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Thema: Corona Virus

  1. #361
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Ich klinke mich hier auch mal ein, auch wenn du Mundharmonika fragst.

    Ja, die Hysterie war schon vorher da. Der Bund hat diese nicht ausgelöst. Er hat viel unternommen, die Hysterie zu bremsen oder reduzieren, aber es wäre mehr möglich gewesen. Ich beschreibe dir mal, was ich mir unter einer optimalen Reaktion vorstellen würde, ohne eine konkrete Massnahme zu nennen. Dann siehst du vielleicht, welche Prinzipien im Krisenmanagement ich vernachlässigt sah.

    Die Kommunikation hätte von Anfang folgendem Narrativ folgen sollen: «Das Virus wird kommen, wir können es nicht aufhalten. Aber es ist nicht schlimm, wenn wir richtig damit umgehen und solidarisch reagieren. Jeder wird sich einschränken und Opfer bringen müssen. Wir werden dies koordinieren, um die entstehenden Folgeschäden für die Schweiz so gering wie möglich zu halten und werden uns solidarisch jenen gegenüber zeigen, die es am Ende härter getroffen hat. Zusammen können wir erreichen, dass die Folgen sich im Rahmen einer Grippeepidemie bewegen.» Dieses Narrativ wäre so in etwa die offenste Kommunikation, die ich mir vorstellen kann, hätte Bürger in die Verantwortung mit einbezogen und gleichzeitig beruhigt, weil es ein zielgerichtetes Handeln, ein Ende der Krise und eine über die Krise hinausreichende Solidarität verheisst. Es wäre ein Narrativ, welches über die gesamte Dauer und sich ändernde Umstände hätte aufrecht gehalten werden können.

    Die Massnahmen hätte früher aber in leichterer Form einsetzen sollen und mit gleichmässigerer Lastenverteilung ausgesprochen werden. Massnahmen hätten auch jeweilig graduell hochgefahren werden sollen und immer an mehreren Fronten gleichzeitig.

    Was das hätte bringen sollen? Ohne Wechsel des Narrativs und unter zeitgleicher Veränderung der Massnahmen an verschiedenen Orten, aber in kleinen Schritten, hätte die Schweiz viel flexibler und adäquater reagieren und mehr Vertrauen aufbauen können. Es geht darum, glaubwürdig zu bleiben.

    Wie sähe so ein gradueller Anstieg nun an den Grenzen aus? Ich könnte mir sowas vorstellen: Zuerst keine Touristenvisa aus den Risikogebieten > auch Abweisen von Leuten, die für einen touristischen Zweck kein Visum brauchen (Italien) > Zutritt nur für Personen mit Arbeitsnachweis > nur Personen mit Arbeitsnachweis in relevanten Sektoren (Gesundheit, Energie, etc.).

    Ähnlich graduell hätte es auch mit der Sicherheit für Alten gehen können, für Veranstaltungen, für den öffentlichen Verkehr, etc. Ein langsames Vorbereiten darauf, dass sich etwas ändert, indem ein Detail geändert wird, ist nicht beunruhigend, solange die Kommunikation passt, es kann auch einfacher angenommen werden. Zu sehen, dass es immer gleichzeitig auch einen anderen Sektor betrifft und nicht nur einem selbst, erzeugt Verständnis und stärkt den Solidaritätsgedanken.

    Ich finde es gut, dass die Kinder offen darüber reden. Ich fände es schlecht, wenn sie die Hysterie übernehmen, aber ein offenes und informierendes Gespräch würde ich Kindern jederzeit zumuten, solange man selbst in der Lage ist, ihre Ängste zu beruhigen. Wenn die Kinder die Grosseltern in den ersten Besuchen nicht umarmen und küssen dürfen, danach weniger oft besuchen und zum Peak gar nicht besuchen dürfen, sehe ich keine Probleme, solange man ihnen die Umstände ruhig erklären kann.

    Ich hoffe du verstehst nun, warum ich zum Teil einseitige Massnahmen ankreide. Nicht, weil ich die Massnahme für sich alleine betrachtet blöd finde. Sondern weil ich den Kontext, in dem sie ausgesprochen wurde, nicht passend finde. Ich bin fast nie aus Prinzip für oder gegen etwas, es ist immer das Mass, die Zeit, der Kontext, die mich dazu bringen, von etwas mehr oder weniger zu wollen. Weil alles relativ und nicht absolut ist. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass ein gleichmässig verteiltes und graduelles Reagieren, die beste Art gewesen wäre, das Bewusstsein für den Umstand zu schaffen, die Massnahmen effizienter gewesen wären, weil sie ernsthafter befolgt würden und am ehesten nur so lange in Kraft geblieben wären, wie sie es sie benötigt hätte.
    ja, ist im Grossen und Ganzen gut nachvollziehbar.

  2. #362
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    Zitat Zitat von RvP_10 Beitrag anzeigen
    Danke. Weiss auch nicht warum hier so viele auf den "Unsere Clowns in Bern wissen es am besten und machen nur das Richtige"-Zug aufgesprungen sind??
    Naja, mit "Clowns" zeigst du ja bereits, dass du voreingenommen an die Sache herangehst.

    Nochmal: Nur weil man den ÖV zulässt, heisst das noch lange nicht, dass die Absage der Fasnacht falsch war. Eben weil man abgewägt hat, wie viel man der Gesellschaft zumuten kann/soll oder eben nicht.

  3. #363
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    Zitat Zitat von Fulehung Beitrag anzeigen
    Wo genau siehst du eine Hysterie? Etwa in der Tatsache, dass ein Teil der Bevölkerung die Vorräte etwas aufgestockt hat und vor allem Seife, Desinfektionsmittel und Gemüse-Konserven gekauft hat? Ich habe übrigens vor allem Letzteres gekauft im Wissen, wie vor allem Rentner in den Läden mit offenem Gemüse umgehen (war ja hier auch schon ein Thema). In meinem Umfeld beobachte ich deutlich: Die Familien mit italienischen Wurzeln reagieren viel vorsichtiger als typische "Eidgenossen" oder "Jugos". Das liegt nun mal an der Situation im Mutterland Italien. Und wenn wir 800 000 Italiener in der Schweiz sind, macht sich das halt auch in den Läden und in den Apotheken bemerkbar. La Mamma macht sich derzeit nun mal Gedanken, ob bald auch ganze Kantone unter Hausarrest gestellt werden. Diese Sorgen lassen sich nicht von keiner Regierung beseitigen - und sind in meinen Augen gar nicht mal so unangebracht.
    die Hysterie ist in Hamsterkäufen zu sehen und in unzähligen Leserkommentaren. Ausserdem bin ich nicht einmal der Meinung, dass es hier besonders hysterisch zugeht, ich beziehe mich nur auf den Vorwurf, die Hysterie ist eine Folge der Massnahmen des BR.

  4. #364
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Da liefere mir doch umgekehrt einmal Argumente, wieso Du das Krisenmanagement so besonders gut findest. Ich bin echt gespannt.

    In den letzten 20 Jahren bekamen wir es schon mit SARS, der Vogelgrippe und der Schweinegrippe zu tun. Man dürfte also annehmen, dass sich die Schweiz und Europa mit diesem Thema auseinander gesetzt haben für den Fall, dass einmal eine neue, vielleicht gefährlichere Epidemie auf Europa zukommt. Die aktuelle Situation zeigt aber genau das Gegenteil. Jedes Land und in der Schweiz bis vor kurzem sogar jeder Kanton handhabt die Situation auf seine Art und Weise. Da gibt es (noch) keinerlei gemeinsame Absprachen geschweige denn eine internationale Koordinationsstelle. Wären die Auswirkungen beim Corona-Virus ähnlich fatal wie bei Ebola, dann würde auf unserem Kontinent das totale Chaos herrschen.

    Das Krisenmanagement, das Du so lobst, hat bisher in erster Linie reagiert und die Massnahmen immer wieder den neuen Gegebenheiten angepasst. Anfänglich wollte man bei jedem Infiszierten wissen, wo er sich angesteckt hat. Mittlerweile nur ein paar Tage später fordert man die Leute auf, nicht mehr gleich zum Arzt oder ins Spital zu rennen, weil man mit den Tests nicht mehr nachkommt. Das Virus verbreitet sich weiter, da haben auch die bisher getroffenen Massnahmen nicht viel genützt. Man befürchtet, dass bei einer weiteren Ausbreitung nicht genügend Spitalbetten zur Verfügung stehen könnten. Kurzum; das Krisenmanagement der Schweiz sowie grundsätzlich der ganze Kontinent vermittelt mir nicht den Eindruck, dass wir auf eine solche Situation besonders vorbereitet gewesen wären.

    Ich bin mir sicher, dass es nach der Corona-Krise diesbezüglich in Europa ein Umdenken geben wird. Es wird ein zentraler Krisenstab oder eine zentrale Anlaufstelle oder etwas Ähnliches geben müssen, damit man für die Ankunft des nächsten Krankheitserregers besser gewappnet ist.
    Moment, ich sage ja gar nicht, dass das Krisenmanagement besonders gut ist! Ganz und gar nicht! Das legst du mir nun in den Mund, weil du eben keine Argumente liefern kannst.

    Ich sage nur: wenn man behauptet, dass das Krisenmanagement schlecht ist, muss man bessere Argumente liefern als die, die du gebracht hast.

    Ich bin auch nicht unbedingt der Meinung, dass das Veranstaltungsverbot richtig war/ist - aber es per se zu verteufeln bloss weil der ÖV immer noch stattfindet, ist für mich einfach nicht schlüssig.

    Wo ich mit dir bin: ich denke auch, dass man einige Lehren aus dieser Geschichte ziehen muss und auch wird.

  5. #365
    Neuer Benutzer Avatar von Der Schnitter
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    Frohlocket, frohlocket! Es wird alsbald die Sense wieder geschwungen, reicht mir die Hände!
    Es ist ein Schnitter,
    Der heißt Tod,
    Hat G'walt vom großen Gott.
    Heut wetzt er das Messer,
    Es schneidt schon viel besser,
    Bald wird er drein schneiden,
    Wir müßens schon leiden.
    Was heut noch grün
    Und frisch dasteht,
    Wird morgen weggemäht:
    Viel hunderttausend
    Ungezählt,
    Trutz Tod, komm her,
    Ich fürcht dich nit!
    Komm her und tu den Schnitt!

  6. #366
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    Zitat Zitat von RvP_10 Beitrag anzeigen
    Weiss auch nicht warum hier so viele auf den "Unsere Clowns in Bern wissen es am besten und machen nur das Richtige"-Zug aufgesprungen sind??
    Wer sagt denn, dass alles nur richtig sei, was die beschlossen haben? Ich habe bislang in dieser Hinsicht hier nur voten gelesen, die der Meinung sind, dass die Massnahmen wahrscheinlich nicht falsch seien und noch immer zurückhaltend gehandelt wurde und wird. Bedeutet nicht, dass alles super sei. Ist auch gar nicht möglich in solchen Situationen. Also ich vertraue da durchaus auch eher den Clowns in Bern, statt den Clowns im Internet.

    Und über das von dir zitierte Beispiel: Das Einstellen des ÖV, Abschottung usw. hätte viel weitreichendere Folgen gehabt und wäre zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich kaum angemessen. Aber das haben Feanor und zig andere doch schon dutzende Male scheinbar erfolglos zu erklären versucht. Aber keine Sorge, das würde im Pandemiefall garantiert auch noch irgendwann geschehen. Daher können wir doch froh sein, dass statt blindem Aktionismus mit Bedacht gewaltet wurde. Das lustige ist ja, dass ihr dem BAG Panikreaktionen vorwerft, obwohl das nie passiert ist, und gleichzeitig mit dem Einstellen des ÖV usw. eine eben ganz genau solche Panikreaktion indirekt fordert, als Legitimation der ersten Massnahmen.

  7. #367
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    Zitat Zitat von Feanor Beitrag anzeigen
    die Hysterie ist in Hamsterkäufen zu sehen und in unzähligen Leserkommentaren. Ausserdem bin ich nicht einmal der Meinung, dass es hier besonders hysterisch zugeht, ich beziehe mich nur auf den Vorwurf, die Hysterie ist eine Folge der Massnahmen des BR.
    Na ja, ausser vielleicht bei der Seife wird im Coop und Migros nicht mehr eingekauft, sondern anders eingekauft. Frischwaren bleiben eher liegen, Tiefkühlregal und Regal mit Konservendosen schneller leer. Es braucht jetzt halt einige Tage, bis die Grossverteiler ihre Warenbestände entsprechend anpassen können.

  8. #368
    Erfahrener Benutzer Avatar von Patzer
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  9. #369
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Zitat Zitat von Tee Beitrag anzeigen
    Deutschland liegt zwei Wochen hinter uns, wir zwei Wochen hinter Italien. Das Virus kommt ja grundsätzlich über Italien. Somit kann man die Zahlen nicht 1 zu 1 am selben Tag vergleichen. Abwarten, wie es in zwei Wochen ausschaut.
    Stimmt so nicht, einer der "Patienten 0" für Europa kommt wohl aus München.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  10. #370
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von nobilissa Beitrag anzeigen
    ... Jedes Virus verhält sich anders - bedeutet: virusspezifische angepasste Massnahmen. ...
    Und diese virusspezifische angepasste Massnahmen lauten nur ein paar Kilometer weiter in Deutschland und Frankreich dann anders? Macht für mich überhaupt keinen Sinn.

    Zitat Zitat von nobilissa Beitrag anzeigen
    Die Schweiz kocht doch nicht einfach so ein eigenes Süppchen. Da wird doch schon lange kontinentübergreifend debattiert.
    Davon merkt man im Moment aber reichlich wenig. In einem Land werden Grossveranstaltungen wie Fussballspiele abgesagt, im anderen nicht. Schulen zu schliessen halten dann wiederum andere Länder für richtig, während die Schweiz dies nicht für notwendig hält. Im Moment herrscht doch überhaupt kein einheitliches Verhalten. Die von Dir genannte kontinentalübergreifende Debatte scheint nicht wirklich gefruchtet zu haben.

    Zitat Zitat von Feanor Beitrag anzeigen
    Moment, ich sage ja gar nicht, dass das Krisenmanagement besonders gut ist! Ganz und gar nicht! Das legst du mir nun in den Mund, weil du eben keine Argumente liefern kannst.

    Ich sage nur: wenn man behauptet, dass das Krisenmanagement schlecht ist, muss man bessere Argumente liefern als die, die du gebracht hast.
    Du bisch e Glatte... Wie oft soll ich mich denn noch wiederholen? Nochmals: dieses Krisenmanagement passt sich einfach den jeweils neuen Gegebenheiten an und erlässt dann irgendwelche neue Massnahmen. Alles ziemlich improvisiert. Noch schlimmer; ich finde es erschreckend, dass aufgrund der bereits erlebten Grippen der letzten 20 Jahre (SARS, Vogel- und Schweinegrippe) kein eigentlicher Masterplan zu erkennen ist. Das bezieht sich aber nicht nur auf das Schweizer Krisenmanagement, sondern auf das komplette europäische Krisenmanagement. Ganz offensichtlich war man für eine solche Epidemie zu wenig vorbereitet. Jedes Land wurstelt ein wenig rum und macht das, was es für am sinnvollsten hält.
    Geändert von Mundharmonika (09.03.2020 um 12:28 Uhr)

  11. #371
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tee
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Stimmt so nicht, einer der "Patienten 0" für Europa kommt wohl aus München.
    Der Patient 0 aus Deutschland und sein Umfeld wurden sofort erfolgreich isoliert. Somit stimmt meine Aussage schon.
    Sali zämme.

  12. #372
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Stimmt so nicht, einer der "Patienten 0" für Europa kommt wohl aus München.
    Ist wie bei einem Rennen. Der Startzeitpunkt alleine hat kaum Relevanz, wenn man während dieser Zeit beinahe stehen bleibt und sich nicht bewegt.

    Epidemien laufen nicht überall gleich schnell ab. Gerade beim allerersten Patienten kann eine Massnahme einen wesentlichen Unterschied ausmachen und die weitere Dynamik sogar unterbrechen. Wenn «Patient 0 für Deutschland/Europa» keine weiteren oder nur bekannte und unmittelbar in Quarantäne versetzte Personen anstecken konnte, wurde diese Ansteckungskette erfolgreich isoliert/eliminiert. Aber dieses Mass an Kontrolle ist schon nach wenigen Gliedern der Ansteckungskette erschöpft. Italien hat diesen zeitlichen Vorsprung, weil der «Patient 0 für Italien» eben Leute anstecken konnte. Der Virus in Italien schneller in seinen «Performance Bereich» gelangen konnte.
    Vormals rot|blau

  13. #373
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Der Temperatur-Effekt (Frühjahrs- oder Sommer-Effekt) könnte für das SARS-CoV-2 anscheinend geringer ausfallen, als bis anhin vermutet/gehofft wurde. Dies teilte heute jedenfalls Drosten in seinem Update mit. Anscheinend kam eine Modellierungs-Studie einer rennomierten Gruppe heraus, der er viel Vertrauen entgegenbringt und darum seine bisherige Einschätzung revidiert.

    Ausserdem vermutet er, dass das Virus in Italien schon länger unentdeckt zirkulieren konnte.

    Ich kann den Podcast nur weiterempfehlen. Informativ, unaufgeregt und aus epidemiologischer Sicht sehr fundiert.
    Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten
    Vormals rot|blau

  14. #374
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    keine ahung ob das schon mal gepostet wurde, ist ein corona dashboard, entwickelt von einem 17 jährigem, der es bis zu 6h täglich updated

    https://ncov2019.live/data

  15. #375
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tee
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    https://www.arcgis.com/apps/opsdashb...23467b48e9ecf6

    hier mit Karte (wobei diese aktuell gerade nicht zu funktionieren scheint)
    Sali zämme.

  16. #376
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    Zitat Zitat von Tee Beitrag anzeigen
    https://www.arcgis.com/apps/opsdashb...23467b48e9ecf6

    hier mit Karte (wobei diese aktuell gerade nicht zu funktionieren scheint)
    du hast auch in meinem dashboard oben eine karte, einfach auf map klicken und die funktioniert

  17. #377
    Erfahrener Benutzer Avatar von Schambbediss
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    unser rückspiel im joggeli gegen frankfurt findet nicht statt.
    MSNK - Die Bewegung des löblichen Mannes!

    MSNK Member Präsi

  18. #378
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    Neulich in Thun:

    Update Coronavirus - U21A-Mitglied mit Coronavirus infiziert

    Der erste Corona-Fall im Unihockey ist Tatsache: Ein Mitglied der U21A-Mannschaft vom UHC Thun ist gestern Freitagabend positiv auf das Coronavirus getestet worden.
    Die betroffene Person wurde umgehend unter Quarantäne gestellt. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Die beiden U21A-Playout-Spiele vom Wochenende gegen Alligator Malans wurden verschoben.
    Wie es in dieser Serie weitergeht, wird in der kommenden Woche geklärt. Die Taskforce von swiss unihockey entscheidet jeweils unter Berücksichtigung der zum Entscheidungszeitpunkt aktuellen Ausgangslage. Dadurch kann sich die Entscheidungsgrundlage im zeitlichen Verlauf verändern (Quelle www.swissunihockey.ch).
    Alle Mitglieder der betreffenden Mannschaft (U21A UHC Thun) dürfen an diesem Wochenende die MUR-Halle nicht besuchen und müssen auch keine Helfereinsätze leisten. Der Vorstand beobachtet die aktuellen Entwicklungen weiterhin aufmerksam und beurteilt die Situation fortlaufend.
    Alle übrigen Spiele werden wie geplant durchgeführt. Über die Regelungen haben wir in dieser Woche bereits informiert (siehe Homepage).
    Wir wünschen allen Teams viel Erfolg!
    https://uhcthun.ch/de/News/Newsmeldung?newsid=73

  19. #379
    Erfahrener Benutzer Avatar von dasrotehaus
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Der Temperatur-Effekt (Frühjahrs- oder Sommer-Effekt) könnte für das SARS-CoV-2 anscheinend geringer ausfallen, als bis anhin vermutet/gehofft wurde. Dies teilte heute jedenfalls Drosten in seinem Update mit. Anscheinend kam eine Modellierungs-Studie einer rennomierten Gruppe heraus, der er viel Vertrauen entgegenbringt und darum seine bisherige Einschätzung revidiert.

    Ausserdem vermutet er, dass das Virus in Italien schon länger unentdeckt zirkulieren konnte.

    Ich kann den Podcast nur weiterempfehlen. Informativ, unaufgeregt und aus epidemiologischer Sicht sehr fundiert.
    Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten
    zum ersten: darauf habe ich bereits hingewiesen, dass es zwar wünschenswert wäre, wenn sich Sars - Cov -2 wie Influenza verhalten würde, es aber nicht gegeben ist.

    zum zweiten: diese Vermutung kommt auf, wenn man die Todesfälle mit der Anzahl Erkrankter korreliert. Es scheint doch eine beachtliche Dunkelziffer zu geben, was eben darauf hinweist, dass das Virus unentdeckt wirkte.
    Dies ist mit der doch grossen China-Diaspora in zB Mailand vereinbar.

  20. #380
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von dasrotehaus Beitrag anzeigen
    zum ersten: darauf habe ich bereits hingewiesen, dass es zwar wünschenswert wäre, wenn sich Sars - Cov -2 wie Influenza verhalten würde, es aber nicht gegeben ist.

    zum zweiten: diese Vermutung kommt auf, wenn man die Todesfälle mit der Anzahl Erkrankter korreliert. Es scheint doch eine beachtliche Dunkelziffer zu geben, was eben darauf hinweist, dass das Virus unentdeckt wirkte.
    Dies ist mit der doch grossen China-Diaspora in zB Mailand vereinbar.
    Bin gespannt, was die Grundlage dieser Modellierungsstudie ist. Die Zahlen auf der Südhalbkugel haben jedenfalls stetig zugenommen, dass man annehmen kann, dass es sich nicht mehr um reine Importe handelt, sondern sich auch vor Ort verbreitet. Ich bin bisher nicht von einem totalen Erliegen der Verbreitung ausgegangen, aber doch von einer deutlichen Verlangsamung. Wenn der Temperatur-Effekt aber geringe Auswirkungen haben sollte, kann dies für mich im Moment nur bedeuten, dass der Infektionsweg über Tröpfchen für den Virus wichtiger ist, als die Kontaktkontamination (Schmierinfektion), da die Funktionalität eines Viruses stärker ausserhalb des Wirtes (auf Oberflächen) durch den Temperatur-Effekt beeinflusst wird.

    Die Italiensache habe ich nur nochmals erwähnt, weil gerade der zeitliche Vorsprung diskutiert wurde und es im Podcast nochmals zu Sprache gekommen ist. Dein Einwurf mit der Mailänder China-Diaspora klingt sehr plausibel.
    Vormals rot|blau

  21. #381
    Erfahrener Benutzer Avatar von dasrotehaus
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    @Lällekönig: es spielen Tröpfchen und Kontakt eine Rolle, nicht hingegen Aerosol, daraus leiten sich die Massnahmen ab: social distancing und Händehygiene:
    http://www.infekt.ch/content/uploads...ingscheidt.pdf

  22. #382
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von nobilissa Beitrag anzeigen
    Unglaublich anmassend von vielen zu meinen, es besser wissen zu können als ausgebildete und vernetzte Epidemiologen, Virologen und Mediziner.
    Es mag anmassend sein, Dinge fallweise zu hinterfragen. Aber Dinge aus Prinzip nicht zu hinterfragen, wenn sie von einigen 'ausgebildeten und vernetzten' Menschen verkündet werden, ist... (kann jeder nach seinem Gusto vervollständigen)

  23. #383
    Erfahrener Benutzer
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    Ganz Italien ab sofort unter Quarantäne!

    https://www.rainews.it/tgr/amp/artic...acde450d4.html

  24. #384
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tsunami
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    Zitat Zitat von Tsunami Beitrag anzeigen
    Ja, interssiert mich wirklich. Habe ich auch schon gemacht: per e-Mail habe ich auch nach 36 h keine Antwort erhalten und am Telefon konnte man mir dies auch nicht erklären, ebenso wenig wie die Frage, wer diese "Betroffenen Gebiete" eigentlich festlegt.

    Ich gehe von der WHO aus.
    Offenbar wurde meine Frage beim BAG intensiv diskutiert. Es stehen jetzt keine Länder mehr auf dieser dubiosen Liste:

    "Betroffene Gebiete: weshalb sind keine mehr definiert?

    In fast allen Regionen der Welt besteht das Risiko einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus. Deshalb definieren wir seit 9. März 2020 keine «betroffenen Gebiete» mehr."

    So, das macht mehr Sinn!

  25. #385
    Erfahrener Benutzer Avatar von dasrotehaus
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    Betroffene Gebiete:
    Zum einen ist die lokale übertragung Realität und zum zweiten ist das contact tracing nicht mehr realisierbar.

    Das klinische Bild entscheidet das Vorgehen. Und solidariscg verantwortungsvolles Handeln.

  26. #386
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Da liefere mir doch umgekehrt einmal Argumente, wieso Du das Krisenmanagement so besonders gut findest. Ich bin echt gespannt.

    In den letzten 20 Jahren bekamen wir es schon mit SARS, der Vogelgrippe und der Schweinegrippe zu tun. Man dürfte also annehmen, dass sich die Schweiz und Europa mit diesem Thema auseinander gesetzt haben für den Fall, dass einmal eine neue, vielleicht gefährlichere Epidemie auf Europa zukommt. Die aktuelle Situation zeigt aber genau das Gegenteil. Jedes Land und in der Schweiz bis vor kurzem sogar jeder Kanton handhabt die Situation auf seine Art und Weise. Da gibt es (noch) keinerlei gemeinsame Absprachen geschweige denn eine internationale Koordinationsstelle. Wären die Auswirkungen beim Corona-Virus ähnlich fatal wie bei Ebola, dann würde auf unserem Kontinent das totale Chaos herrschen.

    Das Krisenmanagement, das Du so lobst, hat bisher in erster Linie reagiert und die Massnahmen immer wieder den neuen Gegebenheiten angepasst. Anfänglich wollte man bei jedem Infiszierten wissen, wo er sich angesteckt hat. Mittlerweile nur ein paar Tage später fordert man die Leute auf, nicht mehr gleich zum Arzt oder ins Spital zu rennen, weil man mit den Tests nicht mehr nachkommt. Das Virus verbreitet sich weiter, da haben auch die bisher getroffenen Massnahmen nicht viel genützt. Man befürchtet, dass bei einer weiteren Ausbreitung nicht genügend Spitalbetten zur Verfügung stehen könnten. Kurzum; das Krisenmanagement der Schweiz sowie grundsätzlich der ganze Kontinent vermittelt mir nicht den Eindruck, dass wir auf eine solche Situation besonders vorbereitet gewesen wären.

    Ich bin mir sicher, dass es nach der Corona-Krise diesbezüglich in Europa ein Umdenken geben wird. Es wird ein zentraler Krisenstab oder eine zentrale Anlaufstelle oder etwas Ähnliches geben müssen, damit man für die Ankunft des nächsten Krankheitserregers besser gewappnet ist.
    Danke.
    Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich in meiner Naivität geglaubt habe, dass die Schweiz - als eines der wohlhabendsten Länder der Welt - auf eine Pandemie vorbereitet wäre. Glücklicherweise scheint die Tödlichkeit des neuen Coronavirus relativ gering, doch hat es mir dennoch die Augen geöffnet. Wenn ein tödlicheres Virus kommt, werden wir untergehen.

  27. #387
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Es mag anmassend sein, Dinge fallweise zu hinterfragen. Aber Dinge aus Prinzip nicht zu hinterfragen, wenn sie von einigen 'ausgebildeten und vernetzten' Menschen verkündet werden, ist... (kann jeder nach seinem Gusto vervollständigen)
    Es ging um das "besser wissen als die Fachleute" - das ist anmassend. / Hinterfragen bedeutet, die richtigen Fragen zu stellen, sach - und zielorientiert. Dazu muss man aber mit der Materie etwas vertraut sein.

  28. #388
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    Italien nun komplett abgeriegelt. Hoffentlich fruchtet das endlich mal schauen wie lange unsere lahme Regierung braucht um eine solche Massnahme zu entscheiden.

  29. #389
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    Zitat Zitat von lpforlive Beitrag anzeigen
    Italien nun komplett abgeriegelt. Hoffentlich fruchtet das endlich mal schauen wie lange unsere lahme Regierung braucht um eine solche Massnahme zu entscheiden.
    du wärst der erste der ab solcher Massnahme gross aufschreien würde
    EMBOLO <3

    Zitat Zitat von LeTinou Beitrag anzeigen
    ... Wenn du 100% vor allem geschützt werden willst kannst du dich gleich nach der Geburt in den Sarg legen und auf dem Tod warten.

  30. #390
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    Sind eigentlich überhaupt noch irgendwo in Europa an exponierten Orten mit zahlreichen Erkrankungen die Schulen und Universitäten offen? Ausser in der Schweiz natürlich? Gruss aus dem überfüllten Tram.

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