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Thema: Moderner Fussball - Eine Grundsatzdiskussion auch bezüglich Club- vs. Länderfussball

  1. #1
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    Standard Moderner Fussball - Eine Grundsatzdiskussion auch bezüglich Club- vs. Länderfussball

    Der liebe Begriff "Modern Football" - man hört sich wie ein Romantiker an. Zugegebenermassen ist man auch relativ naiv, sich dafür einzusetzen. Diesen Kampf haben wir längst verloren. Der europäische Markt ist so klein und relativ unbedeutend geworden. Man nimmt uns nicht mehr ernst.

    Ich schaue seit 2,5 Jahren immer wie weniger Fussball. Seit dieser Saison habe ich ausser den Dinamo Zagreb Spielen kein einziges Spiel in der CL gesehen. In der EL nur die Spiele des FCB. Und das mache ich aus Boykott. Ich unterstütze das neue Produkt Fussball nicht mehr. Die grossen Ligen boykottiere ich genauso. Liverpool - City ist momentan etwa das Topspiel und um schönen Fussball zu sehen ein Highlight. Und nichtsdestotrotz schaue ich es nicht.

    Fussball ist neben dem Reisen mein Leben. In den schwierigsten Zeiten meines Lebens gab er mir Kraft und Freude. Da ich noch nicht verheiratet bin und keine Kinder habe kann ich auch sagen, dass der Fussball mir die schönsten Momente und am meisten Freude gegeben hat. Das ist nicht traurig, es ist halt mein Leben. Ich habe in Russland jedes Spiel von Kroatien gesehen und war Zeuge wie mein Kindheitstraum in Erfüllung ging. Ich habe mein kleines und unbedeutendes Land im WM-Finale live gesehen und unterstützt. Ich war, wo fast jeder Junge sein will. Mandzukics Treffer gegen England direkt vor unserer Tribüne und der Schlusspfiff waren die glücklichsten Momente meines Lebens. Auch wenn dieser Tag stark von Durchfall aufgrund der Nervosität begleitet wurde.

    Trotz dieser grossen Liebe, schaue ich keinen Fussball mehr. Einerseits bin ich am leiden. Ich denke immer wieder, dass ich eigentlich das Spiel gerne sehen würde. Jedoch mache ich es nicht. Andererseits habe ich manchmal das Gefühl, ich verliere mein Interesse an diesem Sport. Stimmt aber nicht, sonst würde ich nicht täglich 6-7 Zeitungen in 3-4 Sprachen lesen und auf altmodischen Fussballforen Threads eröffnen und mit Leuten diskutieren.

    Wer hat die Bücher von Football-Leaks gelesen? Der erste Teil hat mich stark zum nachdenken gebracht. Der zweite Teil hat mich zu stark mitgenommen. Seit diesem Buch schaue ich keinen internationalen Fussball mehr. Nur die kleineren und unbedeutenderen Sachen. Wir sind uns in dieser Welt so viele schlechte Sachen gewöhnt. Das ein Profifussballer Offshore-Accounts hat und keine Steuern zahlen will ist so selbstverständlich bei der Nachrichtenaufnahme geworden wie das Bayern deutscher Meister wird. Es ist nicht überraschend und hat keinen Eindruck hinterlassen. Eine Schlagzeile die nach 2 Tagen nicht mehr interessiert. Generiert auch nicht mehr so viele Klicks. Aber da ich das Buch täglich weitergelesen habe, habe ich mir immer wie mehr Gedanken zu allem gemacht und konnte einfach nicht mehr. Auch der Whistleblower Rui Pinto war so. Der hat CR7 ausgeliefert, trotz grosser bewunderung für ihn. Sogar seinen Hund nennt er Cristiano Ronaldo!!

    Dinamo Zagreb ist mein Verein. Meine grosse Liebe. Und mein Verein ist genauso ein Scheissverein wie die meisten. Die meisten hier wissen, wie Dinamo und die Bad Blue Boys unter Zdravko Mamic gelitten haben. Was alles passiert ist. Auch wenn Mamic hervorragende Arbeit geleistet hat. Dinamo ist so gut wie noch nie, dank seiner Arbeit. Kroatien ist auch dank ihm im WM-Finale. 8 der 11 Spieler in der WM-Final-Startaufstellung waren bei Dinamo in der Ausbildung. Beinahe alle einen Vertrag bei Mamics ehemaligen Agentur. Nichtsdestotrotz ist der Verein alles für mich. Die BBB haben gekämpft und viel erreicht. Wir sind international gesehen doch noch ein kleiner Verein und man kann noch etwas erreichen. Wie kann ich es also einem PSG-Fan oder City-Fan verübeln, wenn sie weiterhin ihre Vereine unterstützen?

    Für mich ist das ein grosses Dilemma und ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Wie sieht es bei euch aus? Wie seht ihr alles? Wie geht ihr damit um?


    Ein anderer Punkt, der eigentlich einen eigenen Thread verdient. Clubfussball oder Länderfussball? Der Club-Fussball ist eindeutig beliebter. Vereine kommen vor der Nationalelf bei beinahe allen grösseren Fussballfans. Bei mir aber nicht. Warum? Wenn ich meine Stadt oder meinen Verein unterstütze, da aber 80-90% "fremde Spieler" spielen (Ich meine Ausländer, nicht von einer anderen Stadt im Land), dann hat das objektiv gesehen mit viel weniger Emotionen zu tun. Da ist der Fussball tatsächlich nur ein Job und ein Geschäft. Den Spielern bedeutet der Verein nicht wirklich etwas. Schöne Erinnerungen und that's it. Da geht es um viel Geld. Emotionen sind weniger wichtig.

    Bei den Länderspielen ist es aber nicht so. Da ist noch viel mehr vom ursprünglichen Sport geblieben. Da spielst du mit was du hast. Da sind Emotionen viel wichtiger. Du kannst dir keine Manschaft zusammenstellen. Da spielt halt ein Modric im Team mit jemandem auf Dynamo Kiev oder Bradaric (ehemals Ersatz bei Cagliari) im Team. Ronaldo teilt dort auch die Kabine mit vielen eher durchschnittlichen Spielern. Da kommt es aber auch auf die Leidenschaft, die Emotionen und sonstige Gefühle an. Natürlich haben die FIFA und die UEFA die Wettbewerbe geschlachtet. Die FIFA ist dabei viel schlimmer, aber egal. Ich finde, dass der Stellenwert der Nationalmannschaften bei wirklichen Fussballiebhabern zu klein ist. Zu unbedeutend. Aber genau dort kommt es noch immer zu Überraschungen. Siehe Beispiel Kroatien mit 4 Mio. Einwohnern im WM-Finale. 2016 gewinnt Portugal und Wales steht im Halbfinale. Siehe Island. Siehe Costa Rica in Brasilien als Gruppensieger vor England, Italien und Uruguay. Im Clubfussball sind solche Ereignisse eine grosse Ausnahme geworden. Ajax Amsterdam. Das wird lange nicht passieren. Was ist eure Meinung dazu?

    Sorry fürs vollspamen - ich weiss der Beitrag ist lang. Nichtsdestotrotz finde ich, dass da eine sehr interessante Diskussion entstehen kann. Freue mich sehr auf eure Meinungen und Rückmeldungen!

  2. #2
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    Interessanter Beitrag.
    So etwas wie Vereinsfussball gibt es für Fussballer kaum noch. Man spielt nur noch bei einem Verein Fussball, um zu einem höher kotierten Verein wechseln zu können, mit der Top-Elite Europas als Endziel. Bis weit in die unteren Ligen bestehen Fussballvereine hauptsächlich aus Söldnern. Das Geld hat im Fussball den Vereinssport kaputt gemacht. Selbst wenn jemand als Jugendlicher als Fan in der Kurve steht, geht er als Spieler zum Feind, sofern er als Erwachsener gut genug ist dafür (siehe M. Neuer von Bayern München).

    Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die grosse Mehrheit der weltweiten Fussballfans sich nur für Europas Top-Elite interessiert. Daher wird im Bezahltfernsehen mit Europas Top-Elite das grosse Geld gemacht. Spiele wie Real Madrid - Manchester United, FC Barcelona - Juventus Turin oder Bayern München - FC Liverpool lassen die Pay-TV-Zuschauerzahlen explodieren, während Spiele wie Legia Warschau - FC Basel, Dynamo Bukarest - Rosenborg Trondheim oder FC Brügge - FC Kopenhagen nur die Leute aus diesen Region interessiert und den TV-Station Verluste bescheren.

    Selbst wenn das Schweizer Fernsehen 100 x zwischen Real Madrid - Manchester United und FC Brügge - FC Kopenhagen auswählen könnte, es würde nicht ersteres 98 x und zweites 2 x ausstrahlen, sondern ersteres 100 x. Man kann dem TV-Publikum niemals so etwas wie FC Brügge - FC Kopenhagen zumuten. Zudem würde das die Quote um mindestens 90 % senken.

    So lange die grosse Masse der weltweiten Fussballfans Europas Top-Elite hinterher lechzt, wird sich nichts ändern. Nur mit viel Geld und mit Verpflichtungen von Topstars kann sich ein nicht weltweit beachteter Verein in Europas Top-Elite einbringen. Geschafft hat dies nun PSG. Man sieht nun viele Kinder, auch bei uns, im PSG-Dress herumlaufen. Vor 10 Jahren noch undenkbar. Würde der finnische Verein Haka Valkeakoski vom Amazon-Boss Jeff Bezos gekauft und würde er für mehrere Milliarden CHF Spieler wie Ibrahovimic, Messi, Reus, Neymar, Van Dijk, Ramos und weitere 12 Top-Spieler einkaufen, könnte auch ein solcher Verein in Europa Top-Elite Einzug halten.

    Dass die Nationalmannschaften unterdessen viel authentischer sind als Vereine, ist das Resultat der Konzentration auf Europas Top-Elite. Auf der Ebene der Nationalteams gibt es mehr Überraschungen als bei den Vereinen. Würde mich aber nicht wundern, wenn die FIFA irgendwann entscheiden würde, dass die Staatsangehörigkeit kein Massstab mehr für die Spielberichtigung in den Nationalteams ist und dass alle Ausländer einer Liga eines Landes auch für die Nationalmannschaft spielberechtigt wären. Das wird dann passieren, wenn an einer WM 3 x nacheinander kein Grosser im WM-Halbfinal sein wird. Man stelle sich eine WM vor mit Schweden - Paraguay und Schweiz - Südkorea im Halbfinal vor, das wäre wir die FIFA das ultimative Debakel. Allerdings eher unrealistisch. Es ist alles nur eine Frage der Zeit, bis Brasilien, Argentinien, Italien, Spanien, Frankreich, England und Deutschland das nächste Mal Weltmeister werden.

    Aber machen wir uns nichts vor. Auch in anderen Sportarten kommt es auf die Namen an.

    Ein Daviscup Spiel Schweiz gegen Schweden in Basel ohne Federer und Wawrinka würde fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Und mit den beiden könnten 100'000 Tickets verkauft werden.

    Sollte nun Taulant Xhaka beim FCB bleiben bis er den Zenit seiner Laufbahn überschritten hat, gehört im auf dem Marktplatz ein Denkmal gesetzt.

  3. #3
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    Das ist ein geniales Thema. Fussball und der immer grössere Komerz.Ich könnte euch einen verein vorrstellen der genau so anti fussball komerz ist. Der verein heisst United of Manchester und spielt etwa in der 7.oder 8. englischen liga. Dieser Verein wurde von den Manunited fans gegründet die sich nicht mehr sich mit der richtigen united identfizieren konnte seit der ammerikanischen übernahme durch die Glazers. Dort kannst du noch stehen, und singen wass eigentlich im hochglanz fussball entweder verboten oder langsam verpöhnt ist. Dieser Club kommt auch immer wieder nach Winterthur für ein freundschaftskick ende saison. Ist ne ganz intresante geschichte finde ich. Es gibt vielkeicht in Uk noch andere alternative vereine.Das habe ich noch nicht heraus gefunden.
    Und zu den neuen uefa oder fifa plänen mit clubs wm oder ähnliches will ich gar nicht mehr sagen ausser es ist unnötig.
    Wir können jetzt auch schon tiefer ins thema gehen und über bezahlbare Fussball tickets diskutieren.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Fcb Freak Beitrag anzeigen
    Es gibt vielkeicht in Uk noch andere alternative vereine.Das habe ich noch nicht heraus gefunden.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/AFC_Wimbledon
    CR7 Fanboy

  5. #5
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    In der*Saison 2016/17*spielte man durch den Abstieg der Milton Keynes Dons aus der 2. Liga in derselben Klasse. In der*Saison 2018/19*spielte der AFC eine Liga über den MK Dons, da diese erneut abgestiegen waren


    Das isch notürlig sowas vo geil
    CR7 Fanboy

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von unwichtig
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    Natürlich hört sich das toll an und wäre EIGENTLICH nachahmendswert, aber will man seinen Herzenverein nicht erfolgreich sehen, mit Tausenden anderen die ebenfalls Deine Farben vertreten und sich mit den anderen Vereinen von egal-woher messen? Klar hat unsere 3. Liga einen gewissen Flair, aber nur für ein Wochenende
    Es ist einfach nicht dasselbe ob man den Dorfklub vor 75 Zuschauern verfolgt, ohne jegliche Stimmung, oder in einem Stadion mit x-Tausenden, Lärm ohne Ende und Emotionen bis zum Herzinfarkt. Das wissen die Leute, die den Fussball vermarken und gnadenlos ausbeuten leider...
    Abstinenzler sind Leute, die niemals entdecken, was sie versäumen.

  7. #7
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    jammerschade, dass es die "Quo Vadis FCB"-Threads aus dem "Alten Testament" von vor über 15 Jahren nicht mehr gibt.
    AMATEUR CRIMPS is an anagram for TRUMP'S AMERICA

    RHINO ON'S JOBS is an anagram for BORIS JOHNSON

  8. #8
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    Zitat Zitat von Rotblau Beitrag anzeigen
    Interessanter Beitrag.
    So etwas wie Vereinsfussball gibt es für Fussballer kaum noch. Man spielt nur noch bei einem Verein Fussball, um zu einem höher kotierten Verein wechseln zu können, mit der Top-Elite Europas als Endziel. Bis weit in die unteren Ligen bestehen Fussballvereine hauptsächlich aus Söldnern. Das Geld hat im Fussball den Vereinssport kaputt gemacht. Selbst wenn jemand als Jugendlicher als Fan in der Kurve steht, geht er als Spieler zum Feind, sofern er als Erwachsener gut genug ist dafür (siehe M. Neuer von Bayern München).

    Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die grosse Mehrheit der weltweiten Fussballfans sich nur für Europas Top-Elite interessiert. Daher wird im Bezahltfernsehen mit Europas Top-Elite das grosse Geld gemacht. Spiele wie Real Madrid - Manchester United, FC Barcelona - Juventus Turin oder Bayern München - FC Liverpool lassen die Pay-TV-Zuschauerzahlen explodieren, während Spiele wie Legia Warschau - FC Basel, Dynamo Bukarest - Rosenborg Trondheim oder FC Brügge - FC Kopenhagen nur die Leute aus diesen Region interessiert und den TV-Station Verluste bescheren.

    Selbst wenn das Schweizer Fernsehen 100 x zwischen Real Madrid - Manchester United und FC Brügge - FC Kopenhagen auswählen könnte, es würde nicht ersteres 98 x und zweites 2 x ausstrahlen, sondern ersteres 100 x. Man kann dem TV-Publikum niemals so etwas wie FC Brügge - FC Kopenhagen zumuten. Zudem würde das die Quote um mindestens 90 % senken.

    So lange die grosse Masse der weltweiten Fussballfans Europas Top-Elite hinterher lechzt, wird sich nichts ändern. Nur mit viel Geld und mit Verpflichtungen von Topstars kann sich ein nicht weltweit beachteter Verein in Europas Top-Elite einbringen. Geschafft hat dies nun PSG. Man sieht nun viele Kinder, auch bei uns, im PSG-Dress herumlaufen. Vor 10 Jahren noch undenkbar. Würde der finnische Verein Haka Valkeakoski vom Amazon-Boss Jeff Bezos gekauft und würde er für mehrere Milliarden CHF Spieler wie Ibrahovimic, Messi, Reus, Neymar, Van Dijk, Ramos und weitere 12 Top-Spieler einkaufen, könnte auch ein solcher Verein in Europa Top-Elite Einzug halten.

    Dass die Nationalmannschaften unterdessen viel authentischer sind als Vereine, ist das Resultat der Konzentration auf Europas Top-Elite. Auf der Ebene der Nationalteams gibt es mehr Überraschungen als bei den Vereinen. Würde mich aber nicht wundern, wenn die FIFA irgendwann entscheiden würde, dass die Staatsangehörigkeit kein Massstab mehr für die Spielberichtigung in den Nationalteams ist und dass alle Ausländer einer Liga eines Landes auch für die Nationalmannschaft spielberechtigt wären. Das wird dann passieren, wenn an einer WM 3 x nacheinander kein Grosser im WM-Halbfinal sein wird. Man stelle sich eine WM vor mit Schweden - Paraguay und Schweiz - Südkorea im Halbfinal vor, das wäre wir die FIFA das ultimative Debakel. Allerdings eher unrealistisch. Es ist alles nur eine Frage der Zeit, bis Brasilien, Argentinien, Italien, Spanien, Frankreich, England und Deutschland das nächste Mal Weltmeister werden.

    Aber machen wir uns nichts vor. Auch in anderen Sportarten kommt es auf die Namen an.

    Ein Daviscup Spiel Schweiz gegen Schweden in Basel ohne Federer und Wawrinka würde fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Und mit den beiden könnten 100'000 Tickets verkauft werden.

    Sollte nun Taulant Xhaka beim FCB bleiben bis er den Zenit seiner Laufbahn überschritten hat, gehört im auf dem Marktplatz ein Denkmal gesetzt.
    Alles was du sagst, macht total Sinn und ist mir auch verständlich. Was kann man jedoch dagegen machen? Gar nichts. Wirtschaftlich gesehen ist der Europäische Markt zu klein. Wir sind nicht lukrativ und unbedeutend. Das trifft aber nur auf die grossen Ligen zu.

    Beispiel Dinamo Zagreb: Mit Mamic hatten wir ja auch einen der grössten Schurken im Fussball überhaupt. Aber die BBB und teilweise die Institutionen konnten was dagegen machen. Warum? Weil Dinamo von den Leuten aus der eigenen Region abhängig ist. Weil der Verein niemanden interessiert. Dasselbe gilt auch bei Basel. Hier kann man nicht einfach machen was man will, da der Verein zu abhängig von der Region ist.

    Meiner Meinung nach ist der Fussball am sterben oder schon tot. Schurken und geldgierige Menschen gibt es überall, gegen Korruption kann man jedoch nicht allzuviel machen. Jedoch ist laut Rafael Buschmann vom Spiegel und dem Autor von "Football Leaks" der Sport Fussball die weltweit grösste Industrie, welche so ziemlich unreguliert ist und keine Transparenz bietet.

    Meiner Meinung nach sollten wie in den USA alle Geldflüsse öffentlich einsehbar sein um der Korruption vorzubeugen. Ich glaube nicht, dass ich mich tatsächlich auf die USA berufe.... Aber dort kann man sich tatsächlich eine Scheibe abschneiden. Der Salary Cap sollte ein Thema werden. Financial Fair Play wurde eingeführt und wäre ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Jedoch wurde klar von Rui Pinto (Whistleblower von Football Leaks) und dem Spiegel aufgezeigt, wie der Herr Infantino (witzigerweise zur FIFA gegangen um aufzuräumen...) hinter dem Rücken der Ethikkomission der UEFA mit City und PSG verhandelt hat und Deals abgeschlossen hat damit die Vereine nicht aus der Champions League geworfen werden.

    Aber die UEFA und die FIFA arbeiten ja offensichtlich nicht im Interesse des Fussballs. Wieso werden einige Wettbewerbe (EM und WM) vergrössert um den kleinen "eine Chance zu geben", während andere elitisiert (CL...) werden? Natürlich des Geldes wegen... Aleksander Ceferin macht meiner Meinung nach viele Sachen noch richtig und probiert sich für gute Sachen einzusetzen. Jedoch haben einige Mitglieder der ECA (European Club Association) zu viel Macht und setzen sich für eine elitisierung der CL ein und einer noch unfaireren Geldverteilung. Gab ja einen grossen Aufstand der Mittelgrossen und kleineren Vereine, jedoch werden deren Interessen gar nicht geschützt und Ceferin muss auch darauf eingehen, da sonst die grossen diese Scheiss-Superliga gründen werden...

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Zitat Zitat von crogoran Beitrag anzeigen
    da sonst die grossen diese Scheiss-Superliga gründen werden...
    Sollen sie doch.
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    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

  10. #10
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    Ich selber sehe für die Zukunft auch ziemlich schwarz. Nur schon in der näheren Vergangenheit sind es die folgenden Punkte, die ganz schwer zu verdauen sind:

    - VAR (und leider ziemlich wenig Protest im Gesamten)
    - EM 2020 (nicht nur ökologisch ein absoluter Schwachsinn)
    - WM 2022 in Katar (wohl keine Erklärung notwendig)

    Während die EM 2016 in Frankreich durchaus noch ihre Reize hatte, hat es mir 2018 in Russland schon total abgelöscht. In einem nun wirklich gar nicht konformen Land eine dennoch total sterile Weltmeisterschaft mit Popcorn-Atmosphäre überall.

    Spieltage werden immer mehr zerstückelt, im Free TV schauen kann ich trotzdem relativ wenig. Pay TV hat sich schon viel zu stark etabliert. Schlussendlich sind aber trotzdem „wir“ mehr als mitschuldig am ganzen Übel. Gerade unser Land ist grösstenteils zu einer reinen Konsum- und vor allem Überfluss-Gesellschaft geworden, so dass es mir schlecht wird. In den Städten mag es noch etwas besser aussehen, in anderen Teilen des Landes aber sucht man sich gerne irgendeinen Verein aus, von dem man dann „Fan“ ist. Neben den Klassikern wie Barça oder Real sind es je nach sportlicher Entwicklung dann Vereine wie Chelsea, PSG, Man Utd, Arsenal, Bayern oder was auch immer. Selbstverständlich ist null Bezug zum Verein vorhanden und im besten Fall schaut sich jemand die Spiele des Vereins über 90 Minuten an – im Pay TV natürlich.

    Weiter werden die Smartphones gerade unsere Gesellschaft verblöden lassen, davon bin ich überzeugt. Das zieht sich nicht nur durch den Fussball, sondern auch durch Bereiche wie Musik oder Filme. Es ist nur noch ein kurzes Konsumieren, im Beispiel der Musik ein paar Minuten, beim Fussball 90 Minuten, und dann kann man sich wieder den wichtigeren Sachen wie Instagram oder Snapchat widmen.

    Für mich sind es schlussendlich nur die bestehenden Fankurven, die den Fussball noch retten können – und natürlich nur in der eigenen Stadt oder indirekt höchstens landesweit. Aber auch hier hat Social Media schon ganze Arbeit geleistet. Neben der Schweiz und Deutschland macht mir bald nur noch der Balkan Hoffnung, dass man sich nicht total exponieren muss, sich treu bleibt und nicht ins komplett Lächerliche à la „gruppaof“ abdriftet.

    Ich habe es schon mehrmals erwähnt… Ich bin immer wieder gerne in England, um mir Spiele anzuschauen. Ich finde aber, dass man schlicht und einfach sagen muss, dass ein grosser Teil dessen, was den Fussball eigentlich ausmacht, dort tot ist. Der Fussball selber mag so gut wie noch nie sein, aber das ist auch kein Wunder beim hier bereits erwähnten Söldner-Dasein der meisten Spieler.

    Aber auch das ist nicht nur eine Sache der reichen Vereine, sondern beginnt im Beispiel der Schweiz bereits in der 2. oder 3. Liga. Man muss sich das mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen… Die dritt-tiefste Liga, in der teilweise regelmässig auf Kuhackern gespielt wird, und Spieler rennen dem Geld nach und kassieren teilweise vierstellig. Die Summen sind anders, besser als bei den Profis ist es im Grundsatz aber nicht.

    Neben der europäischen Konsumgesellschaft kommen dann natürlich auch noch die anderen Kontinente ins Spiel. Ich kann ja verstehen, dass sich ein Inder oder jemand aus Singapur lieber Man Utd gegen Liverpool anschaut als ein Spiel ihrer beschissenen Liga. Für die Entwicklung des Fussballs ist es aber halt auch ziemlich beschissen.

    Ein Fazit ist schwierig… Bei mir sind es effektiv nur die Fankurven, die für mich den Stadionbesuch noch wirklich zumutbar machen. Bei den grossen Spielen natürlich. Schlussendlich denke ich aber nicht, dass irgendwann alles „too much“ ist und sich etwas ändert. Leute wie ich, die schon über 30 sind, werden sich meiner Meinung nach immer mehr angewidert abwenden vom ganzen Zirkus. Ältere Semester sowieso auch. Die TV-Zuschauer werden bleiben oder mehr werden, auch Stadionbesucher werden bleiben beziehungsweise sich auswechseln. Es wird irgendwann immer mehr Vereine ohne Seele geben, aber solange bei Everton gegen Man City ein gut betuchtes Ü50-Publikum oder bei RB gegen Dortmund Ratten das Stadion füllen, ist doch für das Geschäft Fussball alles in Ordnung...
    contro diffide e repression, combatteremo per il nostro grande amor

  11. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wasserturm
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    Zitat Zitat von Käppelijoch Beitrag anzeigen
    Sollen sie doch.
    !!!

    Mittel- und langfristig ist dies wohl die einzige Lösung, die den "richtigen" Fussball noch retten kann. Natürlich nebst dem, dass die Schweiz als "Gastgeberland" diese Amöben FIFA und UEFA auch endlich anständig besteuern und regulieren soll. Ansonsten folgen alle wie Lemminge den Grossen und hoffen, sich auch ein Stück vom Kuchen sichern zu können. Die UEFA macht's dann wieder geschickt und verteilt ein wenig Krümel aka Solidaritätszahlungen. Diese stellen nichts dar im Vergleich zum ganzen Kuchen, jedoch immer noch mehr , als man bisher als sogenannt "Kleiner" erhalten hat. So hält man die Herde beisammen und niemand schert aus. Wenn's dann doch mal jemand tut, zermürbt man diese eben gerichtlich, weil man finanziell eh den längeren Atem hat.

    Für mich gilt seit einigen Jahren ebenfalls Boykott der CL. In den letzten 3 Jahren habe ich vielleicht noch eine Hand voll Spiele im Europacup geschaut, wenn mein FCL nicht dabei war. (Ok, auch da waren's kaum mehr als eine Hand voll ) Und hey, ich lebe effektiv gut damit.

    Dass der Nationalmannschaftsfussball mehr hergibt, halte ich auch für eine Mär. Vielleicht gilt dies noch für die doch eher nationalistisch denkenden Staaten im Balkan / Osten, wo die Spieler wirklich stolz sind, ihr Land zu repräsentieren. (Sorry für die Verallgemeinerung, aber kommt halt schon so rüber) Ansonsten ist auch dort der Karren längst abgefahren dank UEFA und FIFA (Katar '22, Euro '20, Russland '18, Nations League an sich, etc. etc.) Auch das ständige Abwerben von Spielern in anderen Nationen gehört ja zum guten Ton. Das fängt übrigens auch im kleineren Rahmen bereits an, wenn Liechtenstein sich wieder Spieler zusammensucht.

    Support your local team - es ist umso schöner, wenn man damit einmal etwas erreicht. Und sei es nur eine EL-Quali oder ein grandioser Sieg/Niederlage in einem Cup-Spiel, den man live im Stadion miterleben durfte.. Das sind die Erlebnisse und Emotionen, die dir menschlich etwas bringen.
    Geändert von Wasserturm (07.01.2020 um 10:40 Uhr)

  12. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Wenn der FCB nicht dabei ist, interessiert mich die CL nicht, ich schaue kein einziges Spiel. Und es klappt wunderbar. Und das Selbe in der EL. Herbst 2018 war von dem her wunderbar, selten so wenig Fern gesehen fussballtechnisch

    Sollen sich ManCity und Real Madrid 100x pro Saison für den asiatischen und arabischen Markt duellieren, zur besten Sendezeit für den chinesischen Markt...mir gehts am Arsch vorbei.
    Lustig ist, dass man bei Bayern gemerkt hat, dass erste Sponsoren aufmucken, dass zu viel TV ins Pay-TV wandert und von den Einschaltquoten...besser gesagt Einkaufquoten her, zu wenig Zuschauer dabei sind, als dass es sich noch lange für die Sponsoren lohnen würde, Bayern horrende Sponsoringbeiträge zu bezahlen...

    ...aber ja...sollen sie doch am Geld ersticken, welches sie sich in den Rachen schieben wollen, sollen sie ihre Superduperliga mit Finalspiele in den USA oder China gründen....mir gehen diese Mannschaften schon lange am Arsch vorbei.
    Heusler.

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  13. #13
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    Ich finde das ein sehr schwieriges Thema. Auf der einen Seite sehe ich natürlich, die bereits dargelegten Probleme. Andererseits ist Fussball aber auch Unterhaltung. Wenn ich meine Zeit investiere, möchte ich auch ein gutes Produkt sehen. In diesem Zusammenhang finde ich halt, dass das Niveau in den kleineren Ligen massiv abgenommen hat. Die meisten Super League Spiele kann man sich nicht ansehen. Wenn man sich dann im Vergleich Spiele wie City gegen Liverpool ansieht, dann sind das fast zwei verschiedene Sportarten. Ich verstehe da jeden, der sich lieber City vs. Pool als Thun vs. Sion anschaut.

    Mein Ansatz ist ein pragmatischer: Spitzenfussball ist ein bisschen wie WWE geworden: Unterhaltsames Spektakel, aber halt irgendwie nicht echt.

  14. #14
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    Wollen wir mal versuchen eine Liste der Alternativen europäischen Vereine zu machen. Wie ich erwähnt habe kenne ich in England den united of manchester, und ihr den afc wimbledon. In der Schweiz könnte der fc winterthur zählen.In deutschland kann es vielleicht der fc St. pauli sein. Vielleicht gibt ja in nord europa auch solche vereine.
    Anbei des beispiel vom united of manchester wo es verägerte Fans waren die den Verein gründeten finde ich das recht stark, So unter dem moto der Verein gehört den Fans. Und der Uom schafte es per Crowdfounding ein 5000 er Stadion zu bauen. Und jetzt fält mir ein eventuell weiterer club ein,der green forest rover club der jedoch schon Profifussball spielt.

  15. #15
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Der grösste Feind des gemeinen europäischen Klubfussballfan heisst "ausländisches/ aussereuropäisches Grosskapital". Die Uefa hat zwar pro Forma Statuten, welche dies verhindern soll, ist allerdings personell schlecht besetzt und komplett korrupt. Financial Fairplay nützt nichts, wenn man den Personen in den entscheidenden Ämtern saftige monetäre Geschenke machen kann, um zu verhindern, dass Vereine sanktioniert werden. Nun ist es leider nicht so, dass dieses Geld einigermassen gleichmässig in Europa ankommt, sondern bei einer Handvoll Vereine akkumuliert wird, was dem Wettbewerbscharakter im Fussball schadet.

    Das zweite grosse Übel ist der aktuelle von Pay-TV-Sendern dominierte Fernsehmarkt, der ebenfalls unglaublich viel Kapital mitbringt und somit im Vergleich zum Stadiongänger ungleich mehr Gewicht bei den Verbänden erhält und gemäss ihren Interessen erfolgreich lobbyieren kann. Dies führt dann dazu, der wir diese Saison 3x an einem Donnerstag um 18.55 spielen mussten oder ein Spieltag nicht mehr das ist was der Name eigentlich beinhaltet nämlich ein Tag, an dem alle Vereine spielen (vorzugsweise ein Samstag), sondern ein "Spieltag" im Extremfall über 4 Tage gestreckt wird.
    Nid füre Lohn, für d'Region

  16. #16
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    Nun hat der FC Liverpool mit Nike einen Deal über etwa 80 Mio Franken pro Saison abgeschlossen.
    Nun können die Stammspieler dieses Vereins 5 Mio mehr pro Jahr kassieren.
    Nike wird das Geld wieder reinholen. Man gibt den Arbeitern in Indien, Pakistan und Bangladesh noch weniger Lohn bei noch längeren Arbeitszeiten. So leicht sich das aus. Dafür schauen die Arbeiter in diesen Ländern FC Liverpool-Spiele im Bezahltfernsehen. So läuft die Spirale.

  17. #17

  18. #18
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    Zitat Zitat von Fcb Freak Beitrag anzeigen
    Und jetzt fält mir ein eventuell weiterer club ein,der green forest rover club der jedoch schon Profifussball spielt.
    FGR ist der Verein aus der kleinsten Stadt, die einen Fussballverein oberhalb der Non-League-Pyramide stellt. Tatsächlich hat das Stadion (5147 Kapazität) und die Ortschaft Nailsworth (5794 Einwohner) ungefähr dieselbe "Grösse". Das alleine ist aller Ehren wert. Möglich ist das natürlich nur durch den charismatischen Chairman Dale Vince, Besitzer eines Ökostromunternehmens, der sehr viel ins neue Stadion (darum New Lawn), in die Infrastruktur und die Professionalisierung der Strukturen steckt, um den Verein auf Nachhaltigkeitskurs zu bringen.
    Es ist ein kleiner, herzlich geführter Verein, der so sonst nur bis maximal der National League zu finden ist. Die Leute sind mit Herzblut dabei, sind allerdings nicht verbissen und freuen sich augenscheinlich einfach über den guten Lauf, den ihr Verein hat. Auch der Chairman ist sich nicht zu schade, Leute mit Handschlag zu begrüssen, besonders wenn er erfährt, dass sich ein seltsamer Schweizer in sein Stadion verirrt hat...

    FGR ist ein Unternehmen, bläst sich aber nicht auf zu einem global player und bleibt mit den Füssen am Boden. DAS ist das sympathische an diesem Verein. Auch die Spieler tragen nicht dazu bei, Identifikation bei den Zuschauern zu stiften. Wie in dieser Liga üblich, erhalten und verlangen die meisten von ihnen kurzfristige Verträge, denn das Ziel sind eben auch bei ihnen die Honigtöpfe, die ein, zwei Ligen höher hängen.

    Identifikation ist durch den Verein gegeben, und das ist es, was auch mich bewegt. Darum mag ich mich gar nicht beteiligen an Trainer-, Spieler- und Präsidiumsdiskussionen. Macht für mich keinen Sinn, denn der Verein ist ausschlaggebend. Alles andere ist doch nur Kokolores.

    Darum mag ich auch die FGR. Da wissen die Leute, was sie haben, da ist nicht ein hingewürgtes 1:1 gegen Morecambe bereits ein Weltuntergang. Und vielleicht - ja, vielleicht freut sich das Gros der Zuschauer einen Tick ausgelassener über einen Treffer.

  19. #19
    Erfahrener Benutzer Avatar von k@rli o.
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    Spanisches Supercup Halbfinale, Real Madrid-Valencia, ausgetragen in - Saudiarabien.

    Die Spanier haben Sehnsucht nach ihren maurischen Wurzeln.
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  20. #20
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wasserturm
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    Zitat Zitat von k@rli o. Beitrag anzeigen
    Spanisches Supercup Halbfinale, Real Madrid-Valencia, ausgetragen in - Saudiarabien.

    Die Spanier haben Sehnsucht nach ihren maurischen Wurzeln.
    "Cup der Gleichheit" bitte immer so!

  21. #21
    Erfahrener Benutzer Avatar von Yazid
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    Zitat Zitat von k@rli o. Beitrag anzeigen
    Spanisches Supercup Halbfinale, Real Madrid-Valencia, ausgetragen in - Saudiarabien.

    Die Spanier haben Sehnsucht nach ihren maurischen Wurzeln.
    Auch das Format ist klasse... Supercup mit 4 Mannschaften.

  22. #22
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wasserturm
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    Zitat Zitat von Yazid Beitrag anzeigen
    Auch das Format ist klasse... Supercup mit 4 Mannschaften.
    Wobei natürlich Barcelona und Real mehr als die doppelte Startprämie erhalten als der Cupsieger Valencia.
    "Cup der Gleichheit" - ist ja logisch!
    Am Ende werden diese Verbrecher dann aber noch den Friedens-Nobelpreis einheimsen, weil wegen ihnen ja endlich einmal Frauen in selbst gewählter Kleidung (!!!) im Stadion zugelassen sind.

  23. #23
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    Dieser Cup der Gleichheit ist ja an lächerlichkeit gar nicht zu überbieten. Nur peinlich, aber da ist immerhin in mehr oder weniger ganz Europa nur eine Meinung und das ist schon mal ein Fortschritt. Aber wie oben Konter und ich bereits gesagt haben, das nicht-europäische-Kapital ist der Fussballs Tod. Wenn ich bedenke, dass über 10% der Follower auf Social Media von Real Madrid alleine aus Indonesien kommen (habe ich gelesen, kenne die Quelle aber nicht mehr...), finde ich es nur noch tragischer. Hier haben wir nichtmal die afrikanischen, arabischen, chinesischen und japanischen Internethooligans dabei. Der Grossteil des Geldes kommt nicht aus Europa. Wir finanzieren unsere Vereine mit Stadieneintritten und Fanartikeln im einstelligen Prozentbereich.

    Nichtsdestotrotz sind in den meisten Ländern Tickets so teuer geworden, was die reine Gier nur noch krässer aufzeigt. Uli Hoeness hat ja vor ein paar Jahren (wo es noch keine Transfers von 100 Mio gab...) bei seiner Wutrede an einer Jahresversammlung sinngemäss folgendes gesagt: Wir haben keine hohen Eintrittspreise, da diese für uns nicht relevant sind. Wenn wird den Ticketpreis um 10% erhöhen, ist das für die Fans eine grosse Sache und kann ihnen die Fussballbesuche verunmöglichen. Das macht einen Umsatzunterschied von 2-4 Millionen. Diese Summen besprechen wir aber bei Transfers innerhalb von 5 Minuten und stören uns nicht.

    Deshalb ist der Kampf der Fankurven und einiger weniger "normalen" Fussballromantiker eigentlich sinnlos. Wir verzögern damit nur den endgültigen Tod des Spiels für alle Klassen. Der Sport gehört eigentlich schon nur noch den Schönen und Reichen...

    Ich lebe seit 1,5 Jahren in Medellin in Kolumbien und bin hier Jahreskarteninhaber von Atletico Nacional. Oben hat jemand gesagt er will halt auch ein gutes Produkt haben. Seit ich in Kolumbien lebe, sind für mich die Spiele vom FCB und Dinamo ein Zuckerschlecken geworden hahaha! Der Fussball in Südamerika ist generell erschreckend schlecht geworden. Er lebt jedoch weiterhin von der Leidenschaft der Menschen. Wie in den kleinen Ligen in Europa auch noch. Der Fussball ist hier noch ein Erlebnis und deshalb will ich das auch unterstützen. Natürlich, auch hier gibt es Korruption etc. Nichtsdestotrotz in einem kleineren Mass als Europa. Der Fussball ist hier noch nicht so krank. Überraschenderweise ist hier die Gewaltbereitschaft überraschend niedrig geworden. Da gibt es bei FCB-FCZ viel mehr gewaltbereitschaft als beim Stadtderby in Medellin. Da kommen beide in Scharen zum Stadion und nichts passiert. Liegt jedoch an der allgemeinen Friedensvereinbarung beider Fangruppen, damit Gästefans wieder erlaubt sind. Und es ist klasse und krass, das Stadion ist immer zu 66% und 33% jeweils gefüllt normalerweise.

  24. #24
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    Wieso sollte der europäische Fussball ohne aussereuropäisches Kapital tot sein? Dann verdienen die Spieler in Globo einfach weniger, eher im normalen Bereich. Und die Transfersummen gehen runter. Und es wird wieder mehr nach buchhalterischen Grundsätzen gearbeitet. Nicht mehr ausgeben als man einnimmt und solch exotisches Zeug.
    Heusler.

    Alla sätt är bra utom de dåliga.

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  25. #25
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    Zitat Zitat von crogoran Beitrag anzeigen
    Dieser Cup der Gleichheit ist ja an lächerlichkeit gar nicht zu überbieten. Nur peinlich, aber da ist immerhin in mehr oder weniger ganz Europa nur eine Meinung und das ist schon mal ein Fortschritt. Aber wie oben Konter und ich bereits gesagt haben, das nicht-europäische-Kapital ist der Fussballs Tod. Wenn ich bedenke, dass über 10% der Follower auf Social Media von Real Madrid alleine aus Indonesien kommen (habe ich gelesen, kenne die Quelle aber nicht mehr...), finde ich es nur noch tragischer. Hier haben wir nichtmal die afrikanischen, arabischen, chinesischen und japanischen Internethooligans dabei. Der Grossteil des Geldes kommt nicht aus Europa. Wir finanzieren unsere Vereine mit Stadieneintritten und Fanartikeln im einstelligen Prozentbereich.
    Jetzt sind die Nicht-Europäer Schuld? Ich verfolge gleichermassen intensiv Fussball und Eishockey. Obwohl im Eishockey in Europa viel weniger Geld drinsteckt als im Fussball, finde ich hier die Kommerzialisierung, die schon in den 80ern eingesetzt hat, viel drastischer. Ich muss mich mittlerweile jedes Jahr überwinden, überhaupt noch eine Jahreskarte zu kaufen.
    16 statt 8 Teams an der WM – und die findet natürlich jedes Jahr statt, selbst wenn 3 Monate vorher Olympische Spiele stattfinden.
    Einführung des unsäglichen Playoffmodus in allen Ländern, damit die Ligen die Zahl der Meisterschaftsspiele verdoppeln konnten.
    Geschlossene oder fast geschlossene Ligen in fast allen Ländern, damit ja nie ein bekanntes Team absteigt und möglichst nie ein Underdog den Aufstieg schafft.
    Drittelspausen, die mittlerweile 18 Minuten dauern.
    Und schliesslich wird sogar die Meisterschaft eine Woche lang unterbrochen, damit ein Verein zum Wohle der eigenen Klubkasse ein Einladungsturnier durchführen kann. Man stelle sich vor, die Super League würde rund um den 1. August eine Zwangspause einlegen, damit YB oder GC ein solches Einladungsturnier durchführen kann.

    Ich glaube, es ist die allgemeine Geldgier der Sportfunktionäre, welche den Sport kaputt macht und nicht irgendwelche Fans in Asien oder sonstwo.

  26. #26
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    Was ich nicht ganz verstehe: Nur weil man nicht aus Europa kommt, ist man automatisch kein richtiger Fan? Wer sagt, was ein richtiger Fan ist?
    Um das ganze mal praktischer zu machen:
    User crogoran kommt, wenn ich das richtig im Kopf habe, aus Kroatien. Wenn er sich nun eine Jahreskarte in Medellin kauft, macht er dann nicht genau das gleiche wie alle Asiaten die sich in Barcelona und Madrid ein Fussballspiel ansehen? Er kommt ja auch nicht aus Kolumbien. Bitte nicht falsch verstehen, dass soll nicht als Statement gegen dich gelten. Ich verstehe in diesem Zusammenhang nur nicht, wie du dann indonesischen Real Madrid-Fans die Daseinsberechtigung entziehen möchtest.

  27. #27
    Erfahrener Benutzer Avatar von Wasserturm
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    Zitat Zitat von EffCeeBee Beitrag anzeigen
    Was ich nicht ganz verstehe: Nur weil man nicht aus Europa kommt, ist man automatisch kein richtiger Fan? Wer sagt, was ein richtiger Fan ist?
    Um das ganze mal praktischer zu machen:
    User crogoran kommt, wenn ich das richtig im Kopf habe, aus Kroatien. Wenn er sich nun eine Jahreskarte in Medellin kauft, macht er dann nicht genau das gleiche wie alle Asiaten die sich in Barcelona und Madrid ein Fussballspiel ansehen? Er kommt ja auch nicht aus Kolumbien. Bitte nicht falsch verstehen, dass soll nicht als Statement gegen dich gelten. Ich verstehe in diesem Zusammenhang nur nicht, wie du dann indonesischen Real Madrid-Fans die Daseinsberechtigung entziehen möchtest.
    Naja, crogoran wohnt ja in Medellin, hat entsprechend seither einen Bezug zur Stadt, zum Verein und verfolgt das Team wohl auch erst seit dann richtig. Selbiges kann man von den allermeisten Glory-Huntern in Indonesien, China, Gabun oder auf dem Mond nicht wirklich behaupten. Viele von denen sind einfach "Fan", weils bequem ist, weil's cool ist und man sich im Erfolg der Marke sonnen kann. Klar, die Diskussion, wer nun ein echter und wer ein "falscher" Fan ist, ist müssig und nervt meist. Es gibt sicherlich auch richtige Fans von weit her, allerdings sind halt doch eben sehr viele einfache Kunden.
    Allgemein macht die Zusammensetzung der Fanstruktur eben doch auch sehr viel einer Vereinsidentität aus. Entsprechend kann eine "Identität" durch viele Externe Gloryhunters auch einschneidend verändert oder gar zerstört werden. Denn die kleinen, sympathischen Eigenheiten, Ecken und Kanten werden dann eben oft zugunsten neuer Kunden (nicht der alteingesessenen Fans aus Madrid, Barcelona, Manchester, etc.) geglättet und das Unternehmen auf (finanziellen) Erfolg getrimmt.

  28. #28
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Eine Frage von Mittel und Zweck. Ist Geld das Mittel für den Zweck Fussball oder umgekehrt? Spielt doch keine Rolle, ob das Geld aus Europa, Asien oder von einem Gloryhunter kommt.

    Theoretisch kann ein Dorfverein seelenlos sein, wenn sein höchster Daseinszweck finanzieller Natur ist und ein Verein mit gigantischem Umsatz kann beseelt sein, wenn es in erster Linie darum geht Fussball zu zelebrieren. Es braucht Geld, das steht ausser Frage, aber es ist eine Frage der Prioritäten.

    Die Menge an Kapital von Gloryhunter-Merchandise ist nicht die wirkliche Gefahr. Vielmehr liegt die Gefahr in der Verlockung, sich auf dieses Kapital auszurichten. Geld ist nicht schlecht. Nur leider sind die meisten Menschen nicht stark genug, der Versuchung zu widerstehen, es zum Selbstzweck über alles andere zu erheben.

    Je grösser der mögliche finanzielle Gewinn, desto grösser die Verlockung. Daher wundert es auch nicht, dass die Dorfvereine eher beseelt bleiben, als die umsatzstarken Megavereine oder Welt- und Kontinentalverbände.
    Vormals rot|blau

  29. #29
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    Ich nehme mal an, dass man meine Situation mit der aktuellen Situation in Europas Topligen nicht vergleichen kann. Erstens ist in Südamerika der Fussball noch so wie wir ihn gekannt haben, was eine gewisse Romantik und die Grundbedeutung des Fussballs beinhaltet. Jedoch ist es im Topfussball ja so, dass die Einheimischen sich die Tickets nicht mehr leisten können. In England ist es unglaublich schwer, mit einer Famili regelmässig zu Spielen des Vereins gehen zu können. Die Stadien sind ja nur noch mit Touristen aus Asien und dem Mittleren Osten gefüllt. Alle sind nur noch mit den Handies am filmen und alles auf Instagram am hochladen. Die Stimmung und Atmosphäre die mal England zu etwas besonderem gemacht hat, gibt es nicht mehr. Jedenfalls nicht in der PL.

    Vor 3-4 Jahren ging ich mal in Madrid zum Clasico. Vom Fussball her mit Abstand das beste was ich je gesehen habe. Alles rundherum war schockierend. Sogar im Zentrum von Madrid habe ich 4 Stunden vor Spielbeginn nicht gemerkt, dass es ein Spiel gibt. Rund ums Stadion war es langweilig. Und im Stadion? 60% oder mehr Touristen. Ja, Touristen wie ich. Der Grossteil des Stadions in weiss. Und ca 25-30% der Leute in weiss haben bei jedem Tor von Barcelona gejubelt?! Meinem Kollegen und mir kam das kotzen.

    Bei meiner Aussage geht es nicht darum, dass Nicht-Europäer keine "richtigen" Fans sind. Auch wenn ich finde, dass es wirklich so ist. Ein Verein hat eine gewisse Identität. Ein Verein bedeutet etwas und ist etwas spezielles. Ein kulturelles Gut. Und du kannst meiner Meinung nach einen Verein nicht wirklich führen und verstehen, wenn du in Indonesien, China oder in Kenia bist. Du kannst absolut kein Spanisch, kennst die Kultur nicht und alles rundherum. Ich finde das komisch, ich kann mich auch hier nicht zu 100% mit Atletico Nacional identifizieren. Ich habe meinen Verein aus meinem Land. Er ist klein und unbedeutend. Dinamo und danach Basel auch. Jedoch gibt es mir ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Ich freue mich wenn Nacional gewinnt, jedoch kann ich mich nicht zu 100% (auch nicht 80...) mit dem Verein identifizieren, da ich mich nicht als Teil davon fühle. Auch wenn ich fliessend Spanisch spreche und glücklicherweise extrem gut integriert bin.

    Es ist nun mal so, dass das Nicht-Europäische Kapital viel grösser ist und das die sozialen Medien ebenfalls einen grossen Einfluss auf die Veränderungen haben. Das Internet hat alles verändert, so auch im Fussball. Zum gutem wie zum schlechten.

    Meine Frage an mich und an euch ist aber auch: Was können wir dagegen machen? Ich will micht nicht vollkommen vom Fussball distanzieren. Jedoch will ich die aktuelle Version nicht unterstützen. Ich glaube aber auch nicht, dass die europäischen Fans etwas ändern können. Wir können den Prozess verlangsamen, jedoch nicht aufhalten. Die Frage ist einfach ob ich es akzeptieren soll oder ob ich den Fussball einfach vergesse. Ich sehe leider keine Zwischenlösung. Mit Boykott von allem ausser dem FCB, Dinamo und meiner Nati schade ich nur mir selber. Wie seht ihr das?

  30. #30
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von crogoran Beitrag anzeigen
    … Meine Frage an mich und an euch ist aber auch: Was können wir dagegen machen? Ich will micht nicht vollkommen vom Fussball distanzieren. Jedoch will ich die aktuelle Version nicht unterstützen. Ich glaube aber auch nicht, dass die europäischen Fans etwas ändern können. Wir können den Prozess verlangsamen, jedoch nicht aufhalten. Die Frage ist einfach ob ich es akzeptieren soll oder ob ich den Fussball einfach vergesse. Ich sehe leider keine Zwischenlösung. Mit Boykott von allem ausser dem FCB, Dinamo und meiner Nati schade ich nur mir selber. Wie seht ihr das?
    Das Problem ist grösser, als nur der Fussball alleine. Es kommt eher darauf an, wie viel du selber bewegen kannst, als wie viel Veränderung du forderst. Auf direktem Wege dagegen anzukämpfen würde viele Opfer erfordern und ein schwermütiger Verzicht aka Boykott wird kaum Nachahmer finden.

    Begeistere dich für den Fussball, den du vertreten kannst und stecke andere mit deiner Begeisterung an. Dies ist am Ende auch eine Form des Boykotts, aber im Zentrum steht die Begeisterung für authentischeren und ehrlicheren Fussball. Der Begeisterung werden Menschen folgen. Wenn am Ende dem kommerzialisierten Fussball das Kapital ausbleibt, wird er sich ändern müssen oder untergehen. Und wenn ich ehrlich bin, würde ich um keinen Verein trauern, der dann unterginge … die würden nämlich nicht erst dann sterben, sondern wären schon tot gewesen, sonst hätten sie sich ändern können.
    Vormals rot|blau

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