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Thema: Corona Virus

  1. #571
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tsunami
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    Zitat Zitat von Rey2 Beitrag anzeigen
    Ja, soweit schon klar. Aber die 2 Klassen Gesellschaft bestünde dann ja sowieso, weil die einen Kinder zu Hause einigermassen isoliert sind, während die anderen weiter in der Schule die Virenschleuder machen (müssen). Und ich denke, der Anteil derer, die auf das Angebot der Schule zurückgreifen MÜSSTEN, wäre hierzulande beträchtlich. Ich jedenfalls habe genau keine einzigen Bekannten, wo nicht beide arbeiten. Auch das meinte ich mit ad absurdum.
    Die 2-Klassengesellschaft ist auf den Unterricht bezogen.
    Vielleicht können sich ja auch Eltern untereinander absprechen, so dass 2 - 4 Kinder jeweils in einer Familie sind. Sicher kommen auch Arbeitgeber in dieser Situation den Eltern entgegen, so dass ein Elternteil auch 1 Tag / Woche zuhause bleiben kann. Irgendwie glaube ich fest an den Pragmatismus unserer Bevölkerung, dass sie die für sie beste Lösung finden.
    Du schreibst, du kennst niemanden, bei denen nicht beide Parteien arbeiten. Aber vielleicht arbeiten nicht alle zu 100%?

  2. #572
    Erfahrener Benutzer Avatar von Asselerade
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    betreffend 2klassen-gesellschaft in der schule:

    es ist eine illusion zu glauben, dass ein geregelter unterricht stattfinden würde, wenn ein grosser teil der klasse fehlt. der lehrplan wird sowieso ausgesetzt. man macht dann einfach eine bessere beschäftigungstherapie. es kann keinem kind vermittelt werden, dass es nun den ganzen lieben tag zu lernen hat, während die klassenkamaraden zu hause sitzen. ein unterricht findet so oder so nicht statt.

    vom lernstoff her ist es sowieso kein problem: die kinder werden nicht dümmer, nur weil sie halt mal 2 monate keine schule haben.

    betreffend der sache mit der obhut und kinderbetreuung: ich möchte kein wespennest öffnen, aber meiner meinung nach bringt diese situation hoffentlich die gesellschaft sowieso ein bisschen zum umdenken. die eingeschlagene richtung von "gratis-kitas" und man lässt sein kind "achtung stammtischparole" fremderziehen, während man selber der arbeit nachgeht, war sowieso meiner meinung nach ein gefährlicher weg. klar, einige personen der unterschicht brauchen das geld (insebesondere alleinerziehende mütter) aber ansonsten ging das ganze sowieso in eine richtung von "man will dr 5nfer und s weggli". ist vielleicht nicht mal schlecht, dass dem ganzen system die fragilität aufgezeigt wird.
    Einige gingen hinter die Theke und stellten weitere Bratwürste auf den Grill und reichten sie den hungrigen Fans

  3. #573
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    Zitat Zitat von Asselerade Beitrag anzeigen
    betreffend der sache mit der obhut und kinderbetreuung: ich möchte kein wespennest öffnen, aber meiner meinung nach bringt diese situation hoffentlich die gesellschaft sowieso ein bisschen zum umdenken. die eingeschlagene richtung von "gratis-kitas" und man lässt sein kind "achtung stammtischparole" fremderziehen, während man selber der arbeit nachgeht, war sowieso meiner meinung nach ein gefährlicher weg. klar, einige personen der unterschicht brauchen das geld (insebesondere alleinerziehende mütter) aber ansonsten ging das ganze sowieso in eine richtung von "man will dr 5nfer und s weggli". ist vielleicht nicht mal schlecht, dass dem ganzen system die fragilität aufgezeigt wird.
    Meiner Erfahrung nach sind es bei uns eher die Gutverdienenden, wo beide arbeitstätig sind. Die Gesellschaft ist heute vom klassischen Familienkontrukt viel zu weit entfremdet, als dass dies noch realistisch für die Mehrheit wäre. In unserem Umfeld typisch UND total klischeehaft: Wohnung an hipper, zentraler Lage. Der Mann, Ingenieur, verdient viel Geld. Die Frau "arbeitet" in ihrer eigenen Altstadt Boutique, die Kinder haben private Kitaplätze. Oder auch umgekehrt, spielt ja keine Rolle, also dass die Frau viel Geld nach Hause bringt und der Mann trotzdem arbeitet, gibts ja heute auch längst oft. Umgekehrt der Arbeiter, Stichwort "Gratis Kita": Subventionierte Kitaplätze sind in den Ballungszentren wohl nach wie vor (zu) knapp. Das Geld ist ebenfalls knapp, die Frau möchte, kann aber nicht arbeiten, weil man sich einen privaten Kitaplatz schlicht nicht leisten kann. Aber gut, da driften wir schon wieder vom Thema ab.

  4. #574
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    Neues aus Österreich:

    Geschäfte bleiben ab Montag geschlossen – das gelte aber nicht für den Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Post, Banken und andere Geschäfte, die für die Grundversorgung notwendig seien, so Kurz. Restaurants, Bars und Kaffeehäuser haben ab kommender Woche nur noch bis 15.00 Uhr geöffnet.
    Gebiete in Tirol unter Quarantäne

    Zwei besonders vom Coronavirus betroffene Gebiete in Tirol sind ab sofort gemäß Beschluss der Bundesregierung für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind das Paznauntal mit Tourismus-Hotspots wie Ischgl und Galtür sowie St. Anton am Arlberg – mehr dazu in tirol.ORF.at.

    Grenzkontrollen werden nun auch zur Schweiz eingeführt – zu Italien ist das bereits der Fall. Der Flugverkehr in diese beiden Ländern und nach Frankreich wird eingestellt.
    https://orf.at/stories/3157719/

  5. #575
    Erfahrener Benutzer Avatar von k@rli o.
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  6. #576
    Erfahrener Benutzer Avatar von Asselerade
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    Zitat Zitat von Rey2 Beitrag anzeigen
    Meiner Erfahrung nach sind es bei uns eher die Gutverdienenden, wo beide arbeitstätig sind. Die Gesellschaft ist heute vom klassischen Familienkontrukt viel zu weit entfremdet, als dass dies noch realistisch für die Mehrheit wäre. In unserem Umfeld typisch UND total klischeehaft: Wohnung an hipper, zentraler Lage. Der Mann, Ingenieur, verdient viel Geld. Die Frau "arbeitet" in ihrer eigenen Altstadt Boutique, die Kinder haben private Kitaplätze. Oder auch umgekehrt, spielt ja keine Rolle, also dass die Frau viel Geld nach Hause bringt und der Mann trotzdem arbeitet, gibts ja heute auch längst oft. Umgekehrt der Arbeiter, Stichwort "Gratis Kita": Subventionierte Kitaplätze sind in den Ballungszentren wohl nach wie vor (zu) knapp. Das Geld ist ebenfalls knapp, die Frau möchte, kann aber nicht arbeiten, weil man sich einen privaten Kitaplatz schlicht nicht leisten kann. Aber gut, da driften wir schon wieder vom Thema ab.
    ja, möchte keineswegs abdriften. wollte einfach die meiner meinung nach perversion dieses systems aufzeigen. die "bildungsschicht" will den 5nfer und s weggli. verdient gutes geld, gibt viel geld für konsum aus und geht plakativ gesagt jedes jahr nach übersee in die ferien. dann gerät etwas in diesem system aus den fugen und man "heult" rum, dass man nun die schulen nicht schliessen kann, weil man das kind nicht betreuen kann..tja, selber schuld. um etwas provokativ zu sein. hat euch niemand gezwungen als bildungsschicht euch so zu organsieren, dass man das kind nicht zum grossen teil selbst betreuen kann. dafür hätte man halt auf gewisse "spass-konsume" verzichten müssen. und die eigene ausbildung und voraussetzung hätten es auch zugelassen. aber man wollte das 5nfr und das weggli. und hier ist die komponente "kind" (und dass dieses gerne bei den eltern sein würde) noch gar nicht eingerechnet. an all diejenigen, die mich in anderen threads schon als teil der antifa und hardcore-linker "beleidigt" haben: merkt ihr es nun?
    meine aussage: wie bei vielem, zeigt diese krise gnadenlos unsere schwächen auf. sei es im sport, in der gesellschaft, aber nun auch in der familie und im umgang mit dieser. hoffentlich überdenken diejenigen die es sich finanziell leisten können, diesen weg
    Geändert von Asselerade (13.03.2020 um 14:54 Uhr)
    Einige gingen hinter die Theke und stellten weitere Bratwürste auf den Grill und reichten sie den hungrigen Fans

  7. #577
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Rey2 Beitrag anzeigen
    … Aber die 2 Klassen Gesellschaft bestünde dann ja sowieso, weil die einen Kinder zu Hause einigermassen isoliert sind, während die anderen weiter in der Schule die Virenschleuder machen (müssen). …
    Zitat Zitat von Tsunami Beitrag anzeigen
    … Vielleicht können sich ja auch Eltern untereinander absprechen, so dass 2 - 4 Kinder jeweils in einer Familie sind. Sicher kommen auch Arbeitgeber in dieser Situation den Eltern entgegen, so dass ein Elternteil auch 1 Tag / Woche zuhause bleiben kann. Irgendwie glaube ich fest an den Pragmatismus unserer Bevölkerung, dass sie die für sie beste Lösung finden.
    Du schreibst, du kennst niemanden, bei denen nicht beide Parteien arbeiten. Aber vielleicht arbeiten nicht alle zu 100%?
    Man sollte nicht davon ausgehen, dass die Kinder, welche nicht in die Schule gingen, gleich in Heimquarantäne landen. Die werden sich weiterhin frei bewegen, mit Freunden abmachen oder von anderen Eltern «betreut» werden können. Die Idee ist es, die Community-Cluster zu verkleinern. Massenveranstaltungen oder Schulen bilden eine Brückenfunktion zwischen den einzelnen Clustern. Durch die Massnahme soll nicht die Anzahl an individuellen Kontakten eingeschränkt werden, es werden die Brücken zwischen den einzelnen Community-Clustern unterbrochen. Also mehr Kontakte im gleichen Kreis, weniger Überschneidung der Kreise. Das ist die verlangsamende Wirkungungsweise der Massnahme.

    Wie ich schon zuvor erwähnt habe, eine komplette Verhinderung von Ansteckungen müsste über 12-18 Monate (welche es voraussichtlich für die massenhafte Verfügbarkeit eines Impfstoffes braucht) aufrecht gehalten werden können und dürfte nicht mehr Schaden anrichten. Dies wäre aber der Fall, da dazu eine beinahe hermetische individuelle Isolation nötig wäre. So käme alles zum Erliegen. Es geht darum, die Verbreitung zu verlangsamen.

    Zitat Zitat von Asselerade Beitrag anzeigen
    … vom lernstoff her ist es sowieso kein problem: die kinder werden nicht dümmer, nur weil sie halt mal 2 monate keine schule haben.
    Sehr schön. Kinder lernen sowieso. Warum nicht, wie man Freizeit sinnvoll nutzt? Das könnte ihnen mehr im Leben bringen, als gewisse Lektionen des Lehrplans.


    Zitat Zitat von Asselerade Beitrag anzeigen
    betreffend der sache mit der obhut und kinderbetreuung: ich möchte kein wespennest öffnen, aber meiner meinung nach bringt diese situation hoffentlich die gesellschaft sowieso ein bisschen zum umdenken. die eingeschlagene richtung von "gratis-kitas" und man lässt sein kind "achtung stammtischparole" fremderziehen, während man selber der arbeit nachgeht, war sowieso meiner meinung nach ein gefährlicher weg. klar, einige personen der unterschicht brauchen das geld (insebesondere alleinerziehende mütter) aber ansonsten ging das ganze sowieso in eine richtung von "man will dr 5nfer und s weggli". ist vielleicht nicht mal schlecht, dass dem ganzen system die fragilität aufgezeigt wird.
    Ich sehe darin kein Wespennest. Du sprichst an, was früher gerne ignoriert wurde. Aber genau das passiert ja gerade. Wir denken um, wir sehen die Fragilität, weil wir müssen. Ich fand beispielsweise gut, dass Schweizer Hersteller wieder Schutzmasken produzieren wollen. Im vollen Bewusstsein, dass man nach der Krise preislich herausgefordert sein wird. Aber die Fragen von Selbstverantwortung, Selbstversorgung und Selbständigkeit, welche damit aufgeworfen werden, die Kosten dafür thematisieren und sich gegen die Ideen von übertriebener Kostenoptimierung durch Outsourcing und Umlagerung stellen, gehören meiner Meinung nach überdacht. Sind wir als Gesellschaft wegen unseres hohen Grades an Spezialisierung zu anfällig geworden? Braucht es wieder eine Kehrtwende in Richtung Generalisten? Wenn ja, wieviel?
    Vormals rot|blau

  8. #578
    Erfahrener Benutzer Avatar von FlYiNgIcEmAn
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    Zitat Zitat von Fulehung Beitrag anzeigen
    Spinne ich? Bleiben die Schule wirklich offen? Stattdessen will man Über-65-Jährigen die Benutzung des ÖV verbieten?
    Nöö Schulen bleiben zu bis am 4.4.

  9. #579
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    Zitat Zitat von FlYiNgIcEmAn Beitrag anzeigen
    Nöö Schulen bleiben zu bis am 4.4.
    Okay, danke, habe meinen Eintrag gelöscht. Berset hat sich aber sehr unverständlich ausgedrückt.

  10. #580
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    admin.ch ist zur Zeit zwar nicht erreichbar, aber laut srf wird allen und besonders den Ü65-Jährigen empfohlen, die ÖV zu meiden. Das ist kein Verbot. Schulen werden geschlossen (im Sinne von Aussetzen des Unterrichts).

    Die Regierung beschliesst einschneidende Massnahmen
    Der Bundesrat informiert über weitere grundlegende Cornavirus-Massnahmen. Den Medien liess er bereits vorab gewisse Informationen zukommen. Hier eine Übersicht:

    • An Schulen, Hochschulen und anderen Ausbildungsstätten darf bis am 4. April vor Ort kein Unterricht stattfinden. Bereits angesetzte Prüfungen können durchgeführt werden, wenn Schutzmassnahmen getroffen werden.
    • Für Grundschulen können die Kantone Betreuungsangebote vorsehen, um möglichst zu verhindern, dass die Kinder von ihren Grosseltern betreut werden.
    • Die Einreise aus Italien ist nur noch Schweizer Bürgerinnen und Bürgern, Personen mit Aufenthaltserlaubnis und Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz müssen erlaubt.
    • Ab sofort werden an sämtlichen Binnengrenzen wieder Schengen-Grenzkontrollen eingeführt.
    • Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen werden verboten. Betroffen sind auch Freizeitbetriebe wie Museen, Sportzentren, Schwimmbäder oder Skigebiete. Die Kantone können Ausnahmen gewähren.
    • In Restaurants, Bars und Diskotheken dürfen sich maximal 50 Personen aufhalten.
    • Es werden 10 Milliarden Franken als Kurzarbeitsentschädigung und wirtschaftliche Soforthilfe gesprochen. Auch Veranstalter von Sport- und Kulturanlässen bekommen finanzielle Hilfe.
    • Der Bundesrat empfiehlt, den öffentlichen Verkehrs zu meiden. Besonders Personen über 65 Jahre und wer Symptome zeigt, soll ihn nicht benutzen.
    Quelle: srf
    Geändert von Lällekönig (13.03.2020 um 15:55 Uhr) Grund: zitat entfernt
    Vormals rot|blau

  11. #581
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    Zitat Zitat von Fulehung Beitrag anzeigen
    Spinne ich? Bleiben die Schule wirklich offen? Stattdessen will man Über-65-Jährigen die Benutzung des ÖV verbieten?
    Man trifft jetzt Massnahmen, die zahlreiche Existenzen zerstören wird, um einen recht kleinen Teil der Bevölkerung zu schützen. Da darf man wohl auch ohne Verbot erwarten, dass es denjenigen, denen dieser Schutz gilt von selbst in den Sinn kommt, dass man momentan möglichst auf die ÖV-Benutzung verzichten sollte.

  12. #582
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    Habe gerade von der Uni Basel ein Mail erhalten. Keine Vorlesungen mehr an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät bis Ende Semester. Denke, dass geht nicht mehr lange, bis die anderen Fakultäten dem Beispiel folgen.

  13. #583
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    Die ganze Medienkonferenz wirkt - vor allem im Vergleich zu Österreich 2 Stunden vorher - ziemlich unbeholfen. Also der Gemeinderat im unteren Gürbetal (wer NZZ am Sonntag liest kennt die Kolumne) würde öppen auch so sprechen. Aaaaaaaaaaber... dieser nur halb-autoritäre Stil, der immer wieder auf irgendwelche externe Experten verweist (Man hat uns das halt mal gesagt und wir haben das geglaubt und nun glauben wir das Gegenteil), ist wohl tatsächlich der beste Stil um die Schweiz durch eine grosse Krise zu führen.

    Hopp Schwiiz!

  14. #584
    Erfahrener Benutzer Avatar von brewz_bana
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    Zitat Zitat von EffCeeBee Beitrag anzeigen
    Habe gerade von der Uni Basel ein Mail erhalten. Keine Vorlesungen mehr an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät bis Ende Semester. Denke, dass geht nicht mehr lange, bis die anderen Fakultäten dem Beispiel folgen.
    Ha sälber no keins bekoh bi gspannt. Bi Dozänt im Geo aber untterricht im Grosse PC Labor im WWZ.

  15. #585
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von EffCeeBee Beitrag anzeigen
    Habe gerade von der Uni Basel ein Mail erhalten. Keine Vorlesungen mehr an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät bis Ende Semester. Denke, dass geht nicht mehr lange, bis die anderen Fakultäten dem Beispiel folgen.
    Entweder so (absagen) oder in Form von einer Tele-Vorlesung weiter anbieten. Präsenzveranstaltungen gehen einfach nicht.
    Vormals rot|blau

  16. #586
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Fulehung Beitrag anzeigen
    Die ganze Medienkonferenz wirkt - vor allem im Vergleich zu Österreich 2 Stunden vorher - ziemlich unbeholfen. Also der Gemeinderat im unteren Gürbetal (wer NZZ am Sonntag liest kennt die Kolumne) würde öppen auch so sprechen. Aaaaaaaaaaber... dieser nur halb-autoritäre Stil, der immer wieder auf irgendwelche externe Experten verweist (Man hat uns das halt mal gesagt und wir haben das geglaubt und nun glauben wir das Gegenteil), ist wohl tatsächlich der beste Stil um die Schweiz durch eine grosse Krise zu führen.

    Hopp Schwiiz!
    Wenn ich mich auf Französisch ausdrücken müsste, würde ich bestimmt noch unbeholfener wirken. Die Aussage, dass man sich an den laufend verändernden Erkenntnisstand anpasst, finde ich realistischer und vertrauenswürdiger, als so zu tun, als hätte man für alles einen Plan in der Schublade. Das Verteilen der Verantwortung, auf Kantone, Arbeitgeber, Bevölkerung, etc. … ist meiner Ansicht nach der viel bessere Ansatz, als autoritär von oben herab zu befehlen und verbieten. Gleichzeitig wird die Bereitstellung von Geldern für die Existenzsicherung der Betroffenen sichergestellt. Aber ja, die Krise wird von uns allen Opfer abverlangen, da ist der Verlust des bequemen befehligt Werdens, zu Gunsten von Mitdenken und mitverantwortlichem Handeln das kleinste Opfer.

    Ich bin eher positiv überrascht von der Regierung und ihrem Verhalten seit Krisenbeginn. Ich hätte ein anderes Auftreten erwartet und bin froh, dass es nicht so rausgekommen ist.
    Geändert von Lällekönig (13.03.2020 um 16:36 Uhr)
    Vormals rot|blau

  17. #587
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Das Coronavirus wäre für die Uni Basel eh mal eine ideale Gelegenheit den Sinn und Nutzen von Präsenzvorlesungen zu überdenken. Man sitzt häufig völlig überfüllt in einem stickigen Raum, versteht die Dozenten, die meist mit der Nutzung eines Mikrofons überfordert sind, kaum und stört sich an den Kommilitonen, welche die Vorlesung mit einem Picknick verwechselt haben.

    Seien wir ehrlich, die Veranstaltungsform Vorlesung stammt aus einer Zeit, wo einer ein Buch besass, und dem Rest daraus vorlas, weil dies die einfachste Methode war, das Wissen aus diesem Buch zu verbreiten. Und seither haben wir nicht nur eine mediale Revolution durchlebt. Didaktisch ist es völlig unsinnig und auch extrem unökonomisch. Es wäre viel besser, die Inhalte online im Form eines Videoessays zu verbreiten. Um mit den Mitstudierenden und Dozierenden in Kontakt zu treten, sind Seminare völlig ausreichend und für einen Wissensaustausch auch viel fruchtbarer als eine Vorlesung mit 50+ Personen.
    Nid füre Lohn, für d'Region

  18. #588
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Zitat Zitat von Fulehung Beitrag anzeigen
    Die ganze Medienkonferenz wirkt - vor allem im Vergleich zu Österreich 2 Stunden vorher - ziemlich unbeholfen. Also der Gemeinderat im unteren Gürbetal (wer NZZ am Sonntag liest kennt die Kolumne) würde öppen auch so sprechen. Aaaaaaaaaaber... dieser nur halb-autoritäre Stil, der immer wieder auf irgendwelche externe Experten verweist (Man hat uns das halt mal gesagt und wir haben das geglaubt und nun glauben wir das Gegenteil), ist wohl tatsächlich der beste Stil um die Schweiz durch eine grosse Krise zu führen.

    Hopp Schwiiz!

    Lägg, bisch du e Wuetbürger in Reinkultur. Willsch di nid ändglig mol vollzitmässig ins Blickforum verabschiede.
    Nid füre Lohn, für d'Region

  19. #589
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Entweder so (absagen) oder in Form von einer Tele-Vorlesung weiter anbieten. Präsenzveranstaltungen gehen einfach nicht.
    Digital geht's schon weiter. Anscheinend sollen die Vorlesungen vom Dozenten aufgenommen und als Audio Datei zur Verfügung gestellt werden.

  20. #590
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Weil wir auch auf Händeschütteln verzichten sollten.

    Es gilt vermeidbare Ansteckungen zu minimieren und die Massnahmen so zu gestalten, dass die daraus resultierende Last (Kosten, andere Ansteckungen, Verlust an Lebensqualität, Freiheit, etc.) so gering wie möglich ausfallen. Der Verlust eines organisierten Ligabetriebes ist ein kleiner Einschnitt in die persönliche Freiheit. Jeder der betroffenen Spieler kann sich weiterhin auf dem Fussballplatz mit Freunden verabreden und Fussball spielen. Aber der Druck, spielen zu müssen, fällt von der individuellen Entscheidung ab. Ausserdem nimmt die Zahl der involvierten Personen und die Reisebewegung ab.
    Man darf nicht vergessen dass es auch bei Absagen usw. Lasten gibt. Keine TV-Gelder mehr. Keine Werbung im TV. Zumal die Wirtschaft schon genug leidet.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  21. #591
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Sind jene, die anfänglich das Krisenmanagement unsere Regierung in den höchsten Tönen gelobt haben, immer noch der Meinung, dass sie einen tollen Job machen?

    Die Schweiz und Europa haben meiner Meinung nach organisatorisch auf der ganzen Linie versagt. Wenn man dieses Virus für eine solch grosse Bedrohung hält, dann hätte man von Anfang an radikale Massnahmen treffen müssen, wie sie unsere Regierung nun nach gut zwei Wochen mit dem Virus im Land verordnet. Aber dieses bisher praktizierte "mir lueged jetzt emal, wie sich's entwicklet", um dann die Massnahmen von Tag zu Tag zu verschärfen, erachte ich für (politisch motivierte) Alibi-Übungen.

    Man muss weiss Gott kein ausgebildeter Arzt oder Virologe sein, um zu wissen, dass sich ein solcher Virus in Windeseile verbreitet. Das erleben wir bei anderen Krankheiten wie Masern oder der normalen Grippe ja fast jedes Jahr. Dass sich dieser Virus, nachdem er einmal in Europa angekommen war, nicht mehr würde aufhalten lassen, konnte man sich beim besten Willen ausmalen. In der heutigen PK hat Parmelin von Milliardenbeträgen gesprochen, mit dem der Bund nun Betriebe und Privatpersonen aufgrund der neuen Massnahmen wird unterstützen müssen. Dass diese Beträge so hoch ausfallen, hat unsere Regierung mit zu verantworten.

    Was ich nach wie vor noch nicht verstehe... Bei der jährlich wiederkehrenden Grippe, welche ja mehr oder weniger die gleiche Zielgruppe bedroht und für diese prozentual vielleicht leicht weniger letal ausgeht, wird nicht ein ganzes Land, ein ganzer Kontinent oder ja, sogar der ganze Erdball in den Ausnahmezustand versetzt. Weshalb macht man dies mit diesem Corona-Virus?

  22. #592
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Was ich nach wie vor noch nicht verstehe... Bei der jährlich wiederkehrenden Grippe, welche ja mehr oder weniger die gleiche Zielgruppe bedroht und für diese prozentual vielleicht leicht weniger letal ausgeht, wird nicht ein ganzes Land, ein ganzer Kontinent oder ja, sogar der ganze Erdball in den Ausnahmezustand versetzt. Weshalb macht man dies mit diesem Corona-Virus?
    Weil es im ersteren Fall einen Impfstoff gibt, beim letzteren jedoch noch nicht. Ehrlich, wenn man solch banale Zusammenhänge nicht begreift, sollte man mit der Kritik an den Massnahmen eher sparsam umgehen.
    Nid füre Lohn, für d'Region

  23. #593
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Man darf nicht vergessen dass es auch bei Absagen usw. Lasten gibt. Keine TV-Gelder mehr. Keine Werbung im TV. Zumal die Wirtschaft schon genug leidet.
    Absage und die Clubs haben keine TV-Gelder … oder … Zulassen und die TV-Gelder fliessen noch kurz, bevor sich Clubs anstecken, in Quarantäne gehen und sich selbständig aus den Wettbewerben verabschieden müssen, vielleicht die Erkrankung nicht gleich erkennen und noch weitere Personen des Wirtschaftslebens anstecken?

    Was be- oder entlastet die eh schon leidende Wirtschaft mehr?
    Vormals rot|blau

  24. #594
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Weil es im ersteren Fall einen Impfstoff gibt, beim letzteren jedoch noch nicht. Ehrlich, wenn man solch banale Zusammenhänge nicht begreift, sollte man mit der Kritik an den Massnahmen eher sparsam umgehen.
    Ja, super. Und dank dieses Super-Impfstoffes steht die saisonale Grippe fast vor dem Aussterben... Habe jetzt keine Lust zu googeln, aber Du weisst so gut wie ich, dass jährlich Hundertausende an der Grippe sterben. Dein Argument kannst Du also rauchen.

  25. #595
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Was ich nach wie vor noch nicht verstehe... Bei der jährlich wiederkehrenden Grippe, welche ja mehr oder weniger die gleiche Zielgruppe bedroht und für diese prozentual vielleicht leicht weniger letal ausgeht, wird nicht ein ganzes Land, ein ganzer Kontinent oder ja, sogar der ganze Erdball in den Ausnahmezustand versetzt. Weshalb macht man dies mit diesem Corona-Virus?
    Die Grippe verbreitet sich weniger schnell als das Coronavirus, zudem gibt es dort bereits bestehende Impfungen dagegen. Man kennt das Coronavirus noch zu wenig gut, aber es geht darum, dass nicht alle Menschen gleichzeitig daran erkranken und so das Gesundheitssystem überlasten. Gewiss, viele Fälle laufen mild ab, aber bei den schwerwiegenden Fällen will und muss man die auf einen längeren Zeitraum strecken, sodass nicht alle gleichzeitig hospitalisiert werden müssen und so das Gesundheitspersonal sowie -system überlasten. Es gilt das exponentielle Wachstum so weit wie möglich auf einen längeren Zeitraum zu strecken, um so Zeit und Ressourcen zu gewinnen.

  26. #596
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Habe jetzt keine Lust zu googeln, aber Du weisst so gut wie ich, dass jährlich Hundertausende an der Grippe sterben.
    Und das würde ganz anders aussehen, wenn niemand geimpft oder sonst immun wäre.

  27. #597
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Das Coronavirus wäre für die Uni Basel eh mal eine ideale Gelegenheit den Sinn und Nutzen von Präsenzvorlesungen zu überdenken. Man sitzt häufig völlig überfüllt in einem stickigen Raum, versteht die Dozenten, die meist mit der Nutzung eines Mikrofons überfordert sind, kaum und stört sich an den Kommilitonen, welche die Vorlesung mit einem Picknick verwechselt haben.

    Seien wir ehrlich, die Veranstaltungsform Vorlesung stammt aus einer Zeit, wo einer ein Buch besass, und dem Rest daraus vorlas, weil dies die einfachste Methode war, das Wissen aus diesem Buch zu verbreiten. Und seither haben wir nicht nur eine mediale Revolution durchlebt. Didaktisch ist es völlig unsinnig und auch extrem unökonomisch. Es wäre viel besser, die Inhalte online im Form eines Videoessays zu verbreiten. Um mit den Mitstudierenden und Dozierenden in Kontakt zu treten, sind Seminare völlig ausreichend und für einen Wissensaustausch auch viel fruchtbarer als eine Vorlesung mit 50+ Personen.
    Volle Zustimmung. Gilt im übrigen bereits für Gymis, wobei man dort natürlich einen etwas anderen Präsenz / Remote Mix hätte.

  28. #598
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Ja, super. Und dank dieses Super-Impfstoffes steht die saisonale Grippe fast vor dem Aussterben... Habe jetzt keine Lust zu googeln, aber Du weisst so gut wie ich, dass jährlich Hundertausende an der Grippe sterben. Dein Argument kannst Du also rauchen.
    Hey guess what, auch wenn du es vielleicht nicht mitbekommst, aber es wird jährlich viel dafür getan, dass eine Ansteckung der saisonalen Grippe möglichst bei den Risikogruppen verhindert wird. Dass im Sinne einer Güterabwegung logischerweise nicht jedes Jahr die aktuellen Massnahmen zum Einsatz kommen, dürfte eigentlich auch jedem klar sein.
    Nid füre Lohn, für d'Region

  29. #599
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Gascht Beitrag anzeigen
    Und das würde ganz anders aussehen, wenn niemand geimpft oder sonst immun wäre.
    Na ja, soviel besser macht das die Sache nicht, wenn trotzdem jährlich Hundertausende sterben. Nicht dass ich mir das wünsche, aber warum versucht man diese Hundertausende nicht jedes Jahr besser zu schützen, indem man z.B. die saisonale Grippe mit Veranstaltungsverboten einzudämmen versucht?

    Und à propos Grippe-Impfungen: ich kenne mehrere Leute, die gegen Grippe geimpft sind und seit sie geimpft sind jeweils den ganzen Winter hindurch erkältet sind. Diggi Sach, diese Impfung!

  30. #600
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Sind jene, die anfänglich das Krisenmanagement unsere Regierung in den höchsten Tönen gelobt haben, immer noch der Meinung, dass sie einen tollen Job machen?
    Je nachdem, wo du deine Meinung hast, war ich dir zu Beginn vielleicht zu lobend, während mich andere damals als zu kritisch sahen. Ich kann nicht für andere sprechen, aber ich bin der Regierung anfänglich kritischer gegenüber gestanden, als ich es jetzt bin. Aber aus anderen Gründen. Die Kommunikation verbessert sich, die Massnahmen werden vermehrt in Kontexte gesetzt und passen sich laufend an. Ich gewinne zur Zeit eher Vertrauen, als ich es verliere.

    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Die Schweiz und Europa haben meiner Meinung nach organisatorisch auf der ganzen Linie versagt. Wenn man dieses Virus für eine solch grosse Bedrohung hält, dann hätte man von Anfang an radikale Massnahmen treffen müssen, wie sie unsere Regierung nun nach gut zwei Wochen mit dem Virus im Land verordnet. Aber dieses bisher praktizierte "mir lueged jetzt emal, wie sich's entwicklet", um dann die Massnahmen von Tag zu Tag zu verschärfen, erachte ich für (politisch motivierte) Alibi-Übungen.
    Versagt halte ich für eine übertriebene Kritik. In einer solchen Krise gibt es kein richtig oder falsch. Nur besser oder schlechter. Aber wie hättest du die Dringlichkeit von radikalen Massnahmen zu Beginn begründet, ohne eine Panik auszulösen? Du hast ja mitbekommen, was schon alleine das Massenveranstaltungsverbot und seine Folgen für die Fasnacht und den Fussball hier für Zustände ausgelöst haben. Ich denke, man hätte besser reagieren können. Aber auch massiv viel schlechter, daher ist es für mich kein Versagen.

    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Man muss weiss Gott kein ausgebildeter Arzt oder Virologe sein, um zu wissen, dass sich ein solcher Virus in Windeseile verbreitet. Das erleben wir bei anderen Krankheiten wie Masern oder der normalen Grippe ja fast jedes Jahr. Dass sich dieser Virus, nachdem er einmal in Europa angekommen war, nicht mehr würde aufhalten lassen, konnte man sich beim besten Willen ausmalen. In der heutigen PK hat Parmelin von Milliardenbeträgen gesprochen, mit dem der Bund nun Betriebe und Privatpersonen aufgrund der neuen Massnahmen wird unterstützen müssen. Dass diese Beträge so hoch ausfallen, hat unsere Regierung mit zu verantworten.
    Wären die Beträge sinnvoller beim Militärbudget geblieben, welche sie aufgewendet hätten um Notrecht durchzusetzen und/oder Panik zu unterbinden? Wir sind ein freieres Land als China und das lob ich mir. Das hat aber auch zur Folge, dass eine Massnahme von der Bevölkerung verstanden werden muss. Wenn das Verständnis nicht da ist, wir aber auf unserer Freiheit beharren, dann wären die Chancen für Ignoranz und/oder Panik grösser gewesen. Nicht zwingend, nur grösser. Aber dieses Risiko wäre es mir nicht wert gewesen.

    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Was ich nach wie vor noch nicht verstehe... Bei der jährlich wiederkehrenden Grippe, welche ja mehr oder weniger die gleiche Zielgruppe bedroht und für diese prozentual vielleicht leicht weniger letal ausgeht, wird nicht ein ganzes Land, ein ganzer Kontinent oder ja, sogar der ganze Erdball in den Ausnahmezustand versetzt. Weshalb macht man dies mit diesem Corona-Virus?
    Weil bei der zwar gleichen bedrohten Zielgruppe, die höheren Fallzahlen und der zeitlich höheren Ereignisdichte das Gesundheitssystem kollabieren lässt. Es würde einen wunden Punkt unserer Gesellschaft offenbaren. Die Folge wäre ein massiver Vertrauensverlust in die Gesellschaft und das System. Wer weiss, wohin das führen könnte? Ich, und da bin ich bestimmt in der Minderheit, wäre bereit gewesen, unsere Gesellschaft und das System komplett und radikal zu hinterfragen. Aber es ist wohl besser, diese Fragen langsam ins Bewusstsein rücken zu lassen und in durch die Krise gezwungenermassen, aber langsamer zu stellen.
    Vormals rot|blau

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