Zitat Zitat von Asselerade Beitrag anzeigen
beispiel: am dienstag im kassensturz wurde eine coiffeuse aus bern gezeigt, die nun den laden auf grund der massnahmen schliessen musste. sie wird nun sozialhilfe beantragen müssen und hat dort ihren kontostand mit "minus 1000) angegeben. das ganze wurde in den kontext der corona-krise gesetzt. d.h. eine woche nach schliessung des ladens, hat sie bereits minus 1000fr auf dem konto? darf da die frage nicht aufkommen, ob sie diesen laden dann überhaupt vermag?
Ich finde deinen Post über weite Strecken gut, aber hier würde ich weiter ausholen.

Diese Coiffeuse leistet reale Arbeit. Hatte sie die Chance oder die Voraussetzungen, einer anderen Arbeit nachzugehen? Will sie das Sozialsystem ausnutzen und einfach ein wenig Haareschneiden, weil ihr das gefällt oder sieht sie keinen anderen Weg, ihren Beitrag zu leisten? Ist es richtig, dass diese Arbeit so knapp entlöhnt wird?

Geld war mal eine Währung des Vertrauens und entsprach Dingen in der Realität. Darum hiess es: Fünfer oder Weggli?
Geld ist aber zusehends zu einem imaginierten Wert verkommen. Darum ist heute Fünfer und Weggli so problemlos denk- und umsetzbar.

Aber nur, weil Leute die reale Arbeit leisten kaum Geld dafür bekommen. Weil für viele gilt: Kein Fünfer und kein Weggli. Wie die Löhne des Pflegepersonals oder dieser Coiffeuse. Von der Ausbeutung der Arbeitskräfte anderer Länder ganz zu schweigen.