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Thema: Fussball Deutschland 2019/20

  1. #241
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    Ganz anderes Thema:
    Sind die Deutschen eigentlich dafür bekannt, suizidal oder masochistisch veranlagt zu sein? Sie lassen heute und morgen 4 Cupspiele in vollen Stadien diskussionslos laufen. Die Frankfurter Gesundheitsbehörden sehen dabei kein Problem. Haben die zuviel Gras geraucht?

    Sarkasmus-Modus off.

  2. #242
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    Mein persönlicher Held des Pokal-Abends ist Jean-Clair Todibo. Der junge Innenverteidiger mit einem Rabona-Befreifungsschlag, einer Rabona-Flanke und einem schönen Dribbling im 16er der Münchner - und dies gefühlt alles in den letzten 5 Minuten.

  3. #243
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    der held des abends ist saarbrücken torhüter Daniel Batz

  4. #244
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    Zitat Zitat von EffCeeBee Beitrag anzeigen
    Mein persönlicher Held des Pokal-Abends ist Jean-Clair Todibo. Der junge Innenverteidiger mit einem Rabona-Befreifungsschlag, einer Rabona-Flanke und einem schönen Dribbling im 16er der Münchner - und dies gefühlt alles in den letzten 5 Minuten.
    Das sah schon alles schön aus auch wenn wenig effektiv.

    Leider war Raman bei der einen Grosschance einfach noch nicht parat.

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  5. #245
    Erfahrener Benutzer Avatar von stacheldraht
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Hier mal ein Vorschlag einer möglichen Aktion:

    Was glaubst du, wird am ehesten zu einer Lösung führen, weil man genügend öffentlichen Druck erzeugt?

    • Den Finger in die Wunde (Hopp) zu halten, damit die Symptome sichtbarer werden und der Patient (DFB) sich noch mehr windet.
    • Dem Patienten selbst die Wunde zeigen.
    • Die Öffentlichkeit zusammentrommeln vom Zustand des Patienten in Kenntnis setzen und einen gangbaren Lösungsweg erarbeiten.

    Ich bin absolut dafür, dass man viel Aufmerksamkeit generieren muss, um sich Gehör zu verschaffen.
    So ziemlich genau das was du beschreibst, ist ja passiert. Auch den Verantwortlichen des FC Bayern hat es nach ihren ersten nicht sonderlich schlauen Ergüssen gedämmert, dass es sich bei dem Plakat nicht vordergründig um eine Beleidigung gegen Hopp gehandelt hat, sondern um eine koordinierte bundesweite Aktion. Grundsätzlich ist es doch wie immer:

    1. Die Fans polarisieren mit einer Aktion
    2. Vereinsverantwortliche übertreffen sich kurz danach jeweils gegenseitig mit dummen Ergüssen, weil sie mittlerweile so entfremdet sind und nichts mitbekommen
    3. Die Medien wollen sich selbst alle übertreffen und hauen auch jede noch so kleine, aber unnötige, News über die Bildschirme ("EXKLUSIV: SO SCHMUGGELN ULTRAS BELEIDIGENDE PLAKATE INS STADION").
    4. Auf Twitter, in Foren, Faceschmutz und an den Stammtischen hauen die ganzen selbsternannten Moralapostel auf den Tisch und erklären der Welt, dass das so nicht geht und das keine Fussballfans seien - alles nur dumme hirnverbrannte Chaoten nämmlig
    5. Ein paar Tage später kühlt sich die Situation ab und es wird festgestellt, dass hier doch mehr dahinter steckt. Demzufolge werden dann entsprechend Gespräche aufgenommen.

    Ganz allgemein empfehle ich hier mal die sehr ausführliche Stellungsnahme der Schickeria München: http://suedkurve-muenchen.org/stellu...d-in-sinsheim/

    Insofern betrachte ich das Vorgehen als richtig und wichtig. Man hat sich über die Landesgrenzen hinaus Gehör verschafft, man hat den so eben eingeführten "3-Stufen-Plan" innerhalb von einem Wochenende komplett ad absurd geführt und mit einigen Tagen Abstand eine Diskussion angestossen welche in die richtige Richtung gehen könnten. Auf deine Frage bezogen, ich bin klar der Meinung, dass man um etwas zu erreichen den Finger in die Wunde legen muss und - wenn es halt nötig ist - die Grenzen überschreitet. Denn, und das hat die Vergangenheit klar gezeigt, mit sachlichen Argumenten und ohne "zu schaden" wird man schlicht ignoriert. Das betrifft aber die aktuelle Thematik, bei der 12:12 Aktion gab es ja andere Hintergründe.

    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Ich bin absolut dafür, dass man viel Aufmerksamkeit generieren muss, um sich Gehör zu verschaffen. Die 12:12 Aktion zeigte dem DFB auch eindrücklich die Abhängigkeit von organisiertem Support. Aber nur über eine kurze Zeit. Dort hätte man unnachgiebiger sein können. Jede Woche noch 12 Minuten mehr Stille obendrauf packen, bis eine ernsthafte öffentliche Diskussion geführt wird. Sobald die Diskussion geführt wird, den Zeitaufschlag stoppen und Supportlosigkeit bei der aktuellen Dauer belassen, bis öffentliche Zugeständnisse des DFB gemacht werden. Danach wieder Normalität, solange sich der DFB an die Abmachungen hält.

    Klar, es ist ein Opfer, auf den Support zu verzichten. Aber in genau diesem Opfer, zeigt sich auch, was der Fanszene der Fussball bedeutet.

    Indem man zu früh aufgab und einen neuen Weg suchte, hat der DFB zwar das Problem kurz wahrgenommen, aber er relativiert, verdrängt und/oder vergisst es wieder, sobald die Normalität einkehrt. Wenn man als Fanszene dem DFB die eigene Macht demonstrieren will, muss man dies nicht nur über 12 Minuten und 12 Sekunden tun. Man muss auch die Ausdauer und den Willen demonstrieren, den Einsatz dieser Macht aufrecht zu erhalten. Erst so kann der DFB auch die Abhängigkeit von den Fans nicht mehr leugnen.
    Dass man zu früh aufgegeben hat stimmt in diesem Kontext einfach nicht - die 12:12 Aktion hatte damals den Hintergrund, dass die DFL (NICHT der DFB) ein neues Sicherheitspapier hinterrücks durchdrücken wollte. Die DFL hat als Reaktion auf die Innenministerkonferenz (die haben eine Task-Force gegründet) eine "Komission Sicherheit" gegründet mit dem Ziel, ein Sicherheitspapier durchzurücken mit absurden Forderungen. Man hätte damit sämtliche Arbeit von Vereinen mit Fans komplett zu nichte gemacht und die Stadien in ein Hochsicherheitstrakt wie man es auf der Welt nicht kennt verwandelt. Zum Pech der DFL, kam dieses Papier halt bei den Fans an und darauf hin formierte sich der Widerstand. Hier gibt es für einmal zu betonen, dass diese Komission von der DFL und den Vereinsspitzen gegründet wurde und wie eben erwähnt OHNE Einbezug der Fans oder des DFB's. In der aktuellen Thematik befindet wir uns aber in einem Zwist zwischen den Fans und dem DFB, weil für die Gerichtsbarkeit und Sanktionierungen (Kollektivstrafen) der DFB zuständig ist. Man hat damals nicht zu früh aufgegeben zu kämpfen, sondern man hat mit einer grossen Informationskampagne sehr viele Leute in den Stadion und die Öffentlichkeit darüber informiert - was denn so in den stillen Kammern vor sich geht und beschlossen werden sollte. Die DFL musste damals aufgrund der grossen Proteste und des Drucks der Öffentlichkeit stark zurückrudern. Eine abgeschwächte Version wurde dann zwar am 12.12 verabschiedet durch die DFL und ihre Vereine - umgesetzt wurde davon aber nichts. Die DFL verlor dadurch praktisch in allen Belangen ihr Gesicht: Die Innenminister waren nicht zufrieden, die Fans waren es nicht, die DFL und ihre Vereine gespalten. Einzig der Dialog zwischen den Vereinen und den Fans wurde durch die Proteste intensiviert, was man also als Erfolg bezeichnen kann.

    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen

    Das wäre ein ganz anderes Statement gewesen. Oder wie beurteilst du das? Und versuche nicht gleich die Umsetzbarkeit in Frage zu stellen, sondern dir nur das Szenario vorzustellen.

    Was spricht dagegen, dass der DFB annimmt, dass die Fans zu süchtig nach Fussball sind, um eine ernsthafte Bedrohung der Einnahmen darzustellen, dass sie sowieso immer und überall etwas zu motzen finden, dass man sie in der Öffentlichkeit als Chaoten framen und per Verboten den Stadien fernhalten kann … ? Das ist nicht meine Ansicht, ich frage nur, wieso es der DFB nicht so sehen könnte?
    .
    Weil es beim DFB, der DFL wie auch bei einzelnen Vereinen (wie Hoffenheim oder Red Bull) genügend Vertreter gibt, die flächendeckend die Fans durch Kunden austauschen wollen. Die hätten lieber heute als morgen Ruhe in den Stadien, damit man sich einzig und alleine auf das Event konzentrieren könnte. Für Stimmung und Unterhaltung kann dann eine Marketingagentur sorgen. Wie man in Leipzig oder Hoffenheim sieht, gibt es genügend Idioten die sich davon auch noch anziehen lassen (...aber nur, solange das Produkt erfolgreich ist).

    Und alles in allem muss man sich nochmals klar werden: Wir sprechen aktuell nicht über Rassismus, über abgefackelte Stadien oder immenser Gewalt. Da könnte ich die Diskussion ja verstehen. Sondern wir sprechen über einfache Beleidigungen.
    Geändert von stacheldraht (05.03.2020 um 16:14 Uhr)
    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen. Johann Wolfgang von Goethe

    54, 74, 90 - 2014!

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  6. #246
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    Zitat Zitat von blauetomate Beitrag anzeigen
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    Vielleicht sind sie auch einfach weniger empfänglich für Panikmache.

  7. #247
    Erfahrener Benutzer Avatar von Käppelijoch
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    "Zürich ist doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof - aber nur halb so lustig."

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