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Thema: Marcel Koller (Trainer)

  1. #2401
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Streller hat sich mit einer billigen SMS von seinen ach so sehr geliebten FCB ehrlos davon gemacht und in der Stunde der Not den Rücken gekehrt.
    Billig sind nur solche Anschuldigungen. Er wollte, dass die Spieler es von ihm und nicht von den Medien erfahren. Was soll daran verwerflich sein? Minuten später wäre es auch ohne SMS durchgesickert.

    Ausserdem war der Zeitpunkt des Abgangs gut. Die nötigsten Transfers (IV + Sturm) bereits getan. Abgänge keine mehr in Sicht. Vorher hiess es von vielen Seiten: Streller, wenn du den FCB liebst trittst du zurück. Nun heisst es von den selben Seiten: Billiger Abgang etc. und WOCHEN danach tretet ihr noch auf ihn ein. Gelinde gesagt: Veritables Arschlochverhalten.

  2. #2402
    Erfahrener Benutzer Avatar von Yazid
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    Zitat Zitat von Rey2 Beitrag anzeigen
    Billig sind nur solche Anschuldigungen. Er wollte, dass die Spieler es von ihm und nicht von den Medien erfahren. Was soll daran verwerflich sein? Minuten später wäre es auch ohne SMS durchgesickert.

    Ausserdem war der Zeitpunkt des Abgangs gut. Die nötigsten Transfers (IV + Sturm) bereits getan. Abgänge keine mehr in Sicht. Vorher hiess es von vielen Seiten: Streller, wenn du den FCB liebst trittst du zurück. Nun heisst es von den selben Seiten: Billiger Abgang etc. und WOCHEN danach tretet ihr noch auf ihn ein. Gelinde gesagt: Veritables Arschlochverhalten.
    Sehe ich auch so.

    Einzig die Info, dass Dinge passiert seien, die er nicht akzeptieren könne, finde ich daneben.

  3. #2403
    Erfahrener Benutzer Avatar von stacheldraht
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    Zumindest ein Vorwurf an die Adresse von Streller, er hätte die Transfers ohne Koller zu fragen getätigt, hat Zbinden heute auch entkräftigt. Laut Zbinden kam von Koller der Wunsch, 1-2 grosse Spieler zu verpflichten. Dies hat man mit Ademi und Alderete getan. Somit wurde der Wunsch von Koller was Spieler angeht erfüllt, auch von Streller, der ja massgeblich bei Ademi beteiligt war. Alderete hingegen ist ein typischer Ruedi-Transfer, wie wir sie schon oft gesehen haben.

    Grundsätzlich: Dinge sind schiefgelaufen, ja. Daraus wurden Konsequenzen gezogen, das verdient Respekt. Der Rest ist Vergangenheit und was zählt ist die Zukunft.
    Geändert von stacheldraht (26.06.2019 um 16:03 Uhr)
    Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen. Johann Wolfgang von Goethe

    54, 74, 90 - 2014!

    Der Pöbel thront über den Experten - FCBForum Tippweltmeister 2018!

  4. #2404
    Erfahrener Benutzer Avatar von Yazid
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    Sehr positiv finde ich ganz allgemein die Ruhe, die mittlerweile wieder eingekehrt ist. Weiter so!

  5. #2405
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Für mich steht Streller als Fussballer nicht im selben Kontext wie Streller als Sportchef. Das scheinen einige hier nicht zu kapieren und verzeihen jede noch so dumme Handlung.
    Mir ist die an Vergötterung gleichende Wahrnehmung als unfehlbaren Heiligen genauso fremd wie dir. Aber ich sehe auch keinen Anlass Strellers Charakter derart in Frage zu stellen. Hat er in seiner Karriere Fehler gemacht? Bestimmt, schliesslich ist er auch nur ein Mensch. War er ein guter Sportchef? Vielleicht. Hier scheiden sich die Geister. Hat er es verdient, dass in jede seiner Handlungen ein Beleg seines angeblich schlechten Charakters hineininterpretiert wird? Das wage ich zu bezweifeln.

    Glaubst du, durch die genauso überzeichnete Gegenposition ein ausgeglichenes Bild von Streller zu erzeugen? Oder hast du ein persönliches Problem mit ihm?

    Ich zweifle nicht daran, dass Streller ein durch und durch rotblaues Herz hat und er den FCB gerne zu dem Club machen würde, den das ganze Forum sich wünscht. Quasi den Heiligenstand mit der Tat erlangen will, die vorbehaltlose Forums-Einigkeit bezüglich Wahrnehmung des Clubs, des Personals, der Spieler und der Spiele herzustellen.

    Aber genauso kann ich doch feststellen, dass ihm vielleicht die Reife und die Erfahrung dazu gefehlt hat, dass er auch mal eine dumme Handlung begangen hat. Darin liegt doch kein Widerspruch.
    Geändert von Lällekönig (26.06.2019 um 15:50 Uhr)
    Vormals rot|blau

  6. #2406
    Erfahrener Benutzer Avatar von Konter
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Der User war beleidigend und die Forumsregeln lauten nun mal so.
    Streller stand als FCB Führungsorgan im öffentlichen Raum, seine Handlungen stehen daher auch in der öffentlichen Kritik. So läuft das Geschäft. Für mich steht Streller als Fussballer nicht im selben Kontext wie Streller als Sportchef. Das scheinen einige hier nicht zu kapieren und verzeihen jede noch so dumme Handlung.
    Hey weisch, was: Wenn du do inne Sache postisch, denne isch das imfall au e Handlig im öffentlige Ruum. Sprich me dörf di genau so für di Seich wo de uselosch agriffe wie dr Streller.

    Abr wie scho anderi gschriebe hän, passt zu dine bisherige Posts. Numme am usdeile, und wenn dr mol eine Idiot an Kopf wirft, schreisch nach em Admin. Lägg, bisch du pyynlige Siech.
    Nid füre Lohn, für d'Region

  7. #2407
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tsunami
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Koller macht das schon richtig. Einfach nichts mehr dazu sagen. Ebenso richtig ist aber auch das Schweigen Strellers.
    Eine "hinterhältige Intrige" vermag ich eh nicht zu erkennen. Ich würde mal davon ausgehen, dass Streller alles, was er jemals getan hat, nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle des Vereins getan hat. Inklusive seinem Rücktritt, der weder ehrlos noch feige war, sondern mutig und konsequent.
    Es mag ja nach Ansicht vieler nicht alles richtig gewesen sein, was er entschieden hat. Aber wer macht schon immer alles richtig? Also ich nicht, und auch keiner, den ich kenne.
    Streller aber Hinterhältigkeit und Ehrlosigkeit vorzuwerfen ist geradezu absurd. Da musst mal in dich gehen..
    Wohltuendes Post, welches ich so unterschreiben kann.
    Im Gegensatz zu anderen Usern beleidigst du Back in Town auch nicht, was dein Post eben noch besser macht.
    Geändert von Tsunami (26.06.2019 um 16:15 Uhr)

  8. #2408
    Erfahrener Benutzer Avatar von Back in town
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Koller macht das schon richtig. Einfach nichts mehr dazu sagen. Ebenso richtig ist aber auch das Schweigen Strellers.
    Eine "hinterhältige Intrige" vermag ich eh nicht zu erkennen. Ich würde mal davon ausgehen, dass Streller alles, was er jemals getan hat, nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle des Vereins getan hat. Inklusive seinem Rücktritt, der weder ehrlos noch feige war, sondern mutig und konsequent.
    Es mag ja nach Ansicht vieler nicht alles richtig gewesen sein, was er entschieden hat. Aber wer macht schon immer alles richtig? Also ich nicht, und auch keiner, den ich kenne.
    Streller aber Hinterhältigkeit und Ehrlosigkeit vorzuwerfen ist geradezu absurd. Da musst mal in dich gehen..
    Das Koller nichts dazu sagt, rechne ich ihm hoch an, er könnte Streller locker eins auwischen, für das "bekriegen" seiner Person. Ich finde es hinterhältig, Verhandlungen mit einem weiteren Trainer/Kumpel zu führen, während der Trainer (mit dem man noch vor ein paar Wochen den Cuptitel feierte) in den Ferien weilt UND davon nichts weiss und es im Boulevard lesen muss. Das Wort Intrige beschreibt diese Situation am besten und so ein Vorgehen finde ich menschlich äusserst schwach. Wie würdest du dich in Kollers Haut fühlen ? Ob Streller allein dafür verantwortlich ist ? Who cares.

    Streller hat dieses "Konzept" federführend und massgeblich angezettelt, diese "Verbaslerung" trägt seine Handschrift, er war nicht nur ein normaler 08/15 Angestellter, der "künden" kann, wenn ihm seine Situation mal nicht passt. Er trägt mit dem, was er hier angezettelt hat, eine grosse Verantwortung gegenüber dem Verein, welcher man sich nicht einfach entziehen kann mit so einem SMS Abgang, dazu noch ohne sich dafür vor den Fans und Mitgliedern zu erklären. Das nenne ich charakterlich schwach und feige. Er stellte sich und seine Interessen so über die des Vereins.

    Wir befinden uns mitten in der Transferperiode (die noch nicht mal richtig begonnen hat). Hier liest man, dass er seinen Job erledigt hat. Das ist wohl der selbe Witz wie heuer, als man rausposaunte, die "Kaderplanung" sei abgeschlossen und danach verliessen uns zahlreiche Leistungsträger. Die Kaderplanung und der Job des Sportchefs ist erst "abgschlossen", wenn das Transferfenster in der Schweiz schliesst und vorher herrscht Hochbetrieb und höchste Konzentration. Einfach abhauen ist untragbar.

    Uns allen stinkt es ab und zu bei unserer Tätigkeit, wir hauen aber nicht einfach ab, wenn es mal nicht so läuft. Wer diese Flucht (welche meiner Meinung nach aus Trotz geschah) als konsequentes Handeln sieht, beschönigt die Dinge.

    Streller hat bereits bei seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft (im Alter von 26) aus einer Trotzreaktion wegen Pfiffen ein ähnliches Verhalten gezeigt, auch hier liess er seine Kollegen, die Fans und die Mannschaft im Stich. Wenn sich ein "Profi" so leicht kränken lässt und dann den Bettel hinschmeisst, nenne ich das einen schwachen Charakter, dazu muss ich nicht mit ihm reden oder ihn kennen.
    Geändert von Back in town (26.06.2019 um 17:16 Uhr)

  9. #2409
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lällekönig
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Das Koller nichts dazu sagt, rechne ich ihm hoch an, er könnte Streller locker eins auwischen, für das "bekriegen" seiner Person. Ich finde es hinterhältig, Verhandlungen mit einem weiteren Trainer/Kumpel zu führen, während der Trainer (mit dem man noch vor ein paar Wochen den Cuptitel feierte) in den Ferien weilt UND davon nichts weiss und es im Boulevard lesen muss. Das Wort Intrige beschreibt diese Situation am besten und so ein Vorgehen finde ich menschlich äusserst schwach. Wie würdest du dich in Kollers Haut fühlen ? Ob Streller allein dafür verantwortlich ist ? Who cares.
    Koller wäscht zwar keine dreckige Wäsche, weist aber darauf hin, dass es welche gäbe. Hoch anrechnen würde ich ihm, wenn er das offen gelassen hätte, bis sich Streller dazu äussern konnte. War es wirklich diese Schlammschacht, hätte ich diesen Anstand vom Gewinner erwartet. Ob es eine Intrige war oder nicht hängt von der Motivation und dem Verhältnis der beiden ab. Wenn sie sich gut verstanden haben, kann man das auch als Teil des Business' ansehen und sich weiterhin in die Augen schauen, ohne es gleich als Intrige zu bezeichnen.

    Streller hat dieses "Konzept" federführend und massgeblich angezettelt, diese "Verbaslerung" trägt seine Handschrift, er war nicht nur ein normaler 08/15 Angestellter, der "künden" kann, wenn ihm seine Situation mal nicht passt. Er trägt mit dem, was er hier angezettelt hat, eine grosse Verantwortung gegenüber dem Verein, welcher man sich nicht einfach entziehen kann mit so einem SMS Abgang, dazu noch ohne sich dafür vor den Fans und Mitgliedern zu erklären. Das nenne ich charakterlich schwach und feige.
    Es waren Streller, Frei und Ceccaroni welche auf Burgener zugingen und ihm den FCB schmackhaft machten. Auch wenn Streller das Gesicht hinter dem Konzept war, trägt er bestimmt nicht die ganze Verantwortung dafür. Das SMS ist lediglich die Verabschiedung von den Spielern. Ich gehe davon aus, dass er sich von Burgener ausführlicher verabschiedete. Dass er den Fans und Mitgliedern zumindest noch ein paar Antworten "schuldet", sehe ich auch so, auch wenn ich dabei keine Details erwarte. Ich kann deinen Frust in Anbetracht der Entwicklung des FCBs nach dem Abgang von Heusler nachvollziehen. Einem vermeintlich schwachen Charakter, welcher nach einer Niederlage nur noch Flucht als einzigen Ausweg sieht, noch nachzutreten, werte ich jetzt aber auch nicht als Zeichen der Stärke deinerseits. Falls du aber wirklich auf eine Erklärung von Streller aus bist, wird dieses Nachtreten kaum hilfreich sein. Vielleicht fürchtet er sich ja vor genau solchen Reaktionen?

    Er stellte sich und seine Interessen so über die des Vereins.

    Wir befinden uns mitten in der Transferperiode (die noch nicht mal richtig begonnen hat). Hier liest man, dass er seinen Job erledigt hat. Das ist wohl der selbe Witz wie heuer, als man rausposaunte, die "Kaderplanung" sei abgeschlossen und danach verliessen uns zahlreiche Leistungsträger. Die Kaderplanung und der Job des Sportchefs ist erst "abgschlossen", wenn das Transferfenster in der Schweiz schliesst und vorher herrscht Hochbetrieb und höchste Konzentration. Einfach abhauen ist untragbar.

    Uns allen stinkt es ab und zu bei unserer Tätigkeit, wir hauen aber nicht einfach ab, wenn es mal nicht so läuft. Wer diese Flucht (welche meiner Meinung nach aus Trotz geschah) als konsequentes Handeln sieht, beschönigt die Dinge.
    Ja. Die Transferphase ist eine heisse Phase. Ich finde aber den Nachfolger gut und sollte Burgener Zbinden mehr Freiheiten gewähren, weil er ihm vielleicht auf Grund seines Alter oder seiner Erfahrungen mehr Vertrauen entgegenbringt, so wäre Strellers Rücktritt eben doch im Interesse des Vereines gewesen.

    Streller hat bereits bei seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft (im Alter von 26) aus einer Trotzreaktion wegen Pfiffen ein ähnliches Verhalten gezeigt, auch hier liess er seine Kollegen, die Fans und die Mannschaft im Stich. Wenn sich ein "Profi" so leicht kränken lässt und dann den Bettel hinschmeisst, nenne ich das einen schwachen Charakter, dazu muss ich nicht mit ihm reden oder ihn kennen.
    Ich kann deine Aussage betreffend charakterlicher Defizite nun dank deiner Erläuterungen besser einordnen. Ich sehe es ähnlich, würde es aber anders benennen. Strellers grösste Schwäche ist aus meiner Sicht, dass er von allen geliebt werden möchte. Als Spieler und Kapitän ist ihm dies in Basel auch gelungen. Bei so einer Fallhöhe den Posten als Sportchef anzunehmen, ist entweder pure Selbstüberschätzung oder äusserst mutig. Er ist gescheitert, das macht ihn in meinen Augen menschlich und dafür respektiere ich ihn.
    Vormals rot|blau

  10. #2410
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Das Koller nichts dazu sagt, rechne ich ihm hoch an, er könnte Streller locker eins auwischen, für das "bekriegen" seiner Person. Ich finde es hinterhältig, Verhandlungen mit einem weiteren Trainer/Kumpel zu führen, während der Trainer (mit dem man noch vor ein paar Wochen den Cuptitel feierte) in den Ferien weilt UND davon nichts weiss und es im Boulevard lesen muss. Das Wort Intrige beschreibt diese Situation am besten und so ein Vorgehen finde ich menschlich äusserst schwach. Wie würdest du dich in Kollers Haut fühlen ? Ob Streller allein dafür verantwortlich ist ? Who cares.
    Danke für die ausführliche Antwort. Meine Sicht: (sorry an alle für den langen Text.. braucht man nicht wirlich zu lesen)
    Jeder vernünftige Manager dieser Welt hat für jede Schlüsselposition jederzeit einen Backlog an Kandidaten. Sprich: Eine Liste möglicher Nachfolger. Wer das nicht hat, sollte mit Führung und - als Teilaufgabe davon: Organisationsplanung - nichts zu tun haben. Führung heisst, mögliche Chancen und Herausforderungen zu antizipieren und darauf vorbereitet zu sein. Eine generische Herausforderung ist der Verlust eines Key Players. Kann jederzeit passieren. Und wenn man eine Nachfolgerliste hat, dann muss man mit den Menschen auf dieser Liste aber auch in Kontakt sein. Neudeutsch: Networking. Das heisst, dass es nicht nur zulässig, sondern erforderlich war, andere Trainer auf dem Radar zu haben, und auch mit ihnen zu sprechen.
    Solche Vorgänge sind völlig normal und legitim. Wenn du angestellt bist und man dich braucht, dann solltest du ja nicht denken, dass dein Arbeitgeber sich nicht mit dem Szenario deines Abganges befasst. Und dass das ohne dein Wissen passiert ist ebenfalls völlig normal. All das hat mit Intrigen und menschlicher Schwäche nichts zu tun. Das nennt man Nachfolgeplanung. Gerade im bezahlten Fussball wird das sehr intensiv betrieben. Streller war wie jeder Fussballkenner beeindruckt von dem, was Rahmen mit Aarau erreicht hat. Und er hat einen Draht zu ihm. Logisch, dass er mit ihm gesprochen hat.
    Jetzt kommt aber der Punkt wo ich dir Recht gebe: Dass MKo das in der Regenbogenpresse lesen musste. Das Problem ist hier die Indiskretion, und nicht das, was im Verein passiert ist. Dass mit Rahmen gesprochen wurde, gelangte aus dem 'inner circle' nach aussen. Ich habe hier einen schweren Verdacht, wörtlich gemeint, was ich nicht weiter kommentieren will. Falls es Streller selber gewesen wäre, der die Presse informierte, dann würde ich ihn nie wieder im Joggeli sehen wollen. Und schon gar nicht als VR Mitglied. Aber, ich glaube definitiv nicht, dass das Streller war. Wer auch immer die Presse über die Diskussionen und Aktivitäten bzgl. Trainerfrage informiert hat, sollte gnadenlos blossgestellt und entfernt werden. Inklusive Entzug der Mitgliedschaft. Wenn es doch Streller war, hast du in allen Punkten Recht. Aber dafür gibt es keine Hinweise und keine rationale Begründung.
    Die Person, welche die Presse über die Demission Strellers als Sportdirektor informiert hat, war kaum dieselbe, welche sich bzgl. der Trainerfrage exponiert hat. Das dürfte einer der Spieler gewesen sein. Auch hier ist meine Meinung die selbe: Weg mit dem, egal wer es ist. Gnadenlos. Wir brauchen keine Arschlöcher, die Interna nach aussen tragen.
    Und, letztlich, wenn du den Abgang Strellers als Sportdirektor kritisierst, dann wärst du also dafür, dass er geblieben wäre. Warum? Wäre das besser gewesen für die FCB Familie? Wäre es für MKo angenehmer gewesen, so weiter zu arbeiten? Das kannst du kaum denken. Aus meiner Sicht war der Rücktritt ein Zeichen von Grösse, zumal er kein Wort darüber in der Öffentlichkeit verloren hat. Das wäre so einfach gewesen. 101 Zeitungen sowie jeder TV und Radio Sender dieses Landes würden alles tun, um mit ihm zu sprechen. Aber er schweigt. Streller ist einer der Granden unseres Vereins und man wird ihn zurecht nie vergessen. Streller ist mehr FCB als wir alle zusammen. Das sollte man anerkennen und respektieren.

  11. #2411
    Erfahrener Benutzer Avatar von SubComandante
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    Streller war nicht der Maulwurf; das würde sich auch jeglicher Logik entziehen. Dass er zu nett ist und es seinen Kumpels gut machen will - ich will jetzt auch nicht irgendwas dazu sagen. Ursache. Wirkung. Irgendwo wurde geschrieben, dass die Anti-Koller Geschichte Stocker irgendwann zu viel wurde und sich abwandte. Jetzt zur Captain-Vergabe. Und dazu noch Zbindens Aussage, dass er zur Mannschaft sagte, das keiner über dem anderen stehe. 1+1=?. Zbindens Anstellung finde ich sehr gut. Und Streller wird immer der alte Held bleiben. Er hatte halt eine schwere Aufgabe in einem nicht immer einfachen Umfeld wohl. Und Koller - nicht mein Wunschtrainer. Aber wenn jemand Trainer ist, darf man Loyalität erwarten. Nur wenn alle Rädchen laufen, kann man irgendwann wieder mal den Meisterpokal nach oben heben. Und eine Aussprache zwischen Spieler und Trainer darf nie in der Presse landen. Soviel zur Loyalität.

  12. #2412
    Erfahrener Benutzer Avatar von Back in town
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    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Koller wäscht zwar keine dreckige Wäsche, weist aber darauf hin, dass es welche gäbe. Hoch anrechnen würde ich ihm, wenn er das offen gelassen hätte, bis sich Streller dazu äussern konnte. War es wirklich diese Schlammschacht, hätte ich diesen Anstand vom Gewinner erwartet. Ob es eine Intrige war oder nicht hängt von der Motivation und dem Verhältnis der beiden ab. Wenn sie sich gut verstanden haben, kann man das auch als Teil des Business' ansehen und sich weiterhin in die Augen schauen, ohne es gleich als Intrige zu bezeichnen.
    Es ging bei diesem "Ausflug zu Streller" primär um eine Einschätzung, ob Kollers fehlende Aussage (auf eine Frage der Presse notabene) als Seitenhieb zu werten ist. Das Koller cool bleibt, finde ich nicht selbstverständlich, obwohl Streller mit seinem Kumpel Rahmen weiterfahren wollte, anstatt Koller zuerst offen und ehrlich mitzuteilen, dass man einen neuen Trainer sucht. Wieso es zu Burgeners Rückzieher kam (dem vermeintlichen Grund für Strellers Trotzreaktion), können wir nur mutmassen. Ich denke Burgener gab grünes Licht zur Vorsondierung eines neuen Trainers, war sich aber vermutlich der Konsequenzen dieser "Freigabe" nicht bewusst (vorallem die imensen Kosten, die dadurch entstehen würden bei einem weiteren Lehrjahr in Sachen Trainerfrage). Hier liegt das grosse Manko von Burgener, er führt den Verein nicht wie er sollte, gerade bei unerfahrenen Kadermitarbeitern ist Micromanagement in der Anfangsphase wichtig. Den Job zuerst auf Brigger, dann auf Heri abzuwälzen ist schwach, da beide selbst kaum dafür geignete Führungspersönlichkeiten sind.

    Zitat Zitat von Lällekönig Beitrag anzeigen
    Es waren Streller, Frei und Ceccaroni welche auf Burgener zugingen und ihm den FCB schmackhaft machten. Auch wenn Streller das Gesicht hinter dem Konzept war, trägt er bestimmt nicht die ganze Verantwortung dafür. Das SMS ist lediglich die Verabschiedung von den Spielern. Ich gehe davon aus, dass er sich von Burgener ausführlicher verabschiedete. Dass er den Fans und Mitgliedern zumindest noch ein paar Antworten "schuldet", sehe ich auch so, auch wenn ich dabei keine Details erwarte. Ich kann deinen Frust in Anbetracht der Entwicklung des FCBs nach dem Abgang von Heusler nachvollziehen. Einem vermeintlich schwachen Charakter, welcher nach einer Niederlage nur noch Flucht als einzigen Ausweg sieht, noch nachzutreten, werte ich jetzt aber auch nicht als Zeichen der Stärke deinerseits. Falls du aber wirklich auf eine Erklärung von Streller aus bist, wird dieses Nachtreten kaum hilfreich sein. Vielleicht fürchtet er sich ja vor genau solchen Reaktionen? .
    Und gerade weil Streller federführend und massgeblich (ich schrieb nichts von "ganzer Verantwortung") am Konzept beteiligt war, hat diese Kapitulation vor der unvollendeten Aufgabe eine besondere Schwere. Von einem leitenden Mitarbeiter aus dem Vorstand und VR, welcher eine so wichtige Aufgabe bekleidet, ist mehr Durchhaltewillen, Verantwortungsbewusstsein und Vernunft zu erwarten. Es mag sein, nein es ist sogar ganz bestimmt so, dass sich Streller selber überschätzt hat. Ganz ehrlich, wer hätte Streller diese Rolle überhaupt jemals zugetraut ? Mut braucht es so oder so für so einen Posten, unbestritten, aber wenn man keine persönlichen finanziellen Risiken fährt und mit dem Geld anderer jonglieren darf, hat so eine Aufgabe ihren Reiz. Der FCB aber ist ein Verein mit über 100 Mitarbeitern und über 50 Mio Umsatz, ein Sportchef ist das wesentliche Zahnrad für den Erfolg so einer Institution und trägt auch eine Verantwortung und Fürsorge gegenüber den Mitarbeitern des FCB. Ein Sport-"CHEF" darf sich nicht aufgrund seines gekränkten Stolzes wegstehlen. Er hätte den Abgang auch vor Ende der letzten Saison machen können und so seinem Nachfolger eine geordnete Übergabe ermöglichen können, auch das war äusserst verantwortungslos und für mioch ein Beleg, dass er sich erneut wichtiger nimmt, als den FCB. Wenn ich eine Firma, einen Verein oder eine Familie wirklich liebe, dann mache ich alles für deren höheres Wohl. Abhauen oder im Stich lassen ist keine Option.
    Geändert von Back in town (26.06.2019 um 22:08 Uhr)

  13. #2413
    Erfahrener Benutzer Avatar von Back in town
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    Zitat Zitat von SubComandante Beitrag anzeigen
    Streller war nicht der Maulwurf; das würde sich auch jeglicher Logik entziehen..
    Auf diese Idee wäre ich nie gekommen, aber es wäre in der Nachbetrachtung sogar ein taktisch schlauer Schritt gewesen, wenn man der Presse Verhandlungen mit Rahmen steckt, um diesen Tendenzen Vorschub zu leisten und so Koller bereits vor Tatsachen stellt. Der Plan, sollte es so einen gegeben haben, ging aber in die Hose, weil man den Kassenchef, den Sparzwang und seine Vorliebe für Statistiken nicht berücksichtigt hat.

  14. #2414
    Erfahrener Benutzer Avatar von Back in town
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    Zitat Zitat von footbâle Beitrag anzeigen
    Und, letztlich, wenn du den Abgang Strellers als Sportdirektor kritisierst, dann wärst du also dafür, dass er geblieben wäre. Warum? Wäre das besser gewesen für die FCB Familie? Wäre es für MKo angenehmer gewesen, so weiter zu arbeiten? Das kannst du kaum denken. Aus meiner Sicht war der Rücktritt ein Zeichen von Grösse, zumal er kein Wort darüber in der Öffentlichkeit verloren hat. Das wäre so einfach gewesen. 101 Zeitungen sowie jeder TV und Radio Sender dieses Landes würden alles tun, um mit ihm zu sprechen. Aber er schweigt. Streller ist einer der Granden unseres Vereins und man wird ihn zurecht nie vergessen. Streller ist mehr FCB als wir alle zusammen. Das sollte man anerkennen und respektieren.
    Ich befürworte seinen Abgang vollstens, ich kritisiere nur das Timing und die Art und Weise. Ich finde nicht, dass es ein Zeichen von Grösse ist, sich nach so einer Kurzschlussreaktion unter einem Stein zu verstecken, das erweckt nur den Eindruck, er sei ein Feigling, der nicht hinstehen kann und für sein Handeln Red und Antwort steht. Ich unterstelle ihm auch nicht Boshaftigkeit, sondern Verantwortungslosigkeit.

  15. #2415
    Erfahrener Benutzer Avatar von footbâle
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    Zitat Zitat von Back in town Beitrag anzeigen
    Ich befürworte seinen Abgang vollstens, ich kritisiere nur das Timing und die Art und Weise. Ich finde nicht, dass es ein Zeichen von Grösse ist, sich nach so einer Kurzschlussreaktion unter einem Stein zu verstecken, das erweckt nur den Eindruck, er sei ein Feigling, der nicht hinstehen kann und für sein Handeln Red und Antwort steht. Ich unterstelle ihm auch nicht Boshaftigkeit, sondern Verantwortungslosigkeit.
    Compadre Back in town, da werden wir uns nicht finden. Nicht weiter schlimm..

  16. #2416
    Erfahrener Benutzer Avatar von Basler_Monarch
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    Daumen hoch

    Leider hab ich die Diskussion entfacht, indem ich schrieb: Koller ist beim Interview wieder fair geblieben. Unsere Auslegungen hier drinnen (mit dem Unkehrschluss, dass er „nur negatives“ zu berichten hätte, würde er etwas sagen) finde ich gar etwas weit interpretiert.

    Grundsätzlich habe ich mir die >Video< Statements von Koller angehört (aus Tegernsee) und bin sehr zuversichtlich, was die neue Saison angeht. Auch den Aspekt der Weiterentwicklung der Mannschaft (Stichwort: Pressing üben bis zum Abwinken / Umschaltspiel) erachte ich als zentral. Doch, ich bin vorsichtig optimistisch: es kommt gut!

    Lasst uns in die aktuelle Crew Vertrauen haben und uns in der Winterpause ein Zwischenfazit ziehen lassen.

    Wünsche und hoffe sehr, dass ihr mir mehrheitlich zustimmt.
    (c) Basler_Monarch, 2018/2019 - alle Rechte vorbehalten

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