aber anders) einschränkt? Sind wir also eine Ansammlung von Individuen, in der jeder auf sich selbst schauen muss? Oder sind wir eine Gesellschaft, in welcher jeder auch Rücksicht auf den anderen nimmt?


    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Ich erachte es umgekehrt als bedenklich und egoistisch, wenn eine Minderheit erwartet, dass man wegen ihr nun weitere Monate auf ein mehr oder weniger normales Leben verzichten soll.
    Wer ist egoistischer? Eine Minderheit, die ihre Freiheit angetastet sieht, weil ihre Gesundheit sonst gefährdet würde? Oder eine Minderheit, die ihre Freiheit angetastet sieht, weil sie sich nicht nach Belieben und ohne Rücksicht auf die Gesundheit anderer zu nehmen, verhalten darf?

    Die Schweiz konnte einen harten Lockdown mit Ausgangssperren verhindern, weil sich alle eigenverantwortlich eingeschränkt haben. Das Gleiche Prinzip wäre auch sonst möglich. Aber indem einige wenige sich unvernünftigerweise mehr Freiheiten herausnehmen, als angebracht wäre, kann diese Freiheit nicht mehr gewährt werden. Das geht vom harmlosen Keine-Kontaktdaten-hinterlassen bis hin zu dem Typen in Grenchen, der trotz Quarantäneauflagen in infektiösem Zustand mehrere Veranstaltungen besucht hat.

    Freiheit erfordert auch einen verantwortungsvollen Umgang mit ihr, wenn wir dazu im Stande wären, spräche nichts für einen Lockdown oder Pseudo-Lockdown. Und glaub mir, dass ich ein freiheitlichen Umgang jederzeit vorziehen würde. Aber anscheinend reicht einigen ein mehr oder weniger normales Leben nicht aus, sondern sie brauchen wieder die volle Dröhnung wie vor Corona, ungeachtet der Umstände. Dieses unverantwortliche Verhalten ist die Hauptursache für sämtliche Vorschriften und Regeln, welche dann unnötigerweise alle betreffen.



    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Das tun ja bereits eine Mehrheit der Leute und die Contact Tracing App wurde ja bis heute schon x-tausend Mal runter geladen. Ja, sogar ich habe sie auf meinem Smartphone. Nur gibt es Leute, die sich gleich aufregen, wenn ein paar Jugendliche zusammen am Rheinbord oder in der Steine sitzen und das dann bereits als Unverantwortlichkeit abstempeln. Wir können aber in Gottes Namens nicht mit einer überzogenen Glasglocke durch die Gegend laufen bis ein Impfstoff auf dem Markt ist. Es wird wieder Ansteckungen geben und auch Tote. Das Leben ist nun einmal nicht ganz ungefährlich.
    Da bin ich absolut bei dir. Man empört sich heutzutage viel zu schnell und zu heftig ob Kleinigkeiten. Nach den beinahe 2 Wochen ohne neue registrierte Fälle in Basel, konnte vieles sehr gelassen betrachtet werden. Aber die gleichen Situationen würden bei höherem Infektionsgeschehen in einem völlig neuen Kontext erscheinen. Ich bin schon seit Beginn der Diskussion der gleichen Ansicht, dass man den Virus nicht komplett ausschliessen kann, sondern mit ihm zu leben lernen muss. Wir sind bloss unterschiedlicher Ansicht, wie dieses Leben mit dem Virus aussehen soll.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  24. #2994
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Ich kritisiere lediglich deine argumentative Herleitung dieser Einschätzung auf Grund der allgemeinen Sterbestatistik. Nicht weil dein Eindruck falsch wäre, sondern weil deine Herleitung nicht schlüssig ist.
    Ich weiss nicht, was daran nicht schlüssig sein sollte. Ich behaupte ja nicht, dass dies das einzige Argument ist, um aufzuzeigen, dass Corona nicht so dramatisch ist, wie es auch heute noch vielerorts dargestellt wird.

    Aber die Statistik zeigt auf, dass die noch vor Wochen getätigten Aussagen, dass Corona für eine massive Übersterblichkeit sorgen wird, nicht zutrifft. Ja, es ist mir klar, dass man berücksichtigen muss, dass wir während 10 Wochen Gegenmassnahmen trafen und dies die Statistik beeinflusst. Ich bin aber sehr gespannt, wie z.B. in ein paar Monaten die gleiche Statistik aus Schweden aussieht. Ich wage einmal die These, dass es auch in Schweden trotz über weite Strecken fehlende Massnahmen Ende Jahr zu keiner massiven Übersterblichkeit kommen wird, weil sich eben auch dort Corona in erster Linie die Menschen geholt hat, die im Verlauf dieser Monate ohnehin gestorben wären.

    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Dann ist es aber nicht wirklich haltbar, mir zu unterstellen, dass ich seit Beginn der Krise vor allem Angst schüren würde.
    Sagen wir es halt so; Du hast den Hype zusammen mit Ayrton-Schumacher hier im Forum massgeblich am Leben erhalten.

    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Wie bringt man die Risikogruppen dazu, sich aus freien Stücken einzuschränken, damit die gesamte Gesellschaft die geringste Last hat?
    Da gibt's für mich eigentlich gar nicht viel zu diskutieren. Wenn ich mich aus irgendwelchen gesundheitlichen Gründen nicht unter's Volk mischen könnte, dann würde ich das schlicht und einfach nicht tun, aber sicher nicht erwarten, dass deswegen alle zuhause bleiben. Das ist doch im Grunde genommen vom Prinzip her nicht anderes, als wenn man sich vor Lungenkrebs oder anderen Krankheiten schützen will, indem man erstens nicht raucht und zweitens vermeidet, sich an Orten aufzuhalten, wo geraucht wird. Aber sich unter Raucher zu mischen, die sich im Freien aufhalten und dann zu meinen, dass die in meiner Gegenwart alle sofort die Zigarette wegstecken müssen, darf ich ja auch nicht erwarten. Wenn sich also jemand aus der Corona-Risikogruppe nicht selber einschränken will, dann ist er in erster Linie zuerst einmal selber schuld, wenn es ihn erwischt, und bestimmt nicht alle anderen. Was nicht heisst, dass man als Kollektiv nicht auch versuchen sollte, seinen Beitrag zur Einschränkung der Verbreitung zu leisten.

  25. #2995
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    Steinenvorstadt - Seit ca. 02:15 Uhr Grosseinsatz der Polizei mit Kastenwagen und Hunden. Ich denke das war es dann in Sachen lockere gechillte Partymeile.
    Manche Leute spüren den Regen. Andere werden einfach nur nass. (Bob Marley)

  26. #2996
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    «Wir bedauern, dass die *Lockerungsstrategie nicht im Detail mit der wissenschaftlichen Taskforce besprochen wurde»
    Leiter der wissenschaftlichen Taskforce, Epidemiologe Matthias Egger

    Ein wahrlich sonderlicher Zirkus in Bern um die Bundesräte und BAG. Wird da um Entscheidungen gewürfelt, wenn die Wissenschaft nicht einbezogen wird? Oder gibt es da ein Jassturnier welches entscheidet?
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  27. #2997
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    Wichtig ist nur, dass Mr Corona ein Denkmal erhält und jedem Haushalt mit einem Fax ein Bild davon geschickt wird.
    Und natürlich ganz klar Schweizer des Jahres!

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  28. #2998
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    Es ist ganz einfach. Wenn man sehen will, was es bedeutet, wenn man Corona nicht ernst nimmt, schaut man auf die USA. Eine absolute Katstrophe. Will man das Gegenteil sehen, dann schaut man auf Neuseeland. Dort ist das Leben wieder völlig normal, ausser, dass man bei einer Einreise 2 Wochen in die Quarantäne muss.

  29. #2999
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    nur noch 70 Fälle, obwohl doppelt soviel getestet wird seit den gratis Tests. Schon merkwürdig die ganze Angstmacherei.

    Österreich hat trotz Maskenpflicht einen starken Anstieg der Fälle. Heute sind sie bei 115.
    Geändert von The_Dark_Knight (05.07.2020 um 14:02 Uhr)
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  30. #3000
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    Zitat Zitat von tango Beitrag anzeigen
    Steinenvorstadt - Seit ca. 02:15 Uhr Grosseinsatz der Polizei mit Kastenwagen und Hunden. Ich denke das war es dann in Sachen lockere gechillte Partymeile.
    Korrektur: Der Einsatz galt den Autoposern auf dem Birsigparkplatz.
    Manche Leute spüren den Regen. Andere werden einfach nur nass. (Bob Marley)

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