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Thema: Corona Virus

  1. #1441
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Hach, dieses Thema wieder, zum 27. Mal. Studien und Zahlen besagen, dass dies kaum etwas bringen wird. Punkt. Kann man das nicht mal belassen?
    Studien haben das theoretisch besagt, die Erfahrung fehlt uns. Unser Erfahrungswert sagt aber, dass das aktuelle System zu Verteuerung führt. Und ich bin mir fast sicher, dass es auch Studien gibt, welche das Gegenteil der von dir erwähnten Studien besagen würden.


    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Verliert man damit nicht Qualität? Weil Ärzte ins Ausland / zu Privaten abwandern? Bzw. gar nicht erst kommen?
    Wenn ein Arzt nicht wegen des Geldes Arzt wird, sondern wegen seiner Berufung. Seinen Job in einem weniger gestressten Umfeld und mehr zum Wohle des Patienten ausüben darf, als er es jetzt kann. Würde das nicht zu Veränderung der Motivationen führen, hier bei uns Arzt zu werden?

    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich einverstanden. Nur, inwiefern unterscheidet sich das öffentliche Spital, wenn es dem Kanton gehört und dieser einen Gewinn vorschreibt?
    Welcher Gewinn schreibt ein öffentlicher Park?


    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Ist das für die Grundversicherung nicht schon so?
    Das Gesundheitswesen umfasst weit mehr, als nur die Kassen. Die grössten Pharmaunternehmen geben (fast) alle mehr Geld für Marketing aus, als für Forschung und Entwicklung. Klar, die Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente ist nur an den Arzt adressiert. Aber glaub mir, für die Beeinflussung der Ärzte wird viel Aufwand betrieben. Dazu kommen Vermarktung für «neue» Produkte, welche entweder die Generika Hersteller unter Druck setzen. Oder durch einen einfachen Trick und eine irrwitzige Studie den Patentschutz verlängern. Heute würde ich so einen Job anders angehen oder ablehnen.


    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Das ist ein schwieriger Punkt. Irgendwoher gibt es doch das Zitat, dass man in einer anderen Kultur den Arzt bezahlt um gesund zu bleiben. Wir bezahlen den Arzt wenn wir krank sind.
    Etwas anderes ist halt der "Wettbewerb" zwischen Spital und Krankenkasse. Nach einer Behandlung versucht das Spital den Patienten so "krank" wie möglich zu kategorisieren, die Krankenkasse das Umgekehrte. Ich denke das wird sich also aufheben und somit werden hier nur ein paar wenige Milliönchen verlocht.
    Komplett neuer Ansatz. Einheitskasse der Grundversorgung und kantonale Spitäler sind die gleiche Institution mit dem Auftrag, für unsere Grundgesundheit zu sorgen. Über Zusatzversicherungen und Privatspitäler kann der Gesundheit individuell mehr Wert beigemessen werden.


    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Einverstanden. Aber wo ansetzen? Bei Kosten von 70 Milliarden nützt es nichts, wenn Berset wieder mal frohmutig verkündet, man konnte die Medikamentenpreise senken und spart 300 Millionen. Und meint damit sei seine Arbeit gut erledigt. Wobei auch er natürlich kein System ändern kann, fair enough.
    Ich finde die Zeit nach der Pandemie nicht verkehrt, um sich Gedanken zu machen, wie wir das System ändern wollen.

    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Nunja, die Freiheit anderer zu opfern für das Wohl der anderen. In erster Linie. So wäre das korrekt.
    Siehst du dich eher bei der Risikogruppe, welche in Isolation gehört? Oder eher in der anderen Gruppe, welche davon profitiert?

    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Im Moment ist es ja genau wie du schreibst. Die Freiheit/Existenz nicht direkt Betroffener (z.B. junger KMU Besitzer) wird geopfert für das Wohl der Gesellschaft. Kann man so machen (mittlerweile keine Ahnung mehr, wo meine persönliche Meinung ist), man muss sich aber der Konsequenzen bewusst sein)
    Im Moment opfert die ganze Gesellschaft diese Freiheit für die ganze Gesellschaft. Insofern finde ich das fair. Je eher sich jeder klar wird, was er zu opfern bereit ist, desto eher entspannt sich die Lage für die Gesellschaft. Die Risikogruppen sollten das aber freiwillig tun. Werden sie aber nur, wenn man sie dafür wertschätzt, statt es von ihnen zu fordern. Diese Wertschätzung zeigt sich am Besten in solidarischen Gesten, in eigener Opferbereitschaft. In den ersten eigenen Handlungen. Auch Solidarität kann sich viral verbreiten und andere Leute anstecken. Wenn man die Augen offen hat, erkennt man das in diesen Tagen besonders gut.
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  2. #1442
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    Zitat Zitat von Fulehung Beitrag anzeigen
    Es gibt sehr wohl Schutzmassnahmen gegen die saisonale Grippe, nur werden diese von der Bevölkerung halt nicht wahrgenommen. Ein besonders schönes Beispiel in unserer Region ist der alljährliche Abendverkauf zur Weihnachtszeit im Einkaufszentrum Coop Ryfllihof in der Stadt Bern, der exklusiv für Senioren und Menschen mit Behinderung ist. Erstaunt bzw. enttäuscht bin ich, dass noch kein Grossverteiler wegen dem Coronovirus exklusive Einkaufszeiten für Risikogruppen eingeführt hat. Es ist ja leider nicht umsetzbar, Kindern unter 10 Jahren den Zutritt ins Coop bzw. in die Migros zu verbieten. Und so rennen auch weiterhin kleine Kinder munter durch den Einkaufsladen oder fahren dort sogar mit dem Trottinett herum.
    Ich meinte damit die gesamte Gesellschaft, aber es ist doch schön zu sehen, dass auch im kleinen durchaus solche Überlegungen stattfinden. Sollte Schule machen.

    Zitat Zitat von rhybrugg Beitrag anzeigen
    * Einheitskrankenkasse
    * Löhne von Ärzten kappen
    * Grundversicherung nur in öffentlichen Spitälern
    * Werbung für Gesundheitswesen verbieten
    * Werte neu ordnen (Gesundheit fördern, Bildung, weniger Stress bei der Arbeit)
    * Gesundheitszentren (wie es das in verschiedenen ländlichen Regionen auch schon gibt) anstelle von einzelkämpfer Praxen
    * Anreizsysteme verbessern (aktuell verdient der Arzt/Spital mehr, wenn ich mehr krank bin)
    * Effizienz in den Spitälern steigern (mein letzter Spitalbesuch war ein Musterbeispiel von Leerlauf. Das hat mich und das Spital und somit die Allgemeinheit gekostet). Damit meine ich aber nicht Ernst&Young oder McKinsey holen. Sondern aufs Personal hören.
    * Mehr Zeit für die Patienten anbieten (tönt Paradox. Wäre aber für das Personal und die Patienten besser)
    Das System ist kaputt und wird früher oder später kollabieren. Schon jetzt sind KK bei den grössten Schuldnern von Herr und Frau Schweizer. Nebst Steuern.
    Ich finde die Vorschläge nicht so prikelnd. Im Endeffekt soll z.B. bei den Krankenkassen der Markt mitspielen. Ich denk nicht dass eine staatliche Krankenkasse flexibel und frisch bleibt. Da liefert die freie Marktwirtschaft bessere Ergebnisse.

    Ich denk das umdenken gehört in die Köpfe des Bundes und der Kantone.
    * Aussetzen der Privatisierung der Gesundheitsversorgung. Die Spitäler gehören wieder den Kantonen
    * Eliminierung des Föderalismus im Gesundheitswesen. Die Gesundheitsversorgung ist die Aufgabe des Bundes
    * Aufbau einer Spitalinfrastruktur mit folgenden Schwerpunkten
    ** geografische Strukturierung gemäss Einwohnerzahl, Transportwege
    ** Aufbau von Klasse A,B,C Spitälern
    *** Klasse A: Universitätsspitäler und Spitäler in Ballungszentren
    **** jeweils 2 Standorte pro Spitzenmedizin (z.B. 2 Transplatationszentren, 2 Herzzentren usw.)
    **** komplette Grund-, Akut-, Nachversorgung
    *** Klasse B: Regionalspitäler in kleineren Ballungszentren
    **** keine Spitzenmedin aber solide Versorgung
    **** Abarbeiten von Operationen
    **** Notfallversorgung
    *** Klasse C: Landspitäler gemäss geografischer Strukturierung
    **** Notfallversorgung, Nachversorgung
    **** Standardangebote wie z.B. Notfall, Geburtenabteilung etc.

    Somit werden spezielle Fälle von C -> B -> A verschoben. Normale Fälle werden von A -> B -> C verschoben. Das entlastet die Grossspitäler, die Behandlung findet in der Nähe der Wohnorte statt. Die C-Klasse Spitäler bieten die Notfallversorgung an, sprich Lebensrettung, Stabilisierung -> Übertrag an ein Fachzentrum B oder A. Somit haben wir eine definierte Rettungskette, einen definierten Leistungsauftrag und einen definierten Finanzierungsauftrag.
    FC Basel - Rasenmeister 2007

  3. #1443
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von rhybrugg Beitrag anzeigen

    Und das mit "gute Absichten" vs. "Geld/Wirtschaft": unser System funktioniert so, dass die Wirtschaft immer die Oberhand behält. Sobald man mit verlust von Arbeitsplätzen droht, gewinnt man Abstimmungen. Lobbyisten der Wirtschaftsverbände beackern die Politik mit viel Geld.
    Vielleicht führt die aktuelle Situation zu einem umdenken. Wie gesagt: ich zweifle dran. …
    Wenn du daran glaubst, dass es eh nicht veränderbar ist, wird es so bleiben, wie es ist.
    Ich glaube, dass viele sich eine Veränderung wünschen, aber nur sehr wenige daran glauben und sich darum mit dem aktuellen System arrangiert haben. Wann, wenn nicht jetzt wäre der ideale Zeitpunkt, zu hinterfragen, was wir eigentlich wollen? Wenn nach der Krise jeder sagt, dass der Zustand zuvor super war, können wir den fortsetzen. Wenn aber der vorherige Zustand nicht super war, könnte man doch überlegen, wieviel wir daran ändern möchten?

    Dem Rest stimme ich zu.
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  4. #1444
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Lusti Beitrag anzeigen

    Ich finde die Vorschläge nicht so prikelnd. Im Endeffekt soll z.B. bei den Krankenkassen der Markt mitspielen. Ich denk nicht dass eine staatliche Krankenkasse flexibel und frisch bleibt. Da liefert die freie Marktwirtschaft bessere Ergebnisse.
    Das Nichtzitierte gefällt mir sehr gut. Sinnvolle Gliederung, strukturierte Abläufe, effiziente Aufteilung/Nutzung von Ressourcen, etc.

    Was hältst du von der Idee, eine gesundheitliche Grundversorgung zu definieren und diese Leistungen bezahlen wir über Steuern, statt über obligatorische Prämien. Wahrscheinlich würde ich diese Grundversorgung sogar ein wenig knapper ausfallen lassen, als das Spektrum der obligatorischen Krankenversicherung, aber das müsste Teil einer grösseren gesellschaftlichen Debatte werden.

    Was bringt Wettbewerb dieser Grundversorgung? Ich sehe keine Vorteile.

    Das ganze Abrechnungssystem wäre einfacher, weil der Bürger für die Grundversorgung gar nicht in Form einer Kasse zu Gesicht bekäme. Ärzte und Spitäler rechneten direkt ab, dies läuft im Hintergrund. Die Grundversorgung wäre somit komplett vom System des Wettbewerbs entkoppelt.

    Der Wettbewerb kann frei spielen, wenn es um die individuelle Ergänzung dieser Grundversorgung geht. Welchen Grad der Gesundheitsversorgung man sich leisten will. Kassen und Privatkliniken könnten im freien Wettbewerb spielen und somit Entwicklung und Innovation fördern. Die Flexibilität und Frische bewahren, welche dann über Stimmvolk und Politik in die Gesundheitsgrundversorgung einsickern würden.
    Geändert von Lällekönig (24.03.2020 um 13:47 Uhr)
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  5. #1445
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    24.03.2020, 11:38
    BAG: «Spendet eure Masken!»
    Wer zu Hause zu viele Schutzmasken vorrätig hat, könnte diese an verschiedene Gesundheitseinrichtungen spenden. Das empfiehlt der Bund. Solche Masken sind seit Wochen und weltweit ein rares Gut.

    «Personen, die viele Masken zu Hause haben, könnten sie zum Beispiel den lokalen Pflege- oder Altersheimen schenken. Dort werden sie gebraucht», twitterte das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Daniel Koch hatte die Empfehlung tags zuvor bereits an einem Point de Presse geäussert.
    BAG Twitter Account
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  6. #1446
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    tolle Kommentare...
    in Taiwan darf man 3 Masken/Person/Woche kaufen, die nach 3 Stunden vollgesabbert sind, Nutzen 0.0
    Nur ich bleibe - wie Unkraut. Ich und Scott Chipperfield (VS 2011)

  7. #1447
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    Zitat Zitat von rhybrugg Beitrag anzeigen
    * Einheitskrankenkasse
    * Löhne von Ärzten kappen
    * Grundversicherung nur in öffentlichen Spitälern
    * Werbung für Gesundheitswesen verbieten
    * Werte neu ordnen (Gesundheit fördern, Bildung, weniger Stress bei der Arbeit)
    * Gesundheitszentren (wie es das in verschiedenen ländlichen Regionen auch schon gibt) anstelle von einzelkämpfer Praxen
    * Anreizsysteme verbessern (aktuell verdient der Arzt/Spital mehr, wenn ich mehr krank bin)
    * Effizienz in den Spitälern steigern (mein letzter Spitalbesuch war ein Musterbeispiel von Leerlauf. Das hat mich und das Spital und somit die Allgemeinheit gekostet). Damit meine ich aber nicht Ernst&Young oder McKinsey holen. Sondern aufs Personal hören.
    * Mehr Zeit für die Patienten anbieten (tönt Paradox. Wäre aber für das Personal und die Patienten besser)

    Das System ist kaputt und wird früher oder später kollabieren. Schon jetzt sind KK bei den grössten Schuldnern von Herr und Frau Schweizer. Nebst Steuern.
    Punkt 1: Haben wir de facto in der Grundversicherung schon. Wer meint, dass bei einer Einheitskrankenkasse in der Grundversicherung kantonale Unterschiede ausgemerzt werden, glaubt an den Osterhasen.
    Punkt 2: Da ist das Sparpotential gering, die richtigen Abkassierer unter den Ärzten operieren Privatpatienten, da ist die Preisgestaltung frei.
    Punkt 3: Also eine Zweiklassenmedizin. Ich als Privatpatient kann mir einen Baucheingriff bei einer der besten Bauchkliniken der Schweiz durchführen lassen (Claraspital), während das der Grundversicherte dann nicht kann.
    Punkt 3: Ist es heute schon genügend. Werbung für rezeptpflichtige Medikamente ist verboten und das ist auch gut so. Werbung für frei verkäufliche Medikamente wie Voltaren-Salbe soll weiterhin beworben werden dürfen, weil diese ja nicht über die Grundversicherung laufen, sondern selber bezahlt werden oder über die Zusatzversicherung laufen.
    Punkt 4: Also eine einheitliche Staatswerteordnung und wer sich der nicht unterwirft, wird bestraft?
    Punkt 5: Das ist ein guter Punkt.
    Punkt 6: Ist von Spital zu Spital verschieden. Gewisse Dinge verschieben sich, wenn halt etwas dazwischen kommt wie z.B. ein Autounfall. Kann man nicht 1:1 auf alle Spitäler übertragen, wenn man ein- zweimal Leerlauf erlebt hat.
    Punkt 7: Wäre gut, aber wer bezahlt diese Mehrzeit? Im aktuellen System darf eine Blutentnahme beim Kind max. 10 Minuten gehen (unrealistisch). Alles was darüber liegt an Zeit, bezahlt die Versicherung nicht, dies bezahlt dann das Spital und unter dem Strich wir Steuerzahler.

    Man erreicht nur über ein Abbau von Überangebot und Abschaffung Fehlanreize auf Seiten Spital eine Kostenreduktion. Und da wäre die Spitalfusion eine grosse Chance gewesen. Nun haben wir weiterhin zwei konkurrenzierende grosse Spitäler (USB vs. KSBL) welche um Fallzahlen und Patienten kämpfen. Dass dadurch gewisse Operationen in Privatspitäler abgewandert sind, ist die Folge davon. Bravo.

    In (zu) kleinen Spitälern ist die Infektionsrate bei Operationen massiv höher als bei grossen Häusern. Und diese Komplikationsbehandlungen gehen so richtig ins Geld. Nur so als Beispiel.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  8. #1448
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    Zitat Zitat von Fredy H. Beitrag anzeigen
    tolle Kommentare...
    in Taiwan darf man 3 Masken/Person/Woche kaufen, die nach 3 Stunden vollgesabbert sind, Nutzen 0.0
    Entscheidend ist, dass allgemein bekannt, dass der Schutz nur je eine Stunde anhält. Dann sind die Personen auch nur 3 Stunden pro Woche draussen unterwegs. Also gemäss meinem aktuellen Lebensstil würden 3 Masken-Stunden pro Woche problemlos ausreichen.

  9. #1449
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Man erreicht nur über ein Abbau von Überangebot und Abschaffung Fehlanreize auf Seiten Spital eine Kostenreduktion. Und da wäre die Spitalfusion eine grosse Chance gewesen. Nun haben wir weiterhin zwei konkurrenzierende grosse Spitäler (USB vs. KSBL) welche um Fallzahlen und Patienten kämpfen. Dass dadurch gewisse Operationen in Privatspitäler abgewandert sind, ist die Folge davon. Bravo.

    In (zu) kleinen Spitälern ist die Infektionsrate bei Operationen massiv höher als bei grossen Häusern. Und diese Komplikationsbehandlungen gehen so richtig ins Geld. Nur so als Beispiel.
    Genau deswegen möchte ich weg vom föderalistischen System. Das 2 Spitäler in knapp 15km Entfernung einen auf Konkurrenz machen ist lächerlich.

    Das ganze Anreizsystem ist meiner Ansicht nach falsch. Es wird meiner Meinung nach zu viel Fokus auf die Abrechnung von Leistung gelegt, die Gesundheit ist ein Dienstleistungsgut geworden. Das sieht man am Missverhältnis des zeitaufwands für Pflegekräfte. Von der eh schon knapp bemessenen Zeit fällt einiges an administrativem Aufwand an. Ein Beispiel:
    Ich habe die Detailabrechnung meiner Tochter für das Vernähen einer Kopfplatzwunde erhalten. Muss wirklich jede Gaze, jede 5ml Flaschen pipapo abgerechnet werden. Ein Konsultation der Oberärztin (ich habe die Zeit exakt mitbekommen) von 1.5 Minuten wird als 10 Minuten aufgeführt mit entsprechender Kostenfolge. Sorry aber alleine das Erstellen dieser Abrechnung hat mehr Zeit benötigt als das Vernähen der Wunde.

    Wir müssen weg von diesem Minutenpoker beim Patienten, weg von diesem administrativen Aufwand. Ich habe keine Ahnung wie das in der Realität auszusehen hat, aber es kann nicht sein dass Fallzahlen und Bettentage das Mass aller Dinge sind. Wo in dieser Berechnung ist die Qualität der Dienstleistung, wo in dieser Berechnung ist der Patient?
    FC Basel - Rasenmeister 2007

  10. #1450
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    Zitat Zitat von Fredy H. Beitrag anzeigen
    tolle Kommentare...
    in Taiwan darf man 3 Masken/Person/Woche kaufen, die nach 3 Stunden vollgesabbert sind, Nutzen 0.0
    Bei uns darfst du so viele kaufen wie du willst. Es hat einfach keine. Nutzen 0.0

  11. #1451
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Lieber Käppelijoch. Mich nimmt deine Einschätzung wunder, weil du viel von dieser Thematik verstehst.
    Vielleicht würde es Sinn machen, meine Antworten auf rhybrugg, Pro Sportchef bim FCB und Lusti auf den gleichen Post zu lesen, um meinen Standpunkt zu verstehen. Resp. meine Antworten an dich einzuordnen.

    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Punkt 1: Haben wir de facto in der Grundversicherung schon. Wer meint, dass bei einer Einheitskrankenkasse in der Grundversicherung kantonale Unterschiede ausgemerzt werden, glaubt an den Osterhasen.
    Punkt 2: Da ist das Sparpotential gering, die richtigen Abkassierer unter den Ärzten operieren Privatpatienten, da ist die Preisgestaltung frei.
    Punkt 3: Also eine Zweiklassenmedizin. Ich als Privatpatient kann mir einen Baucheingriff bei einer der besten Bauchkliniken der Schweiz durchführen lassen (Claraspital), während das der Grundversicherte dann nicht kann.
    Punkt 3: Ist es heute schon genügend. Werbung für rezeptpflichtige Medikamente ist verboten und das ist auch gut so. Werbung für frei verkäufliche Medikamente wie Voltaren-Salbe soll weiterhin beworben werden dürfen, weil diese ja nicht über die Grundversicherung laufen, sondern selber bezahlt werden oder über die Zusatzversicherung laufen.
    Punkt 4: Also eine einheitliche Staatswerteordnung und wer sich der nicht unterwirft, wird bestraft?
    Punkt 5: Das ist ein guter Punkt.
    Punkt 6: Ist von Spital zu Spital verschieden. Gewisse Dinge verschieben sich, wenn halt etwas dazwischen kommt wie z.B. ein Autounfall. Kann man nicht 1:1 auf alle Spitäler übertragen, wenn man ein- zweimal Leerlauf erlebt hat.
    Punkt 7: Wäre gut, aber wer bezahlt diese Mehrzeit? Im aktuellen System darf eine Blutentnahme beim Kind max. 10 Minuten gehen (unrealistisch). Alles was darüber liegt an Zeit, bezahlt die Versicherung nicht, dies bezahlt dann das Spital und unter dem Strich wir Steuerzahler.
    1. Würde eine Einheitskasse des Bundes nicht eine ganz andere Verhandlungsbasis gegenüber den Kantonen haben, als einzelne Kassen oder Kassenverbände in der Auslegung der Grundversicherung?
    2. Was spricht dagegen? Es steht jedem frei, den einmaligen Zugang selber zu finanzieren oder sich eine Zusatzversicherung zu leisten. Solange die Alternative zum Claraspital das Niveau des Unispitals hat, sehe ich nicht, was gegen eine Zweiklassenmedizin sprechen würde. Wenn die Kostentreiber (Patienten und Ärzte) von den Solidarischen (Patienten und Ärzte) entkoppelt sind, hätte ich absolut keine Mühe damit. Wenn Abkassierer im freien Wettbewerb sind, der sich aber ausschliesslich von jenen speist, die bereit sind, diesen freien Wettbewerb zu tragen, spricht nichts dagegen. Ihre Kostentreiberei fiele nicht mehr der Gesellschaft zur Last.
    3. Nicht per se verboten. Darf an fachspezifisches Publikum gerichtet werden. Dies geht über normale Anzeigen in Fachzeitschriften und Journalen, bis hin zu grosszügigen Weiterbildungen, etc. immer schön im Rahmen des rechtlichen, aber mit klarer Absicht. Ich habe auch schon an diversen direkt an Ärzte gerichtete Verkaufshilfen für Medikamente gearbeitet und weiss, dass mich die darin präsentierten Statistiken, Grafiken und Argumentationsketten nicht immer überzeugt haben. Wie hart das medical wording an die Grenzen des rechtlich Sagbaren gehen und wie stark man bemüht ist einen besseren Eindruck zu erzeugen, als die Zahlen hergeben. Ich finde das bedenklich.
    4. Nein. Wenn man Werte ausdiskutiert und diesen mit demokratischen Mitteln Gewicht verleiht, passt es doch allen. Sie können ja laufend gewählt oder abgewählt werden. Aber ein transparenterer und offener Umgang mit Werten ziehe ich einer auf Versprechen basierenden Politik allemal vor. Ich hätte einen Adolf Ogi für seine Werte gewählt, aber nicht für seine Versprechen.
    5. Find ich auch gut.
    6. Simples Beispiel. Man soll nur ein Thema pro Sprechstunde abhandeln. Weil es sich so besser abrechnen lässt. Effizienz wo? Habe zum Glück schon lange keine Erfahrungen in Spitäler sammeln können. Würde mich aber nicht wundern, wenn es ähnliche Leerläufe gibt, welche dem am Patienten arbeitenden Personal zwar auffallen, dem Personal in der Buchhaltung aber sinnvoll erscheinen.
    7. Eben. Eine Entkoppelung von Grundgesundheitsversorgung und Wettbewerb, würde mehr Zeit bringen. Ich finde es schrecklich, wo gespart wird und wo nicht. Das System muss neu gedacht werden.





    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Man erreicht nur über ein Abbau von Überangebot und Abschaffung Fehlanreize auf Seiten Spital eine Kostenreduktion. Und da wäre die Spitalfusion eine grosse Chance gewesen. Nun haben wir weiterhin zwei konkurrenzierende grosse Spitäler (USB vs. KSBL) welche um Fallzahlen und Patienten kämpfen. Dass dadurch gewisse Operationen in Privatspitäler abgewandert sind, ist die Folge davon. Bravo.
    Genau. Der Wettbewerb kann auch schaden.

    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    In (zu) kleinen Spitälern ist die Infektionsrate bei Operationen massiv höher als bei grossen Häusern. Und diese Komplikationsbehandlungen gehen so richtig ins Geld. Nur so als Beispiel.
    Weniger qualifizierte Leute, grösser Spardruck oder schlechtere Infrastruktur? Ich kenne mich da zu wenig aus.
    Vormals rot|blau

  12. #1452
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zu einem Umdenken wird es ziemlich sicher kommen.
    Jetzt mitdenken und Ideen erörtern macht also Sinn. Nach der Krise werden diverse Debatten in diversen Branchen geführt werden.

    Kommt es zum Umdenken bei der Spitalplanung?
    Vormals rot|blau

  13. #1453
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Zu einem Umdenken wird es ziemlich sicher kommen.
    Jetzt mitdenken und Ideen erörtern macht also Sinn. Nach der Krise werden diverse Debatten in diversen Branchen geführt werden.

    Kommt es zum Umdenken bei der Spitalplanung?
    Ich würde dagegen wetten. Die Spitaldichte in der CH ist grundsätzlich zu gross. Daran ändert auch die aktuelle Situation nichts.
    Wenn das Corona Thema mal ausgestanden ist - und dieser Zeitpunkt wird kommen - dann werden Aktionismus und Panik wieder durch nüchterne Vernunft ersetzt.
    Eine Konsolidierung wird im übrigen keine Verknappung des Angebots oder gar Abstriche bei der Qualität nach sich ziehen. Aber den Anspruch, dass jeder Schweizer zum nächsten Spital nicht länger fahren muss als zum nächsten Restaurant, wird man aufgeben müssen.

  14. #1454
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen


    Weniger qualifizierte Leute, grösser Spardruck oder schlechtere Infrastruktur? Ich kenne mich da zu wenig aus.
    Kleinere Fallzahlen dadurch weniger Routine/Erfahrung dadurch mehr "Anfängerfehler" etc.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  15. #1455
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Zu einem Umdenken wird es ziemlich sicher kommen.
    Jetzt mitdenken und Ideen erörtern macht also Sinn. Nach der Krise werden diverse Debatten in diversen Branchen geführt werden.

    Kommt es zum Umdenken bei der Spitalplanung?
    Nur weil man alle 100 Jahre einen Kapazitäts-Engpass hat soll man doch nicht die anderen 99,99% der Zeit eine aufgeblähte, überdimensionierte Spitallandschaft haben.

    Im Alltag gilt die notwendige Effizienz, immer mit dem Nutzer, dem Patienten, im Fokus. Für den Krisenfall gilt es einen Plan zu haben mit möglichen Aufrüstungen.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  16. #1456
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Lieber die Armee so ausrüsten, dass sie innerhalb kürzester Zeit Notspitäler aufbauen kann.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  17. #1457
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Kleinere Fallzahlen dadurch weniger Routine/Erfahrung dadurch mehr "Anfängerfehler" etc.
    Klingt plausibel. Danke für deine Einschätzung.
    Vormals rot|blau

  18. #1458
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Ich würde dagegen wetten. Die Spitaldichte in der CH ist grundsätzlich zu gross. Daran ändert auch die aktuelle Situation nichts.
    Wenn das Corona Thema mal ausgestanden ist - und dieser Zeitpunkt wird kommen - dann werden Aktionismus und Panik wieder durch nüchterne Vernunft ersetzt.
    Eine Konsolidierung wird im übrigen keine Verknappung des Angebots oder gar Abstriche bei der Qualität nach sich ziehen. Aber den Anspruch, dass jeder Schweizer zum nächsten Spital nicht länger fahren muss als zum nächsten Restaurant, wird man aufgeben müssen.
    Ich hoffe doch, dass die Vernunft schon vorher einkehrt. Gibt schon viele Anzeichen dafür. Ich denke schon, dass ein Umdenken stattfinden wird. Ob die Konklusion dann mehr Kapazitäten bereitstellen ist, wage ich auch zu bezweifeln. Aber ich bezweifle auch, dass nach der Pandemie gleich gedacht wird, wie zuvor. Unabhängig von Panik oder Aktionismus.

    Zitat Zitat von Pro Sportchef bim FCB Beitrag anzeigen
    Nur weil man alle 100 Jahre einen Kapazitäts-Engpass hat soll man doch nicht die anderen 99,99% der Zeit eine aufgeblähte, überdimensionierte Spitallandschaft haben.

    Im Alltag gilt die notwendige Effizienz, immer mit dem Nutzer, dem Patienten, im Fokus. Für den Krisenfall gilt es einen Plan zu haben mit möglichen Aufrüstungen.
    Stimme absolut zu. Sich auf den SARS-CoV-3 vorzubereiten wäre nicht sonderlich schlau. Umdenken heisst nicht, dass eine der erwähnten Möglichkeiten die Lösung sein wird. Das wären bloss neue Argumente für alte Gedanken.

    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Lieber die Armee so ausrüsten, dass sie innerhalb kürzester Zeit Notspitäler aufbauen kann.
    Klingt flexibel und sinnvoll. Vor allem, weil auch gleichzeitig Personal zur Verfügung stünde. Wären Multifunktionsgebäude, in welchen innert kurzer Zeit ein Spital eingerichtet werden könnte denkbar oder hygienetechnisch nicht unrealistisch?
    Vormals rot|blau

  19. #1459
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Klingt flexibel und sinnvoll. Vor allem, weil auch gleichzeitig Personal zur Verfügung stünde. Wären Multifunktionsgebäude, in welchen innert kurzer Zeit ein Spital eingerichtet werden könnte denkbar oder hygienetechnisch nicht unrealistisch?
    Theoretisch könnte man sogar Schulhäuser umfunktionieren. Aber ich denke modulare Container wären insofern sinnvoll, da man sie in kleineren Einheiten bei Grossanlässen einsetzen kann z.b.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  20. #1460
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    Südkorea, ein Land mit 51 Mio. Einwohnern, hat es geschafft, die Verbreitung nach ca. 9000 Infektionen mehr oder weniger zu stoppen (weniger als 100 Neuinfektionen täglich) und das ohne Lockdowns und weitgehend ohne Schliessungen von Restaurants, Einkaufszentren, Schulen etc.

    Die Schweiz mit nur 8 Mio. Einwohnern hat Südkorea bereits überholt was die Anzahl Infektionen anbelangt und eine Verlangsamung der Verbreitung des Virus is nicht abzusehen (1000-2000 Neuinfektionen täglich), und dass obwohl die Massnahmen der Regierung hier restriktiver sind.

    Was machen wir falsch in der Schweiz und in Europa?

  21. #1461
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    Zitat Zitat von Nii Beitrag anzeigen
    Was machen wir falsch in der Schweiz und in Europa?
    https://www.heise.de/tp/features/Cor...a-4688414.html

  22. #1462
    Erfahrener Benutzer Avatar von Zuffi
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    Die Verlangsamung ist da. Die Massnahmen greifen. Wir sind noch nicht über dem Berg, aber ab es kommt Hoffnung auf.

  23. #1463
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    Nun, vermutlich hat der Bund im Tessin viel zu spät Massnahmen ergriffen.
    Für den Rest des Landes scheint man gerade noch rechtzeitig gewesen zu sein:
    https://www.srf.ch/news/regional/ber...al-zu-arbeiten
    Das Spital noch leer, leerer wie sonst:

    "Seit ich auf dem Notfall bin, ist es ziemlich ruhig. So eine ruhige Phase habe ich noch nie erlebt.
    Ich weiss nicht, ob die Patienten das Spital meiden wollen, damit sie auf keinen Fall Kontakt zum Coronavirus haben. Gleichzeitig wurden viele Operationen abgesagt, das Spital ist also ziemlich leer. Es ist schon speziell, im Moment im Spital zu arbeiten. Überall liest man von der Pandemie – im Spital ist es aber noch sehr ruhig."
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  24. #1464
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    Zitat Zitat von Zuffi Beitrag anzeigen
    Die Verlangsamung ist da. Die Massnahmen greifen. Wir sind noch nicht über dem Berg, aber ab es kommt Hoffnung auf.
    Ist es OK wenn ich erst bei Faktor <=1 jubeln will?

  25. #1465
    Erfahrener Benutzer Avatar von Pro Sportchef bim FCB
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    https://www.watson.ch/schweiz/gesund...er-die-schweiz

    Wir nehmen französische Intensivpatienten auf und den Froschfre***** fällt nichts besseres ein als unsere Schutzmasken noch immer zu blockieren. Das nenn ich mal Dankbarkeit.
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  26. #1466
    Erfahrener Benutzer Avatar von Zuffi
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    Zitat Zitat von Faniella Diwani Beitrag anzeigen
    Ist es OK wenn ich erst bei Faktor <=1 jubeln will?
    Natürlich. Geht mir auch so. Aber bin hoffnungsvoll für die morgigen Zahlen.

  27. #1467
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Nii Beitrag anzeigen

    Die Schweiz mit nur 8 Mio. Einwohnern hat Südkorea bereits überholt was die Anzahl Infektionen anbelangt und eine Verlangsamung der Verbreitung des Virus is nicht abzusehen (1000-2000 Neuinfektionen täglich), und dass obwohl die Massnahmen der Regierung hier restriktiver sind.
    Wir sind jetzt bzgl. Infektionen in Relation zur Gesamtpopulation praktisch auf Augenhöhe mit Italien.
    Das zeigt wohl v.a., dass die Zahl der Infizierten (69K) für I völliger Quatsch ist. Es dürften dort wohl >200K sein. Das ergäbe auch eine halbwegs nachvollziehbare Mortalität.

  28. #1468
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Wir sind jetzt bzgl. Infektionen in Relation zur Gesamtpopulation praktisch auf Augenhöhe mit Italien.
    Das zeigt wohl v.a., dass die Zahl der Infizierten (69K) für I völliger Quatsch ist. Es dürften dort wohl >200K sein. Das ergäbe auch eine halbwegs nachvollziehbare Mortalität.
    Wie ich schon paarmal erwähnt habe kann man gut hochrechnen, zumindest zum Schätzen.

    CH:
    86 Tote lassen auf 8'600 Infizierte (bei Todesrate 1%) vor 17 Tagen (durchschnittliche Anzahl zwischen Infektion und Tod) schätzen. Alle 6 Tage gab es in diesen 17 Tagen eine Verdopplung der Infizierten.
    Damit kommst du auf heute etwa 72'000 tatsächlich Infizierte.
    Davon brauchen 20% Spitalaufenthalt (14'000), 5% Intensiv (3'600). Diese Zahlen erreichen wir glaube ich bei weitem nicht. Das heisst die Schätzung hinkt weil vielleicht die Todesrate tiefer ist oder wir die Verdoppelung der Infizierten verlangsamen konnten und es somit insgesamt weniger Infizierte gibt.

    Für IT:
    7'000 Tote, Todesrate 4% = 175'000 Infizierte vor 17 Tagen = 1,4 Mio. tatsächliche Infizierte jetzt. Auch hier wieder, die Schätzung hinkt wenn der Lockdown bereits Wirkung zeigte und die Verdoppelung nicht alle 6 Tage stattfand.

    Relativ gut kann man aber mit Todesrate und "durchschnittliche Anzahl Tage bis zum Tod" herausfinden, wie viele Infizierte es dann gab. Und das waren wohl schon diese 175'000 vor 17 Tagen...
    Ich lasse mir meine Meinung nicht durch Fakten kaputt machen!

  29. #1469
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    Ja, wir könnten uns mehr am totalitären Regime in China orientieren, welches vermutlich versuch hat den Ausbruch zu vertuschen.

    Aber etwas ernsthafter:
    Der Artikel besteht aus "ich kann nicht abschätzen" und "habe keine Zahlen" und "vermutlich" und "ich glaube" und "hatte wahrscheinlich".

    Keine Ahnung, was ich davon (und somit von China) lernen soll - ausser dass wir mehr testen sollten und wir das verpasst haben.

    Wenn Personen mit leichten (oder auch keinen) Symptomen sich nicht testen lassen können, dann begeben sie sich sicherlich nicht in 2 Wochen Isolation blos weil sie einmal gehustet haben.
    Wer nach der ganzen Presseehysterie als Simulant verurteilt wird, wenn er sich testen lassen will, ohne klare Symptome und darum schauspielert, der hat auch nicht Verstanden was in den Personen vorgeht.

  30. #1470
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Wir sind jetzt bzgl. Infektionen in Relation zur Gesamtpopulation praktisch auf Augenhöhe mit Italien.
    Das zeigt wohl v.a., dass die Zahl der Infizierten (69K) für I völliger Quatsch ist. Es dürften dort wohl >200K sein. Das ergäbe auch eine halbwegs nachvollziehbare Mortalität.
    Die Zahlen sind für Vergleiche über eine Grenze nicht zu gebrauchen. Andere Test-Regimes, andere Test-Häufigkeiten, andere Art zu zählen.
    Wenn es stimmt, dass viele Leute die Krankheit ohne Symptome durchmachen, dann stimmt auch die ganze Mortalitätsraten Berechnung bei uns nicht.

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