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Thema: Corona Virus

  1. #3451
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Schambbediss Beitrag anzeigen
    Mal 'ne frage:

    in meinem bekanntenkreis gibt es jemand der (auch wegen corona) momentan voll im QAnon wahn ist... hab dann mal gegooglet was das genau ist oder sein soll.
    was ist eure meinung dazu?
    Hat zwar wenig mit Corona zu tun, aber ich gebe trotzdem mal meinen Senf dazu.

    Die aktuellen Modelle, wonach heutige Gesellschaften funktionieren, führen unter anderem auch zu viel offensichtlich Falschem und Verwerflichem. Die (meiner Meinung nach simple) Erklärung, dass dieses Leid durch ein ungerechtes oder unmenschliches System ermöglicht wird und dass viele Menschen in der Lage sind, dieses Leid hinzunehmen oder zu verdrängen, statt es zu verhindern, ist einigen zu wenig schlüssig. Sie versuchen daher eine Ursache, einen Grund für dieses Leid zu finden und konstruieren sich so eine Theorie des personifizierten Bösen. Das Ausmass des Leides scheint nur noch so erklärbar zu sein. Auf diesem Nährboden gedeihen Narrative von bluttrinkenden, elitären Geheimbünden. Es schafft ein personifiziertes Feindbild, welches für dieses Leid verantwortlich ist und impliziert die Lösung, dass das Leid zu stoppen wäre, indem man sich dieser zum absolut Bösen hochstilisierten Personen einfach entledigte.

    Der grosse Erfolg der Bewegung basiert darauf, dass die Idee hinter QAnon darin besteht, «selbst» Fragen zu stellen und «selbst» zu beantworten. Also sämtliche bisher akzeptierte Realität per se in Frage stellt und neu auf dem Fundament der Erklärung dieses Leides (das Böse) aufzubauen. Dieses neu konstruierte Weltbild ist dann trügerisch «korrekt», weil ja alles neu miteinander verknüpft wurde, also einer neuen (scheinbaren) Logik folgt.

    Ich halte solche Bewegungen gesellschaftlich für sehr gefährlich, weil es zunehmend schwieriger wird, eine gemeinsame Basis zu finden. Es handelt sich meiner Meinung nach um eine Mechanik zur Generierung von Verschwörungstheorien, welche dank Fakenews, sozialen Medien und in Kombination mit real existierender systemischer Ungerechtigkeit zu Hochtouren aufläuft. Quasi eine wahrnehmungsverändernde Maschine auf Crack.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  2. #3452
    Erfahrener Benutzer Avatar von The_Dark_Knight
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    Interessantes Interview mit einem spanischen Arzt über die Zustände in den spanischen Spitälern.

    https://m.youtube.com/watch?v=wl9h-7MaLws
    Z'Basel an mym Rhy

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  3. #3453
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    Zitat Zitat von The_Dark_Knight Beitrag anzeigen
    Interessantes Interview mit einem spanischen Arzt über die Zustände in den spanischen Spitälern.

    https://m.youtube.com/watch?v=wl9h-7MaLws
    der arzt differenziert ganz klar zwischen den zuständen im frühling und denen jetzt.
    er bestätigt die momentan überall getätigten beobachtungen von weniger häufigen schweren verläufen.
    ausserdem bestätigt er die unzuverlässigkeit der pcr tests und dass willkürlich jeder getestet wird.

    auch meint er, dass die situation momentan in spanien kein pandemischer zustand sei und nicht, dass es generell keine pandemie gab/gibt.

    er erwartet einen weiteren (diesmal ungerechtfertigten?) lockdown im herbst/winter in spanien.
    STAYTHEFUCKSAFE!!!

    ... erkennt die gefährlichkeit des virus aber lasst euch nicht von all den unseriösen prognosen der experten verunsichern...

    ... eine kurz- oder mittelfristige lösung dieser pandemie und infodemie ist utopisch...

  4. #3454
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von ayrton_michael_legends Beitrag anzeigen
    der arzt differenziert ganz klar zwischen den zuständen im frühling und denen jetzt.
    er bestätigt die momentan überall getätigten beobachtungen von weniger häufigen schweren verläufen.
    ausserdem bestätigt er die unzuverlässigkeit der pcr tests und dass willkürlich jeder getestet wird.

    auch meint er, dass die situation momentan in spanien kein pandemischer zustand sei und nicht, dass es generell keine pandemie gab/gibt.

    er erwartet einen weiteren (diesmal ungerechtfertigten?) lockdown im herbst/winter in spanien.
    Ich sehe nicht, wo der Arzt die «Unzuverlässigkeit der PCR Tests» anspricht oder gar bestätigt.

    Ich verstehe ihn eher so, dass er zwischen einem pathologischen und einem diagnostischen Befund unterscheidet. Sich also aus der Zahl der mittels PCR Positiv-Getesteten nicht auch die Zahl der Krankheitsfälle ableiten lässt, wenn sich das Testregime ändert. Den Rest deines Posts sehe ich ähnlich.

    Die Sendung versprach sich von dieser Live-Schaltung ein Bild von ebenfalls zunehmenden Hospitalisierungen zeigen zu können, was aber nicht der aktuellen Realität entspricht. Dieses Beispiel zeigt, wie reisserisch die Medien gerne berichten würden und darum Aussagen verkürzen oder instrumentalisieren. Der Arzt beschreibt die aktuelle Phase aus pathologischer Sicht, welche keinen Vergleich zur Situation im Frühling darstellt und kritisiert darum den beabsichtigten Alarmismus. Auf der anderen Seite bestätigt er aber auch, dass es im Frühling eine komplett andere Situation war und dieser Notstand durchaus wieder eintreten könnte. Er herrscht einfach momentan nicht vor.

    Als sich dann der «Journalist» einschaltete, redet beide komplett aneinander vorbei. Vor allem, weil der «Journalist» nicht richtig zugehört hat. Wenn die Medien nicht fähig sind, solche differenzierten Aussagen einzuordnen und ebenfalls differenziert weiterzugeben, entsteht aus Missverständnissen logischerweise Misstrauen.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  5. #3455
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Ich sehe nicht, wo der Arzt die «Unzuverlässigkeit der PCR Tests» anspricht oder gar bestätigt.

    Ich verstehe ihn eher so, dass er zwischen einem pathologischen und einem diagnostischen Befund unterscheidet. Sich also aus der Zahl der mittels PCR Positiv-Getesteten nicht auch die Zahl der Krankheitsfälle ableiten lässt, wenn sich das Testregime ändert. Den Rest deines Posts sehe ich ähnlich.
    yep, das habe ich womöglich aufgrund meiner persönlichen meinung falsch interpretiert.
    so wie du diesen punkt beschrieben hast passt es auf jeden fall.
    STAYTHEFUCKSAFE!!!

    ... erkennt die gefährlichkeit des virus aber lasst euch nicht von all den unseriösen prognosen der experten verunsichern...

    ... eine kurz- oder mittelfristige lösung dieser pandemie und infodemie ist utopisch...

  6. #3456
    Erfahrener Benutzer Avatar von Bierathlet
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    Wenn ich mir eure Beiträge durchlese, verstehe ich nicht ganz, warum die Leute unter dem Video so tun, als wäre Luis de Benito die Reinkarnation von Kennedy, Gandhi und Luther King, die es jetzt allen gezeigt hat
    Zitat Zitat von Sali Zämme!
    Die Erde ist eine Scheibe. #infotweet

  7. #3457
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    Zitat Zitat von GranitXhaka Beitrag anzeigen
    dummer Vergleich

    Ich benutze dieselbe Maske auch mehrmals.
    Wenn ich bis zu 4x am Tag den Zug, Tram oder Bus benutze, sollte ich 4 verschiedene Masken pro Tag tragen?
    Nein, du solltest bei jedem abnehmen die Maske wechseln. Man kann selbe Maske auch einfach anbehalten wenn man Umsteigt.

    Zitat Zitat von Bierathlet Beitrag anzeigen
    Wie viele Masken braucht ihr am Tag? Wie bewahrt ihr diese auf, wenn ihr nicht bei jedem Aufsetzen eine neue nehmt?
    mind. 2... Für hin und Rückreise. Sobald ich zuhause bin nehme ich die Maske ab und werfe sie in den Müll. Bin etwa 40min unterwegs pro Fahrt (bus zug bus)
    Wenn ich einkaufen gehe dann nochmals eine.

    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Du als allwissender Mister Think-about-it hast ja schon irgendwie das Gefühl, dass ein Grossteil der Bevölkerung so dumm ist, dass sie nicht einmal weiss, wie eine solche einfache Einwegmaske zu handhaben ist. Freunde Dich doch vielleicht einmal mit dem Gedanken an, dass ein Grossteil der Bevölkerung die Maske nur deshalb anzieht, weil es an gewissen Orten obligatorisch ist, aber sonst von diesem dämlichen Maskentheater (sie schützen nicht - sie schützen - sie schützen nicht... ) doch eher wenig hält und dementsprechend die Maske so anzieht, dass es noch halbwegs bequem bleibt oder man darin noch vernünftig atmen kann, aber die gesetztlich auferlegte Maskentragpflicht respektiert wird...
    Stell dir vor: Ich bin auch gegen ein Obligatorium der Maskenpflicht. Und denoch schaffe ich es die Maske richtig anzuziehen.
    Vor einigen Tagen kam hier mal der vergleich mit Autofahren auf: Es gilt auch eine Anschnallpflicht und (fast) alle schaffen es sich richtig anzuschnallen, obwohl es nur so ein dummes obligatorium ist.
    EMBOLO <3

    Zitat Zitat von LeTinou Beitrag anzeigen
    ... Wenn du 100% vor allem geschützt werden willst kannst du dich gleich nach der Geburt in den Sarg legen und auf dem Tod warten.

  8. #3458
    Erfahrener Benutzer Avatar von Kurtinator
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    Zitat Zitat von LordTamtam Beitrag anzeigen
    Nein, du solltest bei jedem abnehmen die Maske wechseln. Man kann selbe Maske auch einfach anbehalten wenn man Umsteigt.



    mind. 2... Für hin und Rückreise. Sobald ich zuhause bin nehme ich die Maske ab und werfe sie in den Müll. Bin etwa 40min unterwegs pro Fahrt (bus zug bus)
    Wenn ich einkaufen gehe dann nochmals eine.



    Stell dir vor: Ich bin auch gegen ein Obligatorium der Maskenpflicht. Und denoch schaffe ich es die Maske richtig anzuziehen.
    Vor einigen Tagen kam hier mal der vergleich mit Autofahren auf: Es gilt auch eine Anschnallpflicht und (fast) alle schaffen es sich richtig anzuschnallen, obwohl es nur so ein dummes obligatorium ist.
    Habe bei einem Aufprall lieber eine Verletzung an der Schulter anstatt einen Schädelbasis-Bruch, Querschnittslähmung oder tot zu sein.
    Zitat Zitat von Falcão Beitrag anzeigen
    "Tradition ist nicht die Anbetung von Asche, es ist die Weitergabe des Feuers!"

  9. #3459
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
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    Zitat Zitat von LordTamtam Beitrag anzeigen
    Stell dir vor: Ich bin auch gegen ein Obligatorium der Maskenpflicht.
    bist du dann für eine fakultative Maskenpflicht, ein Obligatorium der Maskenoption oder eine fakultative Maskenoption

  10. #3460
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    Zitat Zitat von händsche Beitrag anzeigen
    bist du dann für eine fakultative Maskenpflicht, ein Obligatorium der Maskenoption oder eine fakultative Maskenoption
    Hahaha Rückblickend nicht klever formuliert von mir haha.
    Aber ich denke mein Standpunkt kann erkannt werden
    EMBOLO <3

    Zitat Zitat von LeTinou Beitrag anzeigen
    ... Wenn du 100% vor allem geschützt werden willst kannst du dich gleich nach der Geburt in den Sarg legen und auf dem Tod warten.

  11. #3461
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    Zitat Zitat von händsche Beitrag anzeigen
    bist du dann für eine fakultative maskenpflicht, ein obligatorium der maskenoption oder eine fakultative maskenoption
    :d:d

  12. #3462
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Bierathlet Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir eure Beiträge durchlese, verstehe ich nicht ganz, warum die Leute unter dem Video so tun, als wäre Luis de Benito die Reinkarnation von Kennedy, Gandhi und Luther King, die es jetzt allen gezeigt hat
    Dafür gibt es bestimmt mehrere Gründe. Hauptsächlich, weil er klar den Medien widerspricht, sich nicht instrumentalisieren lassen will und dabei den «Journalisten» aus der Fassung bringt. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass einige seine Aussagen ebenfalls nur teilweise und nicht wirklich differenziert wahrgenommen haben. Also in ihm jemanden zu sehen glauben, der sämtliche Massnahmen/Berichterstattung um den Virus in Frage stellt, statt nur Teile davon.

    Exemplarisch finde ich diese Antwort:
    «Im Frühling? Ja. Aber jetzt? Das ist keine Pandemie.»

    Genau wie der «Journalist» nicht mehr in der Lage ist «Im Frühling? Ja. Aber jetzt? …» als Kontext zu registrieren und «Das ist keine Pandemie» dadurch einzuordnen, geht er ja davon aus, dass Benito COVID-19 komplett als Pandemie in Frage stellt. Ich würde mich nicht wundern, wenn das einige auch nur so reduziert wahrgenommen haben und sich dadurch im Gegensatz zum «Journalisten» bestätigt fühlten.

    Menschen tendieren in Situationen von Angst vor einer möglichen Gefahr (z.B. ausgelöst durch eine alarmistische Meldung) dazu, Aussagen und Sachverhalte verkürzt wahrzunehmen, um schneller zu einem überlebenswichtigen Entscheid (Flucht oder Angriff) zu gelangen. Die Option differenziert wahrzunehmen und abzuwägen, sich vorzubereiten und der Gefahr mit dem nötigen Respekt zu begegnen setzte aber eine gewisse Gelassenheit voraus. Eine gelassene Berichterstattung generiert aber nicht die gleiche Aufmerksamkeit und wird nicht gleich oft geteilt, wie eine alarmistische Berichterstattung. Somit sehe ich den Fehler nicht in einer bösen oder verschwörerischen Absicht der Medien, sondern in dem Belohnungssystem, welches genau diese mediale Zuspitzung fördert.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  13. #3463
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Kurtinator Beitrag anzeigen
    Habe bei einem Aufprall lieber eine Verletzung an der Schulter anstatt einen Schädelbasis-Bruch, Querschnittslähmung oder tot zu sein.
    Die meiste Zeit beim Autofahren verbringt man unfallfrei und wenn es zu einem Unfall kommt, so sind dies in erster Linie harmlose Angelegenheiten mit Materialschäden (z.B. Parkschaden). Die Situationen, in denen der Gurt tatsächlich etwas bringt, sind auf die Anzahl gefahrener Stunden gerechnet statistisch gesehen fast vernachlässigbar. Und trotzdem empfinden wir die Anschnallpflicht als nachvollziehbar und gerechtfertigt. Wir können verstehen, wie ein Verkehrsunfall funktioniert und können uns sehr gut vorstellen, wie der Gurt uns vor schlimmeren Folgen schützt.

    Das Gleiche könnte man auch bei einer Maskenpflicht tun. Wobei es aber viel schwieriger ist, weil ein Virus und seine Folgen schwerer vorstellbar sind als ein Verkehrsunfall. Wenn du aber jemanden fragst, der sich das sehr gut vorstellen kann, weil er einen schweren Verlauf mit Beatmung hinter sich hat, wird er dir auch sagen, dass er lieber etwas schlechter Luft bekommen, auf Mimik verzichtet und eine Maske getragen hätte, als eine Intubation und ihre Folgen über sich ergehen zu lassen oder tot zu sein.

    Persönlich würde ich es vorziehen, die Stellschraube an anderen Dingen anzusetzen. Weniger Reisetätigkeit, weniger Mobilität, weniger Synchronizität und Taktung, weniger Rushhours, weniger Dichte und Ballung und mehr freiwilliges Tragen von Masken, wo es angebracht ist, wenn sich dies alles nicht verhindern lässt, zu sehen, statt einer generellen Maskenpflicht.

    Aber ich kann auch damit leben, dass wir uns als Gesellschaft dafür entschieden haben, diese Dinge nicht verringern zu wollen und als Konsequenz halt die Maskenpflicht einführen. Ich finde es zwar doof, aber nachvollziehbar.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  14. #3464
    Erfahrener Benutzer Avatar von BloodMagic
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    118 Corona Fälle heute allein in Zürich. Was zum Teufel machen die dort?

    https://www.corona-data.ch/

    Nach wie vor konzentrieren sich die Corona Fälle auf GE, VD und ZH - Total sind es heute 379 in der CH, so viel wie seit dem 14. April nicht mehr.

    https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/...ge_Schweiz.pdf

    Die Positivitätsrate der Tests ist bei 5% - sehr hoch somit!
    Geändert von BloodMagic (26.08.2020 um 14:51 Uhr)

  15. #3465
    Erfahrener Benutzer Avatar von RotblauAmbassador
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    Zitat Zitat von BloodMagic Beitrag anzeigen
    118 Corona Fälle heute allein in Zürich. Was zum Teufel machen die dort?

    https://www.corona-data.ch/

    Nach wie vor konzentrieren sich die Corona Fälle auf GE, VD und ZH - Total sind es heute 379 in der CH, so viel wie seit dem 14. April nicht mehr.

    https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/...ge_Schweiz.pdf

    Die Positivitätsrate der Tests ist bei 5% - sehr hoch somit!
    Logisch ist die Zahl heute so hoch, es wurde auch soviel getestet wie noch nie ! Ueber 14'000 Tests !

    Wenn ich die heute gemeldete Zahl ins Verhältnis zu den Tests setze, komme ich auf eine Positivitätsrate von 2,6% ! Letzte Woche hatte wir fast durchgehend 3,5% !

    Die Positivitätsrate aller Tests war mal bei 5,8% und sank seit 2 Monaten kontinuierlich, jetzt bei 5%
    Ai Stadt, ai Club, ai Liebi

  16. #3466
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Die Anzahl der durchgeführten Tests ist darum so viel höher, weil man frühzeitig neue Infektionsherde erkennen und kleinräumig isolieren will. Durch die Quarantäne einzelner will man vorbeugend einen landesweiten Lockdown verhindern.

    Es wäre aber falsch, direkte Rückschlüsse auf die effektive Zahl der Infektionen schliessen zu wollen, da das geänderte Testregime dies beinahe verunmöglicht. Weil Verfügbarkeit, Testdichte und Testindikation nicht mit der Situation im April vergleichbar sind, trifft dies auch nicht auf die festgestellten Fälle zu.

    Vergleichen könnte man höchstens die Tendenz der Entwicklung der erfassten Fallzahlen über einen kurzfristigen Zeitraum. Also ob die erfassten Fallzahlen (unter gleichem Testregime) konstant bleiben, zu- oder abnehmen. Ich nehme schwer an, dass sich die entsprechenden Fachleute in der Taskforce und beim BAG dessen bewusst sind und die Zahlen entsprechend in Relation setzen, bevor sie ihrerseits die Politik beraten.

    Leider scheint eine solch differenzierte Auseinandersetzung nicht als Instrument zur Meinungsbildung durch Politik und Medien geeignet zu sein und wird darum kaum öffentlich thematisiert. Aus meiner Sicht ein Fehler. Ich finde, man kann der Öffentlichkeit durchaus mehr Komplexität und Transparenz zumuten. Dies bedingte aber auch aufwändigere Recherchen.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  17. #3467
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    In Deutschland sollen neu bundesweit (ausser in Sachsen Anhalt) Maskenverweigerer mit mind. 50 Euro gebüsst werden.

    Wer wissentlich neu in ein Risikoland reist, soll keinen Anspruch mehr auf jegliche Art der Lohnausfallentschädigung (für die Zeit der Quarantäne) haben.

    Man will mit diesen weiteren Massnahmen die Vernünftigen vor den Unvernünftigen schützen.

    Hoffentlich sind wir in der Schweiz so vernünftig, dass solche Massnahmen bei uns eben nicht erlassen werden müssen.
    Manche Leute spüren den Regen. Andere werden einfach nur nass. (Bob Marley)

  18. #3468
    Erfahrener Benutzer Avatar von kogokg
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    Gemäss SRF-Kassensturz sollen klimaanlagen (Umluft) schädlich sein. Weiss jemand, was die Fernsehstudios für eine HLK installiert haben? Kühlen die 24/7 Frischluft auf 15 Grad runter?

  19. #3469
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    Jetzt dann gleich: ZDF 23:30 Uhr Markus Lanz

    Ausgeglichene Diskussion plus viele sachliche Infos betr. der aktuellen Situation.

    Aeusserst empfehlenswert.
    Manche Leute spüren den Regen. Andere werden einfach nur nass. (Bob Marley)

  20. #3470
    Erfahrener Benutzer Avatar von Schambbediss
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    viele sagen doch, dass die covid19-tests nicht immer so zuverlässig sind... aber das war doch 1981 als aids aufkam bei den ersten HIV tests nicht anders. Ab 10:50...

    MSNK - Die Bewegung des löblichen Mannes!

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  21. #3471
    Erfahrener Benutzer Avatar von The_Dark_Knight
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    Warum die Fallzahlen steigen – aber die Spitalbetten leer bleiben

    https://www.srf.ch/news/schweiz/coro...n-leer-bleiben
    Z'Basel an mym Rhy

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  22. #3472
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von The_Dark_Knight Beitrag anzeigen
    Interessantes Interview mit einem spanischen Arzt über die Zustände in den spanischen Spitälern.

    https://m.youtube.com/watch?v=wl9h-7MaLws
    Dieser spanische Arzt relativiert und hinterfragt vor allem auch die allgemeine Panikmache bei Corona im Vergleich zu anderen Krankheiten.

  23. #3473
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Schambbediss Beitrag anzeigen
    viele sagen doch, dass die covid19-tests nicht immer so zuverlässig sind... aber das war doch 1981 als aids aufkam bei den ersten HIV tests nicht anders. Ab 10:50...

    Ganz im Gegenteil zu Corona bedeutete AIDS bzw. eine HIV-Ansteckung damals aber der sichere Tod. Trotzdem war es bedeutend einfacher, sich dagegen zu schützen, weil auch sehr bald klar war, wie sich die Krankheit überträgt. Zudem war nicht jeder tagtäglich dem AIDS-Risiko ausgesetzt, so wie dass bei Corona der Fall ist. Der Vergleich AIDS-Corona macht daher aus meiner Sicht nicht wirklich viel Sinn.

  24. #3474
    Erfahrener Benutzer Avatar von Schambbediss
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Ganz im Gegenteil zu Corona bedeutete AIDS bzw. eine HIV-Ansteckung damals aber der sichere Tod. Trotzdem war es bedeutend einfacher, sich dagegen zu schützen, weil auch sehr bald klar war, wie sich die Krankheit überträgt. Zudem war nicht jeder tagtäglich dem AIDS-Risiko ausgesetzt, so wie dass bei Corona der Fall ist. Der Vergleich AIDS-Corona macht daher aus meiner Sicht nicht wirklich viel Sinn.
    es ging mir nur um das beispiel mit den tests.
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  25. #3475
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Ganz im Gegenteil zu Corona bedeutete AIDS bzw. eine HIV-Ansteckung damals aber der sichere Tod. Trotzdem war es bedeutend einfacher, sich dagegen zu schützen, weil auch sehr bald klar war, wie sich die Krankheit überträgt. Zudem war nicht jeder tagtäglich dem AIDS-Risiko ausgesetzt, so wie dass bei Corona der Fall ist. Der Vergleich AIDS-Corona macht daher aus meiner Sicht nicht wirklich viel Sinn.
    Man muss es sicher nicht aufbauschen, aber dieses ständige Verharmlosen geht mir genauso auf den Sack. Du bist ja auch einer dieser "Man stirbt mit und nicht an Corona"-Fürsprecher.

    Zitat Zitat von Mundharmonika Beitrag anzeigen
    Dass die Letalität bei Corona "offiziell" höher ist als bei der normalen Grippe, darf nicht weiter verwundern, da jeder, der mit dem Corona-Virus stirbt statistisch ein Corona-Toter wird, egal ob er davor seit Monaten wegen Leukämie um sein Leben kämpfte oder sonst anderweitig erkrankt war. Daher kannst Du diese Mortalitätsrate bzw. den Vergleich mit der normalen Grippe eigentlich rauchen.
    https://www.pathologie.de/fileadmin/...20.08.2020.pdf
    Nid füre Lohn, für d'Region

  26. #3476
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mundharmonika
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Man muss es sicher nicht aufbauschen, aber dieses ständige Verharmlosen geht mir genauso auf den Sack. Du bist ja auch einer dieser "Man stirbt mit und nicht an Corona"-Fürsprecher.
    Für mich ist Relativieren nicht das Gleiche wie Verharmlosen. Dieser spanische Arzt versucht übrigens ebenfalls zu relativieren und die von den Medien verbreitete Corona-Panik geht ihm ganz offensichtlich auch auf den Sack.

  27. #3477
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    Man sollte vor allem die enormen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten nicht verharmlosen, die die verschiedenen Massnahmen erfordern. Und der Verdacht, dass es einigen sehr gelegen kommt, weil sie Reppression einfuehren und die Misswirtschaft der letzten Jahrzehnte camouflieren koennen. Ich habe deshalb grosses Misstrauen gegenueber offiziellen Quellen.

  28. #3478
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    Zitat Zitat von Konter Beitrag anzeigen
    Man muss es sicher nicht aufbauschen, aber dieses ständige Verharmlosen geht mir genauso auf den Sack. Du bist ja auch einer dieser "Man stirbt mit und nicht an Corona"-Fürsprecher.



    https://www.pathologie.de/fileadmin/...20.08.2020.pdf
    Interessante Quelle, aber auf S. 33 des Dokuments sagt, dass folgende Fragen offen sind>

    Offene Fragen
    o Warum erkranken manche Menschen schwer?
    o Ist die Lunge das einzige betroffene Organ?
    o Warum kommt es zur Bildung von Blutgerinnseln?
    o Sterben die Erkrankten „an“ oder „mit“ COVID-19?
    o Ist COVID-19 nur eine Spielart der gewöhnlichen Grippe/Influenza?

    Mit anderen Worten, nichts ist klar. Klar ist zumindest fuer mich, dass sich die massive Freiheitsbeschraenkung und die wirtschaftlichen Schaeden durch den Lockdown nicht zu rechtfertigen sind.

  29. #3479
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Falle Beitrag anzeigen

    Mit anderen Worten, nichts ist klar. Klar ist zumindest fuer mich, dass sich die massive Freiheitsbeschraenkung und die wirtschaftlichen Schaeden durch den Lockdown nicht zu rechtfertigen sind.
    Wenn du voraussetzt, dass es für dich nur «Alles ist klar» oder «Nichts ist klar» gibt, machst du dir die Welt schon sehr einfach.

    Klar ist, dass die Bevölkerung gegenüber SARS-CoV-2 immun naiv ist. Somit ist auch klar, dass der Virus sich ohne Massnahmen (freiwillig oder verordnet) innert kürzester Zeit rasant verbreiten würde und eine gewaltige Anzahl von Personen davon betroffen wären. Auch klar ist, dass trotz des verhältnismässig geringen Prozentsatzes an schweren Verläufen oder Todesfällen mit/wegen Corona, die schiere Grösse der Anzahl Infizierter zum gleichen Zeitpunkt, auch bei einem geringen Prozentsatz eine Zahl von schweren Fällen generiert, welche unser Gesundheitssystem und weitere Infrastruktur schlicht überlasten würde. Da käme zur Frage «Tod mit oder wegen Corona?» noch eine weitere, völlig vom Virus unabhängige Frage hinzu: «Tod wegen fehlender Pflegekapazität?»

    Basierend auf diesen drei klaren Dingen, liessen sich Vorkehrungen und Massnahmen bereits rechtfertigen. Auch wenn in den vielen anderen Punkten noch Unklarheit herrscht.

    Ob nun der Lockdown verhältnismässig war. Ob der Preis den wir bezahlen, zu hoch angesetzt war für das, was wir uns damit erkaufen, ist eine Frage der Perspektive und Gewichtung, über die sich diskutieren lässt.

    Aber vergiss in deiner Vergleichsrechnung nicht, dass sich viele ohne Soft-Lockdown, also bei ungebremster Verbreitung, wohl aus Angst eingesperrt oder eingeschränkt hätten. Wir haben im Vergleich zu anderen Ländern viel über Empfehlungen, statt über Verbote geregelt. So viel Freiheiten wurden nicht beschränkt. Der Systemschock nach Zusammenbruch des Gesundheitssystems, die langfristigen Imageschäden und der Vertrauensverlust in die Regierung hätten wohl auch zu wirtschaftlichen Folgeschäden geführt. Das Vertrauen von Touristen, Investoren, Firmen, Fachkräften, etc. in den Standort Schweiz, wäre nicht schadlos geblieben. Ich kann diese Rechnung nicht machen. Ich vertraue aber den Verantwortlichen, dass sie nicht völlig realitätsfremd entschieden haben. Der Vergleich von Kosten der Massnahmen muss mit den Kosten der verhinderten Situation gemacht werden, nicht mit den Kosten ohne die Existenz von Corona. So einfach ist es leider nicht.

    Wenn dir wirklich klar sein sollte, dass sich die massive Freiheitsbeschränkung und die wirtschaftlichen Schäden durch den Lockdown nicht rechtfertigen lassen, dann hast du entweder ein sehr allwissendes oder unbelehrbares Verständnis von dir selbst. Sooo grössenwahnsinnig oder borniert halte ich dich aber nicht und gehe darum eher von einer unglücklichen Formulierung aus.


    Wenn du die massive Freiheitsbeschränkung und die wirtschaftlichen Schäden durch den Lockdown nicht gerechtfertigt siehst, ist das eine Meinung und die zu haben dein gutes Recht. Darauf basierend kann man diskutieren.
    Meine Vision des FCB: Die heterogene Einheit.

  30. #3480
    Erfahrener Benutzer Avatar von händsche
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    Zitat Zitat von Falle Beitrag anzeigen
    Man sollte vor allem die enormen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten nicht verharmlosen, die die verschiedenen Massnahmen erfordern. Und der Verdacht, dass es einigen sehr gelegen kommt, weil sie Reppression einfuehren und die Misswirtschaft der letzten Jahrzehnte camouflieren koennen. Ich habe deshalb grosses Misstrauen gegenueber offiziellen Quellen.
    Wer genau hat eine Repression eingeführt? Und wem kommt dies gelegen?

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