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Thema: Corona Virus

  1. #1261
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Der Teil mit den Kindern ist eine interessanter Ansatz. Ob aber eine Gruppe inmitten der Bevölkerung geeignet ist, sehe ich weniger. Ich könnte mir vorstellen, bei ganze Rekrutenschulen die Risikogruppen auszusortieren und diese in Quarantöne erkranken zu lassen, um rasch immunisierte Menschen für die wichtigen Aufgaben zur Verfügung zu haben.

    Der Teil mit der Entscheidung des BAG müsste man im genaueren Kontext betrachten. Es gibt eben noch keine gesicherte Studien. Es gibt diverse wissenschaftliche Annahmen für und wider die Schulschliessungen. Betrachtet man rein die Kohorte der Kinder, würde es sinnvoll sein, diese anzustecken zu lassen. Da Kinder aber in Kontakt mit weiteren Altersgruppen sind, wird jede Modellierungsstudie anders herauskommen, weil die Parameter anders gewichtet werden.

    War sich das BAG nun dieser Tatsache bewusst, dass eine wissenschaftliche Evidenz noch nicht verfügbar ist, finde ich es gut, dass man sich an den Erfahrungen der Länder orientiert, die damit Erfolg verzeichneten. Ein Teil der wissenschaftlichen Annahmen stützen diese auch. Genauso richtig fand ich auch die gegenteilige wissenschaftliche Annahme, dass die Anzahl der Kind-zu-Risikogruppe Kontakte erheblich zunähme.

    Hättest du gewartet, bis abschliessende Studien vorliegen werden?

    Ich glaube nicht, dass das BAG kopflos nachahmt, was andere Länder machen. Du schon?

    Die genaue Zahl zu kennen ist natürlich immer besser und komfortabler, darauf zu warten wäre aber ein Fehler. Um Handlungsfähig zu bleiben braucht man Indikatoren, welche via Feedback die Handlung beurteilen lassen und eine ungefähre Richtung. Dass man bald viel zu wenig IPS Betten und Personal haben wird, reicht als Information völlig um zum Schluss zu kommen, dass mehr IPS Betten und Personal mobilisiert werden muss. Wieviele genau zu wenig sind, ist die weniger wichtige Information, solange man schon Mühe hat, überhaupt an IPS Betten und Personal zu kommen.

    Das ist der Unterschied zwischen Krisenmodus und Alltag.

    Im Alltag wäre es nämlich sinnvoll, nicht zu viel oder zu wenig IPS Betten zu bestellen oder Personal anzustellen, weil die Waren und Menschen ja ohne Probleme verfügbar wären. Vielleicht käme es im Alltag sogar günstiger, wenn man die genaue Evaluation abwartet, statt Unterversorgung oder Überkapazität zu haben … nur befinden wir uns nicht mehr in einer Alltagssituation. Wir sind im Krisenmodus. Da ist schnelles und richtiges Handeln, die Bereitschaft einen Entscheid neu zu beurteilen, etc. gefragt.

    Oder siehst du das anders?
    Nein, warten bis Studien vorliegen macht wohl keinen Sinn:-)
    Welches Land hat denn mit Schulschliessungen alleine Erfolge erziehlt? Dass man sich solche Länder als Vorbild genommen hat glaube ich nicht, mangels Länder wo damit Erfolge erziehlt wurden. Und Beschlüsse von solcher Tragweite sollten halt schon nicht mal ebenso gefällt werden.
    Und nein, ich glaube auch nicht, dass der BR Kopflos handelt. Ich finde er tritt besonnen und auf und beschliesst was möglich ist. Ich glaube aber, dass die Anzahl möglichen UND sinnvollen Massnahmen begrenzt sind, insofern sind die Mittel begrenzt und er hat nicht die Möglichkeit einen völlig freien ENtschluss zu fällen.
    Nehmen wir an der BR, entschliesst sich Schulen nicht zu schliessen. Und es geht schief. Unter diesem Druck sind die Möglichen Entscheide schon gegeben.

  2. #1262
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen

    Wäre schön, wenn es nur à la Darwin Award abliefe … kannst du noch mehr Kollateralschäden wie das Omilein einflicken und diese exponentiell zunehmen lassen? Dann könnte sowas vielleicht sogar viral gehen, im gut gemeinten Sinn.
    Zitat Zitat von Yazid Beitrag anzeigen
    Herrlich, bravo !
    Zitat Zitat von Basilius Beitrag anzeigen
    Mir gefällts, und es ist etwas vom Besten, was ich in letzter Zeit lesen durfte.
    Zitat Zitat von scorpion Beitrag anzeigen
    ganz digg!
    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    @Mundharmonika - grosses Kino - Châpeau !!!
    Danke Jungs, aber ist nicht von mir. Hab's auf FB gefunden. Nur zwei Strophen habe ich abgeändert.
    Geändert von Mundharmonika (21.03.2020 um 19:14 Uhr)

  3. #1263
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    Jene, die hier wieder die Schulen öffnen wollen: Ihr wisst schon, dass die Kantone mit den grossen Universitäten bei den Erkrankungen und Toten klar vorne liegen. In Zürich war die Universität nachweislich Sprungbrett für den Virus.

  4. #1264
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von rhybrugg Beitrag anzeigen
    Nein, warten bis Studien vorliegen macht wohl keinen Sinn:-)
    Welches Land hat denn mit Schulschliessungen alleine Erfolge erziehlt? Dass man sich solche Länder als Vorbild genommen hat glaube ich nicht, mangels Länder wo damit Erfolge erziehlt wurden. Und Beschlüsse von solcher Tragweite sollten halt schon nicht mal ebenso gefällt werden.
    Und nein, ich glaube auch nicht, dass der BR Kopflos handelt. Ich finde er tritt besonnen und auf und beschliesst was möglich ist. Ich glaube aber, dass die Anzahl möglichen UND sinnvollen Massnahmen begrenzt sind, insofern sind die Mittel begrenzt und er hat nicht die Möglichkeit einen völlig freien ENtschluss zu fällen.
    Nehmen wir an der BR, entschliesst sich Schulen nicht zu schliessen. Und es geht schief. Unter diesem Druck sind die Möglichen Entscheide schon gegeben.
    Mit Schliessungen alleine, keines.

    Aber dass eine Entflechtung sozialer Cluster epidemiologisch sinnvoll ist, wird nicht bestritten. Würde man aber nur rein nach epidemiologischen Gesichtspunkten vorgehen, hätte man andere Problem, die am Ende schlimmer sein könnten. Das geht von einfach messbaren Dingen wie gebremster Warenfluss, ausbleibende essentielle Dienstleistungen, bis hin zu weniger gut messbaren Dingen wie psychischer Stress, Vertrauensverlust in die Institutionen.

    Darum ist es ja so sinnvoll, die Massnahmen laufend anzupassen und zu evaluieren. Und definiere bitte schief gehen.

    Wir werden Tote zu beklagen haben. Das Gesundheitssystem wird zu wenig Ressourcen haben. Die Covid-19-Pandemie: Triage von intensivmedizinischen Behandlungen bei Ressourcenknappheit wurde nicht in der Hoffnung, sie nicht anwenden zu müssen, erstellt … sondern, weil sie gebraucht werden wird.

    Wenn du nur von einer Warte aus den Verlauf der Dinge bewertest, kannst du im Nachhinein schon schön abwägen und sagen, was besser oder schlechter gewesen wäre. Aber sobald du eine gesamtgesellschaftliche Perspektive für die Bewertung einnehmen musst, wird es komplizierter. Wie wiegst du Menschenleben gegen Geld auf? Vertrauensverlust in die Institutionen gegen Vertrauensverlust in die Unternehmen? Eine traumatisierte Bevölkerung gegen eine arbeitslose? Ich bin mir sicher, dass das auch in 20 Jahren noch kontrovers diskutiert werden wird, aber diese Zeit ist jetzt nicht gegeben.
    Vormals rot|blau

  5. #1265
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Wer hier von Salamitaktik spricht hat genau gar nichts begriffen, was in den letzten 3 Wochen passierte. Die Taktik ist ganz klar und einfach erklärt. Stufenweise die Mobilität der Bevölkerung zurückfahren und zwar nicht überhastet und auch nicht alles auf einmal, so dass die Bevölkerung Zeit zur Verarbeitung, Organisation und Umstellung auf die neuen Massnahmen hat. Angefangen mit jenen Bereichen, die am wenigsten gewichtig in ihrem Ausmass sind, sei dies wirtschaftlicher Natur oder einfach wie stark sie das Leben von jedem Einzelnen betreffen und wurden dann ausgeweitet auf Bereiche die weitreichendere Folgen haben.
    finde den fehler. ich empfehle dir mal wikipedia zu konsultieren. des weiteren ist salamitaktik nicht per se negativ.
    es ist eine beschreibung der vorgehensweise. stufenweises taktisches vorgehen eben.

    genauso wie dein ganzer beitrag nicht mehr und nicht weniger als eine beschreibung der ereignisse ist.
    unter beimischung von ein wenig opportunismus und belehrung.

    edit: des weiteren werden einige sehr bald in argumentatiosnotlage geraten wenn die ganze CH zum epizentrum der corona epidemie in europa gehören wird, nicht nur gemessen an pro kopf zahlen. das tessin gehört bereits jetzt dazu.

    dieses szenario wurde in kauf genommen. aber es scheint zur zeit opportun, die getroffenen entscheidungen zu feiern, statt kritisch zu hinterfragen. übrigens fand ich die schnelle reaktion am anfang mit den veranstaltungsverboten sehr gut. in der folge allerdings hat mich die weitere vorgehensweise je länger je mehr enttäuscht. jetzt endlich zeigen die massnahmen wirkung, leider ist es vermutlich bereits zu spät.
    Geändert von ayrton_michael_legends (21.03.2020 um 19:53 Uhr)

  6. #1266
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Fulehung Beitrag anzeigen
    Jene, die hier wieder die Schulen öffnen wollen: Ihr wisst schon, dass die Kantone mit den grossen Universitäten bei den Erkrankungen und Toten klar vorne liegen. In Zürich war die Universität nachweislich Sprungbrett für den Virus.
    Ich wäre auch nicht für eine Öffnung.

    Aber ich glaube auch, dass die sozialen Kontakte, welche in der Universität geknüpft wurden, ebenfalls zu Übertragungen ausserhalb der Uni, aber innerhalb der gleichen Bevölkerungsgruppe geführt haben. Somit wird die Unterscheidung sehr schwierig, zu welchen Anteilen der Universitätsbetrieb und zu welchen die zum Teil gemeinsam verbrachte Freizeit der Studierenden oder Arbeitskollegen für die Verbreitung verantwortlich waren.

    Dies soll nicht eine Öffnung befürworten, sondern mögliche Konsequenzen einer überhastete Schliessung aufzeigen. Eine Schliessung des Unibetriebes, ohne andere Massnahmen und ohne das Bewusstsein der Bevölkerung, hätte im schlimmsten Fall zu Studenten-Corona-Parties führen können, in welchen man sich wahrscheinlich näher gekommen wäre, als im normalen Universitätsbetrieb. Es reicht also nicht, in der abschliessenden Beurteilung einfach die Fälle der Ansteckungen unter Studierenden und Dozierenden rauszurechnen.
    Vormals rot|blau

  7. #1267
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Ich wäre auch nicht für eine Öffnung.

    Aber ich glaube auch, dass die sozialen Kontakte, welche in der Universität geknüpft wurden, ebenfalls zu Übertragungen ausserhalb der Uni, aber innerhalb der gleichen Bevölkerungsgruppe geführt haben. Somit wird die Unterscheidung sehr schwierig, zu welchen Anteilen der Universitätsbetrieb und zu welchen die zum Teil gemeinsam verbrachte Freizeit der Studierenden oder Arbeitskollegen für die Verbreitung verantwortlich waren.
    Stichwort überfüllter und generationendurchmischter ÖV mit 20 Zentimetern statt 2 Metern Abstand. Auch dann noch, als schon über 10 Fälle allein an der Uni bekannt waren.

  8. #1268
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von ayrton_michael_legends Beitrag anzeigen
    finde den fehler. ich empfehle dir mal wikipedia zu konsultieren. des weiteren ist salamitaktik nicht per se negativ.
    es ist eine beschreibung der vorgehensweise. stufenweises taktisches vorgehen eben.

    genauso wie dein ganzer beitrag nicht mehr und nicht weniger als eine beschreibung der ereignisse ist.
    unter beimischung von ein wenig opportunismus und belehrung.

    edit: des weiteren werden einige sehr bald in argumentatiosnotlage geraten wenn die ganze CH zum epizentrum der corona epidemie in europa gehören wird, nicht nur gemessen an pro kopf zahlen. das tessin gehört bereits jetzt dazu.

    dieses szenario wurde in kauf genommen. aber es scheint zur zeit opportun, die getroffenen entscheidungen zu feiern, statt kritisch zu hinterfragen. übrigens fand ich die schnelle reaktion am anfang mit den veranstaltungsverboten sehr gut. in der folge allerdings hat mich die weitere vorgehensweise je länger je mehr enttäuscht. jetzt endlich zeigen die massnahmen wirkung, leider ist es vermutlich bereits zu spät.
    Welche Aspekte geniessen in deiner Beurteilung der Entscheidungen hohe und weniger hohe Priorität. Was wärst du bereit zu opfern?
    Vormals rot|blau

  9. #1269
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Fulehung Beitrag anzeigen
    Stichwort überfüllter und generationendurchmischter ÖV mit 20 Zentimetern statt 2 Metern Abstand. Auch dann noch, als schon über 10 Fälle allein an der Uni bekannt waren.
    Ich mag mich noch an dein Beispiel erinnern. Gehen wir mal davon aus, dass zu dem Zeitpunkt, als das Bewusstsein für das Ausmass der Pandemie noch nicht so gross war, plötzlich die Unis aus gewesen wären. Hätten sich die unbemerkt infizierten nicht auf viel mehr unterschiedliche Trams verteilen können?
    Vormals rot|blau

  10. #1270
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Danke Jungs, aber ist nicht von mir. Hab's auf FB gefunden. Nur zwei Strophen habe ich abgeändert.
    Ein Plagiat
    Auch kein Ding. Dann danke für die Verbreitung.

  11. #1271
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Welche Aspekte geniessen in deiner Beurteilung der Entscheidungen hohe und weniger hohe Priorität. Was wärst du bereit zu opfern?
    das ist eine sehr schwierige frage, teile davon habe ich aber in anderen beiträgen bereits beantwortet (wie du weisst ).

    rückwirkend betrachtet ist der umgang mit der grenzsituation im tessin ein entscheidender punkt.
    auch war schon länger klar, dass teile der bevölkerung und der wirtschaft die massnahmen nur sehr ungenügend umsetzen konnten.
    trotzdem wurde jeweils nur sehr moderat reagiert, obwohl die botschaft klar ersichtlich bei zu vielen nicht ernst genug genommen wurde.

    um ein beispiel zu geben: erst jetzt, nach der letzten verschärfung, wurde im detailhandel entsprechend reagiert und ein risikovermindertes einkaufen ermöglicht.

    um mehr leben zu retten, hätten die wirtschaft und jeder einzelne viel früher opfer bringen müssen.
    dies wäre nur mit schnelleren und härteren massnahmen möglich gewesen. und zwar in allen bereichen.

    mir ist allerdings bewusst, dass in bezug auf eine mögliche noch heftigere 2.welle der immunisierungsgrad dann sicher eine grosse rolle spielen könnte.
    soweit sind wir aber nicht und dazu gibt es nur prognosen und annahmen. man sollte nicht aufgrund von spekulationen fahrlässig agieren.

  12. #1272
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Die Sondersendung von SRF1 mit Nick Blödmann am Samstag Abend animiert zum um- bzw. abschalten. Schaut sich das noch jemand an? Berset war top, den Rest kann man rauchen. Und das Rauchen sollte man bekanntlich jetzt aufgeben.

    Arrivederci SRF1.

  13. #1273
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von ayrton_michael_legends Beitrag anzeigen
    das ist eine sehr schwierige frage, …
    Das ist aber die zentrale Frage, weil sie den Standpunkt beschreibt, von dem aus du die Massnahmen beurteilst.

    Zitat Zitat von ayrton_michael_legends Beitrag anzeigen
    um mehr leben zu retten, hätten die wirtschaft und jeder einzelne viel früher opfer bringen müssen.
    dies wäre nur mit schnelleren und härteren massnahmen möglich gewesen. und zwar in allen bereichen.
    Das Grundprinzip stimmt. Um die Last der anderen zu verringern, muss man bereit sein, Opfer zu bringen. Es geht aber nicht, dass alle nur der Nichtansteckung mit SARS-CoV-2 opfern. Denn dazu müsste man alle voneinander hermetisch trennen und dürfte nicht einmal medizinisch behandeln. Auch Leben retten wäre zu kurz gedacht, wenn dafür die Existenzen der Überlebenden geopfert werden.

    Aus meiner Sicht sollte das Ziel der geringste Schaden für die gesamte Gesellschaft sein. Und ich versuche immer dieses Ziel im Blick zu behalten, wenn ich über die Massnahmen urteile. Dazu versuche ich bei jedem Anliegen herauszuhören, wo der Schuh drückt und wie es in der Gesamtbilanz nach bestem Gewissen berücksichtigt werden kann.

    Dazu muss der Eindämmung und Verlangsamung von allen ein grosses Opfer gebracht werden. Wenn alle einen Teil davon übernehmen, fällt dieser für den einzelnen geringer aus.

    «Wenn jeder für sich selbst sorgt, ist für alle gesorgt.» … war gestern. Wir sind doch weiter als das?
    «Wenn jeder für jeden sorgt, ist für alle gesorgt.» ist, was wir in diesen Tagen brauchen.

    Die Risikogruppen sorgen sich für andere, indem sie sich zurückziehen und helfen lassen. Das ist ein grosses Opfer dieser Bevölkerungsgruppe, denn keiner will als unnützer Ballast betrachtet werden, will schutzbedürftig und auf Hilfe beim Einkaufen angewiesen sein. Aber dieses Opfer müssen jetzt zum Wohle aller bringen.
    Vormals rot|blau

  14. #1274
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    Da warst Du aber lange dabei. Bist Du masochistisch veranlagt oder so, footbâle?

  15. #1275
    Erfahrener Benutzer Avatar von VorwärtsFCB
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Die Sondersendung von SRF1 mit Nick Blödmann am Samstag Abend animiert zum um- bzw. abschalten. Schaut sich das noch jemand an? Berset war top, den Rest kann man rauchen. Und das Rauchen sollte man bekanntlich jetzt aufgeben.

    Arrivederci SRF1.
    SRF übertreibt momentan m.E auch ohnehin mit etwas zu viel des Guten an Sendungen zum Thema. Ein guter Film würde der Volksseele auch gut tun.

  16. #1276
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    Zitat Zitat von VorwärtsFCB Beitrag anzeigen
    SRF übertreibt momentan m.E auch ohnehin mit etwas zu viel des Guten an Sendungen zum Thema. Ein guter Film würde der Volksseele auch gut tun.
    28 Days Later zB?

  17. #1277
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von VorwärtsFCB Beitrag anzeigen
    Ein guter Film würde der Volksseele auch gut tun.

  18. #1278
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tof Le Junk
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    Oder Contagion

  19. #1279
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    Enden diese Filme alle mit einem Happy End ?

  20. #1280
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von nobilissa Beitrag anzeigen
    Enden diese Filme alle mit einem Happy End ?
    Kommt darauf an, mit wem Du den Film schaust...

  21. #1281
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Wie geht's weiter? Was denkt ihr? Wie lange werden wir noch zuhause bleiben müssen? Wann werden wir zurück zur Normalität finden?

    Würde mich einmal interessieren, wie Ihr das alle einschätzt.

  22. #1282
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Wie geht's weiter? Was denkt ihr? Wie lange werden wir noch zuhause bleiben müssen? Wann werden wir zurück zur Normalität finden?

    Würde mich einmal interessieren, wie Ihr das alle einschätzt.
    Hängt davon ab, wie unser Gesundheitssystem die Krise im Griff hat.
    Wenn auch bei und die Spitäler komplett überlastet sind wie in den lateinischen Ländern momentan, wird es auch hier zu einer Art Kriegsrecht und totalen Sperrzeiten kommen (mir graut jetzt schon). Dafür wird der mediale Druck einfach zu stark sein (die Propaganda-Angst-Maschine läuft seit Tagen auf vollen Touren) - selbst, wenn die Wirkung solcher Sperren gar nicht bewiesen und möglicherweise sogar kontraproduktiv ist.

  23. #1283
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Wie geht's weiter? Was denkt ihr? Wie lange werden wir noch zuhause bleiben müssen? Wann werden wir zurück zur Normalität finden?

    Würde mich einmal interessieren, wie Ihr das alle einschätzt.
    das ist für mich schlicht nicht möglich einzuschätzen. hängt von zu vielen unbekannten faktoren ab.

    auf jeden fall sagen die chinesen, die als helfer nach europa (italien, spanien) gekommen sind wiederholt folgendendes:

    - eure massnahmen sind bei weitem zu lasch!
    - bringt die menschen von der strasse, so schnell wie nur möglich!
    - sorgt dafür dass alle menschen, die noch irgendwie raus müssen, eine maske tragen!

    also denke ich mal, dass der weitere verlauf und auch zeitrahmen wesentlich von diesen punkten abhängen wird.

  24. #1284
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käsebrot
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Wie geht's weiter? Was denkt ihr? Wie lange werden wir noch zuhause bleiben müssen? Wann werden wir zurück zur Normalität finden?

    Würde mich einmal interessieren, wie Ihr das alle einschätzt.
    Ich finde es unangebracht, als Laie irgendwelche Prognosen abzugeben...

    Hier ein Artikel, der sich mit diesem Thema befasst: Darum ist die Corona-Pandemie nicht in wenigen Wochen vorbei

  25. #1285
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    Ich bin ja weit zuversichtlicher. All die subklinisch Infizierten bilden Antikörper. Sobald es Antikörpertests gibt, können diese aufgespürt werden - diese Personen könnten gefahrloser helfen und die aus ihrem Blut gewonnenen Antikörper (nach entsprechender Aufbereitung natürlich) hilfreich wirken. Die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen läuft auf Hochtouren. Die Ausbreitung wird sich abflachen, es laufen nicht alle Spitäler am Anschlag, es naht und besteht Unterstützung an vielen Fronten.

    Niemand kann voraussagen, wann es Zeit ist, die Massnahmen zu lockern.
    Alles neu macht der Mai ;-)

  26. #1286
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von plutokennedy Beitrag anzeigen
    Hängt davon ab, wie unser Gesundheitssystem die Krise im Griff hat.
    Wenn auch bei und die Spitäler komplett überlastet sind wie in den lateinischen Ländern momentan, wird es auch hier zu einer Art Kriegsrecht und totalen Sperrzeiten kommen (mir graut jetzt schon). Dafür wird der mediale Druck einfach zu stark sein (die Propaganda-Angst-Maschine läuft seit Tagen auf vollen Touren) - selbst, wenn die Wirkung solcher Sperren gar nicht bewiesen und möglicherweise sogar kontraproduktiv ist.
    Unser Gesundheitssystem wird wohl genauso unter die Räder kommen, wie in Italien. Auch unsere Ärzte werden wahrscheinlich wegen Ressourcenmangels nach Nicht-Aufnahme-Kriterien triagieren müssen. Wir können beeinflussen, wie lange dieser Zustand anhält, indem wir uns richtig verhalten und weitere Unwesentliche Dinge zu opfern bereit sind. Berset sagte es richtig, es ist nicht die Ausgangssperre, welche die Verbreitung bremst, es ist unser Verhalten.

    Unser System muss noch weiter gebremst und entschleunigt werden. Daher sehe ich primär die Wirtschaft als nächsten betroffenen Sektor.

    Die Wirtschaft sollte sich selber ausbremsen und freiwillig nur noch das Wesentliche aufrecht erhalten. Nur noch das Minimum an Mitarbeitern vor Ort beschäftigen, um gesellschaftlich aktuell Wichtiges leisten zu können, statt Gewinnbringendes. Ansonsten sehe ich in diesem Bereich die wahrscheinlich nächste verordnete Einschränkung.

    Als Bundesrat hätte ich den Medien mal die Meinung gegeigt. Ich erwarte von den Medien sachliche und informative Berichterstattung. Damit der Klick-Wettbewerb endlich aufhört, sollten alle Angebote während der Krise kostenlos sein. Für die Ausfälle kann der Bund aufkommen. Aber der Wettbewerb muss aufhören. Alle Schuld- oder Fehlerfragen sollen sie nach der Krise aufbereiten, jetzt ist das aber nicht ihre Aufgabe.
    Vormals rot|blau

  27. #1287
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    All die hübschen veröffentlichten Kurven sind für die Katze, weil sie unglaublich davon abhängig sind, wann und bei wem man welche Tests angewandt hat.
    Was heisst schon Corona-negativ oder -positiv ? Das ist der Stand am Untersuchungstag. Kann sich jeden Tag ändern.

  28. #1288
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    Zitat Zitat von nobilissa Beitrag anzeigen
    Ich bin ja weit zuversichtlicher. All die subklinisch Infizierten bilden Antikörper. Sobald es Antikörpertests gibt, können diese aufgespürt werden - diese Personen könnten gefahrloser helfen und die aus ihrem Blut gewonnenen Antikörper (nach entsprechender Aufbereitung natürlich) hilfreich wirken. Die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen läuft auf Hochtouren. Die Ausbreitung wird sich abflachen, es laufen nicht alle Spitäler am Anschlag, es naht und besteht Unterstützung an vielen Fronten.

    Niemand kann voraussagen, wann es Zeit ist, die Massnahmen zu lockern.
    Alles neu macht der Mai ;-)
    dein wort in gottes ohr. deine inputs erklären auch deinen standpunkt, weshalb du eine höhere immunisierung für den gesamtverlauf der pandemie als zentral und sehr wichtig ansiehst. dem kann ich keinesfalls widersprechen. die frage ist nur, zu welchem preis?

    die chinesen scheinen von einer anderen strategie überzeugt zu sein. nämlich bei erneuten ausbrüchen noch radikaler vorzugehen (der vorteil ist in dem fall, dass bereits erfahrungswerte vorliegen und eine unbemerkte verbreitung wie beim ersten mal besser verhindert werden kann). so werden sie versuchen, die herde jeweils sofort im keim zu ersticken. es wird sich zeigen, inwiefern das funktioniert und eine praktikable lösung darstellt.

    dazu festzuhalten ist einfach, dass europa bei einer adaption dieser vorgehensweise wiederum nicht die gleichen respektive viel schwierigere politische und geographische voraussetzungen haben wird. die gleichen probleme also, mit denen wir auch aktuell zu kämpfen haben.

  29. #1289
    Erfahrener Benutzer Avatar von BloodMagic
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    Ich denke die Todeskurven sind schon eher Aussagekräftig. Die Toten werden in +- industrialisierten Ländern schon auf Corona getestet sein. Wenn diese also abnehmen und gleichzeitig Betten frei werden in den Spitälern ist das ein gutes Zeichen. Aktuell scheint es ja noch mehr als genug Betten frei zu haben in der Region, wenn wir jetzt sogar schon Elsässer aufnehmen weil dort alles voll ist

  30. #1290
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Käsebrot Beitrag anzeigen
    Ich finde es unangebracht, als Laie irgendwelche Prognosen abzugeben...
    Ja gut, so gesehen müssten wir dann diesen Thread und vermutlich das ganze Forum gleich schliessen. Es geht mir ja lediglich um eine Einschätzung, mit der dann jeder machen kann, was er will.

    Zitat Zitat von ayrton_michael_legends Beitrag anzeigen
    das ist für mich schlicht nicht möglich einzuschätzen. hängt von zu vielen unbekannten faktoren ab.

    auf jeden fall sagen die chinesen, die als helfer nach europa (italien, spanien) gekommen sind wiederholt folgendendes:

    - eure massnahmen sind bei weitem zu lasch!
    - bringt die menschen von der strasse, so schnell wie nur möglich!
    - sorgt dafür dass alle menschen, die noch irgendwie raus müssen, eine maske tragen!

    also denke ich mal, dass der weitere verlauf und auch zeitrahmen wesentlich von diesen punkten abhängen wird.
    Kannst Du uns bei Gelegenheit bitte den Link zu Deinem Schutzmasken-Online-Shop posten.

    Ich glaube nicht, dass man die Situation in China 1 zu 1 mit der Situation in Europa vergleichen kann. Nur schon alleine die Tatsache, dass das Problem in Europa länderübergreifend ist, ändert die politische und wirtschaftliche Ausgangslage für Massnahmen. Gewisse Sachen lassen sich hier in Europa nunmal nicht so umsetzen wie in einem totalitären Staat.

    Ich glaube auch nicht, dass unsere Massnahmen bei weitem viel zu lasch sind. Ich beobachte, dass sich inzwischen doch die meisten Leute an die Vorgaben halten und sich nicht in Gruppen aufhalten. Ich glaube daher auch nicht, dass mit einer totalen Ausgangssperre noch wahnsinnig viel bessere Resultate erzielt werden könnten. Gleiches gilt aus meiner Sicht auch für die von Dir immer wieder verlangte Maskentragpflicht. Zurzeit bewegen sich nur noch wenige Bürger auf risikoreiche Art und Weise und die meisten, die das tun, müssen es - wie z.B. ich - aus beruflichen Gründen machen. Sie versuchen dann aber eine Ansteckungsgefahr mit den bekannten Vorsichtsmassnahmen auf ein Minimum zu reduzieren. Die wenigen, die dann aber trotzdem das Virus auflesen, dürften die Kurve nicht massgebend beeinflussen.

    Ich glaube, dass wir zurzeit auf dem richtigen Weg sind. Das aktuelle Problem mit dem bereits bestehenden Ansturm auf Tessiner Spitäler und dem bevorstehenden Ansturm auf die Spitäler der Restschweiz ist enstanden, als die Massnahmen noch nicht so strikt waren und sich die Leute noch leichter anstecken konnten. Nur kann man das Rad der Zeit nun nicht mehr zurückdrehen. Ich glaube, dass wir für den in ein paar Tagen zu erwartenden Peak mehr oder weniger gut gerüstet und auch vorbereitet sind und glaube und hoffe, dass wir dies gut überstehen werden.

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